Indiana Tribüne, Volume 4, Number 184, Indianapolis, Marion County, 17 March 1882 — Page 2
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Osft'cc: 3. Dclaw.:rc Str. ;Kr'er;l ns woml-elass matter .it t!?o rVstUlIcf :it J:nlianaulK Imliaiia. $ b o m i ni c n 1 3 P r c i f e : tüilute "uqü.' 12 eu.möoif. onntaflSaufßafce 5 Et?, per Hummer. Teide zusammen 15 Gt. per oche. CST" Das Talatt crf&eint jeden ?!achmit tca um 2 Uhr. Die Lo.'ln'azZZauZgLb, scheint deö fHoveci, 51 TettnIiartCv.. Herausgeber. . Indianapolis, Ind.. 17. März 1382. Frauenarbeit in Europa. In der letzten Nummer der Cuar terly ifcsien"" finden wir einen Artikel über Frauenarbeit in Europa, welchem wir folgende interessante Mittheilungen übe? den Stand derselben entnehmen: In der Schweiz beschäftigt -dtc Regie rung Frauen im Post und Telegraphen dienst; thatsächlich haben die Frauen keine größere Schwierigkeit, eine Anfiel fang" zu erhalten, wie die Männer, und in diesem -Lande würde es auch gesell schaftlich keinen Anstoß erregen, wenn etwa die Tochter eines Generaldirektors oder eines höheren Bundesbeamten sich um eine derartige Stelle bemühen würde. Die Erfahrung hat ferner gelehrt, daß in Fällen, wo in einem Bureau Männer, Frauen und Knaben zugleich angestellt sind, die Frauen auf die prompte Abwickefang der Geschäft? einen wesentlich fordernden Einfluß auZüben. Die an gestellten Frauen dürfen heirathen, müs jcn aber, wenn st; nicht im Dienst sein können, einen Substituten stellen und denselben selbst bezahlen. Die Schweizer Regierung ist sehr zufrieden mit den Nesultaten, die sie durch Zulassung der Frauen zum öffentlichen Dienst erzielt dat. In Oesterreich werden seit dem Jahre 1873 Frauen im Postdienste, zum Aostmarkenverkauf, zur Negistrirung der Briefe u. s. w. verwandt, und allein in den Postbureaux in Wien sind achtzig Frauen zu solchen Dienstleistungen anstellt. Jn'den Landdistrikten Nieder Oesterreichs, in welchem sich etwa sieben hundert Postämter befinden, stehen ungefahr 150 derselben unter Leitung einer Postmeisterin, und aus den .Berichten geht hervor, das diese ihren Dienst mit Leichtigkeit, Sicherheit und Promptheit versehen. Wenn eine Frau sich um ein solches Amt bewirbt, so werden zunächst vermittelst der Polizei Nachsorfchirngen über die Antecedentien und die Lebens weise der Aspirantin angestellt und im Allgemeinen hat sich die Apstellung von Frauen, namentlich in denLanddistrikten, trefflich bewährt, da sich durchschnittlich alle durch . Pflichteifer und Akkuratesse auszeichneten. Ehe sie eine Anstellung bekommen müssen sie sich einer nicht allzu schweren Prüfung unterwerfen; außer dem müssen die Kandidatinnen über acht zehn Jahre alt sein und dürfen, während sie ihren .Posten - innehaben, nicht heira then; Frauen, die in den Telegraphen bureaux angestellt sind,dürsen heirathen. Die sociale , Stellung der betreffenden Frauen wird durch die dienstliche, die sie einnehmen, auch nicht im Geringsten afsizirt. In Italien arbeiten Frauen in den Telegraphenbureaux; auch diese müssen sich einer vorherigen Prüfung unterwerfen. Ihre gesellschaftliche Stel fang wird durch ihre Dienstleistung nicht berührt, und thatsächlich sind in manchen Bureaux.Töchter aus den angesehensten Patrizierfamilien angestellt; heirathen dürfen sie nicht. Auch Rußland stellt Frauen an, aber, wie in Italien, nur in Telegraphenbureaux; es sind meistens Töchter von Staatsbeamten und, ehe sie placirt werden, müssen sie den Beweis liefern, daß sie vier Sprachen verstehen. Ihre soziale Stellung wird nicht assizirt; die meisten Damen verdanken jedoch ihre Aemter höherer Protektion. In Deutschland hat die Beschäftigung und Anstellung von Frauen nicht den Erfolg gehabt wie in anderen Ländern. Der Grund dafür ist wahrscheinlich in dem Umstände zu suchen, daß die deutsche Frau in, erster Linie eine gute Hausfrau, und daß ihr Wirkungskreis nicht in der Oeffentlichkeit, sondern das Haus ist; Kochen und Nä hen und das Schassen einer gemüthlichen Häuslichkeit sind für die deutsche Frau die Hauptsache. In den Niederlanden beschäftigt man zur Zeit Frauen als Elerks und Assistenten in Postbureaux und auch die belgische Regierung hat in der letzten Zeit Versuche gemacht, Frauen im Post- und Telegraphendienste zu verwenden. Die beste Stellung hat die Frau in Frankreich, die dortige Regierung beschäftigt in ihren verschiedenen Departements Frauen und Madchen. Das Finanzministerium hat sehr viele Frauen im Bureau de Tabac" angestellt: die Bank von Frankreich verwendet Frauen zur Klassisizirung und Kon trolirung der Noten; im ErziehungZ Deparzement hat man ihnen Lehrer- und Superintendentenstellen in den unteren Kinderschulen anvertraut, das Post'Departement verwendet sie als Annahme deämte, die Eentralverwaltung als Rech nungssührer und Registreure. Frauen, dft von der französischen Regierung an gestellt werden, können heirathen, sie müssen aber zuerst die Vorgesetzten von der Absicht benachrichtigen; es werden dann Erkundigungen über den Eharacter und die Verhältnisse des beabsichtigten Ehegatten angestellt und nur wenn diese Untersuchung gut ausgefallen, wird die erforderliche Heirathserlaubniß ertheilt. Die Stellung in der Gesellschaft hängt ganz von der Familie ab, der ' sie ange hören; aber im Allgemeinen kann man sagen, daß eine öffentliche Anstellung dem Eintritt der Frau in die Gesell schaff kein Hinderniß in den Weg legt."
