Indiana Tribüne, Volume 4, Number 207, Indianapolis, Marion County, 10 April 1882 — Page 2
ndiana Tribüne.
Fägliche- und Sonntagscrttsaöe. Offlcc: 62. DelawarcStr. IKntereil as sccoml-class mattor at the x'ostoflice at Indianapolis, Indiana. Abonncments-Preisc : . Tägliche Ausgabe?. 12 EtS. per Woche. SonntagZau5gabe. 5 ött. pcrliummcr. Beide zusammen . . . .' .15 Et', per Woche. EST DaS Tagblatt erscheint jeden ZZachmit. tag um 2 Uhr. Die SonnagSauSgab erscheint Iti Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 10. ; April 1882. ' ' Im Eise. ; D!e jüngste Zuschrift des Obermaschi nenmeisters der Jeannette", Lieutenants MrtviuVon den.N. Y. Her.? ist . aus JakutSk unter dem 15; Januar d. I. datirt und giebt in klares Bild von den Schicksalen des Schisses und der Mannschast, von der Zeit, dadas .erstere das 'nördliche Eismeer' erreichte, bis dahin, als die Mannschaften inden bekannten drei Booten das sinkende . Schiff verließen. 'DaS Jahrzeug' wurde frühzeitig vom 6ie eingeschlossen, und blieb in solchem bis zum 25 Nov?mber'1879 in Sicht von Herald- .und WrangellLand, an welchem Tage das Eisseld mit dem Schiffe in offenes Waffer trieb. An demselben Tage wurde dasselbe aus die Seite gelegt und blieb in dieser Situation neunzehn Monate ,b':iduich,:bis es sank. -Jm Januar 1860 wurde das Schiff so leck, daß alle Vorbereitungen gemacht wurden, dasselbe zu verlassen und Zuflucht aus Wrangell-Jsland' zu suchen; es. gelang : jedoch das .Waffer auszupumpen, den Leck zu verstopfen und daö Schiff trieb mit dem Eise weiter dahin' bis Ende Mätz das Land außer Sicht kam. Vvn. dieser Zeit bis zum Untergange des Schiffes wurde es nicht wieder. nöthig, die Pumpen in AnWendung zubringen. Nachstehend einzelne der interessanten Details : .Pach unserer Abreise von SanFrancisco am 8. Juli 1879, erreichten wir den Hasen, vonOunalaska. am .2,August. ergänzen unsere' : Vorräthe und; suhren aiÄ6deffelben Monats -nach St. Mi chaels in Alaska weiter, das wir am 12, August erreichten. ; 7V ." Nachdem wir abermals unsere Vorräthe ergänzt z hätten, .erreichien. wir St. Lawrence am 25. August, versorgten uns von dem, uns begleitenden TransportKämpfer noch mit allem,was wtr'nur auf MH.N'SchW untetbringm .konnten und erreichten' Kotiutschin Bai am 31. August, s Am 4, Sept. kam uns Herald Island !nSlcht,w!rsteuerten nach solchem durch das Eis bis LUM 6. Septbr. und saßena'n diesem Tage ? im Eise fest. Am 13mäch!cN'wir einen Versuch, über das Eis nach der. genannten Insel voruldringen, mußten '.über am 14. Sept. nMj)lln ScVffe'.jüruckKhren. ' Am 21. Oktober trieben wir mit dem Eise südlich von WianM Island vorüber, kamen am'W'Rvv.'in-offeneS' Waffer, 'wurden jedoch ein paar Tage darauf wieder vom Eise eingeschlossen und blieben so bis zum Untergärige it Schiffes. Lange.' und traurige 'Monate "erlebten wir, sortwährend hörend, wie die Eismaffen an derZerstörüng des Schisfes arbelteten,' "ra n5lr am' 29. -Januar -1 880 den Lea entdeckten und bis zum 18. Mai unausgesetzt Tag und Nacht an dem Aus pumpen des Waffers und der Reperatur des Schiffes., arbeiten mußten.. Lange und traurigeMonate folgten bis wir am 17. Mai 1831 unter 7i r: 43 Min. 20 See. nBr. und 1! Gr. ö. L. eine Insel entdeckten .Herald. Island" tauften, auf solcher zu landen aber'nicht m, Stande waren. In schnellem Lause trieben wir 'nun 'nordwestlich dahin entdeckten am 24. Mai eine weitere' Insel, konnten aber auch hier nicht landen, da die chaotischen Eismaffen die' unser Schiff umgaben, jeden Versuch linmüglich machten, ein Boot in's Waffcr zu bringen. - : - -.j Der Druck, den die Eismaffen gegen unser Schiff übten, wurde immer gewaltiger und die Gefahr, daß dasselbe nicht länger widerstehen könne, wuchs stund lich. Am 3. Juni gelang . es Melville und sünfen von der Mannschaft auf einem von 15 Hunden gezogenen und den Männern .gestützten' und geschobenen Schlitten ein Boot mit Waffen, Jnstru menten und Proviant -über das Eis i das Waffer zu bringen. und auf der In sel zu . lZ7lden. Wir pflanzten das Bannet'd'er'Ver.' Staaten auf, ergriffen von der Insel .Besitz und" legten derselben den Namen .Henriette-Jsland bei; sie liegt, unter.77 Gr. 8 M. n. Br. und 157 Br.3Min-'ö, L. und? ist' "ein 'von ewigem Eis überzogenes vulkanische? Gebilde. Am e.