Indiana Tribüne, Volume 4, Number 178, Indianapolis, Marion County, 11 March 1882 — Page 2
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Staaten Kriegsschiffe in denselben hergestellt werden können, theils um die alten mit zwei Thürmen versehenen Monitors zu besichtigen und zu entscheiden, ob diese Fahrzeuge, die von dem Augenblicke des Stappellauses an sich als unbrauchbar erwiesen, wie der .Puriian" die Amphitrite" und an dere, so umgearbeitet werden können, daß sie doch noch mehr werth sind, als altes E'sen. Das Comite hat in Betreff der zu erbauenden neuen Schiffe von der Emp fehlung solcher Coloffe abgesehen, wie sie die europäischen Flotten besitzen, empfiehlt aber mit zahlreichen Geschützen schweren CaliberS armirte Fahrzeuge. Alle Schritte des Comites werden mit besonderem Mißtrauen verfolgt und dies ist natürlich; der berüchtigte Secor Nobeson ist klug genug, seinen Einfluß aus das Comite nicht offen hervortreten zu laffen, aber solcher ist trotzdem unverkenndar und rechtfertigt den Verdacht, daß die für die Flotte zu bewilligenden Millionen in gleicher Weise zur Berci cherung Einzelner werden mißbraucht werden, wie dies unter Nobeson's Vcr waltung der Marine-Äugelegcnheiten offenkundig geschehen ist. Während die Presse beider Parteien in dieser Anschauung der Dinge überein stimmt, kommt der 92. 9). her.", was den vorstehend erwähnten Theil des Comite-Berichtes betrifft, aus seine alte Ansicht über die für uns räthlichsten und empfehlenswerthcstcn Kriegsschiffe zurück. In Europa stimmen Techniker und Marine-Behörden darin überein, daß die gepanzerten Kriegsflotten, in derenAus rüstung sich die Nationen seit einem Vierteljahrhundert überboten haben, nie im Stande sein werden, die Erwartun gen zu erfüllende man von ihnen hegte. Napoleon III. war der erste, der den Bau der Jlottenmonstra anordnete, England konnte hinter Frankreich nicht zurückbleiben, und Oesterreich, Rußland, Italien und Deutschland folgten nach. Wenn nun aber auch in Europa die Be schaffenheit der Meere, wie des Kanals, der Nordfee oder des Mittelmeeres für mächtige Kriegsflotten spricht, so macht solche die Breite des Oceans, der zwi schen uns und Europa liegt, für uns völlig entbehrlich. Von keiner Seite droht uns Krieg, wir sind weit entfernt, zu einem solchen irgend einer Nation Veranlaffung zu geben, wir respektiren die Rechte aller, und uns den uns ge bührenden Platz unter den Völkern des Erdballs zu sichern, reicht unser Ansehen aus, auch ohne daß es durch eine mäch tige Flotte unterstützt wird. Ferner haben wir keine Alliirten, durch welche uns Verwickelungen bereitet werden könnten, und endlich haben wir keine Handels flotte, die eventuell desTchutzes bedürfte. Sollte aber trotz allem dem die Union jemals in einen Krieg verwickelt werden, so würde sie schnell genug im Stande sein, ihre Küsten zu schützen und, um den Gegner zu schadigen, müßte sie einen neuen Weg betreten. Sie würde der Kriegsflotte des Gegners keine Gelegen heit zu einer entscheidenden Seeschlacht bieten, sie würde den Feind da treffen, wo er am verwundbarsten ist, in seinem Handel und in seiner Vermittlung des überseeischen Handels. Die Kriegsüh rung der Zukunft muß dem Fortschritte folgen, wie jede Tüchtigkeit und jede Gebrechen der Menschheit, und der Krieg gegen die Handelsflotten würde unser Seekrieg der Zukunft sein. Diesen mit Erfolg zu führen bedürfen wir lediglich solche? Kriegsschiffe, die durch ihre Schnelligkeit alle anderen Schiffe über treffen und eins oder höchstens zwei Geschütze weitester Treffsähigkeit führen. Mögen immerhin die Europäer ihre Kauffahrer jetzt so construiren, daß sie in kürzester Frist in Kriegsschiffe rer wandelt werden können, unsere Kreuzer .würden sich den Breitseiten derselben nicht aussetzen und doch noch genug Gelegenheit finden, dem Feinde an seinen Handelsschiffen zu schaden. Von der Erbauung von 5kriegsschiffen in der alten Bedeutung des Wortes ist daher gänzlich abzusehen, und alle unsere Anstrengun gen muffen sich dahin richten, daß uns ein Krieg mit irgend welchem Feinde in moderner Rüstung findet. m m m Ein Verehrer derSarah Bernhardt. Vor Kurzem wurde in Wien ein ungefähr 17jahriger junger im v . ' . rn 'Miaun, ver in einem yuici jurnicu nun innxrit weaen Äedenklickkeit anae halten und zur Ausweisleistung in das Mns:Z.ylaknten.5lnMtut überstellt. SXn " D I frinrm Nesike fand man einen Betraa von 310 sl.. über deffen Besitz er verschiedene Ausflüchte machte. Der iunge Mann, welcher . sich Hermann
