Indiana Tribüne, Volume 4, Number 212, Indianapolis, Marion County, 15 April 1882 — Page 2

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Zndicnm Hriöüne. Fögliche- uns Sgnntagsansgaöe.

Offfce: DelawarcStr. Bvtered as Becond-class matter at the - l'Ostostice at Indianapolis, Indiana.) Äbonnements-Preise : Tägliche Ausgabe ..12 Cts. Per Woche. SonntagiauZgabe 5 dti. Pernmmer. -Veide zusammen 15 Ct'. per Woche. 0" Da Tagdlatt erscheint jeden Nachmit. taa um 2 Uhr. Die Sountagsausgabe erscheint de Morgenö. 7 .'7r!dull0?uI)1!Lkiug Company. JndiaiapoliS, Ind., 15. April 1832. Okustige Erfolge d.r Jlschzuözt. Die unter Aussicht der Bundes und .Staatsbehörden betriebene- Fischzucht '.nimmt 'immer größere Dimensionen an, denn an hat bereits' eingesehen,' welchen großen marteriellen Vortheil, wenn' rationell l betrieben ' dieselbe - gewährt. -DieFlüsse und sonstigen Gewässer, welche"früher sehr fischreichwaren aber nach und nach, vollständig ausgebeutet wurden, werden jetzt und sind zum Theil schon'rnit Fischen aller Art besetzt, wodurch den Anwohnern dieser Gewässer nicht nur .ein gesundes Nahrungsmittel gewährt wird) sondern auch eine reiche Erwerbsquelle eröffnet worden ist. . ES ist jedoch in dieser Beziehung ein wesentlicher Uebelstand zu bettagen, und der besteht darin, daß' daö Waffer, na mentlich solcher Flüsse, welche an großen Städten vorbeiströmen, oder durch Fa brikdistrikte ' fließen, -in manchen Fällen stark verunreinigt und nicht selten geraden Wgiftel worden ist,' und zwar durch die Nbflüffe industrieller Etablissements. Diesem Uebelstand, welcher namentlich in Massachusetts und anderen Neueng land-Staaten zn Tage tritt, .sollte .'aber zu Gunsten der Fischzucht 'auf irgend eine Weise abgeholfen werden. . Aber ' trotz- aller Hindernisse hat die Fischzucht in den letzten Jahren schon die günstigsten Erfolge errungen, namentlich hinsichlich des Connecticut River, in welchem es jetzt, nachdem 'der Fluß vor ' fLnf'Jah'ren-mit Millionen von' Lachs eiern besetzt wurde, diese Fischart in großer Menge anzutreffen' ist.' Aber trotz dem ist der Fang dieses Fisches daselbst durch einen LegiSlaturBeschluß bis auf Weiteres verboten worden, um die na türliche Fortpflanzung der Lachse nicht zu ftören,z?:al da dieselben erst in einem verhältnißmäßig hohen Alter laichen. Luch die Flüsse Main' sind mit Lachs laich besetzt worden und werden im Ver . lauf einiger Jahre eine reiche Ausbeute an dieser Fischart gewähren. Ebenso sind die New Horker darauf bedacht . gewesen, in dem Hudson, in welchem sich in den letzterenJahren schon eine starke Abnahme an Shadsischen be merklich gemacht hatte, die Zucht dieser r schmackhaften Fischart mit Sorgfalt zu betreiben, und sie sehen ihre Mühen be reitS reichlich belohnt, denn der Shad fang Ist in diefemJahre ein sehr ergie biger! ES sei übrigens noch erwähnt, daß der Shad jetzt auch schon an der Pacificküste eingebürgert worden ist. wo er früher gänzlich unbekannt war, und aus den Fischmärkten San Francisco's bereits zu verhältnißmüßig billigenPrei sen zu haben ist. Dasselbe gilt von an dern nach Calisornien verpflanzteaFisch arten, namentlich von dem gestreisten Barsch.' - eitere Matzregeln gegen alt Eyinesen. Während Präsident Arthur die Chi nesen'Bill mit seinem Be:o belegt hat, erscheinen die Bestimmungen derselben dea'CömmodoreShufeldt, welcherChina und die Chinesen sehr gründlich -kennt, noch nicht streng genug. Dieser Herr ist nämlich der Ansicht, daß die Chinesen nicht nur aus Calisornien und dem gan zen Gebiete der Ver. Staaten, sondern auch von j den Hawaiischen oder Sand wich'Jnseln ausgeschloffen werden soll ten. Diese Inseln, welche gleichsam die Vorposten der Ver. Staaten nach Asien und Australien und in commercieller und politischer Hinsicht von einer nicht zünterschätzenden Bedeutung sür unse? Land stnd. werden nämlich von Chinesen gerädeZü'übetschvemmt, was unter ge vlffen Umständen von großen Nachtheil len sür uns sein könnte. Wie groß die Zahl der Chinesen auf den Sandwick?!nseln ist. darüber lieaen freilich keine bestimmte Angaben vor,aber uacy den vorliegenden Mittheilungen ves LeneralCollektorS der SandwichJn sein landeten dort im Laufe des mit dem li März' endigenden Jahres nicht weniger als 3,636 Chinesen und 65 Chine, ßnnen, während -in demselben Zeitraum ur 742 der ersteren und 2 der letzteren nach dem himmlischen Reiche" zurück kebrten. Wenn aber die chinesische Ein Wanderung nach jener Inselgruppe in gleichen Proportionen sortdauert, so würde es nicht lange währen, bis das mongolische Element daselbst die Ober band aewinnt. und waS daS für Folaen haben würde, wie nachtheilig es für die Jer. Staaten und für die Entwicklung : der Inselgruppe selbst sein winde, das 9 v . i.r-v veoarf woyi reines oesvnoerrn. yn weile. .'Die Sandwich.Jnseln stnd 2,000 Zueilen von unserer Westküste entfernt und Nnd dieöauvtstation wischen Ame rika, Asien und Australien und als solche nichts nur für unseren yanoelsverkevr. fördern auch für unsere lstte,wenn von einer solchen überhaupt die Rede sein fest, von großer Bedeutung. Stände tkgland zu dieserr Inseln in demselben Cernälimfe wie wir.- so 'würde eS nicht nnr dieChinesen gänzlich von den Inseln fcatffitMtn; sondern auch dafür Sorge tragen,, daß die Inseln von Engländern befledelt würden uno unter engticye Oberhohett kämen.

