Indiana Tribüne, Volume 4, Number 209, Indianapolis, Marion County, 12 April 1882 — Page 2

Sndiana Hriöune. FägNche- und Sonntagsausgaöe.

Offfcc: 2 DelawareStr. JKptered as soeonil-class matter nt t) e r'osrofiiee at Indianapolis, liuliana. AbonncmentSPrcise : rSgliche Ausgabe.'. . . ; . . 1? Ct. Per Woch?. SonntagsauSgabe 5 Cts. Perummer. Veide. zusammen.. ... .15 -K per Woche. IST Da Tagblatt ersäieint jeden Nachmit tag um 24 Uhr. Die SonnwgSausgabe erscheint des Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 12. April 1382. VluS dem Temperenz-Paradleses - Der tugendhasteste Anhänger dtZ Mathew'schen Abstinenz Systems' der wahrheitsliebende- Neal Dow, sagt in seinen.Resulaten der Prohibitionsgesetz'' gebung inr Staate Maine" : Noth, Armuth , und Verbrechen nehmen unter der Herrschaftdieser Gesetzgebung beständig ab Nureiyige statistische Nachweise, zur WiderZegung. dieser Lüge. In den' Ver. Staaten gab es laut der CensuZberichte im Jahre 1&70 7G.73G Personen die öffentliche 'Unterstützung erhielten, so daß im Verhältnisse zur Bevölkerung auf 502.33 Köpseeine solche Person kam. Ju Maine gab es damals 3631 Paupers, eine auf 135.40 'Seelen- also nach zwanzigjähriger Herrschaft des Temperenzgesetzes ein höchst, ungünstiges Verhältniß ...der .Durchschnittszijscr. der Ver. Staaten gegenüber. Dieses Ver hältniß ist bis ZUM Jahre 1880 noch UN günstiger gewarden, doch ist der betref sende Censusbericht noch nicht im Drucke erschienen.-Als 1850 die ersten Tempe renzmaßregelnin Maine eingeführt wur den, befanden - sich 87 Insassen im Staatszuchthause, darunter 5 wegen Todtschlags, 3 wegen Angriffs mit der Absicht zu tödten, 4 wegenBrandstiftung und 1 wegen'Nothzucht.Jm Jahre 1880 hatte Maine 207 Zuchthaussträflinge, 26 wegen Mord resp. Todtschlag 7 we gen Mordversuchs, 9 wegen Brandstiftung, 15 wegen Raub und Angriff, 4 wegen Angriffs, mit der Absicht zu verwunden ! wegen Naubund 2 wegen Seer!tuber'ei Die. Bevölkerung ist von 1850 bis 1880 um 11,27 Prozent,-die Verbrechen sind in derselöen Zeit um 207, die schweren Verbrechen um 307 Prozent gewachsen. ' In' den einzelnen Städten, welche je nach den Vesultaten der Municipalwahlen, oder dem Einstuffe der Temperenzler die Tempcrenzgesctze mit Strenge durchführten, oder gegen den Verkaugcistiger Getränke nicht einschritten, ergeben sich viel auffallendere Folgen dieses Wechsels; , in allen Fällen trittf nach Durchsührung .der Prohibi tionsgesetze eine Vermehrung 'der VerHaftungen wegen Trunkenheit, der Kofien des Unterhalts von Paupers und der Zahl der Verbrcchen'ein, sowie 'über freiere Anschauungen wieder zur Gel tung kamen, fielen diese'Zahlen mit mathematischer Sicherheit. .Aus dem rei chen Material können nur. einzelne Beispiele - herausgegriffen werden. Im Jahre 1870 zahlte Portland $28,SS6 oder 91 Cents pro Einwohner für Armenunterhalt.' Die Polizei veranstaltete eine allgemeine Nazzia .auf Schanklokle;137 derselben? wurden geschloffen, die Getränke konsiscirt :c. und, im nächsten Jahre waren dse Ausgabed für die .Paupers" aus 529,114 gestiegen. r Der Eifer ließ nach, geistige Getränke wurden offen verkaust, und die Zahl der Arreste wegen Trunkenheit siel von 1761 aus 922, die Kosten der ArmenunterHaltung auf l tz24,L09.V. Im Jahre 1873 trat nun , eine Temperenzperiode ein, die vier Jahre dauerte; während dieser glücklichen Periode stieg die Zahl der Verhaftungen aus 2400 oder 36 Prozent der männlichen Bevölkerung. die Kosten des Armenunterhalts auf $30,000. -Wieder erhielt sreo rurn" die Oberhand, Schanklokale thaten sich an allen Ecken ,undEnden 'auf. .