Indiana Tribüne, Volume 4, Number 193, Indianapolis, Marion County, 26 March 1882 — Page 3
pariser Saison.ZZildey.
Nachdem K rch. . 93ari. in der ßflrne&'fs f V ' "VVUha i Der Kalender behauptet, daß jetzt die Karnevalstage seien. Wenn in dieser i V - .n CVf .-1 ! l " 1. F , i " ua auc -auiüiiiuun cg:canicn UNS stürzen, irgend etwas noch auf Glaubens Anspruch macht, so ist eS wohl der a; lender. Ueberflüssiger Weise wird seine! Angabe durch ' zahlreiche. Mauer An' schlage belrästigt. welche' aus buntem Papier und zwischen vhantastischenGuir landen von Masken und Kostümfiguren Bälle anlündigen. Dennoch wird es mir schwer, die Versicherung des Kaien ders ernst zu nehmen. Worin unterschel-j det sich dieser manli gras" von allen anderen Tagen! Da Schulen undWerk-' fiätten geschlossen sind, so treiben sich et-! was mehr Arbeiter und Kinder aus den Straßen umher. Matt sieht schwankend und stolpernde Betrunkene etwas hausiger als gewöhnliche Einige Idioten.' machen sich unangenehm, indem sie - an den Straßenecken mit Waldhörnern und' Trompeten ein wüstes Getöse hervor, bringen, ähnlich demjenigen, womit wilde Menschenfresser bei Mondesfinster Nissen den Drachen zu verscheuchen pslegen, der nach ihrer Vorstellung das verfinsterte Gestirn zu verschlingen droht,' Einige schibige Masken irren verlegen aus den Boulevards umher, sichtlich be treten übe: ihre eigene Blödsinnigkeit, beschämt m Gefühle, daß sie die letzten und auch chon von der Zweifelsucht angekränkelt Ucberlebsel einer Kultur epoche seiin, die todt, mausetodt und fce graben if. Und das ist Alles. ' Kein fetter Oäse, kein Aufzug von Leuten in historischen Kostümen, keine Rundfahrt geschmüc'ter Wagen voll kecker Wäsche rinnen in mythologischer Entkleidung, kein Wllzen und Hopsen ans dem As, phalt-5strich der Hallen, nichts Baccha nalisäes, mit einem Worte, nicht von dem, was man sich unter dem obsolet werdenden Worte Karneval vorstellt. Und wie in den unteren, so in den oderen Volksklassen.' Der jüngste Opern bal war schwach besucht und nach der üsercinsiiinmenden Aussage aller Theiln.'hmer von korrektester Sterbensweiligfcit. Die vornehmen Salons nehmen .?on den Fastnachtstagen keine Notiz. Aus diesem Anlaß einen Ball oder selbst nur ein Galadincr zu geben, wäre ein Beweis von vollständiger Zurückgeblie benheit. Die unglückliche Hausfrau, die auf diese alterthümliche Idee käme, würde ihre Caste verlieren. Sie würde sich selbst vorkommen, als hieße sie Ma dame Durand und wäre eine zurückge zogene Kurzwaarenhändlerin .us der Äuc Vieille u Temple. Man amüsirt sich nicht. Das ist mauvais genre. Was vornehm ist, das gähnt und hat, schläfrig halbgeschlossene Augen. . Und was nicht vornehm ist, das ahmt wenig' stens die Vornehmen nach. Im ersten Viertel dieses Jahrhunderts alt es als Zeichen eines überlegenen' Geistes, blaß zu sein, struppiges' Haar und feurige Augen'zu haben, kurz gesagt, geheim und diabolisch" auszusehen und in unzu-- j sammenhärgenden heftigen Ausrufen zn j konversiren. Im' letzten Viertel des Jahrhund?rts hat der Geistesadel eine andere Mcske ; die Züge müssen schlaf und ausgewogen, der Blick muß bleiern, der Kops :!a(jt sein oder sär etwa noch vorhandene Behaarung durch diskrete Glättung imd Abplattung des Haars um Entschuldigung bitten.; die Stimme muß näselr.d und schleppend sein und das Gespräch hat in einer steten Folge gelind höhnischer Bemerkungen üker Alles, wofür sich einst die naivere Menschheit begeisterte, .zu bestehen. Mit dieser vrn der Mode geforderten Pose der Blasirtheit und Secpsis, französisch blague"', ist freies Gelächter, ist schwunghafter Tanz .unerträglich. Diese heftigen Muskelbewezungen fordern Glauben, Ueberzeugung, Enthusiasmus, drei kor.! promittirende Eigenschaften in unserer Zeit. Diese allgemeine Richtung wahrer Kultur, die euf fröhliche Bclksgepflogen heilen so wirkt wie Chlor auf Färbn:, erklärt wohl ausreichend das Absterben der Karnevalssitte. Aber atn.' Diese Erklärung befriedigt gewisse Siebenmalweise nicht. Sie suchen ar.derswo die Gründe für die allseitig beobachtete Er fcheinung. Wenn der Paris:? Karneval Heuer grämlich ist, so trägt daran de? Börsenkrach" die Schuld. Hat man! ihn genug todtgeritten, diesen Börsenkrach! Hat man genug Sto?s zu leder nen Wochenchroniken aus seiner Haut geschnitten! Was sollte er nicht Alles für Verheerungen angerichtet, welche elementaren Umwälzungen .im gesellschaftlichen Lebe von Paris Hervorgebracht haben! Nehme man die in schwar zer Kunst ausgeführten Schilderungen dieser modernen Nachahmer der Thukididischea Beschreibung der Pest xron Ätben für Bilder der Wirklichleit, so Müßte man sich in ier Fremde vom heutigen Zustand von Paris etwa diese Vorstellung machen; die Stadt Lerwüstet, die Straßen menschenleer, eine dumpfe Verzweiflung über der ganzen Bevölkerung, in jedem Hauze em SelbstMörder, Gift und Pistolen und solide hänfene Stricke die einzigen Waaren, die noch Absatz finden, im Uebrigen aller Handel stillstehend, eine Ueberschwemmuua der Boulevards mit Bettlern, die gestern noch Millionäre waren und jetzt bei hereinbrechender Dämmerung die zitternde Hand nach einem Almosen aus.strecken, um nicht Hungers zu sterben. . Ich empsinde die ganze Trostlosigkeit, der ein ästhetisch gebildeter Civilisationsmensch bei der nothgedrungenen Zerstörung eines in seiner Art vollkommenen Kunstwerkes sich bingiebt, aber ich muß mit dem großen Waschpinsel über dieses schauerlich schone Bild des nachkrachlichen. Paris hinfahren. Lasiren wir erbarm mungslos die kräftigen Farben ! Schaben wir kühn die malerischen Details rseg ! Selbst wenn wir. eine kleine Ecke des Gemäldes übrig lassen, so bleibt noch immer eine Unwahrheit stehen. Der Streifen Erde, den das Hagelweiter des Krachs verheert hat, jsi ein .. . - f a mv Ztff rt am ftTt rf tont kleinerer, ai mu '""V""", . .-v-t ti ! . a a S n a a 7 vorstellt, sollen ytuuut auum ? Ich weiß ganz gut, wie mißlich eS ,st, Zahlen aus der Defe seines Gemüth zu schöpfen und mit Jnsp'lration'Statlstik zu machen. Dennoch risklre ich es, i . . ' ' . -i ti 7 ? i '. I k ?