DaS größte Panzerschiff der Wele.

Aus der StaatSwersle von Pamberke, Enaland. ist ein sür die enalilcbe Ma rine gebautes großes Thurmschiff glück licb vom Stadel gelaufen. Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh, sowie etwa 50,000 Zuschauer wohnten oem Stapellauf des KrtegsfahrzeugeS bei. welches zu Ehren der Herzogm - von Edinburgh, die den Tauf'Act vollzog. den Namen .Edinburgh- erhielt. Das neue Kriegsfahrzeug ist gänzlich auS Stahl aebaut und das grökte Panzer schiff der Welt. Es hat eine Länge von 325 Fuß, eine Breite von 63 Fuß und wird, wenn eS vollständig equipirt ist, eine Tragfähigkeit von 9150 Tonnen haben. . .Seine Armatur besteht aus vier 42 Tonnen schweren HinterladungSge schützen in den Thürmen und vier sechs zölligen chinterlader-ttanonen auf dem obern Verdeck. - Außerdem wird es zehn Nordenfell'fche Mitrailleusett tragen, um die Anariffe ' von TorpedoBooten zu rückzuweisen. Seine Pserdekrast ist 6000 t. . 4. ny.P i ?v m r Tonnen uno oie Besamung wiro .v Mann stark sem. O,e Fahrgeschwu digkeit ist auf ld ZÄnten per Stund, berechnet. Der stampf gegen daS 'Monopol. Am 26. d, Mtö. wird' 'in Albany, N. V, eine Versammlung der nationalen AntiMonopol'Liga abgehalten werden. Der Präsident dieser 'einen 'guten Kamps kSmpsenden Vererntgung,-. Herr L. E. Chlttenden, veröffentlicht die Ausgaben, deren Erfüllung die letztere erstrebt, uno die auch die demnächpige Versammlung beschäftigen werden. Sett Annahme der Constituhon ha! keine Angelegenheit die Jntereffen des amerikanischen Volkes tiefer berührt, als der Kampf gegen daS Monopol; wird dessen Macht nicht gebrochen, dann hat der Grundsatz : die Herrschaft des Vol keS durch das Volk und für das Volk keine 'Bedeutung mehr' und -nicht die Aussicht,' jemals zur Herrfchaft zu ge langen. Sollen aus der GeldAristokratle gebildete Corvorationen unsere Gesetze machen' unsere Richter - anstellen und beherrschen,-unsere direkten und in direkten'Steuern reguliren die Arbeit? löhne, die 'Preise für' Lebenömittel, Brennmaterial' und Kleidungsstücke ' be stimmen und festsetzen, oder soll de? Wille- des Volkes in der.-Gesetz aebung, m den AngelegenJilten der Ver waltung und Rechtsprechung Ausdruck finden - und eine gesunde . Concurrenz unsere Preise, unsere Verhältnisse regu llren? ES ist hoch an der Zeit, dan daS Volk sich diese Früge-' vorlegt, und der Vergewaltigung seiner- selbst in jeder einzelnen Wahl entgegentritt, oder das Monopol wird so übermächtig, daß der Kampf gegen dasselbe aussichtslos ist. Die Geld-Aristokratie hat nie und nir gends, wo sie zur Herrschaft gelangte. die letztere in anderem Sinne angewendet, als dazu, sich immer mehr zu bereichern, die Unterdrückten in eine immer schlechtere Lebenslage zu drängen und ihnen schließlich als einer unterwürfigen Maffe den Fuß auf den Nacken zu setzen. Das amerikanische Volk hat seither noch immer feinen Willen durchgesetzt; das Volk, das die Sclavensesseln brach, ist heute noch im Stande, auch die Macht des Monopols niederzubrechen,. aber es muß zur Einsicht kommen, daß es in dieser Frage keine Arbeitgeber und keine Arbeiter, keine Farmer und keine Ge schöstSläute gibt, daß alle Burger, die nicht selbst Monopolisten oder bereits die Sclaven der letzteren sind, in diesem Kampfe einig sein und bedenken müssen. daß dem Uedel des Monopols gegenüber alle ParteiUnterfchiede in ein Nichts verschwinden und-zurücksinken. Die jüngste-' Vergangenheit bietet at nug Beispiele -verbrecherischer Attaquen des Monopols : den Telegraphen-Pool, die Gaunerei in Betreff der Hochbahnen der Stadt New Doch die'Verschaelzung der Eisenbahnen den Versuch, daS Hud sonUfer'!ln' Hudson 'County dem Bolle des Staates NeuJersey zu. stehlen. Aber die jüngste Zukunft Ist auch bereits thätig , gewesen. ,da5 Volk überseinen größten und gefährlichsten Feind aufzu klären ' und zu ' belehren -und demselben zuzurufen, daß eZ seine heiligste Pflicht der Selbsterhaltuna