Gin Melnd der Mondschölnler." In verschiedenen südlichen und südwestlichen Staaten wird, obgleich wir uns schon seit siebzehn Jahren des wie derhergestellten Friedens erfreuen, ein ununterbrochener Krieg geführt. Frei
! lich werden keine Schlachten geschlagen, I 'oivra Arrtvltrt. t .X m 1.1 4ii yiuijm.iyw iiuitiiu(ii wf'sU" tionen ausgeführt, keine Uebergange über gewaltige Ströme forcirt, keine reichen Städte gebrandschatzt, keine Be lagerungen inscenirt, aber gleichwohl wird Krieg geführt, ein sogenannter kleiuer Krieg, dcsien Opser keineswegs so gering und unbedeutend sind, wie man im Allgemeinen anzunehmen geneigt ist. Es ist hier nicht die Rede von den Scharmützeln unserer Bundestruppen mit den Indianern, noch von den Kämpfen, welche in den Gcenzdistritten zwischen den Behördtn und denOutkuvs" stattfinden, sondern von dem nnunte? drochenen Vernichtungskamps, welchen die Jnland-Steuerveamten gegen die Mondscheinler" führen, gegen dieLeute, welche in entlegenen Gegcndenpin dich ten Wäloern. in wilden Schluchten und an schwer zugänglichen Bergabhängen dic SchnapZdrcnnerei betreiben und nicht im Geringsten daran denken, die aus diese Industrie gesetzte Steuer zu ent richten. Die Oertlichkeiten auszukundschaften, an welchen diefe Industriellen" ihre ge setzwidrige Thätigkeit ausüben, und die Gesetzesübertreter zur Strafe zubringen, ist die Aufgabe einer gewissen Klasse un serer Jnlandsteucrbeamten. Onkel Sam" ist freilich im Allgemeinen sehr großmüthig. Er drückt gelegentlich ein Auge, leider mitunter auch alle beide zu ; aber weun es sich um betrügerische Transaktionen gegen die Steuergesetze, um krumme" Schnaps brenner handelt, da hört die Gemüthlichkeit aus, da kennt er keine Nachsicht, keine Gnade, sondern lätzt den Frevlern gegen das Gesetz die volle Strase des letzteren zu Theil werden. Er hat immer eine kleine, allerdings über ein weites Gebiet zerstreute Armee auf denVeinen, um diesem gesetzwidrigen Treiben zu steuern und die Uebelthäter zu strafen. Mit einer verhältnißmäßig kleinen Mannschaft, welche zu diesem Zwecke besonders engagirt und beeidigt wird, ziehen die Steuerbeaumten gegen die Mondscheinler" zu Felde, sobald ihnen hinterbracht wird, daß in der und der Gegend die krumme" Schnapsbrennerei in voller Blüthe steht. Sie haben in den meisten Fällen eine ihnen selbst unbekannte, unwegsameGegend zu durchziehen und dabei mit allem Scharssinn und unter derBeobachtung der strengsten Vorsichtsmaßregeln zu Werke zu gehen. Es handelt sich nämlich nicht allein um die Festnahme der Gesetzesübertreter und die Zerstörung ihrer Etablissements, son dern auch um ihre eigene Sicherheit, denn die Mondscheinler" sind wilde, verwegene Gesellen und begegnen de? Gewalt mit Gewalt. Aus einem solchen Streifzuge ist neu lich unweit McMinnville in Tenncfsce der Hülss'Steuercollector Capt. JameZ M. Davis, ein sehr tüchtiger Bundes beamter, der eine höchst ruhmvolle Carriere hinter sich hat, von den Mond scheinlern" erschossen worden. Er zog mit seiner Mannschaft in einer Entfernung von einigen Meilen von dem genannten Orte durch den Wald. Da vis und einer seiner Kameraden Namens Vickers ritten den Uebrigen um ein be trächtliches Stück voraus, als plötzlich von dem Dickicht aus, in welchem eine Art Verhau angelegt war, ein lebhaftes Feuer aus sie eröffnet wurde. Von Ku geln förmlich durchbohrt, stürzte Davis vom Pferde, während Vickers zu den Uebnaen zuruckiagte. Während diese heransprengten, sahen sie, wie einer der Buschklepper hinter dem Verhau hervsrkam, auf den am Boden liegenden Davis zutrat, sein Pistol an dessen Schläfe r.Li- v v . r je. leyie uns aooruare uns I0llyrceluncu erst durch diesen Schuß dem tödtlich Verwundeten den Rest gab.