Ziffern zu bieten. Wenn ich sage, daß der Krach fünfhundert Menschen total ruinirt, sünshundert andere genug hart getroffen hat, um' sie zu wesentlicherAendcrung ihrer gewohnten Lebensweise zu zwingen, so übertreibe ich wahrscheinlich. Wohlgemcrkt, ich ' spreche von Paris. Von Lyon weiß ich nichts. Ich habe wie alle.Welt die Gruselgeschichten aus diescr.Stadt gelesen. Wenn ich mich aber erinnere,. wie sich das, was über Paris geschrieben wurde, zur' Wirklichkeit ver hält, so kann ich mich des äußersten Mißtrauens ' auch gegen die Schilderungen aus Lyon nicht entschlagen. " Die .große Masie der Bevölkerung ist von den Börsenvorgängen nicht schwer betroffen worden. Die Papiere, die sie besitzt, mögen heute um. einige Franken weniger werth sein, als vor sechsWochen, aber' das hat. ihr höchstens ein äugen, blickliches Mißvergnügen verursacht. .Sie versagt sich deshalb weder ein GlasWein, noch eine neüe' Halsbinde. Sie lebt, arbeitet,' erwirbt verbraucht und erspart wie zuvor, und.tsenn sie in, ihrem Petit Journal lange Geschichten aus verkrach ten Kreisen liest, so intcresirt sie sich für diese Literatur nur mitjener objektiven Theilnahme),' die', man' Kriegsberichten entgegenbringt, wenn hinten weit in der
Türkei die Völker , aufeinander schlagen. Ich wlederhole also: selbst nach pejsimlstischester Annahme beträgt die Zahl derjenigen welche der Krach schmerzlich oder gar tragisch heimgesucht hat, nicht mehr als tausend.,. Aber allerdings sind diese tausend fast : ohne Ausnahme in einer Stellung wo ihre verzweifelten Grimasfen weithin gesehen, .ihre Klageschreie weithin gehört werden.' Es sind eben die tausend, welche die Oberfläche des Pariser Lebens . einnehmen ; ' die ständigen Eomparsen, aller Lärm- und AuZstat tungSszetten' det 'wellstädtischen Comödie, die sich, wie die wenigen . Statisten klciner Bühnen vervielfältigen, herumtau meln, '.rechts abgehen und links 'wiederauftreten und beständig 'vor den Augen der maulaufsperrenden Zuschauer oaradiren. Es sind die. Besucher, der Premieren und des Ta'nzfoyers der. Oper, die Patrone der Wettrennen, die Schacherer' der Kunstauktionen im'. Hotel Trouot, die Müßiggänger d'er Champs Elysecs, die Stöberer in Kramläden mit unechten Anlihuitäten,' dieLeutedie man Mittags an der Börse, Nachmittag aus dem Boulevard deß Italiens und Abends an dem Orte findet, von dem gerade die Zeitungen sprechen, Clubleutc, zweideutig? Börsenmänncr,'eine glänzend kostu miite 'lärmende Phalanx von Weltweisen .und Menschenverächtern, .die Wich's geschworen haben, -die philiströse Arbeit zl scheuen, und, dennoch' in allen."Herr Uchkeiten der .Erde zu schwelgen. . .". - Die Folgen des Ruins dieser amüsanten Existenzen stnd weder , sehr'tiefgrc!lend noch sehr weitreichend. .Worth rerliert vielleicht einige . Kunden, die ihm 2000 Francs für eine.einfache Straßenrobe bezahlen; ' einige . Leinwand-Besud-ler aa erleben möglicherweise den Schmerz, .ein gemaltes Seidenkleid oder einen grasgrünen Kractstrunk wofür sie noch ä?or Kurzem die Frechheit ge habt hätten, 50,000 Frcs. zu "fordern, um die Hälfte dieses bescheibeuen Preises losschlagen' zu müssen;, man erzählt sich auf dem Boulevard mit verstörten Mienen, daß einige große Cocotten' ihr Geld und ihre Liebhaber rerloren hab:n und gezwungen seien, ihre Juwelen zu verlausen. Gutunterrichiete kolportiren noch betrübendere Nachrichten : in den Brillantcnpreisen ist eine scharfe Baisse eingetreten ; einige kleine Hotels in der Plaine Monccau sinden trotz billiger Preise kciue Käufer; Binder, der elcgante Wagenbauer, hat seine Nemisen voll Equipagen stehen, si'.r die sich keine Abnehmer trafen, und mehrere englische Vollblutpferde gingen jüngst im .Tättersall sran?ais" um ein Viertel ihres Werthes ab. Schein: Ihnen diese Mittheilungen herzbrechend? Mir nicht. Die Reporter der Boulevardblätter haben sie gut unter blutigen Thränen vorgetragen, ich kann mich nicht zur gcring stenNührung aufraffen, nrcan ich sie lese. Meine H:rzenshärtigkcil geht so weit, daß ich auch sür die Opser des Krachs keine Theilnahme empfinde. Allerdings, es sind Selbstmorde vorgekommen, und manche Spekulanten haben den Verstand verloren. Ze weniger wir über diese Ausnahmssälle sprechen, um so besser. Man könnte .'sich ein harteZ Wort entschlüpfen laslen und müßte dafür wie unser illustrerLeitungsgenasse Wippchen jtrn Verzeihung bitten. Aber die große Mehrzahl derÄuinirten ist nicht zu kciauern. Haben Sie keine Angst um sie! Es sind glorreiche Besiegte. Sie tragen stclz ihre Niederlage, und sie werden ih Reoanche nehrain.. Wer hält die Wette, daz! sie, ehe zw Jahre lns Lrnd gegan gen sind, sich bei Worth, .im Hotel!! ' 1 1 ' . . . " Dreuot,' m den oyers, Nttit docot ten s. w. siehe oben--Vied2r all die" Genugthuungen werden bieten , können, die ste sich augenblicklich versagen müs-' sen? 7Äun, wer hält die Wette? Zch habe ' in' der Hausse - Quadrille ums goldene : Kalb nicht mitgetanzt und möchte doch auch mal wissen, ein leicht gewönnenes Geldstück aussieht ! Bleiben wir ein wenig bei dem Kapital, da wir dabei sind. Die Schilderer, die ein so düsteres Bild der Zerstörung von Paris durch den Krach entworfen, beschränken sich nicht auf die beschreibende Gattung, sie versuchen sich auch als Moralisten. . Ich habe eine wahre Wuth auf diese Laien Kapuziner, die sich so!chen Anlässen verpflichtet glauben, die salbungsvollste und erbaulichste Predigt über die Verderbtheit der Menschen .und die. Nothwendigkeit ihrer schleunigen Besserung hervorzunäseln. Das Strafgericht.ist hereingebrochen, psalmodiren sie, der. Schwindel war zu arg, jetzt bedecken die Opfer den Boden; nehmt euch ein Beisviel am Schicksal der Gefallenen, bessert euch, vertraut nur auf die ehrliche Arbeit, die langsam, aber sicher zumZiele führt, folgt, nicht mehr.. den , Lockungen des Irrlichts .das euch'm die gcfährlichen Sümpfe der Spekulatien vk7fübrt und' so geht es in dieser Tonart end-, los weiter, daß 'man aus der Haut fahren möchte. ' ' ' vv;:. - ' ,'" ! Und' wer 'sind die Moralisten, die so beweglich predigen ? Baissesekulänten, die beim Krach all das ' gewannen,- was die Opfer verloren; -' oder elegante Stre :l: : ' .