ist -Mächte, die das Volk geschaffen hat, wieder unter die Controle ves Volkes zu bringen. Wie Wahlen für- die' Ligislaturen haben in mehreren Staaten gezeigt, daß das Volk noch im Stande ist, dem depravirenden Einflüsse des Monopols zu trotzen und diese Erscheinung Ist um so erfreulicher, als ne den Erfahrungen früherer Jahre widerspricht. Jeder gleiche Auösall einer Wahl wirkt in weiten Kreisen nach,, wie der Kanonenschuß gegen Fort Sumter, der die Vernichtung der Herrschast. der Sclaven-Barone einläutetet Wenn das amerikanische Volk an allen Stimmkästen im 'Kampfe gegen das Monopol, einig ist, so-wird auch der Geld'Aristokratie die von ihr errungene und auf das nicht! würdigste ausgebeutete Herrschast wieder entrissen werden,, ist die -Vergrößerung dieser ' Herrschaft eine - Unmöglichkeit. Zur Erreichung dieses hohen Zieles mit zuwirken, ist der Zweck der am 26. d. M. beginnenden Convention. m m m Oeitrag ,u der Oeschichte von 1L70. - KampseSmüde lagen am Morgen des 19. August die deutsche und. französische Armee einander 'gegenüber, die erstere, welche nach blutigem Ringen den Tag von Gravelotle- gewonnen ' hatte, ' vor Metz, namentlich auf den Höhen von St. Privat, und die letztere unter dem Schutze der FortS'der bis dahin jung fraulichen Festung. Marschall Bazaine hatte seinen Versuch, Metz zu 'verlassen und sich mit der Armee MacMahon's zu vereinigen, gründlich vereitelt, gese hen. - Beider letztgenanntenArmet befand sich Kaiser Napoleon, und schon am Morgen des Eingangs erwähnten Tage erhielt er im Lager von . ChalonS die Nachricht von der TageS zuvor verlöre nen Schlacht bei Gravelotte. Mißmu thig trat er in die Baracke seineöVetters,

des Prinzen Napoleon (Plomd-Plomv). .Die Dinge gehen schlecht," redete er diesen an und beauftragte ihn mit einer Mission nach Italien, dessen damaliger König, Victor Emänuel, des Prinzen Schwiegervater war. Er sollte Italien, das 'möglicher Weise auch Oesterreich mit sich reißen würde, .zu einer Allianz mit Frankreich bewegen. Der Prinz scheint von diesem Plane von Anfang an nicht sehr begeistert gewesen zu sein, denn er zweifelte an' jedem Erfolge, namentlich was den Anschluß Oesterreich's betraf. Dennoch begab er sich nach Italien und war schon am 22. August in Floren;,, der damaligen italienischen Hauptstadt.' ' Sein Schwiegervater, König Victor Emanucl, empfing ihn aus wohlwollendste und die militärischen Autoritäten Italiens schienen einer Al lianz und einem Kriege gegen Deutschland durchaus nicht abhold zu sein. Aber das Ministerium, namentlich Herr Lanza, sagte, aus die nationale militärische Schwäche Italien's hinweisend : .Es geht nicht " Um der Form zu genügen, sandte die italienische Regierung Minghetti nach Wien, um dort betreffs eines Bündnisses gegen .Deutschland Sond'irungen vorzunehmen. Dieser Schritt blieb ohne alle weiteren praktischen Folgen. Prinz Napoleon stellte der italienischen Negierung vor, daß eine sofortige Mabitmachung von 50,000 Mann italienischer Truppen sehr wohl möglich sei. Aber seine Vorstellungen sielen auf einen unfruchtbaren Boden, so bereitwillig der italienische König auch zu einer Kriegserklärung gegen Deutschland war. ' Der Prinz berichtete über dn ungünstigen Verlauf seiner Mission an den Kaiser, wurde aber von diesem zu neuen An strengungen aufgefordert. Aber da änderte plötzlich die Niederlage von Sedan die ganze Sachlage, und Herr Lanza gab es dem Prinzen zu verstehen, daß es der italienischenRegierung sehr angenehm sein würde, wenn er Florenz verlasse, da sein dortiger Aufenthalt Italien in den Augen Deutschland's compromitti ren könnte. Diese Thatsache wurde m einem kürzlich veröffentlichten Briefe Prinz Napo leons's .an einen . seiner Freunde mitgetheilt, und zwar aus keinem anderen Grunde, wie es ausdrücklich beißt, als um einige irrthümliche, von Herrn Lanza herrührende Mittheilungen richtig zu stellen, und betont es derPrinz ausdrück lich, die italienische Regierung habe von Ansang des deutsch-französischen Krieges an, kein anderes Bestreben gehabt, als sich die Lage der Dinge zu Nutze zu ma