- Man fand den Leichnam Capt. Davis', welcher nach McMinnville gebracht wurde, von drei ßig Kugeln durchbohrt. Der Verstorbene hat als Bundesbe amter, als welcher er sehr geschätzt war, eine sehr ruhmvolle Laufbahn binter sich. Schon' während des Bürgerkrieges als Spion äuf Seiten der Conföderirten thalig, erat er nach Beendigung des Krieges in den Bundesdienst als Steu erbeamter ein. Zu dieser Zeit war er freilich des Lesens und Schreibens gänzlich unkundig ; als er aber sah, daß diese Kenntniffe sür ihn in seiner neuen Stellung sehr wünschenSwerth seien, eignete er sich dieselben in unglaublich kurzer Zeit an. Er besaß vor Allem die instinltartigen Eigenschaften eines Pfadfinders und sah in einem geknickten Grashalme, in einem abgebrochenen Zweige Fingerzeige und Andeutungen, wie das sonst nur bei In dianern der Fall zu sein pflegt. Er war überaus scharfsinnig, energisch und mu thig. So verhaftete er eines Tages mitten im Waldesdickicht einen Uebel thäter. welcher geschworen hatte, sich niemals lebendig gefangen nehmen lasscn zu wollen. Davis überraschte ihn, trat von hinten an ihn Hera, legte ihm seine Hand auf die Schulter und sagte: Jim, Du bist mein Gefangener." - Auf seinen vielen Streifzügen, die er unternommen, er soll gegen dreitausend Verhaftungen ausgeführt und viele krumme" Schnapsbrenncreicn zerstört haben, wobei er verschiedene Personen erschoß, schaute er dem Tode oft in das Auge und entging wieZzerholt uur mit knapper Noth dem Tode. So kam eö, daß er eine nicht geringe Anzahl von Feinden besaß, die ihm den Tod geschworen hatten, und zu wiederholten Malen wurde er von den Kugeln dieser Leute verwundet. Selbst noch vor we nigen Monaten hatte er mit den beruch tigten Wild Brothers" in Putnam Eo.' in Tennesske einen blutigen Strauß zu bestehen, wobei er schwere Schußwunden davontrug. Aber er hatte nicht nur ei nen eisernen Willen, sondern auch eine
eiserne Natur und war überhaupt ein Mann, wie ihn das Jnlandsteucr-De partement speciell sür die Dienstleistungen, wie sie ihm oblagen, nicht so leicht wiederfinden wird. ' Mississippi - Ueschwemmunc:?!?. Die Geschichte des Mississippi'Dclta ist eine Geschichte der Uebcrfluthungen. Die Überschwemmung von 1718 ist die erste, von de? wir durch Francis Farier Martin eine ausführliche Schilderung besitzen. Die Jahre 35, 70, 82, 0G und 90 des vorigen Jahrhunderts hatten unter weiteren bedeutenden Ueberfchwem mungen zu leiden. Die Fluth von 1809 war so gewaltig, daß die Leute allen Ernstes glaubten, die nördlichen Seeen hätten das Land durchbrochen , und ergößen sich in den alles verheerenden Fluß. Weitere bemerk:nswerthe Ueber schwemmungen fanden in den Jahren13, 16, 23, 24, 23, 44, 49, 50, 51, 58, 59 unseres. Jahrhunderts stakt. Die längst andauernde Überschwemmung war die dcö Jahres 1830; in diesem stieg das Waffer langsam bis zum 13. März, siel dann bis Anfang April, stieg sodann wieder ununterbrochen bis Mitte Mai und erst Ansang Juni war der Wasserstand wieder normal. Rusfisözes Sübelgerassel.
