Indiana Tribüne, Volume 4, Number 203, Indianapolis, Marion County, 5 April 1882 — Page 2
Indiana Hnöüne. TägUHe- und Ksnulagsansgsö.
Office: (28. JDlcivare j&iv -1 jKit;retl pwhi1-c1:h.$ matter at t iio yoßtotlice at Intli.in:i)oHs. ImiVi.hii:i.) Abcmmncnis-rcijc : rSAlich.Asjjabe.. : . . . -12 HU. ttr ei)t. SenntagZauZade Ct. pkruinnicr. Dcide zusammen 1 ft St, vcr oAf . Das Taqblstt erscheint tUii Vm&mttag um 14 Uhr. Dls Sonngsa'.tZ.ialerscheint deS MorgeNS. Tribüris Pnblisliing Company. Indianapolis, Ind.. 5. April 1832. Chieago'S &6nil&cU " Eine erfreuliche Erscheinung ist es wahrlich nicht,' daß es in einer StcM wie Chicago, die sich in rnanchenBeziehungen mit Recht die Königin deZ Westens" nennt, an Schulräumlichkeiten mangelt. Dieser Mangel ist ein solcher, daß eine nicht' unbedeutende Anzahl der im schulPflichtigen Alter' stehenden Kinder nur in beschränkter. Weise der Wohlthat des öffentlichen Unterrichts theilhastig wird, indem'.sie nur während der einen Halste der für den öffentlichen Unterricht festgeeshten Tageszeit die Schulen besuchen, weil es eben an Schulgebäudcn oder in den bestehenden Schulgebäuden an Platz fehlt, um die Kinder alle zu gleicher Zeit unterbringen zu können. Wie gesagt, eine erfreuliche Erschei nung ist das keineswegs, sondern muß einen Jeden um so unangenehmer bcrühren, je mehr man sich für das Schulwesen interessirt, und je mehr man in einem den Ansorderungcn der Zeit völlig entsprechenden Schulwesen die einzige Basis nationalen Gedeihens und natio nalen Fortschrittes erblickt. Uebrigens steht Chicago in der angeführten Beziehung durchaus nicht allein da, denn ähnliche Klagen werden in die len Städten unseres Landes laut. Es ist da eine. Schmach und Schande für unser reiches Land, für das amerikanische Volk, das sich auf sein Schulwesen, in mancher Beziehung freilich nicht mit Unrecht, so gern etwas zu gute thut. ES ..sollten aber nicht allein genügende Räumlichkeiten für Schulzwecke vorhan den "sein, ' foädern diese Räumlichkeiten sollten, was Licht, , Ventilation und SU cherheit betrifft, wahre MusterNüumlichkeiten sein; in'welchen sich die jungen Menschenpflanzen" gesund an Leib und Seele entwickeln können und nicht wie häringe eingepöckelt werden. Und wenn man än'dks gewiß wahre Wort Mens sariä 4in corpore sano" glaubt, so sollte man diesen Glauben dadurch be-thStigen,.-daß.man in räumlicher und gesundheltlicher Beziehung wirklich vollkommene Schulgebäude aufführt. Es liegt jedoch keineswegs in unserer Absicht, über das öffentliche Schulwesen Chicago's den Stab zu brechen. Mit Freude 'ersehen wir vielmehr aus dem vorliegenden Jahresberichte des Prasi denten. des dortigen Schulraths, daß man in Chicago hinsichtlich des Schul wesenö in dem letzten Jahre keine geringen Fortschritte gemacht hat. Um dieS zu beweisen, wollen wir aus jenem Berichte nur Folgendes mittheilen: ES giebt an den öffentlichen Schulen Chicago's ; 60 Principale (Oberlehrer), von welchen 21 Grammär-, 3 Primärund 3 sogenannten Hochschulen vorstehen. Diesen steht ein Lehrer-Personal von 893 Personen zur Seite. Von diesen unterrichten 30 in den sogenannten Hochschulen, 865 in den Grammärund Primär-Schulen nnd 3 in den Spezialfächern. Die Cchülerlisten wiefen in dem vergangenen Zahre 64,141 Namen auf, was im Vergleich zudem vorletzten eine Zunahme von 9,579 ergiebt. EL wurden in dem letzten Jahre acht neue Schulgebäude errichtet, in welchen 6604 Schüler Platz fanden. Es sind jedoch noch fünf weitere .Schulgebäude im Bau begriffen, in welchen 3591 Schüler untergebracht werden können. Die Zahl der Kinder welche wegen Mangels an Räumlichkeiten entweder nur des Vormittags, oder desNachmittags die Schule besuchen können, beläuft sich aus 6663. A Lehrergehältern wurden im letzten Jahre $638,652.78 ausgezahlt, was eine Zunahme von 562,560.94 im Vergleich zum vorletzten Jahre ergiebt. Im Ganzen ieliefen sich die Einnahmen der Schnlbehörde aus $1,261,565.33 und die AuöMn auf $1,129,829.17. Zum .Schluß wollen wir noch mittheiledaß'dle Zahl der deutschen Unterricht