- JuniMangten wir nach dem Schiffe zurück" Am 10. Juni vetspÄrten-. wir. einige ' chestige' Erdstöße ; amNl'I' Jun!,10 Minuten' nach 12 Uhr Vormittags, öffnete.sich das Eis an den Längsseiten unseres Schiffes und das lekttre .stellte sich lauf .seinen Kiel, das ersteMarseit''langen,Monaten. Am 12. Juni.begann das Eis-sich höher und hö herM'daASch'K.Zylhürmen und unter fortwährendem, Donner und Dröhnen stärker und heftiger gegen daffelbe. zu Pgen.-. , . , : ; . : . . Wir brachten die Boote aus daS Eis, die Schiffspaviere ünd die unentbehrlich. Pen 'Instrumente- in solche und verproviantirten uns so' gut es möglich war;' daö Schiff sank langsam, hing noch an der emeu Seite am Eise fest und wurde am 13.'Juni früh 4 Uhr mit von den Mastspitzewwehenden Flaggen von den Wogev vetMlgen. ' - -Sechs Tage brachten: wir. mit unseren Arrangements für.den Marsch. über das 6i& u,' Grieben! nordwestlich veiter und arbeiteten uns in südlicher Richtung nach dem Ende des Eisfeldes durch. Am 24. Juni befanden wir uns nnter 77 Gr.
42 Min. n. Br., setzten unsern Marsch in südlicher Richtung fort und landeten am 29. Juli mit unserm Eisfelde an B:n::ctt Island, 73 Gr. 38 Min.' n. Br. und 150 Gr.- 30 Min. ö. L. Wir durchzogen daffelbe in. östlicher Richtung bestiegen die Boote und waren an der Oflseite der Thaddeus Insel, zu der neuen sibirischen JnselGruppe gehörig, zehn Tage im Eise eingefchlofsen, erreich ten am 6. September Kateluri Island und landeten m 10. September auf Simonaski Island. Von hier brachen wir am 12. September in unseren Booten nach der Lena Mündung auf und wurden in der folgenden Nacht in einem Sturme getrennt. Das Boot unter Melville lief am 16. Sept. in die östliche, Mündung der Lena ein, die Mannschaft landete und traf am 19. Sept. mit drei Eingeborenen zusammen, welche jedoch verweigerten, sie nach einer Ansiedelung zu bringen. Die ferneren Schicksale der Mannschaft, wie Melville mit zwei Leu ten aus dem Boote unter De Long zusammentraf, und welche Schritte er. seit her zur.Aussindung der übrigen Schiff, brüchigen gethan hat, sind aus den Berichten an unseren Marineminister de,., Lesern bekannt Die Temperenzler dürfen kein ser m?hr trinken.
Es' ist. entsetzlich!. Eine grausige Entdeckung, ist gemacht worden und Hat alle Temperenzler, in Verzweiflung versetzt, während die Gegner derselben sich in's Fäustchen lachen. Ein Franzose hat entdeckt, daß nicht nur, in dem. Wasser Alkohol enthalten ist, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch in der Lust, im Inneren der Erde, kurz, in dem ganzen Naturreiche, und daß, danach zu urtheilen, das Reich King AlcoholV ein unbeschränktes, ein grenzenloses, ein unendliches ist. - . Ueber diese äußerordentliche Entdeckung berichtet der Pariser Cörrespondent des hoch angesehenen Londoner medici Nischen Fachblattes The Lancet" Folgendes : . . ".Herr Wurtz. der Direktor des Labo ratoriumS des .Institute Agronomique-, hat 'mit Hülfe eines von ihm selbst erfundenen Apparats unzweifelhaft sestestellt, daß im Waffer Alkohol enthalten ist. Freilich existirt daffelbe im Waffer nur in einem verschwindend kleinen Verbältniß, denn nur.der-hunderttsusendste Theil eines. Waffertropfensbestkht aus Alkohol. Aber immerhin ist diese-Ent deckung'eine ungemein wichtige. Weitere Experimente ergaben, daß sich Alkohol in allem natürlichen . Waffer be findet, im Quell- Fluß, Meer- und Regenwaffer, und selbst . in :. geschmolzenem Schnee. Ferner hat . sich herausgestellt, daß das Waffer der Seine, sowie das Regenwaffer in einem besonders hohen Grad alkoholhaltig ist, und das selbe ist auch im Allgemeinen hinsichtlich des Meerwaffers der Fall. Von dieser Entdeckung des Alkohols im Waffer schließt Herr Wurtz mit pol lem Rechte auf das Vorhandensein . desselben im ganzen Reiche der Natur, also auf die'Ubiquilät