Folgenden Drohartikel des Organs des Grafen Jgnatieff, der Wowoje Wremja" (Neue Zeit) in St. Peters bürg, finden wir übersetzt in derNordd. Allg. Zeitung", welche allgemein als Bismarck's Organ angesehen wird : Wenn jemals das Schicksales fügen, wenn die Nothwendigkeit, sich zu ver theidigen, kommen sollte, so würde das russische Volk den Beweis liefern, daß es zwar möglich ist, russische Armeen zu schlagen, daß aber Rußland zu besiegen, so wie Frankreich von Deutschland be siegt worden ist, ein Ding der Unmöglichkeit ist. sowohl gegenwärtig, als in der Zukunft. Jeder Ruffe kann daher einem fremden Ueberfall gegenüber ganz ruhig sein und unter seinen Feigenbaum oder vielmehr unter seinen Birken und Linden sitzen, ohne sich vor Oesterreich oder vor Deutschland oder vor Jemand Anderem zu fürchten. Oesterreich sowohl als Deutschland haben ihrerseits viel mehr Gründe, einen Uebersall der Barbaren" zu befürchten, - als wir den Uebersall civilisirter Menschen, da Bar baren viel weniger Grund haben, einen Werth aus ihr Hab und Gut, auf ihre Niederlassungen und selbst aus ihr Leben zu legen. Jndeö besitzen diese Barbaren eine Armee, welche sich nicht zu schämen braucht und sich einer beliebigen europäi schen Armee gegenüberstellen kann. Das ist es, was in der Rede Skobeleff's im Wesentlichen ausgesprochen ist, und eben aus diesem Grunde hat dieselbe in Ruß land so gefallen und im Auslande so mißsallen. Falls es nöthig werben sollte, wich Scobeleff im feindlichen Lande mit der Sense so umhersegen, daß die berüchtigten Kosaken, welche den Franzosen während des Feldzuges mit Napoleon Furcht eingejagt haben, wie eine angenehme Er innerung erscheinen werden. Ja, es ist nicht gut, sogar sehr schlecht, mit einem solchen Gegner zu thun zu haben. Wir sagen das nicht, das sprechen die Blatte? direkt oder durch Andeutungen aus. Skobeleff kommt ihnen gleichsam als unser Attila vor, aber als ein Attila, bei dem die Idee der Rechtlosigkeit der nie deren Klaffen der Bevölkerung in jenem Westen, der auf seine Civilisation so stolz ist, durchblickt. Die deutschen Publizisten unterstreichen sorgfältig jene Phrasen aus der Skobcleff'fchen Rede, welche von jener Rechtlosigkeit sprechen. Was bedeutet denn das? Soll das etwa heißen, daß die russische Armee in ihrem Kriege nicht nur Kanonen und Gewehre, nicht blos Heldenmuth, sondern auch etwas von jenem, barbarischen Geiste mit bringen wird, dem seiner Zeit das uni verselle, hochkultivirte römische Reich mit seiner ganzen Stärke und Größe und mit seinem Glänze nicht zu widerstehen vermochte?. . . . C n v a. Ein neun Kamps scheint sich auf der Perle der Antillen vorzubereiten. In denselben Districten, welche in den Iah ren !8L8bis 1L80 um ihre Unabhängigkeit kämpften, ist die Agitation sür die Vertreibung der Spanier aus's neue thätig, oder wird wenigstens von den konservativen Plantagenbesitzcrn und de ren Fuunden in Madrid als thätig ge schildert. Den Sklavenhaltern, die den Kern der conservativenPartei bilden, wa ren die vereinzelten liberalen Maßregeln des Ministeriums Sagasta von jeher ein Dorn im Auge, und sie sehen sehr wohl ein, daß eine wirklich liberale Regierung Schritt für Schritt zur gänzlichen Aus Hebung der Sklaverei kommen muß. Sie benutzen daher jede Gelegenheit, einen Ausstand zu i.nsceniren oder zu erdichten, um das Ministerium abzuhalten, daß eö den Liberalen weitereConcessionen macht. Das letztere hat an dem liberalen weißen oder sarbigen Elemente einen wirklichen Halt nicht, denn es sürchtet, daß dieses die Verwirklichung seines Strcbens, der Unabhängigkeit Euba's, zwar aufgcscho den, nimmermehr aber aufgegeben hat. So erblickt die Regierung in der Scla venhalterPartei ihren einzigen, wirklich zuverlässigen Alliirten, in deffcn Loyal! tät kein Zweifel zu setzen ist, und hieraus erklären sich die letzten schroffen Maßregeln, welche das Cabinct ergriffen hat. Dem? Gouverneur von Cuba, General Prendcrgast, ist durch telegraphische Ordre von 12. ds. Mon. die Machtvollkommenheit ertheilt worden, die der Bevölkerung von' Cuba durch die Versas sung gewährleisteten Rechte und Frei heiten zu suspendiren, die Prcffe zu un terd'rücken, das Versammlungsrecht auszuHeben und jede sonstige Maßregel zu ergreisen, die ihm geeignet erscheint, einem erneuerten Unabhängigkeitskampse vorzubeugen. Sagasta erklärt, er wünsche eine vernünftige Selbstverwaltung für
Cuba, werde aber einer Secession desjel ben mit allen Mitteln entgegentreten Ob der Kampf für die - Unabhängigkeit durch das Vorgehen der Regierung in Madrid nur beschleunigt wird, muß die nächste Zukunft lehren.
