Indiana Tribüne, Volume 4, Number 199, Indianapolis, Marion County, 1 April 1882 — Page 4
Stablirt 1869.
AUGUST MAI, -und uwelier. 13 Süd Illinois Straße. f PÖÜDER'S Reinlicher HleifchNlarkt, 232 Ost Wasbinqton IStr. 76 N. Belmsylvania Str. . , " - Stand :'Nö.1 OstMarket'Han?, . Woselbst nur die besten Sorten Msch m den niedrigsten Preisen verkauft wer den,, in Folge dessen das Geschäft sich mit jedem Tage bedeutend vergrößert. J. Gilcs Smith, Wyolesale und Retail Vliiiiilr iiiicl Gas-lTitter. ßrSye Lager. Preise 25 Prozent niedriger alZ in irgend einem Hause der Stadt. 76 . Penusylvania Strafe, Westseite. s . ' Indianapolis, Ind.,' 1. April 1882. L o k ol l e s. Achtung! E5.ist'Nwäand autorinrt, Gelder für un? zu lollektiren, als Herr A. Schmidt. (55vilstaudsrettister. m I Geburten. lie angisührien Namen sind die de-Z a!er! ode: der ' !iUk. Anua Sewart M. S. Stewart Geo. Eberhardt George Tuer Dav. McBride S. W. Webb 27. März Mädchen. -- " 31. 29. 23. 30. Knabe. Mädchen. Knabe. illegitim Heiratb en. Michael Federspiel mit Mag. Spinner. Todesfälle. Mitchell todtgeboren 31. März. Fred. Hamblin 10 Jahre alt 30. " Lidia Miller U " 31. " kS'Jn Folge gegenseitigen Uebereinkommens ist Herr Tennh a rdt aus unserem Geschäfte ausgetreten. Die Herausgeber der Tribüne" w e r d e n s i ch i n Z u k u n f t zeichn e n Tribune Publishing Company. B. Durch einen Bruch an unserer Maschine wurde der Druck dieser Nummer verzögert Wir bitten desbalb um EntschuZdignnff. Alfred Brunnett ist gestern aus der Besserungsanstalt entmischt. Herr Schuh ist heute Vormittag um 11 Ubr nach Columbus abgegereist. rST Für die Arbeiten im Straßende partement wurden diese Woche $639.69 ausbezahlt. T. B. Truckscß, ein Heitzer der VandaliaBahn verlktzle stch gestern Abend beim Carkuppeln im Gestch!?. CT Ein Dienstmädchen dkZ Hern Jo leph Crowley wurde gestern von einem Hunde in die Hand gebissen. SDieUntersuchung der von Dr.Han:n gegen Dr. Stevens anhängig gemachten Klage wird nächste Woche beginnen. Die Polizisten Reid und Jester haben, gestern in den Nailroad s)arb3 eine Anzahl Landstreicher verhaftet. Die Loschmannschaft erhielt für die ledte Hälfte deZ März $2,537 die Po lizeimannschaft erhielt für die gleiche Zeit $2,155 ausbezahlt. Zur Auszahlung der vlerteljährigen Gehalte der Nichter und Staats beamten wurden gestern $14,000 aus der Staatskasse gezogen. LS-Die .Soldiers Benevolent Asso ctation" von WilliamSburg, Wevne County ließ sich gestern im Staatssekie tariat inkorporircn. fö Für daZ Institut für blödsinnige Kinder wurden gestern $788.90 aus der Staatskasse gezogen und für die Knights town Soldatenheimath wurden $l,Csi3.C3 gezogen. LS" Der Name des FeuermannS an der Bee Line Eisenbahn, dessen Arm, wie wir gestern berichteten, verstümmelt wurde, ist William Leisemann. Wieder Einer. Ein Eorr.'spondet macht uns aus Millave, Pa., folgende Mittheilung : Ich kann nicht umhin Ihnen zu bezeugen, daß der Gebrauch von Dr. August König'sHamburger Brustthee meine Frau sowohl, wie meine sicbenjäh rige Tochter, nach achttägigem Gebrauche von Husten und Brustleiden, einem Lei den waS in sieben Jahren nur durch den Gebrauch vonBSdern'.bei meinerFrau gemilde! werden kannte ,vollständia befreit hat. C. A. Brühte, Millvale.P,. kS" Die County'CommissSre berath schlagten gestern über die projektirte Aus dehnung der Dillon Straße. 'Sie wer den am Montag dem Stadtrathe darüber Bericht erstatten.
