Indiana Tribüne, Volume 4, Number 194, Indianapolis, Marion County, 27 March 1882 — Page 2
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4 r -V 1 vfüglich mit) 5ciitJ.!a(?olv.;iV;nöi Öfffee: kii:rc(r.: '.FprfO ?rir.t:.rr .t rr.rtoll at I)iJ!:m,:,i -o'i-. i,-Zi.'.?:.:.t -' ' i.vy' 3p.TiAe 2u$2d . Sacstast'c . Bid? .nf 2ni:iten .12 -Cts.. ;c: ?'(-' 5. tt.'. jrcr'a:::!:,:. .15 (St-. ' ü!r-;;. wft 1 .vJ'i.ii.in ,t;.'..; ik. i .t .i.nj -i. T. ,,i.'t ,.f.;., ;.i- -,,.!- ia-? unt Uhr. D'.' T-o'.ttasu5.'..:? c?schei-.,5 ItiTlcxrtr.g. ..T.rt Cl . V f-2, r I I AIx '4 w i. vcraa'jicl'i:. J?:z?.JpLliS, Ind.. 27. 112. Gin lDEX LIBE0EUI PE0IIIBITÜKÜ.M'1 clcher auch für unsere mit der cnglischcn und englisch-amcrlkknischen Literatur sich beschäftigenden Leser nicht ohne Interesse sein mag, wird zur Zeit von dem D:rektorium der öffentlichen Bibliothek in Boston angefertigt. Man ist dort bekanntlich schon seit längerer Zeit ans eine Peinigung" der Bibliothek bedacht und hat sich zu diesem Zwecke mit den Verwaltungen ähnlicher Jnstitlite inVerdindung gesetzt., -. Daß cö in der cngl.schcn und in der englisch - amerikanischen Literatur sehr viel Schund gibt, viel geistige? Gift, für dessen schädliche Wirkung viele traurige Beweise vorliegen, ist eine bekannte Thatsache.- Aber gleichwohl ist die Prüderie, mit welcher ? die Bostoniaus" bei der erwähnten'Sache zu Werke gehen, gleichfalls eine höchst unerfreuliche Er scheinung i ?U zweifelhaft und verdächtig hinsichtlich ihres moralischen Standpunktes sind eine gane Anzahl Schriftstellerinnen bezeichnet "worden, 'darunter folgende : Frau Ann S. Stephen, Frau Southworth, Frau Mary Jane Holmes, Frau A. I. Evans, Frau Caroüne Lee Henh, und Frau Henry Wood, sowie Fräulein Braddon, Frl.' Florence Marryatt, Frl. Nhoda Bronghton, Frl. Helen Malhers, und Frl. Jessie Fothcrgill. Nun kann aber kaum eine dieser Scribentinnen der Hervorbringung wirklich unmoralischer litcrarischcrErzeugnisse geziehen" werden.' Ihr Verbrechen, oder 'sagen wir lieber: ihre Haupt' schwäch?, besieht darin, das: sie eine zu 'große Sentimentalität beschen, daß ihr Styl ein zu geschraubter ist, und daß sie das Leben oft durchaus falfch auffaf sen. Aber im Allgemeinen sind ihre Schriften sehr harmloser Natur und können, wenn viele von ihnen auch der unreisen Jugend vorenthalten werden sollten, .unter den erwachsenen und geistig reifen Lesern feinen großen Schaden anrichtend Als für Knaben gefährlich und ungcfund werden die der Abenteurer-Litera-tur ungehörigen Schriften von Horatio Alzer, Oliver Optie, Mayne Neid und selbst von W. H. G. Kingsion und dem Geistlichen Elijah Kellogg bezeichnet, während von; bett Montanen und Novel len Edmund Vatcs', Wittie Collins' und Vulwcr Lytton's gesagt wird, daß ihre Lektüre, welch? für .unreife Leser höchst ungeeignet sei, auch Erwachsenen durchaus keinen Nutzen gewähre. Die Ausgabe der mit der Reinigung" der Bibliothek beauftragten Herren ist eine höchst delikate, denn der "Gefchmack des btelköpsigkn Publikums ist eine sehr verschiedenartiger. Als Kinder wollen sich dieBostoner,welö)e von den Vorthcilen, welche die öffentlicheBibliothek ihnen bietet, Gebrauch machen, nicht be handeln lassen. Vielleicht bestände dar in das zweckdienlichste Auskunssmittel, daß man eine Liste'. solcher Bücher aufertigt, welche den unreifen Lesern vorenthalten werden müssen, während man im Uebrigen das Prinzip der sreicnWahl gelten laßt. . - D!e NUscnbrüSe. Bei der großartigen Brücke zwischen Nsw Jork und Broollyn scheint es nicht an Jote" zu fehlen. Die Br. Fr. Pr." schreibt : Zum so und sovieltcn Male wenden sich jetzt die Direktoren der New tyoiU Brooklyncr Brücke wieder an die Lcgislatur, um nun zum allerletzten Male" durch dieselbe eine ncucGeldverwilligung zu erlangen, damit dieses große Werk, ein riesiges Monument des spekulativen Geistes verschiedener unserer hervorragenden Mitbürger,. zu Ende geführt werden könne. Als die Legislatur vor zwei Jahrvr..die"letzte Bewilligung machte und dabei den Ämtstermin des Brückendirektoriums um zwei Jahre verlängerte, da wurde bereits dieses Lied von der Jrückenvollenduna sehr schön gesungen. und obwohl seitdem glücklich ein paar Milliönchen verausgabt, wurden, ist der Bau seiner Vollendung doch ncch nicht um vieles näher geruckt. Bis.tttzt.hat die Brücke nach dem Be richt des Ingenieurs Nöbliug $13,433, öö0.C0.'öe.kostet; unter' früher erlassenen Gesetzen müssen New Nork und Brooklyn noch sür 5500,666.07 Schuldscheine der Brücken - Commission übergeben ; $ 1 2 50000700 werden gegenwärtig wieder verlangt, und serner noch eine halbe Million Dollars für die Aufgänge, macht in runder Summe die Kleinigkeit von nahezu 16'Millioncn Dollars. Wenn die Mitglieder der. Legislatur sich dieser riestgea Summe bei Gelegenheit der 'Erwägung der vorliegenden Bills erinnern, so, sollten sie sich wohl fragen, ob ldäs gegenwärtige BrückenDirektorium wirklich verdient, mit der Vollendung .dieses Werkes b:traut zu werden, oder ob es nicht einmal an der Zeit wäre, die Leute, welche seit nabczu 14 Jahren den Städten von New Y ork
ttislauü Mrivnne.