chen und nach Rom zu marschiren. nie eS V 4 X a r A UCllll UUUI UCIlUCUlll II Oon einem verkommenen Wolke. Ein Correspondent der Köln. Ztg. meldet auS. Paris:' Wenn Jemand die Wahrheit und zwar die echte, unver fälschte Wahrheit über die Zustänhe im deutschen Reiche erfahren will, so muß er in'S Ausland gehen, namentlich nach Par'iS; dort wird er aus Wissenschaft licher Grundlage lernen, Menschen und Dinge in Deutschland richtig zu beur theilen. Mit diesem loblichen Vorsake bin ich nach Paris gekommen, und meine eifrigen Studien haben mich dahin ge bracht, daß ich Ihnen jetzt einen Wahr heitsspiegel vorhalten kann. Der Deutsche, besonders der Preune, lebt bekanntlich von Raub und Dieb stahl,' der sich aus alles Erdenkliche erstreckt,-aus Länder, Milliarden, Pendu len. die Wissenschaft , und berühmte Männer.?' Sein .Hauptraubgebict ist derjenige -Tieil Europas, welchen die edelste Menschenrasse bewohnt und der zur Zeit .französische Republik- genannt wird.' Die Deutschen verdanken den größten Theil ihres Ruhmes einem schäumenden Getränk, Bier genannt, und mit ihrer gewohnten Schlauheit haben sie es verstanden, sich auch die Erfindung dieses Getränkes zuzueignen und sür dasselbe einen - nationalen Schutzpatron, Gambrmus, ' anzustellen. Bei leicht gläubigen Menschen haben sie damit auch Erfolg gehabt, bis ihnen HerrJcrdlnand Reiber in seinen Etiidus garnbrina les" die Maske vom Gesichte gerissen hat. Nicht nur stellt er fest, daß besagter Gambrmus ein burgundlscher Fürst gewesen und die Deutschen, besonders den Erzbischof von Köln, .nicht schlecht verhauen hat, sondern er weist auch nach-daß .den alten Aegyvtern dieser Ruhm gebühre, und. daß das Bier von diesen aus durch eme mysteriöse Ver mittlung der .Phönicier oder Celten nach Deutschland gekommen sei. Französische Blätter, die ob dieser Entlarvung hoch entzückt sind, sehlcn aber in diesem Falle gegen ihr gewöhnliches Tactgesühl, indem sie dem (ägyptischteutonischen) Bier die denkbar schlechtesten Hgenschasten nachsagen; es soll dumm, dick, saul und gesräßig machen, und den Deutschen wird vorgehalten, daß ste auf solch scheußliches Gebräu gar .nicht stolz zu sein brauchen. : DieseBehauptung muß aber doch nicht ganz begründet sein, da die Pariser verhältnißmäßig ebenso viel Bier vertilgen, als die Berliner, wenn es auch in der Qualität ungefähr um fünfzig Prozent schlechter ist. Man müßte also annehmen, daß mit der Zeit auch die Pariser in den deutschen Säuserdusel gerathen müßten, und esnzelne Blätter, z. B. PariS", haben auch schon einen Feldzug gegen den teutonischen Eindringling er öffnet, der von allen Parisern mitWohl gesallen beim Glase Bier gelesen wird, daS sie trotz seiner hierorts meist schändlichen Beschaffenheit, dem nationalen Gisttrank, Absinth, vorzuziehen ansan gen Sicher bleibt aber immer, daß das Bier feit Jahren in Deutschland mit Vorliebe getrunken wird ; ob mit Vortheil,' mögen Sie aus folgendem Auszuge vom Voltaire" ersehen. Dieser Artikel sührt uns nach Straßburg in's Münchener Kindl und den Luxhof. In letzterem 'Locale. treiben eS. namentlich die Beamten sehr arg: Um 5 Uhr kom MM sie in Hausen und dann beginnt bei dichtem, in mächtigen Wolken ausgesto ßenem Tabaksqualm das Defile der Li-

terseidcl. Ost sitzen dort bis zumÄbend diese vorlrcsflichen Familienväter, sich ausblähend und voUsaufend, während dhcim die Mama" keine si'inszia Pfen

