Indiana Tribüne, Volume 4, Number 187, Indianapolis, Marion County, 20 March 1882 — Page 2
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Thatsache, daß diese Schulden von 1800 bis 1830 von $7,627,692,218 auf 523,286.414,753 angewachsen sind"," sich' sonach in 20 Iah. ren beinahe verdreifacht haben. . - Frankreichs Staatsschuld wuchs von 51,854,136.500 aus $3,829,982,399, während Großbritannien, das einzige Land neben den Ber. Staaten, das im Stande war, seine Staatsschuld zu ver mindern, solche von $3, 893,200,000 auf $3,767.671,000 reducirte. Rußland hat es von ungefähr einer Milliarde in 1860 aus inehr als drei Milliarden in 1880, das kleine Spanien von 525 Millionen aus $2,579.000,000,, Italien von $430, 985 auf $2,540,000,000 ' gebracht. Bei dieser enormen Steigerung der Staatsschuld mußman berücksichtigen, daßJtalien in dem angegebenen Zeitranme daö lombardisch-vcnetianischc Königreich und den Kirchenstaat erworben und deren Schulden übernommen hat. Den fünften ,Platz in der Reihe der Staaten nehmen in dieser Beziehung die Wer. Staaten ein. Dieselben hatten 1860 eine Staatsschuld von nu: $64, 842.000, waren durch den Krieg gcnöthigt, dieselbe bis auf mehr als drei Milliarden zu erhöhen, reducirten sie bis1880 iiS zu $2,120.415,371, und heute hat die Nationalschuld annähernd denselben Betrag wie diejenige OesterreichUngarns, ,$1,8S1,000,00Ö. Die Türkei endlich schuldete 1860 $160,000,000 und 1880 $1,376,000,000. Die durchschnittliche Zunahme der Staatsschulden .betragt seit dem Jahre 1848 bei den genanntenNationcn $489. 332.079, und wenn die Geschichte so weiter geht, so werden die Schulden der genannten Völker am Schlüsse deöJahrHunderts die Summe von $32,582,781, 254 erreicht -haben? In den angegebenen Summen sind die Schulden der einzelnen Staaten, Eounties, Townships, Städte und Ortschasten nicht enthalten. Welche Höhe die letzteren in Europa erreicht haben, giebt Herr Parker nicht an ; in den Ver. Staaten-betragen .dieselben -etwas über tausend. Millioin.' Dollars und kommen zum größeren Theile auf Städte mit mehr als 7,500 Einwohnern. Die Schuldender letzteren-Art machen sich den Steuerzahlern am fühlbarsten, und leider sind dieselben, während die Natlonalschuld abnimmt, in fortwährender Zunahme begriffen. Sache der Legislaturen ist eS, der Verschuldung derEorporationen durch entsprcchendeGesetze mög lichst vorzubeugen. Mellville'S Brief. Seit Lieutenant George M. Mellville von der Ver. Staaten Marine im Juli 1879 mit der.Jeannette"von SanFrancttco abfuhr, hatte er nur einmal Gelegenheit, seiner. Gattin und seinen drei Töchtern eine Nachricht von sich zukommen zu lassen. Die Familie wohnt in Sharon Hill unweit Philadelphia ; seit nahezu drei Jahren wartet sie skhnsüchtig auf einen Brief von dem Gatten und Vater, desien gefährliche Lage ihr aus den Zeitungen bekannt ist. Maud, die älteste, 15 Jahre zahlende Tochter, hat oft und in den letzten Monaten täglich den Weg nach dem Postamte in Philadelphia zurückgelegt und nach einem Briefe an die Mutter gefragt. Am 13. d. M. saß Frau Melville mit den beiden jüngsten Kindern im Familienzimmcr und erzählte den letzteren, was die letzten Depeschen in den Zeitungen von der Mannschaft der Jeannette" berichteten, vie der Vater am Leben sei, aber mitten in der sibirischenWildniß sich befind: und keine Hoffnung mehr habe, DeLong und dessen Gefährten vom dritten Boote der Jeannette noch lebend auszusinden. Da deutete daö jüngste Töchterchen nach dem Fenster und rief : Mama, o Mama, sieh nur, wieMaud läuft ! sie hat gewiß einen Brief von Papa, endlich, endlich In der That flog die Aelteste durch daö Gärtchen vor dem Hause, als ob ein Gespenst es verfolge, stürmte in daö Zimmer, siel athemlos' der Mutter um dea'HalS ' und vermochte kaum die Worte hervorzustammeln : ein Brief, ein Bries! Die.Mutter nahm den Brief, sie mußte sich sammeln und ein paar Freudenthränen aus den Augen vischen, ehe sie das echanisch entfaltete Schreiben zu lesen vermochte. Dann las sie es den Kindern vor, noch einmal und immer noch einmal. Den ganzen Tag über wurde BaterS Brief wieder und wieder gelesen und die Kinder begaben sich nicht eher zur Ruhe, bis ihre Augen noch einmal die Schriftzüge von der Hand des Vaters verschlungen hatten. Der Brief brachte Freude m's Haus, weil er vom Vater kam und meldete, daß dieser we mgstevS am 1. Januar d. I. sich in Si cherheit in Jrkutsk befand und im Stande war. sich etwas zu erholen.