-Die Verkäufe der TownagentZ- sür'medicinische und indnstrielle Zwecke" stiegen in Jahre 1880 ; ge,gen879 'um '120 Prozent 2ind die .Armenverwaltung kostete nur noch $18,756 oder 55 Cents per Kops. - Bangor zeigt genau dasselbe Verhältniß. I Im Jahre 1870 kostete der Armenunterhalt dort 92 Cents per Kopf der.Eiüwohner, .1873 begann dieselbe Temperenzperiode, und ihr wohlthätiger Einfluß zeigte sich darin, daß die Bürger schließlich $1.50 per Kopssür.die.Pauperö aufzubringen hatten. Verhaftun gen nahmen' ebenso zu", bis,eine Reaktion eintrat welche'dem Mayor Dr. Bonn im Jahre 1881 gestattete, in seiner AbschiedSbotschast zu verkünden, - daß ohne jede Beschränkung, weniger 'geistige Getränke in Bangov verkaust' ' würden als frühe?,:. daß nach' den! Bericht deS CityMarschalls . weniger Verhaftungen vorkämen und größere flrdnung herrsche, und die Kosten deS Armenunterhalts um 50 Procent gesunken seien. In Augusta und Lewistown zeigts.sich daffelbe Ver hältniß ; in allen Ortschaften aber, wo daS Temperenzgesetz stetiger durchgesührt wurde, wie Vath, Ellsworth,' Biddesord, Belfast, haben die Kosten ' der ArmenVerwaltung nicht allein absolut, sondern auch relativ zur Bevölkerungszahl zuge'ommen.' " , uklsud'S vruö an Wilhelm. Der Petersburger' Corr. der Kölner Ztg.- schreibt:. Anläßlich des Geburtstage? deS deutschenKaisers hat daS-vs sic?elle Rußland sch' bieilt, in sehr-d? monstrativcr Weise dem Oberhaupte des - deutschen Reichs seine Sympathien entaeaevKUtraaen ; eSchlickte bei diesen lär1 enden Kundaedüvgenutlich die Abficht durch., alle die Zweideutigkeiten der legten 'Woche vergessen 'zu 'machen und ' gewisse Berliner Kreise davon u überzeugen, daß Rußend wieder loalist'.

Bekanntlich haben die Brandreden Skobeleff's sür Deutschland den günstigen Erfolg gehabt, daß jene Partei, die sich mit ihren reaktionären Bestrebungen an Rußland als den Hort der Autorität anlehnte, in alle Winde verweht ist. Man hat einsehen müffen, daß der russische Koloß Deutschland bedroht, und daß er recht ungeeignet ist, konservativen Intereffen einen Rückhalt zu geben. Dieses tiefe Mißtrauen wird nicht mehr verschwinden. Stellt man das anwidernde Sympathieen-Gepränge des officiellen Rußlands mit der nackten Thatsache zusammen, daß die ganze Strafe, die der Czar über den politischen Brandister zu verhängen den Muth hatte, in der Abberufung Skobeleff's von seinem Pariser Urlaub bestand, so rseiß man, wie die Dinge in Rußland liegen : nicht derCzar herrscht, sondern Jgnatieff, das diplomatische Haupt des Panslavismus'. Dieser Panslavismus hat sich in Paris die Ueberzeugung geholt, daß seine Stunde noch nicht gekommen sei. Die Kriegs welle rollt zurück, aber der Haß gegen Deutschland bleibt. Einstweilen will man mit dem inneren Deutschthum, be sonders dem baltischen, ausräumen. . Dennis HatteS O'Conner war zwar bisher ein im Allgemeinen völ lig unbekannter Mann, aber gleichwohl ist er der Gegenstand einer ossiciellen Correspondenz zwischen unserem. Gesandten am Hofe von St.James, Herrn Lowell,' und dem Staatssekretär in Washington geworden. Er ist nämlich einer der irisch-amerikanischen Bürger, welche in ihrer alten Heimath in Schwulitäten ' gerathen sind, uud die Schilderung.. welche Herr Lowell von diesem irisch amerikanischen Patrioten" und dessen Verhältnissen giebt, ist um so interessanter, als sie die Lage einer vielleicht nicht geringen Anzahl unserer irischamerikanischen Mitbürger, welche sich in Irland im Gesängniffe besinden, oder mit Verhaftung bedroht sehen, getreu wiedergiebt. Herr Lowell schreibt über diesen O'Conner Folgendes : Dennis Hayes O'Conner kam heute zu mir. . Er wurde im Jahre 1875 zu Baltimore naturalisirt und begab sich daraus unter dem Vorwande, das ameriranische Klima sage seiner Gesundheit nicht zu, nach Irland zurück. - Er ist ein sehr robuster und sehr gesund aussehender Mann und betreibt jetzt, wie er anaiebt.