des Alkohols, und wahrscheinlich wird eS ihm in. Bälde gelingen, durch neue Experimente zu beweisen, 'daß seine Schlöffe vollständig richtig sind.Aber was wird das praktische Resulzat dieser vorläusig'nur für die Wiffen schaft irgend welchen Zöer'th besitzenden Entdeckung sein ? ' Für die Menschen, welche mehr. Bier, Wein und sonstige geiststärkende-Getränke zu sich zu nehmen pflegenals Wäffer, wird diese neue Ent decfung wohl nichts ' Furchtbares und nichts. Schreckliches haben ; aber was sollen die. Zemperenzler thun ? Damit, daß sie unwissentlich Alkohol gekneipt-, in der Lust Alkohol eingeathmet und mit jedem Bissen, den sie in den Mund stecken,'sogargege,ffen haben, das ist aller dingZ eine große und schwere, aber zugleich eine sehr verzeihliche Sünde. Aber nun, da. sie . wissen, wie sich die Sache verhält, nachdem sie von der Ubiquität des Alkohols in Kenntniß gesetzt worden sind, dürferl' sie nicht ' wiffentlsch weitersündigen, sondern muffen irgend - welche Maßregeln.tressen,um sich vor dem fortwährenden ,Alfoholgenuffe - zu schützen. Aber wie? Das ist eine schwere Frage. Die Temperenzler scheinen vor eine AI ternative gestellt worden zu sein, welche lautet: Eitlier the ternperance peoplo niust go, or the iilcohol", denn, sür beide ist das Universum zu klein. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, daß die'Temperenzlerdem King Alcohol" werden weichen müssen. . Fleisch oderBlut !" Und giebst .Du kein .Brod unS, so gieb uns Dein Blut ! Blut .' rief das entmenschlichte Heer."' So schildert der Dichter die Meuteret, welche wahrend -der ersten , Entdeckungsreise .Christoph .Columbus' : unter, dessen , Mannschast ausbrach. Aehnlich lautet auch das Begehren der nach dem IndianerTerritorium verpflanzten Cheyenne- und Arapahoe-Jndiane'r.' Nur besteht der Unterschied, daß diese .Rothhäute kein Brod, sondern Fleisch,, und zwar Nmo fleisch, .verlangen, an dessen Genuß sie weit mehr gewöhnt sind, als an den des Brodes.. .. ' . ES drohen, falls dem Begehren dieser Indianer nicht in ausreichender Weise entsprochen wird, in. der That ernstliche Unruhen, wie auS dem Depeschenwechsel zwischen dem auf Fort Reno.stationirten Major Randäll und dem IndianerAgenten Miles zu Dailington in , dem genannten. Territorium hervorgeht. Der letztgenannte Beamte theilt nämlich dem Major Randall' mit, saß eme die velden erwähnten Stamme .vertretende Jndla nerDeputation. bei . ihm erschienen sei und ihm Vorstellungen gemacht !habe wie dringend sie größere Quantitäten Rindfletsch bedurften; .und", fügt dieser Beamte hinzu, .diese Leute, müssen mehr .Rindfleisch haben oder wir werden "einen blutigen Jndianerkrieg . bekommen." Maior Randall scheint das Dringliche der Lage auch sehr wohl Anzusehen, denn
er' antwortet dem Jndianer-Agenten, dafc er die Sachlage ebenso ansehe wie er, Herr Miles, und überzeugt sei, daß große Gefahren im Anzüge feien, falls der Congreß nicht die sehr nothwendiaenBewilligungen mache. Er könne allerdings für einige Tage ausbelsen, indem er Schlachtvieh sür- die Indianer aus eigenen Credit anschaffe, aber wie er daffelbe bezahlen solle, wisse er noch nicht. Die in den Schlachtviehlieserungen gemachten Reduktionen haben auch in der That unter den Cheyennes und Arapohoes einen großen Nothstand hervorge rufen, und zwar in einem solchen Maße, daß viele Indianer bereits ihre werthvollen Ponies"' geschlachtet haben, um sich und ihre Angehörigen vor dem Verhungern zu schützen, und ebenso ind 'chon die wenigen Stück Rindvieh, welche le in Frage stehenden Jndianerstämme zu Zuchtzwecken hielten, dem Schlacht messer zum Opfer gefallen. Sollte den Indianern nicht sehr bald Schlachtvieh geliefert werden, so werden sie sich sol ches gewaltsam anzueignen suchen, obgleich sie im Allgemeinen daraus bedacht sind, die Bestimmungen des mit der Bun desregierung abgeschlossenen Vertrages zu ersüllen. Sollten sie sich obcr erhe ben, so wird daS, wie schon gesagt, nur geschehen, um sich und ihre Angehörigen vor dem Hungertode zu schü tzen. Neue CorrespondenZ'Karten.
