Indiana Tribüne, Volume 4, Number 189, Indianapolis, Marion County, 22 March 1882 — Page 2
ma "Wrwuzze. O t s tzögllchc- und Konnisgsausgaör. V Qfsscc: 02 3. Dclt?wl?rc Str. !Kif!re.tl s'-ou.!-,!;i? ii:iftT mt t! : l'Strtilet' :lt riuli.-ttlMpolM. ln(ltH!i l.j x?l!)iVncr.!ci:i?'sl'rcifr : i.lui:c Ausgab ... ..'. (5t-:. kv Boiy. 'S.nun.laaJauSija.l; . . . u i. reriuanier. Uetöe jufamxeu . . 1 5 t . f rr '!?o1.k. . j . 3T AzVZos' !,.!! crziu! i? cn iadili. tog um ?' ; nr. co'wi'auiSgtitf erichiit.deicrzcus.. . ,- . ?5. Tnnbart (5:?., Hcrausgcbr. J?ldiJna?oUZ J.d.. März 1882. srupr,lfe und Lepe::svkrl)öltnZ?;e In der International Ncvicw" publizirt W. C. Ford einen hochinteressan!en Artikel, we!che:n wir, in der Uebersetzung der N..Y. VottZztz.", folgende Angaben'ntnehmen':' - Jede Preissteigerung bewirkt eine Abnahme von Consumenten. (Wir bemersen hier',' daß der Satz auf unentbehrliche Lebensmutes .zu . beschränken ist.) Und gerade d?rjenige Theil der Bevölkerung, nzelcher" die Entbehrung am wenigsten erttagen'känü'Ird' ihr am meisten unterw.o.rfcn. dc?.chart - arbeitende, welcher bei.weitemd?? zahlreichste ist. tzr. Mef sance, ein französischer Statistiker, weist nach, daß die Jahre, wann das Korn am theuersten ist, die größte Sterblichkeit zeigen, sowie die meisten Krankheiten. In England waren die Jahre 1799 und 1800 solche großer Theuerung, und die Zahl der Begräbnisse stieg von 189,58 auf 208.003 und 201,131s um im nach, sten wohlfeileren Jahre wieder auf 199, 889 zu fallen.,. Und so in allen Ländern, wogkaübhaftt statistische Beweise vor Handen sind. Die Zahl der Geburten nimmt zu, wie die Karnprcije; fallen, und ab, wie sie steigen.- In" England und Wales, wo das Jahr 1801'ein noch immer ziemlich theures war, gab es blos 237,00(Gebur tcn in diesem Jahre, aber 1801, in einem wohlfeilen" Jahre für Nahrungsmittel, gab es 291,000, während die Todesfälle auf 181,000 sanken. Dr. Stark, der General.Negistrator für Schottland, be stätigt diese Erfahrungen für dieses Land. Und schon eine sehr geringe Ab oderZunahme.in den Getreidepreisen zeigt eine W!r5ung auf Tode und Ge Kurten." Dr.' Farr in seinen Statistical Abstracto rechnet aus, daß die TodesRate Englsnds drei Prozent hält, wenn der Getraidepreis um 2 Shilling für je 8 Bushel Weizen fällt. Daß die Zahl der Heirathn abnimmt, wenn die Wei zenpreise steigen, ist ost czenug belegt worden. Die Auswanderung richtet sich eben falls nach den. Preisen der Nahrung mittel pbwohdfe Wirkung politischer Ursachen dabei' mit in's Spiel kommt, und der Verf. gibt dafür eine Neihe beweisender Zahlen, welche wir übergehen, da unsere Leser damit aus eigner Ersahrung vertraut, sein werden. Der Verf. fährt damit fort, den Einfluß theurer Nahrung. auf den Wahnsinn nachzuweisen, innern ej qusmerksam darauf macht, daß.dlese -Wlrlung sich gewöhnlich etwas später zeige als die Ursache. Aus Morselli's Statistik des. Selbstmordes geht hervor,Vdaß die 'Jahre -1800-01 in West- und Mittel-Europa theure Zeiten waren und zugleich ein merkliche Steigen in der Zahl der Selbstmorde zeig ten. Dasselbe gilt von den Kriegsjahren 1870-71 sürffrankreicy undDeutsch land'. In 'den Ver. Staaten vermehrt die Nahrungslosigkeit in Folge des Krachs die Selbstmorde von 187371 von dnZahl 1,800 aus 2,200 und 2,000. Die Verbrechens'Zunahme in theuren Jahren ist ohnehin-längst bekannt und keinem Zweifel unterworfen obwohl dieser Zweig der Statistik gerade in den Ver. Staaten fast gänzlich vernachlässigt erschemt.iJn.ejnem Werkchen vonTho rnas Plins, betitelt Verbrechen in England'', welches die Jahre 1801 10 bhandelt, wird der Zusammenhang zwi schen Nahrungsmangel und Verbrechen durchgehend nachgewiesen. Nur zwei Ausnahmen fanden statt, nämlich 1815, nach Heimkehr des Heeres und Entlas sung derSoldaten, wo diese aus derHese der Gesellschaft rekrutirte, der Arbeit entwöhnte Masse die Verbrechen mitten in Wohlseiler Zeit vermehrte, und 1831, als in die Liste der Verbrechen vom Gesetz alle vorher nicht mit aufgezählten Verbrechen der Schlägerei und geringerer Gewaltthaten mit aufgenommen wurden. Oettingcn und Mayr