Indiana Tribüne, Volume 4, Number 188, Indianapolis, Marion County, 21 March 1882 — Page 2

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LaglZchö- und HszzstagsausgzLe. Office: ZS. DcZawareStr. Kr-er.l m .ruiHi-i-la nuMor ut ti o . rVtojroc at Iti(!i:tii;i(MlU. i,,!in...z h "ti'M " . 'l r ; - . iUwi.ttk .Uil-' -)lt H Täplickc ?!uiftsb. ., . . . 1'.' VU. rcr 5snntagZauZs.Jb, . , . . .'. t. Summer. B.idc zus.'.m'n.'N . f. p.r'!gchc. 13T Das Shlcii cr'u.,.it iVcu iaAmil. taq um i'.fcr. Xic So,tt'aöc.liZgab er 'ch eint des Mrrgcr?. SFennharbiS ?.. .Zndianapo'is. ;nb.. 21. März 1W2. Wir drucken rach-,;.-den -Hiuui nat ter n um klben cn hl e r en ck::g i: That a&en b, - h e iod mit 6n aai ötnjc.tKH zezoci i Stjjlüfi n übttti ijufiinrnen. Nnftrc Ueberprodttttionnnd DU Zukunft. In Folge unserer umfangreichen na türlichen hülsZquellcn, unserer rasch an wachsenden Bevölkerung, der zunehmen den Anwendung und Leistungssähigkeit unseres Maschinenwesens und der That krast unseres Volkes hat unsere einbeimische Produktion in den meisten Ge verbszweigen bereits das Ueberzzewicht über den einheimischen Konsum und dasselbe steigert sich von Jahr zu Jahr. Vergleichen mir 1880 und 1870, so sin den wir, daß unsere Bevölkerung sich um nahezu 30 Pro;, vermehrt hat. Während derselben Zeit ging unsere Ausfuhr an Cerealien um 214, an Schwcinepro duction um 1138, an Rindfleisch um 433, an Rindvieh um C00, an Milch. Produkten um 182 Proz. in die Höhe. Dieser Export liefert uns einen Maaß stab für die Zunahme unseres Ueber schlisse 3 ern Zändwirthschastlichen Erzeug nissen. Wir waren im Stande, uns dessen zu entäußern, weil eine Reihe von schlechten Ernten in Europa eine ungewöhnliche" Nachfrage geschaffen hatte, sonst hätten wir einen auswärtigen Markt nur für ruinirend niedrige Preise sinden können. Es ergieb: sich daraus mit zwingender Nothwendigkeit, daß die vornehmste Industrie unseres Landes, die aöerbauliche, bereits einen abnorm hohen Grad der Produktivität erreicht hat. Und doch bleiben wir keineswegs dabei stehen; Tausende von Acres neuer Getreideländer kommen alljährlich zu unserem CulturArcal hinzu, verbesserte Methoden -der Landwirthschast, welche die Erträgn,ijZe steigern und die Noth wendigkeit 'der Handarbeit vermindern, werden beständig eingesührt und ange nommen, und noch nicht ganz der sechste Theil unsere anbaufähigen Bodens ist unter dem Pfluge. Es ist daher keine Hypothese, sondern absolute Gewißheit daß, wenn die ackcrbaulicheEntwickelung, welche das letzte Jahrzehnt unserer Geschichte .kennzeichnet, so weiter fortgeht, sie infolge erdrückender Ueberprodultion mit ungeheuren Verlusten und Störun gen unserer, landwirthschastlichen Inte reffen enden muß. Gehen wir noch einen Schritt weiter in dieser Zergliederung unserer Volkswirtschaftlichen Lage. Unsere jährliche Einwanderung beziffert sich auf 700,000 Seelen, und die Gejammtzunahme unserer Bevölkerung für die laufende Decade dürste sich aus 12,000.000 stellen. Wenn sich nun, um den- erschreckend wachsenden Ueberschuß 'Unserer Nahrungsmittel zu hemmen, ein Theil der Einwohner' vom Ackerbau abwenden will, so muß er sich nothwendiger Weise auf Handel und Fabrikvesen werfen. Nun, unser aus artiger Handel isi. Dank unsern überlebten Schifffahrtsgesetzen, beinahe Null und verfällt zusehends : 1860 besörder ten wir 06.Proc. nnserer Aus und Ein fuhr auf amerikanischen Schiffen, 1870 nur 35,1880 nur 17.5, 1882 15.2 Proc. Ein Zuwachs von Arbeitern in unsern Fabrikgewerben ist natürlich gleichbedeu tendmit einem Zuwachs der Fabrikate; blicken wir aber auf die statistischen Angaben des letzten ; Census, so sehen wir: auch hier überall ein Steigen der Produktion ohne eine entsprechende Vermehrung in der Zahl der Arbeiter, ost ist sogar eine, merkliche Verminderung der letzteren eingetreten. Hemmt einmal eine Reaction unsere gegenwärtige Prosperität, dann . wird sich die brennende Frage der Ueberpro duction zu einer dauernden feststellen. Vor allen Dingen handelt es sich bei uns um eine Ausdehnung unserer Märkte, sonst ersticken wir. in unserem eigenen Fette. Wie soll uns das aber unter dem Schutzzoll gelingen? Und Protection heißt sowohl in der Theorie wie in der