genießenden jungen Chicagoer sich auf4327-beläuft,' welche von dreißig Lehrern unterrichtet werden. Hoffen wir, daj sich die Zahl der deutsch lernenden Schulkinder in Bälde verzehnfacht ! T. ,., - .' - . ,1k . , . W. Daö 5ZttdreB!onument. In der Nacht vom Freitage zum Samstage befanden sich mehrere Farmer auf dem Heimwege von einem Ballfeste, das; ein deutscher Verein in dem Weiler Tövpän N. I.,. veranstaltet hatte. Pköjlich. erfolgte, eine Detonation, deren SYalldie' Pferde scheuen und die Leute glaube machte, ein Theil der Ver. Staaten sei, in die Lust gesprengt, oder ein 'Eihbeben rüttele an unserer Terra, firma' Der "anbrechende Morgen ent hüllte, daß man , das vor Kurzem durch theilveise Zerstörung der Jnschristen beschädigte 'slndre-Monument trotz deffen unausgesetzter Bewachung durch NitroGlycerin zu beseitigen versucht hatte. Nur ein Theil des Piedestals wurde zerstört und schleuderte seine Bruchstücke bis indle unmittelbare Nahe des Fleckens und vor die Thüre des Stürmischen Gasthauses) ; Ein anständig gekleideter Fremder,, der nach dem. Wege nach .TraytorS Hill" gefragt und ein in
Wachspapier eingehülltes Paquet unter dem Arme getragen hatte, ist im Verdachte der Thäterschaft. Herr Field in New Z)ork theilte einem Berichterstatter mit, er habe.beabsichtigt, ein hübsches, im Style einer MemorialHalle gebautes Gebäude auf jenem ma lerisch gelegenen Hügel zu errichten und in solchem Erinnerungszeichen an unsern Unabhängigkeitskampf zu sammeln und aufzustellen, er werde sich aber wohl hüten, dies zu thun, nachdem ihm die An griffe gegen das Andre - Monument ge zeigt hätten, daß das Volk die Worte Washington's über den ehemaligen britischen General - Adjutanten. deffen That selbstverständlich ein Verbrechen gegen die Ver. Staaten, aber durch den Tod am Galgen gesühnt sei, vergessen habe und das Audre-Monument als ein Verbrechen gegen den Patriotismus betrachte. Es sei die Zeit noch nicht ge kommen, welche die Inschrift an dem Denkmale zur Wahrheit mache: .Errich tct zum Zeugniß jener Gefühle, welche hundert Jahren nach dem Kampfe die amerikanische und die englische Nation al n Nasse, Sprache und Religion eng uciv.utocn vereinigt hab:n." Unser Schwein hat. wie bereits durch den Telegraph gemeldet wordcn,Dank den eifrigen Bemühungcn seiner amerikanischen und fran. zösischen Freunde, zu welch' letzteren vor Allem Herr Chotteau gehört, endlich ei ncn definitiven Sieg in Frankreich errungen. Aus Furcht, daß Amerika zu Gunsten seines aus Frankreich durch ein Regierungs - Dekret ausgeschlossenen Schweines Repressalien ergreifen und die Einsuhr des französischen Weines und anderer Export-Artikel Frankreich's verbieten könnte, haben die Herren Fran zosen klein beigegeben, und durch einen kürzlich von der Deputirtenkammer an gekommenen Beschluß ist jenes Dekret der französischen Regierung aufgehoben worden und die Einsuhr unseres herrli chen Schweinefleisches in allen Formen und Gestalten wieder gestattet. Es ist nun aber die Pflicht unserer Pork-Packer" sich selber und den amerikanischen Schweinezüchtern diesen Erfolg zu sichern, was sie aber nicht thun würden, falls sie diesen glänzenden Sieg in einer unüberlegten Weise auszubeuten suchten. Sie müffen sich daher der größten Sorgfalt nd Vorsicht Hinsichtlich des zu exportirendcn Schweineftei sches befleißigen. Sie müffen das Fleisch aus daS Sorgfältigste untersuchen lassen und bezüglich der Zubereitung (eure-) u. Vepackung desselben mit der größten Behutsamkeit zu Werke gehen. Eine einzige Sendung schlechten oder gar trichinösen Fleisches kann für diesen ganzen Geschäftszweig von unberechenbar nachtheiligen Folgen sein. Denn die erste Entdeckung schlechten oder trichinösen Fleisches seitens der sranzöstschen Fleischbeschauer oder Inspektoren würde in Frankreich und in ganz Europa eine gewaltige moralische Entrüstung, einen .wahren Sturm des Unwillens hervorrufen, der die mit dem in Frage stehenden Artikel befrachteten Schiffe von den europaischen Küsten und aus den europäischen Häfen fortblasen würde.