in Deutschland haben es neuerdings über allen Zwcifel erhoben, daß mit jedem Steigen der Getreidepreise eine Zunahme der Verbrechen gegen das Eigenthum stattfindet, während eine Abnahm: der Verbrechen gegen die Person damit Hand in Hand geht. De Long unv seine Gefährten. .Lieutenant S'chw'atka von der Bundes Kavallerie hat eine Beschreibung der von ihm 'zur Auffindung Franklin's und dessen .Mährten -in den Jahren 1879.1880. und 1881 unternommenen Expeditionen vollendet,, welche demnächst in New Jork im Druck erscheinen und mit interessanten Illustrationen ausgestattet sun wird. Herr Schwatka ist mit De Long. nie persönlich bekannt gewesen, schätzt denselben aber als einen unserer tüchtigsten Marine Ossiziriere ; auch dieser gründliche Kenner der arktischen Regionen hegt keine Hoffnung mehr, daß De Long oder ein:r. seiner EsZährten noch am Leben sei ; eher noch hält er Chip's und. seiner .Leute Rettung für möglSchratka widerspricht der BeHäuptling, die Jeanette- sei, als sie San Francisco verließe nicht völlig seetüchtig gewesen. -fS)en Tod DeLong's und seineriGefährten vorausgesetzt, hält es Schwatka Zur zweifelhaft, ob den
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Wittwen und Waisen da gesetzlicher Anspruch auf Pension zusteht. Die hinterlassenen der Ossiziere und Mann jchaf!en der Marine erhalten Pensionen, wenn ihre Gatten und resp. Väter ihr Leben verloren haben, während sie sich im Dienste befanden. Die Theilnehmer an der Expedition der Jeanette" besän den sich, soweit sie zur Marine gehörten, streng genommen, nicht im Dienste, son dern auf Urlaub. Das Marine-Mini-sterium tfatte auf Ansuchen des Herrn Benedctti in New York für die Bemannung der .Jeanette" Sorge getragen und denjenigen, welche es auswühlte und die gleichzeitig Offiziere, Soldaten oder Matrosen der Marine waren, Urlaub ertheilt. Allerdings war, was wenigstens De Long betrisft, gleich zeitig dieBestimmung getroffen, daß dieser seinen Gehalt als Marinc-Ofsizier während der Dauer der Expedition fortbeziehen sollte. Wir.d der Tod DeLong's und seiner Gesährten bestätigt, so werden die der Ernährer beraubten Wittwen und Waisen sicherlich nicht dem Mangel anheimfallen, mögen sie nun pensionsberechtiat sein oder nickt.
ie Mormonen-Einwanderung. . Daß der Mormonismus ein Fluch für ein Land ist, selbst wenn man ihn eines seiner Schandflecke, der Polygamie, entkleidet, haben das Volk und der Con greß eingesehen. Daß es für die Ver. Staaten nicht blos opportun, sondern nothwendig ist, die Chinesen-Einwande-rung zu beschränken, wird höchstens noch von den Monopolisten und solchen Theo retikern bestritten, die dem Principe der absolut freien Einwanderung das Wohl der westlichen Staaten und Territorien zu opfern bereit sind. Dagegen liegt ein Antrag : die Einwanderung der Mormonen zu verbieten, dem Congresse noch nicht vor und doch ist ein derartiges Gesetz durch die Verhältnisse geboten und nach jeder Richtung hin gerechtfertigt. Aus Schweden und Norwegen, aus Schottland, aus den Bergwerk- und Kohlenbezirken in Wales und Cornwallis, aus den Fabrikgegenden bei Manchester und aus den schlechtesten Vierteln in London fluthet ein ununterbrochener Strom bekehrter Mormonen, männlicher und weiblicher, entweder fanatisirter, oder verwahrloster Subjecte nach den Ver. Staaten, Recruten, welche die Anzahl der Mormonen in Utah, im'Westen und Süden vermehren, zukünftige Bürger, die da? Regiment der Kirche über die Herrschaft des Volkes und des Staates stellen, Menschen, welche die Polygamie für ein göttliches Gebot, die Constitution der Ver. Staaten für untergeordnetes Menschenwerk ansehen, Sclaven, die für ihr ganzes Leben von der Mormonenkir che schlimmer ausgenutzt und ausgepreßt werden, als die Coolies von den berüchtigten sechs Compagnien. Allein in Utah ist die Zahl derjenigen Mormonen, welche offene Anhänger der Polygamie sind, größer als die Zahl sämmtlicher Chinesen in den Ver. Staaten, und während man die Einwänderung chinesischer Frauen längst verbieten mußte, weil diese zur Prostitution prädestinirt sind, sobald sie ein freies Land