und Lroolln tre Wickle in dicstr ' Gmte gratis widnleten, durch andere Slrri r- i 11 fV!V'!! SUltt rtüsh !!t
tiefer tsneen Zeit ein großer Theil der ; - - . - 4 - . t VMCitlt , i ' ' ' B!:.ckc;:-D:rel:l?:en auö dem Amte schied k i , 'i.0 ' . ? rr f virif V 4 v t l ;b:nt c? n fer 1 t er : i-vt r-' , xMu..jt '- j" ' J l,., M I I v n.l .' .-".-? f r r 1 i - ; yllyvi'ip.!:!n,if k.ik. Uw.i.v loliUu,uilUlvui r.:ic,) N ' o .clj .... Vlll V 4 I , liU'lxi , 1 M w i A t I .- 1 A . fl:? .' r 1! : o f s fT V V ; ' A ' 1 s. fc w .i-i.v'tl. ( j s.Vfr '.o - ;; .ur i i . , ,p. I . . i. ; . v - ß der 5 bt (fii t c5 ; c : Cl0.N't. ;r 'it-f ;t -'. . n C l . V f'.'" -O .ii, v . . ii. an i " ;."! ,1 iinit!,!'") Ut j i . I l v . . 4-... ) i i 1 in i . . v. . v . tüiftcrt v- c -wv ll l. U' C( V' M"! I . I U i. i i . . v.' ' 's ' i 1 '"! VlUa v"r'"--h ':'ct ...v.'.il rüit: :cs) UJ.l 4.'44. - y .1 c Cl Ts) ?cisen . l 'y:a Crci:uuvg und c' ütundc: 5 1 V 1 .',:. , i 4i 4, .4 UlUl 'jt ; 22 Z t r n 1:4 . g uno jitqt r.tncura; 4,1 X. oh::: rcn. ;cd: lfi;f,crc Unterbrechung gefahHi:r m:? ich wenigstens zweiTage Tll'tC' l'Tfll'.T iiUiiu, .i.it 4iui:ivi.. Körper gute kräftige Nahrung und d.imit 23i;.rine znisührcn. Ter wuiidcitar b:q'.:cn:c Schlitten des Gercralgennerncura Annlschin hat mir tit 5cs.cn Dienste geleistet, und mit Pclzcn bin ich reichlich versehen. Aber die in der That sibiiischc" Kälte, die seither seherisch! hat, wird nur von dem ohne Nachtheil ertragen, dessen Magen aus den ihm zug!fibrten kräftigen Speisen fortwährend 22 arme crzengt, deren Ausströmen sodann durch die vortresfliche K'!'idung verlangsamt wird. Nun führe ich zw die besten Eonserren mit mir, aber cs würde mir jedesmal 4 bis 5 Stunden kosten, die gefrorenen S tippen, die in Stein verwandelten Pasteten aufzuthaucn und zu lochen. Ich habe mich daher mit den dünnen Kohlsuppen, in dcnm Fleisch- und speckstücke umher-schwimn-en, mit dem russischen Schwanbrode, Thee und gelegentlich einer Tasse hee: fccua) begnügt. Ich bm gesund, aber ich fühlte in der letzten Zeit der Reis?, wie mein Körper der Kälte nicht so gut mehr widerstand, wie imAnfange, und so will denn bier erst wieder gründlich Brennmaterial cinnebmeu. rciilc so comsortabcl, wie selten ein Mensch, und doch bin ich dursj die Eile, zu we:ch:r mich rcrpstlchtct fühlte. vorübergehend erschöpft. In wie hohem Grade mußten Dancnhauer und dce neun Leute erschöpf! sein, welche die Reise bis zur Eisenbahn unter viel ungünstigcren Bedingungen zurücklegten und die in Folge der Strapazen erschöpft sind, denen gegenüber ihre jetzige Tour der Inbegriff vollster Vchaglichkcit ist!" lls u) mich in Or::.burg zum ersten Male in der Weise ankleidete, wie mich dcr Polizeimeisier, der viel gereist ist, instruirte, mißte ich x&tt diese V!asse Kkid:!NgZs!ückc lachcn, abcr ich würd: auf der Nlise schnell gewähr, daß ich durchaus mcht zuviel auf dem Le.be hatte. Drei Paar dicke wollene Socken, zwei vaar untcr-llnaussprechllche vom besten Flanell, drei llnlcrhcmdcn aus demselben Stosfz und dicke wollene Beinkleider bilden gewissermaßen die inncrstcSchicht. Dann kommen Pelzst'.cfel, d:e bis zur 2)?iü: dcs Oberschenkels reichen, darüber Filzstiefeln b'lZ an die niee. Dann kommt dcr mit Pelz gefütterte, lange russische Nock ans doppeltem Nennthiersoll, so daß die Haare nach innen und ncch außen gehen. Das letzterwähnte Kleidungsstück ist das billigste von allen. aber das unentbehrlichste. Hals und Ohren werden bur eine bis aus die Schultern reichende Kaputze geschützt die in Orenburg