Anti-Probibition Müssen - Versammlung. Das Parktheatec war gestern Abend von einem Ende bis zum andern gefüllt. Herr Gabriel Schmuck eröffnete die Ver sammlung und stellte Herrn Turpie als Vorsitzenden vor. Das Programm wurde mit einigen kleinen Aenderungen so ausgeführt, wie wir es gestern publi zirten. Die Aenderungen bestanden da rin, daß ExGouvernör Hendricks die zweite Siebe hielt und daß Hr. McDonald nicht sprach, weil er sich zur Zeit in Evansville befand. Statt dessen wurde zum Schlüsse der Versammlung ein Brief von ihm verlesen, worin er sich unzwci deutig gegen Prohibition aussprach und sich mit dem Vorgehen der Demokratie einverstanden erklärke. Als Herr Turpie den Vorsitz übernahm, hielt er eine kleine Ansprache, worin er sich entschied: gegen Prohibition er! klärte. Darauf stellte er Herrn Bell von Fort Wayne vor, welcher in der letzten Legislatur Mitglied des Staalssenats war. Herr Bell sprach ausschließlich über die P:ohidition3frage. Wir halten es kaum für nöthig, seine Argumentation zu wiederholen. Es lassen sich kaum, noch irgend welche Gründe anführen, welche nicht schon längst in Reden und Zeitungs artikeln angeführt worden sind. Wir glauben, daß wir unsere Leser mit einer längeren Mittheilung der Rede des Herrn B?ll ermüden würden. Genüge es zu sagen, daß dieselbe den vollsten Beifall des versammelten Publikums fand. Das Hauptinteresse konzentrirte sich, wie nicht anders zu erwarten war, auf Ex Gou veruör Hendricks, welcher eben einmal der Liebling unserer Demokraten ist. M.in war neugierig, wie er sich der Prohibitionsfrage als Parteifrage gegenüber stellen werde. Es waren Zweifel darüber laut geworden, daß er mit dem Versah ren der Township-Eonvention einverstanden sei. Herr HendriaS wurde, wie immer, mit stürmischen Beifall empfan gen. Er sprach zuerst über die Politik der Demokraten und der Republikaner im Allgemeinen, kam dann aus das Baxter Gesetz zu sprechen, und bemerkte, daß er dasselbe zwar unterzeichnet, aber die erste Gelegenheit benützt habe, dessen Wider ruf zu empfehlen. In Bezug auf Pro hibition sprach er, wie folgt : Fragen toie mich, warum ich gegen das Verfas sungsamendcment bin? Ich antworte, daß ich und unsere Väter niemals der Anficht waren, daß dies in den Bereich
einer Staatsverfassung falle. Die Constitution sollte nicht in das Gebiet der Legislatur eingreisen. Mord z. B. ist ein schreckliches Verbrechen. Innerhalb der letzten Zeit ist bei uns eine ganze Zahl von Personen durch die Hand des Mörders gefallen. Würde deshalb Jrmand sagen, daß die Verfassung ein Verbot des Mordes enthalten sollte? Bedenken Sie, wie uns ein Prohibitions gesetz berühren würde. Aus der Fabri kation von Malzgetränken und Spiritussen bezieht die Regierung eine Steuer von 0 bis 70 Millionen jährlich. Wenn diese Steuer wegfällt, wer soll sie ersetzen? Der Farmer wird e3 nicht wollen, der Glasfabrikant nicht, der Schinensabrikant gewiß ebenfalls nicht. Ich erinnere mich, daß vor wenigen Iah ren ei.?e deutsche Familie hierherkam und sich hier niederließ. Der älteste Bruder begann mit der Fabrikation des Gcträn les, welches auch seine Väter genossen. Sein Geschäft wuchs, cr errichtete ein großes Etablissement, in welchem jetzt Tausende angelegt sind. Er beschäftigt viel: Ardeiter und dieselben werden regel mäßig bezahlt. Run giebt es Leute, welche verlangen, daß man dieses Etablissement vernichte, wie Sodom und Gomorrha vernichtet wurden, daß aus seinen Räumen nicht langer das Getränke hervorgehen soll, welches die Leute luven. Wäre es recht, Peter Lieber so zu behandeln? Ich könnte die gleiche Fragein Bezug auf