betreten, gestattet man die Einwanderung von Mormonen, deren Frauenzimmer nicht höher steheu, als PCvstituirte. Seit länger als dreißig Jahren verfügt die Mormoneu-Kirche über einen jetzt aus vielen Millionen bestehenden Fond, der dazu bestimmt., die EinWanderung von Mormonen zu fördern, sich aus dem Schweiße der Eingewanderten der Coolies der MormonenKirche immer fetter mästet. . Die Mormonen nennen diesen Fond selbst und sehr bezeichnend den immerwähren den". In Liverpool, London und an vielen Plätzen der vorhin genannten Länder wirken die Agenten der Kirche, gewinnen dieser neue Anhänger, versehen die Bekehrten mit Paffage-Ticket? und in New Vork sorgen wiederum Agenten für die Beförderung der Ankömmlinge in das Innere,' beinahe ausschließlich nach Utah. In Salt Lake City werden denselben bestimmte Arbeiten zugewiesen und sie haben zunächst die Kosten ihres Transportes abzuverdienen. Tausende kommen ihr ganzes Leben nicht hierzu und die wenigen, die scheinbar frei sind, bleiben durch den Zehnden" und sonst der Kirche trrbutär, schlimmer als die Coolies den sechs Compagnien. So haben die Heiligen des jüngsten Tages aus dnn Schweiße der armen Mormone nicht nur den Tempel", den Harem des Präsidenten", und die übrigen Paläste des sacred square" in Salt Lake City gegründet, sondern auch den immerwährenden EinwanderungsFond fortlaufend vermehrt. Der Präsident" und die Apostel der Mormonen basiren den niederträchtigen Schwindel auf eine Offenbarung, die dem Propheten" Joseph Smcth a n 8. Juli 1833 im westlichen Mlssoun zu Theil wurde. Der Prophet- hatte ge betet" : 0,' Herr, sage Deinen Knechten, wie viel von ihrem Eigenthum Du als , Zehent! forderst!" und der Herr" antwortete : Wahrlich, so spricht der Herr, ich verlange, daß alles entbehrliche Eigenthum gegeben werde m die Hände des Bischofs meiner Kirche von Zion, damit er erbaue mein HauS und die Schulden des Präsidenten meiner Kirche bezahle und dies soll sein für den Ansang der zehnte Theil von. dem Besitze meines Volkes. Und nach diesem soll jeder alljährlich zahlen den zehnten Theil von all seinem Einkommen und so soll es gehaltcn werden für alle Zeit von meinen geheiligten Priestern. Wahrlich, ich sage Euch, dies ist ein heiliges Gesetz und wer dasselbe nicht achtet, der soll nicht bleiben unter Euch." Ist es nun nicht thöricht, die Mormonen sich durch den Zuzug Tausender vermehren zu lassen, um spä ter gezwungen zn sein, die widerwärtige Eiterbeule an unserem Volkskörper aus-, zuschneiden, die sich durch den gestatteten Zuzug vergrößert hat? , Die wenigen Doctrinäre, die gegen die Chinesen-Ein-' Wanderung sind, können wenigstens, das allgemzine Princip für sich geltend machen, daß $3 unrecht sei, einer Rasse als
solcher den Zutritt zu dem Lande ocr großenVölker-Familie zu verwehren, gegen ein Verbot der Mormonen-Einwan-derung wäre selbst dieser Einwurs nicht möglich. , So gut jedes Land das Recht hat, Verbrechern als solchen, Wahnsin nigen als solchen, Pauperö als solchen, die Einwanderung zu verbieten, so sicher haben die Ver. Staaten das Recht,
Mormonen als solche mazt m oas .'ano ( zu lassen. Der Mormonismus kann sich ! mit der bei uns einem Jeden gewährleisteten Glaubensfreiheit nicht decken, denn et sv i. v . n t alle Mormonen, oie P0!ygamlz:en nno, dürfen laut der Constitution nicht geduld det werden, uud die wenigen, die dies nicht sind, gehören einer Gesellschaft an, die ihre Kirchenversaffung über die Consiitution stellt, und ihre Feindschaft gegen den Staat und die Gcntilcö wieder holt auf das grauenhafteste manifestirt hat. JuSer und Reis. Die beiden jüngsten Ccnsus-Buttctms enthalten aussührliche Angaben über die Zuckerrohr- und Rcisproduktion des Landes. Darnach wird in nur acht südlichen Staaten Reis und in nur sieben Zuckerrohr gebaut; in allen Staaten, in welchen Zuckerrohr gebaut wird, steht auch die Reiskultur auf hoher Stufe, und der eine südliche Staat, in welchem Reis, aber kein Zuckerrohr gezogen wird, ist Nord'Carolina ; die sieben anderen heißen Alabama, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, Süd-Carolina und Texas. Das