Praxis Beschränkung des Austausches und hohe Preise. Wie aber sollen wir unter einem solchen System unsere Waa ren auf fremden Märkten in Concurrenz mit anderen Ländern losschlagen, die inFolge des Freihandels, der Steuerbe sreiung aus Rohstsffe und anderer Vor, theile uns hinsichtlich der Produktionskosten bereits voraus sind? Wenn also nicht etwas ganz Unvorhergesehenes eintritt, dann , werden die amerikanischen Fabrikanten in nicht allzu langer Zeit zu der seltsamen Alternative gezwungen sein, entweder den Uebcrschuß ihrer Pro duktion-mit Verlust zu verkaufen, oder einen Theil ihrer Maschinen brach liegen zu lassen. Im ersteren Fall wird unser Fabrikwesen durch die beständigen Verluste allmählich unterminirt werden, in letzterem kann es unsere? rasch anwach senden Bevölkerung keine Beschäftigung gewähren, zumal demjenigen Theil, der bei der Landwirthschast überflüssig ist. (Techniker.) ? t! Wahlen. Man kommt hier zu Lande aus dem Wahlgetümmel gar nicht mehr heraus. Im Laufe dieses JahreS werden wir wieder mit nicht weniger als 23 Wahlen befcheert. Rhode Island erwählt im Monate April einen neuen Gouverneur, eine neue Staats Gesetzgebung und Staatsbeamte ; Oregon folgt im Juni und die Demokraten schmeicheln sich mit

der Hoffnung, den Staat den Republi t kanern entreißen zu können ; Kentucky ' wählt im August einen neuen Appellge -richts'Aktuar und Tcnncffee und Alaba j ma stimmen für neue Gouverneure und ' Gesetzgebungen ab ; Maine kommt im

September mit der GouverneursWahl c vi i t. r n m r . ! an oie weine uno oori in ms naazsolger Blainc's, resp, des interimistisch ernann ten Frye, ein neuer Bundessenator zu erwählen; Qhio und Iowa haben im Oktober Lokalwahlen, Colorado stimmt für einen neuen Gouverneur nebst Ge setzgebung und WestVirginien verschafft sich eine neue Staatsgesetzgebung; im November schließen Connecticut, Mafia chusetts, Delaware, Kansas, Michigan, Nebraska, Nevada, New Hampshire, Pennsylvanien, Süd Carolina, Texas New Jork und Illinois den Neigen. Von dem Resultate der Wahl in Jlli nois hängt das Schicksal des dicken Se natöPräsidenten David DaviS, deffen Dienstzeit im FrA)jahre 1883 ab läuft, ab. Die politischen Auguren sind bereits mit Prophezeiungen über den Ausgang der Wahlen beschäftigt lmd werden auS dem Resultate allerhand Folgerungen sür die National-Wah! fce Jahres 1S84 zZeben. Qltst nene NettungS Methode. Bei der neulichen Feuersbrunst im Herzen der Stadt New Zjork trat es aus das Ueberzeugendste zu Tage, wie wün schenswerth es sei, behuss Rettung von Menschenleben eine Vorkehrung zu ha ben, durch welche den vom Flammentode Bedrohten Stricke zugeworfen werden können. Man hat sich in der That seit dem auch von verschiedenen Seiten be müht, eine Methöde zu erfinden oder zu entdecken, durch welche den aus den obe ren Stockwerken um Hülse rufenden und jammernden Personen rettende Stricke zugeworfen werden können. Auch Ge neral Meigs in Washington, der Gene ral-Quartiermeister der Bundesarmee, hat sich auf das Angelegentlichste mit dieser Sache befaßt und, wie es scheint, schon eine sehr praktische, sehr einsacke und deshalb doppelt empfehlenswerthe .Methode erfunden, deren Praktikabilität bereits durch wiederholte Expcrimeute be .stätigt zu sein scheint. Nach derselben wird an einem aus einer Art Armbrust abzuschießenden Bol gen ein Knäuel Bindsaden befestigt, wel ches zu den in Feuersgefahr befindlichen Personen hinaufgeschoffen" wird. Das abgewickelte Ende dieses BindfandenKnäuels ist an einem Strick befestigt, so daß diese: von den in Gesahr Befind lichen hinausgezogen werden kann und den Bedrohten Gelegenheit bietet, sich an ihm aus dem Fenster des brennenden Gebäudes h'mabzulaffen. Diese an und für sich sehr einfache Methode ist viel leicht noch mancher Vervollkommnung sähig, so daß zum Beispiel die Personen, welche sich an dem Stricke hinablaffen, auch vor den aus den Fenstern der un teren Stockwerke schlagenden Flammen geschützt werden können. - Jedenfalls aber erscheint die Idee General Meigs' sehr zweckmäßig. Die bisher angestellten Experimente sind zu voller AAfriedenheit ausgefallen und haben den Beweis geliefert, daß man auf die angegebene Art und Weise selbst