das Geschäft eines Wollenwaarenhändlers m Cork County. Da er m Erfah rung gebracht haben will, daß ein Hastbefehl gegen ihn ausgestellt werden sollte, so ist er zu mir nach London gekommen, um bei mir Schutz zu finden. Er. hatte in dem genannten County als Schatzmeister der dortiaen Landliaa fungirt und wollte nicht wiffen, weshalb der Haftbefehl aeqen ihn ausgestellt wor den sei. Ich überzeugte mich indessen rm weiteren Verlaus unserer Unterhat tung zur Genüge, daß er fich der Aus reizung zum Aufruhr schuldig gemacht habe. Seine Sprachweise war eine solche, daß ich recht wohl bemerken konnte, daß es sich bei ihm nicht um eine UeberzeugungSsache handele, und daß er das, was er sagte, .gleichsam auswendig gelernt hatte. Er sprach fich dahin aus, daß das Beste ein Krieg zwischen England und den Ver. Staaten sei." Ich gewann die Ueberzeugung, daß es dleser Mensch nur darauf abgesehen hatte, der englischen Regierung Ungelegenheiten zu schaffen, und dasür, daß ein Krieg mit England unseren Handelsintereffen, namentlich unserem Exportgeschäste unberechenbaren Schaden zusugen wurde, hatte er gar kein Verständniß.. Er. sprach schließlich die Absicht aus, sobald als es seine Ab ficht erlaubte, nach Amerika zuruazukehren, doch habe er zur Abwicklung seiner Geschäfte wenigsten? fünf Jahre nöthig. Es scheint mir daher, 'als ob er es mit seiner Rückkehr nach Amerika gar nicht ernst nähme. Da er mir aber versprach, sich in Zukunst ruhig und sried lich zu verhalten, so habe ich es sür nicht ungeeignet gehalten, mich in inossicielle? Wel e an Lord Granville zu wenden und um die Aushebung des gegen O'Conner. ausgestellten Hast - Befehls nachzusuchen." Vom Erhadenen zum Läiyerlichen ist es bekanntermaßen oft nur einSchritt. Was hat sich schon . ost.hlnstchtllch Ganbaldi's bcwabrbeitet. und das aesckiebt auch neuerdings wieder Garibaldi hat er i. . 'c.,. .e i . rn v:.n. ia; unzweisetuasl ooye ervlenuc um 1m Vaterland, um das vereinigte Italien, erworben, aber aleickwohl scheint er häufig das Bedürfniß zu empfinden, fich n.tr: je. ... tr s.. i!tA..CA ... uiiiciuuu; flu uiuuiiicii uuci uiyciuuy gu macken. Ober wie kann man es anders bezeichnen, wenn ersetzt in dem Organ der Jrredentlsten, welches dadurch u,m o mebr mm Oraan'der ..fXrt Redenden" w 4 ' ' wird, einen Autruf erläßt, durch welchen n v i t in m I auc irreoenlen i.uneriouen ooucr zum Abschlüsse eines Bündnisses aukaekordert werden, durch welches Oesterreich, das r. r . ..cot :n. oYix.i . je i . i ueißi, uie yaosouigiicue ma(ui, cciaici werden soll, und welches Italien.' Rumänien, die große slavische Consöderarr rni i , v:, nun ), ciuicu. xnuiuuicmu, uic öerieaomina.. Griechenland. Kroatien u. s. w. nebst Ungarn (demmagyari schen Ungarn:) als Miltelomg umsahen soll? Um aber Biömarck nicht den Humor zu verderben, soll das Salzachthal das Jnnbecken nebst dem Erzherzogthum Oesterreech an Deutschland fallen. Der Ausführung des grandiosen Planes .soll zunächst durch ein unter dem Namen Pro Patria- in Neapel erscheinendes Blatt vorgearbeitet und sobald das geschehen, zur sofortigen Ausführung deSselben geschritten werden, daS heißt wenn'S nicht regnet. Zuchthäusler für Amerika. . ' Der .Hannsv. Courier" schreibt : Eine merkwürdige Praxis besteht in einigen mittleren deutschen Staaten hinfichtlich der Ausübung. deS-Begnadigungsrechts. Es kommt nicht selten vor, daß Jnsaffen von Gefängniffen und

selbst von Zuchthäusern auS der Hast entlasten werden unter der peremtori schen Bedingung sofortiger AuSwanderung nach Amerika. So hatten vor mehreren Jahren amerikanische Blätter lebhafte Klagen darüber geführt, daß aus dem Großherzogthum Heffen derartige zweifelhafte Pioniere deutscher Cultur in die Vereinigten Staaten gesandt worden seien; so, find jetzt wiederum mehrere württembergische Zuchthäusler mit d'.r Zwangsroute nach Amerika (und auch nach Australien) begnadigt worden. Schwerlich können solche Elemente, von denen nicht anzunehmen ist, daß fle die einmal betretene Verbrecherlausbahn verlaffen, die Achtung vor dem deutschen Namen im Auslande erhöhen, und namentlich der Maffe, unserer achtungswerthen Auswanderer kann es nicht gleichgiltig sein, wenn aus solche Weise die überseeischen Länder genersliter als Strascolonien deutscher Bundcsstaaten behandelt werden. In Preußen ist denn auch eine solche Praxis unseres WiffenS bisher nicht üblich gewesen.

