Indiana Tribüne, Volume 4, Number 205, Indianapolis, Marion County, 7 April 1882 — Page 2

Maus Hrißttne.

FSgltche- nd Ssnntagsausgaöe. Ofstcc: 2S. DclawarcStr. IKpteral as soeoinl-class matter nt the x'oatoflicc at Indianapolis, Indiana. AbonnementsPreise : Tägliche Ausgaben . . ; . . ..12 Et?, der Wochr. SonntagSausgabe. s Et?. perNummer. Veide zusammen. I'. ': . . . .: '. 15 Et. frei Woche. 5f DaS Tagblatt erscheint jeden Nachmit. tag um 24 Nhr. D!e ConntazsauSgab, erscheint deS Morgens. Tribune Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 7. April 1632. Der französische ita und der ! Krach". zDas leicht erregbare französische Volk hat die Monarchie in ihren verschiedenen Formen 'schon zu wiederholten Malen abgeschafft Und schmeichelt sich jetzt mit der Hoffnung, daß der Bestand der in dem blutigen Jahre 1870 neu gegründeten Republik einmauernder sein wird. Gleichwohl nimmt der ; französische Adel noch immer seine alte Stellung ein. Er erhebt sein Haupt ebenso kühn, wie in den Aqgui jdeZ . absoluten Königthums, majesi" Kühnheit auch ihres früheren Rückhalts entbehren. Er scheint es gänzlich vergessen zu haben, daß während der ersten französischen Republik nicht nur alle Adelstitel abgeschafft wurden, sondern daß es sogar für ein todeswür diges Verbrechen galt, das kleine Wörtchen mde" vor den Familien - Ramen zu setzen.' Die .Erinnerung an jene Zeit der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, in welcher selbst dem entthronten und bis zu-seinerHirichtuna' aesangen ge haltenen.König Ludwig XVI. der all gemeine Titel ? citoyeii" ausoetroyirt wurde, mag wobl den heutigen sranzösi schen Adel mit Grauen erfüllen, aber es aeht ihm, wie seinem alten Königöhause, den Bourbonen : -er hat nichts vergessen und nichts gelernt, sondern hält sich noch. immer sur eine bevorzugte Klasse, welche Koch über dem prolaiium vulus" steht. ' - ' Nur sehr selten kommt es vor, daß ein Mitglied des hohen Adels eine Bürger llche zur Frau nimmt, und salls einmal ein Blaublütiger einer solchen die Hand reicht, so hat er es in der Regel auf die Moneten ihres Vaters abgesehen, die ja gar nicht besser angewandt werden können, als zur Ergänzung eines bis auf elnen "verschwindend kleinen Rest reducirten, einst sehr stattlichen Vermögens einer hochadligen Familie. Aber , noch weit seltener ist es, daß ein adeliges Fräulein einen bürgerlichen Mann nimmt, denn b?i dem schwachen Geschlecht ist die Schwäche der Titelsucht noch weit stärker ausgbildct, als bei dem männliche,' wosür - ja die schönen wie reichen und deshalb sehr gesuchten Töchter dieses Landes den schlagendsten Veweis liesern, womit wir jedoch keinesweg? behaupten wollen, daß es nicht auch sehr viele gut republikanisch gesinnte amerikanischen Frauenb und Jungsrauen gebe. Auch John Stuart Mill, welcher sich längere Zeit in Frankreich aushielt, hat die Beobachtung gemacht, daß sich der französische Adel zur Zeit der Republik von . dem zur Zeit der Monarchie durchaus 'nicht unterscheidet, und daß seine soziale Stellung im Großen und Ganzen dieselbe geblieben ist, mag auch der angeerbte Stolz die politische Machlstellung überlebt habend , i Durch den Züsammenbruch derUnion Generale" ist auch der französische Adel in vielen seiner Mitglieder schwer betroffen worden.'. Der .Krach", hat hier und dort grelle Schlaglichter aus die Verhältnis des Adels und das Verhöltniß deffelben zum bürgerlichenStande geworfen. Nicht wenige Angehörige des hohen Adels haben einen beträchtlichen Theil ihres Vermögens eingebüßt, oder sind' 'gänzlich rüinirt worden, so daß sie ihreZuflucht zu Den.pterresdeKraciY nehmen mußten, wie ein Pariser Feuil letonist die in's Pfandhaus getragenen Diamanten und Perlen und sonstigen Geschmeide der von dem .Krach" Betrosfenen nennt. In Folge des .Krach- hat man denn auch eingehender als sonst sein Augenmerk auf die Lebensweise und die Berusvthätigkeit des Adels gerichtet, wobei denn folgende, freilich im Allgemeinen schon bekannte Thatsachen wieder an'S Tageslicht gezogen worden sind. Es ist sehr selten, daß Adelige Handel oder Gewerbe betreiben, während sie eS nicht als unter ihrer Würde erachten, in Aktien zu spekuliren oder sonstige Geld geschäste zu betreiben. Sie besitzen und bestellen Weinberge, aber sie werden niemals Weinhändler. Es macht ihnen keine Unehre, Viehzucht aus ihren Gütern zu betreiben, aber als Viehhändler treten sie nicht auf. Sie dienen in der Armee und in den Bureaux der verschiedenen Regierungsdepartemuit, aber sie bekleiden niemals Stellungenn Comp toirs oder gar in Kaufläden. er französische Adel keine eigenr lichen Handelsgeschäfte' betreibt, so bcfaßt er sich besonders eifrig mit Geldspekulationen. und daher ist es denn auch sehr erklärlich," daß er von dem neulichen KrachbesonderS schwer betroffen wurde. Dabei aber trat eö von Neuem zu Tage, daß derAdklder sich von dem eigentlichen Erwerb fern hält, bei finanziellen Krisen weit schlechter fährt, als die Bürgetlichen', denen kein alberner angeerbter Dünkel und Mne. Vorurtheile im Wege stehen, dnrch redlichen Erwerb die erlit tenen,Vtrlust5wieder gut zu machen. 5 ! i. - ' , m Deutschland und Schwede:,. Die wichtigste jüngste Nachricht au Europa ist die,, daß Jgnatieff behauptet habe, er sei von' einem Vertrage zwischen Deutschland und Schweden unterrichtet.