ber, die sich eine millionenreiche Erbin tanzten, oder Philosophen, welche das schale Treiben der Welt von der Pyramidenhöhe geerbter Millionen gemüthsruhig betrachtenz'.Leute mit einemWorte, die .es nicht nothig haben" und deren salbungstriefende 'Homilie einen durchschlägenden Beigeschmack von Sättigung und Selbstzufriedenheit hat, der sie einigermaßen kompromittirt. Es ist' Alles nicht wahr. Der Krch enthält keine Lehre, und die Ruinen, die er zurückge lassen, werden Niemand abschrecken, und die Verweisung auf ehrliche Arbeit als verlockender Gegensatz zur schwindelhaften Spekulation ist Unsinn und Heuche sei., ' Hat der Anblick eines leichenbedeck ten Schlachtfeldes, je einen flotten Kadetten abgehalten die Offizicrsepauletten zu, erstreben?' Selbst das Mißgeschick in der SvekuZation' bat ' nichts,' was von
dieser. Carriere abschrecken konnte. ,!D!e" Moral 1 Jawohl 'sprechen wir von der Morall ck denke mir einenFa-
Jch denke mir ein'enF n'atiker'der .famosen - ehrlichen "Acbeit", der in "seiner .' Stube '.sitzt und' sich das Hirn mit'?. mühseliger, wissenschaftlicher Forschuugoder mit industriellen Erfindungen od'er'mit literarischer oder künstlerischer Produktion gemartert , und zu dem ein Versucher tritt .und ihm etwa solche Reden hält: Bleibe bei der ehrli chen Arbeit dann'ist dein Loos'stete Mühe,, stete Anstrengung; hast du, ganz besonderes Glück,, oder, ein souveränes, allbesiegendes Talent,, to' lächelt dir ja vielleicht schließlich der Erfolg, aber erZl wenn du alt und verbittert und zu jeglichem .Genusse des . Lebens unfähig . ge worden bist;, und selbst dieser Erfolg Nie bescheiden ist er in der großen Stadt! Einige -Auserlelene werden dich kennen und schätzen, innere Genugthuung wirst du noch'tmmer als .deinen reichsten und sicherstenLohn betrachten müssen, und der erstbeste Dummkopf,' der auf einer.Million dah'crreitet, wird dich überall verdunkeln, . wo du glänzen '.möchtest; .'bei den schöben Frauen, bei der grohen Menge, bei den Mächtigen der Erde. Das-Alles,' wohlgemerkt,- wenn du erfolgreich bist. Hast du aber nicht das so unendlich seltene Genie oder Glück, welches alle Widerstände besiegt,, ah, mein Schatz, dann gütigst ein anderes Bild! Dann bleibst du dein Lebelang der obskure arme Teusel, der du bist; hast du nichts,, so verachtet man dich; trägst du abgeschabte Kleider, so wirft dir der Schutzmann mißtrauische Blicke zu; deine Armuth bringt alle Welt gegen dich auf ; . du bist gebildet ? du bist gesund?,-.du hast körperliche Vorzüge? du hast alle Appetite, alle Wunsche, alle Genußfähigkeit? Umso schlimmer für dich. Bemühe dich, all das in den tiefsten Grund Deines Herzens zu - ver'graben und verzichte. Es ist . sehr schön, zu verzichten. ..Die Kirchenväter behaupten es, .Du siehst alle Herrlichkeiten der Erde wie in einem. -Lustgarten, und'. Du weißte daß dieser auch für Dich offen ist. Du irrst Dich. -Andere Leute gehen darin spaziren und pflücken.die Früchte von den,Bäumen, nach Äenen Dir der gierige Münd wässert. Du mußt draußen bleiben.. und darfst höchstens die Stirn an die Hitterstäbe drücken und mit brennenden Augen, hineinstarren. Das ist Dein Lebe.nsoang, wenn Du bei dcr ehrlichen Arbeit bleibst. Versuche es nun einmal mit dcr Spekulation. Zum Teufel die Mühd Durchs Fenster das Arbcitsgeräth! AnstrenKNNg ist gut sür dieDummköpfe; Du bist zu gut für sie. Du sammeist mit lässiger, weicher Handbewegung Reichthümer, deren Einheimsung Dich gar keine Arbeit kostet, im Gegen theil Mit einer wonnigen NcrvenaufregunZ verbunden ist, welche diese Thätigkeit zu einem Genusse, zu einer Wolluft macht. Du gehörst zur Elite der Gesellschaft.' Schädige Philosophen asfektircn. Dich zu verachten, aber Du hast dafür das Bewußtsein, von Millionen bewun dertnd mit scheuer Ehrfurcht betrachtet zu werden. ' Steige auf die Plattfsrrn des Triumphbogens und blicke auf das schon: Paris hinab, das',Zich zu Dein:n Füßen ausdehnt es ist Dein, Du kannst es u; Deine Westentasche stecken. Für Dich bereitet Bignon seine köstlichen G:richte, für Dich lächelt die schöne Judic, die reizende Rosita Mauri, Dir öffnet sich jeder Salon, in welkem Dein Eintritt Sensation erregt. Dir folgen alle Blicke, wenn,Du in Deinem Coupe m den Lc imÄois fährst. i Bist du.khrgeizig? Du kannst Deputirter, ja 'sogar Akadeuuker werden siehe Wschofssheim und dir jeden Qrden der Welt in's Knnpfloch hängen. Liebst du den steten 2äm und : deinen Namen Alle , Zeitungen .werden dir täglich 'Artikel, und Notizen widncn. Soll ich ochjneh? sagen? Ich bin fn tlg: du wlrst nichts wünschen : können. nn alle deine ! Wünsche rden sich im St AriA ktnir(ii4iH CTJU 5? jf. Voraus Verwirklichen. Dach nein. Zch Sin nicht fertig. Ich bin ein ehrlicher Versucher und will dir auH die Schatz 4ensclten des Spekulanten-Daseins nicht verhehlen. Deine Spekulationen können mißlingen, es kann ein Krach auf dich niederschmettern. Dann wirst du aQrdings arm, aber deine Armuth hat ein leuchtendes Prestige, eine wahre