solchen Personen, welche sich in ei ner Höhe vi 75 Fuß über dem Erdbo den befinden rettende Stricke zuwerfen kann. Es handelt sich bei der nicht mehr zu bezweifelnden Annahme dieser neuen Rettung3Methode also zunächst darum, daß die Feuerwehrmannschast oder ein Theil derselben sich im Arm brustschicßcn ausbildet, um gegebenen Falles durch eined sicheren Schuß Hülse dringen zu sönnen. Grant'ö Hofprsdkger üUv dke Millionäre. Dr. Nevmattn, General Grant'S Hof Prediger oder Schloßcaplan, zur Zeit Prediger der Congregationalisten-Kirche an der Madifon Avenue in New Jork, hat eine größere Anzahl von Millionä ren, Eisenbahn Magnaten und anderen Größe, darunter vorAllen seinen Herrn und Meiste? U. S. Grant, unter den Mitgliedern seiner Gemeinde aufzuwei sen, denn er. ist heutigen Tages eine? der fashionabetsten" Seelsorger, um nicht zu sagen Mode-Pastore" der amerikanischen Metropole. Irgend eid: Gothamite, welcher fürch tcte, daß dieser Kanzelredn,er seinen rei cyenZuhörrern gegenüber nicht frei genug von der Leb weg rede und ihnen nie mals klaren Wein einschenke, forderte ihn schließlich auf, einmal einen kräfti gen Sermon gegen die reichen Sünder vom Stapel zu lassen und ihnen ohne Umschweife kund zu thun, daß alle Milliomire, Eisenbahn Direktoren und Bankpräsidenten unwiderruflich zur Hölle sahnn müßten. Das war eine schwere Versuchung für den guten Pastor, aber er wußte sich in einer Wise aus der Schlingt zu ziehen, die eine gewisse Klugheit und Gewandtheit verräth, und darthut, daß Newman nicht zu denGeist lichen gehört, auf welche sich daö be kannte Wort bezieht : Ein Komödiani kann einen Pfarrer lehren", zumal, da er, Herr Newman, selbst ziemlich viel von ein-.m Komödianten hat. Er theilte nämlich von der Kanzel he rab seinen andächtigen Auhöreren den Empfang jenes Briefes mit, bemerkte aber zugleich, er könne dem Ansuchen nicht willfahren, da er nichts weniger wünsche, als daß alle Millionäre. Eisen, dahnDirektoren und Bankpräsidenten zur Hölle führen und könne uch nicht glauben, daß dem so sei. (sollten sich aber einige schuldbewußte Millionäre unter seinen Zuhörern bestnden, so wolleer dieselben nicht sowohl daraus hinwei je, daß es eine Hölle gebe, sondern daß ein Heiland und ein Gott lebe, der höher sei als alle Ereatur. Ixn Uebrigen sei. er in das Finanzwesen lehr wenig ein geweiht, zumal da sich die Geistlichen im Allgemeinen sehr venig um die Angelegcnheiten von Wallstreet, bekümmerten, und diejenigen uuter ihnen, welche sich mit derartigen Geschästen befaßten, irr

der Regel sehr baldbereuten, aber mei j stens erst dann, nachdem sie sich die Fin- . gcr gehörig verbrannt hätten. Nach diese? Vorbemerkung ging er zu seinem Bibcltext, der Parabel von , der Köstlichen Perle", über, und hielt' eine Predigt in seiner gewohnten Weise. '

Zu Ott) (WSUVtn. Die Leser erinnern sich des günstige Berichtes über den Zustand der Strafanstalten des Staates New York. Dieser Bericht hatte kaum daö Licht , der Welt erblickt, da kamen die Grausamkeiten die in einzelnen dieser Anstalten an ten Insassen verübt wurden, die Züchtigung gen mit dem Padd'.c", deren bis zur Erschöpfung fortgesetzte Behandlung mit dem eiskalten . Strahle einer Dampfspritze zur Kenntniß des Publikums, und jetzt schildern die beeidigten Aussagen eines srüheren Schließers und eines entlassenen Sträflings den Zustand in deiN Staatözuchtbause von SingSing so, daß die Leser gern zugeben werden, diese Strafanstalt gehöre zu den amüsante sten Vergnügungsorten in der Nähe der amerikanischen Weltstadt. Freilich kön nen sich des netten und gemüthlichen Le bens, das dort herrscht, nur diejenigen Zuchthäusler erfreuen, denen Geld zur Verfügung steht, und so bildet die Miß wirthschast in SingSing einen zwar grellen, keineswegs aber wohlthuenden Contrast zur Behandlung der Strafge fangenen im Süden, die, unter dem Contractsystem arbeitend, zu Tode ge peinigt und, nachdem sie erleben, wie Hunde neben dem Bahndamm verscharrt werden. Die Lage an dem Hudson ist bekanntlich eine idyllisch schöne, und was die wohlthuende Menschensreundlichkcit der Zuchthausbeamten den reichen und vor nehmen Sträflingen gegenüber anbetrifft, so scheint dieselbe thatsächlich