Gambklt'S Niederlage. Gambetta hat es erleben müffen, daß es Tage giebt, in denen selbst die providenziellsten" Retter des Vaterlandes durch den modernen Ostracismus getroffen werden. Der fast vollständige Ausschluß aller Anhänger und Parteigenoffen Gambettas aus der Budget'. Commission durch daS Plenum derKam mer ist solch ein nicht mißzuverstehendes Ereigniß. Gambetta'sMacht in derRepublik datirt nach dem Kriege vondemTage an, da er Präsident dieses fast allmSch' tigen BudgetausschuffeS wurde. DamalS hatte er Regen und Sonnenschein zu machen, und sein unverantwortlicher" Einfluß ging weit üher den vom Präfideuten Grevy geübten hiltaus. Aber dieser Einfluß erscheint heute den guten Republikanern der verschiedensten Schattirungen so unheilvoll, daß sie sich alle koalisirten, um nur ihn und die Seinen von dieser Stätte der Macht nög lichst fern zu halten und damit keinZweifel über die Bedeutung dieser Commissi onswahlen auftauchen könne, bestimmt' an Gambettas persönlichsten Geanei den Schwiegersohn Grevy's, 5)errnWik son, zum Präsidenten des Budgetaus schuffes. Die ohnmächtige Wuth dee Exdiktators macht sich in allen ihm zu Gebote stehenden Organen Lust ab er wird sich an den Ged.n'ken arrhnv müffen, daß cr für die D, ur m i.mi senden Lrqislatut Periode li Pu. iui spielt Hit.V Frachtraten. Während dem Congreffe, sowie den Legislaturen verschiedener Staaten Anträge auf Erlaß von Gesetzen zur Erledigung vorliegen, welche es verhindern sollen, daß die Eisenbahnen verschiedenen Kunden für dieselben Leistungen ver schiedene Frachtsätze berechnen, hat der Bundeskreisrichter Baxter in Cleveland eine Entscheidung abgegeben, die vernünstig, gut motivirt und nichtlos sür den Staat Ohio'von großem Interesse ist. Die Pennsylvania Eisenbahn berechnet für den Transport von Kohlen von S? Imeville nach Cleveland den Grubenbesitzern, welche größere Vorräthe se fördern, niedrigere Frachtsätze als denje nigen, deren Ladungen weniger voluminvS sind. Einer der letzteren hatte auf Zurückerstattung der Betrage, di: ihr? sür den Transport derselben Quantitäten Kohlen mehr berechnet worden waren ali den Besitzern , der größeren Kohlen werke in Salineville, Klage erhoben, und der Richter hat diesen Anspruch als zu Recht bestehend und begründet anerkannt. somit die beklagte Compagnie dem Klaggesuche entsprechend verurtheilt. In denEntscheidungsgründen hebt der Richter folgendes hervor. Um die Eisenbahnen zu zwingen,: daß sie Diejenigen, welche ihnen Güter zur Beförderung übergeben, gleichmäßig behandeln, be dürfen wir keines besonderen Gesetzes, welches dies vorschreibt ; der Geist der Gesetzgebung und die einzig richtige zu ristische Beurtheilung der Eisenbahnen leiten uns dahin, daß die Forderung jener . gleichmäßigen Behandlung eine selbstverständliche ist und von jedem Geschästsmann vor Gericht forcirr erden kann. Die Eisenbahnen sind nichts anderes als eine besondere Sorte .von öffentlichen Landstraßen oder Heerstraßen und die EisenbahngeseUschasten sind die Vermalter derselben, welche ihre Benutzung allen Personen unter denselben Verhältnissen gegen dieselben Gegenleistungen in derselben Weise zu gestatten haben, wie dies bei den übrigen öffentlichen Straßen selbstverständlich ist. Jedes öffentliche Verkehrsmittel setzt als solches voraus, daß seine Benutzung dem . gesammten Publikum unter denselben Bedingungen frei steht. . Könnte eine Eisenbahnverwaltung sür Beförderung deffelben Gewichts und derselben Art - von Fracht von Cleveland nach New Jork dem A. zehn Cents und dem B. sünszehn Cents pro Bushel abnehmen, oder könnte dieselbe dem B. die Beförderung seiner Fracht gänzlich verweigern, so wäre ihr hiermit , nicht' nur ein unerträglicher Einfluß aus die Prosperität des Einen und den Rum des Andern eingeräumt, sandern sie hörte auch selbstverständlich auf, ein öffentliches Verkehrsmittel zu sein. Die Eisenbahn ist aber nichts anders als das letztere; schon in dieser ihrer rechtlichen Qualität liegt sür sie die VerPflichtung, unter gleichen Verhältnissen alle diejenigen, die . sich des' Verkehrsmittels bedienen, gleich zu behandeln. Mag es immerhin berechtigteMaxime der Geschäftsleute sein, ihren großen Kunniedrigere Preise wie den kleinen zu bewilligen, mögen die Fabriken die Bestellungen der Engros - Händler billiger aussühren, als diejenigen der DetailHändler, . diese Geschäftsleute dienen direct keinen öffentlichen Zwecken und ihre Praxis .leidet auf ein öffentliche? Verkehesmittel nicht die entfernteste AnWendung. So wenig die Eisenbahnen