Gesammtprodukt der Zuckerpflanzungen (227,776 Acres) beziffert sich auf 172,872 OxhoftZucker und 16,573,273 Gallonen Melasse ; obenan steht in der Masse der Produktion Loui siana, wo auf 181.592 Acres 181,700 OxhoftZucker und 11,090,218 Gallonen Melasse erzeugt wird. Am wenigsten wird in Süd-Carolina (1787 Acres) produzirt, nämlich 229 Oxhost Zucker und 138,91lGallonen Melasse. In den 8 Staaten wurden in's Gesammt 110, 131,372 Pfund Reis auf 101,179 Acres Land produzirt; davon entfallen aus Süd-Carolina rund 52, aus Georgia 25, aus Louisiana 23 und auf NordCarolina 5 Millionen Pfund. Mississippi und Florida produzirten zusammen über 3 Millionen Psund. Ein Beispiel von dem gewaltigen Unterschied in der Fruchtbarkeit des BodenS der verschiedenen Staaten bildet die Thatsache, daß in Georgia auf 31,973 Acres über 25 Millionen, während in Louisiana auf 12.000 Acres nur 23 Millionen Pfund Reis erzeugt wurden. Ein Trauerspiel auf dem Lande. ! 1 Vor dem Schwurgerichte in Wiener Neustadt hat am 1. März ein Strafprozeß begonnen, zu dem nicht sobald ein Äkttenstuck wird gesunden werden können. Alle thierischen Triebe, alle grauenhaste Verkümmerung des sittlichen Gefühls und der menschlichen Empfindung, sie spielen in diesem Prozesse die erste Rolle. in Wettkamps aller möglichen Graß lichkeiten ist's, wie sie selbst von der wilden, blutrünstigen Phantasie eines Mar quis de Sade nicht schrecklicher erdacht werden konnten. Das Substrat der Anklage ist folgendes :- Der 23jährige Bauer Johann Oste? mann aus Aigen nahn? im Jahre 1879 die 25 Jahre alte, verwittwete Marie Wedl zu sich in's Haus. Bald daraus lebteer schon mit ihr auf vertrautem Fuße, sl. daß er sie zu heirathen gedachte. Indessen, drängten sich lhm andere, sere Heirathsprojekte auf. Um die Ausführung derselben zu verhindern, beschloß Marie Wedl, den Geliebten zum armen Manne" zu machen. Im Einverständ niß mit der 17jährigen Marie Mauer schütz legte sie am Quatember - Freitag 1880 glühende Kohlen in die StreuHütte. Sie sagte dabei: Wenn cö unser Herrgott will, soll das Feuer aus-brechen-sonst nicht", und das Feuer brach aus, sämmtliche Gebäude gingen in' Flammen auf. Niemand ahnte die Brandstiftung; Johann Ostermann war ein armer Mann" geworden. . Nichtsdestoweniger gelang es Osternann's Verwandten, demselben eine gute Partie zu verschajsen. Er heirathete zu Ostern 188!. die wohlhabende Thercse Waldheer.' Die junge Frau liebte ihren Mann zärtlich. Ihn aber ekelte sein Weib an, er mied jeden Verkehr mit ihr. Seine Knechte, ja sogar fremde Leute mußten mit ihm im Zimmer schlafen, da mit nur seine Frau keinen Pla) darin habe. Von Neuem erwachte seine Liebe zu Marie Wedl; sie umgarnte ihn vollständig, er war ihr mit Leib und Seele verfallene Bei ihren vertraulichen Zusammenkünsten reifte allmälig ein schrecklicher Plan. Marie Wedl feuerte den Geliebten an, sein Weib zu verlassen; dann wollten sie mitsammen fortziehen und mit einander leben. Später aber wollte ihr das nicht mehr gefallen;. sie verlangte von Ostermann mit dürren Worten, er solle sie hcirathen. Aus seine Frage, wie denn dies möglich sei, antwortete sie : Du hast die Ehe mit Deine? Fran ohnehin schon gebrochen und bist mit ihr nicht glücklich kannst sie ja absüttern !", Abfüttern das heißt : vergiften. Johann Ostermann' schwankte. Da erzählte ihm die Wedl, es habe einmal ein unglücklicher Ehemann seiner Frau! auf dem Tanzplatz Gift erngegebcn, so daß sie todt umsiel. Dann sagte sie: Es hat einmal Einer gemeint, es ist besser, seiner Frau was einzugeben, daß sie wegkommt, und dann wieder gut zu thun und ein neues gutes Leben anzu fangen." Marie Wedl detaillirte auch ganz genau, wie die Abfütterung" am leichtesten und unausfälligstcn vorzunehwen sei. Man bringt seine Frau aus den, Tanzbodenman tanzt mit ihr sehr viel ; wem -kann dabei ein anderer Gedanke kommen, als der, daß dieser Ehemann ungemein treu, und zärtlich sein müsse ? Uyd wenn die arme junge Frau vom vielen Tanzen erhitzt ist, einen kalten Trunk zu sich nimmt und plötzlich an Verkühlung stirbt, wer wird so thöricht sein, dabei auf Gift zu rathen?