(Sin warmer Fürsprech?? unf,?eö ScyweinkS, oder vielmehr des unbeschränkten ImPorts unseres Schweinefleisches in Frankreich, ist bekanntlich Herr Leon Chotteau, der sich schon seit Jahren um Herstellung einer engeren commerciellen Verbindung zwischen Frankreich und den Ver. Staaten bemüht hat, von jeher gewesen, und ihm ist es namentlich zu verdanken, daß die Aufhebung des Dekrets der französischen Regierung, welches den Import unseres Schwcincsieisck)es in Frankreich verbot, nicht nur in Aussicht gestellt, sondern von der französischen Regierung beschlossen wurde. Die Verzögerung in der Ausführung dieses letzteren Beschluffes hat nun aber Herrn Chotteau veranlaßt, die sranzöstsche Regierung durch Vriese, welche cr an den Minister des Auswärtigen richtete, an die J::nehaltung ihrer Verpflichtun gen zu mahnen. In einem dieser Briefe heißt es unter Anderem wörtlich : Im Jahre 1867 erhielt der damalige amerikanische Gesandte in Paris, Herr Bigclow, von seiner Regierung den Auftrag, die französische Regierung darauf auf merksam zu machen, daß, falls Frank' reich seine Truppen aus Mex'co nicht zurückzöge, die Ver. Staaten interveniren würden. Wenn, nun aber Sie, geehrter Herr, den im letzten Jahre Amerika gegenüber begangenen Fchler nicht recht bald wieder gut machen, so wird Herr Morton, der rechtmäßige Vertreter der Regierung der Ver. Staaten, über kurz oder lang zu Ihnen sprechen : Heden Sie gefälligst das Dekret vom 18. Februar 1881 auf, oder meine Regierung wird sich veranlaßt sehen, die Einsuhr Ihrer Weine, Ihre? Seidenwaaren oder sonstigen Exportartikel nach den Ver. Staalcn zu verbieten." Das, mein Herr, theile ich Ihnen unter dem Cin druck mit, den ich während meiner letzter. Tour durch die Ver. Staaten gewann Ich bin aber überzeugt' daß Sie bei Jh rer Einsicht und Ihrem Patriotismus es nicht dulden werden, daß der französische Handel durch derartige Repreffalic.n seitcns der Vcr. Staaten arg geschädigt werde." Ojüi Inland e. Die beiden New s)oih: Blätter Sun" und Herald" opponiren auf das Heftigste dcn von dem Marine Comite des Congreffes in Betreff der Rcorganisation unserer Kriegsflotte gemachten Empfehlungen. Wenn dieselben her vorhebcn, daß jeder Vorschlag eines Comite's, dessen Mitglied ein Secor Robison ist, schon aus diesem Grunde mit mißtrauischen Blicken angesehen werden müsse, wenn dieselben nachweisen, daß die Vcr. Staaten in der glücklichen Lage sind, nicht fortwährend Millionen auf Experimente verwenden zu müssen, die für Großbritannien und nach ihm sür die übrigen europäischen ?!ationcn eine Sache der Nothwendigkeit s!nd. wenn dieselben endlich betonen, daß die Fortschritte in den Angriffs- und Verthcidi gungs'Waffen zur See zur Zeit so schnell aus einander folgen, daß wahrscheinlich in einem Jhie veialtct erscheint, was heute Millionen verschlang, und wenn sie aus diesem Grunde folgern, daß der Congreß in dcr Hauptsache in Betreff der Afarine auch in nächster Zukunft eine Politik des Abwarten? und des Zuwartens befolgen könne und befolgen solle, so dürste gegen diese Ansicht nicht viel vorzubringen sein. Wenn dagegen der herald" soweit geht, di:ß er es sür einen Segen für die Ver. Staaten erklärt, daß dieselben nur noch eine un bedeutende 5andclsslotte besitzen, so halten wir diese Anschauung sür durch die preisgekrönte Denkschrift desMarineLieutenant Bellen gründlich und schlagend widerlegt. Genera! W. S. R o s e c ? a n s, deffen Namen jetzt oft genannt wird, wurde 1819 in Ohio geboren, absolvirte 1842 seine Studien in Westpoint, wurde assistirenderLehrcr des Jngenieursaches n. leitete später den Bau der Docks im Marinebauhose bei Washington. Bei Ausbruch des Krieges trat cr in das Geniccorps der McClcllan'schen Armee ein und erhielt nach Besordcrung Mc Clellan'S zum Höchstcommandircnden das Commando in Welt-Virginien. Sodann wurde er Commandirendcr der Armee am Mississippi und die Feldzüe der letzteren unter seiner Führung bis zur Schlacht bei