unergründlich zu sein. Die guten Leute in New Bork werden mit Verwunderung vernehmen, wie gut es Sträflinge zu Sing-Sing haben, welche sich dasWohl wollen der Gesängnißbeamten mit baa rem Gelde erkaufen können. Ein Tag vergeht ihnen wie der andere in lauter Freude und Lustbarkeit; sie trinken Schnaps, spielen Karten, treiben sich zwangSlos , im Zuchthaus umher und faullenzen, als ob sie dasür bezahlt würden. Von den Zuchthausbcamtcn sie yen viele mit einzelnen (strastingen in einem vertrauten Verhältniß und rau chen, trinken und spielen Karten mit ih nen. Manch: Gefangene melden sich ohne jede Veranlassung krank und wer den dann im Znchlhaushospital unter gebracht. , Es ist schon vorgekommen, daß einzelne Sträflinge, die gut dafür bezahlen konnten, weitere Erholungsrei sen unternommen haben. Einer der Sträflinge betreibt innerhalb der Mau ern des Zuchthauses mit Vorwissen der Beamten eine kleine Schnapsbrennerei. Noch schlimmer geht e3 in der Frauen abtheilung zu ; dort berrscht die reine Paschawirthschast. Man sieht cS, wenn man vom Hudson aus nach den starren Mauern des Gebäudes blickt, denselben gar nicht an, daß es so spaßhast und ge müthlich dahinter zugeht. Wenn die zahlreichen Armen und Nothleidenden der benachbarten Metropole von dem ver lockenden Bericht über Sing-Sing hören sollten, da wird vermuthlich bei ihnen der berechtigtcWunsch ausstcigen : Wenn sie cö doch auch so gut hätten wie jene Zuchthaussträflinge. Die Ott'fHe Mlllisntncrbschaft. Wie wir bereits gemeldet, hat das Wiener Landesgericht die aus mehr als drei Millionen bestehende Erbschaft des in Wien verstorbenen Mari. Ott den mütterlichen Seitenverwandten des Ver storbenen zuerkannt. Wiener Blätter enthalten hierüber noch folgende Mittheilungen : Die An nähme, daß diejenigen Erbprätendentcn, welche auf den Prozeßweg gegen die siegreich hervorgegangene Gruppe wüt terlicher Seitenverwandter verwiesen wurden, ihre dreimonatliche Frist hiersür durch irrthümliche Ausfassung versäumt hätten, dürste nicht vollständig richtig sein. Es scheint vielmehr, daß von der Mehrzahl dieser Bewerber freiwillig aus weitere Schritte verzichtet wurde, weil inzwischen durch den Vertreter der mütterlichen Seitcnverwandten Dr. Arnold !Pann, aus einer Reise durchDeutschland vorsichtsweise ein neuer schlagenderJden titäts'Bewcis durch Jugendfreunde des verstorbenen Martin Ott hergestellt wurde. Diese Reise führte Herrn Dr. Pann auch nach Würzburg, wo noch die Tochter des Lehnherrn Hellmuth lebte, bei welchem Martin Ott einst in Arbeit gestanden. Cftt hatte dieser Dame im Jahre 1&47 einen Besuch gemacht, als er von Wien aus nach Deutschland gc reist war. Nicht blos sie setbst, sondern auch ein Onkel der Dame erkannten da mals den ehemaligen Lchrling Martin Ott trotz seines nahezu dreißigjährigen FernseinS. Als Ott von diesem Besuche ivieder nach Wien zurückgekehrt war, schickte ,r dem Fräulein Hellmuth zur Erinnerung einen Schmuck, welchen das Fräulein auch bei Gericht vorwies. So gar die Enveloppe, in welche dcrSchmuck eingewickelt war, hatte sie aus Pietät ausgehoben, und durch den Zufall sollte diese einen wichtigen Beweis liefern. Diese Papierhülle war nämlich, wie dem genannten Advokaten aussiel, ein ge drucktes Cirkular, welches B!artin Ött im Jahre 1847 'unter seiner Adresse: Graben, zum goldenen Anker", an seine Kunden versendet hatte. Das Landesgericht hatte übrigens verfügt, daß die Ueberlasiüng des Nachlasscs an die Erben und die Entsetzung des Kurators erst dann crsolge, wenn die Frist des Rekurses verstrichen sein wird, der gegen die formelle Entscheidung über den nicht benutzten Klagetcrmin eingebracht wer den kann." Es wird sich nun ergeben, ob und welche der Gegenparteien von dieser gewährten Rekurssrist Gebrauch machen. Nach Rechtskraft des Bescheides dürste

?z :?od! i.sch mindcs!c:-s sechs Monatk wüy::n, chc alle Formalitäten, inZbc'L:.dcke f.uch bi: genaue. Feststellung des t-og!iu;a:l:cn ocrrnöocnsstanbcy und tic Berechnung der zu entrichtenden Gedührcn erledigt sein werden; dann erst wird die Einantwortung" des großen Na.lasses von Dr. Pann als Vertreter der glücklichen Erben vor sich gehen und dav.it dcc seltene Monstrc-Prozeß be tnltt sein.