Der Shad. Die Alse oder Maisische alausa vulgaris , jene delicaten Verwandten der Härings-Familie, welche in Deutschland beinahe dem NheinlachS gleichgestellt werden, beginnen in der Regel am St. Patrickstage aus dem atlantischen Ocean den Hudson hinaus zusteigen, und ihre Schwärme nehmen in der Zeit vom 15. April bis zum 15, Mai solche Dimensionen an, daß ihr Fang ein höchst einträgliches Geschäft bildet. Im vorigen Jahre wurden allein zwischen der Battery in New Jork und Albany 705,000 Stück gesangen und von den NemJorker Fischhändlern wur den 1,530,000 ge- und verkaust. Die Alse gehören zu denjenigen Fischen, welche den größten Theil des Iah res hindurch im Salzwasser leben und nur im Frühjahr die Flüsse hiuaufgehen, um zu laichen. Früher glaubte man, daß dieselben unter dem Aequator und südlich von solchem leben, dieFischereikommissare des Staates New Jork haben jedoch durch zahlreiche Versuche ermittelt, daß sie nur zwei- bis drcihundert Meilen von den Mündungen der Flusse, die sie des Laichens wegen besuchen, entfernt im atlantischen Ocean wohen. So lange die Fische sich im Süßwasser besinden, nehmen sie nicht die geringste Nahrung zu sich; sie sind daher nur auf ihrer Reise nach den Laichplätzen fett und wcrthvoll, und natürlich wird ihnen da her, so lange sie flußaufwärts ziehen, vielmehr nachgestellt als auf der Rückreise. Zu ihren Laichplätzen wählen sie solche Stellen, wo das Wasser durch eine Gegenströmung in einer wirbelnden Bewegung gehalten wird, durch welche die kleinen, aber specifisch schweren Eier fort während im Kreise herumgetrieben wer den; fallen sie aus Grund, so. können sich keine Fische aus denselben entwickeln. Die Fische laichen 6lofc zur Nachzeit, Die jungen Fische bleiben ein Jahr im süßen Wasser und haben während dieser Zeit kleine, spitze Zähne, welche sie kurz nach ihrem Eintritt in den Ocean verlieren; sie wurden wegen dieser Zähne noch bis vor Kurzem für eiue besondere Species von Fischen gehalten. Im Meere leben die Fische, wie angegeben, 200 bis 300 Meilen von der Küste entsernt, und zwar in einer Ausdehnung von Neufundland bis Florida. Nächst dem Hudson werden die meisten Alse im Deleware, in der Chesapeake Bai und dem Sus quehanna gefangen. Die Jischerei-Com-Mission der Ver. Staaten hat Leute angestellt, welche den Roggen von den Fischhändlern sammeln und der letztere wird künstlich ausgebrütet. In den von den Fischerei-Commissären des Staates New Jork am Hudson eingerichteten Brut'Anstalten in Castleton und CatSkill, wurden seit 1870 53,608,300 Alsen künstlich ausgebrütet.
Hlnt Sleatöreligion aus Bestellung WaS- der japanesische Oberpriester Kitabatake in Berlin will, diese Frage beschäftigt viele Kreise. Die .Weserztg." . ist in der Lage, folgende Auskunft zu . . . CfX P V P f- a !
geoen : norausgesaMi i, oa$ yerr ic. in feinem Vaterlande einen hohen Rang einnimmt, denn er ranairt unter den Prinzen. Seine Mission ist jedoch nur -' . .tC.ilf. V V ' z . ' t eine osnzivic, ornn ver yiengen japantschen Gesandtschaft ist von derselben amtlich keine Mittheilung geworden, ja Herr Aoki hat Herrn K. bisher noch nicht einmal gesehen. Die Aufgabe des Herrn Kitabatake ist nun eine höchst eigenthümliche. l Er soll durch Studium der christlichen Confessionen in Europa das Material' zur Durchführung eines merkwürdigen Planes der japanesischen Regierung sammeln, der dahin geht, eine neue Staatsrellgion für Japan zu schasfen. Die religiösen Verhältnisse lieae dort nämlich in Folge einer Jahrhunberte langen Ausnutzung der Rellmon im Dienste der Politik sehr im Argen, und zwel Nellgionen, die Shmtorellglon und der Buddhismus, treten sich dort bedenklich schroff gegenüber. Die Shintoreligion ist die einheimische. Sie ist ein Herrendienst, welcher das Beispiel großer Männer 'zur Nachahmung aufstellt, l Und der Mikado der in Japan übrigens Tenno heißt ist die irdische Spitze vleser Reuglon; er ist schon auf Erden Heros. ' Allmälig faßte jedoch auch der Buddhismus in Japan Wurzel, und als die Majordomus des Mikado, die TalkunS- sie heißen in Japan