oan beide Reiche aeac?? Rußland aemein-.Weise

saneCache machen würden, wenn es zum Kriege komme, wofür Schweden Finn land erhalten soll. Das wird, wie die R. Y. Stsztg. mit Recht betont, sich wohl so verhalten. Und ein solcher Vertrag wäre zwecklos, wenn cS nicht Bis marck's Absicht wäre, Rußland von der Ostsee abzusperren also auch Liv, Esthund Kurland anzuschließen. Nur wenn Schweden den sinnischen Meerbusen auf der Nordseite absperrt, kann BisMarck ihn auch aus der Südseite, also ganz für eine russische Kriegeflotte sperren. Und warum plaudert Jgnatiess das aus, während eS schlauer wäre, die Sache sür sich zu behalten, bis Rußland seine Kriegserklärung damit motioiren kann? Dasür kann es kaum ane.: andern Grund geben, als daß er den pansla vischen Fanatismus anschüren will, um dann sagen zu können, er sei von der öffentlichen Meinung Rußland's zum Kriege gezwungen, weil es sich um eine Lebensfrage für das Reich handle. Wenn es nun nach dieser Enthüllung nicht so fort zum Kriege kommen, soll, müffen Deutschland und Schweden diese Nachricht als unbegründet bezeichnen. Tic Tolvsten-Heimaiy. Auch in Betreff dieses Instituts berich. tet General Sturgis, der neue Direktor deffelben, greuliche Mißbräuche an da mit der Untersuchung der Verwaltung desielben beauftragte Senatscomite. Die in der unmittelbaren Nähe der BundesHauptstadt gelegene Anstalt erhält keinen Zuschuß au Bundesmitteln, sondern bestreitet ihren gesummten Aufwand aus Beiträgen der Bundes - Armee, welche. für Offiziere und Soldaten jährlich $1.50 betragen. Von dem Rechte, welches dieselben hierdurch erwerben, eine wohnliche Heimstätte im Alter zu finden, machen nur sehr wenige Gebrauch, da die immerhin bedeutenden Einkünfte der Anstalt fast cusschließlich dazu verwendet werden, den Mitgliedern des Directorenralhes völlig unberechtigte Vortheile und der .Flaute Volee" von Washington einen glänzenden Park sür ihre Spazierfahrten und Spazierritte zu verschasfen, während die Invaliden in elenden Baracken untergebracht und aus das Dürftigste unterhalten werden. Das schön gelegene Grundstück wurde durch Verausgabung von mehr als $300,000 in einen großen und prächtigen Garten verwandelt, indem ein künstlicher See, elegante Brücken, kostbare Gewächshäuser, nichts aber für den Eomfort der alten Offiziere und Soldaten vorhanden ist, so daß sogar ein Billardzimmcr, eine Kegelbahn und ein leidlich ausgestattetes Lesezimmer fehlen. Der Gärtner ist ein tüchtiger Mann, zieht in den Treibhäusern die herrlichsten Pflanzen, aber alle Blumen und Blüthen werden an die drei Eommissäre, Gene ralarzt Barnes, Generalcommiffär Mae frely und Generaladjutant Drum in wöchentlich wiederholten Sendungen nach Washington geliefert; nur ausnahmsweise fallen ein paar Blumen sür die alten Soldaten ab. Daffelbe gilt von der in der Heimath vorhandenen Milchereiwirthschaft. Die Eommiffäre haben sich aus ihren Mit teln Kühe gekauft, diese aber werden in der Anstalt gesüttert und sonst auss Be sie verpflegt, ihre Producte wandern in die Haushaltungen der Eommiffäre, die Soldaten haben auch hier das Nachse hen und das schließlich in der Anstalt gemästete Vieh wird zu hohen Preisen verlaust und der Erlös kommt den Eommiffärcn zu Gute, die, um tyr Sache einen Schein Rechtens zu geben, den Ankauf der Thiere bestritten haben. Ein fernerer Mißbrauch ist, daß die Eommis sare vornehmen Leuten und deren Fa milien in Walbinaton das eleaante Hauptgebäude der Anstalt als billigen Sommerauscnthalt zur Verfügung stel len, lekteres zu diesem Zwecke elegant Herrichten, mit kostbaren Möbeln, ja so gar mit. Tischwäsche und Servicen ver' sehen laffeu, während die alten Solda ten, aus deren früher geleisteten Beiträgen das ganze Institut erhalten wird. allen Eomfort, den sie bezahlten, nur aus der Ferne bewundern dürfen. Gen. Sturgis meint am Schluffe seines Be richts: Die Zustände in der Soldaten Heimath seien eine Schmach für das Land, obwohl das Institut dem Lande nichts koste und cme unmittelbare und directe Beraubung des Fond durch die Beamten sich wenigstens rncht nachwei sen lasse. Viele der aus Westpoint hervorge gangenen Osficiere unserer glorreichen Armee versuchen, sich die Eigenthümlichv. . e is r. reuen oer preuicyen ssiciere anzueig nen. In läppischen Aeußerlichkeiten mag lhncn b;c5 gelingen, aber rn Deutsch land würde die Standesehre die Ossi eiere davon abHallen, eine von Solda ten erhaltene, auf Gegenseitigkeit beru hende Altcrs-Versoraunas' und Krank Hcits-Vcrsicherungs-Anstalt in ähnlicher Wei e zu mißbrauchen. Bei vielen un serer Junker Standesehre wie heußt? Die hydraulische Goldgewinnung. Große Waffcrmaffen mit großem Drucke sind eine Lebensbedingung der modernen Goldwäschereicn. Daß Waffer dient nicht allein dazu, daö Gold, sowie die Edelmetalle überhaupt von dem letch teren Gestein zu trennen, und so das zu versendende oder zu schmelzende Erz werthvollcr zu machen, zu .coneentrl rcn", sondern wird jetzt auch dazu be nutzt, ganze Erd-, Sand- und Kiesel lager sortzuschwemmen, um zu den tiefer liegenden, .reicheren Lagern zu gelan gen. Die letzteren werden dann eben falls durch starke Wafferstrahlen cufge schwemmt und direkt in die eigentlichen Wäschereien gefuhrt, die m der Haupt fache aus künstlichen Wasserströmen be stehen, in denen sich das Gold vermöge seiner specifischen Schwere zu Boden setzt. Gleichzeitig trennt und theilt der Wasserstrahl die zusammenhängenden Klumpen, so Dan, die metallischen Gold körner sich von ihrer Umgebung loslö sen. Ein wohlgerichteter Wasserstrahl von aenügender Krast Verrichtetaus diese

