Indiana Tribüne, Volume 4, Number 195, Indianapolis, Marion County, 28 March 1882 — Page 2

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tw JOfffc irlausiiv 7? . Täqliche Aufgabe SoJNtag?äu?za'.!c 5 t;t. rcrumrnct. ?Zkidk, zusammen , 15 Gt. r 'oche. IST DaS TagU.ü' rrrd:r: it ?n Racl::.iit. tsa um Tit- 5o!l'azsauägabr krschcin! dcs Ms?öS. N. SenwarMS t$v.. Öcrauaeler. Indianapolis, Ind.. US März 1882. L5Hneünd Preis- i:sLancas!)i:e. n Massachusetts. er. . . o t . v rii Vor einiger Zeit haben wir den legten . icht d ameiikanijchen Cnsu!z anchester er die dortigen Löhne und ! benZmitlelpreise kurz besprochen, und ! - p r . Bericht Manchester Lebensmittelpreise kurz besprochen, und darauf aufmerksam gemacht, wie gering die Lohnunterschiede zwischen dem freihanolerlschen nglano uno öem su)utz

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zöllnerischen Amerika sind. Der Ches,", weer oymn.urage scil

des statistischen Bureaus von Massachuweil (wie später gezeigt wird) weder hier noch in England ein Weber genug verdienen kann, um eine Familie zu ernähren. In beiden Fällen wird eine. Durch schnittsfamilie von fünf Personen angenommen. Der Mann und die beiden ältesten Kinder gehen in die Fabrik, die Frau, bleibt mit dem jüngsten Kinde zu Hause Der englische Familienvater arbeitet 5L Stunden per Woche, während seine zwei Kinder half-lim ers'' sind, d. H. nach den Bestimmungen deZ englischen Fabrikgesetzes nur Halde Tage arbeiten dürfen. Der Weber in Massachusetts muß 00 Stunden arbeiten und seine.Kinder sind volle Tage während 32 Wochen des Jahres beschäftigt. Die Kosten des Lebensunterhaltes sind nach den Retail-Preisen, wie sie im December 1881 in Lancashire sich stellten und nach den Durchschnittspreisen in Massachusetts während des Januars 1882. unter der Voraussetzung zusammengestellt, daß beide. Familien dieselben Quantitäten verzehren. Der Wochenlohn des Kindcs in Massachusetts ist als 1j.2 der Jahreseinnähme berechnet. Danach stellt sich nun das Verhältniß wie folgt :

setts. Carroll D. Wright, h..t nun die. 1 u vcu "l r" jn. ses Thema eingehender behandelt, und',undeaanpl,tadt aufhält, iprach sich , zoXvl sah sehr bald ein, das; Sumveröffentlicht die Nesultate seiner Berech-' nach Annahme der Hinesen-Bill durch vollständig im Rechte war, nungen. Der -Statistiker legt seinen i das. Haus, in fo.gender Weise aus : lachclnb nichte" er il;m eine arte, Veraleichen zwei, Familien zu Grunde, ! all dem Für und Wider, das lch Mm n ca(lte. . mu; qu schreiben

1. In Massachusetts 2. In Lznc.shire : Der Latr Hwei Kinder H 0.S4. - ; z , Gcsammt.'Eink.m:-., $ö!ö Bei den Spinnern stellt sich daZ Ver hältniß etwas besser : Wochk'verdlsl des Acte:; $10. ! LweiKmserGZl.dz... .... 5.' 4 m fr . r (Sefan-.tiltEl'ksmznen. ..513.7J 2. Eng'and : Der Ba,c Zl)kt inde (c ?7.E0 i y. Sesammt-Cinlommen 9.72 Die Kosten des Lebensunterhalts stellen sich nun wie folgt : Preise nd Quantitäten, LznczVerbraucht xer Woche. ihire. Brod, 8 Vierxfundlaibe Maismehl, yx Peck 2i Weizenmehl, 6 Pfand 2 ?rijchei Fleifö, ö Pfund I Exe. 2 Pfund attofieln, 4 Pfund 4 Mllch, 7 QuittS.. 4i Gemüse 12 äffet, Ja,a, y Pfund itf iunÄ...., Yl) k Zucker. 3 Pfund....... 'i eiS. S Pfund 8 Butter. 1 Pfund.. 3j Uelassr.l Qua:r . 12 Seife.! Pfund H) ohlen Del ; 12 MieihzinS l.i"j i-'.'nchaj f.ttö'. 1 'ii .."7 ?a 4i) 81 42 12 l'i i: :;,) 2) y. i;; i.) 0 i.öj Total xerWoche.... ?ö. v; Eine , kleine Prüfuna dieser Tabellen ergiebt nun Folgendes: Eine 2Ieberfamilie verdient in Massachusetts c. O O mehr als in Lancashire, dagegen kostet ihr Lebensunterhalt $1.20 mehr als in England, so daß nur noch ein Mchrverdienst von $2.08 übrig bleibt. Bei den Spinnern ist der Unterschied grösser, hier ergiebt sich eine Netto Mehreinnahme von $2.81. Aber dieser Mehrverdienst muß noch etwas weiter analysirt werden. Zunächst ist bei Berechnung der Haus .Haltungskosten die Lebenweise einer Familie in Lancashire zu Grunde gelegt worden, hier aber bei längeren Arbeit?" stunden und einem anderen Klima wird durchschnittlich mehr verlangt, um die Arbeitskrast zu erhalten. Die Unkosten werden also unwesent lich erhöht werden. Carroll D. Wright geht außerdem bei selnemVergleiche nicht weiter darauf ein, wie viel mehr hier gearbeitet werden muß, um den höheren Lohn zu erzielen und wie der Mehrver dienst durch die durch Schutzzölle erhöh ten Preise.- , für. Kleider :c' aesckmälcrt twird. Einer Wcbersamilie in Lanca shire blieben nach den obigen Tabellen noch 22Cents.für Kleider und sonstige Ausgaben pek ) Woche '. übrig, in Mafia chusetts beträgt dieserUebcrschuß 32.30.. Bei den Spinnern stellt sich diese Zahlen auf $2.98 in England und $3.79. in Massachusetts. Rechnen wir nun sehr bescheiden, daß Kleidungsstücke, schuhe, Bettzeug.-Möbel :cv:c. hier nur um ein Drittel theurer sind, als in England, so redueirt sich der Mehrverdienst der hiesigen Weber auf $1.38z resp, bei den Spinnern auf $1.87. Der englische Arbeiter hat eine Woche von 50 Stunden, in Amerika wird mindestens 60 Stunden gearbeitet ; in England leistet der .hal5-timei:" 28 Stunden Arbeit per Woche, während in Massachusetts, lelblt wenn die Kinder nur 32 Wecken