Shogne die weltliche .Macht an sich rissen, beförderten sie, um den Mikado zu schwächen, auf alle Weise den Bud dhaismuS, eine rein philosophische Religlon mit erhabenen Grundsätzen, deren erster lautet : Alles Gute dieser Welt besteht aus dem Guten, was du Anderen erweist alles Böse aus dem Guten, waS du dir selbst zu erweisen suchst." Was man neben dieser Sittenlehre glaubt die Dogmen ist nebensächlich. so daß man m Japan wohl 300 buddhl stische Sekten hat. Die Shintoreligion geneth lm Lause der Jahrhunderte voll ständig in Verfall, so daß die Tempel leer standen und die Priester Noth litten. Als jedoch 1869 der Taikun gestürzt wurde und der Mikado wieder zurMacht gelangte, nahm der Shintodienst wieder einen Aufschwung. Zu diesem religiösen Zwiespalt kommt nun das Elndrmaen der europäischen Cultur, so daß die japanische Regnrung religiöse Wirren befürchtet. Ser UmsStsung in Nnzlans. Der Köln. Ztg. wird geschrieben : AuZ den KeiegS,ausch ist in Rußland sehe rasch ein gründlicher Katzenjammer gefolgt : das Feuer, welches die Brust ge schwellt hatte, ist verraucht; die Stim men der Besonnenheit, welche von dem brausenden Schlachtgeheul übertönt wurden, werden jetzt auf der ganzen Li nie der russischen Presse vernehmlich. Geht Skoleff heute aus Kaisers Befehl auf ein Jogr auf feine Güter in die Verbannung, so thut diese Strafe der Wohlgeneietheit des Zaren für den Sieger von Aqal-Teke gewiß keinen Ein trag, dagegen gew'.nnt dieselbe ihm Tausende russischer Heen. Skobeleff fühlt sich sicher in dem behaglichen Gefühl, daß die Zusunst ihm gehört, denn trotz sei nes berechnenden egoistischen Verstandes glaubt er mit der Träumerei deSSchwärmerS an den europäischen Beruf , des Slawenthums. In Zeiten, in denen ein Katkow zur Excellenz gemacht wird, ist selbst eine noch gröbere Taktlosigkeit als die Skobeleff'jche kein strafwürdiges Vergehen, selbst wenn man anstandshalber so thun muß, als ob es ein sol ches wäre. Wie denken denn die Vertr'ZmönnerdeZ Kaisers, die Woio zow-Daschkow, Jgnatieff, WanowSki, Baranow, Pobedonoszew u.s.w. ? Viel leicht anders als Skobeleff, der besondere Günstling Alerander's III., dessen Schwester als Gräfin BeauharnaiS ei nem kaiserlichen Prinzen angetraut ist und der als Schlaukopf die Stimmung, m den höchsten Kreisen" so genau wie jeder Eingeweihte kannte ? Skobeless ist vom Ehrgeizteufel besessen, und weil die ser ihn gespornt hat,' hat er, jedenfalls zum Aerger jene? hö hsten Kreise", jia,! über die Schnur gehauen, aber er ließ seine patriotischen Schmerzenöschreie und VergeltungSrufe mit der wohlberechneten Absicht vom Stapel, daß ein bischen kaiserliche Ungnade, die bald verflogen sein muß, leichten Herzens für die glän zende Aussicht in den Kauf genommen werden könnte, die ihm seine soldatische Offenherzigkeit eröffnen muß. Wie weit die Ehrsucht des bramarba sirenden Helden geht, beweist ein barda rischer, echt asiatisch schmeckender Vorfall, der sich vor dem Sturme aus GeokTepe ereignete und den alle die verbürgen könnten, welche damals in der Nähe des Generals geweilt haben, wenn sie es nicht für thunlicher halten sollten, die Sachum ihre? selbst und Skobeleff'S willen zu verschweigen. Es erschien nämlich am Tage vor dem Sturme eine Abordnung der Tekes, die, weil sie ihren Untergang vor Augen sahen, ihre be dingunqslose Unterwerfung anbieten lie ßen. Skobeleff lachte laut auf, als er das vernahm, .und entgegnete den verdutzten Steppensöhnen nur die Worte: Nasclili duraka?", die sich ungefähr überfetzeu ließen : .Ihr denkt wohl, ihr habt einen Dummen gesundend So leichter Ruhm 'wäre Skobeleff zu . billig gewesen l ES sollte gestürmt nnd dabei eldenmuty" und .unverglelchlicheTap serkeit" entfaltet werden. - Der tollkühne General wäre lieber allein gegen tausend Feuerschlünde angeritten, als daß er eine ruhmschmälernde Unterwerfung ange nommen hätte, ob dabei.Tausend Men schenleben in die Brüche gingen, war ihm ! gleichgültig! - Von des Lebens Gütern ! allen ist der Ruhm daS höchste doch"; ist so recht sem Wahlspruch. Während Skobeleff trotz ; bet Urlaubsertziehung und der drohenden Ungnade" auch in Warschau seinem nationalen Herzen Lust machen mußte, haben sich in Petersburg