Vom Jnlande. Patrick Herdiman in New Dort, dessen Bluthund den noch immer mit dem Tode ringenden elfjährigen Patrick Daly so fürchterlich zerfleischte, hat diesen getödtet. Er gab dem Hunde in einem Ballen rohen Fleisches eine Quantität Strychnin, ausreichend 20 Menschen zu todten. Der Hund ver schlang das Fleisch gierig und befand sich nach drei Stunden noch ganz wohl. Herdiman entlieh von einem Polizisten einen Revolver von Kaliber 32, feuerte mit solchem aus einer Entfernung von vier Fuß sechs Kugeln in den Kopf des angeketteten Thieres, das letztere blieb aus den Beinen. Herdiman lud den Revolver mit drei neuen Vatroncn. den einzigen, die der Polizist bei sich hatte, f v 4. T . c r seucrie ioia;e gegen cen itopj oes gic res, und dieses bäumte sich noch immer wüthend an der Kette empor. Nun holte Herdiman ein iO Pfund schweres Brecheisen, schmetterte solches zehnmal auf den Schädel desHundes ndcr, und dieser lebte noch immer ; erst nach dem 16. Streiche war er eine Leiche. Was für eine Flotte wir haben: Unser Kriegsdampfer Talla poosa" hat ein ärmliches Fischerboot bei Nautucket beinahe in den Grund ge bvhrt. Das Geheimniß in New Haven. Am 11. April wird der Prozeß gegen die beiden jungen Malley's und Blanöze Douglaß wegen Ermordung der Jennie Cramer in der Superior Court beginnen. Man glaubt, daß die Ver handlangen sechs bis acht Wochen inAnspruch nehmen werden. Professor Cbit tcndcn hat die chemische Analyse der vor Kurzem wieder ausgcgrabenen Körper theile der Ermordeten vollendet, doch ist das Resultat nur ihm selbst und dem Staatsanwalt bekannt. Den beiden Malley's waren dieser Tage die ihnen sonst gewährten Privilegien entzogen worden. Ein Mitglied der Legislatur nämlich stattete dem Gefängniß einen ossiciellen Besuch ab und äußerte dem Gefängniß - Aufseher gegenüber den Wunsch, die beiden Malley's zu sehen. Der Verwalter begab sich mit dem erwähnten LegislaturMitgliede nach der Malley'schen Zelle, deren eiserne Gitter thür mit einer Gardine bedeckt war. Dies war eine besondere Vergünsti gung, indem dadurch die beiden Ange klagten an Besuchstagen vor den Blicken der Neugierigen geschützt waren. Wal' ter Malley weigerte sich dann, dem Ersuchen des Verwalters, den Vorhang zu öffnen, Folge zu leisten, und erklärte, er und sein Cousin wollten sich nicht ösfcnt lich ausstellen lassen. Der Gefängniß Verwalter war hierüber sehr erzürnt und kündigte den Malleys an, daß sie künftig ganz wie andere Gefangene behandelt werden würden. Nach einigen Tagen aber besann sich der Verwalte? eines Anderen. Blanche Douglas dagegen befindet sich in strenger Haft und darf Niemand sehen. Eine königlich'itali e n ische Auszeichnung wurde dem Direktor des New Yorker Metropolitan Museum os Art", General di Ccsnola, zu Theil. Im Auftrage des Königs Humbert von Italien händigte ihm dieser Tage der italienische Gesandte in Washington, in Anerkennung der hohen Verdienste, die er sich um die Wissenschaft im Allgemei nen und besonders durch seine antiqua rischen Entdeckungen auf der Insel Cy pern erworben habe, eine schwere gol dene Denkmünze ein. Die Medaille mißt zwei und einen Viertel Zoll im Durch messer und wiegt vier und drei Viertel Unzen; sie trägt auf der Reversseite so! gende Inschrift aus italienisch : Dem General Grafen Ludwig Talma di Ces nola, Entdecker und Verherrliche? der cyprianischen Alterthumsfunde." Auf der Vorderfeite sieht : Humbert I., Kö nig von Italien." Ein Schreiben des königlichen Haushaltckinisters Vifone lag der Medaille bei. Bekanntlich machte Cesnola seine Alterthumssunde auf Cypern als dortiger Consul der Ver. Staaten. - Das Contraktsystem in Kentucky. Das mit der Prüfung' der Behandlung der zu FreihettsstrafenVerurtheilten ernannte Comite der Legisla tur