Johann Ostermann schwankte nicht mehr ; cr ging aus den Plan seiner Gc liebten ganz und vollkommen ein. Am 29. Juni vorigen Jahres war pirchtag zu Schönau. Auch Ostermann und seine Frau waren zum Feste gekommen. Er tanzte mit ihr sehr viel und benahm sich gegen sie überhaupt so zärtlich, daß die arme junge Person förmlich vor Glück strahlte. Sie umhalste und küßte ihn ein Mal um das andere Mal und gab ihm tausend Kosenamen ; sie verfolgte ihn überall hin mit sreudeglänzenden Blicken. Und darauf, darauf gerade hatte er gerechnet. Er verließ den Tanzboden und setzte sich in einem dunklen Gange an einen kleinen Tisch denn", wie er angibt ich dachte mir, sie wird mir schon nach kommen." Sie kam auch. Nun klagte er ihr, daß er sich unwohl fühle. Sie eilte daraufhin, ihm cineLabung zu brin gen, und kam nach einer Weile wieder mit einer Tasse schwarzen Kassces und mit einer Schale Zucker. Dabei schmiegte sie sich an ihn, setzte sich ihm auf die Knie und küßte ihn zärtlich. Er aber jchüt telte, unbemerkt von ihr, zerriebenen Arsenik, den er aus der Tasche gezogen,aus den Zucker, that die Mischung in den Kaffee, rührte denselben mit einem Löffel um und bat seine Frau, den Kaffee zu trinken. Sie that es arglos und kratzte sogar noch den zurückgebliebenen Rest mit dem Löffel aus. Daraus ging's wieder zum Tanze zurück. Nach einer Stunde fühlte sich jedoch die unglückliche Frau unwohl, so daß sie den Tanzboden verlassen und sich auf den Heimweg begeben mußte. Eine Viertelstunde von dem Hause entfernt, war die Unglückliche aber so krank, daß sie die Füße nicht weiter zu tragen vermochten. Sie legte sich bei einem Strauch am Wege nieder und bat ihren Mann, nur nach Hause zu gehen, er sei ja gewiß sehr müde. Und der ruchlose Geselle ließ,' wie er selbst gesteht, das sterbende Weib am Wege liegen, ging nach Hause und nothzüchtigte noch in derselben Nacht seine 13jährige Schwägerin Johanna und seine eigene Schwester! Den Tag daraus staib Thcrese Ostermann. Dies der Sachverhalt, auf Grund dessen die Staatsanwaltwaltschaft den Johann Ostermann des Meuchelmordes und der Nothzucht, die Marie Wedl aber der Mitschuld am Meuchel- und Gattenmorde und der Brandlegung anklagte. Johann Ostermann hat jetzt, sowie auch schon in der Voruntersuchung die erzählten Fakta eingestanden. Marie Wedl sucht zu leugnen, aber die Aussage ihres Geliebten läßt keincnZmeifel zu an ihrem Verschulden. Das Urtheil in diesem Prozesse dürfte bald gesprochen werden.
VomIInlande. Nicodemus ist ein von Fv bigen gegründeter Geschästsplatz inGre ham Co., Kas., welcher zur Zeit a67 Familien, zwei Kirchen, zwei Schulhäu ser und mehrere Läden umfaßt. Die größte Eigenthümlichkeit des Städtchens ist, daß in demselben absolut kein Geld cxistirt, sondern alle Bedürfnisse gegen Erzeugniffe des Ackerbaus und der Viehzucht ausgetauscht werden. Die medicinische Facultät der Universität in Detroit hat ein Pamphlet veröffentlichten welchem sie bekannt macht, daß Medicin Studirende bei ihr den Doktortitel erwerben können, und daß die von ihr ausgcscrtigten Diplome besonders künstlerisch und geschmackvoll hergestellt werden. Dctroit'cr Blätter nennen den Dccm der Facultät einen würdigen College des bekannten Dr. Buchanan,dcS fchwindelhastenDoctoren Fabrikanten, vormals in Philadelphia. Aus Greenville in Süd Carolina wird berichtet, daß in der letzten Woche 110 Neger von dort fortgezogen sind, um sich im Westen und Südwesten ein neues Heim zu gründen. In Arizona in den Sunset Mountains unweit Winslow hat man wieder einmal eine Höhle entdeckt. Dieselbe wird als ein wahres Naturwunder geschildert und soll außerordentliche Di mcnsionen haben. Eine besondere Eigcnthümlichkcit der Höhle soll darin de stehen, daß ein starker Luftzug in dieselbe hineindringt, so daß leichte Gegenstände, welche man an dem Eingänge der Hohle niederlegt, mit großer Schnelligkeit in dieselbe hineingetrieben werden. Die Gesammtzahl der auf dem Greenwood Fnedbofe bei Brooklyn, N. I., Beerdigten 'beläuft sich im Ganzen auf 210,921. , Im letzten Jahre wurden daselbst 5.899 Erdcnpilgcr