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imwr Hoffnung freilich, den Vater bald und gesund zurückkehren zu sehen, brachte der Brief nicht. Der wackere Mann ist bekanntlich zur Zeit noch mit den Nachforschungcn nach DeLong und dessen Gefährten, oder wohl leider richtiger nach den Spuren beschäftigt, welche die Gewißheit davon bringen, daß auch diese Braven Franklin's und so vieler andere? Nordpolfahrer Schicksal erreicht hat.Der erwähnte vorletzte BriesMellville's ist unter dem 26. Aug. 1879 aus derSt. Lawrence Bay an der Westküste der Behringstraße datirt, wurde von dem Schiffe, welches die Jeanette" bis dahin begleitet hatte, nach San Francisco gebracht, und in ihm spricht der Versasser ernste Befürchtungen über den Ausgang der Expedition aus, da das Schiff, trotz llcr Verbefferungen, die in San Francisco an ihm vorgenommen wurden, nicht so seetüchtig sei, als eine Reise in den arktischen Regionen erfordere. Kiss the babies for papa," schließt dieser Brief, dem vor dem 13. d. M. kein weiterer folgen sollte. Möge die Hoffnung der wackeren Familie, den jetzt das letzte zur Nettung seiner Gewährten versuchende Gatten und Vater gesund zurückkehren sehen. Nussisöies GotteSgnadenthum. Seit den Tagen, an denen die ganze europäische Neaktionspartei, allen voran die preußisch: Junkerschaft es für ihre oberste Pflicht hielt. Tag für Tag vor dem Ezaren Nicolaus im Staube zu licgen, hat sich in Rußland manches verändert, manches zum Guten, wenn auch meist mehr scheinbar als wirklich, mancheö zum Schlimmen. Aber ein Punkt im russischen Staatsleben ist völlig unverändert geblieben, das ist die Schrankenlosigkeit der czarischen Gewalt. Was auch die Neformgcsetze vom Anfange der sechsziger Jahre an Rechten der russischen Unterthanen festsetzen mögen : es versteht sich ganz von selbst, daß alle diese Gesetze und Bestimmungen nur so weit gelten, als es dem Ezaren nicht beliebt, das Gegentheil zu befehlen. Daher haben namentlich die willkürlichen Verhaftungen, Einkerkerungen, Verschleppungen und Mißhandlungen Un schuldiger trotzAllem, was die neuen Justizgesetze über die persönliche Freiheit der russischen Unterthanen anordnen, nicht im Geringsten aufgehört, sondern sind unter der Regierung des jungst ermordeten Czaren in VZ5lben, oder vielmehr in einem viel größerenUmfange sortgesetzt worden. Die czarische unbe schränkte Gewalt ist heutigen Tages, in der Theorie wie in der Praxis, noch ganz dieselbe, mindestens ganz dieselbe muß man sogar sagen, wie sie unter Nicolaus war. So weit also diese Machtfülle des Herrschertbums von Gottes Gnaden" gleichbedeutend ist mit einer Bürgschast für die Aufrechthaltung der allgemeinen staatlichen Ordnung und Auto rität auf Erden und namentlich in Europa, würde der Ezar Alexander III. noch ebenso gut als der oberste Vertreter des göttlichen Autoritätsbcgriffs und der sicherste und letzte Hort der europäischen Ordnung und Ruhe gelten müffen, wie sein Großvater. Was aber erblicken wir anstatt desien auf dem russischen Throne ? Wir sehen dort einen Mann, der unbeschränkter Herr über Leid, Leben, Freiheit und Vermögen aller seiner Unterthanen in seinem unermeßlichen Reiche ist, gegen desien Willen kein Recht, kein Herkommen schützen kann. Wenn es seine persönliche Sicherheit zu erheischen scheint oder es aus irgend einem Grunde sein Wille ist, so werden thatsächlich und buchstäblich Hekatomben von Personen, Schuldiger, Verdächtiger und Unschuldiger seinem Interesse oder Willen hingeopfert. Ein flüchtiges Wort . von seinen Lippen, ein Wink von seinem Finger, und das Dasein so und so vieler seiner Unterthanen ist vernichtet. Die einzige Bürgschaft der Rüsten gegen den furchtbarsten Mißbrauch dieser Gewalt ist und bleibt die persönliche Sittlichkeit des Ezaren, und selbst diese Bürgschaft ist nur eine schwache, weil naturgemäß ein großer Theil der czarischen Gewalt von seinen Dienern und Beamten ausgeübt wird. Und