Gloriole. Gehst du zu Flch und verstör! durch dein Paris hin, so weichen die Leute zu beiden Seiten ehrerbietig aus und flüstern sich, dir nachblickend, zu: das ist der berühmte und unglückliche der gestern millioneureich war und heute Bettler ist. Jeder interessirt sich für dein Elend.' Endlose Kredite öffuen sich dir. . Dein Unglück ist das Unglück des Landes. . Man . interpellirt, , man. giebt Gesetze für - dich. ) Mau gründet Hundert-Millionen - Syndikate, OmniumKassen, was weiß ich,' um dir rasch ,beizuspringen. -Alle Welt weiß, daß' du morgen, übermorgen wieder obenauf bist. Und im allerschlimmsten Falle nimmt dir doch Niemand das, was du in der Zeit des Glückes genossen hast. Und bist du so mürbe geworden,daß du dich. erschießest oder erhängst, so hast du mit Schick geendet und erhälst gebührende Nekroloqe, r . .... .V wie iie,oem overilen Mann der ehrlichen Arbeit nie gewidmet worden. So. Nun weißt du Älle?.. Und nun entschiide dich für die'ehrlichc Arbeit oder für die Spekulation!? ' ' ir. f Der'Versucher h'at?'ctwas'.läna aeo I si r.. t .0 ifi .(''Vf '..'l . Ipivcul, uucr vus ieoen.ielnes ÄMtes, ,!denn,mit Lakonismen.. kann 'man'. Nie,'i ?) ll ' . h' KA, 1 '7 i t
mand beschwatzey,. Wenn nun der
Mann, dem zugeredet worden tst, die Kraft hat, ' Vnäs retr Lawnas !- Hede dich weg von mir, Versucher ! zu rufen und mit doppeltem Enthusiasmus feine ehrliche Arbeit" fortzusetzen, dann vollen wir uns mit dem ganzen Einfluß beim heiligen Vater für seine schleunige Heiligsprechung verwenden, oder, wenn ihm seine Konfession man kann nicht wissen! den Eintritt ins katholische Paradies verwehren sollte, ihn irgend einen großenBankier alsKassirer empfeh le'n in dieser Anstellung wäre er alles Geld werth! 5 7 Freilich dieselben Pharisäer, die so erbaulich die Moral des Krachs abzuleiten verstehen, schlagen .nun die , Hände zusammen und seuszen unter himmelnden Aügenverdrehün'gen : Aber dieser Versucher wendet sich ja an die schlechtesten und' niedrigsten Instinkte' des Menschen an seinen Neid, seine Eitelkeit, seine Genußsucht.' Sind denn Diners . bei Bignon und .Notizen in . den Zeitungen und Cocotten der einzige Ledenszveck? Muß m'an'denn. glänzen und schwelgen, um glücklich zu sein ? Es giebt auch bescheidene Freuden, das Bewußtsein redlicherPflichtersüllung....''. . 7 Genug. Der Pharisäer . hat meinem Versucher bis. an's Ende zugehört. Ich aber bin nicht so geduldig oder so höflich wie er. und falle ihm schon hier in die Rede, Ich weiß, was weiter kommen würde. Wir kennen sie alle, die alte Leier vom stillen Glück und Zufriedenhcit, von den holzen Vorzügen der Be dürsnißlosigkeit, von den inneren Genugthuungen, die werthvoller seien als Alles, was man um schnöden Mammon kausen könne u. s. w. ' Allerdings,' es giebt ja Menschen, von denen das gilt; aber man kann sie an den Fingern her zählen ! So denken einige Idealisten, einige Lyriker, einige edle und erhabene Denker, die unter die banausischeMcnge verloren dahinwandeln und-Geld, Ge nüsse, Stellung äußere Ehren nicht eines Schnippchens werth erachten. Zwei Millionen von den zwei Millionen und tausend Bewohnern von Paris jedoch theilen diese . unirdische Ansicht nicht; aus ihrer Weltanschauung heraus sind Sinnesgenüsse und Eitelkeitbefriedigungen werth, gierig gewünscht zu werden, und sie beneiden allerdings die Reichen, welche sich diese gönnen dürsen, und sie klammern sich an die Spekulation, als an ein Mittel, welches zu diesen Besriedigungen und Genüssen führt oder doch mindestens führen kann ! ' Und wer wagt es, den Neid des Nrmen gegen den Reichen zu verdammen ? Dieser Neid liegt in der Natur, imStofs, er' ist 'eine Form, eine Aeußerung des animalischen Lebens-selbst Es war möglich, diesen Neid in Egypten, in Indien, in Sparta zu unterdrücken,-indem man den Zeloten, 'den niederen Kasten mit dem -SchwertZd Ueberzeugung belbrachte, daß nc von Natur-mlt aerlngeren Rechten 'und Ansprüchen ans Leben ausgestattet seien als chre Master. Und .... rr : ' . ' rv was mien wir von oen innmen z,za godien, die in derSeele von Zeloten ye rast haben mögen,- welche von ihrer In feriorität nicht zu überzeugen ' gewesen ! Es war möglich, diesen Neid lm Büttel alter zu täuschen, indem ihm die Kirche in einem fsbelhaften Jenseits sll die Genugthuung versprach, nach denen er in diesem Leben vergebens gierte. Aber heute ist derGlaube an dasPare.dies und cn das blaue Blut verschwunden, der robuste Proletarier ist nicht mehr zu überzeugen, daß sein: Sinne nicht dieselben Ansprüche an Genüsse haben nie die des abgenutzten und herrntergekem menen Herzogs otiz Millionärs :ind wen es nach Befriedigungen dürstet, der verlangt sie gleich und nicht erst nachdem Tode. Unvorsichtige Moralisten,: ihr die Spekulation verdammt und an den Krach die Hoffnung knüpft, daß sie nicht Wiederbeginnen werde, :vißt ihr auch. was ihr da thut ? Wer fegt euch, .daß in der luunöien Weltstadt die Armuth das beständige Beispiel des insolenten'Reich thum nicht bloßdcrum geduldig rrträgt, weil st: sich durch die Spekulation in den Selbstbetrug hineinschnu'ndeln kar.n, daß das beneidete Loos des Millionärs auch ihr ncch erreichbar sei.? Wie ißt ihr, daß viele sinstere, entschlossene, .gemalt thätig Leute nich bloß darum keine Petroleurs geworden sind, weil' sie die Wahl hatten, Spekulanten zu werden.? Beglückwünscht euch zur Agiotage ! Betet inkünstig. daß ihr Fieber icld wieder aufbreche ! Die Spekulation verhütet vielleicht die Barrikade. Statt vor ihr zu 'warnen, ruftibrgeistert : Es lebe der Börsenschwilldel ! ES lebe Sie Lot-! terie ! lebe die Laeuara ! Erleben die Torfwetten ! Es lebe jede Institution) c i. m 9 t. w vie oemreenoen eio ves Armen ge gen denMeichen einen Weg zu.