und Moskau noch mehrere gleichgesinnt! Kämpen gefunden, die jeder nach seiner Weise an dem eröffneten Feldzuge gegen das Deutschthum xheilnehmen. Professoren halten zündende Reden, in den Versammlungen der Slavenfreunde, WanowSki verbannt alles, was deut schen und allgemein europäischen Anstrich hat, aus der Armee, Held Baranow hält Vorlesungen über das
Thema, wie man dem Einfluß, der .Fremden" im Norden begegnen könne", und der unübertrefliche Herr'Kamarow, der von Serbien her bekannte Stratege, macht in seinem Blatt Wedomosti den Vorschlag, man solle die Uniform, nach russischem Nationalmuster' auch für Cj vilbeamte einführen, diese'würden dann wegen der über der Brust zugehalten Blusenröcke keine Plätthemde:, mehr zu tragen und folglich auch keine ausländi sche Leinewand mehr zu kaufen haben. Nur russische Schneider würden di:ses Costüm gut herzustellen wissen und des halb versperre man dem Auslande uud den Ausländern abermals eine Verdienstquelle.' ES ist sast rührend zu sehen, wie sich augenblicklich hier, der nur irgendwie das Zeug dazu hat, um das Vaterland verdient macht. . Baranow, unser ehemaliges Stadihaupt, war et was mehr als ein halbes Jahr in Archangel als Gouverneur beschäftigt und seinem rastlosen Fleiße verdankt es nun Rußlands daß er im ganzen Norden in dieser nicht langen Zeit alle Schäden und Mittel zur Abwendung derselben, zur Bekämpfung des ausländischen Ein flusses .in Hinsicht auf Handel u. f. w. entdeckt hat, worüber er gegenwärtig seit nahezu einer Woche Vorlesungen hält. Rußland will selbstständig werden und die Früchte seines Gewerbfleißes selbst genießen. Die faulenzenden Ausländer, die dem gutmüthigen Russen das Geld aus der Tasche stehlen, braucht es hierzu nicht. Deshalb : ' haut die Judeu nur 'raus mit den Deutschen ! AmerikanischeBürger imNuSlande Section 2,000 der revidirten Statuten der Ver. Staaten schreibt vor, daß alle naturalisirten Bürger der Ver. Staaten auch während ihres Verweilens im Auslande genau so angesehen werden sollen wie die eingeborenen , Bürger. Section 2.001 bestimmt, daß der Präsident, wenn es zu seiner Kenntniß e langt, daß irgend ' ein Bürger der Ver. Staaten von" irgend einer ausländischen Regierung anders als aufGrund aericht sicher Entscheidung feiner persönlichen Freiheit beraubt ist, verpflichtet ist, sich bei der betreffenden Regierung über die Gründe der Verhaftung zu instruiren, eventuell die Freilassung des Betreffenden zu beantragen, seinen dessallsigen Vorstellungen größtmöglichen Nachdruck zu verleihen und von allen dessallsigen Schritten dem Congresse schleunigst Mit theilung zu machen. Nach ' diesen Vorschriften hat der Präsident denjenigen Bürgern der Ver. Staaten gegenüber zu verfahren, ' welche zur Zeit von der Re gierung Großbritanniens unter der sog enannten Co:rctionsActe" in Irland in Gesangenschast gehalten werden. Die Staaten Ohio, Jndia na, Illinois. Iowa, Missouri, Kansas und Nebraska ernteten im Jahre 1880 1M6,000.000 und im Jahre 1881 737,000.000 Bushel Mais. Von z?tz terem sind, laut der bei dem Ackerbau Departement eingegangenen Berichte, noch ungcsäyr 24Prozent oder 175.000,000 unverkauft im Besitze der Farmer. Dieselben Staaten .producirtcn 1880 256,000.000 und 168 1 169,000,000 Bushel Weizen, und Ende März besän den sich noch 36.000.000 unverkauft im Besitze der Producenten. ' ' Die Farmer der Staaten Michigan, Wisconsin und Minnesota hatten Ende vorigen Monats noch 75.000,000 Bushel Weizen vorrüthig. Osm Iicttöe. JnBrooklyn w u r d c a m letz ten vorigen Monats d?r 31. Jahtkstag der Begründung der dortigen Verein!gung der Spiritualiilen gefeiert. Das an der Washingtons, gelegene Clublokal war überfüllt, aber jä'mmllicheMe dien blamirten sich und zogen-sich nach vergeblichen Versuchen, Geister zu citiren, mit der Bemerkung und Einladung zurück,' sie in ihre Häuslichkeit zu besuchen da dort die Geister mehr heimisch und bereit seien, den Gläubigen