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Stern nannt?, wurde als der 17jährige Getreldehändlerssohn Sigmund Holstein agnoscirt. Er hatte in den ersten Ta gen de? vorigen Monats von seinem in Losoncz ansössigen Vater den Auftrag erhalten, in der Umgebung Getreide ein zukaufen, und zu diesem Zwecke eine Summe von über 400 fl. empfangen. Statt den Auftrag auszuführen, reiste er nach Wim, um die Sarah Bernhardt zu sehen und hatte auch zwei Vorstellun gen im Wiedene? Theater angewohnt. AuS Furcht vor Strafe hatte er dann nicht mehr gewagt, nach Haufe zurückzukehren und war deshalb in Wien ver blieben. Da der Vater des leichtsinnigen jungen Mannes deffen Abstrafung nicht verlangte, wurde derselbe einem hier eingetroffenen Verwandten übergeben, wel
cher ihn m die Heimaly brachte. Ein Pröb chen u l t r a mo n taner Journalistik. Das Münchener Vaterland" nimmt von dem TodeAuer bach's mit folgenden Worten Notiz: Der bekannte Federjud Berthold Auer bach ist in Cannes gestorben." Aus München wird als seltenes Creigniß berichtet, daß der König Ludwig daselbst angekommen ist und sein Hoslager ausgeschlagen hst. Der nächste KrZcg. In Wien sah man in den Tagen nach Skobeleffs Pariser Rede einem Kriege mit Rußland als unmittelbar bevorste hend entgegen. Zwar hat man sich seit diese? Zeit wieder beruhigt, jedoch der Kamps wird nur als verschoben betrach tet, man hält ihn für unausbleiblich. Ein Wiener Correfpondent entwirst solgendes Bild der Situation : Daß man sich der Unvermeldllchiekt des Krieges in Oesterreich so gut als wie in Rußland vollkommen bewußt ist, ver fleht sich wohl von selbst. Freilich, das ofsicielle Oesterreich steht mit dem offi ciellen Rußland aus dem besten Fuße, aber weder ist Die Loyalität diplomatl scher Versicherungen zu allen Zeiten über jeden Zweifel erhaben gewesen, noch war, selbst wenn wir in diesem Falle Vertrauen haben dürsten, die Diploma tie immer derjenige Faktor, der im Völ kerleben den Ausschlag gab, und eine nichtpanslavistische Diplomatie in Rußland am allerwenigsten. Von den zwei Parteien, die sich, was die äußere Politik betrifft, zur Zeit in jenem Lande gegen überstehen, und von denin die eine de nornine, die andere aber de facto herrscht, ist es unglücklicherweise bie letz tere, von der nicht nur Oesterreich die heftigsten Angriffe, sondern ganz Europa eme unheilvolle Störung semer Ruhe zu befürchten hat: die panslavistische. Weniger als irgendwo ein konstitutioneller Monarch, ist der absolutesteherrscher der Welt Gebieter über sein Volk, und der friedliebende Leiter des russischen auswärtigen Amte im Bunde mit dem Za ren ist machtlos emer Störung gegen über, welche die Geschichte Nuvland's und alle Traditionen seiner Politik, die Leidenschaften und die entschiedenste Zu nelgung fast der gesummten Nation, mit einem Wort, welche beinahe. Alles für sich hat, was aus die Handlungen Ruß land's von wesentlichem Einfluffe sein kann. Sollte irgend etwas noch fehlen. so wird die in's Ungeheuerliche gehende Bewegung des Nihilismus, die eine Ab lenkung der Volkskraft nach auswärts für die Regierung geradszu wünschens werth machen muß, das Ihrige dazu thun, das Maß voll zu machen : da gilt es denn wohl der aller, Welt für ausge macht, daß unter diesen Verhältnissen auch die ossicielle und unverhohlene In augurrrung der panslavlstischen Politik nach Außen über kurz oder lang wird erfolgen müffen. In jedem Falle aber ist es angemessen, schon jetzt die Chancen ernstlich in Erwägung zu ziehen, die den bewen Staaten