Chickamauga bilden einen wesentlichen Theil der Geschichte des Krieges. Später commandirtc cr in Missouri gegen Sterling Price. Pra sioent Johnson ernannte rhn zum Gejandten in Mer'co, von welchem Posten Grant ihn abberief. Seit dcr letzten Nationalwahl vertritt cr den Distrikt San Francisco im RepräsentantenHause. E i n Chicagoer Rechtsanmalt, welcher die Intelligenz eines Ceschworencn auf die Probe stellen wollte, reichte demselben ein Blatt Papicr auf welches cr einige Notizen gcschrieben hatte, und fragte ihn, ob cr das lesen könne. Der Geschworene erklärte, dazu nicht im Stande zusein. Als nun dcr Anwalt gegen die Beibehaltung eines solchen Geschworenen protcstirlc, nahn, auch dcr Richter dieNotizen des Anwalts in AugenZchcln, erklärte dieselben sür ein unleserliches Geschmier" und vcrweige.te die EnNassung des Geschworenen wegen mangelhafter Intelligenz. DerEmbarras d e R i ch c s s e in unserem Schatzamte wird Voraussicht lich bei Schluß des gegenwärtigen Con grcffeö niemandem mehr Kopfzerbrechen machen. Der bekannte Satz der Constitution, welcher dem Congreffe die Besugniß einräumt, den Handel mit auswärtigen Nationen, zwischen Angehörigen der einzelnen Staaten und mit den Indianern zu reguliren," bereclttiat die
.Vertreter des Volkes und der Staaten, 'Bewilligungen sür Flußregulirungen ' und H5.fcn zu machen, aber eine andere Bestimmung der Constitution .verbietet V A fftAt 4 1t Vtt . aaA.m TTa
ly.'.AUl k'Ul jJU Ijiytil. Jisli letztere lautet : Bei irgend welche? Maß rcgel im Jntereffe des 5)ande!s soll nie ein Hafen zum achthcüe der Hafen in 1 V. 1 t. l i AI r.nucccn viacucu c?cnaa;irc;iiqi meroen. Sonach kann der Congreß Bewillignn gen machen, darf aber nicht den zunächst detheiligten Staaten die ihnen in erster Linie obliegende Verpflichtung so weit abnehmen, daß dadurch der Hafen in New Orleans auf Kosten der Häfen in New Aork, San Francisco :c. direct oder indircct wcfcntllch bevorzugt würde. Herrn Blaine's Verdienst Dicretion und Dclicateffe, niedergelegt und bewährt in deffen Gedächtnisrede auf Garsield, tritt uns doppelt deutlich vor Augen, wenn wir seine Rede mit dem soeben bei Putnam's Sons in New ?)ork erschienenen Effai : In Memo riam I. A. Garfield", Beitrag zur Geschichte unserer Zeit, von Henry C. Pedder vergleichen. Der Äerfaffcr sagt, es sei der Zweck seiner Schrift, den Platz zu bezeichnen, der Garfield in der Geschichte gebührt, und er. der sein gutgemeintes Werk nicht eine Eulogie oder einen HymnuS, sondern einen Beitrag zur Geschichte nennt, vergleicht Garfield mit Julius Cäsar und sagt von ihm: Die Weltgeschichte hat keinen Mann Seinesgleichen. Aus einsamer Höhe steht sein iler Charakter, sein un vergleichlichcr ?roismus, seine christ liche Männlichkeit, seine specifisch am rikanische Einfachheit." Man kann dcr aufrichtigste Verehrer unseres todten Präsidenten fein und fühlt sich doch durch diese Art Geschichtschreibung unange nehm berührt. In dem Städtchen Rossie in St. Lawrence County, N.D., soll ein Geschlecht von Riesen heranwachsen. Ein dortiger Knabe von 14 Jahren mißt 6 Fuß 2 Zoll, und derartige junge Nie sen soll es dort mehrere geben. Bei einem anderen Knaben geht das Riesen hafte mehr in die Breite; derselbe, dcr 15jährige Sohn Jason Lamb's, befitzt ein Körpergewicht von 384 Psund. General Grant und Gemah lin werden nächstens ihre Reise nach dem Süden und Mexico antreten und auf ihrer Reise dorthin sich einige Tage im Weißen Hause aushalten. Was längst vorauszusehen war, wird eintreten, die Angelegen heit, die den Aerzten Garsield's zu bezahlenden Gebühren betreffend, wird nicht kurzer Hand von dem Hause crle digt werden, wie es die Majorität des Comites hoffte und beabsichtigte, sondern die Minorität wird die Vorschläge der Majorität bekämpfen und den StandPunkt, den sie einnimmt, klarlegen und vertheidigen. Dieselbe geht von der Ansicht aus, daß den Aerzten anständige Gebühren, wie sie ein nobler aber gleich zeitig gewiffenhafter