ihre Mysterien zn enthüllen. Daß Reporter nicht immer erwünschte Gäste sind ist bekannt, daß dieselben jedoch stehlen, das heißt nicht bloß Neuigkeiten,- sondern fremde, bewegliche Sachen annektiren, dürfte kaum dagewesen sein. Ende voriger Woche wurde jedoch der Berichterstatter des Jersey City Eagle" unter' der Anksage verhastet, gelegentlich einer von ihm erbetenen Auskunst eine werthvolleVioline eine Diamantnadel und einen Ueberrock gestohlen zu haben. .Die V ertret er des St aates Massachusetts im Congresse haben beantragt, den dem Bunde gehörigen Schiffsbauhos 'bei Charlestown auszu heben und das -seither von demselben eingenommene Areal öffentlich -zu' verlaufen, und man erwartet, daß das Comite für MarineAngelegenheiten. einen diesen Antrag befürwortenden Bericht erstatten . wird. . Genannte Anstalt nimmt im Hasen 'von Boston und gerade im besten Theile desselben eineLängevon mehreren tausend Fuß :ein und beeinträchtigt den Verkehr dieses östlichen Hafens; ihr Verkauf würde nicht nur dem BundeSschatze eine bedeutendeSümme zusühren, sondern .auch' die.' Crrich' tung neuer, dem Handelsinteresse die nender Etablissements möglich mächen, die sür Boston eine Nothwendigkeit und eine Quelle dauernder Einnahmen sind. Selbst New sJ)oiVs große Zeitungen sprechen sich sür Annahme des Antraaes durch den Congreß aus und ! heben her vor, daß eine Erweiterung des Hafens
von Boston dem. ganzen Lande zu Gute komme und die Rivalität der Metropo' li Boston gegenüber verstummen mache. . Der .N.D. Stsztg." geben wir für ihre Behauptung Credit, der 1. April habe gegenwärtig nur noch die Bedeutung, daß sich die Mcnschcn durch die Behauptung zu Narren haltcn, sie seien an diesem Tage mehr Narren, als an den übrigen Tagen des Jahres. , In eine größere Verlegenheit ist selten Jemand gerathen, als es soeben dem Sprecher des Nepräsentantenhauses von Massachusetts, Chas. I. Noyes, widerfahren ist. Er hatte seit einiger Zeit zu den Prohibitionisten ge halten, ' deren Macht in der Zunahme begriffen ist, und von denen er im Falle eines Sieges weitere politische Besörderung erwartete. Als nun am Mittwoch die Spirituosen-Verbots-Bill" zur Abstimmung kam,' stellte sich wider sein Ermärten Stimmengleichheit heraus. Er sollte nun den Ausschlag' geben,schwankte hin und her, wurde roth, stammelte und konnte wohl . sünf Minuten lang zu lcinem Entschlüsse kommen. Endlich ries er: Die Abstimmung ergibt 110 Ja und 110 Nein. Die Bill ist verworsen." So hat er sich denn seitens der Prohi ditionisten tödtlichen Haß, und seitens der LicenzLeute Spott und Verachtung
zugezogen und ist politisch todt. Aus M i ch i g a n w i r d b c r i ch tet, daß ein. Wahnsinniger, der nach der Staats-Jrrenanstalt gebrocht werden sollte,' von einem 35Meilen in derStunde zurücklegenden " Eisenbahnzuge sprang, durch die. Erschütterung sür Stunden bewußtlos wurde, sich dann aber völlig geipesgesund befand. Zu denZeichen einer beginnenden Handelskrisis gehört die 'Zahl der Bankerotte und ihrer Passiva. Für die di Monate bis zum 31. März gibt Dunn & Co. 2190 Bankerotte in dn Ver. Staaten und Canada an.mit30,388,271 Passiva. Dasselbe Vierteljahr von 1881 gab nur 1761 Bankerotte (20 Prozent weniger) mit 521,417.250 Pas siva (29 Prozent weniger). Wenn das selbe Verhältniß ein Jahr lang andauern sollte, so kämen beinahe wieder 9000 Bankerotte, wie im Jahre 1878 heraus, im. schlimmsten Jahre des Krachs. In .Dayton, O., sprangen dieser Tage zwei ertappte und verfolgte Einbrecher aus dem dritten Stockwerke eines Geschäftshauses auf das 18 Fuß darunter besindliche Dach eines Nebengeböudes u. von da'16 Fuß tief auf den Boden., Dieselben entkamen durch die vor dem Hause versammelte und con sternirte Menschenmenge. Andrew I.. Miller in Warren, Ky., litt seit vollen achtzehn Jahren an heftigem Kopfschmerz. Durch eine glückliche Operation wurde er vorige Woche von einem Auswuchs an der inneren Schädelfläche, der einen sortwäh renden Druck gegen das Gehirn ausübte, befreit, ging dem Verbote des Arztes zum Trotze aus Freude, daß er sich