Die britische Post-Verwaltung hat dem Parlamente die . Einführung . einer neuen Art von Postkarten, sogenannten reply po3tal cards", empfohlen. Dieselben bestehen aus zwei Karten, die in der Mitte zusammenfaltet sind ; die die Rückseite der Doppelkarte bildende Karte kann ebensowohl .zur Antwort an den Absender der ersteren, als selbflstän dig zur Beförderung von Nachrichten an andere .Adressen bnutzt werden. Die neue Einrichtung involvirt eine Bequemlichkeit für das Publikum, welche dieselbe schnell populär machen wird. Bei der ungeheuern Ausdehnung unseres Postgebictes dürste die Einrichtung nicht praktisch sein. Eine unbeschriebene Karte als Appendix zur beschriebenenPopkarte von New Z)ork nach San Francisco zu schicken, bloß damit der Adressat das Scbreibmatenal gleich an Hand hat. würde der Post mehr Arbeit machen, als durch, die dem Adressaten gewährte Erleichterung saner.Antwort gerechtfertigt st. . Noch mehr m zu bedenken, daß in vielen Theilen unseres Landes die Post noch durch Träger mitunter 10 bis 12 Stunden weit befördert werden muß; hier ist auch eine scheinbar unwesentliche Mchrbel.,stuug der Pottsäcke nicht ohne Btde.it'.Mg. Lo.'gscllow'ö zweite Liebe. Als Lonasellow an der .Harvard University" den Lehrpuhl sür moderne Sprachen und schöne Literatur beklei dete, machte er im Jahre 1812 eine Reise nach Deutschland, wo er mit seiner Landsmännin Frl. Francis Elizabeth Appleton zusammentraf. Longsellow war damals bereits verwittwet; der Tod hatte ihm nicht nur die Gattin, sondern -Ä. r . . rr ? - aucu tin emziges lno cniricn. jic Erinnerung an seine erste Gattin und deren Kindlein blieb immer rege in ihm. aber gmchwohl wurde sem Herz von sel ner schönen Landsmännin, Frl. Apple ton, nach kurzer Bekanntschast mit ihr gefangen genommen. Er stand damals im kräftigsten ManneSalter, war eme sehr imposante Erscheinung und erfreute sich auch, außerhalb seines Vaterlandes schon eines gewissen llterarischen RuseS. Gleichwohl erhielt er von Frl. Appleton, alS er um ihre Hand anhielt, einenKorb. Nachdem beide, Frl. Appleton in der Begleitung lhres Vaters, nach Amerika zurückgekehrt waren, schrieb der liebes kranke Dichter seinen .yperlon , m welchem er seine eigene Liebesgeschichte erzählte, sich selbst unter' dem Name .Paul Flemming" zum Helden nndIrl. Appleton unter dem Namen .Mary Ashburton zur Heldin seines Gedichtes machend. Bekanntlich findet sich in diesem Werke das hübsche Lied : .1 know a niaidcii fair to see." Der .Hype rion" war es, durch welchen der Dichter schließlich das Herz der Geliebten ge wann, und zwar bei dem ersten Zusam mentreffen nach .Veröffentlichung seiner Dichtung. Dieses Zusammentreffen sand zu Pittssield in Maffachusetts statt, und nachdem der Ehebund geschloffen war, veröffentlichte Longsellow seinen .Kavanagh", welchem gleichfalls die Geschichte seiner endlich mit' Erfolg gekrönten Brautwerbung zu Grunde liegt. Der untere Mississippi, Die Gouverneure der Staaten Loui sianu, Mississippi und Arkansas haben sich in' Einsendungen an den N. V-Herald-über die in ihren betr. Staaten in Folge der Ueberschwemmung Herrschende Situation, sowie über dieArt und Weise ausgesprochen, auf welche ähnli chen Ueberschwemmungin in der Zukunst voraebeuat . werden muß. Gouverneur McEnery. von Louisiana beschreibt die geographische Ausdehnung der Ueber schwemmung, die Leiden der Bevölkerung und kommt zu dem Schluffe, daß der Vermögensverlust der letzteren und die .hnen zunächst zu leistende Unterstützung so bedeutend sind, daß der Staat nicht in der Lage ist, auch nur eine halbe Million Dollars, auf die Ausbesserung der Levees zu verwenden. Er zeigt, daß nicht weniger als 80,000 Menschen durch die Ueberschwemmung direkt be schädigt sind, und hält es sür recht und billig, daß die Eorrektion des Mississippi, sowie tie Herstellung der . Levees von dem. Bunde, unter dessen Oberleitung und auf dessen Kosten vorgenommen werde..' Der Bund sei laut der Constitution in 'der 'Lage dies zu thun, und ein Theil der Ausgaben werde durch die Beförderung der Schiffsahrt und des Handels aus dem Mississippi direkt in die BundeSkasse zurückfließen. Gouverneur Churchill von ArkansaS kommt zu denselben Schlüssen und hebt