wie schwach ist dieser selbige gewältige Mann, wo es darauf ankommt, seine Macht zum Guten anzuwenden. Er ist, wie die Geschichte der Jahrhun derte beweist, unfähig, einem einzigen der entsetzlichen in seinem Reiche emgeriffenen Mißbräuche zu steuern. Er kann der Unehrlichkeit der Beamten, dem Mißbrauche seines Namens nicht abhelfen; er hat keine Mittel, seine etwaigen wirklichen guten Absichten, soweit sie mit den schlechten Gewohnheiten seines Volkcs und seiner Umgebung im Widerspruch stehen, zur wirklichen Ausführung zu bringen. Es giebt kein Land Europa's, wo wirkliche, thatsächliche Reformen, wo eine gründliche Aenderung aller Verhältnis so überaus dringend ist, wie in Rußland ; es giebt kein Land, wo der Anlauf dazu, selbst der, hinter welchem der gebieterischste Wille des Kaisers steht, so völlig auf dem Papier steht. Nicht einmal der auswärtigen Politik ist der Kaiser Herr, wenigstens nicht, wo es sich um gute und vernünftige Zwecke handelt. Er kann Millionen von Soldaten aufbieten, weite Länder verwüsten laffcn, Hunderttausende dem qewisien Tode in's Antlitz treiben ; aber Alexande.? II. war ohnmächtig, einer Clique frecherSchreier entgegenzutreten, und mußte gegen seine bessere Ueberzeugung den thörichten und unsinnigen Krieg gegen die Türkei übernehmen, an dessen Folgen sein Land trotz des militärischen'endlichen Erfolges noch krankt und noch lange kranken wird. Ebenso wenig konnte es Alexander III. hindern, daß ein General seiner nächsten Umgebung innerhalb und außerhalb Rußland's Reden hält, die mit den fcierlichen Versicherungen des Kaisers im schroffsten Widerspruch stehen und ihn in schnödester Weise Lüqen strafen. Der Kaiser Alexander III. ist der einzige Monarch Europa's, dem so etwas aebo ' ten wird. Und er ist ohnmächtig dage"'it. Wenn er selbst den unbotmäßigen
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Tenetal mit den härtesten Strafen be' legen wollte, so wird die Partei, deren Sprecher dcrGeneral war, um nichts weNiger in ihren Wühlereien fortfahren, bis sie entweder ihr Ziel erreicht hat. sdcr bis das Volk ihrer Wühlerei überflüssig geworden ist. Das ist ein absoluter Monarch von Gottes Gnaden ! . Heue Ueverlanv-Va?)'.!, Am 15. d. M. hat sich in Boston ein Comite organisirt, welches eine direkte Eisenbahn-Vcrbindung zwischen der Küsie des Pacisic" u. Boston und eine ncut Dampfer-Vcrbindung zwischen legerer Stadt und einem europäischen Hafen herzustellen beabsichtigt. Die Bahn soll mit Benutzung vorhandener Bahnstrecken in folgender Weise hergestellt werden : Von Boston mittels der im Bau begriffenen Massachusetts Central nach Rorth Adams, dann mittels einer 15 Meilen langen neu zu erbauenden Bahn nach Shastsbury,Vt., mittels der bestehenden Bennington und Rutland Bahn nach Danby Junction, von hier mittels neuer Bahn nach Ticonderoga und durck den nördlichen Theil des Staates New York nachKingston und von hier mittels neuer Bahn nach Duluth, dem ostlichen Endpunkte der Northern Pacisic. Von Kingston aus soll eine Verbindung mit der Grand Trunk und durch solche mit Chicago, sowie eine fernere Verbindung mit einer noch zu bestimmenden Station der Canada Pacisic hergestellt werden. Die Linie zwischen Boston und Chicago ist 200 Meilen kürzer, als irgend eine der bestehenden Bahn-Verbindungen. Die Kosten sind auf 20 Millionen Dollars veranschlagt, und hiervon sind 14 Millionen so versicherte der interimistische Vorsitzende M. P. Morton in Boston, New Jork und England b:reits untergebracht. Die Direktoren der inFrage kommenden Eisenbahnlinien haben ihre Gcnehmigung zur Einmündung der zu erbauenden Verbindungsbahnen, die in zwei Jahren vollendet sein sollen, ertheilt. Unter den Männern, die sich namentlich für das Project interessiren, werden außer Herrn Morton in Boston, Ruel Philbrook das. und Lucius C. Lillye New Vork genannt. Behufs Vereinbzrung eines Hafens für die projektirte Dampferlinie wird