nige hat, um den Bindern Essen zu ge den. Was sind die erhabenen 'Vierpatriarchen. . Gehen sie zufällig aber doch nach Hause, so scheuen jie sich nicht, noch in der Kneipe, bevor sie sich an den häuslichen Tisch sitzen, ein opulente? Mahl von Sauerkraut sogar von K.rnppS" einzunehmen. Är.klößc spülen , sie als Abstthruzigsmittel: mit. Bier herunter. Und so, außer Athem und vollgestopft, stampfen sie mit ihren schwe ren Füßen aus diescr zarten classischen Erde herum." Ja, ja, daS kommt da von, daß'man seiner Ze't diese Varbaren nicht in Frieden licßl.Jcht trampeln sie auf der classischen Erde herum und essen Sauerkraut, welches wahrscheinlich aus den berühmten schlesischen Sauer krautwäldern" herstammt, und sogar Knapp-, worunter ich mir einen ganz auserlesenen Leckerbissen vorstelle, den ich bei meinem nächstenBcsuch? in Straßburg mir nicht entgehen lassen werde. ' Mit den.dcutschen Frauen in Straß bürg (die altscanzösischcn sind reizend) steht es natürlich nicht besser, als ' mit ihren Trunkenbolden von Ehemännern : Anständige Häßlichkeiten, kie sich einen Sonntagsrock angezogen haben, eine aus allen vier Ecken des Kaiserreichs zusammengelaufene Bastardrasse, . Nomaden ohne Ausdruck, ohne Charakter, schlecht vom französischem Wesen beleckt Bier und Bordeaux von mattem Blond nnd gemeiner Ziererei.Es steht abcr nicht allein in Straß' bürg so schlimm um's deutsche Neich und deutsche Wesen. Während der .Voltaire uns unsere Schäden in Straß bürg enthüllt, verrichtet ein Berliner Berichterstatter c er France" (vom 13. März) den gleichen Liebesdienst sür das ganze übrige Deutschland. Nach allem, was ich aus diescmB.'richte ersehe. geht'S mit uns . offenbar zu Ende. In den Städten mehren sich die Selbstmorde und auf dem Lande entzieht man sich dem Selbstmorde durch Auswanderung ! Namentlich die Militärdiktatur ertödtet alles. .Dann heißt es weiter: Man kann sich also leicht denken, wie wenig Neigung die Deutschen für den Militärdienst haben. So. entziehen sich denn auch mit jedem Jahre,' im Gegensatz zu uns, (den Franzosen) mehr Rekruten der Einstellung. Sie' sind ausgewandert, sie sind verschwunden. Die Zurückgebliebenen haben ;u wählen zwischen philosophischer Selbstbescheidung, der Desertion oder dem Selbstmorde. Was die Desertionen . anbelangt, so suchen die Behörden sie möglichst zu verheimlichen, aber unsere Landsleute, die an der Grenze wohnen, wissen, woran sie sich zu halten haben. Von Longwy bis Nancy und von Nancy bis Velfort vergeht kein Tag. ohne daß ein Trupp deutscher Sol daten sich den französischen Gendarmen überliefert (was, den 5ag mit fünkffö sen berechnet. 1313 Deserteure aus ?as Jahr ergibt:). Eine weitere Ursache der Auswanderung ist das tiefe Elend, welches in ganz Deutschland herrscht. Wahrlich,, es ist traurig zu sagen, Deutschland ist heute, nachdem es die fünf Milliarden in die Tasche gesteckt, ärmer als je. Heute herrscht das Eleüd überall.. Die reichsten Provinzen des Landes, die Lausitz ,z. B. können ihre Einwohner nicht mehr ernähren. Die Felder bleiben unbebaut, die Fabriken werden geschlossen, nur die- Schnaps.' brennereien widerstehen dem Sturme. Das . Großherzogthum Baden und die vordem Kriege so reichen Rheinlande sind heute durch die Concurrenz des industriellen Elsasses zu , Grunde gerichtet. Armes Deutschland! ' Wenn wir zu der Zeit lebten, wo Beranger die Brüderlichkeit der Völker besang, wür den wir vielleicht deine Kinder beklagen,' die unter den Mauern deiner. zahAosen Festungen vor Hunger und Elend ster den. Aber die Kanonen' von 1870 ha ben den alten Menschen getödtet. Soweit jener Correspondent, welcher mit ähnlichen Auslassungen der französich.'n Presse ganze Seiten füllen könnte. OoLk2u lande. : D e r Norweger Fred N o r man, zur Zeit in New Vork, welcher zusammen mit George Thomas von Halifax den Ocean - in dem kleinsten Boote 1z Fuk lang, lZFun breit kreuzte welches je über ein Weltmeer, gefahren ist, beabsichtigt jetzt, die nämliche Reise allein und in einem Ruder Boo!e von 12 Fus;' Länge, und 4 Fuß Breite und 2 bis 2z.Ftts; Tiefe zu unternehmen. Er wird, während er schläft, sein Boot durch cine Art schmimmenden Anker Biioy" vor dem Winde halten, glaubt täglich 30 Meilen und die Reise somit in 100 Tagen zurücklegen zu können, und wird stch rr.it 50 Gallonen Wasser, Conservcn, nicht aber mit