zur ewigen Ruhe bestattet. Der bis jetzt noch unverkaufte . Grund und ''Boden des Friedhofs hat einen solchen Umfang, daß cr nach sür viele Jahre genügen wird. Der B i s ch o f v o n S a ck a t ch e wan. Ca., reiste dieser Tage von Winnipeg nach Prince Albert, ohne sich genöthigt zu sehen, eine Nacht im Freien zu campircn. Der Battlcsord Herald" bemerkt dazu: Das ist ein günstiges Zeichen, daß das Great lonc land" allmälig besiedelt wird."' Das Wegerech.t von Bing hampton nach Bussalo, N. , hat die New Bork, Lackawanna Western Bahn mehr als Z3,00,000 gekostet. An dem Bau, dieser Verbindungsbahn,, welche 0,000 per Meile kostet, sind dreitausend Personen beschäftigt. In Kalifornien werden die jungen Saaten in , einer, beunruhi genden Weise von Wildgänsen zerstört. Die Farmer wenden Gift an, um sich dieser Landplage zuentledigen. Die Aeußerungen in dem Briefe des Lieutenant Mcllville, daß die Jeanette" bereits nicht völlig see:üchtig war, als sie San Francisco verließ, hat begreiflicher Weise eine gewisseSensation erregt. Washingtoner Zeitungen publiciren jetzt den Bericht, den Espitän De Long über die Vollendung der Ausrüstung desSchiffcs an dcnMarineminifler erstattet hat. Der Bericht ist ebenfalls aus dem fXuti 1S79 und entbält solaende
Stelle : Bei der Ausrüstung des Schlf-
fts ist nichts gespart und verabsäumt f wordc?:, was Unternehmungsgeist, Liberalität, der kein pccuniä:es Opfer zu g5oß war, und die Erfahrungen früherer . Rordpo!fah?cr an die Hand geben tonn - j tcn." Dieses Urtheil wiegt um so , schwerer, als die Ausrüstung des Fahr Zeuges unter De Long'ö specieller Ans-1 sich! bewirkt worden ist, der also jeden ! Nagel in demselben kennen mußte, als j We Long von semer früheren Expedltlon her wußte, welche Anforderungen an ein seetüchtiges Schiff, das zur Reise in die arktischen Regionen bestimmt ist, gestellt wcrden muffen, und als man nicht annehmen kann, daß der Commandant des Schiffes, dem also nicht nur die eigene Sicherheit um Herzen liegen mußte, sondern der für die größtmöglicheSicherheit der Bemannung ver'amwortlich war, leichtsinnig bei der Ausrüstung und bei der Beurtheilung der letzteren versahren fei. ' B la n k e nh a g e n b. Mor., (Han nover), 27. Febr. Heute fand man den Amtsgerichtsrath Erck aus Moringen an der neuen eisernen Brücke beim Leine thurm von.Northeim erhängt. Im Hudson-Thale in Nev York sollen die Pfirsiche durch , plötzlich eintretenden Frost arg mitgenommen worden sein, in der Umgegend von Kingston in einer solchen Weise daß alle Blüthen-Knospcn zerstört worden sind. ' ' : ' '' Die Mormonen zittern noch nicht, sondern fühlen sich noch recht behaglich und glücklich im Kreise ihrer Lieben". I n San Francisco wurden seit Anfang dieses Jahres Hypotheken im Gesammtbetrage von 2,288,101 ausgenommen. ' . G e l e g e n t l , ch d e s jüngst von dem Marinecomite des Nepräfentan tenhaufes empfohlenen Baues von sechs Kriegs-Kreuzcrn" machte Commodore Noblen D. Evans folgende ch arakteristi sche Aeußerung über das Verfahren, wel ches seither bei dem Bau und der Ausrüstung unserer Kriegsschiffe beobachtet wurde: Wenn neue Schiffe gebaut wurden, so machte man zuerst denNumpf in's Gelag hinein fertig. Dann kamen Obermaschinist und Maschinenmeister und remonstrirten : Da ist ja nicht Platz genug sür die Maschinen." Nun wurde der Rumpf so abgeändert, daß das Schiff einen Fuß tieser im Waffer ging. Dann kamen die lrtillerieofsi ziere. Aber die Schießscharten sind ja viel zu dicht am Waffcr; das muß geändert werden, sonst kann man das Schiff gar nicht mit den geeigneten Geschützen ' montiren." Es wurde geändert und dann kamen die übrigen Offiziere und forderten mehr Raum sür die Bedienungsmannschaften. So wurden Schiffe fertig, - wie die bei Schluß des Krieges gebaute Piscataqua", die später in Delaware" umgetaust wurde. Dieses Kriegsschiff, das 3200 Tonnen hält, hat eine elnzigeReise gemacht und zwar unter meiner Führung nach China. Wir hatten von großem Glück zu sagen, daß wir wieder heim ka men. Der neue Kriegsdämpfer, der Millionen gekostet hat, war