Indiana Tribüne, Volume 4, Number 193, Indianapolis, Marion County, 26 March 1882 — Page 4
C3it t9äP Me yflanze 1 Sn 3$ttEUl&BfT. Früherglaubte man. daß der Pflanz lGfaW zum Thier keinerlei selbst-
NSudkge BemgUNg zukomme, Allmä llJ ab, bei . genauerer Beobachtung, theilt mau so vule verschiedene eigenrnicjt efirgungea von Pstanzen wen, vcfc sh mm schon längst das tfmß hrauSekZellt bat. diese ManBaMgkeit aus eine Einheit .zurüSzu. Wre. Darwin hat in seinem in - diefca Blatte schon besprochenen Buche: Kleber da Bewegungsvermögen der Vstanzen" diesen. Versuch gemacht und fett Wiener Professor der Pstanzen-Phy. polsgie Dr. Julius Wiesner ist dem großen englischen Naturforscher bereit mit einem neuesten gleichnamigen Werke aus die Fersen getreten, darin er ei FSSe höchst interessanter Beobachtungen bietet. .. . '." Nach Dm-vin's .Auffaffuna wetteifert die Pflanze mit dem .Thiere an Beve. gungsfählgkeit. ..Bei dem Thiere smd nur die unvillkürlichen MuSkeln, z. B. das Herz, in nie, stillstehender Bewegung begriffen, bei der . Pflanze sollen alle wachsenden Theile und auch viele schon ausgewachsene, in ihrer kreisenden Bewegung sein. Die Eiche mit ihrer hun derttausendblütterigen Krone, mit ihrem Heer von Wurzel-Enden. soll in allen jungen Stengeln und Blättern, in den sich entwickelnden Vlülhentheilen, in allen oberirdisch wachsenden Pflanzen Organen, in allen, jungen WurzelEnden fortwährend, so lange sie wachsen, dieselben, dem bloßen Auge unmerklichen kreisenden, schraubenden Bewegungen haben, aus die alle Erscheinungen ihres Lebens, ihrer Entwickelung zurückzuführen . wären. 3kr diese Bewegungen sollen bewirken, daß die Wurzel den Hindernissen im Boden ausweicht, daß ste in die Tiefe dringt, den feuchten Bo dentheilen sich anschmiegt, daß der Stamm strebt u. s. w. Das freie Ende zedes wachsenden Pflanzentheils zeigt nach Darwin diese eigenthümliche, andauernde Bewegung, welche, meist ruckwe,je vor sich gehend, nahezu elnemttrelse oder einer Ellipse, oder, weil der betrefsende Pflanzentheil in die Länge wächst, einer unregelmäßigen Schraubenlinie folgt. Aber anch andere BewegnngS Erscheinungen bei den Pflanzen, als die ihres Wachsens, vor Allem die Vewegung zum Lichte oder von diesem weg (HeIiotropiZm8), daS Aufwärtsstreben der Stämme, das Abwärtswachfen der Wurzeln unter dem Einfluß der SchwerkrastGeotropismuS) und das Hinnei gen nach feuchte Körpern (hhorotro pismnö) sind nach Darwin'S Auffassung nicht Anderes, als specielle Fälle jener Ur nnd Grundbewegung, die er .Cir cumnutalion' ennt. Sehen wir uns einmal die verschiedenartigen BevegusgS Erscheinungen bei den Pflanzen etwas näher an. Die Umwandlung der Nährstoffe in Pflanzen Substanz und die Bewegung von Gasen und Flüssigkeiten in der lebendenPflanze beiseite lassend, unterscheiden wir in den organisirten Theilen der Pflanze namentlich vier Formen der Bewegung. . Da sehen wir in jeder lebenden Zelle eine eigenthümlich strömende Bewegung des Protoplasmas, deren Geschwindigkeit bei manchen Pflanzen bis auf zehn Millimeter per Minute steigt. Diese Strömung vollzieht sich nur innerhalb bestimmter, für die verschiedenen Pflanzen und Pflanzentheile verfchiedenerTem-peratur-Grade. Höhere oder geringere Temperatur-Grade bewirken Stillstand, zunächst Wärme- oder Kältestarre und weiterhin Tödtung des Protoplasmas. Außerdem machen manche selbständige "Protoplasma Körper besondere Bewegungen. Die bewimperten Protoplas ma-Kö?per, welche man Schwarmsporen nennt, haben völlig die Fähigkeit, sich selbständig zu bewegen. Die Chloro phyll-Körner, welche das Blattgrün bilden, stellen sich im Lichte anders, als im 'Finstern, machen also Ortöveränderungen. , Neben diesen ProtoplaSma-Bewegun-gen unterscheiden die Botaniker Wachs-thums-Bevegungen, Reiz Bewegungen und selbständige Bewegungen anSge wachsener Pflanzentheile. Zu den letztern gehören z. B. die merkwürdigen rhythmischen Schwingungen der Blätter von Hedysanirn raus, zu denReiz bewegungen die Empfindlichkeit der Mi rnosenblStter gegen , jede Berührung, der schlaf öer ,A!azte,.vlatler, ; der Ta-geS-f&laf der Robinien. Man kann auck die Krümmungen der Weinranken um jeden sie berührenden Gegenstand hierher rechnen. ' .' ; ' - Von den Wachsthums - Bewegungen smd diejenige deö geraden Wachsthums in Länge und Breite genügsam bekannt. Es kommen hier nur diejenigen Wachs'thums'Bewegungcn in Frage, welche sich aus die LageVeränderungen von Wur zeln, Stengeln und Blätter beziehen. Man nennt sie alle zusammenNutationS' Bewegungen von autare nicken. Bringt man. gerade aufgeschossene Keimlinge, z. Ä. von der schnell wächsenden Krege, an'S Licht und läßt dieses genau von einer Seite her einwirken, so sieht man schon nach kurzer Zeit, daß alle Keimstengel sich genau nach dem Lichte richten : sie wachsen dem Lichte entgegen. Stellt man die Pflänzchen aber horizontal und schließt man das Licht ab, so richten sie sich in Bogen auf: sie wachsen in der Richtung der Schwerkraft nach auswärts. Läßt man jedoch auf die horizontal gestellten Keimstengel in einer ganz bestimmten Richtung Licht ausfallen, so Nebt man. don sie schief aufwärts aeaen die Licktauelle hin wachsen. Im ersten Falle ist es das Licht, im zweiten die Schwerkrast, tm vrwcn Falle melom binirte Wirkung von Licht und Schwer krast, welche die WachZthumsrichtung der Stenael beeinflußt. Auch der einseitige Einfluß feuchter Lust oder der Zug oder Druck, wie ihn z, B. die Last der Knospe am noe einer Vtengels ausübt, bewirken Nutation, d. Ab krümmung nach bestimmten Gesetzen. Auker diesen vier' .