nndere Geschäfte stellen. Bloß zwei Staaten haben aus der Fabrikation von Malzgetränkcn ein Verbrechen ge macht, nämlich Kansas und Mains. Und ehe sie eZ thun konnten, mußten sie den alten Lehren der Demokratie den Rücken kehren. Man fragt uns : Fürchtet Ihr Euch, dem Volke zu vertrauen? Die Demokratie hat sich nie davor gefürchtet, dem Volke zu vertrauen, wenn eö sich um Fragen persönliche? Rechte und bürger licher Freiheit handelt. Man sagt uns. daß wir die Diskussion zu früh beginnen. Als ich zum Gouverneur gewählt wurde, war in der Campagne nicht ein Wort über die Temperenzfrage gesagt worden, aber als die Wahl vorüber war und die Legislatur hier zusammenkam, passirte sie das BoxZergeseö. Die Legislatur sollte bloß das thun, waS nach durchgreifender Diskussion sich als der Wunsch deS Volkes zu erkennen gegeben hat. AlS wir das letzte Mal für Mitglieder der Legislatur stimmten, da war nichts von Prohibition gesagt worden. Trotzdem pässtrte die Legislatur das Amendement. Im näch sten Winter hat der zweite Schritt zu ge schehen. KeinGesetzgeber hat daSRechtEt waS zu thun, von dem er nicht weiß, daß dasVolk es gethan habensroill. Wir wollen dafür forgen. daß das nächste Mal die Herren Gesetzgeber wissen, waS wir wollen. Lauter Beifall erscholl, worauf Herr Rappaport vorgestellt wurde. Herr Rappaport sagte, wenn er die an ihn vergangene Einladung zu sprechen, recht v?rstehe, so habe der Zweck derselben
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zur Linken vom Eingang im zweiten oder südlichen Zimmer. $G 50 biö $9.00 bezahlt, seitdem wir unsere Waaren herunter markirt haben, für einen netten, gut gemachten Winter oder schweren FrühjahrsAnzug auS Casimir, für die man sonst $8 bis $12 bezahlen mußte. Unsere KinderUebcr röckc zu $1.75 können Jedem die Augen öffnen.
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darin bestünden, daß das Element vcrtreten sei, welches sich nicht um Partkibande kümmert, wenn cs ein großes wichtiges Prinzip gilt. Er sagte, er vertrete das sogenannte liberale Element, die Anti Prohibitions'Liga. Er ging darauf die Geschichte der Anti . Prohibitious-Liga von ihrer Gründung bis heute durch, verlas die von derselben gefaßten Beschlüsse, zeigte wie dieselben eine Einladung an beide Parteien enthielten, sich klar in der Prohibitionsfcage auszusprechen, daß die Demokraten diese Ein ladung angenommen haben, die Republik kaner ab:r nicht. Im Namen der AntiProhibitions'Liga, im Namen des libe ralen Elemente dankte erden Demokraten für da? eingeschlagene Verfahren und versprach getreue Erfüllung des gegebe nen Versprechens. Herr Rappaport schloß unter allgemeinem Beisall. Zwischen den verschiedenen Rede:; trug die Union Band Musikstücke vor. . Nachdem noch, wie im Eingang be merkt, der Brief McDonald's verlesen war, vertagte sich die Versammlung. ST Wenn Rohheit mit Gemeinheit sich vereinigt, so iit es Zeit, daß das Gesetz in seine Rechte tritt. Ein Nahmaschinenagent kann ein ganz anständiger Mensch sein, leider ist es Thatsache, daß eine Anzahl zweibeini ger Haisische in diesem Geschäft sich bewegen. WaS soll man zu solgendemFall sagen ? Eine' Frau Walker. 