berichtet Dinge, die man sür unglaublich halten müßte, wenn nicht auch in anderen Staaten schonAehnliches vorgekommen wäre. Die Sträflinge wer-, den von den Contraktorcn zu Tunnelund Eisenbahnbauten verwendet, in Lagern" untergebracht und dort grausamer und rücksichtsloser lehandclt, als Sclaven jemals behandelt worden sind. Schlechte Kleidung, unzureichende Nahrung, grausame Strafen und völlige Schonungslosigkeit in Krankheitsfällen haben eine ungeheure Sterblichkeit zur Folge, und das Comite nennt die vor ihm gemachtenZeugenaussagen eine un unterbrochene Geschichte von Grausam kcit, Brutalität, Mißhandlungen und Tod". Die Todten werden wie Hund: an den Böschungen der Eisenbahnen ver scharrt. Der greise Dichter Long fellow hat seine Krankheit glücklich überstauben und geht mit raschen Schritten seiner vollständigen Genesung entgegen. In der Umgegend von Unadilla im Staate New Jork ist unter den Schafen eine Krankheit ausgebrochen, welcher die Thiere in großer Anzahl zum. Opfer fallen. ZuNort hampton inKansas wurde neulich ein junger Mann Nahens Stanley von einem wüthenden Stier umgebracht. . Sein Vater, welche? das

Thier nach dem Stalle zurückführen woll!?, wurde von demselben zu Boden cesorfen, und als der Sohn ihm zu

? r.':c. -: ' . ...s. c. i v. r-i:.. . ! UtC lillC, Iv'UllülC lu LU iiii1 vielen, ipicijte xr,n mit seinen Hörnern und schleuderte ihn wiederholt in die Luft und verwundete ihn so schwer, daß er nach Verlauf einiger Stunden starb. Der deutsche Unterricht ist in den Volksschulen verschiedener rana discher Städte mit starker deutscher Aevötterung längst erfolgreich eingeführt, auch in Listowel wird 'tzt siir Einsührung dieses Unterrichtsgcgenstandes agitiri. Pastor Sommer dort hat eine Petition an den Schulralh ausgcarbei tet, welche von allen Deutschen der Ge gend unterschrieben wurde und deren Argumente nicht wohl ignorirt werden können. In El Paso, Texas, erschoß vor zwei Monaten eine Frau einen Chi nesen, der ihr einen schmutzigen Antrag gemacht hatte. Die Frau, welche sehr arm ist, wurde verhastet, und die Ein wohner sammelten eine beträchtliche Geldsumme, mit welcher sie der Ange klagten die Dienste eines tüchtigen An walts aus Galveston sicherten. Dieser Tage wurde dieFrau freigesprochen, und das Comite, welches die erste Geldsamm lang veranstaltet hatte, überreichte ihr als Zeichen der Anerkennung ihres Muthes einen werthvollen, silbernen Bcch.r. In Duval County, Flv rida, wohnt ein Polygamifl mit seinen drei Weibern in einem Hause. Ein Farbiger nahm hieran so großes Aer gerniß, daß er im Stillen Beweise dafür sammelte, daß der Mann mit allen drei Frauenzimmern wirklich verhei.'athct nur und sich mit solchen nach demCourt hauje begab, um Anklage zu erheben. Der Mormone hatte aber Wind von der Sache erhalten, schoß den Farbigen au dem Hinterhalte niederund ist merkwü? dizerweise noch nicht verhastet. üom SllkSlande. D e ? G o l o S" meldet, daß die Panik de? jüdischen Bevölkerung in Grodno eine außerordentlich große ge wcscn sei. Drei Meilen von der Stadt wurde de? jüdische Schankwirth, ein Gicis von 70 Jahren, mit seinem Weibe und all' seinen Kindern ermordet gesun den. Die That soll von zwei Bauern verübt sein, denen man bereits auf die Spur gekommen sem will. In der Stadt' besürchtet man, daß jede Au gcnblick eine Judcnhetze zum Ausbruch kommen werde. Als die Gerüchte über Vorbereitungen zu einer solchen Hetze neulich besonders beängstigend wurden, hielt der örtliche Polizeiausscher es sür geboten, in den jüdischen Vcthäusern bekonnt zu machen, die Juden möchten aus eigenen Mitteln sür ihre Sicherheit sorgen, möchten Streifmachen durch die Stadt ziehen lasten (!) und falls ein Uebersall aus sie gemach: würde, sich und ihre Familien selbst zu schützen