Äußern bekannten " - rin . w . rr Kräften, welche Nutation veranlassen, nämlich Llcht, Schverlraft, Heumltgleit . . , r und Zugwachethum, gibt eS aber noch zahlreiche NutationS-Erscheinungen. für die wir keinen zureichenden SußernGrund misten. So nickt das KeimStengel-
te&ä
chen der keimenden Bohne in ganz be sonderer Art, wie auch die Lage des KeimlingS sei. Wir wissen wohl, daß jede Krümmung eines Stengels aus un gleichem Wachsthum der beiden Stengelseiten beruht, nnd daß die Spitze sich nach der im Wachsthum zurückbleibenden kürzern Seite umbiegen muß, aber der Grund.dieses ungleichen Wachsthums ist uns in vielen Fällen noch räthselhaft. Zu diesen räthselhaften NutationS - Erschetnungen gehört, daß'z. B. die Laubsprossen der Linde ander Oberfeite stär ker wachsen, als an der Unterseite, während umgekehrt viele Pftanzenblätter unterhalb stärke? wachsen und daher ansanglich die Knospen überwölben. Das wachsende Ende der Schlingpflanzen bewegt sich, indem eö an Länge zunimmt, in einer Schraube und wird dadurch befähigt, sich um Stützen zu schlingen. Fast alle Keimstengel und zahlreiche Laubstengel wachsen in 8-sör-miger Krümmung. Gewisse Stengel sind zickzackförmig gebaut, dadurch, daß jeder Knoten an der Seite, wo er das Blatt trägt, stärker wächst, als an der entgegengesetzten. Welche innere Kraft nöthigt die Pflanzen, alle diese verschie denen hübschen Krümmungen auSzuführen ? Darwin will sie entdeckt haben, die geheimnißvolle Urbewegung, aus welcher sich alle diese verschiedenen Erscheinungen des Pflanzenlebens erklären, und es soll dieselbe sein, welche auch dem Streben zum Licht, zur Feuchtigkeit :c. zu Grunde liegt, die Circumnutation. Alle wachsende Pflanzentheile sollen aus inneren Ursachen kreisende Bewegungen durchmachen, die ihrer Langsamkeit halber direkt nicht sichtbar sind, die aber nach einfachen Methoden zur Erscheinung gebracht werden können. Um z. B. die Circumnutation der Wurzeln darzuthun, läßt Darwin solche an einer schrägen, berußten Glasfläche entlang wachsen. ES zeigt sich, daß die Wurzeln im Wachsen nicht in gerader Richtung den Ruß abwischen, sondern in schwachen Windungen, woraus zu schließen ist, daß die Spitze des WürzelchenS in einer frei senden (schraubensörmigen) Bewegung nach abwärts wuchs. Auch hebt sich bisweilen die Wurzel von der Glasplatte auf kurze Strecken ab, um später wieder anzustreifen. Unter dem Mikroskop sieht man, daß häufig die Enden frei wachsender Wurzeln hin und her schwingen, und Darwin meint, daß diese Schwingungen den Wurzeln bei der Aussuchung pastender Bahnen im Boden zugute kommen. Ferner hat Darwin die Entdeckung gemacht, welche jedenfalls ganz merkwürdig ist, daß, wenn die Spitze einer Wurzel einseitig verletzt wird, sie sich von der Seite, von welcher die Schädigung kommt, wegwendet, als habe sie eine Art Bewußtsein der Verletzung. Wieönn nennt diese Erscheinung die .Darwinsche Krümmung. ES geht nach Darwin von der Wurzelspike ein Reiz auS, dem die anderen wachsenden Regionen der Wurzel folgen. .Die Spitze des Wär zelchenS, welche das Vermögen hat, die Bewegungen der benachbarten Theile zu leiten, wirkt gleich dem Gehirn eines niederen Thieres. Sehnlich soll sich die Sache bei Stengeln und Blättern verhalten, deren komplicirte, häufig kreisende Bewegungen Darwin sämmtlich aus Circumnutation als einfache Urbewegung zurückführen will. So würde sich am einfachsten die Entstehung der Schlingpflanzen erkla ren. Denn wenn alle Pflanzen in Cir-cumnutations-Bevegungen wachsen, so ist die Entwickelung der Schlingpflanzen auS nicht schlingenden Gewächsen im Sinne der Darwinschen Descendenzlehre völlig plausibel. Ferner soll, wie nach Darwin bei den Wurzeln, die Schwerkraft auf die Wurzelspitze einen Reiz ausübt, den diese aus die andern wachsenden Wurzeltheile fortpflanzt, so auch bei Stengeln und Blättern, z. B. die Lichtwirkung auf lichtempfindliche Theile einen Reiz ausüben, den diese auf unbeleuchtete Theile zu übertragen vermögen. Gegen Darwins neue Grundsätze tritt nun aber Wiesner mit Entschiedenheit auf, indem er den Experimenten, deren Resultat sie sind, neue Versuchsreihen entgegenstellt. Wiesner's Untersuchungen bestätigen, daß ost auch bei Pflanzen - Organen, welche nicht winden, eine Anlage zu dieser kreisenden Bewegung merklich ist.