die Arbeit von 100 Männern,

wäscht ganze Hügel bis auf ihre' Basis weg und lagert die aufgewühlten Maffen an höher gelegenen Stellen mit Hülse von WasserstrahlEjectoren" wieder ab. In Californicn sind großartige Anla gen gemacht worden, um während der nassen Jahreszeit das Wasser an gecigneten Stellen zu sammeln und an die Arbeitsplätze zu leiten, so daß man auch während der trockenen Jahreszeit arbei-j ten kann. Manche dieser Waffer-Re servoirs bedecken einen Flächenraum von 50 Quadratmeilen, und manche Leitun gen haben eine Länge -von 100 Meilen. Da es wünschenswerth ist, daß in der Leitung am Arbeitsplatze ein möglichst hoher Druck herrsche, so hat man die Reservoirs auf Hochplateau'S oder in hoch liegenden Thälern angelegt, wobei nur wenig Rücksicht aus die Zuzänglichkeit genommen worden ist. ' Die Leitungen bestehen aus offenen Gräben, oder aus Aquädukten aus Holz, Stein oder Ei sen, öder endlich aus schmiedeeisernen Röhren. Kurz vor den Arbeitsplätzen kommen immer Röhrenleitungen in AnWendung, nachdem man vorher die Gräben oder Kanäle auf den höchsten Punkt in der Umgegend geleitet hat. Bei sehr langen Leitungen werden Zwischen Ne servoirs angebracht. Die Wirkung des Wasserstrahls hängt von dessen Geschwindigkeit ab. und deß halb sind die Röhren an der Arbeitsstelle so geleitet, daß der Druck des Waffers ein möglichst hoher ist. Am Ende der Leitung befindet sich das Mundstück, welches sich nach allen Richtungen ver tikal und horizontal drehen läßt, um den Wasserstrahl nach Belieben dirigiren zu "können. Das von dem Wasserstrahle weggewaschene und zerkleinerte Erz wird sodann zum größten Theile noch nach dem alten Auöwasche-Verfahren behandelt; hierbei kommt es weniger auf hohen Druck, als auf das geeignete Gefälle an. Zu , ftark.es . Gefällt würde Goldkörner chen mit fortreißen, zu schwaches unedles Gestein zurücklassen. Das Amahamir verfahren, bei welchem man das Gold mit Quecksilber verbindet und letzteres später abdampft, wird mit dem Wasch Verfahren nur dann combinirt, wenn die im Erze befindlichen Goldkörner be sonders klein und platt sind. Calisor nien producirt viel mehr Quecksilber, als es verbrauchen kann, im vorigen Jahre 60,851 .Flasks", jede von 76,5 Pfund Gewicht. Hiervon erportlrte eS 4ii,799 Flaschen; der Preis schwankte vorizes Jahr zwischen 36$ und 414 kents pro Pfund. Ein Traum. Die Frau des Postmeisters John Pale n Staplcton auf Long Island erwachte n Folge eines beängstigenden Traumes n der Nacht vom Sonntag zum Montag gegen 12 Uhr aus dem Schlafe; sie hatte ihren Mann ganz deutlich todt in der Straße liegen sehen. Sie weckte ihre älteste, siebzehnjährige Tochter und erzählte ihr den Traum. Aengstige Dich nicht, Mama, Du weißt ja, Papa arbeitet oft bis sruh m seinem Bureau und er hat uns so oft gesagt, wir sollten ja nicht ängstlich sein, wenn er spät heim käme." Die Mutter konnte sich nicht beruhigen, sie weckte die übrigen vier Kinder, empfahl ihnen, für den Papa zu velen, oem ein Unglück drohe, und kleidete sich hastig an, nach ihrem Manne zu suchen. Eben wollte sie das HauS verlassen, da trat ihr der Hausarzt der Familie, Dr. Feeny, ent gegen und theilte der Aermstcn auf die Frage: .Was ist es mit meinem Manne?- so schonend wie möglich mit. derselbe sei soeben in der Nähe seiner Wohnung aus der Straße todt ausge funden worden. Der Postmeister hatte die Post-Ofsice gegen Mitternacht verlassen, hatte die ungewöhnlich starke Postkasse an sich ge nommen, war aus dem Heimwege sur ein paar Minuten in ' eine Wirthschaft getreten und wurde seitdem nicht wieder lebend gesehen. Kurz daraus sah ein Schwager des Postmeisters einen Mann an der Straße liegen, hielt diesen sür einen Betrunkenen und hielt sich, da er durch etwaige Fuhrwerke nicht beschädigt werden konnte und die Rächt nicht kalt war, nicht bei demselben auf. Später passirte LouiS Taylor dieselbe Stelle, sah den Mann, glaubte, es sei ein Räu bcr, der sich nur krank oder betrunken stelle und denjenigen, der ihm etwa zu Hülfe kommen würde, niederschlagen werde, und ging m großem Bogen vo über. Doch es kam ihm der Gedanke, es könne doch möglicher Welse ein Mensch sein, der der Hülse bedürfte, und er kehrte zurück. Bei der Flamme emeö Schwe felhölzchenS erkannte er den Postmeister, holte Hülfe, und die Leiche wurde in eine in der Nähe befindliche Billardhalle ge schafft. Dr. Feeny wurde geholt, ent deckte an der Stirne des Todten ein Loch, wie eS wahrscheinlich durch Auf schlagen aus einen spitzen Ziegelstein im Trottoir veranlaßt worden ist. Sämmt liche Werthsachen und die bedeutende Geldsumme in den Kleidern wurden- un berührt vorgesunden, und die Annahme emer Gewaltthat ist hierdurch ausge schlössen. Der Arzt denkt, daß der in glücklichster Ehe lebende und sich allge meinster Achtung erfreuende 46jährige Mann an cmem Herzschlage gestor ben ist. DaS erste (?rsc) einen in Druck. Longfellom, welcher jetzt durch den Tod den Leiden, welche ihm seine letzte Lebenszeit brachte, und seinem ersoig und segensreichen literarischen Schassen entrückt ist, pflegte ost seinen Freunden gegenüber davon zu sprechen, welche Freude es ihm gemacht habe, sich zum ersten Male gedruckt zu sehen. Nichts Anderes, sagte er, habe ihn in eine solche erhobene Stimmung versetzt, und niemals habe er eine solche frohe Besriedigung empsunden, wie in dem Augen blicke, da er, das Blatt öffnend, an we! ches er mit Zagen und Bangen sein Manuscript gesandt hatte, in demselben seine Arbeit abgedruckt sah, um von