hervor, die (Konstitution veibiete den Staaten, Abgaben von der Schiffsahrt anders als mit ausdrücklicher Genchmi-, gung des Kongresses zu erheben, diese Abgaben bildeten daher für die Staaten nur sehr unbedeutende Einnahmequellen, und auch aus diesem Grunde sei daher der Bund verpflichtet, sür den Schutz des Mississippithales und Regulirung' des Stromes zu sorgen. Gouverneur Lowry -von Mississippi erinnert daran, daß vor dem Kriege ein ausgezeichnetes Levee - System existirt habe, daß dasselbe während des Krieges völlig zerstört und seither nie gründlich und ausreichend wieder hergestellt worden sei. Die Situation seines Staates sei in Folge der Ueberschwemmung eine solche, daß er absolut nicht die Mittel besitze, noch aufbringen könne, die Levees in genügender Weise zu reparircn. Der Congreß-Rkpräsintant General Randall Gibson von Louisiana kommt
daraus zurück, daß die im Jahre 1879 m's Leben gerufene, aus sieden der fa higsten Ingenieure des Landes bestehende Mississippi River Commission den Strom vermessen und eingehenden Bericht an den Congreß erstattet habe. In diesem Berichte sei namentlich empsohlen, das Flußbett so zu vertiefen, dan die Schifffahrt auch bei dem niedügsten Wafferstande sicher uno unaesährdet stattfinden könne und daß Schutzm ßregeln grgen UcbelfluthunZen zu treffen seien. Diesen i?mpsehlungeu gemäß zu verfahren, sei an einzelnen Staaten unmöglich, angenommen selbst, einigen von ihnen ständen die erforderlichen Mittel zur Verfügung, wqs durchaus nicht der Fall sei; wenn auch nur ein Staat nicht in. Uebereinstimmung mit allen anderen handeln würde u. handeln könnte, würde das Werk unnutz sein. Einnahmen, die den Ausgaben der Staaten auch nur annähernd entsprächen, aus dem Jluffe zu ziehen, seiden Staaten durch die Constltutlon verboten, und daher könne und dürfe sich der Congreß seiner Verpflichtung nicht entziehen, die ganze Angelegenhett als eine nationale zu bchan deln. In den Ansichten sämmtlicher Herren ist nebenbei bemerkt, daß durch ein voll ständiges Lcvcc-Systiln große Land striche ertragsfähig werden, und von Herrn Lowry wird helvolgrhodcn daß allein zwischen Vicksburg und Memphis werthvolles L nid der Cultur gewonnen werden könne, welches einen jährlichen Ertrag von fünf Millionen Ballen Baumwolle, odcr beinahe so viel, als jetzt die entsprechende Gcsammlproduk tiön der Bcr. Staaten beträgt, zroduziren werde. Das ist aber gerade ein Grund, welcher den Congreß veranlassen wird, der Bestimmung der Constitution eingedenk zu sein, daß dcrCongreß solche Bewilligungen zu michcn berechtigt ist, welche im Jntcrcssc.'dcr Rcgnlirung des Handels zwischen den einzelnen Staaten gemacht und gercchtsertigt sind." Weder im Norden, noch im Osten, noch im Westen wird man unter dem Eindrücke der jüngsten Calamität angemessenen und konstitutionellen Bewilligungen opponiren, aber die Erschließung reicher Land strecken sür die Cultur gehört doch wohl mehr in das Gebiet der ta5w:rthschastlichen Interessen jedes der einzclncn Staaten, als in dasjenige dcr Handels regulirung Zwischen den kirzcluen Staa ten. D i e ' i n d c r S t a d t N e w V c r k, in Watcrbu:y. Conn.. un Rewark, R. I., tagenden Consc einen der Methodisten haben einstimmige Nesollllionen angenommen, in denen, sie dem, Präsidenten sür dcsscn'Vctoiruna d r ChinesenBill danken. Ein Sträsling. des Staatszuchthauses von Teniiissee war wegen Ermordung eines '.Mitgefangenen , zum Tode verurlhcilt worden. Doch wurde das Urtheil vom lÄouverncur umgestoi. ... m . l,en, well Die in ocm Prozen. vcrnommenen euaen sämmtlich Sträflinge seien und ihr Zeugniß deshalb unzulässig und .? unguliiz in. Dem Jnlande. ) e n R e i f e n d t n i n T e x i c o fällt ev auf. daß nie vom Wctttr gesprochen wird ; der englische Puck"' em-' psiehlt, daß wir uns in dieser Bezieh -mg mexicanisiren". - . A d e l i n e P'a t t i r e i st e v o'r rige Woche per Dampscr .Arizona-, von New Z)ork nach Europa zurück. Eine Menge Freunde gab ihr das Geleit aus den Dampfer, lns die Bemerkung ei nes Bekannten, ob sie sich nicht vor den Nihilisten fürchte