welche in klemen, dem freien Auge' aewohnlich unmerkbaren Wendungen der Spitze derselben zum Ausdruck kommt. Dagegen bestreiket er durchaus, daß die Crrcumnutatlon eine allgemeine Eigen schaft wachsender Pflanzentheile sei. Ebenso bekämpft Wiesner durch rnteressante Experimente die Anschauung, daß die auf einen Pflanzentheu wirkenden äußeren Einflüsse, namentlich Licht und Schwere, als Reue, wirken und sich aus benachbarte Theile übertragen, ähnlich den Nervenrerzungen beim Thiere. Der Pflanze ist wenig damit geholfen, wenn man ihre räthselhaften Bewegungs-Er-fcheinungen mit den noch weit räthselHasteren Nervenreizen des Thieres in Parallele setzt und so gleichsam das Einsache aus dem KompUarten erklären will. Wiesner ist bestrebt, das pflanzllche Leben möglichst auf mechanische Prozesse zurückzuführen und zu zeigen, daß Pflanzenthelle nur direkt aus den Einfluß von Licht oder Schwere reagi ren und niemals indirekt auf einen Reiz hin. Darwin schnitt von Wurzeln und Stengeln die Spitzen ab und sand, daß die Stümpfe, obwohl noch Wachsthumsunfähig, nicht mehr auf Licht oder Schwerkraft reagiren, weil die allein empfindliche Spitze, von welcher der Reiz ausgehe, fehle. Wiesner that dasselbe, fand aber die Empfindlichkeit durch daö Kopsen keineswegs überall aufgehoben, sondern nur im Verhältniß der verringerten Wachsthumsfähigkeit sehr verringert. ' Darwin umhüllte den oberen Theil von lichtempfindlichen ttohlkelmlingen mit geschwärzten Goldschläaer-Häutchen. und siehe da, auch der untere Theil blieb im Lichte ungekrummt. Dann umhüllte er den unteren Theil von ebensolchen Kshttelmlingen mit Sand, und siehe da. tetzt lrummlen sich d:e Stengelchen bis , . "c . . r - , e . ' . in den Sand hinein, dem Lichte iu. der art, daß an der Schattenseite im Sande kleine Klüfte erschienen. Beweist dies nicht, daß die Spitze den Reiz zurKrüm
mung auf den unteren Thl fortpflanzt? Der Beweis scheint schlagend zu sein, I doch setzt Wiesner demselben folgendes j sinnreiche Experiment entgegen : Er spießt ein Gefäß mit langen Kressenkeim-, lingen auf den Minutenzeiger einer gro ßen Wanduhr. Nach einer Viertelstunde sind diese Pflänzchen - in horizontaler Lage, nach einer halben . Stunde stehen sie auf dem Kopf, zu den'vollenStunden wieder aufrecht. So hebt Wiesner die einseitige Wirkung der , Schwerkraft während des WachSthuenS auf. Die rotuenden Keimlinge werden einseitig beleuchtet und ebenso ein Gefäß mit gleichen, aber nicht rotirenden Seimlingen. Vergleicht man nun die am RotatiovSApparat befindlichen Keimlinge mit den anderen, so sieht man ganz deutlich, daß die ersteren im unter? Theile völlig aufrecht stehen, der obere Theil aber in scharfem Bogen der Lichtquelle zngeneigt ist, während die letztere bis auf den Grund gegen die Lichtquelle hin gekrümmt sind. Da nun die letzteren gleich beleuchtet waren, so folgt daraus, daß gar nicht der Lichtreiz es war, der die unteren Stengeltheile krümmte, fondern eine mechanische Einwirkung die durch den RotationS-Apparat aufgehoben wurde. . Der obere Stengeltheil allein war in diesem Falle lichtempsindlich und krümmte sich dem Licht zu, aber indem er sich krümmte, übte er auf den unteren Stengeltheil vorn eine Druck, hinten einen Zug aus, nnd so entstand auch im untere Stengeltheil eineKrümmung zum Lichte, die aber rein mechanisch zu erklären ist. 3 diesem Falle waren, trotz des Anscheins vom Gegentheil, nur die oberenTheile lichtempfindlich. Nun ließ Wiesner ferner andere, völlig bis unten hin lichtempfindliche Kressen-Keimlinge in vier Gefäßen rotiren, von denen zwei ganz beleuchtet, zwei aber bis zur halben Höhe der Keimlmge vor- dem Lichte geschützt waren. Die ersteren krümmten sich in ihrer ganzen Länge dem Lichte zu; die letzteren vurgerade so weit, als daS Licht sie traf, während ihre unteren Theile aufrecht stehen blieben, zum deutlichen Beweise, daß daS Licht nicht als ein Reiz wirkt, der sich fortpflanzt, sonder rein mechanisch. , . Die Allgemeingiltigkeit der neuen Darwinschen CireumnutationS - Lehre sucht Wiesner durch den Nachweis zu wiverlegen, daß es Wurzeln uud Stengel