.aunoen gcen zu wii. . v r. eis...;. o ... c ff j i

an incjc cuu.'g ühiuuw ' .tl ? t. .c;i I inupji ein vcilllili mscher JournattZl Bemerkungen astisch thätig wird dieses GcsüHl, welches Longsellow schildert, an sich selbit empfunden haben. Dieses erhabene Gesühl stellt sich aber in dem Leben eines Autors nur einmal ein, aber die Erinnerung daran schwindet niemals. Und was sür Vorahnungen es wach rust, welch' hohes Gefühl. von eigener Bedeutung es erregt! Wie we Nlg ahnt derjunge Schriftsteller die alte Gletchgultigkett, mu welchem sein erstes, gedrucktes literarisches Produkt gelesen und möglicher Weise auch nicht gelesen wird. Aber es ist sein Alles, und warum sollte es das nicht auch sür Alle sein ? Es wurde sehr grausam sem, dieFreu den der ersten literarischen Vaterschaft zu zerstören Es mag da viel Falsches mit unterlausen, aber es ist sicherlich em Freudenrausch, der einem Jeden wohl zu gönnen ist, zumal da die Ernüchterung ich doch früh genug einzustellen pflegt. Denn man empfindet nur zu bald, wie unwichtig und unbedeutend das Ereign niß an und für sich war. Bei emer Fortsetzung der publizistischen Thätigkeit, wird man bald sehr gleichgültig da gegen, sich gedruckt zu sehen, gerade so gleichgültig, wie es das Publikum ist. Aber kein literarischer Erfolg gewährt dem Dichter oder Schriftsteller eine so hohe Befriedigung als die erste Publika ion; mag dieselbe auch eine voruberge hende sein, die sich ebenso wenig wieder holt, wie der erste junge Liebestrnum. Die Ttervlichkttt in N w York. Dieses Thema ist wiederholt, auch von uns, besprochen worden. Aber die neuesten Berichte weisen wiederholt so ungünstige Resultate aus, daß es noth wendig erscheint, daß die Legislatur des Staates, cic städtischen Behörden und die Aerzte der Angelegenheit ein viel größeres Interesse widmen, als seither geschehen ist. Im Jahre 1880 kamen in New Vork auf tausend Bewohner 26.48, im Jahre 1881 31,08 Sterbefälle. Lon don weist im Jahre 1880 22,14, Großbritannlen 22,7 Todesfalle auf tausend Personen nach. Daß Noth und Elend die Bevölkerung von London in größe Maßstabe dccimiren, als diejenige von New Z)ork, bedarf keines besonderen Nachweises ; auch die Einwanderungs Verhältnisse und die Fluctuation der Be völkerung erklären die Sterblichkeitszif ser von New Z)ork nur zum Theil. Es muß sonach ein unbekannter Feind am Leben der Bewohner unserer Metropolis zehren. Die 48 nächitgrößten Staute der Union haben eine durchschnittliche SterdltchkeUSzisser von 20,8 Promille. Nur sechs Städte innerhalb der Verein. Staaten zeigen nach dem letzten EensuS berichte ein noch ungünstigeres Resultat als New Z)ork und zwar eine Stadt im Osten, Fall River in Massachusetts und fünf Städte im Suden: .Richmond, Selma (Ala.), Savannah, Chrleston und Memphis. Gleich alarmirend ist das Veihältmn der Todesfälle zu den Geburten in New ZZork. 1881 betrugen die ersteren 38,624, die letzteren 26,130. Im Januar dieses Jahres starben 3.4O3 Menschen und wurden 2,273 geboren und im Fe bruar stehen 3,2!)3 Todesfälle 2,092 Geburten gegenüber. In London starben in 1881 81.128 Personen, während 132,173 menschliche Wesen das Licht der Welt erblickten. Die Kinder einer öffentlichcn Schule in New Jersey wurden von Edison zu einer Fahrt auf dessen elektrischen Eisenbahn in Mcn'.o Park eingela den. Die Einladung wurde bereit:?:!ligst angenommen, und machte. dt itahr! den Kindern augcnschcinliH grcs'.'Z Äcraniigen. . ;. . ; . Oom Jnlande. . DerSchweizerBnndesrath veröffentlicht,, daß die "Auswanderung ans der Schweiz 10.935 im Jahre 1881 betragen habe, gegen 7,255 und 4,288 in den beiden Vorjahren. Sie kam fast nur aus der deutschen Schweiz ; die französischen Schweizer wandern ebenso selten aus, als dieStammverwandten in Frankreich. -. . Unter den S tuden ten der Wesleyan University giebt es 16 Mädchen, von denen jede mehr als die durch schnittlichen Leistungen zeigt, während mehrere nahezu am höchsten sich auszeichnen. Ein Un ter suchung S-Comite der New Jorke? Baumwollen-Börse versichert, daß der Betrug mittels San des, der in den, Cotton-Ballen gesunden worden sei, im Jahre 1881 ganz unbedeutend gering gewesen sei.' Wenn also über diesen Betrug nicht-blinder Lärm in England geschlagen worden ist,' so ist fast der ganze beigemischte Sand zufäl lig nach England gekommen. 40.000 Acker Landes s i n d für eine italienische Colonte m Aikattsas angekauft worden. Etwa 1000 Italiener sind schon dort, und andere werden .erwartet, welche meist aus dem südlichen Tirol kommen und Ackerbau treiben sol len. u ' Nelson Hutchins v o n B r o ckton. Mass.. las im Wetterbericht 'seiner Sonntagszeitung, daß vor Sonntag m . Cl .-. . , T AacylS ein yicgen ivmmrn wuroe. ein Dach war eben behuss Ausbeuerung ab gedeckt und er repariite es den Sonntag übe?.' Er wurde wegen Enthciligung des Sabbaths- verklagt; der Richter aber entschied, er habe em 'Wen der Nothwendigkeit" ousgesührt und entließ ihn. . x :-. . . . . " Gen. Hewson, ein canadischer Stumpredner" wurde von Sir John McDonald zu einem politischen Wahlfeldzuge angeworben, und zwar unter dem Versprechen, daß er seine Auslagen vergütet, und ein Amt von tz2,000 daö Jahr bekommen sollte. lJn llanad., also ist die berüömtc britiicke