Woche verdienst des ?a,e?Z ?5.ki . Verhältnisse dort nicht günstig sind und ümiti&ux 4?2.33 -iidie nur durch die billige MongcleN'Ar-Cea,.in::-Sii'.:o.r,-.:N fiiuo $eit rentabel aemacht werden können.

m r.' vj liii s St un h, , " r . J n U, i j' Srt,v4ii fVW -vJtji jtlUwl; Um u.-O OCH LbClI U2iCMbCnCU . ; li r r S v $ o.ltu.u "t )u i IM' , !cn, die . vamtf.e GT. ,7 .s - , i OY , , , I it - li t- ff r- V ! niti. i l , i v Y- -'...uuui uviO lb wnr.iH-;: ciuivcvarüsit nifi f - O . A 1 ! v A SlUtrtV i ..). ui3 iit ,nC ner ist dieser schützten Industrien der Vcr. Staaten ! bcitslcistunz bekannt s:in, um sich ein 1?Hf-ff'1 in$T?rr Jt ffrr kllll.M. QOCöCn I f,:r s;. ?inbernrb?;t fcpMer sir.V-It rJri DYit" c.:. ..z.,i.and. aber d:e,e auch schon. " ireqe cc5 itcr.cnj einer irenacn ka drikordnuna wie sie in n land besteht, ...ü it -s iiiiii tf X S' ci'rsti ;ii-n n ':;f nci-f,r : ..Hl 'n tv" " I r-..: uul. L.t:tu i.iia.u)..)! k.,juz.. ', v-v-" - Uiii-.i li cit.a j.iumü,;u-.,, v' ViL f;v vv: v : s ' ... , a. , 'f : '" 'r.n " . ' 'in ' ' " m" ' '" ' O a : tif..r.-. iVyntln-ZKi. ir. r. .Tl. ; 7 1 n s rr mia c(i.juivinuiin nnv vnn rnn c -. . r- . -i ' !.rcn iite l ceteue AUsmerlsamrelr Vorschlag gehört und gelesen habe, ist ein Punkt nicht erwähnt worden, der meiner Ansicht nach besondere Berücksichtiguno verdient. Die Möglichkeit, Arbeiter zu beschäftigen, sei cö als Dienstboten, sei es in industriellen Etablissements, welche mit geringen Löhnen und mangelhafter Ernährung zufrieden sind, demoralisirt diejenigen, welche diefeArbeiter anstellen, mehr, als die letzteren selbst. Das Angebot derartiger billiger Arbeit läßt den Geschästsmznn und denjenigen, der sich Eesmde zu h.ilten im Stande ist, immer schlechter und niedriger von der Arbeit denken, und nicht darin, daß die weißen Arbeiter unter den ungünstigsten VerHältnissen mit der Mongolen-Arocit zu concurriren haben, liegt der Hauptnach theil der letzteren, sondern darin, daß die Arbeit an sich, von welcher ein großer Theil ron mißachteten Leuten gethan wird, zu einem Gegenstande der Gering schätzung wird. Hierzu würde bei einer fort und fort anschwellenden Ehinesen-Einwanderung schnell der weitere Nachtheil treten, daß Kapitalisten an derPacisicküste Etablissements errichten wurden, sur welche die gemacht Wenn cs gälte, die Länder am Pacific so schnell, als nur möglich zu bevölkern, alle Ländereien so rasch, als nur erreichbar, unter den Pflug zu bringen, alle Minen auszubeuten, alle Hilfsquellen im Augenblicke zu erschlicßen.dann wurde man unklug handeln, die Chinesen-Ein wanderuna zu besr.infen. ine her artige hastige und sich übersiürzendeEnt , y vv "7 wwm -w w v Wicklung würde aber für die westlichen Staaten und Territorien kein Segen, sondern ein Fluch sein und 'als solcher auch auf die Ver. Staaten zurückwirken. Schon die Redensart, welche alle Gegner einer Beschränkung der Chinesen-Ein Wanderung im Munde führen : There is rnoney in Chinese", beweist deutlich, daß nur die einseitigen Kapitalisten es sind, die von einem ungehemmten Zuzüge der Mongolen zum Schaden der gesammtcn Bevölkerung prositiren würden." Stöckcr lauft Svienrutkien. Es wirkt nachgerade tragikomisch, wie den Hosprediger Stööer die früheren Bundesgenossen abschütteln. Nachdem soeben erst die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" von den Widersprüchen" Stö clers gesprochen und ihHin der BeHandlung seiner Lieblingsfrage lediglich auf das ökonomische Gebiet verwiesen hat, kommt nunmehr die Schlesische Ztg." und will den Herrn Hofprediger gerade auf diesem Gebiete nicht gelten lassen ! Das konservative Blatt findet, daß er auf die ökonomische Seite einen viel zu scharsen Accent gelegt habe, und fährt fort:' Stöcker will zwar die Parole Kaust von keinem Juden!" nicht gelten lassen, aber er erklärt es doch für Pflicht der Christen so viel wie möglich ihre GeschäftZvcrbindungen bei Christen zu suchcn." Was soll das heißen ? Derjüdische Kausmann leistet innerhalb derjenigen Sphäre, in der er sich einzig bewegt der große überseeische Handel und einzelne Zweige des Binnenhandels sind ausschließlich in christlichen Händen durch Fleiß und Umsicht das Mögliche, und wer sich nicht gerade solche Juden aussucht, die zu Spottpreisen verschleudcrn, kann bei ihnen aus eine Solidität, aus eine Promptheit der Bedienung rechnen, wie sie mancher christliche Händler vermissen läßt. In unserem Osten würden wir entschi'.dcn einen Rückschritt in der Kultur machen, wollten wir aus den jüdischen Kausmann verzichten." In dieser Weise wird der Oberrcgisscur der Hetzkomödie von der einenSeite auf die andere gestoßen; die jüdischen Studirenden nimmt die Norddeutsche", die jüdischen Kaufleute die Schlesische Zeitung" gegen ihn in Schutz, und so werden die Brandfackeln des Mannes, der zwischen den Angriffen seiner eigener: Parteigenossen Spießruthen laufen muß, bald aus Mangel an Nahrungsstoff völ lig verglommen sein.