und es doch wohl rathsamer sür sie sein dülste, in Amerika zu bleiben, erwiderte sie: Man wird mich niemals mit Dynamit in die Lust sprengen. . Einen anderen Kaiser kann man mit jedem Augenblicke .wiederbekommen aber keine andere Patti. Herr Edison i st nn a u s g esetzt mit Versuchen beschäftigt, eineSub-. stanz zu ermitteln, welche dem elektrischen Strome und der H tze besseren Widerstand, leistet, als die jetzt im Gebrauch befindlichen Kohlenstiste. Er glaubt, daß solch eine Substanz sich äus gewissen Pftanzensasern herstellen 'l lassen müsse und Halle den' Naturforscher John C Bronner beauftragt,, Brasilien zu bereisen, die dort wachsenden Palmenund Bambus - Arten zn untersuchen und ihm von' Zeit zu 'Zeit Holzpro ben zu übersenden ; Herr Bronner kennt Brasilien genau, denn er hat dasselbe als Begleiter des . ve storbencn Professors Charles F. Yarlt von der Cornell'llnlversitüt im Auftrage des. Kaisers Dom Pedro von Brasilien durchforscht. . Am 6. Dez 1880 reiste Bronner von New Vork ab und kehrte kürzlich dahin zurück nachdem 'er', in -der' Zwischenzeit über 25.000 Meilen in Brasilien zurückgelegt und alle dortigen Palmen- und Bambus'Gcschlechter gründlich stüdirt hat; er hat einen große: Vorrath .von Holz abschnitten und Zeichnungen mitgebracht und ist zur Zeit in Jthaka mit der Abkassung seines Berichts beschäftigt, wel-
chcr der Electric Light Company" in New ?)ork angelegt werden soll. Derselbe versichert, unter den untersuchten Palmen enthielten mehrere ein Mark, das ' allen . Anforderungen entspricht, welche Edison an die sür seinen Zweck zu verwendende Pflanzenfaser macht. Möglicherveise steht un? eine wesentlicheVerbcsserung der elektrischen Lampen in naher Aussicht. Denver in Colorado ist ton dem Ehrgeiz beseelt, die nächste, in zwei Jahren stattfindende demokratische Nationalconvention innerhalb seiner Mauern tagen zu sehen. EineLokomotive, welche keinen Rauch und keine Funken ausspie und aus 40 Meilen Weges blos 273 Pfund Kohlen verzehrte, anstatt wie andere 1,000 Pfund, wurde soeben aus der Fitchbury - Bahn . zwischen Boston und Waltham probirt und bewährte sich. .Ein KönigSmord"' wird von Philadelphia gemeldet. In Forepaugh's Menagerie waren ein Paar Löwen und ein Paar Tiger in demselben Käsig, bloß durch eine starke hölzerne Thür von ein ander geschieden. Als Montag . Nachmittag die Thiere an Lehigh Avenue und Richmondstraße auf einen Spezialzug nach Washington gebracht werden soll' ten, wurden sie durch das Zischendes Dampses und Geschrei der Menge wüthend gemacht. Der riesige bengalische Tiger wars sich mit aller Wucht gegen die Thür sprengte sie und stürzte sich auf den König der Wüste, den er bei der Gurgel packte, und in wenigen Augenblicken war dieser todt.' Die Wächter brachten daraus den Tiger in engen Ge wahrsam. Der gewürgte Löwe, war ei nes der Hauptstücke in der Menagerie und mehrere Tausend Dollars werth. Sonderbares Malheur. Die 16jährigc Bertha Müller in New York spielte am 6. d. M., Vorm.,' mit einem Zehndollargoldstück, das ihr besonders gefiel, und machte sich das Vergnügen, daS Goldstück in die Höhe zu werfen und wieder mit dem . Munde aufzufangen. Das eine Mal muß sie den Mund etwas zu weit aufgethan oder den Kopf in die unrechte Lage gebracht haben, das Goldstück siel richtig in den Mund, aber zu gleicher Zeit in die Kehle des Mädchens, wo es stecken blieb, und znxlr so fest, daß alle Bemühungen des zu Tode etschrcck ten Mädchens, . es . herauszubekommen, fruchtlos blieben. , Es traten sofort Athembcschwerden ein, das Mädchen schien dem Ersticken nahe und die in der Wohnung anwesende Mutter und Großmutte der Verunglückten wußten in ihrer Angst nichts Besseres zu thun, als nach der Polizei zu laufen. Nun sind die beiden Frauen der engtischen Sprache fast voLständig unkun dig, die Großmutter verirrte sich noch öbenein und lief anstatt, ins tations Haus in das daneben liegende SpritzenHaus, wo sie sich in Todesangst abquäl te,! den Fellerwehrmännern, die wissen wollten, wo es brenne, den Vorfall zu erklären, indem sie sich mit dem Finger in den Hals deutete und dazu ein über daö andere Mal rief : .ten dollara !