suchen! . V,o n L u d w i g B ü ch n er, dem Verfasse? von Kraft und Stoff," ist so eben ein neues Werk erschienen. Daffelbe führt den Titel Licht und Leben". Den Inhalt bilden die Kapitel: Die Sonne und ihre Beziehung zum Leben"; Der Kreislauf der Kräfte und de? Weltunter ganz"; Zur Philosophie der Zeu gung." Der K a r n e v a l m u ß a bgeschasst werden ist,die Loosung der friedliebenden Büraer von Florenz. Die Zeitungen bringen ihre Berichte der Kar ncval-Äufführungcn unter derUeberschrift Carncval der Kannibalen," in solch' ro her gemeiner Weise benahm sich der PS bel auf dem Korso und in anderen Stra ßen.' Die Ergebnisse der eng lischen Regierungspolitik in Irland zählt der Dubliner Expreß" in folgender lakonischer Weise auf: 500 unverhörte Gefangene in den Gefängniffen; L0M0 Mann Truppen im Lande; ein Landzesetz, welches nicht wirksam ist, obwohl es dem Lande schon jetzt . 70,000 Pfund Sterling das Jahr kostet; Gewaltthaten, die in zwei Jahren von 50 auf 500 im Monat zugenommen haben, und die Verweigerung der Pachtzah lung." Die zufriedene Luc ca. Einem Privatbriefe von Pauline Lucca entnimmt die Berliner Börsen Zeitung" folgende Stelle: Daß ich nicht nach Amerika gehe, trotzdem mir die Schätze Indiens versprochen wurden, hat folgende Gründe: Erstens bin ich zu bequem, um mich den Strapazen einer Tournee zu unterziehen. Wozu auch? Bin ich doch zweitens, drittens und neuntens glücklicherweise m derage aus neue Einküuste verzichten zu können. Und Ruhm? Bedarf ich mehr, als mir das gütige Geschick zu Theil'löerden ließ? Wien und Berlin für die Zukunft! Und damit beste!" -7-DieBerlinerStraßenbe leuchtnng feiert in diesem Jahre ihr 200jährigcs Jubiläum. Nach einigen mißlungenen Vorversuchen, welche den Hausbesitzern die Beleuchtung der Stra ßen auserlegtcn, brachte es der Große Kuifürst dahin, daß Laternen auf Pfäh lcn aufocszeUt wurden, und, zwar aus Kosten d.c Berliner Bürger, trotzdem die se sich heftig dagegen sträubten. Gleich zeitig erließ der Kurfürst eine Laternen Ordnung.- Die Aufsicht über die öffent lichc Beleuchtung führte ein Jnspector der Stadtleuchten," unter dem die Lam pen versorge? und Lampenanstecker ,stan den. . In Berlin .hat zwisch en dem Bankier Albert Eckenhoff, welcher sich erst kürzlich dort etablirte und Lieutenant der Nejcre ist, und dem Korpsstudenten P. (andere Quellen bezeichnen denselben als ju:?gen Arzt") , ein Duell stattgc funden.' " Ein Wortwechsel, der Morgens ! 6 Uhr in einem Cafe stattfand, gab den Anlaß zu dem Duell. Es wurde ein ein maligcr Zkugelwechsel, 5 Schritte Barrie rc, beschlossen. Eckenhoff wurde tödtlich durch eine Stirnwundc über dem rechten Auge verletzt. . Er wurde nach dem Au gusta-Hosp'tal gebracht und starb daselbst

am 24. Febr., ohne wieder zu? VeslN' nung gekommen zu sein. Fast mit 1000 M a ? k S t ? a f e oder hundert Tagen Gefängniß glaubt der Staatsanwalt in Liegnitz eine Bismarckbelcidung, in einem zahm national liberalen Btatt zur Zeit dcö Wablkam pfcs und zur Abwehr von Angriffen der ossiciösen Presse begangen, ausreichend gesühnt, und nur mit Rücksicht aus die Wahlaufrcgung hat der Gerichtshof den Redakteur des Liegnitzer StadldtatteS" zu 500 Mark Strafe rcrurthcilt. Das wird die Wirkung haben, daß Fürst Bismarck's Name seltener genannt und da für da? herrschende System stait seines TrügcrS besprochen wird, denn Strafen von solcher Höhe inüffen die kleinen Blätter ruiniren, wenn sie sich wi:dcrholen. Daß die Bismarksprocesse und die Stöckerprocene,wie sie jeyt in Schlesien neben den Beleidigungsklagen der konservativen Agitatoren gegen liberale Blatter Mode werden, die Stimmung im Volke verbeffern, erwartet man ohl nicht; aber auch eine Einschüchterung, die man vielleicht erwartet, zeigt sich nicht.