oeriegen, oay e zurze.u uno rengei gibt, welche nicht circumnuüren, sondern ! völlig geradlinig wachsen, und dann auch XaRii .k n . I W . M Mui.tlmiiS I dadurch, daß er die Eircumnutalions Bewegungen auf einfachere Ursachen zurücksühtt. Dieselben erscheinen ihm entweder lSWachSthnms-Störungen. ode? als kombinirte Bewegungen, bei denen verschiedene äußere und innere Kräfte betheiligt find, oder endlich als identisch mit hm bekannten Mkndbem-auntt hrr i mit den bekannten Wlndbewegnngen der Schlingpflanzen. Die wirkliche Einheit aller verschiedenen Krümmung? - Bevegungen sieht Wiesner in dem nngleioseitigen LängenvachSthum, hervorgerufen durch äußere, uns bekannte Kräfte, ode? durch innere, uuS unbekannte Urfachen. Die einfache Form ist das gerade Wachsthum. ' Wächst , eine Kante des Organs am stärksten, die gegenüberliegende am schwächsten und verhalten sich die übrigen vermittelnd, so kommt die einfache Nutation (Krümmung) zu Stande. Tritt ein Wechsel in der Wachsthumöfähigkeit je nach der fortschreitenden Entwickelung' des betreffenden Pflanzentheils ein, so geht die einfache Nutation in die so außerordentlich verbreitete undulirende Nutation (wellige Krümmung) über. - Dadurch, daß die im Längenwachsthum ' bevorzugte Kante schief wird, sich zu einer Schraubenlinie dreht, verwandelt sich die nndulirende in die revolutive Nutation der Schlingpflanzen. Darwin und Wiesner bieten neue Einblicke und mehr noch Anregungen. Ihre Experimente sind meist so einfach, daß' Jeder sie nachmachen kann, dennoch erhalten wir daraus eine Fülle von ntwartigen Anschauungen. Die Natur belebt sich uns in ungeahnter Weise, wenn wir dem Leben nachzuspüren verstehen. Aus der Pflanzenlehre ist eine neue Wissenschalt, die Pflanzen-Phystologie, hervorgegangen, welche, indem sie das innere Leben der Pflanze erforscht, zugleich die Lösung des Lebensräthsels überhaupt versucht. Aber wie viele werthvolle Beobachtungen auch schon zu sammengetragen sind,viele Grundfragen bleiben bisher noch unbeantwortet. Wie wächst die Pflanzenzelle? Darwm sagt, ihr Wachsthum beginne damit, daß die Zellflüjsigkeit einen Druck, den sögenannten Turgor, auf die Zellwand ansübt und so die Zelle vergrößert. S)ie einseitige Turgor-Ausdehnunq, nicht das nachfolgende Wachsthum, rufe alle (circumnunrenoen) Bewegungen hervor. rrt.r.- crs :ji n: v, k . . n n . jiejcr iijrua j oiz mao)x aucr e wegung. Wiesner dagegen behauptet, daß selbst im Beginne deö Wachsthums außer dem bloßen Zellendruck schon andere Faktoren zum Wachsthum mitwirken. Eme Kelmwurzel der Saubohne (Vicia Faba) wächst bei einer Temperatur von weniger als fünf Grad Celsius absolut nicht mehr, gleichwohl schwillt sie und krümmt sich .empor, .wenn man sie aus einen Eisblock legt, zum Zeichen.daß daS bloße Anschwellen der Zelle und das Wachsthum derselben zwei verschiedene Dinge seien. Zahlreiche andere Experimente Wrener'S sollen bekräftigen, daß die bloße Zellen-Ausdehnung durch geet ... ' ttr.tr: . i&V... j ..üi lieigcnen inneren üiuigicusorua nicqi schon Wachsthum fei, fondern füglich ein Attribut des Wachsthums, einer der vom B e a i n n e an gleichzeitig wirkenden Prozesse deö Wachsthums. Galanterie. Hausfrau (zu einem Gaste). Nun, wie schmeckt Ihnen der Schöpsen braten?" Gast. O, der Braten ist deliciös; wahrlich, solche Schöpse trifft man nur in guten Familien." Beschvich igung. .Aber, Kellnerin, da schau' Sie her, wie garstig. Eine Fliege in der Suppe, wie kann Sie so waS hergeben ! ,No, no, was brauchen' denn da fo viel zu räsonniren. Die Flieg'n macht Ihnen nir mehr, die tS qo lang toöt!"
Die nletdung vsm vtandpunrtt Her Sesundheitöpfltge.
Die' Kleidung des Menschen richtet sich vor Allem nach den Wärmevechält nisten des KlimaS : ferner nach den verfchiedenen Berufsarten und der Lebensweise verschiedener Menschen in ein und demselben Klima, schließlich nach dem Alter, dem Gesundheitszustande und der i . t i i nt rt lorperilOen anoioiouaitrai im uat a mm m. w I meinen. fco lmoet i ver MaronenHändler, der an den Straßenecken der l deutschen Städte seme Waare feilbietet, anoers, ais in i einer einung ; oer tfi v . r , ,r I scher, welcher im dem sein Netz anSwirft, anders, als fein BerusSgenoste a den Gelladen Cavri'L. Entsvncht d,e Klerdnna den AnsordeT - . .. . I rungen des limas, v Berufe unv m " ä 1 der Individualität. dan m sie als eine gute zu bezeichnen; genügt sie außerdem !
noch den Anforderungen des SchoheltS- leben, over : Vie zicetapyynr , von oaeföhls, dann ist sie vollkommen. bert Großmann ; lepereS das Werk
' " ' ? - . Die Mode ist e n Kind des ScbönbeitSaefüblS. sebr okt aber eine Mißaeburt: sie ill ein launisaeS. anae,oaeneS f m0 W w m m w v mW I Kino, oas keiner zxuirer ore oaliconen . i. V ' r tm . . rt'r I Gettmter scdneidet. Sie ileat aber nrat - . . ' I nur mit dem SchönhertSgesühl, sonder mehr noch mit der Zveckmäßiakeit im Kampfe ; selten entspricht sie den Ansorderunaen beider. Diese Zweckmäßigkeit bezieht sich vor Allem ans unsere Gesundheit und hierbe, ist wiederum die Regelung der ör perwärme von erster Bedeutung. Na mentlich kommt die Abgabe der im Kör per' erzeugten Wärme in Betracht. Je bester und leichter die zur Bekleidung verwendeten Stoffe die Wärme vom Körper fortlelten, um so kuhler sind sie, nnd umgekehrt. Die besten Wärmeleiter sind die leinenen Stoffe, die schlechtesten thierische 'Wolle und Pelze ; baumwollene Stoffe stehen mitten zwischen beiden. um zu entscheiden, welche Art von Kleidern für den einzelnen Fall am zweckmäßigsten ist, erscheint eS unerläß lich, sich die Eigenschaften dieserStoffe in küiz zu vergegenwärtigen. Leinwand nimmt nur wenig Je . . - i keit in sich aus; sie ist schon vollkommen naß, wenn Wolle kaum erst feucht geworden wäre. Die aufgenommene Feuchtigkeit aber giebt sie sehr schnell t- -r . r r r i r X. rt . c n von Niy, iqri ic lcar neu verounnen c t. i't. ' i . uqo enrziey! oaonr oem orper in iixr z Z.ir, oft ganz plötzlich, bedeutende r,dt is,n üa hsthnrAh-r trar ber Erkältung aus. Die Källe- . 