aus Schafwolle expreß für mich angefertigt wurde, und darüber kommt ein aus dickcmKameclgarn hergestellte? Kiriseuhut mit Erira- Ohrenklappen. Der letztere heißt: Bajchlik" und ist im Winter die Kopsbedeckung des russischen Militär ; wenn die Kälte ungewöhnlich streng ist, kann dcr vordere Theil desscloen über. das Gesicht gezogen werden, namentlich auch während dcs Schlafes. Im Schlitten befinden sich zahlreiche Decken, Felle und Pelze." Die kleinen, zottigen, unverwüstlichen Pferde setzen sich vom Platz: aus in Galopp und bleiben unausgesetzt in dieser Gangart. Die Bahn ist oft so gut wie nur je eine Schlittenbahn im CentralParke sein kann, alcr wenn es kurz zuv?r et cuncit ijat, i-aven c:c lraMaen Thiere, die nur mit Schmcick'elnamcn W angefeuert werden und nur den Knall dcr Peitsche kennen, schwer an dem bepackten Schlitten zu ziehen. Ich bin mit i. 5 und C Pferden aeiabren und habe an Fuhrlöhnen 276 Silberrubel 10 Kopeken oder ungefähr 110 ausgegeben. Ohne einen Paß podorojna resp, mit einem Passe niedrigerer Klasse hatte ich mehr bezahlen müssen. In der Nacht vom zweiten zum cnt Namen, kamen, da verstummten plötzlich die Zlöcklcin an den Geschirren dcr Pscrde Glöcklcin
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i. yuufM;;. ..m . ..... " ' "2"" ' jaTcn an;::, iscr.uar iiocd Mcircauie i r-ffo1--- 7kf ?r?f iTf?t ith t in Tntittt nti.it rnirr sJtn;?tni im Cmiicr " J v c r !.., . !
4v.. a7 .- . .v.. "7 r-r . ' . UND XJiir.ucc ani, gauc vsccieuic an . bcrfchiebcr.cn teptsechtisten Comite sieden bleiben, .crjrteren und Niemand ord und ist feitbcw weder cm ihre' rY",',.,. 7 7t pln.ir'fl ,Vtn Yvl CM! l?4., f.fti Itllß Tid hr.m- .1 . V
i.mu. jv- iS( ui.3M,,,r-u-' " v.vvw.v ,v j. - vvr; VS'.mmur.asorlL auaciomincu, uoc.) N?N fÄcinltch ::i15 aus ein ropcTtciölcSOcrb- gen To::e zu unseren Ohren, btc nicht ; 'nd einem Fahrzeug gesehen worden. f ' CT.. o .f..,., -s' "'.-'... Mnm ffiirmo fiM'n.sirtct hu s Yct ti f V V J O t 1
üuu :i: i. i ,u. wiut..,'.. ai.j- v.kiu,.tv.Jvu..Vuv,1, v- tumu, . rsTprifrt' p'.'M sh frit ihr? ff bring tanx . bS H,bJ kkd ?Äk Ä S T '
ten Tage memer Schlittcureisc hatte ich verreroiiü) gewesen, wie ocr gcgenwardas schlimmste Abenteuer zu bestehen, jtigc; mnn vermuthet daß cs namentlich Wir befanden uns ungefähr eine Meile die in ungewöhnlich niedcreBreitengro.de unterhalb des Pasies über den Urall ! vorgedrungenen Eisberge sind, welche Bei 20 Grad unter Null (Rcaumur) ; den Schissen Untergang - bereitet haben, schneite cs hcstia, dcr Zamschick Po- !Der britische DampferCity ofLondon",
Mllon ab den Pferden die .;är!lichflcn der belgilche .Henry Edye",:dle-Cttn of
und der Schlitten stand still. Dcr Kut- reichem Personal bemannten Dampfscker tbeilie uns mit. das; die Vferde schine. welche vermiet tttsten: ; ;
nicht weiter könnten, wir stiegen aus, um
den Schlitten zu erleichtern, und traten z Mann und. einer werU)vollcn Ladung die in 3 Fuß Schnee, dessen Höhe mit jeder zRhcde von London am 11. November, Minute zunahm. Die Pserde zogen an ! kehrte in Folge einer Beschädigung ihrer wir schoben, nichts half, cincö der Thicrc j Maschine noch am folgenden Tage nach brach erschöpft zusammen, und wir saßen Gravescnd zurück und suhr. nach erfolgim wüthenden Sturme fest im Sämec, ter Reparatur ' am 13. November nach noch zehn Meilen von der nächsten Sta- j ihrem Bestimmungs - Hasen New Z)ork tion auf der andern Seite des Urals ab. Ihr Verlust ist durch die zahlreichen
entfernt. Der Postillon schwana sich Schissötrümmer constattrt, die noch zur.