demnächst ein Mitglied des Comites nach England abreisen. Der Kampf nm Sekundhclt. Weit, sehr weit hat es der Mensch 5iher gebracht, und das Ende seiner Errungenschaften läßt sich nicht absehen ; einen Stillstand an der stattlichen Reihcnfolge dieser Sieges- und Ehrenzeichcn auf den Gebieten der Knnst, Wiffcnschast und Industrie annehmen zu wollen,wäre gleichbedeutend mit Rückgang, oder dem Anfang vom Ende. Es bleibt noch unermeßlich viel zu arbeiten für spätere Geschlechter, und noch die spätesten werden sich dem Kapf mit den Naturgewalten ausgesetzt sinden und ganz besonders jenen zahllosen Feinden, die unabläßlich mit schmerzhaften Krankhei ten und frühem Tod drohen. Manch unsrer Zeitgenossen erwarten vom stuscnweisen Fortschritt der Heilwiffenschaft, daß cs diesem eines Tages gelingen werde, Kcankhkitcn, welche heute noch ein tödtlichcs Ende nehmen, z. B. Magenkrebs, künftighin einen solchen Verlaus gleichsam aufzudringen, daß daö Jndividuum erhalten-bleibe; viele erwarten oder wünschen, daß die Heilkunde in jedem Falle das durch Krankheit bedrohte Leben eines Menschn erhalte, daß die Wisienschast dcM zzschcn in seintM Kampf um Gesundheit immer erfolgreich zur Seite stehe. Diese Wünsche haben einen Schein von Berechtigung, sind aber nichtsdestoweniger dem Verstände zuwiderluu send, denn ebenso könnte man von der Geologie, beanspruchen, daß ihre Forscher vulkanische AuSbrüche und das verderüendrohendc Erdbeben hindern sollen, nur d?nn märe Geologie eine recht praktische und scgenbringcnde Wisienschast; von den Mc teorologen könnte man nicht weniger geistreich verlangen, sie sollten doch den regenlosen Gebieten der Erde etwas Regen verleihen oder die Wuth der Orkane brechen. " Unser Zeitalter ist eben durch eine solche Fluth von Entdeckungen, Ersiadüngen und Verbesserungen charakterisirt, daß die Menschen, an dieses bunte Treiben des erfinderischen Geistes gleichsam angewöhnt, keineswegs anstehen, auch von der Medizin Heilung a l -ler Krankheiten zu verlangen. Jeder Fall von Diphtheritis, Lungenentzündung, Bauchsellentzündung, Cholera u. s. w. soll, wenn ärztlich behandelt, nur mit Heilung enden! Den Tod können zwar die Aerzte nicht abschaffen, das wäre zu viel gefordert, sie sollten sich aber bemühen, jeden Menschen, auch den erschöpftesten Schwächling, an die äußerste Grenze der Lebensdauer zu bringen, also hundert Jahre oder nsch etwas darüber alt werden zu lasten. Eine solche Machtstellung wird die Medizin niemals erreichen, einfach darum, weil dieselbe einen rein naturwissenschaftlichen Charakter trägt, und es liegt nicht in der Macht der NaturWissenschaften, die bestehenden Naturgesetze umzustoßen, sie können häusig prak tiZche Resultate erzielen durch Dienstbarmachung des Naturgesetzes, sie können in der Erklärung einer Naturerscheinung fast auf den Grund der Dinge kommen, vom Verständniß der letzten Ursache" bleiben sie alle in gebührender Entsernung stehen. So ist es auch mit der ; Mednm bestellt, i . Anders und viel dank barer verhält es sich, wenn ein sonst ge-! sunder Mensch in vernünftiger Wklje darnach trachtet, gesund zu bleiben und demgemäß, ein höheres Lebensalter zu erreichen. Dieses Bemühen können wir als wahren Kampf um Gesundheit bezeichnen und wird von den Allermeisten leider nur in unbewußter Weise geführt, wir bc-
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!on;n n n b e w u ntet Weis e, weil die meisten Menschen naä) ganz ann Zielen zu ringen meinen, wo doch ocren ihr ganze Ringen und Raffen nur ein maslirtcr Ausdruck jenes Wunsches ist: , möglichst lange in G c-1 c v x. - i. , . 5 .-i s u n d h e l l z u leben. Es ist ein wahre Glück für daö Menschengeschlecht, daß zu einer gesundhcitsgcmäßcn Erhaltung eine jehr geringfügige Eapi tzlauslage schon ausreichend ist, und auch j Versicherungen wer mag Euch alle nen nen, Geister der Hölle?