i cuaiiiuj.uniKiia- idk nuej niuj , unuc:n puj Amtit. Der Ant ver trieb iw ein

: .Jeder, der publi. m Baar abfand. iWirthshause erprobte. Ein heftiger ist oder,cmals gewesen ist, Dem verstorbenen ! tf, t c r hnnfnN nh ein srtßricMß tinn itt.

. pi OX r Vfr:, .ts, ;n s) .. Zk t .. - v : . k?t

wiwuuuHiicüiäi uuu;.,ia uic oiu, .j r r - f . ! . i. ni . d 'jti. s Lonafcllow wurde viermal ein Gesand schastsposten angeboten, das letzte Mal von Präsident HaycS. Longsellow wies aber alle Offerten dankend ab. General Grant wird auch in der bevorstehenden Saison, wie er es früher that, zu Long Branch ein großes Haus machen. I m E o n g r e ß wird j e tz t da rauf gedrungen, daß der Versendung von Circularen der Louisiana Lotterie" durch die Post ein Ende gemacht werde. 'Alle Original - Manu scripte Longfellow's, Poesie wie Prosa, sind von dem Dichter selbst aufbewahrt und zu mehreren Bänden vereinigt worden. Zu Chicago ist neulich im 87. Lebensjahre Henry B. Myer, der Vaterdes verstorbenen Chcss desWetterbureaus, General Myer's, aus dem Leben geschieden. Derselbe soll der ursprüngliche Erfinder der Schlaswaggons gewesen sein und sein Patent an Sena tor Wagner verkaust haben. Kurz vor seinem Tode beschäftigte er sich mit der Konstruktion eines Waggons, welcher bei Feuersgefahr den Eisenbahnpassagieren Sicherheit gewähren sollte. An der nördlichen Pacific bahn und zwar im Territorium Mon tana sind zur Zeit über 10,000 Arbeiter beschäftigt. Die Geheimnisse des KeelyMotor" sind trotz des gerichtlichen Vor gehens derjenigen, welche dem großen Ersinder" das nöthige Geld im Ge sammtbetrage von ungefähr $150,000 vorgeschossen und zur Förderung der Vollendung des vielbesprochenen Mo torö eine Aktien Compagnie gebildet haben, nicht enthüllt worden. Die Aktionäre hätten freilich gar zu gern ge wußt, od John W. Keelcy überhaupt Erfindungsgeheirnnifie besitze, oder ob die ganze Motor - Geschichte nichts a!S ein leeres Hirngespinnst, eine Chimäre, ein niederträchtiger Hum bug sei, um Gewißheit darüber zu erlangen, ob sie ihr theures Geld weggeworfen hätten, oder ob sie die Hoffnung hegen dürften, daß sie nach der Fertigstellung des Motors reiche Dividenden ernten würden. Deshalb mach ten sie gegen Keely einen Prozeß anhängig, um ihn zu zwingen, seine Maschine, wenn eine solche überhaupt vorhanden sei, entweder zu ihrem Vortheil in Thätigkeit zu setzen, oder die Geheimnisse seiner vielleicht nur in der Theorie bestehende Erfindung bekannt zu machen. Der Prozeß wurde jedoch aus Antrag des Anwalts des Verklagten abgewiesen, und der Richter erklärte, es gebe durch aus kein Mittel, um die G:heimnisse aus dem Hirn des Erfinders herauszuholen. Die Kläger werden sich aber hiermit nicht zusnedcn geben, sondern