ten (lollars !", während die Feuerwehrleute mit erstaunten Gesichtern dabei standen und sich umsonst darüber den Kopf zerbrachen, wack die alte Frau eigentlich wollte. Der Mutter ging es zuerst im Stationshans nicht viel besser, bis einer der Nachbarn endlich Ausklarung brachte uno ein Arzt nach dem Hause ging, welcher das von Schmerzen und Athcmnoth gefolterte . Madchen nach dem Bellevue Hospitae bringen ließ, im Glauben, daß das Goldstück am Eingang der Luftröhre stecke und durch eine Operation entfernt werden müffe. Im Hospital wurde sofort i eine Unter suchung vorgenommen, welche ergab, daß' das Goldstück nicht in der Lnströhre, wohl aber in der, Speiseröhre stak und zwar so fest daß alle Bemühungen, es herauszuziehen, vergeblich waren. Es blieb schließlich nichts anderes übrig, als die Münze hinab' in den Magen zu sto ßcN, was auch glücklich gelang, , woraus das Mädchen anscheinend wuder ganz hergestellt und mit dca einzigen Besürchtung, daß nicht Alles so leicht' von Stat ten gehen würde, wie die Aerzte sagten, sich nach Hause begeben konnte. Am folgenden Tage warteten Großmutter, Mutter und Kind, sowie die ganzeNachbarschift mit Spannung auf den Ausgang zD i e Gesellscha ft zu r Beförderung der' Fischzucht in den Ver. Staaten, welche in New tyotl. zu einer zweitägigen Sitzung versammelt war, zeichnet sich dadurch, aus, daß ihre nicht zahlreichen Mitglieder wenig debattiren, aber viel mehr arbeiten und hierdurch trotz der kurzen Z it ihrcsBestehens schon gute, ja beundernsmerthe Erfolge aufzuweisen haben. In fortwährender Wechselwirkung mit den Fischereikom' missüren der Verein, und der einzelnen Staaten, verbreitet dieselbe gemeinnützige Kenntnisse . unter unserer Bevölkerung, überwacht sie die aus die Fischzucht bezüglichen Maßregeln der Regierung und derLegislaturen, regt sie Gesetze zum' Schutze der ' Fische durch Schonzeiten, die Borschrift bestimmter Fang-Metho-den :c. an,' studirt s ' die Gewohnheiten und den Werth der einzelnen Fischgattungen und die meisten' ihrer Mitglieder besetzen - in ihrer Heimath die Gewässer mit Fischarten, die wegen ihrer Selten heit und Kostbarkeit, von der staatlichen Commission, nicht berücksichtigt werden. Die Fisch.cultur verspricht uns einen Lorrath und eine Mannigfaltigkeit von ! V t . ! V 11 l . ' 1 nayrungsmlllein, oeren umsang wir jetzt kaum ahnen. ' Itail Itoail Hat Store, 7 Hst ZSasytngton Straße. : ; ftsy Sine vollständige Auiwahl in iiEiijajEJSs . und Stroh ? Hüten, welche eben e'mgctrosscn sind, zu den nicdiigstcn Preisen. C5F" Sprechen Sie dor.
t2om Auslande. Äus Warschau wird g e' schrieben : Bekanntlich drohten die aus den Gefängnissen nach ein- oder zweilägiger Haft entlassenen Ez,cedrntcn bei öen Dezembcr-Krawallen gegen die Juden : Das war nur eine Verlobung, zu Ostern werden wir die Hochzeit mit den Juden feiern !" Die Furcht in der jüdischen Bevölkerung vor den kommenden Ostcrtagen ist denn auch wirklich sehr groß und wird dadurch verstärkt, daß man in der letzten Zeit Proklamationen gegen die Juden gesunden hat, sowohl in der Stadt, wie auch in der Provinz. Wie die Gazeta Pol!o" mittheilt, hat dje Spannung in den kleineren Städten und Dörfern Polens in Folge sortwöh rcnder Aufreizungen und Flugschristen
einen sehr hochgradigen Charakter angenommen. Ucdrigcns kursirten auch in Warschau Flugblätter mit Gedichten gegen die Juden, deren eins besonders erwähncnswerth ist, weil 'es u. A. solgende Strophe rn polnischer Spracde enthält: Es lebe Alexander der Dritte, Der uns wie Kinder liebt. Man muß ihn r c t t e n (?) Und die Juden crmordc ! In der That wurdin am Namenstage des Czarcn zu Ehren des kaiserlichen Geburtstagskindes die Juden grprügelt, welche sich die Illumination aus dem Aalhyausplatz anzusehen wagten. a$ diese Vorkommnisse sehr dazu beitragen müssen, die Sorgen der jüdischen Bevölkerung zu erhöhen, ist erklärlich. DcrKhan vonHerat, Achmed Eyub, hat nach der Einnahme seiner gleichnamigen Hauptstadt durch