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ScJ JBoiLva Sournal" lri:ut in cU tt r iinfr fs?tt Mitmr?m rttt fCV-vct-V V lVfc v H .ltU&lk ViitW VI 1 u . inflndi. rsA Nerbiiltnis' in v " F . V . . V .. , G T U' - - - - 7 - . . .. , . jiucicgeni Lincoln, teumr.er und Schale zu einander standen, in einem ganz neuen ' i . m t , . . s . . ... Richte erscheinen V bewegen, Cha,c zum Oberbundesrichtcr ' o-' jii ritnnn nn.t t irr ?it r.t(n'vn(rr('i a ,""t"' V-" l owuk wiederholte Unterredungen mit Lincoln, -. Mt0rt sLil,, Wrff 9 viiviiiivii; miv iivtti (1 viwvi i itvuv i . . y H Ta44 Pf Al A O Vv a4a rn ipnprnn 11 HTcrrnTTnni'n m it m rrrnirr i IsIVVViy VltV -lV.VUIVVt i i, rViUVUill Während der letzten der'slben bemerkte . '.V..I. .11. 1T.-1 V . :i II'. L I 'öTA v-.ss,; . oVVj es wurde v ell :cht das Zweck"'(ipiajic lein, uga c iv vri zu einem im W:ißen Hause einzuladen ! .,v i, s; rn:. ullu uil vup vt:tz Nation zum Oberbundesrichter erhalten -.. ,,s s . srrtt,nSrti. fst. ?;;, fst Vj. frM,.. lonne, ,sall- er aus die Canddatur sur bie w'ichast Verzicht leiste. SllA damit jedoch keinezwkgs kierstand., sondern stell,. Lincoln , dch Är. xs,.,r, Hui r,.: .:c,s:.f.: er sich dadurch nicht alkein mißliebiger ttritlk aussetzen, sondern daß es auch elne Beleidigung für Chase sein würde, ihm .das versprechen abzuzwingen, sich Nicht . " um de Präsidentschaft bewerben znwolSie auf diese Karte den Namen' des Mannes, den Sie zum Oberbundesrichter ernannt zu sehen wünschen. Sumner schrieb auf die Karte: Solomon P. Chase", und dieser wurde am 6. Dezember 1861 von Lincoln zum Oberbundesrichter'nominirt. Sumner betrieb die Bestätigung dieser Nomination s itcns des Senats mit großem Eifer, und kaum war sie erfolgt, als er zu E :se eilte und diesen davon benachrichtigte. Als er aus dem Zimmer desselben tret, begegnete er ans dem Forridor derTctf ter Ehase's, Frau Kate Sprague.jwelche ihm schelmisch mit dem Zeigesinger drohte und ausrief: und auch Sie, Herr Sumner? Sind Sie auch daran betheiligt. Papa kalt zu stellen ? Ader warten Sie nur, ich werde all: Ihre Intriguen zu Schanden machen !" Herr Sumner pflegte diesen Zwischenfall ost zu erzählen, um zu zeigen wie -unrichtig die Handlungen der Menschen oft beurtheilt werden, und mit welcher: Undank ihm für eine seiiir besten Thaten gelohnt worden sei. QUl n rrtrt? Dic Compagnien der Eisenbahnlinien östlich vcn den westlichen Endpunkten der Hauptlinien, also östlich vonChicago, Indianapolis, St. Lonis, Cairo, Evansville und Cincinnati haben sich durch Delegaten, die in New $)orl zu einer Conferenz zusammengetreten waren, zu einem großen Pool" vereinigt, welcher die Einnahmen an Passagier-Fahrprei sen im Lokal- und Durchverkehr umfaßt. Diese Einnahmen werden an die einzelnen Bahnen nach dem Verhältnisse der Einnahme vertheilt, welche die Bahnen im Jahre 1881 aus der Personenbesörderung. gemacht haben. Frühere Vereinignngen ähnlicher Art gestatteten den Compagnicen, welche mehr vereinnahmten, als der ihnen nach dem Procentsatze zukommend: Zctrag ausmacht, dieses Surplus Hülste zu behalten; dies geschieht t.'n des jetzt gegründeten Pool" nichi, sondern die Vermaltung desselben hat derartige Ueberschüsse voll an Pool-Commissär Fink abzuführen, welcher solche auf der Basts de? entsprechenden Einnahmen im Jahre 1881 pro Rata an die Mitglieder der Vereinigung v?rtbci!en wird. zZleineren Vxti sollen abH'Nde Tarife v frl icr Ausdehnung g:sta:tct 'werden, daz sie dadurch in den Stand gcset werden, den Betrieb fortzuführen. Mit dieser einzigen Ausnahme ist der Tarif für Personenbeförderung ans allen am Pool" betheiligten Bahnen .derselbe. Beinahe alle Bahnen auf dem vorbezcichneten Terrain haben sich dem Pool" bereits anges'bloffen und der Beitritt der wenigen, die dies noch nicht thaten, wird in kürzester Frist erwartet. Gegen El-senbahn-Compagnieen, die sich nicht anschließen, wird der Pool" einen Kampf mit allen seinen Mitteln eröffnen. Die Gesammt-Einnahmcn für Passagierbesörderung betrugen bei den bereits zum Pool" gehörigen Bahnen im Jahre 1881 etwas über $60,000,000. Die Delegaten derselben Bahnen haben am 24. dies. Mon. auch die. Einnahmen aus dem Frachtgcschäste der Bahnen m ähnlicher Welse geregelt und