-hä!t dieMenschcn in dichtgereihtcr und mehrfacher Belagerung ; diesem andringenden Feinde zu trotzen, zu widerstehen, ihn sogar niederzuschlagen, das ist die Aufgabe des gleichsam in Fcindesmitt: gestellten Menschen. Diese Kunst der Selbstbehcrrschung, welche übrigens niemals in pedantische Despotie über das Ich" i tf M uuww. i "-"'i w - nein 9üökcb rnanpc roiiicniqaiiuqer o.e: pvllo,opyicr Buvung uuadyan. aig, denn cs giebt große Gelehrte und Denker, welchen jene Kunst abgeht, andererseits giebt es Leute von kaum elemcntar zu nennender Bildung, aber umsomehr common sense und herben Lebenserfahrungen, welche in der Kunst der Selbstbeherrschung die vollendetste Virtuosität darthun. Welche und wie viele Krankheitszustände durch bloße UnMäßigkeit erzeugt werden, bedarf hier wohl keiner besonderen Erwähnung. Eine nicht zu unterschätzende Streitmacht in dem Kampf um Gesundheit ist, so glauben wir, jene Gemüthsart, welche den Menschen bei voller Ruhe und Besonnenheit erhält ungeachtet der erschütterndsten Wechselsälle des mensch lichen Lebens ; jene Gemüthsart, die uns den Neid oder die ihr verwandte Mißgunst nicht nur als Schwächen, sondern, in verstärktem Sinn, geradezu als er niedrigende Laster erscheinen läßt ; jene Gemüthsart schließlich, welche in der Unerreichbarkeit mancher Ziele oder Dinge weder Schande noch Unglück sieht. Etwas natürliche Apathie gehört allerdings dazu, um einen solchen Gleichmuth zu bewahren, aber durch Uebung und festen Vorsatz können selbst sanguinisch angelegte Menschen nach und nach dieses wohl zubereitete Gemüth" beiie praeparatum pectus erlangen. Sehr bedeutend und das Interesse der ganzen gebildeten Welt erweckend sind jetzt die Anstrengungen der Aerzte, die materiellen Krankheitskeime zu zerstören, die, obgleich nur mikroskopisch wahrnehmbar, dafür aber in ungeheurer Zahl uns umschwärmen; die Atmosphäre, das Wasser, das Erdreich Alles ist von ihnen voll, endlos an Zahl und Gestaltung ! Sie sind unter gewissen noch nicht näher bekannten Bedingungen die Ursache der e p i d e m i s ch e n K r a n k Heiken. Dieser Krieg mit den kleinsten unsere Gesundheit bedrohenden Organismen wird von der praktischen Heilkünde mit ebenso viel Folgerichtigkeit als Erbitterung geführt und es istHoffnung vorhanden, daß wir diese kleinsten, krankheiterzrugenden Lebewesen, wenn auch nicht aus dem Weltraum vertilgen, aber im gegebenen Fall unschädlich machen werden. Dieses ruhmreiche Ende des Kampfes um Gesundheit werden kommende Geschlechter vielleicht schauen ; wir genießen das erhebende Schauspiel dieses Kampfes und sehen den Feind, langsam zwar, aber deutlich zurückweichen. Vom Anlande. Senator Windom, hat im Congreß eine Bill eingeführt, welche den Verkauf der Chippewa-Jndianer-Reser-vation an eine Kapitalisten-Compagnie anordnet, angeblich weil diese Indianer den Verkauf wünschten. Dies ist natürlich ein Job". Indianer pflegen nicht aus eigenem Antriebe ihrLand zum Verlause anzubieten. Es handelt sich um ein Stück mächtigen Waldes, deL letzten Fichtenwaldes weit und breit im ?!ordwesten, welcher niedergeschlagen und in Stämmen zollfrei mit großem Vortheile den Red River des Nordens hinab nach Manitoba gefloßt werden soll, um dort zu Bauholz zerschnitten zu werden. Am 9. April wird ui N e wOrleans die Fer des Gedächtnisses des berühmten Franzosen La Salle stattsinden. Am genannten Tage werden es nämlich zwei Jahrhunderte, daß La Salle, nachdem er den Illinois - Fluß und dann den Mississippi-Strom binab gefahren war, den Golf von Mexiko erreichte. Das' Fest - Comite von New Orleans ist in der Auswahl der Festredner sthr glücklich gewesen. Sie sind : der ausgezeichnete Republikaner E. B. Washburne von Chicago, welcher als Gesandter in Paris und Zeit seincrheimkehr werthvolle Untersuchungen über die Erforschungsreisen La Salle'S angestellt hat, und der demokratische Bundesscnator Pendleton von Cincinnati, einer der besten Redner des Congrcsses. Ein englisches Wechsel dlatt mem:, narnum roeroe dem cs ihm gelungen, den berühmten . . . . m I.j.i r. Elephanten Jumbo, bisher im Londoner em erer melverrauser an nerusennadel trage. ,