1 . erzeugung beruht auf ememNaturgeseje, nach welchem beim Uebngange eines Körpers aus eine niederen Aggregatzustande in einen höheren, hier also anS dem flüssigen in den gassörmigen, stets u.!R Cn).. ODXma ka&.aV ttirb also anscheinend verloren geht. o v. ti .. vi. z. v. UCUnilC alUUX UUIUV UtVUHUdl xjiz ccinroano uit auoj vic nun oci Hant ausströmende Wärme sehr leicht durch ihr Gewebe hmdnrch. AnS diesen Gründen ist eS stets gefährlich, leinene Kleider, wenn sie von Schweiß oder v..jLxc c.v .( tt.M ox.k.. nccn wutunup uu v(w auiu trocknen zu lasten. Der leiseste Luftzug befördert dann och die Verdunstung ganz außerordentlich, selbst bei mildem Wetter entsteht durch die Schnelligkeit der aaöförmiaen Verflüchtigung in der Nähe der Haut eine eisig Kälte. Wollene Kleidungsstücke, namentlich gilt dies von den Unterkleidern, die auf bloßem Leibe getragen werden, nehmen ungleich mehr Feuchtigkeit in sich auf und geben die aufgesogene Feuchtigkeit nur langsam, also unter geringer, unmerklicher Entziehung von Körperwärme, also auch geringerer Gefährdung der Gesundheit. von sich. Baümmollene Stoffe aller Art halten zwischen beiden die Mitte und sind im Allgemeinen der Gesundheit förderlich, Hemden, namentlich von Shirring.Dow las oder Chiffron, sind sicherlich gesund heitsgemäßer, als rein leinene Hemden, namentlich für Menschen, die keine wolle nen Unterhemden tragen. Letztere sind allen Denen anzurathen, die, sei eö von Constitution, sei eö durch die Art und Weise ihres Berufes viel transpiriren tlh Mirr Wflft"lfl1ltri hltrA ht rtlt&r Luft ausgesetzt sind. In Norddeutsch mmv vv v,,, .v N.pvit II El llv u UU..UIIJ. lond ist das Tragen wollener unterkle; der in der arbeitenden Bevölkerungö schicht zur ganz allgemeinen, naturgemä ßen und lobenswerthen Gewohnheit ge worden. Auch allen Denen, die wenig Blut und Eigenwärme besitzen, oder nachweislich zu Erkältungen geneigt sind und rm Allgemeinen Allen ist solche Klei dung zu empfehlen, die etwa das 40. aber 45. Lebenszahr ubertchntten haben, .r --P'.!.r. r-. ! -V ognc ouR oicic Jayt ugenu einen un trüglichen, ein sür allemal giltigen Maß. stad abgeben sollte. Für gesunde, kräftige Kinder sind wollene Unterkleider ourcyaus unzrocamaßig, iven ,ir aux oic Haut und auf das ganze Nervensystem I ? on.f. .."... einen unzeitigen Reiz ausüben. ' ' Als allgemeine Richtschnur gelte Folgenves: uyne Grunv gewoyne man sich daS Tragen der wollenen Unternder nicht an. Hat man es jedoch einmal f t5r nötkin belunben. solcke Zu traaen. -t u " ? . U r " ' dann lege man sie nicht wieder ab, oder sei zum mindestens be, der Entwöhnung äußerst vorsichtig. Staatswirthschaf tlicheSExa men. Professor: .Herr Eandidat, wie hei ken Sie?- Absolvent: .Herr Hofer! Profeffor: Also, Herr yeryoser, faaen Sie mir, wann ist eö rathlich. Ge- . mm .V - m wie kann man drückende Getreidepreise berunterdrücken ? Absolvent: .Wenn man sie in die Amtsblätter und Wochenblätter drucken läßt, denn dann werden die Bauern auf die Schranne aelockt. und je mehr Bauern, desto niedriger die! Preise !' Professor: .Sehr gut. Wie könnte man d'm Bettel abhelfen 1 Absolvent: .Wenn jedem Bettler so diel Geld gegeben würde, als er braucht." Profeffor : .Ausgezeichnet ! Wodurch kann manS im StaatSsinanzdlenste wer ter bringen ? Die letzte Frage !" Ab solvent : .Wenn an politische Arith metik treibt!"
memdearünde zu verthetten Ab ol- Waner umraymr. meiner eisernen stirn Xtv 1-"' vent : .Ich glaube dann, sobald eS sieht man eö an. daß hinter derselben er Piepmeyer zu sehen Zu , dunen! unräthlich ist, sie unvertheilt zu lasten Gedankenarbeiten, als welche bei uns Was wünschen Sie .Ihre Tochter. -Prosestor: .Ganz richtig! doch wiffen Corned-bees verzollt zu werden pflegt, die ich im letzten l Concerte gejehen und Sie vielleicht auch, waS die größten Lü Die Nase war auS den fremden Ang-. unaussprechlich liebe! Ich bm Dichter gen in der Nationalökonomie sind?" legenheiten, in die er sie gewohnheits- Seufzerhelm !. .Dichter ? da muß ich Absolvent: .So viel ich weiß, die statt- mäßig steckt, noch nicht herausgezogen, sehr bedauern, Sle in memer Famille ms. Knfittn I- nrnfffTnr ,,t. S-inÖttit erinnert an den des Scklüss-l Nlcht brauchen zu können ; wir haben
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eine neue Lletder-Lehre.