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zwar auf die Zeit von fünf Jahren vom jstcllungen und hoff! vcn ihm zu sah 13. dies. Mon. ab. Ein Eisenbahnkriegl ren. wer ihn zu ien teuflischer! Brben.

Eisenbahnkrieg I scheint also für diese Zeit um so mehr - eine Unmöglichkeit, als die größteWahr-1 scheinlichkcit vorliegt, daß alle übrigen, Bahnen innerhalb des mehr bezeichneten' Terrains sich dem Abkommen änichlleß?n werden. . Als Basis, welche der Vertheilung der Einnahmen aus dem Frachtverkehre zu Grunde zu legen ist, haben die Einnahmen des Jahres 1880 zu gelten. Als Bürgschaft sür getreuliche Elsüllung dieses Abkommens haben die einzelnen Bahnen folgende Summen zu hinterlegen und zwar, die New tyoxt Centra! $123,000, die Baltimore & Ohio $75,000 und die Grand Trunk 75.000. Für die New York Central hat William

B. Vanderbill, für die Pennsylvania A. x : Sür.tcr, diese Glocke ruft Euch ' lichen Würde, kann letzt Gnaden ansI. Kassat, für die Erie George R. Blan-i .UTil Dienste des Herrn, zu nichts Ande-! theilen, wie jeder andere europäischeKöchard den betr. Vertrag unterzeichnet, die l(nl nig und besonders wie der benachbarte übrigen Bahnverwaltungen haben ihre J. - n r . r ' neugebackene Raxl von Rumänien. Die Zustimmung Ukgraphisch Ilätt. Com- Cuw m i tücser T?g w m, ar Jiük glaubt, dik die Haupllmlcn ?. ,,:", ( ,j, ,; auf twen König, denn sie können auf,

des Westens , den ., gesammlen Beilrage. vielleicht mit einzelnen unbedeutenden Modifikationen beitreten werden. ......ö..! t .