-chimäri--r x. ... (i .f .i. . t rr t . . scher Befriedigung zu Lffnen scheint Und.7wenn Sie nicht meiner Ansicht sein sollten, so nehen Sie an, ich bätte zu viel Champagner getrunken uud Alles Gesagte sei Fastnachtsgefasel und sprechen wir nicht mehr darüber. Ma? Nord.su. Auch i n N ar xiä ttn s asn m ler. Einer er reichsten englischen Vankiers, dessen Geiz sprichwörtlich geuorden und von öem es bekannt ist, daß er niemals auch nur die kleinste Summe zu irgend einem künstlerischen Zwecke hergegeben, ward kürzlich interpellirt, was er denn eigentlich mit den ungeheu ren Geldsummen, die ' er einnehme, beginne. Ich habe," war die Antwort, in jungen Jahren begonnen, eine Sammlung von Münzen und Kupferstichen anzulegen, und diese ist noch lange nicht complet." Auf die Bitte, diese kostbare Sammlung sehen zu dürfen, entgegnete dcr Bankier : ' Ich glaube nicht, daß Sie sich dafür interessiren werden, denn die Münzen, die ich aufgespeichert, sind Sovereigns und die Kupfer' stiche ?!otcn der Englischen Bank". ,, ; E r k l ä r u n g. Mariannl : Hannsjorg, 'hast, mi denn gern?" Jörg. .Ja frelli!" Mat. Du. machst aber allemal. so az'wideres G'sicht, wenn Du zu.mirimmst." Jörg. Ja schau, Mariannl,7da. denk. ich halt .allemal schon an d'Hcirath ":. , : - ". ' chon an d'Hcirath !"r. , : i...-,., ; ;7" '.V"- -'r' i V . t 1 ..r ' j r J-,' ! - : ! .. -
Wozu die Spinnen gut stnd.
Bei den Spinnen kommen hauptsächlich nur dieSpinnen-Damen inBetracht, denn das Männchen schläft fast elf Monate des Jahres und zeigt sich nur in der größten Sonnenhitze Wie leicht erklärlich, sieht es bei seinemErwachen trostlos genug aus, hager, lang und dünnenbeinig, hat aber trotzdem gefühlvollen Sinn und macht' gleich der ersten Schönen seines Volkes, die 'S antrifft, dieCour. Die Spinnendame ist anfangs, wohl nur aus Koketterie, gegen den Galan ganz kalt und spröde, jagt sogar öfters den allzueurigenLiebhaber mit verstelltem Grimm aus ihrem Boudoir; wenn der junge Herr es aber trotzdem-mehrmals-wagt,' an demselben Faden,- an ' dem ' er - dem Zorn der' Begehrten entgangen ' war. wieder zu ihr hinaufzuklettern, wird diese burch so' unausaesetzle Bewerbungen gerührt,' eigene Gsiith macht die Eisrinde um ihr Herz schmelzen sie zeigt nach und nach mehr Gunst-gegen ihren Liebhab r und verlobt sich.mit ihm.- Ist die Sache , unter den Liebenden fomelt 'lm Reinen,' sie bedürfen in - der Regel dreier- Tage; um sich zu verständigen, so läßkdieSpin' nenbraut den glücklichen Freier ihr Gewebe mitbeziehen.' DerEiwählte schmaust nun zum Ersatz sür die' langen' Fasten mit gierigem Behagen alle Fliegen' und Mücken, die während der nächsten Tage in die-SÄlinae. d' i. in das Nek' 'aerathen und hat er durch ' energische - Ernährung em reputuliches Aussehen sich angeeignet, so schreitet das Pärchen" zur Ehe. ' Bald daraufnach wenigen aber menschlich lurzenFlitterwochen muß schon die junge.Gattin den Raum "zur -EntWickelung der süßen Pfänder ihrer Ltede mit Gewebe gehörig' auspolstern und beginnt nun ihre200 bislOOOEier nach'ünd nach zu legen... Die Eier ''ballt -sie -'in Klümpchen zusammen, '' umgiebt' sie' mit dichtemGewebe und erschopst durch diese', manchmal zwei Tage und zwei Nachte andauernde - Beschädigung ihre 'Kräfte dermaßen, daß es ihr'schier schwarz vor den Augen wird, sie ohnmächtig niedersinkt und erst nach Ileberwindung" einer leichter 'zu fühlenden als zu beschreibenden Erschöpfung wieder für ihre eigenen Bedürfnisse zu sorgen vermag. - - , ' Nach der Bauart ihrer Netze kann man die Spinnen in' zwei''Gruppen' theilen. Die Hängespinnen weben zarte Fäden in Strahlen, die sie, vomMittelpuntte ausgehend, in immer, weiteren Kreisen von mathematischer Regelmäßigkeit: mit einander verbinden und ) hängen dieses Strahlennetz senkrechten freier Lust zwl schen Bäumen, Balken :c. oder, unter ge öffneten Tbüren und Fenstern an., weil die fliegenden Insekten "gern ; dem Luftzuge folgen oder-: auch . von demselben fortgerissen lind so leicht m das!.'Gewebe getrieben werden, . dessen Fäden übrigens. gleich richtigen 'Leimruthen, klebrig sind, jedoch diese Eigenschaft m. Luft und Son nenschein bald' verlieren : weshalb Z.die Hanaejpinnen lhrNetz biS aus dieyauvt strahlen alle vierundzwanzig i Stunden vernichten und wieder neu anfertmen. -Die Winkelspinnen besesticzen ein dichtes Gewebe iN 'Gestalt'einerHänaematte waqerecht in den Ecke der Mauern, Thüren :c. : : . 