Die letzten Decennien brachten gar viele neue Schriften über den Aether und seine Wesenheit ; aus der großen Menge seien erwähnt die Schriften von Thom r ' H.K! V ? iT; !. ' O fon, v. Dellinghausen, Spiller, Lange, Schramm, Fritsch, Pngelo Secchi, Jsenkrähe, Fechner Männern, die sich gar beredt über den Aether ausfprachen, die f fV it r ...Ifl.ff oeucoicocnaruguTn V9P01VMCI1 auijwu . . "W . . 9 T ' . ren, ever o:e maae lelaesweas tonen. Unbefriedigte Wißbegier läßt daher harna nach emee iüngst erschienenen Bro r r - ; V O-Ii.r fX. r.C .T.T icgurc ginjcn, ottin xuci ion nyi l verspricht: .Me Entstehung ver pyyn schen und geistigen Welt anS dem Aether, eine aturvissenschafttiche Studie, ins- . . " ' ' . . . besondere zur Anbahnung einer auf rna mm m mr r . rerreuer runviage veruyenoen z.yeorie von der viele' vo Jo ef vchlenvger. Zu gleicher Zeit liegt vor : .Das Weltmy iM - mm m . a emeS ausaezelsneten Pvunlers, emcs scharfen, kritischen Geistes, der me den . ' " . . mA l Wea der urena vmenschaltlichen orn .. . ntl tJLi .flX. k!TT w. I iconna vl,, uivz ,,u,kn wiu, u " . . . . . m r . - I nit aut aenmerler Vrunvlage tn&i, was nicht jedem Denkenden oyne neueres einleuchten muß. Die neuere Naturwissenschast (Thomson und Andere) lehrte, der Aether eine ankerst seine elaflitcye tu iglen, welche den ganzen Weltraum, die fein sten Zwifchenrüume , den örpern und üverdauvt alle leeren Raume erfüllen soll. Daß diese Behauptung ein Unding ist, Hut Grobmana m dem erwähnten Werke hübsch dargelegt. Schlestnger betrachtet den Aether als eine Ur-Sub-stanz der Schöpfung, als etwas ZvkatenelleS, daS sich ganz anders verhält, als sich unsere Materie in ihren drei Aggregationszuständen verhalten soll, weöhalb er für den Aether einen vierten Aggregaiiv,zunllnv anniwwi. -n;iuuj uuui er weiter ein ganzes System der Welt- . lz A...rx. Ä ir ...5 fchöpfung. Diese Anschauung ,st kerneöweaS eine ganz neue, wie der Versaffer meint, sondern bildet die Grundi . v- rki.:rjkM uii.TtrASic..MA)behandelt wird. Wem die Klärungen vchle mgers auch nicht gefallen, der muß doch eingeI n . c V -f . V . CT t -TT i.!.f Q.:n Iieyen, ouv ver -ueria,,rr mu viu vci v T-i-U ...e tLk IT.- RX ozn Ivsz uulgriupl. vmvi jiuj überall konsequent. So rst eö zum Beiteitl interessant, wie tt die Seele erklärt. Er sagt, die Qualitäten der Kräste, die M v a .1. sich auS mponoeraveln Atollen enlwickeln., seien t!, welche die geistigen Eigenschaften bei dem Menschen herborbringen. Und fo glaubt er eine mate rielle (!) Seele als Trägerin des Geistes .tK.Vt . Snft ( C i .Sa I tltuu xu uvtu , wu 1"P v jvv. geistige Arbeit als eine mechanische auf, l.n. m..t.r.L:i octic um iriusmumiu tiiias v iu äquivalentische Beziehungen wird gebracht werben können. Alle Erscheinungen der anorganischen und organischen Welt finden nunmehr I f. .Km (m fn Vii i ui iui ,nu-a , ( v v leiblichen und geisilgen znanlyeuen, magische Zustände, der Tod des ponderablen Körpers, das Gesetz der Erhaltung der Krast, die Existenz der Seele nach der Trennung vom irdischen Leibe. Schließlich zieht, er die Konsequenzen, welche aus seinem Aethensmus für oas gesellschaftliche Leben erwachsen müßten. Graßmann nun hat, ohne von Schlesinger's Arbeit eine Ahnung zu haben, , die Hauptpunkte in deffen Ansichten im vorhinein bekämpft'. Indessen beansprucht Schlefinge? sür seine Arbeit nur die Geltung einer Hypothese, und daran erkennt man wieder den gewissenhaften Forscher, der sich nicht schämt, zu bekennen, daß er die Wesenheit jeder Sache genugend zu erklaren auer östanoe )tu Bifitttttheil der Berliner Wespen, w .rrTr.ff Ber Skobelesf.
tllgr vxi. :ucuiyuyuiiya- von seinem PillK : 'ejlrrrelcy MO oem uchtig- Theorie, und wir verweisen auf Lobeck'S Erdboden gleichgemacht werden ! Wenn
AglaophamnS, wo dtt Sache erschöpfend ich eine Völkerschlacht auf der Zuvae
Ist das Blutbad schon angerichtet ? Emzug m Berlm halten, am Brandenkraate im den Nortier desVariseröotelS. buraer Thore von weißgekleideten Talg-
in welchem Skobeleff wohnte, indem ich mick ihm als eine bulaarilcke Massen, I v . . i - it ... .. i (JCpIIlQllUIl U CllvllIlCu UUV. I . r-, mm . Se. Ercelleni sind aerade bei Tisck Ich weiß, warf ich lächelnd ein, er ist ein Dei'tschenfrcsser. Da ich aber höre, daß der große ru stsche Maultke auf dem . - ' Wege nach Berlin ist, um wenigstens den jüngeren deutschen Heersührern einen Strich durch die Ausstellung in der Ruhmeöhalle zu machen, so möchte ich ihm ..! ct itr r f.. einige wlcyilge aiyimiage Der Herr General, sind jetzt nicht zu sprechen, erwiederte der Portier deut i" ' itr : . Dann werde ich . mich unterdeffen mit dem Tekinenbändiaer unterbalten.laote indem ich einem großen Geräusch, Öa8 rait entaeaenschallte. nackaina. Ei nen Moment sväter verbeuate ick mick I vor Skobeleff. Der schaute. . itT war das KeräuZck aleick erklärt : Der unbesiegbare General rasselte mit . W " 1 ? U r ' dem Säbel ia kurcbtbar. da er mick :. eintreten börte. Der Lärm bätte ! -: ,.:. ..... rc-n vy7u jju wuiui viiwut. ,u ach einiger Zeit bemerkte er mich. Er gthiate mich augeublicklich, auf einen Stuhl zu verzichten, und drängte Mir, ' - . als ich bescheiden zögerte, mit hebenö würdiger Gewalt einen Stehplatz auf. Während deffen hatte ich Zelt, denyeer führe? zu mustern. Skobeleff hat, wenn man dabei an Plewna denkt, welch!s ihm . n v . rr: t v. I mt C tf C mmm wiverstano, wemg mneymenoes. vem Mund wird von einem dichten GlaS aller österreichischen und deutschen Fe I stunaen. Er trug den Umformrock und Hosen, in welche eventuell mehr Herz fallen könnte, als er sich 'jetzt gefaßt bat. Es ist heut ein schöner Tag. sagte ich. un dem Ge prach eme fnedliche Wen I dung zu geden, Europa ,st Ihnen danr bar, daß sie noch nicht alles Blaue vom Himmel heruntergeredet haben. DaS ist erst der Anfang, bemerkte der General, mdem er sich Mit Waffer an feuerte. Eben war eine unabsehbare Schaar von sämmtlichen drei serbischen in WariS studirenden Junalmgen bei