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Das Verdick der Co.ro - i kaufen, mit dem cr schon seit einiger Zeit ner-Jury in der den Tod des George 'in UntcrhanUung, stand, mußte aber Larry Wall in Neu-Ulrecht betreffenden 'leer abziehen und aus dem Munde des Untersuchung lautet, daß Wall seinen Bauern hören : Und jetzt erst recht nitt! Tod dnrch einen von seiner Gattin, Liz- 'glaubetcr.' i hätt nitt gelcsc, was d'r zie Wall, aus Fahrlässigkeit abgefeuerten Shkrobeleff gesproche ? Krieg giebrs und Schuß sand. So sehr man in Neu-Ut- der Haber muß usschlage." recht der allgemein beliebten Frau das! . In' höheren russischen milde Urtheil gönnt, so hat letzteres doch. Regierungskreisen wird jetzt die Frage aus dem Grunde Befremden erregt, weil tntt Neu-Regulirung der russisch-öfter der Verstorbene unmittelbar vor seinem! viehischen Grenze , ernstlich ventilirt. Tode ein Assidavil zu Protokoll gegeben, Der Umstand,daß die Auslauser der hatte, daß seine Gattin zwar imZustande Karpathen sich längs dieser Grenze hinder leidenschaftlichsten Erregung gehan-z .iehcn, macht es für Rußland sehr schwer, delt, aber doch auf ihn gezielt und ab-. , eine Grenze zu bewachen, und ruft die sichtlich den Schuß abgefeuert habe.: Nothwendigkeit hervor, ein überaus starWall hatte hinzugefügt, er habe unmit- kcö Contingent von Grenzwachen auf-
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mä4aär34m 4'. kl' ar nin; oert söc)uc leine lyrau getröstet i:nd ihr gesagt, sie hebe nicht dasiir ijefoin::, es sei ein Zufall c.er)es?n, abcr cr wolle nicht mit einer Laae aus d:r Welt gehen und seine letzte Angabe sci die richtiae. ' .Kommt Kinder noch einen Trcat, vielleicl't der letzte" hatte am 26 der in I. Arthur Mitchell. in Geckersack ?!. ?1. 'wohlbekannter Rann. Artkur Mitchcll dem Mstwood Hause- ungc war jede Spur von Mitchell verschwun den. Am 14. dies. Mon. wurde in einem an der New Jersey und New Grock gelegenen, im Sommer als Villa vermiethcten und zur Zeit lerrstehtndcn Hause seine Leiche aufgesunden. Sie zeigte eine Sil.'ununde in der linksn Brust und in den Taschen der Kleide? fanden sich eine silberne Uhr, $10 58 baares Geld, ein Revolver mit drei leeren und ebensogeiaoenen öcammern und ein in New Nork unter dem 27. Dec. l. I. ab gcstcmpclter Brief des Bruders des Todten, Fritz Mitchell in Springsield, Jll. Eine Schußwaffe außer dem Revolver in der Tasche des Ucberzicecrs wurde nicht vorgefunden. Arthur muß sodann mchrcrc Tage in dem unbewohnten Hause zugebracht, sich mit dem Revolver erschoj scn und diesen im Todeskampfe wieder in die Tasche seines Ueberziehcrs gesteckt haben., ' Mitchell. war ein geachteter Mann, und die Motive, die ihn zum Selbstmorde trieben, sind nicht bekannt. Ein bedauerlicher Vorfall in deutschen Gesellschaftskreisen. Auf einem von dem Deutschen Schützenbunde" in der Walhalla-Halle in New Jork an einem der letzten Abende veranstalteten Balle hatten sich auch Mitglie der der baierischen Militär-Organisa-tion" und des ans ehemaligen preußischen Veteranen bestehenden LandwehrVereins als Gäste eingesunden. Alle waren in Uniform und trugen die Seitengevehre an dcrSeite. In einer Tanzpause machte der bekannte Socialist Dr. Hoffmann in dem Sckankzimmer verSichtliche Bemerkungen über Kaiser WilHelm und Bismarck; die entrüsteten Preußen wollten den tactlosen Menschen einfach an die Luft setzen, aber der Sprosse eineL österreichischen ÄdelS geschlechtes, ein Eduard von Eichenau, ein Barbiergehülfe, widersetzte sich dem. Eine allgemeine Keilerei zwischen Expreußen, Exbaiern und Exösterreichern, die zum Theil die Klingen gezogen hatten, stand zur Ehre der Deutschen in Aussicht, als die aus Ersuchen des BallComite's einschreitende Polizei den von Eichenau zweimal aus dem Zimmer besorderte