Verwalter eines nicht unbedeutenden Nachlaffcs für die Behandlung des Erblaffers angemeffen sinden würde, einstimmig bewilligt, nicht aber fürstliche Geschenke gemacht werden sollen. Her? Blackburn bezeichnet es geradezu als einen Insult gegen die Intelligenz eines Landes, wenn man einem Manne 25,000 bewilligen würde, dcr zwei Monate lang eineEiterhöhle sür den Schußkanal hielt und diesen Irrthum erst entdeckte, nachdem das Secirmcsser das Innere des Todten bloßgelegt hatte. Aber abgesehen von diesem einem Vorschlage sind auch alle übrigen so hoch, daß selbst der Verwalter des Nachlasses eines mehrfachen Millionärs nicht im Traume daran denken würde, Gebühren von solcher Hohe zu bezahlen. Das neue Wohnhaus, welches Sam. I. Tilden an der Stelle sei nes früheren in Gramere'.) nl in )'?m V?rk auffülzren lä.t. icud bis zu r FertiLuna H600.0 0 !o?ea. 5om Auslande. I n der Concurrenz, welche die Wiener Aßgemcinc Zeitung" für das beste Feuilleton ausgeschrieben hatte, sind von dem Comite unter dem Vorsitz von Laube den folgenden Personen Preise zuerkannt worden. Den ersten Preis erhielt Baron v. Roberts in Ersurt mit dem Feuilleton Cs" ; den zweiten Pteis erhielt Eduard Kayscrling mit dem Feuilleton Zwei Thränen-; den dritten Preis Laßwitz in Gotha mit dem Feuilleton Apoikis" ; außerdem erran gen vier andere C.'ncurrentcn eine ehren voll.' Erwähnung. Ein seit dem Jahre 18G4 nach Amerika ausgewanderter junger Mann kehrte kürzlich in seine Heimathgemeinde Hockenheim in Baden zurück, um einen kurzen Besuch bei seinen Anverwandten zu machen. Da cr sich dcr Militärpflicht s. Z. entzogen hat, wurde er sofort festgenommen und dem Gerichte in Schwetzingen zur Verantwortung überliefert Also aufgepaßt, ihr Herren Conscriptior.cstüchtlgen ! Entwässerung durch Elektricität ! Unter dieser Bezeichnung bringt die New ?)o:kcr Engcneerinz News" eine kochst interessante Notiz über die beabsichtigte Entwässerung und Entsumpsung des Hochthals von Mrxico. Urheber des Projekts ist dcr Ingenieur Moxim in New Bork, welcher u. A. eine ausgezeichnete clekrische Lampe, sowie eine üngemein wirksame Feuerspritze erfunden hat. Das Projekt bildet zu gleich die ausgedehnteste Anwendung dcr Elektricität, welche bisher bekannt wurde. Maxin: will also in den ungcmcin stark strömenden, sich in den stillen Ocean er gießenccn WafferZäusen, welche denCordillercn entstammen, Turbinen und sonstige Wasserräder ausstellen, aus die Weise 20,000 Pcrdekrüste erzeugen, damit clecuische Maschinen treiben und den Strom an die Ufer des Sees vonMexico leiten, wo cr eine Anzahl mächtiger Pumpen in Thätigkeit versetzen soll. Den Apparat nennt er einen elektrischen Heber (svplimi), und er hat Recht, denn das vielcTausend Fuß unter de? Hochcb?ne ftieße.nde Wasser wird damit in
j Form von Elektricität gewissermaßen den Berg wieder hinaufgeschafft. Aus den Steinbrüchen bei Werthcim hat in letzter Zeit eincNew
Porter tfinn 300 Tonnen der berühmten rothen Sandsteine gekauft und dieselben den .Main hinunter nach Rotter dam gebracht, wo sie gegen sehr billige Vergütung von den holländischen Dampfern als Ballast nach New '))ort der schifft werden. Die Ausfuhr von Bau steinen nach den Vcr. Staaten ist jeden falls das Neueste in dem Exportgeschäft Deutschlands. M o l t k e nennt die B esürchtungcn. die man in einem Theile der militärischen Kreise Englands an den Tunnel zwischen Dovcr und Calais knüpft, lächerlich". England würde weder durch feine insulare Lage, noch durch seine Flotte aus die Dauer gegen Invasionen gcschützt sein, wenn ichs die Tüchtigkeit seiner Bewohner und seiner Landarmee die beste Schutzwache bildete. Ein Schlauberger in Karlsruhe will entdeckt haben, daß das Ueber handnehmen von Scharlach und Diphtherie in Deutschland dem Consum von amerikanischem Schweinefleisch und ame srikanischem Schmalz zuzuschreiben sei. Der Mann wird wahrscheinlich in den Reichsgcsundheitsrath bcrusen werden. Ein Riesenmädchen aus Thüringen, Namens