181 Nord Tennessee Straße, hattevon E. F. Brown eine Nahmaschine auf Abschlagszahlung gekauft. Vielleicht versäumte die Frau die letzte Zahlung zur rechten Zeit an den Agenten zu machen, v'eleicht war eS Vor eiligkeit von Seiten des Herrn Brown. Thatsache ist, daß ein Constabler, NamenS Glaß einen ExecutionSbefchl für die letzte Zahlung ($16) der Frau Walker präfentirte. Frau Walker bezahlte. glaubte damit die Sache abgemacht. Jetzt kommt aber der edle Constabler und verlangt für feine Mühwaltung noch obendrein acht Dollars. Die Frau, die wahrscheinlich in dem Glauben lebte, wenn eine Nähmaschine einmal bezahlt sei, sei eS genügend, weigerte sich. Daraushin erschien Donnerstag Glaß in Be gleitung eines anderen Herren, sie ver schassten sich in Abwesenheit der Hausfrau Eiutritt in das HauS, brachen, da Frl. Walker, die Tochter die Zwifchcnthüre des HaufeS geschlossen hatte durch die Fenster, drängten Frl. Minnie (so ist der hübsche Name der jungenDame) in roher und verletzender Weise ('.an spricht von blauen Flecken am kürzlich erst geimpsten weißen Arm) bei Seite und verdufteten mit der Maschine. Aus fcc; Rath von Freunden wird Frau Walker gegen den Eonstabler Klage erheben, und wenn sich Alles so verhält, wie berichtet wird, so wird hoffentlich der Schuldige seiner Strafe nicht entgehen. 0S- EharleS Schroeder reichte heute Klage auf Scheidung von seiner Frau Elisabeth ein. Schroeder ist 00 Jahre alt und heiratete seine gegenwärtige Frau vor etwa drei Jahren. Die Kla geschrift schweigt darüber, ob diese Heirath auS der zarten Sehnsucht und dem süßen Hoffen geschah, welches nach Schi!ler den Himmel offen sieht, auch verfehlt die Klageschrist anzugeben, ob sie in der ersten Liebe goldnen Zeit geschah, sicher ist, daß es nicht die schöne Zein der jun' gen Liebe war, welche ewig grünen bleibt, denn sie blieb nicht lange grünen, und es scheint auch nicht, daß die Verklagte ihrem Manne himmlische Rosen in's irdische Leben wob. Sie scheint es ihm im Ge gentheil recht sauer gemacht zu ' haben. Nach drei Monaten schon ließ sie ihn sitzen, sechs Monate später kehrte sie wie der zurück, blieb fünf Wochen bei ihm und lief dann wieder davon. Wenn es wahr ist, wie die Klage besagt, daß sie währeud ihres Zusammenlebens fortwäb rend schalt und schimpfte, daß sie einmal im Zorn einen Stock nach ihm warf, daß sie ihn nicht einmal besuchte, als er schwer krank darniederlag, dann begreisen wir die Einreichung der Klage sehr wohl. Haust dn meinen Juden, hau ich deinen Juden. John Kelley hat gestern Charles Rosemeyer wegen thätlichen An griffs verklagt. Der Angeklagte bekannte sich schuldig, machte abers ofort eine ähn liche Anklage gegen John Kelley anhän SV . gm, lir tonnte rnetelve allerdings Nlchr begründen und Kelley mußte sreigespro chen werden. tOT Die Klage der ASb'try Universität gegen Lawsan Abbett wurde zurükgezo gen. Die Klage wurde auS dem Grunde anhängig gemacht, weil Abbett . sür jene Universität $1000 gezeichnet hatte, sich jedoch schließlich weigerte, die Summe zu bezahlen. Er. hat aber endlich auf güt liehen Wege einen Theil der versprochenen Sume herausgegeben.
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An die liberalen Wähler ! Mitbürger von Center Township ! Zur größten Uederraschung und ohne daß vorher dem Volke Gelegenheit gege ben ward, eine Ansicht darüber zu äußern, hat die letzte Legislatur einen Prohibi tions'Zusatz zur Constitution des Staa tes passirt. Somit war der erste Schritt zum Erlaß eines unrepublikanischen, freiheikswidrigen, tyrannischen Gesetzes geschehen. U'n den nächsten Schritt, welcher nothwendig ist, nnS ein solches Gesetz aufzubürden, die Passirung desselben durch die nächste Legislatur zu ver hindern, hat sich die Anti Prohibitions Liga gebildet. Dieselbe erklärte, daß sie diejenige Partei unterstützen würde. welche sich gegen Prohibition erklärte. Die demokratische Partei hat es ge' t h a n. Die republikanische Partei h a t es nicht gethan. Wollen wir unse rem Zwecke treu bleiben, so müssen wir jetzt unseren ganzen Einfluß sür diejenige