ihren Paffagieren verschiedene Preise berechnen, so wenig dürfen sie dies in Ansehung dZs Frachtverlehrs thun. Die Anschauung des Herrn Baxter ist gewiß richtig, würde dieselbe vor dem dem Obergcrichte ausreckt erhalten werden. so wäre damit ein Präjudiz ge schaffen, welches man überall in den Ver. Staaten mit Freude begrüßen müßte, aber wir haben wenig Hoffnung auf eine solche Bestätigung. Zuerst ist es nicht ganz richtig, daß die Eisenbahnen im Personenverkehr keinen Unterschied machen. In der Nähe großer Städte werden den Peisonen, welche. die Eisenbahn sehr häusig benutzen, billigere Preise berechnet, wie den anderen, und daffelbe geschieht, um bei dem Vergleiche mit den Landstraßen zu bleiben, bei vielen County-Straßen in den Ver. Staaten in Betreff der Erhebung der antiquirten Wegegelder von Fuhrwerken noch heute, ohne daß man jemals behauptet hätte, ein derartiger Unterschied widerspreche dem Charakter einer öffentlichen Straße. So lange in Deutschland das Chausseegeld existirte, gestatteten die Staaten als Verwalter der Ehauffeen denjenigen, die gewiffe Strecken häusig benutzten, billigere Preise als anderen ; es ge'schah dies z. B. durch Bewilligung der sogenannten Jahres-Abonnements. Auch dort ist von diesem Verfahren nie gesagt worden, es widerspreche dem Charakter der Landstraße als eines Sffentlichen Verkehrsmittels. Congreß und Lr gislaturen werden daher gut thun, einen Mißbrauch gesetzlich abzustellen, der ein solcher entschieden ist, aberols durch die rechtliche Natur der Eisenbahnen verboten, nicht übeiall angesehen werden dürste. DaS Wctter in Europa.

Die Berichte des transatlantischen Telegraphen stimmen darin übercin, daß in Europa auf einen ungewöhnlich mit den Winter ein frühzeitiger Frühling gefolgt ist. Nur im Kaukasus und zum Theil am kaspischen Meere ist in der Zeit vom 19. December bis 7. Januar das Eis nicht ausgethaut. Aus StockHolm wird berichtet, , daß die Schisjfahrt während des vergangenen Winters nicht ein einziges Mal unterbrochen ist, und daß im Hafen Dampf- und Segelschiffe fortwährend ein- und ausgelaufen sind. Das ist derselbe Hafen -und dasselbe Meer, über welches hinweg im Januar 1700 Charles douze" seine Armee von 20,000 .Mann nach Dänemark marschiren ließ. Der London Telegraph schildert das herrliche Wetter in Paris und-sagt vonLondon, seit Jahren wisse sich Niemand so angenehmer Abende im März zu erinnern, wie in diesem Jahre. - Das meteorologische Bureau England's bestätigt diese Angabe und die Berliner Zeitungen nennen die dritte Märzwoche eine durch ungewöhn lich schönes Wetter ausgezeichnete. Nach allem diesem hat es den Anschein, als ob der Frühling wirklich und wahrhastig in Europa und zwar .unter . Umständen ein gezogen sei, die einen verspäteten Nachwinter unwahrscheinlich erscheinen lassen. In Folge deffen sind die Ernte-Aussich-ten bester,- als sie seit Jahren gewesen und, wenn nicht unberechenbare Ereig niste dazwischen treten, können die Culturstaatcn der alten und neuen Welt glänzenden Ernten entgegen sehen JnDeutschlandließ ,man früher bloß die S.umeister verhungern, läßt dieselben aber., seitdem sie Sadowa gewannen und hierdurch auch militärisch ezistenzbercchtigt wurden, bloß noch halb verhungern. In Jersey City aber ließ vorige Woche eine ebenso 'fromme als farbige Gemeinde ihren farbigen Predigcr, der wegen seines hohen Alters nicht mehr laut genug schreien konnte und daher in Ungnade gefallen war, buchstäb lich verhungern. Der Mann würde mil Anstaut verhungert sein, wenn ihn nicht im l.hten Aucnb'icke die ganz gewöhn lictie bürflVrliche Obriglit daran verhin CtU hä st Ttila,.)e. Je he wissen die braven