mir, um nie da5 Vertrauen Eerop-Ätu 1
überbringen. . Prächtige, s!nß,ae tndenten! Den ganzen Tag buffel sie auf den Boulevards umher, und Abends bereiten sie.sich in Mabille auf ihr Examen vor. ... Ich habe bereits von der serbischen Deputation gehört, erwiederte ich. '. Der Eindruck, den dieser Besuch auf den großen Generalstab in Berlin gemacht hat, ist wahrhaft enorm. Nicht weniger als zwölf-Unterosfiziere varerr nöthig, um ihm den Bauch zu halte, nd sein Zwerchfell war so erschüttert, daß eS abgestreift werden mußte. , Der Held des TageS vor Afchermitt vsch lächelte befriedigt. Sie sehen also einen baldigen Zusammenftoß voraus? forschte ich weiter. Jawohl, sprach Skobelesf im tiefsten Bramarbas, indem er sich aufrichtete wie ein Haudegeu, der auch im ärgste Eigarrettendamps nicht zurückweicht. Ich höre das GraS wachsen, in welche Deutschland demnächst beißen wird. Wie ich vernehme, hat dieses Aerch für daS " Z . . " " " KrieaStbeater bereits eme emrnenBor c fX.Bl fTm ' L..II uana ana?iujuuu s mio nn iuiaji : - vare emesel Verven : Au? teve von dem Einen rufftfchen Todten, der ans unserer Seite zum Fallen kommandirt merden wird, rechne ich zum Mindesten hundert Germanen. und furchten vie nicht, von wetten des Czaren deSavouirt, eventuell bestraft zu werden? fragte ich mit eisiger Un rude. Keineswegs ! antwortete Skobelesf be stimmt. Ich richtete mich, wie von einer Feder aeschnellt. auf einen Stuhl nieder. ms Pattlot, fuhr er fort, muß ich riSkirea. daß man meinen Namen noch mehr Kriegsschiffen giebt, als daS schon bisher der Fall war, daß man mir die höchsten Orden zufügt, ja ich kann mir I ? . ?xi m w - w - v - ogar, wenn im nata vaulc lvmme, oic längsten Fackelzüge zuziehen. Nichtsdestoweniger nehme ich von Astern, waS ich aesaat babe. auch nicht Ein Vorvostengefecht zurück. Deutschland muß fort i r ort . l i rs.n -tx. c. v . habe, fo muß sie herunter, und wenn sie drei Taae dauert! Wieviel Regimentern haben Sie heute I t jr. r , ,oa ven Garaus aereoer k rragle q l . vm t V ven iLicann, oer Piewna erooerr oaire. nachdem Totleben an seine Stelle getre tnr Das will ich Ihnen sagen, antwortete . ' der Abgott der Kosaaen. Jch umzw gelte heut früh mit emem hitzigenSelbst gespräch Oesterreich und zog den Mono log immer enger zusammen, bis dieses Land sich ergab ; dann ließ ich mir einige m .V . .1...-. J...!x!fl!fX t iaiUUVllUlC lUUUUiUlUlllUCS UlUtCK UUl Wcn, setzte mich vor ihren .lugen an die I SL : v m..i. pijt eines ÄCicstjccrci. . von auoiicn, siel mit diesen in Schlesien ein, brachte m:t einigen wohlgezielten Fansaronaden die vreußische Artillerie zum Schweigen. dirigirte biczans eine Batterie von zwölf I fx.. r..f .v n.v. cr.r: aigiiiiütnc vcucHauiuw tiuu uiia und stürmte mu demGroö memer Prahl lereien, die fich über mindestens vier Zei tungSspalten ergossen, sämmtliche Fe fiungen. 5kch unterbrach ibn mit einem vlödli chen Stillschweigen, welches er nicht zu entkräften vermochte, Uebrigenv, fuhr er fort, muß ich Jhnen wiederholen, was ich schon dem Cor respondenten der Daily New versichert hgh. , Wir sind ein Volk von Jdeali sten. Wir massacriren ideell, richten transscendente Blutbäder an, und wo mir Gräuel etabliren, geschieht eö in sozusagen künstlerischer und romantischer Art. Sie werden sich in dieser Hinsicht in Deutschland nicht über uns zu klagen haben. Mir brummt Söädel ! war AI les, was ich zu erwidern vermochte. Er überhörte dies stolz und sagte: Seien Sie unbesorgt. . Wenn ich meinen lichtern empfangen fein werde,'.dann will ich mich Ihrer erinnern und befehlen. I X 3:: h! rnnRnfrirt tnsrhort I Ich dankte ihm gerührt. Er wollte I up wi( iiivy un uuuvi wuuwi. aber keinen Dank, sondern machte, daß ich hinauskam. Draußen bedachte ich, daß dieskrMann m v, r . dT i k trt . f seme ganze Wuly aus emem Vias wa ser holt. Sollte eS nicht möglich fein. oa& oer skurm, oen er yerausoeicqworl, sich ebenfalls als einer im Glase Master .lu..ub.u u. ! V 9 '- cniuvui ivuu . . - Wer Venerat aver yaue, wie icy im orlgeyen yorre, oen saoei wieoer ergriffen und raffelte damit muthig weiter. SrabsSristen. Hier liegt der edle Herr von Sieb, Der lebenslang das Handwerk, trieb. Zu borgen und mit fremdem Gut za prahlen; ' Allem, so gern Allen schuldig blieb. So mußt' er der Natur doch seine Schuld bezahlen. c? o.ut v.- k.:n 15 - Aas macht, well er gestorben ist. i i v innn i t n t t i tt n rn iwriTr iftt Er lobte Gott zu allen Stunden, Der Stein liegt oben, der Organist unten. 9 .j 'ft Und die er heilte, neben ihm. Hier ruht ein braver Arzt, Herr Grimm, uns erst in voriger Woche die ganzen Classiker angeschafft !" Poesie u nd Prosa. Wer kann das unnennbare Weh einer unverstandenen Frauenseele fasten, deren Gatte in dem Augenblicke, wo sie, auf gelöst in ungeJeinke Thränen, sich der Unendlichkeit in die Arme stürzen will. htttintritt und sagt : .Frau, hier sehlt schon wieder ein Hemdenknopf ! Aufforderung. .Mickel, geh', kimm' g'schwknd übri in's Wirthshaus, hilf uns a meng' rau fen, 'S fein uns'rer zuwenig dort !"