und ihn, da er zum dritten Male zurückkehrte, verhaftete. Da er sich dem auf's äußerste widersetzte,, wurde er mit einigen Knüppelhieben zur Raison und in total betrunkenem Zistande nach der Polizeistation gebracht. Ein paar Stunden spcticr wurde von Eichenau in der Zelle der Polizeistation todt ausgefunden. Die Polizisten haben ihn zu Tode geprügelt," hieß es, aber bei der Coro-ners-Untersuchung fanden sich an den Beinen u. Armen einige Hautabschürfnngen, an Kopf, Gesicht und -Nacken nicht die leisesten Verletzungen, am ganzen Körper nicht ein einziger Blutflecken vor. Die Vermuthung, daß von Eichenau sich vergiftet habe, wurde zur Gewißheit, als der Coroncr in einer 'Tasche des Uniformrockes eine Phiole vorfand, die noch den kleinen Rest eines weißen Pulvers, dem Gerüche nach Cyankali enthielt. Der Magen wurde in einem eigenthümlich erweichten Zustande vorgcsunden und einem Chemiker zur Untersuchung übergeben. Endlich fand sich noch in den Taschen die Mitgliedkarte des Verstorbenen bei der Vaterlandscompagnie des Schützenbundcs" und aus die Rückseite derselben war mit Bleistift geschrieben : Leber wohl! Eduard von Eichenau." Frau S arah W il ke s Banie in Brooklyn, N. Y., feierte am 17. ds. Mts. ihren hundertsten Geburtstag. Sie hat noch einen jüngeren Bruder, der 98 Jahre alt ist und in Miunesota lebt, von neun Kindern fünf am Leben, von denen das älteste 75 und das 'jüngste Gl Jahre zählt, 24 Enkel, 25 Urenkel und 4 Ur-urenkel. Die alte Dame, die noch einen beinahe stattlichen Eindruck macht, von der Last der Jahre noch nicht gebückt und gebeugt ist, sich im vollsten Gebrauche ihrer Geisteskräfte befindet und täglich noch einen langen Spazicrgang unternimmt, wurde in New Jork von enalischen Quäkern, James Wilkes wrt Vctsy geb. Parks geboren und ist seit 58 : Jahren Wi Leben bin' lttwe. bic bat ihr ganzes hindurch hart gearbeitet und meint, sie sei jeden Augenblick bereit. beim zu gehen, aber sie sei es ganz zufrieden, wenn ihr-der Himmel noch ein paar Jahre schenke ; sie erinnert sich noch der Zeit, wo am Broadway ein Bauplatz $5, an der Bowery $3 kostete. ,. Bom ZuuSlauve. r n i CXfnfiTp?f itnl vir . tt . . - . ' - - - , , " Haser. Während die Reden -des c&mta nn rtssm gr. Sinken öhe t: Schreiber Dieses tt fll. dntm Sckwartwälder Qafer ab-
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-imn , ...M. mkw-mav(fmKä fustellen. Daött ist noch öer Eqmuggei gerade an dieser Stelle der russischen Grenze fortwährend in Zunahme bcgriffen, und die ungünstige Grcnzlage macht für Rußland eine gründliche Vekämpsung dieses Schmuggels nachgerade ' unmöglich. Bei den gegenwärtigen strcnzen internationalen Vorschriften, denen sich die Grenzposten bei Versolgung dcr Schmuggler unterwerfen müssen, ist die i russische Regierung ohnmächtig, diesem Uebel zu steuern, so daß der einheimische ! russische Handel in Volhynien und Podolien, bis hinauf nach K:cw, Nachweislich darunter zu leiden hat. SS i c jüngsten zahlreichen Nusweisungen Berliner Sozialdemokraten sind, wie es heißt, aus die Denunciation einer Persönlichkeit zurückzuführen, die bis vor Kurzem noch dcr sozialdcmokratischen Partei angehörte und sogar als Mitglied des Rcichstagswahlvvrstandes, die Wahlkasse unter ihrer Verwaltung hatte. Als bei der Rechnung--legung sich ein Dcsizit herausstellte, w"elches nicht anders als durch Untcrschlazung zu erklären war, erfolgte die Austtoßung des Individuums, die mit dem Racheakt einer Anzeige beim Poliznpräsidium beantwortet wurde. A m 20. F e b r. f e i e r t e i n P.'ris Victor Hugo seinen achtzigsten Geburtstag und wurde mit begeisterten Ehrenbezeugungen überhäuft. Nachdem kurz vor dem Diner Präsident Grcvy erschienen war, um ihn zn bcglückwün schen, süllte sich Abends seine Wohnung mit einer dichten Menge Gratulanten, während zugleich zahlreiche Deputationen ihre Huldigung darbrachten. Als ihm eine derselben den Moses von Michelangelo in