Partei in die Waagschale wersen, welche sich sür uns erklärt hat. Mitbürger ! Am nächsten Montag sindet das erste Vorgefecht statt. Es handelt sich für uns nicht um die Erwählung die ser oder jener Person, sondern daß frei heitliche, gesunde, natürliche Anschauun gen über Willkür und Heuchelei siegen. Wir dürfen nicht ruhig zusehen, wie der Staat sich Funktionen anmaßt, welche er nicht besißt. Wir dürfen es nicht gestatten, daß der Staat die individuellen Rechte des Bürgers antastet. Wir dürfen es nicht gestatten, daß ein Gesetz pas sirt, waches ja doch Diejenigen nicht er reicht, sür die cS berechnet sein soll, hin gegen eine Beleidigung ist für jeden Bür ger, der sich selbst beherrschen kann. Der ?lusfall der am Montag statlfin' denden Wahl mag das Schicksal der Prohidi:ionsJdee entscheiden. Wenn wir da siegen sollten, wo unsere Gegner ge wohnt sind, mit Majoritäten vonTausen den zu sieben, dann .dürfen wir über zeugt sein, daß wir für immer gewonnen haben. Darum ersuchen wir alle liberal Ge sinnten, am nächsten Montag nicht nur selbst ihre Stimme der demokratischen Partei zu geben, sondern auch all ihren Einfluß bei Freunden und Bekannten zu XT I Ti a. VllNjlen ocrieiocn in Anwendung zu bringen. Der Central Ausschuß der Anti Prohibitions Liga. e-ö- Auf eine Anfrage des National Gesundheitsrathes in Bezug auf die Blatternepidemie hat Dr. Elder vom Board unserer Stadt berichtet, daß es durch genaue Beobachtung und mmu tiöse Behandlung gelungen ist, die Seuche auf einige wenige Fälle zu beschränken, wäbrend in einigen Nachbarstüdten die Krankheit in verheerender Weise austrat. Aus dem Report ergiebt sich, daß eugen blicklich kein einziger Fall in der Stadt zu berichten ist und daß die Gesammtsumme der Erkrankungen an den Blattern im verflossenen Jahre sich auf nur elf belief. LS Ein Taglöhner, Namens John Martin, der an dem Neubau eines Farm Hauses, 3 Meilen westlich von der Stadt b.schüstigt war, starb plötzlich an einem Herzschlag. Der Leichnam wurde nach der Wohnung des Verstorbenen, 31 Nhode Island Straße gebracht. Ein geachteter Bürger von Avon, Ohio .Herr John Lenzen, steht sür die Wahrheit von Folgendem ein: Ein jnnger Mann, "William Kotz in Dienste des Herrn Chas. Mc Clellan in unserer Stadt, kam eines Morgens i.i mein Ge schüft und beklagte sich, daß ihn seine Fü' ße bedeuten! schmerzten, u?:d daß er glaubte dieselben erfroren zu haben. Er konnte seine ärzliche Hülfe bekommen und verfuchie daher durch einHausmittel, Salz und Schnee, die Hitze aus den Füßen zu ziehen, jedoch ohne Erfolg. Genöthigt feinen BerufSpflichtcn nachzukommen, vermehrten sich seine Schmerzen in einem sochcn Grade, daß er eines TageZ zusam mendrach und nach Hause getragen wer den mußte. Einige Tage nachher kam er wieder in meinen Store und zeigte mir seine Füße. Ich hatte schon manch: Ver wundunq gesehen, muß jedoch bekennen, daß die Füße des armen Menschen mich in Schrecken versetzten und daß ich fürchtete, ich solle ihm eine Flasche, St. JakodS Oel geben, was ich jedoch ver weigerte, da ich nicht viel vonPatentMe dizin halte und eine Verantwortlichkeit nicht auf mich uehmcn wollte. Einige Beamten, welche eben anweisend waren bestürmten mich doch dem armen Manne zu helfen. Wir entfernen seine Schuhe und Strümpfe und rieben ihn tüchtig mit dem St. JakobZ Oel ein. Nach einigen Siunden verließ er unZ und nahm eine Jlafcke St. Jakobs Oel mit. Etwa neun Tage waren vergangen da kam un fer Freund wieder, zeigte mir feine schön geheilten Füße und bat mich, seine wun derbare Heilung bekannt zu machen, einen Auftrag, welche ich hiermit Vergnügen erfülle."