die Sache vor eine höhere Instanz bringen. In Lynn, Mass., der Schuhmacherstadt", hat sich an Stelle der auf gelösten .Kmghts os St. Criöpm" eme neue Arbeiter Verbindung unter dem Namen Lasters' Union- gebildet, welche als Princip adoptirt hat, allgemeine Ar beitscinstellungcn zu vermeiden, den Ar beitern es zu überlassen, mit ihren Arbeitgebern über Lohndifferenzen ohne Rucksicht aus andere Arbeiter zu verhan deln, diese Verhandlungen aber nicht persönlich, sondern dnrch den Vorstand der Umon zu fuhren und eventuell aus stehende Arbeiter ziu unterstützen. An dere Arbetterkreise m Lynn haben das selbe Princip in ihren Vereinigungen acceptirt, sind aber nicht 'so gut organisirt, wie die Schuh uud Lelstenmacher. In Cambridge, Mass., dem Wohnorte Longsellow's, ist bereits da von die Rede, dem verstorbenen Dichter ein Denkmal zu errichten, und zwar auf dem vor dem nunmehr verödeten Hause des Dichters befindlichem sreien Piahe, über welchen hin Longsellow Ausschau in die schöneLandschast, namentlich nach dem Charles River hin, zu halten pflegte. General Grant wurde eingeladen, der neulichen irischen MassenVersammlung in New Pork beizuwohnen. Er lehnte die Einladnng jedoch ab. da er behindert sei, erklärte aber, daß, wenn er Präsident wäre, er aus eine sofortige. Prozessirung der im Auslande gefangen gehaltenen Amerikaner dringen würde.. DaS Familien-Begräbniß der Familie Bremer ist das älteste auf dem Allegheny-Friedhofe bei Pittsburg. Pa. Als der alte und sehr wohlhabende Charles Bremer vor mehreren Jahren starb, fand man in seinem Testamente die Bestimmung, daß nach ihm blos noch ein Mitglied der Familie in der Grust beigesetzt,' letztere dann verschlossen und daß der, Schlüssel in den Fluß geworfen werden Zoll. Dieser Tage starb eine Nichte des Testators, Fräulein Lizzie Hern ;. sie kam in die Grust und hieraus wurde Brewer's , letzter Wille pünktlich und buchstäblich ausgeführt, Ei n e T och t e r d e s früheren Präsidenten Johnfon bewirthschaftet in Texas, unweit Albany, eine Farm mit großem Erfolge und' hat es dabei bereits zu einem nicht unbedeutenden Vermögen flebrachiv ;. , Dom LluSlanöt. .Herr Do ktor,ich hab' was ic Siegen !" Mit diesen Worten trat vor wenigen Tagen der Fabrikarbeiter Anton Nater in Mährisch-Augezd vor den dortigen Arzt Herrn Franz Flachsei und klagte ihm, vaß mit seinen Verdau ungs-Organen, die schier vierzig Jahre hindurch ihre Verrichtungen bestens vollführten, feit fünf Tagen .plötzlich , eine Veränderung vorgegangen sein müsse. Vor süns Tagen sei er, von der Nacht arbeit ermüdet, am Morgen in einen Strohschober gekrochen, um ein Schläfchen zu machen, da sei er plötzlich durch Athembeschwerden und durch einen hcsti gen Magenschmerz geweckt worden ; seit