Teniperenzblätter aus keinen Geringeren zu schimpfen, als auf den lorbeergekranz ten Tennyson. Dieselben, sind über dessen Nationallied" sehr' unaehalten. dessen mit den Worten ;,IIands all arounil!" beginnende Strophe in freier Uedersetzung lautet : - Brüder, reicht die Hand zum Bunde, Trinket zu der Heuchler Spott Aus Alt'England in die Runde Mit den Ehrlichen ist Gott.: EinZug mit 150Passagie' ren wurde vorige Woche aus der-Canada Pacisic Bahn, westlich vonWinnipeg eingeschneit. ' Zum Glück befand sich in einem der Gepäckmagen ein Schlitten und ein Gespann von sechs Hunden, und mit diesen schaffen vier muthige Männer Proviant von der nächsten, 25 Meilen entfernten Station herbei.' Bier Päfsagiere erreichten dieselbe Station - aus Schneeschuhen, erfroren- aber Hände und Füße, und waren völlig erschopst, a!S sie ankamen. Die Leute im Zuge zerschlugen einen -. Waggon, und verwandten das Holz als Fcucrungsmate rial. Longfellowhaat auch einmal der Königin Victoria und dercnGemahl, dem Prinzen Alberteinen Besuch abgestattet, und zwar zu Windsor im Jahre 1859. 5?chdem Longscllow sich vecadschiedet hatte, sagte die Königin zu SirThcodore Martin : Ich nahm wahr, daß das Gesinde des Schlaffes ein gro ßes Interesse sür Longfellow an den Tag legte. . Ich kann es mir kaum erklären, wiees'zugeht, daß diese Leute so wohl darüber nnterrichtet sind,' wer er ist, und von welcher Bedeutung er ist?' Als der Dichter fortging, stellten sich die Diener so auf, .daß sie ihn, genau betrachten konnten.. ..... Ende voriger Wochelau bete in Boston John Edmond, Kapitän der ehemaligen Barke Trinily" von New London, Conn., welche am 1. Juni 1880 in New London zum Wallsischsang

in das südliche Eismeer mrt 11 Matrosen in See gestochen war, auf Cape de

j nenoe ld porluglemqe eeieule- an Äoro genommen yatte und am 17. Ji tobcr bei Heard's Island 53 Gr. s. Ar. und Gr. ö: L. sich mit dieser Mannschast. von dem untergehenden Schiffe aus die Insel gerettet hatte. Hie? haben die Leute nahezu 18 Monate von Seehundssteisch und später von PinguinEiern gelebt, ' bis sie am 11. Januar 1882 von dem Ver. Staaten Kriegsschiffe Marion" aufgenommen wurden. Drei Leute waren bis dahin der Kälte erlegen. Das Leichenbeg ängniß des sehr ehrenwerthen Näuberhauptmannes Jeffe James war rührend und erbaulich. Die ehrwürdige Mutter des Verbrechers, paniern : des verklärten Ehrenmannes sagte auf dem Friedhofe : Mein Jeffe ist nun im Himmel und da ist er bisser aufgehoben, als hier. Nicht bloß die alten Weiber, sondern auch Männer schüttelten ihr die Hand, und keiner war so roh, zu sagen : Wate die Canaille doch schon vor 20 Jahren der himmlischeu Freuden theilhastig geworden, die Erde würde etwas weniger von Blut rauchen." Auch der Geistliche schilderte den himmlischen Lebenswandel des edlen Räubers, und Viele im Publikum mein ten, auch im Himmel werde James ein Mordskerl sein. Für den Elephanten zweier Wetten, für das wirklich grße Thier", für den Dickhäuter Jumbo, waren in Hoboken umfaffende Empfangs-Vörbe-reitungen getroffen. Der neue Einwanderer reist auf großem Fuße und brauckt daher Castle Garden nicht zu Passiren; Nunner und Reporter hielt er sich mit seinem Rüffel vom Leibe. In New Bork hielt neulich Frl. Parloa eine Vorlesung über Marketing". Stücke von Rindfleisch jeder Art dienten als Illustrationen zu den Worten der Vorleserin, welche namentlich hervorhob, daß das angeblich schlechtere Fleisch in Wirklichkeit das bessere und nahrhaftere sei, da es von den Thieren in größerer Thätigkeit gehalten worden und in Folge deffen die Circulation dcsBlutes in demselben eine regere größere gewesen sei. Das mit Fett durchsetzte Fleisch sei im Allgemeinen von besonders guter Qualität. Die Amerikaner, bemerkte die Vorleserin des Weiteren, kochen ihre Speisen, namentlich das Fleisch, nicht lange genug, es sei aber sehr wünschenswerth, daß sich jede Frau, möchte dieselbe auch noch. so reich und gebildet sein, sich aus's Kochen wie aus das Einkaufen verstehe. Der Capitän des Kanalbootes Expreß", Daniel Chields, aus Manch .Chunk, N. Y., ist seit Freitag