,,s het trahiaüt Äisrd. Girrte die üb- Äeit tätlich in Irland, an das Land ae ! ju ertränken
rlnen c.h nd ritt mit bissen hsttfaii. um svült werden. Von der MannfÄstfi bat i unterwegs
zilse ,n balen. lr dnrsie die Äferde man nichts wieder acbört. . . I und, als er
nicht sich selbst ülccrlassen, sonst würden diese erfroren oder, was noch wahrschcin-
lichcr ist, eine Beute der Wölje geworden fein. Wir mein Dolmetscher und ich verfolatcn das Klingeln der Schellen so tonne wir konnten O.nn war alles
flill und nur der Stora raste mit Kj. Ti:F'tyes Simeriif trat ihre Reise ! terr.ür.berier Wn'.h in den niedrigen von Nero ?)ork nach London am 8. Jan. ; flllMwhlstlN. 'nn s'.-!( VtN Wslt!tl?lsift fcin 5t 1 '
-j z . , ES wurde uns doch bang nn'S Herz; !. T' . . . wir konnten nicht l?iZsen, fti: lange wir T A ' 4 4- V A IA VM MvaH AVA uü wuuiiivü, viw cvivi v wuiui. tiiutv Nd srit hStten dkMtz das Heultn d:r sv.inrTft2n Mein Nnst.-
- . . -. - ZlüUW ?Uic In die chw.iz. als Andere erklärt die Laudcsbefestiguug",' welchem wir: : die folgende hochwichtige Darstellung cntnehmen: Die französische Republik so schreibt das genannte Älatt hat es sur nützlich erachtet, nicht zuzuwarten, bis wir uns entschließen würden, den Durchmarsch der Deutschen durch die Schweiz durch feste Werke zu verlegen, sie hat imSelbst' crhattungstricbe uns mit Fortisikationen umgeben, deren Geschütze bis auf unser Territorium reichen' - Wir wollen Frankreich hieraus um so weniger einen Vorwnrf machen, als wir von dcr Langsamlcit unserer Befestigungsvorarbciten uns täglich mehr überzeugen können. Was würd:n wir nnn auch sagen, wenn auch Deutschland von Basel bisLindau einige Werke ausstellen würde, deren Besatzungen am hellen Tage bis in's Innere dcr Schweiz dringen könnten ? Auf dcnVoroan.z Frankreichs, könnte sich Deutschland mit einigem Rechte berufcn,'und wer wollte im Ernste behaupten, daß dcr deutschen Heeresleitung zu solchen Besestigungen die Mittel' fehlen oder diese nicht dem Parlament abgepreßt werden konnten? 2Leun Deutschland bisher seine Grenzen gegen die Schweiz zu unserer großen Befriedigung essen chiili, so sind hierfür hauptsächlich drei Gründe maßgebcnd : 1) Das Bewußtsein' seiner ostensiven Stärke inVcrbiudung mit dem Vedürsnisse dcr Ersparnis So lange die Reorganisation der französischen Feldarmcc so unvollkommen ist, hosftDcutfchland, wie im crgant;euen Kriege, durch strategische Vorflöße dem Kampfe diejcuige Richtung zu geben, welche ihm nütz lich scheint. Einem allsälliJcnDurchmarsche Frankreichs durch die Schweiz wird cs' mit seine? feldtüchtigen Armee aus schweizerischem Boden begegnen oder zuvorkommen können. 2) Die Voraussetzung, cs werde dieSchweiz noch vor NeOrganisation dcr französischen Feldarmee auf die cine'odcr andercWeisefcsteStützpunkte für ihre Milizarmee fchassen, so daß der Versuch eines Durchmarsches uneinbringliche Opfer kosten müßte. 3) Die Rücksicht aus gute Nachbarschaft, welche Deutschland zu üben so lange im Stande ist, als es an seine militärische SuperioritZt gegenüber Frankreich zu glauben sich 'für berechtigt hält. Man sieht aus diesen Sätzen, daß es mehr als wahrscheinlich ist, Deutschland werde an dem Tage, an welchem die militärische Verfassung Frankreichs dessen Offensive gefährlich erscheinen! läßt, sowohl die Rücksicht ans wünschenwertheErsparnisse, als die Rücksicht aus die gute Nachbarfchast mit der Schweiz bei Seite setzen. Es werde in richtiger Erkenntniß, daß Ausgaben am richtigen Ort manchmal die beste Ersparnis und RüclsichtSlosigkkit unter Umständen das beste Mittel zur Erhaltung der Freundschaft sind, dem Beispiele Frankreich? solgen, indem es seine Ausfallsthore gegen die Schweiz mit siurmsicheren MäÜcn ll'nd groben Geschützen versieht. Dieser Gefahr kom men wir durch ein cinfachcsBefefligungs sysicm, das die Action unserer Miliz sichert, zuvor. Deutschland wird,sobald eZ seine Flanke durch die Schweiz zuver lässig gedeckt sieht;, mit Vergnügen auf die Auszabe eines Fcstunasaürtels verMen und wir-werdcn davor behütet I , - Tfl sein, von zwei grimmigen. Gegnern, die uns schon .im-Frieden bedrohen, über Nacht mit Heeren überzogen und als neutrales . Schlachtfeld mißbraucht zu 'werden." V:rmtdtt Schisse Selten ist ein Winter der Schisffahrt und speciell den großen.Damfschisfen so Limerick", die .Titania" und die deutsche ' Amerika" sind die großen und mit zahlDie City of London" verließ mit 30 j Der Henry Cdye", nach Boston be'stimmt,, verließ am 21. Nov. den Hafen