irng.eal)r folgende' klagen, woraus 5-!?oI)n ihn mit 52i0) Brechmittel. clcheS Rat im nächsten

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'"eser Zeit sei ihm nicht rtcht woyl ; der , 1 . . '

irj;aqen UtmCHC idN und es Hm ihM N o J ' sall und eine H( lerer Grie siel zum Entsetzen aller Anwesenden aus seinem Munde! Das niedliche Nagethier war ihm wahrend des Schlafes durch den Mund in die Speiseröhre gekrochen und süns Taqe und mehrere Stunden lang im Leibe geblieben. JnFrankfurt a.M. erhängte sich vor ein gen Tagen im Cafe Rompcl eine stadtbekannte Persönlichkeit Hirsch aus Heddernheim". Einem Bekannten theilte er 5urz vor seinem Tode seinen Entschluß in einem Briese mit. in wel chem es u. A. heißt : .Ich Hirsch Flörsheim von Heddernheim ! Von 1848 biZ 1882 habe ich Loose in allen Wirthschasten verkauft, um meine Familie von sie ben Personen zu ernähren. Ich brauche alle Woche 24 M. sür Lebensmittel und die Woche 8 M. sür mich. Dabei hab' ich 1150 Gulden abbezahlt an Herrn . 3 für das Haus, das 2L00 Salden gekostet hat. 895 M. hsbe ich ausste hen. Ich kann Niemand verklagen. Ich habe KlassenStcuer. Gebäude-Steuer, Brandsteuer, Gemeindesteuer, Kultus steucr und Schulgeld bezahlt. Ich nehme Abschied bei Familie, Schwestern, Ver wandte und bei alle Bekannte. Weil ich kein Geld mehr habe, deshalb habe ich mich erhängt. Nehmen Sie sich meiner armen unglücklichen Familie an." Die polnischen Blätter enthalten eine angeblich authentische Nachricht, wonach die preußische Regierung in einem als vertraulich" bezeichneten Circular die preußischen Offiziere polnischer Nationalität aufgefordert hätte, in rekommandirtcn Schreiben umgehend mitzntheilen, ob und inwieweit sie der russischen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind. Bei dem Bürgermeister amt in Speyer ist eine Erbschastöaufforderung aus San Francisco in Ealisor nien eingelaufen, wonach Erbberechtigte eines dort gestorbenen John Witter oder Witterker auch Wittiler oder Watter zur Inempfangnahme von dessen etwa 7000 Dollars betragendem Nachlaß aufgefordert werden. I n dem Tabaksmono Polsentwurf, welcher auch der badischen Regierung, den badischen Handelskam mern und kandwirthschastlichen Vertre hingen zur Begutachtung zugegangen ist, werden folgende badischen Bezirke als solche bezeichnet, in denen der Tabaks bau von Reichswegen gestattet ist : die Amtsbezirke EttenHeim, Breisach, Em mendingen, Freiburg, Lahr, Kork,Offen bürg, Karlsruhe, Bruchsal, Durlach, Achern, Bühl, Mannheim, Schwetzingen, Weinheim, Heidelberg, Eppingen, Sinsheim. Wiesloch und MoSbach. In der zweiten Kammer hat der demokratische Abgeordnete Schneider, unterstützt von 27 Abgeordneten aller Parteien, darunter Kiefer, Schoch, Bär, v. Feder, Wa cker, Edelmann Klein u. s. w., einen Antrag