Abend spurlos verschwunden. DasBoot war beschäftigt, die Ladung des am 2. d. M. in dem Broax Niver, zwischen den Countics New Vork und Westchester, gesunkenen Kohlenbootcs Jda Bell- zu bergen. Drei Matrosen sind unter dem Verdachte verhaftet, den Capitän ermordet und die Leiche auf die Seite geschafft zu haben... Die Jury, welche Ende voriger Woche 'den Jnquest im Falle der 7jahrigen, aus einer Station der Hoch bahnen New Vorks getödteten Marie Menzcn abhielt, und welcher die Herren Carl Schurtz und Oswald Ottendorser, der Herausgeber der N. I. Stsztg.", als Geschworene angehörten, hat erkannt, daß der aus dem Zuge, der das. Kind überfuhr," angestellte Wächter das Unglück verschuldet habe, und - daß 'die Compagnie wegen mangelhafter Durch führung der Instruktionen, seitens der Beamten Tadel verdiene. Hieran knüpft die Jury das an das Publikum gerich lete Ersuchen bei dem Besteigen der Hochbahnzüge Kindern und schwachen Personen den Vortritt zu gcst 'tlen. I n B r o o t l y n, N. Z)..- h a t man soeben entdeckt, daß mehrere Metz ger schon seit längerer Zeit ihren Kunden Ziegen- anstatt Kalbfleisch verkauft haben. Ein einziger Mckger an der Johnson Ave. soll in lctzt-r Woche nicht weniger als 100 Ziegen geschlachtet haben. ' I n st e r b u r g (Ostpreußen), 23. März. - Die hiesige Stadt begeht im nächsten Jahre das 300jährige Jubiläum ihres Bestehens. In einer Festschrift soll die geschichtliche Entwickelung der Stadt dargestellt werden. In O r e g o n ergriff kürzlich ein amerikanischer Löwe cougar ei nen sechsjährigen Knaben, der in dem Hofe . der.!väterlichen Wohnung spielte und rannte mit demselben davon. Die Mutter sah dies in dem Augenblicke, als das Thier aus de m Thorweg sprang, rrgriff einen Knüppel und stürzte der Bestie nach. .Nach dem ersten Schlage ließ diese den Knaben fallen, derselbe hatte aber an:der 'rechten Seite deß KörperZ eine'gesährliche Bißmunde. JnHew York und. Bro o ?. lyu fanden dieser Tage in 16 verschiedenen Theatern Vorstellungen zum Besten des dortigen .Schauspieler-Fonds statt. Durch die Polizei wurden für dieseVorstellunge'n Billets im Werthe von $10, 000 verkauft, deren Einnahmen sich im Ganzen auf ungefähr 522,000 belaufen. Jsacob Walters, ein New Jorker KriegsfreiwiÜiger,ist vor wenigen Tagen einer Wunde erlegen, die ihm in der Schlacht bei White Sulphur Springs im Jahre 1862 durch einen Granatsplitter beigebracht wurde. - Reichwein'6 Halle, S.W.EckeMarkctNoblc2t Meine Halle ist setzt eine der s.hünslen a tut Stadt und bin imStand gesrtzt, sie für l?onc,rte, Bälle, Unterhaltungen und sür Vereintzweckk bestens zu empfcblen. Die besten Getränke nl Cigarren sind stets an Hand.- - - - - ' Ph. Rcichtvkin. ''. - Eigenthümer.

Vom Auslande. Nom, 2.'). März. Eine archäologische Gesellschaft eigener Art ist in hiesigerSiadt zutage getreten, nämlich nicht mehr und nicht weniger als eine archäologische Räuberbande, die gegenwärlig, ncbst ihrem 5)auptmann, einem hicsigcnA!terthumshäad'.cr,hinterSchloß und Riege! sitzt, während ihr Museum, auö allerhand geraubten Sachen bestehend. sich in einem Saale des PolizeiPalastes befindet, ein wirres Durcheinander von Statuen, Reliefs, Sarkopha genstückchen und andern Alterthümern, geraubt und zusammengcstohlen aus Katakombcn, vom Forum, aus Sammlungen. Der letzte Raub, der zur Entdcckung der Bande suhlte, war in der Villa Borghese verübt worden, wo eine kleine, unbedeutende Marmorstatue und eine junge Gea in Bronze entwendet und über die Gartenmauer geworfen worden war. Der langjährige Mitarbeiter der Münchener Fliegenden Blätter", der sich Grnssus" nannte, ist jüngst in Graz gestorben. Ec hieß Sigmund Graßberger und war Registrator im steirischen Landhause. EinNequisiten stück von historischer Bedeutung befindet sich im Besit) der Comedie sranoaise in Paris, wie es ähnlich wohl kein zweites Theater der Welt aufzuweisen haben dürste. Die Glocke, mit nclchcr in Stücken wie hkrnani", .Barberini" :c. Sturm geläutet wird, ist dieselbe Glocke, die in der Bar tholomäusnacht am vierundzwanzigstcn August 1iV2 das Signal zu dem grausigen Gemetzel