scher und ich feuertcu aus zwei, die sich Die liiiy o onoori war au vsiicn am weitesten vorgewaqt hatten und wun-' gebaut, hatte einen G:hclt von 2 800 dcrbares Glück, wir Beide trafen. Die Tonnen und war tm.. 1863 :n Glasderen Wölfe zogen sick-zurück ohne o.ow in Schottland von Stapel gelauihre 55ameraden aufgefreszen zu höben, sen: sie enthielt 1 wasserdichte Abtheisie können also nicht seh? duugrig gewc- wngen. Der Henry dy war ebensen sein. Nach 5 langen Stunden ka salls ein eisernes Schift, im . 1879 :n
mcn Schnee chau !cr und 8 fri chc Pferde unoenano in ungicn gu'cui,
von der nächsten Poststatiou." 2,417 Tonnen und enthielt fünf waM- ' J I diebte Abtheilungen. Die City of Li-
Wehr nTTrS
frühzeitige Neise des Feldmarschalls .was erolcy n Aoiyenungen. n a Moltke nach der Sck:wen ?in Artikel in tania" mit emem Sehalte von 1272
der .Schweizer Grenzpost"' unter ' der Tonnen l war txl. isbü ?Mut uno qane 'llsbprrif QiMttfTSnh nfc ittif.r, v:er wasierdlchte Verschlage. Die Ame.
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von Antwerpen, pasprte am folgenden Tage Cathcrinc's Point und wurde seitj dem nicht wieder gesehen; die Zahl seiner , Bemannung ist nicht bekannt. l ' ' '
fCil Ön Bord und ist verschollen. " es .Titania" brach aus demselben -i, iV. r " ..c ;f ArrA Kb " d.ch von .hr khl. uk -'iaWuW'1' . ,. n t. m. . - rr r v.k ( I NiCilU , lUlilUU2 VUil Vi(ll, iflili ü,lil ! Tonnen, wa? 1855 in Greennock in .t,...r.sto ,-,, s,;i i iit Schottland gebaut und bestand aus acht . rika mit 2,118 Tonnengehalt war erst Mitte 1881 von Stapel gelassen, wer in Low Walker in England aus Eisen construirt und hatte vier wasferdichte Abthcilungcn ; ' Oom Inlande. In Brooklyn,N.Y.,istAlexan. der M. Falconer, ein hekvorragenöeS Mitglied der Plymouth-Gemeiudc, ver haftet worden, weil er einen unanständigen Brief an eine junge Dame gcfchrieben haben soll. Jefferson DaviS laborlrt an einem Halsleiden, welches cs ihm un möglich -macht, monumentale Reden", wie cr sich ausdrückt, zu haltend Der New B orker Zöllner" Robertson ist kürzlich von einem längercn Besuche in Washington nach New Vork zurückgekehrt. Er soll bei dieser Gelegenheit geäußert haben: Dicjenigen, welche mich an die Luft gesetzt zu sehen wünschen, werden noch lange zu warten haben. DerdurchGrantsBermittlung zum Gesandten in China ernannte John Rusiell ?)oung wünscht Col..Jobn Foruey vom Marine-Corps als militärischcr Attache mit nach China zu nehmen. Die Singer NähmaschinenFabrik, eins der großartigsten FabrikJnstitnte des Lande?, wird demnächst von Elizabeth, N. I., nach Syracuse, N. J. übersiedeln. - DieHotelS a m Niagara Falle werden in diesem Jahre weit srüher eröffnet werden, als sonst; wie es heißt, schon in der Mitte des nächsten Monats. . Auch sei ten Z.der.Neger wird eifrig zu dem Mason-Fond beigesteuert. Alt und Jung, Weiß und Schwarz scheinen darauf bedacht zu sein, Betty und ihrem Baby", der Gattin und dem Kinde Mason's, zu deren Besten jener Fond aufgebracht wird, zu helfen.- - . Die O rangenbäume i n Florida blühen in diesem Jahre üppiger als je zuvor. Falls nur die zehnte Blüthe Frucht ansetzen sollte, müßten die Bäume unter der Last zusammenbreHen. Im H erbst v. I. ka men drei Jrländcr, Fahey, Rilcy und Farrcll, nach der Payne'schcn Plantage bei Ope lauses, La., traten dort in Arbeit und bewohnten gemeinschaftlich ein Zimmer. Am 14. v. :f. hatren Riley und Farrell ihr.biS. dahin .verdientes Geld von dem Oberaufseher der Plantage in Empfang 'genommen, und setzten sich mit Fahey zum gemeinschaftlichen Abendessen nieder. Der letztere stand auf, entfernte sich nach dem Hintergrunde desZimmcrs, ergriff dort eine Axt-und schlug mit solcher seine Kameraden zu Boden, nahm denselben ihr Geld ab, und begab sich zu seinem Schwager, einem Farmer in Jcrsey County, Jlls. Riley. erwachte aus seiner Betäubung