die Asghanen sein Reich mit Zurücklassung semer Frauen, Kinder und schätze verlassen müssen und lebt nun als Flüchtling in der persischen Stadt Meschcd. Der Verlust seiner Krone dürste jedoch diesen unglücklichen Fürsten nicht so geschmerzt haben, wie der seines Harems, in dem sich, wie das indische Blatt Nusret" versichert, gegen 400 Odalislen befanden, von denen kaum der fünfte Theil das dreißigste Lebensjahr zurückgelegt hatte. Alle diese Frauen stammen aus Persien oder Afghanislan und wurden ihrer außerordentlichen Schönheit wegen von ihrem Gebieter mit schwerem Golde bezahlt. So soll derselbe einmal im Bazar beim Anblicke einer jungen persischen Sklavin von deren Schönheit so entzückt gewesen sein, daß er aus der Stelle einen Brillantring im Werthe von 15,000 Nupicn (14,000 st.) vom Finger zog und denselben dem dctrcssenden Mädchcnhändler als Preis für seine schöne Waare hingab. Aus Vcrmittelung des Schal) hat nun der Khan der Afghanen, Abdurrahman, eingewilligt, seinem Vetter Achmcd Ei)ub seinen ganzen Harem zurückzustellen. In den nächsten Tagen wird also diese? Härem, von einer afghanischen Truppcnabtheilung begleitet, nach Mcscheo gebracht werden. Ueber den Kinderraub in Bern werden jetzt folgende Details besannt : Eine Frau Um in die Knabenschule,, des Herrn v. Lcrbcr, vorgebend, ste habe den Austrag, den 7jährigen Sohn des Herrn Bürto-Marquardt, ei nes mehrfachen Millionärs, abzuholen, dessen Mutter, mit einer Droschke auf dem Waisenhausplatze warte, um mit ihm auszufahren. Der Knabe wurde der Frau mitgegeben, die mit ihm in ei ner bereit sichendm Droschke davon fuhr'. Da überbrachte Abends ein Dienstmann Herrn Bürlo-scarquardt einen Brief, welcher diesem meldete, er habe sür sein Kind nichts zu fürchten : dasselbe sei gut aufgehoben, jedoch müsse er im Brem gartenwalde an einem bestimmten Platze, welcher an mit Bändern bezeichneten Bäumen zu erkennen sei, 50.000 Fr. dcponircn, wenn er ihn libcnd wiedersehen wolle. Die Polizei, von dem Verbrechen sosort benachrichtigt, ermittelte rasch den Droschkenführer, welchrr das Weib und den. Knaben bis zu einer nnßerhalbBerns liegenden Bierbrauerei geführt, sowie den Dienstmann, welcher den Brief be stellt hatte. An der Hand der so gea'onnenen A:lhalt5pi:nlle gelang es, in der Umgegend von nn zwei Individuen dingscil zu m.rchcn, welche sich jenes Weibes zur Au?fü!zrung dc? Kinderraubs bedient hatten und drn Aufenthalt des Knaben verriethen. Es war derselbe nach dem sogen. R.h!z.,g. etwa eine Stunde von Bern cntfrri t, n ein abgelegcncsHaus gebracht ivrdcn und konnte durch Gendarmen den l clsiiinnci ten Eltern überzeben werden. Ueber den Brand dei Operetten'Theaters Temidow Garten wird aus Petersburg berichtet: Das Feuer brach kurz nach Beginn der Vor-stellung-in der Damengarderobe aus und ergriff sehr balz den ganzen Ho!zbau. . Die Schauspieler haben nur dasnackte Lben gerettet, andere Unglücksfälle sind noch unbekannt. Angeblich hat eine zur Bühne eilende Kün.llerin die Flamme des brennenden drehbaren GasarmeS, welchen sie ganz nahe d r hölzernen Wand gedreht, nicderzuschrau ben vergessen. Auf den Nuf Feuer!" entstand in dem Zuschauerraum die entsetzlichste Verwirrung; die Nuse einiger Besonnenen wurden durch das Angstgekreisch der Uebrigcn übertönt. Zum Glück war das Theater während des ersten Aktes der Perichole" erst bis zum dritten Theile gefüllt; die Habitues erscheinen dort erst später. Trotz des furchtbaren Drängens und Gewühls des Publikums, das die Pelze und sonstige Gardcrobestücke im, Stiche ließ, entleerte sich das Theater in ungefähr .zehn Minuten. ' Um 11 Uhr wr das Theater vollständig'niedergcbrannt, und gegen 1 Uhr verlies sich die nach Tausenden zählende Menschenmenge, welche hcrbeige ström! war. Merkwürdigerweise hat sich in Brüssel noch immer keine feste Ansicht über die Motive der Ermordung des Bernays gebildet. Man schwankt, ob ein Rcub, ein Geldgeschäft, oder ob Rache oderein Liebeshandel dem immer