5i::::t. Or vli l"' iuit'. S anbclftcrn, r-clu; V.lji j Ob--tier.t (ifiirlsv G. Wells ü:i 4j u ' j . j c i n : r r;:;m in Alban.) an Id. früh 4 Uhr in 6!crnVi!bc des Hevcnlcj entdeckt hat. fcr.r.tc wegen des vctüevr W , t j t s4 i fi!?t nrtountrn SinrTiPK; r.?:;V V v - V V lic Undurchstchtigkeit seines sehr sfcineir, täglich xirci t'tllioncn Meilen, iit im 15l , I hrpn fflf s,-n ,- . ' - - - , ' GrtiiA .Mrortif tM-rt utti (,111. - "w - X UllllL 1 II 1 1 L l II I . I l. I II. I. i k- 1 urernf. wird une as.jtc i - " Sonncn-?!tthe Mtc Iu:.i erreiche:: und dann blos 10 Millionen ?-i!cit Don der . KUC üü.'l UCt UUt U.ICU Vilüi'Ui C Ulla , omr,,n 1 . ?l'.r '"l 1; v-'i.. ndv "& i " " Äi. üfr HiCC eiv aus 5J MiUtONCN nahe kommen. Man kennt bloß ; i n Kometen, welche der Sonne so nahc ge i " kommen sind, als der letztentdeckte ; dieser ist mit keinem der bekannteren Ko:neten identisch, seine Erscheinung stimmt aber mit den spärlichen .Nachritten, die wir über den Ko neten vom Jahr? 1097 besitzen, merkwürdig überein. Mit Fernrölnen mittlerer Starre kann der Komet jetzt schon in aanz hellen Nächten beobachtet werden ; er ist zur Zeit die den Astronomen i'tterrssantcste E:)kinung am Sternenhimmel. Eine Zc:ne aus (5:?stlk ardcn. Der französisch: Dampfer Lion ville" von Bordeaux hat soeden seinewischendeckspaszagierc in (;iji,se Garden abge setzt. l.mer der letzteren, lt. -ömii'.erat. erscheint mit einem gewaüizen Laren, einem irabren Ungettzüni, an der Bar riere. Jy:n folgen sieben Reisegefährten, s 5 .n .::'! ich in Bcg!ei:unz eines gra ßen Bären. Die übrigen' das Siff verlcssenden Pttsszziere drängen sich ängstlich an den Bestien vorbei, deren je tz t a u & ; i :i Z o II !) c a ,n ?e? a n si chtiz wird. Derselbe ru?t dea . Äärrnführern zu: Halt! Aus die Bren da hiben Sie einen Zoll z-i entrichten VMiii 'UllUtlJiti . ,j aent. Tale 150113 lu Bär." 15.. 5t,.. .k i5.. . r. i.n V.?o ?l-u-ZokZbezmter : Nein. Nein ! lw Gotte-willen ! D:e 'Oestien können wir nicht k.'.er behalten : di'.-s.'lven würden niuit ti'.er Organen: vs'iven wurden uns j r bci lebendigem Leide auffressen !" (vrffpr Wiirrnf'iHrpr ?ir n.nistrr V jV .hlllMVVk '0 iW4ll4, n:r 'Usfl-csscn. iijie ;n ar rar manoer wie Cnnnibal. JZ parfaitement sahm. Voyez donc, .:ck stocken meineMain in seine Bouche." Zollbeamier: 'Nein, Nein! Sie können die Bestien nicht hier lassen ! Wir haben hier keinen Platz sür sie. Nehmen Sie die Thiere mit sich sort !" Im Gänsemarsch zogen die acht Frauzosen mit ihren acht Bären durch Castle Garden, dem Broadway zu. Das Wcgerecht wurde den neuen Ankömmlingen von Niemanden streitig gemacht, und'die Franzosen wunderten sich zum Höchsten, daß die Bewohner New V!' ihnen und ihren Bären so höflich Platz machten. während Pommerat, der erste Bä renführer, dnrch 05;ft:n und unverständliche Worte den Passanten begreiflich zu machen sachte, daß die Bären ga'.z harmlose Geschöpfe seien. V szu Inlands Lieutenant Thomas W. Chandler ßcrb dieser Taoe in BrooUyn n F2ls;c einer KopZwunoe, wilche er im LaNe ISOl bei'm Vonucken der BorPosten vor Fort Steadman erhalten hatte. P r ä s i d e n t A r t h u r ist ein Mitglied der Episkopal' Kirche, deren Fastenregeln ihm jedoch vollständig .Wurst" zu sein scheinen. E i n M i t g I i e d d e r ch t n c sischen Gesandlsch st in Wajhington zählt erst nennundzwanzig Lerz?. gleichwohl rühmt sich diese? junge Man, bereits Großvater zu sein. In den letzten Tagen bis zum 23. d. M. sind ans der Hudson River-Bahu zwei Züge aus den Geleisen geworfen worden, weil dieWeichen falsch gestellt waren. Am letzten Tae wurde der neunjährige W. Ky.in dsbet ertappt, wie er eine Weiche falsch' stellte, so daß dei nächste Zng, dessen Ankunft nahebevorstand,. ebcnfalrSt aus den Schienen gerathen mußte. Der Junge wurde natürlich verhaftet, man hält ihn für- den Verübe? auch der beiden früheren Verstücken verleitet hak. Die u n ä ch t e n I n n f z i -Centsstücke, welch: in mehreren wsstchenstra ten und Territolien courren, wurden in San Francisco von Chinesen hergestellt, Dieselben ve,wende!cn ctnc Äcijchung schwerer, unedler Metalle und versahen diese mit einem Ucbcrznge von Silber im Wertöe von 16 Cents. Die gesälschten Stücke haben genau das Gewicht der echten. Fabrik und Stempel hat man noch nicht entdeckt. D c r B a p t i st e n Kirche in Dedham, Mass., ist von einem Unge r.nnnien eine fdhnn? (Vi'ßi ?tirn siieuenfc': rtfmt ?!iorhfn. tnrlrf.e d t nüf rift - i", ? CSÄ HÄ -" , v ter festlicher ein Paar getraut hatte. nnn dem die Braut ibren Eltern die aelm 0ie rawl mtn umUt ste