und war noch im Stande, solche Angaben zu machen, daß dcr Sheriff Duson von St. Landry Parifh auf Fahey fahndete, dessen Au fenthalt ermittelte, sich mit einen .Auslicferungsbefehlds Gouverneur Cullom von Illinois versah, und dieser Tage mit Hülfe des Sheriff Maffcy von Jersey Co eines Otters des Fahey, den letzteren 'in 'dem 'Augenblick verh astete, als er zum Mittagscfsen in das Zimmer seines Schwagers trat. Sheriff Duson reiste mit 'Fahey .nach New Orleans ab : derselbe -'ist scii siebenJahren'. Sheriff von LandrrjParash, und hat während dieser Zeit zwölf' Mörder'außerhülb des Staates verhaftet, 3 in'Mssissippi,'? in Texas, 1 im Jndiamer-'Ter'ritorinm und l in Illinois. Kein 'einziger Mörder aus dem Parifh, aus den er fahndete, ist ihm je entgangen. Gustav Goetz, einer der bekanntesten und-geachtetstm Deutschen in Jersey Ctiy, N. I., wurde dieser Tage als Leiche in , einem Morast . unterhalb dieser Stadt aufgefunden. Er war bis über die, Hüften im Schlamm versunken und hatte eine Schußwunde im. Kopfe. Goetz,' 00 Jahre 'alt, , war früher sehr ; wohlhabend, hatte all' sein Vermögen durch Gutsagen sür gute Freunde verko ren. war i wegen Erlangung ' einer. Anstellung imZollamte von.dem Ver.Staaten Senator Sewell an Collector Robcrtson empfohlen und hatte von diesem den Bescheid erhalten, daß für den .Augenblick keine Stelle im Zollamte frei sei. Man vermuthet, daß Goetz sich nachdem User dcö Flusses begeben wollte, um sich oder.' zu erschießen, daß er im Schlamme . stecken, blieb nicht weiter konnte, sich eine Kugel in den Kopf jagte. Der Revolver ist wahrschttultch tm Schlamme versun-
V4tjVtV liiv v v r v f
len.. An der Küste von Smithoille, N. C., ' treiben Trümmer des Dainpfers'Sidney L. Wrigth". an das 1 ' ' "'
Land und geben Gewißheit, daß dieser mit Mann und Maus untergegangen ist. Di:Vemannung bestand aus dem Capitan Crojjman von Babylon, L. I., dem Maschinisten, dem Heizer und drei Matrosen. Die Gehälter der Gouvernenre sämmtlicher Neu-England-Staa-!en belausen sich zusammen auf $11,800. Davon erhält aber der Gouverneur von Massachusetts $5000, während derjenige von New Hampshire nicht mehr als Z800 bekommt. Vor sieben Monaten st ach sich eiue Dame zu Poughkeepsie in New Vork aus Versehen' eine' abgebrochene Nähnadel in die Fläche ihrer rechten Hand Die Nadel ließ sich nicht wieder herausziehen und die Wunde heilte.
Dieser Tage nun kam die abgebrochene Nadel an der Ferse des linken Fußes wieder zum Vorschein. Auf derLongJslandVahn wurde neulich mit einer Locomotive, welche mit rohemPetrolcum geheizt war, eine Probefahrt veranstaltet. 'Die Lo komotive zog zwct mit Personen, welche für die Gelegenheit eingeladen waren, dicht besetzte Waggon?. - Die Fahrtnach Nockaway wurde in einer um sünf Minuten kürzeren Zeit als gewöhnlich gemacht. . Das bei dieser Probefahrt verbrauchte Oel hatte eine.n-Werth von $1.25. Durch das Verbrennen des rohen Petroleums 'ourde weder Asche noch Ranch erzeugt. " . An der Hu n ti n g t o n Avenu e in Boston wird jetzt mit einem Kostenauswaude von $500,000 ein großartiges Hotel errjchtet,und zwar auch imJnneren von unten .bis oben vollständig massiv. Die Außenwände sollen zum Theil aus Granits zum Theil aus Braunstein aufgeführt werden. Das acht Stock hohe Hotel wird 400 Zimmer enthalten. Die Stagnation in der Frachtbcsörderung - mittels der atlantischcn Dampfer ist in New tyoxl so groß, und die angebotenen Preise sind so niedrig, daß alle Concurrenz zwischen -den verschiedenen .Dampserlinien aufgehört hat. Im Winter 1854, also vor achtundzwanzig Jahren, verlor Dr.' W. C. Avery aus Greensboro, Ala., auf der Jagd seine werthvolle goldene Uhr. Diese Uhr wurde vor'einigen Tagen ihrem rechtmäßigen Eigenthümer vurch einen Neger, welcher sie in' dem Walde gefunden hatte, wieder zugestellt. . In Anbetracht des UmstandeS, daß die Uhr 23 Jahre lang dem Wetter ausgesetzt gewesen war, befand sie sich xa einem sehr guten Zustande. Vermittels . der eingravirten Jnitialien. wurde sie als . die Uhr des Doctors erkannt. JnNewZZork giebt c 23,521 Straßenlaternen, von welchen im letzten Jahre 17,009,000 Cubiesuß Gas consumirt wurden. Die Zahl der elektrischen