Bronze-Nachbildunq überreichte, sagte Hugo, für das Geschenk dankend: er erwarte nun bald ein größeres Geschenk, den Tod." Und mit bewegter Stimme empfahl er seine Enkel der Sorgfalt seiner Freunde. Vor dem Hause harrle eine dichte Menschenmenge, um ihn zum Theater fahren zu sehen. Er erschien in der Comedie franaise", wo eine Gratisvorstellung dcs Hrniani" stattfand. Vor dem.Beginn des fünf ten Aktes und als das Publikum den Dichter bemerkte, erhob sich stürmischer Bcisall, welche? erst mit dem Aufziehen )es Vorhanges endete. Nach Schluß wurde seine Büste von sämmtlichen Schauspielern umgeben und ein kurzes krästiges Gedicht, daß Coppee verfaßt hatte, unter begeistertem Applaus gesprvchen. Das 59. Niederrbei nische Musiksest wird in Aachen unter Leitung des kgl. sächsischen Hoskapellmeisters Dr. Franz Wüllner stattfinden. Zur Aufsührung wird gelangen: Am ersten Tag : Mozart's (r-inoll-Symphonie und Händel's Oratorium Josua. Am zweiten Tag : Sanktus Benediktus und Osanna aus der II-inoU-Messe von I. S. Bach, ausgewählte Szenen aus dcr Oper Armide von Gluck, die Walpurgisnacht von Mendelssohn und Bcethoven's 9. Sumphonie. Am dritten Tag n. a. : die Ouvertüre zur Genovefa von Schumann, Vorspiel und L'ebcstod aus Wagner's Tristan und Isolde, dcr 127. Psalm für Chor, drei weibliche Solostimmen und Orchester von Wüllner. v. Bülow, der zuerst als Klaviervlctuos beim Musiksest in Aachen im Jahre 1857 unter Liszt's Leitung auftrat, wird das erste. Klavierkonzert von Brahms, sowie die Variationen über ein Thema aus der Eroica von Beethoven vortragen. Die übrigen Solisten sind : Fräulein Lilli Lehmann, Hosopernsängcrin aus Berlin (Sopran), Riese, Kammersänger auö Dresden (Tenor) und Hofopcrnsänger Karl Mayer aus Köln (Bariton.) Vegetarisches Festessen. Zu Ehren des aus einer vegetarischen Missionsreise zur Zeit in Berlin weilenden Herrn Dr. med. Dock, Direktors d-:r Heilanstalt Untere Waid" . bei St. Gallen, und zur gleichzeitigen Einweihung ; dcö vergrößerten vegetarischen Speise- und Erholungshauscs Taubenüraße 45, sand ein von dem berliner Vcctaricvercin vcranstaltcteS Festessen statt. Etwa 100 Theilnehmcr, Herrm und Damen, darunter als eingeladene Gäste auch einige Vertreter der Presse, waren in den vorderen, mit Topspflantn und Büsten geschmackvoll dckorirten zrei Zimmern an den mit Fruchtschalen besetzten Tafeln ziemlich beengt placirt. Wir entsprechen wohl dem Wunsche unscrer Leser, wenn wir ihnen dieTischlarte vorführen : Apfelsuppe mit Makronen. Kartosfel-Pürce mit russischen Rüben. Gemüse a 1a j animiere. Pudding Princesse Royale. Butter und öküse. Tialat, Obst und Südfruchte. Als Getränke zur Auswahl: Wein der Schopven 40 Pfennige, Apfelwein 20 Pf., Limonaden und Kaffee." Die freigelassene Katüarina Steiner in Wien erhält von dortigen Einwohnern viele Geschenke. Auch ein wissenschaftlicher Vortrag (über das Gutachten der ärztlichen Sachverständigen vor Gericht) ist zu Gunsten der Steiner angekündigt. In den drei südlichen Provinzen Irland's stehen zur Zeit so viele englische Truppen, als Lord Raglan in der ersten Zeit des Krimkriegs zu seiner Verfügung hatte. JnLondon präsidirte kürzlich ein bekanntes Parlamentsmitglied einer Protest-Versammlung gegen den Canal - Tunnel. Er begann seine Rede : Wir sind hier, um zu Protest!ren gegen den TannelK,Cunal, nein ge gen Cunnel - Tanal, nein gegen den Canel-Tunnal" hier brach die Versammlung in ein so homerisches Gelächter aus, daß der Präsident dem VicePräsidenten seinen Platz einräumte. -Königsberg, 27. Febr. Der Obcrpräsident v. Horn hat aus Anlaß seines bevorstehenden Rücktritts, den hiesigen Erziehungsanstalten in dcr KSnigstraße 3000 Dcark überwiesen. Die Summe soll zur Bildung einer .V.HornStiftung" verwandt werden. Nach Eintritt des Frühlings soll eine neue Dampsschissfahrtslinie zwischen dem hieiiaen Ort undGraudenz eröffnet werden.
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