7 Meistentheils arbeiten die Spinnen in der Nacht und für dieselbe,- weil- dan: ihre Opfer, also Fliegen, Mucken, Käser, Nachtfalter :e. die gefährlichen Fangnetze nicht leicht wahrnehmen können, und da jedes Netz in einem Somnier mehrere Tausende von Insekten verschwinden macht, sind wir immerhin schon darum den weniger schönen a!Z interessanten Spinn:n zu Dank verpflichtet. Die Früchte werden durch die Spinnen vor Wespen :c. geschützt und an Zugängen zu den Ställen sollten dieselben nicht gänzlich ausgerottet werden, damit sie möglichst viele Fliegen And Mücken neg fangen können. Der Spinne Lebenährt drei Jahre, und so es hoch kommt, vierJahre, welche Zeit led allein, ungeiellig, sich selbst ge nug,verbringr. Komirt eine fremde in ihr Netz, dann nird so lcnge mit Erbitterung gekämpft, bis die schwächere weiche und die Wshnung der stärkeren über lasten muß. Im Ganzen . trifft es sich leiten, van spmnen auer Art an einem Ort einträchtig beieinäder leben, eine etwaige Hunersnoth stört unbedingt bk sen Frieden Die grause Rth erstickt jedes bessere Gefühl, in Gruppen rotte sie sich zusammen, icicht mehr kennt Bruder denBruder, ivie rasend lallen die Unglücklichen über 'einander he? um einander arfzuspeifen. Gewalt gehtwor Recht und die gewaltigsten, weL stärksten, fristen ssnde?Reu undHer.zeleid ehrDasein am längsten, bis äech sie fast alle .im Herbst chr aubnetz verlassen, auf sechs Monate de öffentlichen Treiben entsagen, sich vn Verstecke verkriechen nd !w f v . Jll - t - . . w r..t... 4. . . da, ohneds?9lahrung zu bedüis?n. iüer nvintern. Sehr wemae nur fob -csäL die Äen Winter nicht verschlafen, soeidorn ihn cls Wintersrennen in den Wohnungen zubringen. Als Wettrrophetinnen sind dleSpinnen recht zuveiläsiig, eine Thatsache,, die zwar Jedermar.x nnt. die sich aber nur wenige zu NuHc m:chek:. 7 7Zuerst hat hrsür ein bestimmtesSyste Quatremere d'Jsjeeval aufgestellt. Derselbe wurde als .General-Adjutant in Holland an tcm Ausstande gegen den Erbstatthalter botheiligt, beim Einrücken der Preußen' unter den: Herzog von BniKaschwttg, 17fi7, gefangen, zu fünfundztranzigjähriger Haft vrurtheilt und zu Utrecht eingekerkert.' Hr nun beobachtete et aus Langeweile die Spinnen, welche sich in seine Gefängniß aushielten und hatte bald' bemerkt, daß deren Gebahreu mit der nachfolgenden Witterung in Beziehung stand. Durch unablässige Beobachtungen brachte er es endlich dahin, aus dem Benehmen derSpinnen das Wetter auf acht, bis vierzehn Tage voraussagen zu können, ein Umstand, der sogar zu. seiner BefreiungVeranlassung gab. . Als nämlich im Winter 1795 das Heer der sranzöstschenRepublik in Holland eindrang und immer weiter über das! Eis vorrückte 'trat .plötzlich Thauwetter ein, weshalb ? die Generäle, weil sie unter diesenUmständen denRlckzug für unausbleiblich hielten, schon zu kapituliren gesonnen waren.;. Da glückte es Quatremere am lö. Januar 1795 ei- .!' on'.e v e if.rx.. cv r I
'nen Brief an den französischen Befehls-t sehr schlechter.,. ' ' TXl1 m Min:i v,i :U)vAköik Ji , r 1 . I ' ' f M . " V f ,, : r . . . . , . v; ": .v "' -t. : J:i?07 .mn;in- ?'z i 5 ::;l! l'tt.i 55! ?k Wvi iv; v.iv. ; Kvi nri ,l;t .'
Haber gelangen zu lasten, in welchem er
versicherte, es muffe spätestens nach vier zehn Tagen ein harter Frost eintreten. Die Generäle kapitulirten nicht; und die angekündigte Kälte trat nach zwölfTagen wirklich mit solcherHeftigkeit ein. daß das Eis der Flusse und Kanaledle schwersten Geschütze hinüberschafsen ksnnte. Am 28. Januar zogen die Franzosen siegreich, in Utrecht ein und Quatremere erhielt die Freiheit, nachdem er sieben Jahre, und fünf Monate im Gefänaniß geschmachtet hatte.. Aus Erkenntlichkeit hegte er von da ab die Thierchen, die. sich ihm so nützlich erwiesen hatten, so daß er in seiner Wohnung v. und um ; dieselbe immer etwa : , 4000 - Spinnengewebe hatte. Aus7 dem. von ihm entworfenen Sy stem lassen sich folgende Hauptrezeln zu sammenstellen. : Die Hängesvinnen zeigen an : Gutes Wetter, wenn sie in großer Anzahl , da sind, emsig arbeiten, in der Nacht neue Nftze..sertigen. sich die alte Haut abstrel fen': Anhaltend schönes. Wetter, wenn sie die Hauptsäden ihrer Gewebe besonders weit.und lang spinnen. .:VeländerlchesWetter, wenn es nur wenigHängepinnen giebt, und.wenn diese nur lässig arbeiten. Regen.wenn.man keineHänge pmnen mbt, oder wenn, die, welche man zuGesicht betommt,gar nicht spinnen,oder hre Hauptsäden nur sehr kurz machen. Wind, wenn sie aarnicht svinnen, wenn ie nur. die . , nstivo. Speichen : ihres Netzrades machen ohne - die --zirkelsormigen Fäden (wodurch angezeigt wird, daß ein heftiger Mi X m t A 4 ( 4 Na i A s ( K a t . vjuiv. uiufi lein u uuvi iu jvuit tens . ziehn .bis. zwölf . Stunden wieder . . v . egen werde) wenn ne plötzlich den drtten oder. vierten Theil lhres