eingebracht, die Kammer wolle an den Großherzog petitioniren, er möge dieselbe anweisen, daß die badischen Bundesruthsbevollmächtigten mit groß ter Entschiedenheit gegen die Einführung deö Tabaksmonopols protcfliren sollen. Der Antrag wird ohne Zweifel mit großer Majorität angenommen werden. Dieübertriebcn e n t h usiastische Aufnahme, welche Mich. Munkacsy in seiner Heimath Ungarn gefun den hat, wird von Aibert Wolfs im FU garo" mit Recht verspottet. Einen Maler von Talent haben wir ihnen hin geschickt, einen Gott schicken sie uns zu' rück,". klagt er spöttisch und erzählt dann u. A. folgende reizende Anekdote. Munkacsy sitzt eines Abends iu Pest in einem Concert. Nach tcm Vortrag einer Becthoovcn'schen Symphonie fragt ihn sein Nachbar, ob er auch musikalisch sei. Gewiß, erwiderte derMalcr. Welches Instrument spielen Sie denn V Ich p seife." Mit der Schnelligkeit eines elektrischen Funkens verbreitete sich die Neuigkeit im Saale. Das Publikum ist außer sich, es will Muncacsy pfeifcn hören. Endlich sügt sich der Maler dem Wunsche der Menge, steigt auf einen Sessel und Pfeift eine ungarische Rationalmclodie. Frenetischer Applaus folgt seinem Vortrage, die Damen schluchzen vor Rührung und Franz Liszt zieht Zllunkasy auf seinen Schooß, umarmt ihn und küßt ihn. Man rcale sich dieses Bild aus, es wäre wahrhaftig ergrcifend, wenn es nicht gar so surch'.ba? lsmisch wäre. Brüssel, 15. März. Welche Unruhe sich Leon Peltzcrs nach vollbrachter That am 7. Januar bcmächtigt hatte, beweist die Irrfahrt bis zu seiner Verhaf:ung. Von hier ist er unSchst nach Paris gefahren, von da nach London, wieder nach Paris, abermals nach London, sodann über Paris nachStraß durg, wo er am 16. Januar die Briefe geschrieben hat, die am selben Tage noch in Basel Hieher und nach Antwerpen zur Post gegeben wurden. Von Basel ist er nach Bordeaux und MarftiLe gereist, sodann nach Wien und von da über Bremen nach Köln. Am 5. d. hier cingitroffen, ist er sosort über Mastrichi nach Düsseldorf geflohen, dann am 7. wieder nach Köln gekommen und dort verhaftet worden. Die Pariser m e d i z : n ische Facultät hat, mit Hülse der auswör tigen medizinischen Gesellschasten und der statistischen Anstalten der verschiedenen Länder, die Gesammtzahl der in allen civilisirten Ländern lebendenAerzte ermittelt. . Dieselbe beträgt 182,000. Im Verhältniß zu seiner Bevölkerung zählt Frankreich die meisten Aerzte, nämlich über 26,000. In keinem Lande beschäftigen sich die Aerzte wahrschein lich aus Mangel einer ergiebigen Praxis so viel mit Politik als m Frankreich. Die Deputirtenkammer' zahlt derselben allein 44 unter ihren 547 Mitgliedern. Im Senate, in den General-, Bezirks und Gemeinderäthen Frankreichs sitzen zusammen 6700 Aerzte. Von den Z 182,000 Aerzten giebt es 12,000. welche