nicht im Stande, nur einen mittelmäßigenSturm zu überstehen, oder das Abfeuern seiner eigenen Breitseiten zu gestatten." Das Schiff wird jetzt im 5asen von New Pork als Hospitälschiff benutzt. Vom Auslande. Der Londoner Peabody Fond. Die Londoner Blätter bringen jetzt den Jahresbericht der Verwalter des Peabody Donation Fund" für 1881. Nach demselben ist der Fond im Laufe des letzten Jahres um 29,751 Pf. St. gewachsen. Die einzelnen Schenkungen, welche Peabody in verschiedenen Jahren machte, waren folgende : 1LL2, 1ö0,S00 Pf. St.; 1606,-100,000 Pf. St.; 18L8, 100,000 Pf. St ; ; 1873, 150,000 Pf. St.,, was. zusammen L00,000 Pf. . St. ausmacht.' ' Diese Summe war aber bis zum II. Dez. 1881 mit Hinzusügüng der Zinsen' und der Micthgclder aus 781,010 Pf. St. angewachsen' Bis zum Schluffe des letzten Jahres hatten die Verwalter des Fonds solche Bedürftige, welche dem Handwerker- und Ar beiterstandc angehören,. im? Ganzen mit 6160 Zimmern versehen, , welche sich in 2.787 besonderen Wohnungen . befinden, und von 11,459 Personen bewohnt wur den. ' In diesen Wohnungen starben im letzten Jahre von je tausend Personen 17.22,'was um'3.98 hinter der allge meinen ' Sterblichkeit London's zurück bleibt. - Für jede einzelne Wohnung wurden im. Durchschnitt 1. S. 5 D. pro Woche bezahlt, für jedes einzelne Zimmer 2 S. Die Mitglieder des Ver waltungsrathcs kommen in dem Jahresbericht darauf m sprechen, daß gegen die Art und Weise der Verwendung dcö Fonds häufig protestirt und behauptet wurde, dieselbe sei keine solche, wie Herr Peabody ste beabsichtigt habe. Zugleich erklären sie aber, daß He:r Peabody, mit welchem drei, der Trnsteis" auf sehr intimem Fuße gestanden , hätten, die Ver Wendung dcS Fonds sehr wohl gekannt und gebilligt und mehrere .Jahre, nach dem er die erste Schenkung gemacht die beiden hauptsächlichsten Principien, nach welchen der Fond verwaltet wurde, wie derholt als die zweckmäßigsten und besten ausdrücklich - - anerkannt ; ; habe. Diese (Grunds ätze bestehen darin, daß die Woh nungc'n an solche Arbeiter, und Hand werter vermicthe werden' sollen,' welche im Stande, sind eine mäßige Miethe zu zahlen, und daß mit Hülse dieser Gelder den i bereits errichteten ähnliche Häuser gebaut werden sollen. - ' ' W eibliche Abge'o rdnet e. Man schreibt aus Paris Clovis Hu gues patronifirt im Abgeordnctenhause ein Gesuch, dessen Unterzeichnerinnen, Hubcrtine Auclert mit 'einigen Freundin nen, verlangen, daß die Frauen in' beide Häuser des Parlaments, namentlich aber in den Kongreß, zugelassen werden, da mit ste sich an-Aenderung der Ver fassung wirksam betheiligen könn;n.
Ernst Renan gesenkt demnächst eine französische Uebertragung des Predige? Salomonis" herauszuge bn. Die bisherigen Verwälschunaen des unergründlichen Buches erschienen dem Stylgcfühl des Gelehrten durchaus ungenügend. Insbesondere hält cr es für verfehlt, die eingestreuten Sinnsprü che und Dichtcrworte in ungebundene Rede umzusetzen. So wagte Äenan den intcrcffanten Versuch, Stellen der Art in altsranzösischen Metren mit spar samer Anwendung von Ncim und Affo nanz wiederzugeben. Es läßt sich leicht denken, daß ein so subtiler Geist, wie der Nenan's. bei diesem rein linguistischen Unternehmen es nicht bewenden lasten mochte; er hat denn auch wirklich seiner jüngsten Arbeit ine sehr anregende Ein. leitung vorangeschickt, in welcher er nach eingehender philologischer und histori scher Prüfung des Buches Kohelct" zu dem Schluffe kommt: im Prediger Sa lomonis" sei vor Allem das Urbild dcö modernen Judaismus zu findcn. 3 u M ü n ch c n i st i m A l ter von 72 Jahren der Genre- und Hi storienmaler Ernst Fröhlich, zugleich als Illustrator weit bekannt, gestorben. Er war mit seinem Freunde Kaspar Braun einer der Miturheber der Fliegenden