Netzes zerreißen und dann in einen, Schlupswinlel kriechen. -7 ... ' .. Die .Winkelspinnen zeigen an : Gutes Wetter,- wenn sie aus ihrem Gewebe den Kopf zeigen, wenn sie ihre Eier legen, anyaneno lazonez melier, wenn ne o:e Beme ,oweit pc nur können vor.nch hinw r r t - . rvr , . r c ,ir aen, menn ,ic in ocr- acui iyr eZtXQ?Etn tn' wnnjicj M A fr. i V V MVAl lnltMAM m. ihrem Schlupfwinkel ganz umkehren. so daß-sie dem Beobachter den Hinterleib zeigen. - ' wit Winrerlplnnen zeigen alte an. fVV . wenn sie ganz neue Gewebe machen und , ? cr r i rbe,tenwnn sie in der Nacht zwei oder nouj ; raci) vsrmeoe ,urr rinanuet T u TVVT 9qHSR, nnnultknd? jZalte deutet- die nrnifinnltm . t X. .et 1 .1.1 - ..C Y. - fit . . i ! Zwischen dem neunten und zwölften Tage darauf. eintritt. Wer sich dicsz Regeln merkt und da raufhm die Spinnen aufmerksam ' beob , - , . p i r i t achtet, wird auf emen Zeitraum bis zu vierzehn Tagen immerhin das Wetter 1 VIl II M.m. u . 4 M . 1 im A M t A AVhftli im ugemeinen Mli jicmiii .viycu voraussagen können, , und das.. ist doch K Jf m. I JU ... u J aIiamSam' Mam. ,on em Nl zu -Mniwu5Hiü.-üi-theil.' .'7. y:. 7 ' e; L Wenn man gar die Spinnen verfolgt 1 V a 4X1 1 ..A. il .mm: 44 X myzm unuuucii,- ic luuiui-yijiia uu dieseFraae aufzäklüren.oftmals absichtlich svon denverschiedensten Spinnen beißen geraoe als geiunoe Vausmannslon - an gelegentlich empfohlen werden sollen, so möge man' sie doch Mit ubertrie bener Verfolgung verschonen, unter Um standen 'sogar ein paar spinnen als ien gcpcinigl wlro, iann e am leinenen dadurch vernichten, dan er einige der kleineren Spinnen in das Schlafzimmer tragt, namentlich sie unter die Bettstellen v 4 Cr.V.k4MAiA4lAM m I v!a. bringt, zumal wo Federmatratzen in Gc brauch sind, die sich schwer regieren und reiniacn lassen. Schon binnen Kurzem Z wird man dte seacnsrelche Wirkung spu ren, denn in der Nacht, wenn die Wan-
darum alsschadlich zu furchten, so .ent- heitenordnen.zu können,und einBillct an behrt das.mindkstcns mit Bezug aufdie ett Grasen vönÄrm'e'' schreiben zn dürbei uns cheim.sche lrtcri i allc iScnchti f' Als der.Graf das Billet ge'.eZcn 'gun'Derorscher Erk'hat ych, um hane. eilt er sofort ur7Kaiserin, bittet
kf i'Ä lTnla-VVV' oas'ist ja fürchle'rllch,! .Eilen Sie. lieber ursachtchatte. DerstroNomDelalande inc,0' uäden Vastano Dcripciiic Spmnen sogar als LeSerblsien verloren haben, oitser Unsinnige!, Eilen und rühmte si alö schmackhaft wie Sie, ehe es zu spät ist, befreien Sie den Hajelnune.- Wenn ne darum auch nicht nrm, d.rld in fcieTcm fiirditerli-
Vsliis nhfr- nrnttner terfusliltiiRentnicre r t
P V. I r7 .O7 ' ' -iy:y em lajicanccn, , uvzi iuuiu iumuiu;uv halten, denn es giebt keine uuermudllchc- und unbegreiflichen Austritte. Ich hatte ren Wanensänger, als die Spmnen. st Jahren einen schönen Huüd. den Za Wcr alss von dielen entsetzlichen Parasi- i,hr xuyi, .,ns weil er ein (Meißens
, y , , I IVfc 4-UWV. V IVItV VI. I. .vv.. zer. Hervorkommen, gehen auch dleSpln- Nthsel erklärbar, und hätte dieses Miß.tifp mit tsrtiin rpih. Wnsirmm nn -linn . n av- r ? ' u
nen auf Raub. resp. Nabruna aus. und die ersteren sind ihnen eine überaus will kommene Beute. Ausgeprägte " Gourmands, diese Spinnen ! Nicht genug an einem saftigen Braten, nein, auch Odeur mrß er habend " : Wenn nun auch durch das Gesagte Niemand veranlaßt werden soll, die Spinnen in seiner Wobnung geladezü zu züchten so mögen dieselben doch als hcrmlose,' unschädliche Thierchen derFür sorge eines Jeden warm empfohlen sein; man tiödte und vernichte dieselben nicht aLent halben, Äo man sie finde,und wenn man 'deren Gewebe auch in den Wohnzimm ern aus naheliegenden Gründen nicht überHand nehmen läßt, so möge sie duchJder und namentlich derLandm'ann in Iee r stehentn Räumlichkeiten, Ställen und 'Zarten, so viel sich irgend mit sonstigen RückMen verträgt, schonen nnd föader n, i Leiirem FaLe aber ganz aus' rotten,, wenn' nicht ch selbst, seinem Vh umd seimQiObst mancheUnbcquemlichleit And manchen Schaden zufügen w Ll. ? ; Aus de m Album einer Dame. 'Welches ist die Pflicht des Mannes ? Seiner Frau zu gefallen ! Welches die Pflicht der Frau ? Zu gefallen!" 7 G r oßeBeforgniß. Bauerfrag. ),Ach Gstt, ach Gott. Herr Pastor, was muß nr meinem Mann fehlen !" Pastor. Ist er denn nieder betrunken?" Bauers. Ach Gstt nee Pastor. Nun, ist er vielleicht krank?" Bauech Ach nee, nee, er ist heute nüchtern!" ' i In. New York erzählt man sich folgend gute Geschichte : Als die Patti von dem Manager- J.H. Saverlv per Eonzert 5000 sordcrte, bemerkte Letzterer, dav solche Bezahlung sür die Sängerin $50,000 per Monat, d.' h. ebensoviel, als der Präsident der Ver. Staaten in einem , Jahre erhält '.betragen würde. , Nun, .antwortete d!e-' Diva, i. ' K m. . V a i : cvVi wuitu iui iv nui uiuujcicii ipr;i sidenten singen !"Zufälliger Weise singt Präsident Arthur .ejnen guten Bab,' ..X L.'.'V'iJ VV--f Jf.rL "vaÄ' if.tAw unu ivUl- VLi. ovijzug vlsalo. HUhP
Der Befehl der Kaiserin.