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.MöblirteZimmer zu vermietben" mit dessen Anpreisung so viel S?ektakel gemacht wurde, zog Freitag Abend noch nicht einmal die Zahl von Zuhörern, welche allenfalls bei einer deutschen Mas jenversammlung zu finden sind. Kein Wunder, die lebendige Menschenwelt hatte sich im Parktheater ein Rendezvous gegeben. Das Buch, welche den Bericht des Gesundheitsrathes unseres Staates enthält, ist durch den Sekretär veröffent licht worden. Es enthält 51 Sei:en Lefestoff, darunter eine Anzahl interessanter Abhandlungen. Nächste Woche wird ein vom Board eingesedteL Comite die An klagen untersuchen, welche vom Staats sekretär Dr. Hawn gegen den Sekretär deS Boardes Dr. Stevens erhoben wur den. Zeugen für beide Seiten werden verhört werden, und die Untersuchung wird jedenfalls viel Interesse erregen. Zzgr Elisabeth Schnell liefe gestern den Jakod Heidelberg wegen Beleidigung verhaften, nachdem Jakob von Squire Thomson freigesprochen war, drehte er den Spieß herum und ließ den George Schnell wegen Angriffs aufgreifen. Letzere? wurde schuldig befunden. E&- Der StaatSauditor schickt W Blank. Ccrtifikate der schliekliüen Abzahlung für StaatSuniversitätS'LSndereien aus, indem er zu gleicher Zeit Jnflruk lion giebt, wie die VlankS ausgefüllt werden müssen. Diese Certisicate wer den an die Auditoren der CountieS ge schickt, in denen Univer'sitätS-Landereicn liegen. Die Wittwe Calh. Lanery, gebo ren ChildS schenkte gestern einem Kinde daS Leben. Sie gibt an, daß der hier wohlbekannter Bankier Webb der Vater ihres KindeS sei. John WalschS. ein in NorriS' Schubstore beschäftigte Clerk fiel gestern von einer Leiter und erlitt dabei so schlimme Kopfwunden, daß man ärztliche Hilfe herbei rufen mußte t& General Anwalt Baldwin hat gestern eine Entscheidung abgegeben, wo nach kein Direktor deS nördlichen Gefängnisses in Bezug auf Ernennungen berechtigt ist, etwas zu thun, ohne daß er in Uebereinstimmung mit allen übrigen Direktoren handelt.
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ml MMey, Wsshmgtott - St?., spisgch 9 ip 9 Stcrcoscopischc Bilder, der Kunsthandlung von Ispt6m H. Lieber K So., 82 E. Washingtvn Str. J Ist & von ö E. L. Rose, welcher angeklagt war Oleomargarin sür ächte Butter verkauft zu haben, entschuldigte sich damit, daS betreffende Gesetz nicht gekannt zu haben, und wurde mit der Mahnung sich in Zu kunft nicht mehr erwischen zu lassen, vom Mayor heimgeschickt. Allie A. Overton klagte auf Scheidung von The. Overton mit dem sie seit 1875 verheirathet ist. Der Gründe hat sie genug, denn sie behauptet, daß ihr Gatte ein Trunkenbold und ein Grobian ist, der nicht für ihren Unterhalt sorgt. IS Bella Shannon scheint alle Ur sache zu haben eine Lösung ihrer eheli chen Beziehungen mit William Shan non herbeizuführen. Wie sie behauptet heirathete dieser Bösewicht sie im Jahre 1873 in Illinois, schwindelte ihr $2000 ab und verstand nach einer nur siebenwö chentlichen Honigzeit. Der L. I. St. L. & C. Yardmeister und einFrachtkondukteur derselben Linie geriethen gestern Abend znsammcn inStreit, der damit endete, daß dcrZ)ardmeister un dem Kopfe des ConduktcurS eine Laterne entzweischlug. :EJ Gestern wurde dem GesuudheitS ra:h eine Probe deS Wassers aus einem Brunnen des HauseS No. 86 High Str. gebracht. Das Wasser hat eine ekelerre gende Farbe und derGruch desselben ge nügt allein um die Anwendung von Brechmitteln zu ersparen. W Beißenherz' Orchester wird am Ostersonntag in der Männerchorholle ein Conzert veranstalten. Der Erlös ist dazu bestimmt, die Mitglieder des Orchesters in neue Uniformen zu stecken. JS" Zu den besten Feuer-Bersicher ungö Gesellschaften des Westens gehört unbedingt die .Franklin von JndianapoliS. Ihr Vermögen beträgt $320,000 Diese Compagnie repräsentirt die .North Westnn National" von Milwaukee. Ver mögen, $1.007,193.92 und die .German American" von New Aork, deren VermS gen über $3,094,029.59 beträgt. Ferner repräsentirt sie die Fire Association of London," Vermögen $1.000,000 und die Hanover of New York" mit einem Ver mögen von $2,700.000. Die .Franklin" ist namentlich deshalb zu empfehlen, weil sie nicht nur billige Raten hat, sondern weil außer den regelmäßigen Raten auch bei großen Verlusten kein Ausschlag erfolgt. Herr Fr. Me rz No. 439 Süd Ost Straße ist Agent sür die hiesige Stadt und Umgegend.
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