Feuerungsmaterial versehen.' Das Boot ist am Vorder-und Hintertheil., gedeckt,- in der Mitte offen. " - . New Yor ker'Bkatter bersch. ten, daß neun von. zehn aller dortigen Firmen, die in Hanf, Rohseide, Kampher oder Zucker Geschäfte machen, von dem nichtswürdigen Bankerotte der Firma Vogel Co. . in. Hongkong betroffen werden. So lange die letztere Vogel & Hagedorn sirmirte, ersreute'sir sich großen Credits, seitdem die letztere aber unter ihrer gegenwärtigen Firma aus den Theilhabern Emil Vogel und W.' H. Kirchhoff Gefleht, wurden die Trans actionen derselben immer gewagter und schließlich betrügerisch: Seit einem Jahre war Robert Vogcl.vcin. Vrudcr.deS Emil Voael, der Vertreter.-der.Gaunerbande a ll a - - . in New Bork. .. . .. . v ...... Z u B r i des b u r g''i h; d e r.N ä H e von Philadelphia' ist die sehr zahlreiche Familie des Deutschen Lüt'an der Tri chinosis erkrankt, welcher 'Frau Lutz bereits erlegen'ist. Auch verschiedene be nachbarte Familien sind von der Krank heit besallen, - und es ist wahrscheinlich. das; alle sterben werden Auch in Brook! lyn ist eine deutsche Familie,, nämlich die des Wirthes Christinn Iahn, 'in Folge des Genusses trichinösen Schinkens schwer

erkrankt, und zwar dermaßen, das; der j Zustand sämmtlicher Familienm'ttglieder l ein sehr kritischer ist.' i Da ß eine amerikanische. Schiffsdaucr-Firma von einer europäi-i scheu Regierung Aufträge .erhält, ist jedenfalls seit langer Zeit nicht mehr vor j

gekommen. Vor Ziurzem ist nun aber an eine solche Firma m Brewer, Me., seitens der dänischen Regierung der Austrag für den Bau eines kleinen Zollkut ters (Segelschiff) ergangen. Der Bau des Schiffes wird sofort in Angriff gc nommen werden und in der Mitte des Sommers' vollendet' sein," woraus das Fahrzeug sofort nach Kopenhagen absegeln wird. Und die Chinesen a c c o modiren sich drn-Sitten und Gebräuchen dieses Landes doch. In Boston giebt es jetzt' sogar eine chinesische Freimaurer Loge, welchec'ein großer Bruchtheil der vierhundert dortigen' Mongolen angehört. ' ' - ' V o n H e n r y M.. . S t a n'l e y sind in Paris Briefe aus Afrika einge troffen, aus welchen hervorgeht, daß der berühmte Entdecker : neue große Erfolge erzielt hat. Nach den Briefen befand sich Stanley an.' oberen Lause des Con. go Fluffcs. . ' D er ch i n es is ch e Gesandte für die Ver. Staaten, Spanien und Peru ist in New Bork eingetroffen, wird dort mehrere Tage verweilen und dann nach Spanien abreisen, um in Madrid seine Accreditive zu überreichen. Von dort gedenkt er in 4 Monaten über die Ver. Staaten nach' Peru zu gehen. Der Gesandte, Chang Tsa'o Ju spricht. nicht englisch, während fein erster Sekretär und Dolmetscher. Chkn'Chi Jeung sich gewandt und mit nur geringem auslandischem Accente ausdrückt. Die Atta ches und der zweite Sekretär des. Gesandten heißen Tsai Kwan, Lu Vau Jeung u. TsaiChing. DerGesandte jag te, New Vk gefalle ihm weit bester als SanFrancisco, aber überall in den Ver. Staaten sei er so herzlich aufgenommen worden, duß'c? Höhe Bewunderung sür dieses Land empfinde. Die ersten Mcn schen, die ihm in dem be'kanntenHotel an' der ö. 'Avenue ihren Besuch abstatteten, waren drei Berichterstatter. Sitting Bull hat nunmeh r förmlich darum nachgesncht,- ihm und dem Reste seines Stammes, zu .gestatten, daß sie sich innerhalb der JanktonAgentur niei)ellaffen und dort Ackerbau betreiben. Der alte Häuptling erklärte hierbei emphatisch, es sei seine und seiner. Leute ,' ausrichtige Absicht, fortan dem Boden den Lebensunterhalt abzugewinnen, statt solchen 'vom Rücken des Pferdes durch'die Kugel zu erringen. Die Regierung' ist sehr geneigt, den Leuten Alles, was sie zur Betreibung derLandwirthschaft brauchen, zu gewähren, aber der Rccord des alten Indianers ist bekanntlich' so schlecht, daß man.mit Recht Bedenken trägt, ihn und seine Leute aus der militärischen Aussicht, unter welcher sie jetzt'in'Fort Randall stehen, - zu entlassen. ..Jan