gab, deren eherne Klänge in das Gcwehrgelnatter und den Todesgefang der Hugenotten hineindröhnte. Sie schwebte in der Kirche St. Germaln . l'Auxerrois über dem Haupte Karls IX. Der Sturm der Revolution, der durch Frankreich brauste, fegte auch dieses metallne Ungethüm von seinem Platze. Die Glocke wurde im Jahre 1798 herabgeholt und nach dem Palais Egalite ge schasst, und ist nun endlich nach mancherlei Irrfahrten in den Besitz der Co medie franeaise gelangt und dcm Fundüs dieses Theaters einverleibt worden. Die Truppe der Feuerländer, welche im verflossenen Jahre von dem Hamburger Unternehmer Hagenbeck in verschiedenen Städten Europas ausgestellt wurden, ist in Zürich einem traurigen Schicksal anheimgefallen. Die wilde Gesellschaft bestand ursprünglich aus zehn Personen : vier Männern, vier Frauen und zwei Kindern. Nach lüngerer. Rundfahrt durch Deutschland kam die Truppe in . den kalten Tagen des Februars von Nürnberg nach Zürich und wurde hier im großen Saale des Plattentheaters ausgestellt. Die armen Wil den erregten aber nur Mitleid, da sie alle in Folge des ungewohnten Lebens und Klimas krank und von heftigem Husten und Schnupfen 'geplagt waren. Die Ausstellung mußte denn auch bald geschlössen und die Truppe in ärztliche Be Handlung gegeben werden. Inzwischen sind fünf Personen gestorben: drei Frauen und zwei Männer ; sür den Rest der Truppe.. ist von den Aerzten schleunige Rückkehr nach dem Feuerlande ver ordnet worden. .Die Ueberlebenden, eine Frau, zwei Männer und die beiden kleinen Mädchen, sind seit einigen Tagen wieder, öffentlich ausgestellt. Sie sitzen in der warmen Märzsonne, theils in Felle, theils in wollene Mäntel gehüllt. im Plattengarten vor einem Feuer, wo sie Tauben und Hühner rösten und mit gutem Appetit verzehren. Bald werden sie, über Antwerpen,, die Rückreise nach dem Feucrland antreten. EinDampsmensch. Paris. zählt aegenmärti ein Phänomen mehr, dcn Dampsmenfchen, der cin wahrcs Lokomotw mit Fleich und Bein ist. Deiselbe machte eine Wette, um 1,5.00 Francs, daß er in drei Stunden ganz Paris umgehen werde. r Der Um sang der französischen Metropole beträgt aber etwas mehr als 44 Kilometer, was für eine Viertelstunde ungefähr 3,500 Meter ergiebt. Der Mensch war um 2 Uhr bei dem Thori von Vincennes angetre ten. iZine großeMenge hatte sich dort versammelt, und Viele folgten dem Läu-' fer zu Pferd und Wagen.- Gegen h Uhr sahen diejenigen welche bei der Porte de Vinzennes- stehen - geblieben waren, den Zug von der entgcgengksetcn Seite, als er'abgegangcn war, wieder zumVorschein kommen. Man zog d'e Uhren hervor, und es -fehlten noch 3 Minuten auf ö,.' Der Dampsmensch kalte seine Wette gewonnen.' ; Die Lauser von Pa ris, welche bei dieser Gelegenheit versammelt waren, bereiteten ihm eine Ovatwn, und'man spricht bereits von 5)erausfor dcrungen an die' odestrians" von England und Amcttla. Der Petersburger. Herold" meldet unterm 23. März : Gestern wurde den Apothckenbcsiern jüdischer Konfession in Petersburg ein Erlaß des Ministers des Innern vorgelesen, wonach es nicht länger geduldet werden könne, daß s,e Apotheker, besitzen, und daß sie demnach ihre Apotheken binne: Jahresfrist an Nichtjudcn verkaufen' müßten. Die Verfüaung trifft 14 jüdische Apo- . thekcninhaber, welche sämmtlich die Prüfung als Provisor abgelegt haben. Der Erlaß stützt sich auf eircn Paragraphen des Gesetzes, wonach jüdischen Provisoren erlaubt, ist, in Peterö'g zu '"jh nen, nicht aber, Handel in ihrem Spezialsache zu treiben. Außerdem wurde den jüdischen Provisoren, welche bisher Hierselbst Apotheken verwaltet haben, die Mittheilung gemacht,' darauf Versü flung des . Ministers des Innern ihre Verwaltung der betreffenden Apotheken mit dem heutigen Tage aufzuhören habe. Die kürzlich inMarseille verstorbene -Wittwe des französischen Dichters Autran, Zhat letztwillig verordnet, daß ihr Herein dem Sarge des letzteren, ihr übriger Körper neben dem Sarge ihres ersten Ehemannes, des Amerikaners Fish, beigesetzt werde. Be i einer kürzlich inParis stattgehabten Aufführung von Victor Hugo's .Ruy Blas" wurde der die Ti-