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Sonne entfernt sein. Anfang Sni wird : str;0f?"? ZU enangen, sehr Wirker mit unbemasfneten Auqen, VldH ' la .rtyjjtc, dieser Tage eme Ge. c?.,.,,! :nr i.Zf i. !,'.z ri'ipn ? rachir.i'eicr veranstaltet. Der Häuvt-

0kj v. i J ivv-rf ftvvi "7- v-t -TWw i , . , , , " . , helZ und somit seines intenfio.en Glan-! lg schilderte, wie dies unter den Jndiv.l r.-:v.s:j.. rvs.-iti. oncrn tci derartiaen z?eierlickke,ten 6?,tte

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rn....' s. .. i. .. -. y . . UJUL'UilJ IU'.iUI?, üuUüi". yClui;s sr. 4i u ..: i 11 u II u v u uuit V ' srt ..'.an sich fetv Uijs.aft für Mason's "jfjnabirunq. Ein Geistlicher sagte so- j cr aus d?r Kanz?!, es sei eine Schande, 1 Vaf; ?afo:; dafür, daß er aus den arin-! n s'i in i a ii n n t nitrnu Moider" aejchozzen hätte, bestrast , KriitgliedTttcker ist 'er(?rzäh!cr und in der Wash- ! Gesellschast als solcher sehr geeinem neulichcn Dmer gab eri ckte aus dem 9elien de? ölten ?:!etjnber Sterbens zum Besten, welche ! Vavld Davls dermalen gc ausrief : Ich wollte 9500 wenn Lmcoln noch am Lc diese Eescüichte bören ' . . . . , . v 1 11 viu 1.1 lu et xj in a q a n i4 A X rl A 40 Ui.ßA. KVl. wi"c"cn rnnr rrrr 211 irnrf n pp ii-.ut iia au Viuitii : r. . i ..rr. v. oooarp, roeicccr oiejeioen . . .' " xvwot ocHicocn einen ociiiiiei uoer ... ist, öj zu kemm errn Goddard, ohne dessen Namen nen, aber so deutlich, daß leder wußte, wer aemeint war. EZ', kommt sehr selten vor, daß die Indianer ?u Ehren eines Bleichaesichts" eine derartige Feier veranstalten. Präsident Arthur soll es nicht gern sehen, daß Gouverneur Cornell von New ork sür sein Amt wieder nominirt werde, doch verhält er sich dieser Angelegenheit gegenüber vollständig passiv.Der Schmutz in den Straßen von Springsield, Jll., ist zur Zeit so tief, daß die den Verkehr mit dem BahnHofe vermittelnden Omnibusse nicht mehr fahren können. Die Harsknechte der Hotels mästen das Gepäck der Reisenden auf ihren Schultern aus den Seitenwegen befördern. William Herndon, welcher als Rechtsanwalt der Compagnon Abraham 'Lincoln's und einstmals sehr wohlhabend war, ist jetzt ein Pauper". Der Schnaps hat ihn so weit gebracht. Philipp Schuyler vanR ens scllacr, der Abkömmling einer der altesten Knickerbocker-Familien New Vork's, wurde am 23. ds. Mts. in seinem Zimmer todt und mit einer Schußwunde in der reckten Seite des Kopfes aufgesunden. Die Polizei berichtete den Fall als Selbstmord, aber die Angehörigen des Todten versichern, es liege ein Unfall vor. Renscllaer war 38 Jahre alt, seit Vffi n1ttf(tff wtißii(i ft 1 unu yiuu.uu vitviiutiii, j gut situirt und man kennt kein Motiv, ihn zum Selbstmord getrieben haben ! könnte. ! n I n New H a v e n, C 0 n n., sind Brandstiftungen jetzt so häufig, daß der dortige Mayor für die Verhaftung und Ueberführung jedes Prandstisters eine Belohnung von $300 ausgesetzt hat. Wie cs heißt, ist in New Haven in dem letzten Monate Eigenthum im Werthe von $300,000 durch Feuer zerstört worden, welches durch Brandstistung ver ursacht rnrdc. D i e zur Candy-Fabri-kation gebrauchte Terra alba wird nicht nuhr, wie früher, zum größten Theil aus Frankreich, sondern aus Georgia bezogen. Der aus diesem Stoffe