Gould ist unpäßlich. Wie man sagt, aus Kummer darüber, daß es keine Telegraphen-GeseUschasten mehr zu consolidiren giebt. Andere Aerzte sind der Ansicht, die kürzlich verschluckte Mutual Union Telegraph Co.mache ihm Indigestionen, und er wolle weder von einem Brechmittel, noch' von Anwendung 'der. Magenpumpe . etwas wissen. : - Der Chinese Ah Yang in New Jork wurde am 12. d. M. des Mordanfalls . auf ' seinen ' Onkel Gam Wah und., seine Tante Cum Wah das. schuldig - befunden und . zu 10 - Jahren Zuchthaus, verurtheilt; er war kurz zuvor von San Francisco gekommen, wo er einen neunjährigen' Cursu's im Zuchtabsolvirt hat. ' Tante Cum Wah ist die erste Chinesin, welche in New Vrk'den Zeugenstand betreten hat Sie erschien in nationaler GrandeTenuc ist ein hübsches Weibchen mit einem, frischen Kindergesichte und silberheller, sy-npathi' scher Stimme-und watste in Folge ihrer reizenden .Füßchen so schwerfällig, daß sie ein Polizist galant an den Tisch des Richters geleitete. : :Z- c s w e l tb e k a n n t e R e st a ura:it Delmonico- in New Z)ork wurde am 11. M.-m öffentlicher Auctiou Charles Delmonico, . einem Neffen des jüngst verstorbenen .Lorenzo Delmonic'o. für sein Mcisigebot von $132,000 zuge schlagen: Das seit' 1837 - etabtirte Geschäst wird in der seitherigen Weist wei I tergcsührt. Der Kaufmann McDon nought in Providence, N. I.', verließ vor mehreren Jahren 'seine Ehefrau, um in Calisornien sein Glück zu- versuchen. Er versah die Frau regelmäßig mitGeld, erwarb sich ein Vermögen von $20,000 und kehrte mit solchem kürzlich nachPro vidcnce zurück. ; Hier fand er, da seine Gattin sich bereits' im Jahre-1879 mit Thomas "Freckleton- verheir.athet : und demselben zweimal Zwillinge geboren hat. Freckleton war außerordentlich ge neigt, die Frau, , die. sich ihm gegenüber sür eine Wittwe ausgegeben hatte, dem ersten. Manne abzutreten, aber dieser wollte unter bewändten Umständen nichts mehr von ihr wissen. Jetzt hgt die Frau, obgleich zweimal verheirathetgar keinen Mayzi.' ;- .33 c n no r l ie g t am Rh eum a tismas darnieder und dennoch kommt eü ihm nicht im Geringsten in den kSinn, müderes Wetterzu prophezeien.' ' N Park RoroXitimeS Building). New'Ziörk.' ' ' ' ' - ' z 7 Anzeiaen'Igetttur. .'i ' -,. - BZMÄIMM Newsppcr Adrertislng .Bureau ; 10 Spruca Street), wlicroadver. rirat-i tfOnsT !ÄÄuriS Ulgw VUL1U.

Oorn Auslande. Die S e l i g m a ch e r-A rm e e in London. Die Seligmacher Armee weihte ihr neues haupiquartier- im Westende von London durch ein söge nanntes Heiligkeits - Konzil" ein, aus welchem unter Trompetenschall und dem Schwenken von Fahnen und Taschentü chern nach Herzenslust gesungen und ge betet wurde. Von Zeit zu Zeit schrie Einer oder der Andeie dieser 5)eiligen aus voller Kehle : .Gloria", .Hallelu jah" oder .Ich bin gerettet' ; der Vorsitzende, .General- Borth, ersuchte eben falls hin und wieder Diejenigen unter den Anwesenden, welche die .Heilsbewährungerfahren, die Hände zu erhe den, worauf dann jedesmal ein wahrer Wald von Händen in die Höhe gehoben wurde; kurz, die .Seligmacher feierten ihren .großen Tag", der mit der Vor führung der Trophäen des Heils" sei nen Adjchlub fand. Die Trophäen" sind nämlich Personen beiderlei Ge schlecht, die srüher einen wüsten Lebenswandel gesührt haben und durch die Seligmacher-Armee" vom Untergange gerettet worden sind. Neuerdings hat sich eine alte 33jährige F au. Namens Jane Johnson, die fast die Hälfte ihres Lebens als unverbesserliche Sauerin im