Lampen in den Straßen New Borl's beschränkt sich auf 55. Vom Auslande. Papstliche Preisgedichte. Vor einigen Monaten schrieb der Redak teur der katholischen Wochenschrift , in Rom Jl Papato". Msgr. Luigi Tri. pcpi, einen Konkurs für das. beste Lob zedicht in lateinischer, Sprache' aus Leo XIII. aus und bestimmte er als Preise sür die einzusendenden Gedichte vier silberne Medaillen. Aus allen Theilen der katholischen Welt schickten nun Dichie? ihre poetischen Arbeiten. Mit der Prüfung derselben wurde, eine cuö Prost ff o reu der. drei päpstlichen Akademien in Rom zusammengesetzte Kommission, an deren Spitze der Geheimsekretär des Papstes, Msgr. Carlo Nocalli, stand, betraut. Dieselbe hatnun ihre Arbeit vollendet und die Poesien von sieben Dichtern als konkurrenzfähig anerkannt. Unter diesen sieben Dichtern befinden sich auch die zwei österreichischen Gelehrttn T. Josef Gatter aus Marienthal und Dr. Ludwig. steckt aus Ungarn. Letz' terer erhielt auch eine dcr vier silbernen Medaillen. -,' Den apostolifchen . Segen erhielten indeß alle sieben Konkurrenz Dichtet . " : - , Das lenkbare Luftschiff der. Herren Wölfert und Baumgarten hat in dcr Charlottenburger Flora Schiffbruch gelitten, weil es sich nicht lenken lilß. Das Experiment - endete mit einer Katastrophe, welche Schrecken iund Todesangst bereitete. . Der Ballon sollte am o; Acarz Nachm. aufsteigen; es währte jedoch bis gegen 6 Uhr; ehe derselbe sich mit Hrn. , Wölfert in der Gondel erhob. Die Erfinder scheinen entweder an einer .bedauernswerthen Zerstreutheit zu leiden, oder sie hatten Furcht vor ihrer eigenen Schöpfung. denn als drr Ballon sich etwa um 50 Fuß von dcr Lagerstätte entfernt hatte, erinnerte sich Dr. Wölfert plötzlich. daß er den Ballast- vergcffen hatte. und gab Befehl, den Ballon wieder me dcrzuzichen. Einige Soldaten rissen an den Leitscilen, der Ballon wurde gegen einen Baum getrieben, erhielt einen Riß uno oer schweselwasserstofs entwich und verbreitete einen pestilenzialifchenGcruch. Dr. Wölfert .sprana aus der Gondel heraus, die Zufchaucrmaffcn stoben uö einander, aber Herr Baumgarten bestieg mit keckem. Muth die verlostem Gondel und rief : ' LoS !" . Eben .hatte der Ballon die' Höhe' des. Flora'GcbSudcs erreicht,' da safctHhn ein Windstrom und schleuderte ihn trotz des Steuerapparates gegen eine vorspringende Ecke des DacheS. Mit lautem "'Knall platzte der Ballon, aber die Gondel ruhte z'urHälste aus, .dem Dache.. f . Auf die Schreie und SchreckenSrufe . der.VolkSmassen hin, sprang Herr Baumgarten aus der Gondel und .versuchte . es, auf dem. Dache Fuß zu sagen Diese' Versuche scheitcrten an' der Glätte deS Daches und Vaumgarten kroch wieder in die Gondel zurück. Kaum war dies geschehen, so siel der. Ballon mit aller Wucht zur.Erde und warf einen Theil der auskreischenden Zuschauer nieder... Eine Scene, wie sie tumultuarischer ' kaum' ' gedacht werden kann, war die Folae des unerwarteten
'Niederßurzes. Männer, Frauen und 'Kinder kugelten über einander, mehrere Personen fielen in Ohnmacht, andere schrieen wie besessen, aber zum Glück
wuroe Niemand ernstlich verletzt. Ja, selbst du Oberförster Vaumgarten kam unversehrt aus den Trümmern dcö Luftfchiffes hervor. Die Erfinder können sich freuen, daß sie bei dem Schiffbruche noch das Leben retteten. Zu neuen Versuchen niirh innM in der rtftAftrn floi j v - " j V I Atz kommen Eine bedcutcndcSchwin'btU, welcher die Wiener Hofopcrnfän- ! gerin Erncstine Gindele zum Opfer ge.fallen, beschäftigt die Wiener Blätter iund die Wiener Gcfprüchswclt. ES ! handelt sich dabei um die bedeutende ! Summe von 110,800 Gulden, welche 'einen beträchtlichen Theil von der Betrosfcnen Vermögen bildet. In der zweiten Hälste des vorigen Jahres faßte das Fräulein den Plan, einen Theil ihrcsPrivatvermögens in sicheren Papieren anzulegen. Sie übergab zu dtefem Zwecke dcmWcchselstuben'JnhaberStahl die Summe, welcher das Geld auf der Börse verspielte. Als sie nun drcser Tage ihr Geld von Stahl zurückverlangte, erklärte er ihr, außer Stande zu fein, das anvertraute Kapital zurückzuerstatten. Sie ließ ihn verhaften, und von den ihm anvertrauten 110.000 Gulden wurde im Besitze Stahl's