schmerzfrei fühlte, an die Spree" und starb in Folge seiner Unmäßigkeit. Die Readjusters von Virginien haben eine empfindliche Niederläge erlitten. Sie wollten die 18 Gerichtsbezirke des Staates aus 12 vermindern, um Gelegenheit zu erhalten, bei der alsdann nöthigen Neuwahl aller StaatSrichter ihre eigenen Anhänger in diese wichtigen Aemter zu bringen. Das Haus der Legislatur pufsirte das Gesetz; der Senat aber hat es mit 3 Stimmen Mehrheit verworfen, indem 3Neadjusters in dieser Maßregel von der Partei ab sielen. . j ' Auf P i n e Ke y, einer der Inseln, welche an der Südküste'von Flo rida liegen ist ein erfolgreicher Versuch mit der Kultur von Badeschwämmen ge macht' worden. Das würdc'eine neue Industrie für die Ver. Staaten geben, welche freilich, weil wir wenige Korallenbänke an den Küsten haben, keine große Ausdehnung verspricht. Das Beispiel, welches wohlhabende Leute in New Port damit g?geden haben, kränkliche Kinder armer Leute im .Sommer zu längerem Aufenthalte in's Land, oder . an die Seelüfte, zu schicken, ist in Deutschland seit mehreren Jahren nachgeahmt worden; zuerst in Hamburg, wo'1876 sieben Kinder, 1877 vierzehn, 1873 vicrundvierzia, 1879 ciu hundert und zehn, 1880 zweihundert und acht,' und letztes Jahr 862 an die Küste geschickt wurden Kosten 51320 . Andere Städte schicken die Kinder auf's LanZ). .Das Telephon k a n n j etz t zwischcNjBoston und New ZZork hörbar die Ncde fortpflanzen und es scheint möglich, damit zwischen New Bork und San Francisco sich zu unterhalten. Der jetzige Apparat braucht nicht verändert zu werden, ausgenommen, daß vier elek irische 'Zellen statt einer angewendet werden, nd eine Zubereitung derKoble, welche geheim gehalten wird. . ,' Kinder ünd Schießge wehre. Die kleine Tochter eines wohlhabenden Spaniers in West-Hoboken, N. I., Namens Henry Alsace, spielte am Sonntage mit einer Flinte ihres älteren Bruders, als ein Schuk losging und dem Kinde in das Gesicht fuhr. Die Kugel drang einen halben Zoll unter dem rechten Auge ein. und fuhr zum Halse wieder heraus. Der Zustand des Kindes ist ein Besorgniß erregender. .' Voin Nuöl:?. Auswanderung aus Otster teich. DieAuSandcrüng auöOcstcrreich im letzten Decennium war allerdings nicht so bedeutend wie jene aus Deutsch land' aber immerhin beträchtlich genug, um sich wenigstens in einigen Ländern sühlblN'zu machen. ' Es sind nämlich im Laufe dieser Zeit 71.685 Oestcrreicher auLgiwandert. Böhmen und Mähren stellen das' Haupt Contingcnt d?r Emi granten. Aus .Böhmen waren unter ben 10.143 im 5labre 1880 Ausaemanjderten "allein 6411' und' aus Mähren .230. Die aröüte An.ebunaskraft au? ' seine Bewohner'scheintKärnthen zu üben.
von wo nur ein Einiger auswanderte. Wien und Niederösterrcich stellten 70 Auswanderer; aus Böhmen und Mäh ren sind es zumeist Tschechen, w'iche nach Amerika gehen. Dem Geschl'cht nach waren unter den Auswanderern von 1880 5395 männlichen und wciblichen Geschlechts. UebrizcnS nimmt, wie uns berichtet wird, die Auswande rung im nördlichen Böhmen, so:vie im niederöstcrreichischen Waldvicrt?l und in einigen Bezirken Mährens in diesem Jahre große Dimensionen an. Heuer wie noch nie rüsten sich Massen zur AusWanderung nach Amerika. AtterdinJ? steht der Verdienst, besonder In den kleinen Landwirthen, in keinem Verhält nisse zu den, wenn auch bescheidensten Anforderungen des Lebens, dazu lom men noch die hohen Steuern, und das Alles beordert die Lust zur AuLwanderung. Aus d e r F r e m d e n l i st e e ines Badeorts hat eine Breslaucr Dme sich folgende Titulationen notirt: Zu ckerfabrikations-Gemahlin; Schönfärbereibesitzcrs - Gattin; OdeistuhlrichtersGattin; LandesvertheidigungZobcrst und Gemahlin; Dampsnudelmühlcnbesitzers Gattin; SanitätS und GeburtZ-Hilfs arzts-Gemahlin; Erbliches Ehrenbüraer-