Der in Folge des Krachs im Irrenhause gestorbene Herr Rouzsud, der. Mann der schwedischen Sängerin, Ehr:stlneNllsson, hatte sein eigenes Ver mögen und berührte nie einen Kreuzer von dem, was seine Frau erwarb. Bis in die letzte Zeit hielt er sich vom Spiele fern. Erst das fabelhaft rc.sche Steigen der Union Generale machte ihn wirr und cr fleckte sein ganzes Vermögen in dieses trügerische Papier. Der sich bereits im menS reich sah, war eines Tages ruinirt. Von der Gnade seiner Frau wollte c? nicht leben; der jähe Fall raubte ihm den Verstand, und er mußte in eine Pri-vat-Heilanstalt gebracht werden. Sein Wahn bestand darin, daß er sich für eine Actie hielt, die immerfort steigt; er kletterte auf Bäume im Garten, von Zweig zu Zweig, immer höher, solcherart das Steigen darstellend. Kurz vor seinem Tode wurde NilSson (deren Vermögen unberührt ist) verständigt, daß es mit dem Leben ihres Mannes zu Ende gehe. Sie kam und n achte an seirem Bette bis er starb. Ein tragische sDomino spiel. In Warschau setzten sich dieser Tage zwei Zöglinge von 16 und 20 Jahren bei einem Bronzeschmiede zum Dominospiel. , Ein solches Spiel ist nichts Außergewöhnliches, wenn nicht ein eigenthümlicher Einsaß damit verbunden ist. Nun war hier der Einsatz das Le ben eines der Spieler. Der, welcher drei Partien hintereinander verspielte, war verpflichtet, sich zu vergiften. Zu? Ausführung der sofortigen Absicht gos sen die beiden Spieler giftige Säure in einen Becher. Der unglückliche Spieler war der jüngere, der nach dem Verluste von drei Partien die vorbereitete Flüssigkeit auf einen Schluck austrank und nach etwa fünf Minuten unter un säglichen Qualen sein Leben endigte. Es war der Bronzcarbeiter Julian. .We der der Gegner, noch ein Dritter, der als Zeuge fungirte, versuchten, den Selbst mord zu verhindern. Der Erstere er' klärte sogar beim Verhör, er würde das-' selbe gethan haben, denn sie hatten sich; gegenseitig vor dem Spiele das Wort gegeben. Die Ursache des tragischen Falles ist nicht bekannt, doch glaubt man, daß Liebe und Eisersucht im Spiele wa reu. Deutsckie LsclNaHri6)lcn. Ern sen bei Gera, 1. März. Dem Oberförster Muller war aus dem Anstände eine Fußzehe erfroren. Die Zehe verschlimmerte sich später und der Brand kam hinzu, welcher immer weiter um sich griff, so daß der Tod desMannes schließlich erfolgte. Colberg (Pommern), 2. Mä-z. Wegen Ermordung seiner srüheren Ge liebten und Dienstmazd Louise Jastrow ausStandeirin wurde der hiesige seit 24 J,ihren verheirathete MilchhändlerMöh ring vom Cösliner Schwurgericht zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Aus Eifersucht hatte er beschlossen, sich vor den Augen seiner Geliebten den Tod zu geben; als er zur Ausführung des Se.bstmordes schreiten wollte, warf sich,' seiner Angabe zufolge, das Mädchen in seine Arme, so daß sie ohne seine Absicht zwei Stiche in dieBrust erhielt, die ibren Tvd zur Folge hatten. Von den Ver wundungen, die sich M.' dar lach beigekracht hatte, ist er geheilt worden. Z a ch a u (Pommern). 2. März. In die hiesige seit längerer Zeit unbesetzte Bürgermeisterstelle ist der Amtvorstehc? Stei7.brück ?u Priemhausen gewählt wordeu. Sto lp (Pommern), 2. März. Bei dem über den Mäjvralshcrrn Otto von Lonin an Lupow verhängten Konkurse soll die preußische Hypotheken AktienBank mit ca. 100,000 Mark betheiligt sein.' Die Bank will nun die Vcrwaltung und die Bemirthschastunz der Gü ter selbst in die Hand nehmen. Hrn. v. Bönin war Anfangs neben Lieferung an Victuallen :c., Pferden, Wagen, Dienerschaft it. noch eine jährliche S um me von 0000 M. zur Nutznießung aus gemacht worden ; diese Summe ist jedoch aus Andrängen der Gläubiger aus L750 M. herabgesetzt worden. . Braunsbcrg (Ostpreußen), 3. März. Infolge der großen Erwerbslosigkeit und Noth in unseren Arbeiterlrei sen haben der Magistrat .und die Han delökammcr Petitionen an das Ministerium gesandt, in denen um möglichst baldigen Beginn des Baues der Eisen bahn Braunsberg-Mehlsack ersucht wird. Pr. Holland (Ostpreußen), 3. März. Der hiesige Kausmann Helwig wurde wegen Wechselfälschungen verhas tet und gleichzeitig übZr sein Geschäft der Concurs eröffnet. Die Summen der von H. ausgcstcllten Wechsel, echt wie unecht, erreichen eine solche Höhe und zieht eine solche Unmaffe von Bethcilig ten mit hinein, daß Pr. Holland einen derartigen Krach noch nicht erlebt hat. . .Gumb innen, 3. März. Von: Schwurgericht in Jnsterburg wurde eine