und einigen Zusätzen hergestellte Candy wird Californischer Zucker" genannt, obgleich er mitEalisornien nichts zu thun hat. . Die Tochter Louis v. Hoffmann's von New Jork steht im Begriff sich zu einer Marquise emporzuschwingen. Sie wird nämlich demnächst den Marquis de Mores heirathen. Es steht zu erwarten, daß sie ihn Mores" lehren wird. Ihr zukünftiger Gatte ist der Sohn und Erbe des Herzogs von Ball ombrosa. in armer Mann in de? Nähe von Wabash, Ind., der mit Weib und Kindern zwei volle Tage ohne einen Bissen Nahrung gewesen war, ging in eine Mühle in der Nachbarschaft und bat, man möge ihm einen kleinen SackMaismehl auf Credit ablaffen. Dies wurde ihm verweigert und er ergriff in seiner Verzweiflung ein Säckchen mit Mehl unv eilte mit solchem davon. Daheim mischte die Frau einen Theil des Mehls mit Wasser, und Eltern und Kinder verlschlangen die Speise ungekocht. Kaum . . -. r ? tm.'T. v ..!.. V yallen sie aus viele veife oen muioenosten Hunger gestillt, als ein Constabel den Unglücklichen verhaftete. In der Irrenanstalt zu Stockton, Cal., wurde kürzlich eine Geisteskranke untergebracht. Dieselbe ist von dem Wahn befallen, sie sei berufen, die Jrlünder und Chinesen mit einander auszusöhnen. DerDampferDavonshire" bringt näch San Francisco die Nachricht, daß m der Kuruen-Gruppe zwr :$m Japan und Kamtschatka eine neue Insel entdeckt worden ist. Ein Versuch der Colonisation soll anaeblick aemackt zwerden. wenn die Insel nicht schor von 'den Russen gekannt und beansprucht ist. zBarc 5ics nicht der Fall, so kann die neue Entdeckung nicyt viel auf sich Hz.it. Vom Nuölarttt. Ueber Nacht ist der anspruchsloft ürstMilan -ls königlicher Aar"über die Thakr der Drina emporgestiegen, und sein Volk freut sich des erhabenen Schau iviels; stolzer schlägt die Brust jedes Serben, der nunmehr sich königlicher Unterban" nennen darf. Der Enkel des ui 'simplen Schweinezüchters Obren, angc , . - 1. V ! tvcin Mit vem ermellN uno ver ivlllg herrliches, klassisches Vorbild-,m VY r 1 in,Z JI iv lV- Obrenovich ist geboren am 10. August 1851, wurde am 2. Juli 1808 zum r.:..?. CTm nit Uftmn ' Hilft

Ofürflen proklamirt und ist seit dem 1,. Tdohcx 1875 mit der Fürstin Natalie Kccko, geboren am 11. Mai 1&59, vermählt. Der Thronfolger Kronprinz Alexander ist geboren am 14. August 1876. Dem Lebensalter nach ist der neue König der zwcitjün.stc König und überhaupt der zweitjüngste Souverän in Europa. Nur König Älfonö von Spa nien, geborn am 28. November 1857, ist jünger als er. . Das neue Königreich wird das sechzehnte Europa's sein. Das neue Königreich hat 48,52 QuadratKilometer Flächenraum und etwa 1,700,000 Einwohner. Ein w a h r e rWallsahrtk ort sür die medizinische Welt wird in die sem Jahre die ReichshauptstadtBerlin werden. Abgesehen von der hygienischen Ausstellung wird eine ganze Reihe hochbedeutender ärztlicher Vereinigungen und Congresse tagen. Die Ersten auf dem Plane werden, wie immer, die BadeAerzte Deutschlands sein. Der vierte Balneologen-Congreß, der seine Gründüng der hiesigen Gesellschaft für Heilkünde" verdankt, wird am 18. und 19. d. M. im Norddeutschen Hose" stattfinden. Den Badeärzten werden die Chirurgen folgen, welche vom 30. Mai bis 3. Juni inkl. ihren elften Chirurgen - Congreß