Am Hofe der Kaiserin Catharina II. war ein reicher. Engländer, Namen Suderland, Hosbanquier. Als naturalisir ter Russe stand er bei derKaiserin in sehr hoher Gunst. Eine Morgens wird ihm gemeldet, daß sein HauS von Soldaten umgeben sei. und daß der Polizeichef ihn zu lprecyen verlange. Dieser tritt mit bestürzter Miene bei ihm ein und spricht: .Herr Suderländ, zu meinem aroßen Bedauern ist mir von Ihrer Majestät die Vollziehung eines Besehles aufaetraaen worden, dessen fürchterliche Strenae mich selbst in Schrecken setzt. Es. ist mir unbekannt, durch welches Verbrechen Sie sich die Ungnade Ihrer Majestät in so hohem Grade zugezogen haben" Ich, Herr Relicw, bin mir keines Verbrechens bewußt uud mkineVerwnnderung übertrifft die Ihrige", antwortete der Banquier.' "Sollte ich dasVertrauen der ' Kaisc'tin - verloren haben V .Mein Herr erwiderte der Beamte, wenn es weiter nichts wäre und es sich .bloß um daS verlorneVcrtrauen Handelte : DaS Vertrauen kann zurücttebren." Nun, soll ich in mein Vaterland zuruageschickt- werden' Dies wäre eine Wlederwärt'gkelt; ollein mit Ihren Reichthümern befindet man sich überall wohl AchmeinGott riesSuderl.n !ittrni ' snkl trh ettnn nrfutftrin o' ml"" ' V ") v lui.iw.i verbannt werden ?" ' uch'von dort' kehrt man zurück." oll ich in's Gefängniß geworfen wer . ' . ' . w o. die Pforten des l efänan ss. txr rnii iui ivuwi v iiui. . wen, folI QQr genutet werden?" - .Diese Strafe ist sckreckttckaber sie tödtet nit , . ' H V fl I . , " ' VA 4 . . " iü5stö r sagte ocr Banquier, cmer Ohnmacht nahemein Leben ist in Gefahr ?7! O,- vollenden Sie, der Tod kann weniger grausam sein, als diese unerträgllche Erwartung' Nun, Sie Aerm st sagte' endlich'. der Polizeichef mit kläglicherStimme, meine hoheGebieterin mx bc bestimmten Bksehl gegeben Sie, o, Gott lich soll Sie ausstopfen w 7 1 I lassen V Ausstopfen !" rief Suder-, land, indem er todtenbleich oen Beamten anstierte,' entweder Siehabcn den Verstand verloren,' oder die Kaisern hat den Ihriaen nickt mebr. Sie können aber jfyiv" iiiui itivutt viv ivuiirn vv. doch eröiderle er nach einer Pause, er . cniVn TOif.St-nlAf frnllrn hrn. ohne Ihrer Mäjepät das Barbarische v . . l .V -.v. -wiij .. , . und Unerhörte dcslelicn fühlen zu lassen. Ach! mem armer Freund, alle meine Vorstellungen 'reizten nur meine . ...im... r cryaoenc eolkleim zum großen orn. (tifhti frtrtit t ii mir iinh tirn??t v iHv wv ah ; "v r'3,l" icht däß meinen Befehlen, welcher Art selben auch sein mögen, augenblicklich I . unb 0.ne urrcn goIge geleistet werden ß. . Das Staunen, denZorn und die . .ci' ! s Verzweiflung des armen Banquiers kann sich der Leser vorstellen. Als ereinigermaßen ruhiger geworden war, bat er um r . ' V , . . ' . , , , . ne N erte stunde, um UtneVlnaclC!TCCN t. 'aiirf-i . um .Audienz und', trögl7 Derselben das chenSchrecken und erflattenSie mir sofort Rapport." Der Gref eilt hin richtet seinen Besehl auö,und als er zurKaiserin zurückkehrt, lacht diese laut und spricht r Nun kenne ich die Veranlagung zu vief i ' . XfZ JC ' y- f. . t X X tsrf l on Suderland war, dem Hunde auch hfn.n nmfn htcuUn. Dieser 5,und istmir gestern gestorben, und ich befahl denselben ausstopfen zu lassen ; 1 . ' als er Anstand nahm.diesenBefebl aus zuführn, so ward ich zornig aus ihn, in dem ich glaubte, tt halte aus thörichter Eitelkeit einen solchen Austrag unter seiner Würde. So wird dieses lächerliche Verständniß meinem armen Banqrner beinahe die Haut gekostet." 7 D ie' k r a ritt 'S ch lv e st e r. . Frau ? Aber hör' einmal, Kind, Du holst immer noch Essen für Deine kranke Schwester, und die scheint mir ganz gesund zu sein.'icbhab'fle gestern aus der Straß' esehen.1: - ' Kind : . Ja, gesund ist's schon wieder, ber essen thut se allssort noch.-. 7-.Mary' Allen, ' eine berüchtigte Ladendiebin in " Hartford, Conn., sollte kürzlich für die Verbrecher-Gallerie photographirt werden, schnitt aber solche Gesichter, daß es unmöglich war, ein einigermaßen ähnliches Porträt zu erlangen. ' ' . ' Unsere Bauern. (Die Bauerin ist etwas erkältet m d niest.) . Der Bauer (schon'längft ungeduldig, mit einem Seufzer) : Helf' Dir Gott in's Paradies 'nein! Und mir in's Wirthshaus !,' ' Bäuerin (vorwurfsvoll): Dumöhtest halt auch immer das Bcjlm ab,jl Gemüthlich. Gendarm (zu einem Betrunkenen, wclcher fortwährend an ihn anrennt): Härn Se, ' wenn Sr mich nu noch oft schubbsen, da wär' ich Se bald ä Mal ä Bisscl mit mein Bajonette kij-cln.' . U n sere Köchinnen. Dame : Es' ist doch großartig, zzrci Waschbecken, und keines ist rein. Köchin: . Ja, gnädige Frau, das ist das Stubenmädchen ; ich wasche mich den ganzen Tag nicht. , ' . . ' .. t - r L a n d w i r t h.Z ch a f t l i ch e T h e oi ' 5 rctikcr. Ä.:'.Wic'm0cht es Ihre Frau'Multer nur daß der pcck immer so schön mit roa Fleisch durchioachsen ist ? . . A:" Ganz nn fach : einen Tag lät sie dieVSchweine ' sebr aut füttern, dann schen' sie Fett an den. nächsten Tag wie'der .schlccht7dänilfctzcn.sie nur Fleisch an ' L'L iN Xa nt'UV?. 'irtr.'tih htin 'njc Jahr hindurch. 77 tn:v-;--j nMwiyuut -i t;iu.j Miiw. v -j rniHiiiiuiv vviii tu ' r , ' . rfe ' - .
eben lrfadret'.e- vor' vzerccvler vdoii :
waar vva ,
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