rechtsbesitzers-Gcmahlin; Sternlreuzor-densbesitzcrs-Gattin; Lohgerbers - Ge mahlin m.Tochter; K. priv. HauptmcinnZ a. D.-Gattin; Strasanstalts-Dircltors Gemahlin; K. k. Obcrlandcsgerichtsossi-zials-Gemahlin zStaatsrathS- und Accoucheurs - Gemahlin; Verwalter aus Groß-Lsicn's Söhne nebst Bed.; Pro fesseuse derMusik; Llqueurcrzcugers-Gc-mahlin; Fruchtsensals - Gemahlin m. Tochter; Beamtcnwaiscninstituts-Direk-tor m. Sohn; Fürsil.Schloarzenberg'sche Forstkontrollcurs-Gattin Akademiker; Architekt und Kolleqienanessors-Gattin; mit drei Kindern. Handels-kammer-Verwesers'Gemahlin; Kaiser!, russ. Garde Artillcric-Stabs-KapitänS Gemahlin; Kammunalstandische Bank-LandstcucrsamtS'Kalkulators-Gattin m. Söhnen. Die Dame, welche ihre Lesesrüchte der Brcsl. Ztg." zur Verfügung gestellt hat, unterzeichnet sich als Unge glüthe - LindenholzlohlensabrikbesitzersGattin." Ein g e p l a g t c r E r z b i s ch of. der Stadt Scutari in Albanien n herrscht gegenwärtig große Unsicherheit, da sich ur Zeit einige hundert Diebe und Räuber daselbst herumtreiben. Zwar liegt in der Stadt eine beträchtliche Garnison und befindet sich auch eine Gcndarmerie-Abthcilung von 16 Mann daselbst, aber weder Soldaten noch Gcnsdarmen wollen dem Diebsgesindel an den Leib gehen, da sie vorerst die Begleichung ihres seit 13 Monaten rückständigen Soldes fordern. Am meisten wird nun der dortige griechische Erzbischof, der als sehr reich gilt, von den Dieben belästigt, da fast keine Woche vergeht, ohne daß sie dem Oberhirtcn einen Besuch abstatten. Der Erzbischos hat zwar schon mehrere Male die Hülse des General-Gouverneurs angerufen, dieser erklärte jedoch stets, daß er allein, ohne Beihülse der Garnison und Gendarmen, nichts ausrichten könne. Der Erzbischos hat sich daher gezwungen ge sehen, aus den Zöglingen seines Alumnets ein bewaffnetes Corps zu bilden, das nun jcde Nacht vor seinem Hause Wache halten muß. Das Eommando über dieses Corps sührt der Erzbischos selbst, und er inspicirt auch cinigemale in der Nacht die Wachen. Ein geschlagen er Arzt. In einem Gebirgsorte bet Vrescia find die Blattern ausgcbrochcn und der Ortsarzt hatte das Unglück, daß ein Kind, das er behandelt hatte, bald nachher starb. ES entstand nun ein G:rcde unter den Leuten, daß er das Kind v:rgistct habe, um die Zahl 'ocr 5i?anken zu vermindern. Die Bauern rotteten sich zusammen und prügelten den Doktor durch, welcher sich mit genauer Noth in die Stadt retten konnte. Es traut sich jetzt kein anderer Arzt in jnen Ort und die Leute müssen sehen, wie sie mit der Epidemie fertig werden. Während laut der Indep. Bclgc" alle Präventivmaßregeln gegen die Witkwe des ermordeten Ber nays' aufgehoben worden find, wieder holt der Antwcrpencr Escant" fein ,',ch??di2Z-I:i-ftüm(i !4 Das Blatt crkart, daß die Adresse des Bries?s vom 6. Januar, wodurch BernayZ nachBrüsse! gelockt wurde, von eine? anderen Hand mit anderer Tinte geschrieben sei, und es sci unbestritten, daß die Zeilen von Frauenlzand bcrrührtcn. Uebrigens ert:ä!ten Alle, IU Bau ah an gcschcn, daß Vaughan sehr kleine Hände und einen ausnahSnicisca kleinen Fuß ge habt. Der Justizminiflcr Bara bat den beiden Vcrhasteten eincnBesuch gemacht, um sich selbst von den Sicherhcitsmaß regeln zu überzeugen". Em Schustcr hat die von Vaughan bei ihm gelausten und dann am Orte des Verbrechens qe fundenen Schuh: rccognoscirt. Für Peltzcr'S Fuß sind dieselben viel zu klein. Es scheint also ausgemacht, daß die An gäbe Leon Pcltzer'S, er sei mit Vaughan identisch, unwahr ist. Seitdem die Pbylloxera unter den Reben in Frankreich so verVerblich gehaust hat, wird 'dort ' i.l Wein aus Griechenland, namentlich z-ki den jonischcn Inseln importirt. Die l.estcn Sorten kommen aus, Santorini, Corfu und Santa Maura. Hungersnoth. D??BoV wird aus Tachau geschrieben : Es sträubt sich die Feder, all' das entsetzliche Elend zu schildern, welches in den der baicrischen Grenze nahegelegenen Ortschasten. hauptsachlich aber in Bömisch dorf, 5'cuhäusl und Reulosimthal in Folge der Blattcrn-Epidemie und der Erwerbslosigkeit ansgebrochcn ist. Ersckeint nicht in kürzester Zeit die nöthige Hilfe, so sind die Bewohner dieser Ortschasten dem Hungertypus geweiht. Die Maßregeln, die bis jetzt getroffen imx den, sind nicht hinreichend, um daS Verhängnißvolle' zu verhüten. Herr Dr. Sorger inSchönervld, welcher im Auf-