GefängnlN zugebracht hatte, den Selig machern angeschlosten und erregt jetzt durch ihre feurigen Predigten gegen das Laster der Trunksucht Sensation. I n W a t t e n s ch eid i n W e st falen hat sich ein Anti-Heirathsverein gebildet. In den Statuten heißt es: 1) Kein Mitglied darf vor dem 55. . Jahre heirathen: 2) Tanzen und das Verkehren in Dlmengesellschasten ist untersagt. Für die Hagestolzen'Sterbelade. wurden 57 M. gezeichnet, die in der städtischen Sparkasse angelegt sind. Außerdem zahlt jedes Mitglied monatlich , eine M. Beitrag., Neudeitretende haben einEintrittsgeld von drei M. zu entrichten. JmUmfangdes preu ßischen Staates ist das Verbot, die ihnen der Krieger-, Militär-, Begräbniß und ähnlicher Vereine kirchlich weihen zu lasten, kürzlich erneuert worden. Die kirchliche - Weibe ist den Fahnen des Kriegsheeres aLein vorbehalten. 'Die Zahl der w eibli chen Studenten an den Schweizer Uni versitäten war imLehrjahre 1881 1882 folgende : Bern 29, Genf C, Zürich. 11 ; unter diesen 46 Frauen befand sich nur 1 Schweizerin. Jn'W iesbaden'hat in Folge vielseitiger Beschwerden die In tendantur des königlichen' Theaters im Jntereste der Theaterbesucherler Sperr sike die Bestimmuna aetroffen. dak die Damen von jetzt ab ihre Kopfbedeckung abzunehmen haben. . Nach einem Bericht der .Frankfurter Presse- soll es dort in Folge dieser Anordnung im Theater zu einem großartigen Skandal gekommen Irin, in hnii di NnrsUnn ,int?ffrn6i?n V "V V V werden und der Vorhang fallen -mußte. VonderAxenstraße. Die Axenstraße und die unterhalb derselben liegende Gotthardbahn ist in der Nähe von Flüelen di.rch eine lsmaste schwer bedroht. Um dieselbe zu Sturz zu brin gen werden täglich Sprengungen vorgenommen. Die Eisenbahn soll an der Stelle durch eine besondere Verbauung geschützt werden. Sturz von derVendome säule. Ein Selbstmord durch Sturz von . der Pariser Vendomesäule verbreitete dieser Tage in den benachbarten Stadttheilen große Ausregung. Um 4 Uhr. Nachmittags hatte ein Besucher die Balluflrade der Plattform dicht unter der. Statue Napoleons I. ersaßt und hatte sich kopfüber hinuntergestürzt. Der Selbstmörder schlug, bevor er zur Erde gelangte, auf einem der vier Adler des Piedestals auf und blieb gerade auf den Stufen vor der Eingangsthür des Denkmal liegen. Der Leichnam, eine form lose M,sse von Fleisch und Knochen, bot einen entjetz'.ichen Anblick, der Kops war gespalten, die unteren Extremitäten buchstäblich zerstückelt.' Eine Dame, welche mit ihrem Gatten gerade im Augenblicke der Katastrophe den-Platz passirte. brach ohnmächtig zusammen.- Der' Wächter des , Denkmals glaubte einen schweren Gegcnstand.durch die Lust sausen zu hören und trat instinktiv zur Seite. Er rettete dadurch sein Leben, denn der Leichnam hätte ihn andernfalls gerade auf den Kops getrosten. 'Paris. 26. März. ' Die Arbeitseinstellungcn wirken in Frankreich ansteckend nicht .nur vs die Arbeiter, sondern ncucrdina,s auch auf die Schuljugend. Seit einiger Zeit h rt man wiederhol!, daß in einem oder dem anderen Lyceum eine Revolte unter den Zöglingen äüsgebrochcn' sei, und daß diese sich weigern, zur- Arbeit zurückzukehren, bevor ihnen gewisse Wünsche nicht erfüllt sind.' In. mehreren Fällen haben die j'ingev sperren . dabei offenbar das Vorbild der Strikcs vor Augen gehabt;' denn sie verfahren dabei? meist ganz systematisch.. Meist. so in Lyon und, irre ich nicht, auch in Montpellier, hatte der Streit-darincinen Grund, daß die. Schüler sich von einem Aufj:hcroder Unterlehrcr beleidigt glaubten Und. dieEntfernung dcstelbcn vom Direltor der Anstalt' verlangten. Dieser antwortete nun. meist damit, dsß'erdiePctenten aus derAnstalk'auswies,. worauf deren Kämeraden .die Arbeit einstellten- und erklärten daß sie dieselbe nicht eher auf nehmen würden, als. bis- ihre Freunde wiederän Gnaden aufgenommen und der mißliebige. Beamte aus der Anstalt entfernt sein würde. Auch offene Gewaltthätigkeit - haben ste den Arbeitern abge lernt. In einem. Falle verschanzten sie sich in der Aula, schlugen unter dem Ge sang der Marseillaise alles kurz und klein und kennten erst durch Aufbietung der gesam'mtcn Polizei und Gendarmerie au? iircr Besestigung vertrieben werden. Heute wird wieder über eine Schülerre volte,' diesmal aus Toulouse,' folgendes gemeldet: .Unsere Gymnasiasten wollten, wie ihre Kameraden von Lyon, auch ihre kleine Revolution haben, die ihnen