unter Geyelmraty v. Langenbecks bewährter Leitung abhalten werden. Ei nen Monat später, vom 3. Juli, wird der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflegc" hier tagen. Am 0. Juli wird der Verein in gemeinsamer Sitzung mit dem Deutschen Verein für Gcsundheitstechnil" über Die künstliche Beleuchtung und ihre hygienische Bedeutung" verhandeln. Das Reserat über diese hochwichtige Frage haben Proseffor Hermann Cohn in Breslau, Dr. Herzberg in Berlin und Dr. Erismann in München übernommen. Im Anschluß an diese Verhandlungen wird auch der deutsche Aerztetag seine diesjährige Iahresversamnung in den letzten Tagen des Monats Juni hier abhatten. Im Gegensatz zu all diesen Vereinigungen wird der noch in der Bildung begriffene Kongreß für innere Medizin" sich von Berlin, von wo der erste Gedanke zu seiner Entstehung ausgegangen ist, selbst fortexiliren. E in seltener Gast hat gegenwärtig die gaplichen .Räume des Grand Hotel Rouge am Plötzensee bezogen. Es ist das ein echter, veritabler Unterthan des Schahs von Persien, der in Berlin das Unglück gehabt hat, bei einem Taschendiebstahl abgefaßt zu werden und nun seinen Mißgriff" mit einjährigem Gefängniß zu büßen hat. Der persische Gefangene scheint sich sehr schwer in seine Situation als Strafgefangener einzuleben. Zuerst wollte er überhaupt keineSpeise genießen, sondern verhungern, da, wie er sagte, die Gefan genenkost mit Schweineschmalz :c. zube reitet sei, und ihm seine Religion verbiete, etwas vom Schweine Herrühren des zu genießen. Schließlich hat er sich zum Essen bequemt, zeigt aber cm üußerst renitentes Benehmen und scheint seinen Lebensüberdruß immer noch nicht abgelegt zu haben; er brachte sich Stiche in den Kops bei um zu verbluten, und verfiel beinahe in Todsucht, so daß er nur mit Mühe gebändigt werden konnte. Vielleicht trägt oie einjährige beschauliche Villegiatur dazu bei, das heißblütige Temperament des langsingrigen Sohnes der Sonne etwas abzukühlen. Nach seiner Entlassung wird er natürlich ebenso wieDurchlaucht Eristoff als Ausländer per Schub über die Grenze des deutschen Reiches gebracht werden. Adelin a P atti veröffentlicht in ihrem Monitcur, dem Pariser Figaro", ihr Neiscprogramm. Hier nach verläßt die Künstlerin am 5. April auf dem Dampser Servia" New Vork und gedenkt nach einer zehntägigenJahrt in Liverpool einzutreffen. Mr. Gye, der Direktor des Covent Garden und der Gatte der Madame Albany, wird die Diva in Liverpool erwarten und sich mit ihr aus sein in der Nähe Londons gelegenes Schloß begeben. Ueber die Gaunerbande, von deren Festnahme in Metz wir bereits berichtet haben, kann die Metzer Ztg." folgendes Nähere mittheilen : Die saubere Gesellschaft bestand aus drei Personen. und zwar aus dem augebl. Rcntner Fuch?, 7 Jahre alt und aus Möppen in Holland gebürtig, der in Dresden, Berlin, seinen Wohnsitz haben will ; dem 43jähr'gen Bernhard Heinemann, angeblich Chemiker, aus Kassel und dem Ferdinand Varcdi aus Großwardein (Ungarn), anzcblich in Pris domizilirt. Das würdige Trifolium hat zuletzt in Saarbrücken in ei.er größeren OisiziersGesellschaft Macao gespielt und dabei ein schönes Geschäft" gemacht. In den Koffern der Herren fanden sich bei deren Verhaftung vor : 20,000 M. in Baar, l0,000 Mark in Juwelen, circa 40,000 M. in Schuldscheinen, ferner ein Jnstru menb zum Krpiren resp. Signiren der Spielkarten. Die Gauner, wenigstens ihr Senior Fuchs, können sich rühmen, in ihrer langen Lausbahn bereits mit hohen und höchsten Personen gespielt zu haben; Fuchs,,' der auf keinem Rennplatz fehlte, vielmehr überall mit cinemBänkchen" bei der Hand war, hat unter Anderem schon einmal mit dem Prinzen von Wales sein Glück versucht, aber nicht gefunden, denn der englischeThronfolger nahm ihm dabei 40,000 Thaler ab. Nicht blos in den Vereinigten Staaten gibt es Richter, welche durch ihre seltsame Weisheit Staunen erregen; folgender Fall aus der schweizerischen Republik bewirkt das nicht minder. Im Kanton Appelzell erbt noch die alte Sitte fort, daß Mädchen, welche nicht länger Jungfern sind, das Haar nicht wie diese tragen dürfen. Ein Mädchen, Namens Josephine Brulifauer, erschien bei der Verlobung ihres Bruders mit jungserlichem Haarputz. Ihre Muhme riß ihr denselben herab, weil sie kein Recht dazu habe. Die Brulisauer verklagte sie vor dem Gemeindegcrichte und erhielt gegen l sie eine Verurteilung zu 20 Franken Strafe. Die Muhme legte Berufung