DerZurückgwlefene.
jtt Qttvtl in LAottau, n welchem binnen Kurttm die Krönung
des Herrschers aller Reußen stattfinden lou, vuoel zur Zeit den Gegenstand einer überaus genauen Inspektion Seitens der Hof-und MoSkautt'Behörden. Schon einmal in der Weltgeschichte wurde diese Steinburg (Kreml) mit ihrem alten und neuen Palast, und ihren vier Kathedralen, vollständig zerstört, und die Nihilisten würden gewiß nichts unversucht lasen, um sie nochmals, sofern der C;ar 'ich in ihren Mauern befindet, dem Erdboden gleich zumachen. Von der Mitte deS Kremls auS führt ein unterirdischer Gang an das Ufer der Moskwa, offenbar zu dem Zweck, einem bedrängten Herrscher im Nothfalle die Flucht möglich zu machen. Natürlich wird dieser Gang auf'S Schärfste bewacht werden. Aber cer Hügel, auf welchem der Kreml steht, .'ann auf allen andern Seiten von den nimmer rastenden Händen der russisüen Terroristen unterminirt werden, namentlich von der Seite auS, wo sich die ausgedehnten Gärten des Kreml binneben und wo der hüctl peil abfällt, oder auch von dem Flusse aus. Neben den großartigsten VorncbtSmaßregeln für die persönlichi Sicherheit des Czaren, sind die Bcrden von Moskau angewiesen worden, daraus zu sehen, daß sämmtliche Strafen gevflapert und in reinlichen Zustande gehalten werocn. Wie Fronten und Dächer der Häuser müssen frisch angeftichen und sämmtliche Bettler der Stadt an welchen Moskau ungeheuer reich ist (mehr, wie jede andere Stadt Rußlands, und das will viel sagen !) arrtirt und übe? die Feier eingesteckt werdet. Wer Kreml, oder die Stelnb,rg oder Citadelle von Moskau, liegt ais einem 100 Fuß hohen Hügel an der Zllvskva, hat eine sehr hohe Mauer mit Thürmen und drei Thoren, eine halbe Sturze im Umfang, und ist 1367 vom Großstrsten Dimitri erbaut worden. An Stelle des alten zerstörten Zaren-Palastes hat taise? Alexander I. 1817 einen neuen erbaut. In den Thürmen der 5 KaNe dralen befinden fich Massen von Glocken. Eine Kathedrale, die deö Schatzes da Mava, hat 16 Thürme; einer, derJwa, Welikyi, ein 260 Fuß hoher Glocken thurm, enthält allein 32 Glocken, wovon eine 1300 Centner schwer ist. An seinem Fuße liegt eine andere von 4300 Centner Schwere, die man nicht hinaus schaffe konnte. In der Kathedrale der Himmelsahrt werden die Kaiser gekrönt ; in derKathe drale San Michael find die Grabstätten der Kaiser. Napoleon I. versuchte 1812 den Kreml in die Luft zu sprengen, es gelang ihm aber nur theilweise. -ck-Gl AuS dem Leben unserer VolksVertreter. In , den Capital zu Washington ereignete sich vor einigen Tagen eine Episode, die, so unbedeutend sie auch an und für sich ist, einen Blick hinter die Cou liffen, in das Privatleben unserer National Repräsentanten thun läßt. Dabei stellt sich denn heraus, daß unsere biederen Parlamentarier durch Anknüpsung zarte? Liebesverhältniffe in ihre ernste gesetzgeberische Thätigkeit eine angenehme Abwechselung zu bringen suchen, ohne vielleicht daran zu denken, daß ihr Herz und ihre Hand schen seit lange in die Feffeln der ehelichen Liebe geschlagen sind, und daß ihnen die Locken, gebleicht von der Fülle der Jahre, bereits silberweiß erglänzen. Abc? Alter schützt bekanntlich nicht immer vor thörichtem Handeln, und mancher ehrwürdige pater conscriptiis" hat seinen Aufenthalt in der verführerischen Bundeshauptstadt schon dazu benutzt, um düm mere Streiche zu begehen,' als in den Flegeljahren seiner Jugend. Tie Thatsachen, welche uns zu diesen Bemerlungen Anlaß geben, sind solger.de : Vor einigen Tagen erschien am südlichen Eingange der Senatshalle ein kleiner .Messenger-Boy", in der einen Hand ein hübsches Bouquet tragend und in der anderen eine kleine Schachtel. Auf der Schachtel stand geschrieben: .Abzugeben an den Inhaber des Sitzes No. 76, Ostseite des Capitals". Nun giebt es aber an der .Ostseite" der Senatshalle keinen Sitz No. 76, dagegen giebt es einen solchen an der Westseite und der Inhaber deffelben ist Senator Farley. Ihm wurde also das Bouquet nebst der Schachtel übergeben, obgleich er keine Ahnung hatte, von wem die Sendung wohl kommen könnte. Erst auf das nachdrückliche Ersuchendes UeberbringerS ließ er sich bereit sinden, die Schachtel zu öffnen. Dieselbe enthielt ein Fläschchen mit jtornbranntwein und ein offenes Couvert ohne jegliche Ausschrist. In dem letzteren aber besand sich ein dustigeS billet doux, deffen Anfangsworte folgendermaßen lauteten : .Geliebter mei nes Herzens ! Die kurzen Stunden unseres letzten Zusammenseins waren so süß und so beseligend, daß Weiter las der ehrwürdige Senator nicht, son dern runzelte die Denkerstirn und. sprach zu dem Boten des Senats: .Geben Sie das verd Ding an den Ueberbringer zurück !" Das geschah, und der Knabe wurde angewiesen, die Sachen nach dem Repräsentantenhause zu drinda dort wahrscheinlich derjenige zu sinden sei, sür den sie bestimmt waren. Es liegen nun freilich keine positiven Nachrichten darüber vor, was aus dem Bouquet, dem billet doux und der Schnapsstasche geworden ist, aber der Meffenger-Boy" verließ das Capital ohne dieselben. Ein Blick in das Adreß. buch des Congreßbuches lehrt übrigen?, daß der Sitz No. 76 an der Ostseite der NkprasentantenhaUe deijenige J. C. S. Blackburn's aus Kentucky ist. und soweit man die Lebenweise und Neigungen dieles biederen Volksvertreters kennt, ist eS durchaus nicht unwahrscheinlich, daß die eigenthümliche Sendung sür ihn bestimmt T?ar. Das amerikanische Volk aber wird aus dieser Geschichte io Neue erkennen, was sür vielseitige, herrliche Nänner seine Vertreter in der BundesHauptstadt sind.
Die Zahl der .Paupers- in Richmond. weißer und chvarzer,delSukt sich auf 15,000.