Blätter". Seme Beiträge zu den Münchener Bilderbogen- find ob ihres köstlichen Humors von Jung und Alt ge schätzt. Das böhmische Hospiz in Rom ist ein Raub der Flammen geworden. Die nationalen Hospize des achten und neunten Jahrhunderts standen in der Nähe des St. Petersdomcs ; die späteren aus dem linken Ufer der Ti ber. Dort gründete Karl IV. auch das eben abgebrannte böhmische Hospiz, un weit der . Engclsbrücke auf demselben Platze, der im Alterthume das Marsseld genannt morden ist. Die Eröffnung des alten böhmischen Hospizes fällt in das letzte Lebensjahr seines Gründers(1378). Das Hospiz war freilich nicht groß, da es blos, zur Ausnahme der.ormen und Iranten' Pilger .aus Böhmen bestimmt war. Für die häusliche Andacht genügte eine mäßig Mbe Kapelle mit einem Ältare, welcher' dem böhmischen Landes patron, 'dem heiligen Wenzel, geweiht war.- Was die ferneren Schicksale deZ böhmischen Hospizes betrifft, so ist zu de dauern, daß in den Stürmen der Zeiten das.Archiv verloren gegangen ist. So viel scheint abtx. sicher, daß die Blüthe des Hauses nicht von.' so langer Dauer gewesen ist, wie jene der Hospize der anderen Nationen. Im Jahre 1373 be gründet, begann, zumeist in Folge der hussitischen Wirren, schon nach einem halben Jahrhunderte sein Verfall und hundert Jahre nach feinerErrichtung be fand sich das Gebäude bereits in einem solchen Zustande, daß es großer Nepara turen bedurste, welche auf eigene Kosten und mit Hülfe mildthätiger Spenden, Prokurator Roraw vornehmen ließ. Allein die Böhmen besuchten zu jener Zeit Rom nur in sehr geringer Zahl, und so kam es, daß das böhmische Hospiz der gestalt verödete, daß es von anderen Netionen benützt werden konnte. Im 16. Jahrhundert war das böhmische Hospiz nur noch dem Namen nach böhmisch, de facto aber polnisch. Auch die große katholische Reaktion nach der Weißen berger Schlacht vermehrte nur unbedeu tend die Anzahl der böhmischen Pilger. Die Folge davon war, daß das böhmi sche Hospiz kurz nach der Weißenberger Schlacht vollständig in Vergessenheit ge rieth. Nur über dem Eingange in da? gewesene böhmische Hospiz prangte noch dieselbe lateinische Jnschrist, welche Prokurator Noraw versertigen ließ: Karl IV., König von Böhmen, hat mich ge gründet. I. Noraw, Prokurator dieses Hospitals und der böhmischen Nation, aus den Trümmern neu errichtet, im Jahre 1157." Cardinal Fürst Schwan zenberg ergriff endlich bei Gelegenheit seiner Anwesenheit in Rom 1870 die Initiative zur Rekonstruktion des böhmischen Hospizes und über scin Bemühen wurde am 23. Juli 1872 das Ver mögen des böhmischen Hospizes in Rom den böhmischen Bischöfen rcstituirt. Maria Lenzen.. AusAnholt in Westfalen kommt die Nachricht, das dort die beliebte Erzählerin Maria Lettin gestorben ist.' Dieselbe war eine Tochter des Arztes Dr. Rüdiger di Se bregondi in Dorsten,' wo sie am 18. De zember 18l1, geboren wurde. Mit 18 Jahren heirathete 'sie dc.l Advokatan walt Lenzen in Elberseld, wurde aber schon nach zehn Monaten Wittwe; 1816 ward sie die Gattin des sü'stiich Salm Salm'schcn Gchkimraths v. Brinl in Anholt, welches auch seit ihrem zweiten Wittmeustande (1875) bis zu-ihremTodc ihr, Wohnort blieb'.' Schon frühe be schästigte sich die Verlebte mit der Literatur und wurde zu einer der beliebtesten Erzählerinnen. ' Vcuisckie Lscalenac:, Iffjten. Land au (Pfalz). 1. März. Der Landgerichtsrnthe Herrn Heirztz.' str.d in ncrhalb 12 Tagen 3 Kinder an D;.?h theritis gestorben. Kaiserslautern, 2. März. In der Fabrik von Heinrich Schoeneberger (Weberei) haben die Arbeiter die Arbeit eingestellt. Ueber die Arbeitseinstclluug wird mit getheilt, daß von den Webern dieser Fa brik etwa 20 durch Striken höhere Löhne und ihncn paffcndcre Arbeit erzwingen wollten, daß aber der Fabrikbesitzer nicht allcm auf ihr Verlangen nicht einging, sondern ihnen auch alle weitere Beschäs tigung in seiner Fabrik versagte. . Von der Mosel, 1. März. Auch bei uns hat sich eine eingetragene Win zer-Genoffenschast gegründet, welche es sich zur Aufgabe macht, den Vertrieb von absolut reinen Natur-Mofel und Saar weinen energisch zu forciren, um der sür Producenten und Consumenten so nachthei.lig wirkenden Weinfabrikation einen festen und sicheren Damm entgegen zu setzen. Fragliche Genoffenschast hat sich aus Mitgliedern d:S Localweinbauver eins für die mittlere Mosel constituirt und ist in ihren Arrangements schon so