Marie Wedde, de ren Name in Miß Marian" metamor phosirt wurde, hat mit dem Forepaugh' schen Cirkus einen Contrakt sür eine mehrjährige Tour durch die Ver. Staaten abgcschloffcn. Eine interessante Hei-raths-Notiz befindet fich in einer der letz ten Nummern der Franks. Nachr." unter den standesamtlichen Meldungen. Es heißt dort : Getraute : Walter Otto, Dr. med. von Limbach (Sachsen), vraktischer Arzt dahier, mit Adams, Hope Bridget, von London, Dr. med. und praktische Aerztin dahier. Man harjctzt entdeckt, wo die Schuld an Bismarck's jetzt so häufig zu Tage tretenden Nervosität liegt. Der Reichskanzler raucht, um die einheimische Industrie zu beschützen, nur in Deutschland verfertigte Cigarren und diese werden, wie ein Chemiker in New Jork versichert, aus Kartoffel undNunkelrüben - Blättern hergestellt, die mit Zucker, Rum, Tamarinte, Salpeter, Anis, Potascbe, Gummi, Harz, Salmiak und ätherischen Oelen gefläwert" sind. Diesen geistreichen Witz hat der N. B Herald" verübt, der nicht bedenkt, daß in Deutschland zwar nicht absolut die besten, daß aber in den mongolischen Tabaksfabriken an der Dowery die schlechtesten Cigarren der Welt verfertigt und verkauft werden. General G a r i b a l d i erhält von den dankbaren Nöm rn für seinen Plan, den Tiberfluß gerade zu legen, eine für ihn geprägte Medaille. Auf der einen Seite zeigt sich seineBüste, auf der andern ein an den Boden geket teter Greis. Umschrift Rom seinem Garibaldi." D i e in Lsndon über Jumbo's" Entfernung herrschende Aufregung hat einen englischen Pair zu einem in der Post" veröffentlichten poeti schen Erguffe begeistert, der in freier Ue Versetzung wie folgt lautet : Zwei Größen birgt das brit'sche Reich In seinen Grenzen jetzt zugleich : Jumbo und Gladstone (und fürwahr, Sie beide sind gleich wunderbar!) Da Barnum nun daraus besteht. Daß Einer jetzt von hinnen geht. So machen ihm den Vorschlag wir. Er nehme Gladstone statt dem Thier !" . I n England wird zur Zeit die Errichtung eines National'Conservaloriums der Musik angeregt. D e r N. Y. H e r a ! d" f r a g t, welch: Sorte Chamragner wohl nöthig gewesen sei, Skobeleff zu seinen Brandreden zu begeistern. Bei den Durchfchnitts - Ruffen thut's ganz ordinärer Fusel ! V o n einemKriegS.zug lai serlich englischer Mäuse gegen Rußlands asiatische Besitzungen berichtet die Sib. Ztg.": Ungeheure Schwärme dieses agetI)ierS sollen inö Fergyana-Gebiet eingedrungen sein und vrn hler in östlicher Richtung ihren Weg durch das Gehiet von Ssemirjetschensk genommen Haben, alsdann zu Milliarden durch den Jii J'us; geschwommen und zum Bal-chasch-See weitergezogen sein. Alle Getraidevorrätbe, die sie in den Scheunen a'as ihrem Weqe vorfanden, sollen sie bis auss letzte Körnchen vertilgt haben. Mau vermuthtt, dtfß die Mäuse aus Indien gekommen; ein Theit von ihnen hat:e röth'.ichen, der andere grauen Pelz offenbar eine erste Invasion an? den englischen Besitzungen in Asien auf rnfsisches Geriet." In Innsbruck, T Y r o l, will man dem in den Befreiungskämpfen ge' gen d?n korsisen Usurpator im Jahre 1809 o berühmt gewordenen Andreas Hofer, dessen 5)cldcnblut auf den Wällen Mantua's gcflvssen, auf feiner Ruhmes, statte, dem denkwürdigen Berg ,.Jsel", ein des großen Patrioicn würdiges Denkmal crr.chtcn. Dcr Klingelbeutel wird auch vom österreichisch-ungarischen Cosul Clauscnius in Chicago herum gereich:. , StUlscheLokelAschriHZca. Th o r n, 26. Febr. Vom .Brombe? gcr Schwurgericht wurden unlängst die Schuhmacher Drozdzoll und Reinige? wegen Ermordung . eines Knaben im Walde neben der von Argenau na5) Thorn führenden Chauffee zum Tode verurtheilt. In dem Ermordeten glaubt man den Hütejungen Wm..Sonnenbcrg zu erkennen, letzterer kehrte jedoch diele? Tage gesund und munter zu seinen El tern zurück. Die Person des Gctödte ten ist noch nicht festgestellt. Labisch in (Posen). 23. F:br. Ueber da? Vermögen des Kausmanns Wolff Cohn hier ist das Konkursvrrsah ren eröffnet worden. Cohn ist berei'.