noch ein Actrag von 17,000GuIden vorgesunden. Stahl wurde wegen Verbrechens des Betruges, beziehungsweise der Veruntreuung am l.d. M. in Haft genommen und demLandcsgerichte eingeliefert. Der Verhaftete, welcher 42 Jahre alt, zu Rawitsch in Preußen gebürtig, hatte bisher eine elegante Wohnung inne . und . war gewohnt,' aus, 'noblem Fuße zu leben. Bei. seinkrFcstnahme hat er ein vollständiges Geftändniß abgelegt. Bei dem Brande des Temidoss-TheaterS in St. Petersburg, eines alten "ausschließlich aus Holz hergestellten Gebäudes, wurde nur durch die Geistesgegenwart, emes PollzeuommljsärS eine grauenhafte Katastrophe vermieden. Die Vorstellung war im besten Gange, über 800 Personen befanden sich imZufchauerraumals in demGarderobezimmer einer Schauspielerin Feuer ausbrach und . sich schnell über die Bühne verbreitete.' Eine Panik schien unvermeidlich' da sprang der diensthabende Poslzetkommlssar cv etnen Sitz im Parquet und rief laui,' aber mit ruhiger, Vertrauen einflößender Stimme : Keine Ueberelluna! ' Dte Zuschauer verlassen reihenweise ihre Sitze! Geschieht dies. dann ist mcht die mindeste Gefahr vorHanden und das Theater binnen 5 Minuten geleert." Das Publikum leistete Folge, alle Außgänge, deren Thüren seit der Wiener Katastrophe nach außen münden,' waren im Augenblick von der Polizei geöffnet, und noch vor 5 Minii ten war alles und diesmal wirklich gerettet". Von dem ganzen Theater blieb nichts übrig als ein Aschenhaufen. . Ein Trauerspiel aus dem Lande. Das Schwurgericht in WienerNeustadt hat am 8. März über die MU' enhaftesten Verbrechen deren Johann Ostermann und Marie Wedl angeklagt waren, sein Urtheil gefällt.' Das einstimmige Verdikt der Geschworenen erklärte den Johann Ostermann für schul dig des Verbrechens des. Meuchcl- und Gattenmordes, sowie der Nothzucht; die Marie Wedl für mitschuldig an der Er mordung dtt Therese Ostermann. Oster mann wurde auf. Grund dessen zumTode. durch den Strang, die Wedk zu zwanzig Jahren schweren Kerkers .verurtheilt. Als der Staatsanwali bei Marie Wedl, die lebenslängliche Kerkerprase beantragte, siel sie in Ohnmacht, Ostermänn lächelte fortwährend und war durch nichts aus seinem Gleichmuthe zu bringen. Wahrend der'Urtheilspublikalion wurde Maria Wedl immer noch außer halb des Saales gelabt. ' In Gotha hat am 4. März die 72. und 73. Lcichenverbrennung stattgesunden Sie, haben die Frau Kreisrath Steppes aus Worms und den Kaufmann Harilingcr aus Blankenburg betroffen.. - D u d c r st a d t.(Hannover). 4.März.. C-vitt begingen die Rentier Bocke'fchen '5hrleu:e ihre goldene Hochzeit. DrfcJe Loeak-Nachciüzten. S ch l ü ch t e r n (Hessen), 0." März. Gestern Abend, wurde der Wirth Jäger in MottgeL auf grauenvolle Weile mordet. Derfrlbe war an jenem Abend bci einem Verwandten zu Besuche und wurde kurz uach Verlassen der Wohnung deS Letzteren und' nur einige Schritte davon entscrnt mit einer Axt oder einem Beile ermordet. Die Streiche, wurden mit einer Wucht geführt. daß derSchädel gespalten und dem Ermordeten, der jedenfalls mit der Hand sich hat schützen wollen, auch noch vier Finger abgehauen sind. . - ' ; Hesselberg (in Bayern), Ansang März. Kaum, wird eine Millionenerb. schuft ettfchicdcn so ist es schon wieder eine andere welche die Gemüther, auf-, regt und in freudige Spannung versetzt. Neuerdings wird in unserer Gegend viel ' von der Springcr'schen Erbschaft gesprachen, gegen', welche die Ott'jche -nur eine Kleinigkeit sein soll. Daö . Nähere, was man darüber'im Allgemeinen hört, ist folgendes:. Zu Ende -des 17. Jahrhundertswanderte ein gewisser Springer, von' unsrer Gegend nach Amcriki aus Ein kinderloser Nächkomme dieses Man-' neS starb vor einigen , Jahren und hinterließ ein Vermögen theils baar Geld, theils Besitzungen von über 150 Millionen Mark. Eigenthümer dieses Na-' menS, deren es in unserer Gegend eine große Anzahl giebt,- welche meinen, ein Anrecht 'aufeinen. Erbtheil zu besitzen, müssen ihren Stammbaum .an einen amerikanischen Advokaten, NamenS j Mundlaus, z. Z. in London, einsenden. ! Letzterer selbst ist Verwandter und Erbe des Erblasser? und. leitet die geschSftli
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