ui lenem Kampfe zur Seite stehen mögen, und ich will versuchen, sie ui Kurze zn fttzjiren. Armee gegen Armee gehalten, verfuat Rußland allerdings über eine Truppen macht, welche der österreichischen an Zahl um Nicht weniger als eine MllltonMann überlegen ist. Aber glücklicherweise sind neben der Zahl auch noch andere Mo mente maßgebend. Truppenmassen von Millionen diriairt man nicht aleichKom pagnien auf dem Exercierselde, und diese Millionen sind überdies in Rußland auf einem Territorium zerstreut, daß, äußerst mangelhaft durch Schienenwege verbun den, die Konzentration ganz außeror oentllch erschweren wurde, und mcht minder würde sich die Verpflegung dieser Macht, und sonderlich m Rußland, als. wir können fast sagen, unmöglich her ausstellen. Was nun, abgesehen von diesen äußeren Schwierigkeiten, dieLelst ungsfähigkeit der Truppen und ihrer Führer selbst betrifft, so mögen wir im merym zu unserer Beruhigung ein Bei spiel aus der jüngsten Vergangenheit holen: was hat denn diese koloffale Ar mee im Kriege gegen die Türken gelei stet, damals, als man fast erwartete, sie würde dieses ohnmächtige Reich im ersten Ansturm zerschmettern. Lange Monate waren Osman Pascha'S wenige Zehn tausend im Stande, ihren Weg nach dem Süden aufzuhalten, und Rußland mußte die UnterstützungRumänien's und die Rathschläge Moltke's angehen, um Plewna zu bewältigen. Aber vielleicht vermöchte Oesterreich auch, der Anzahl der Truppen, die Rußland an den Gren zen Galizien zusammenzuziehen vermag, und die eine gewisse Grenze nicht über schreiten kann, inGalizien selbst ein voll wichtiges Aequivalent entgegenzustellen, und es hätte dann noch immer die grö ßere.Nähe seinerHülfSquellen, die größere Leichtigkeit der Proviantzusuhr, und last but not least", die bedeutend größere Schulung und Manövrirfähig keit seiner nach deutschem Muster orga nisirten Truppen voraus. Und diese Vortheile würden in nicht geringem Maße erhöht werden, gelänge es, gleich vom Anbeginn an, den Krieg nach Rus sisch'Polen zu spielen, wo eine kräftige Insurrektion in's Leben zu rusen, ohne hin für diesen Fall .im Plane der mili täuschen Kreise Oesterreich's liegt. Aber Rußland wird Bundesgenoffen
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-suchen, und es wird sie finden; vor AI lem an ven südlichen ttleinstaaten, deren Haltung schon jetzt die Täuschung ausschließt, als würden sie gegebenenfalls auch nur einen Augenblick zögern, sich Rußland in die Arme zu werfen. Ader sie genügen nicht, um Rußland des Siec.es zu versichern, denn ein Vierttheil der ötterreicvi cven Armee, aus die Defennve t. .t X.-'l-ti. .1.1. 1-f st Tvkiruilit, genugie uoi, oie ;'ingriC der kleinen Staaten im Süden ?.urückzuweisen. Es ist die geringeOffcnsivkrast, welche all' diesen Staaten innewohnt und die sie als Bundesgenossen wohl annehmbar, kaum aber besonders werthvoll macht. Das Land nun. nach welcöem Run , land zunächst seine Blicke richten würoe uno sicherlich auch schon gerichtet hat, ist natürlich Italien, das im Augenblicke dem deutsch-österreichischen Bündniß, in erster Linie aber doch nur in Folge seiner Grgnerschaft gegen Frankreich, anhängt, und es ist sehr zu besürchten, daß es sich im Falle eines österreich-russischen Krie ge5 auf diejenige Seite stellen würde, von welcher ihm die größeren Vortheile winken, und das wäre diejenige Rußlandö: siegte dieses, dann hätte Italien gegründete Aussichten, Trieft und Tricnt zu erhalten und damit seine nationale Einheit zu vollenden. Der verläßlichste Freund Oesterreich's, Fürst Bismarck, könnte Italien nicht hindern, diesen Standpunkt zu wählen, wenn, was ja eine, der Grundbedingungen der Möglichkeit des Krieges und von Rußland auch nachdrücklich in's Auge gefaßt ist, Deutschland in den Revanchekricg mit ? Frankreich verwickelt oder mit de? Aus cht auf einen solchen von Frankreich in Schach gehalten würde. Diese Pläne Kkßland's Lkren übrigens schon viel weiter gediehen, hätte Bismarü nicht so schnell die Fäden aufgedeckt, welche zur Zeit, als Gambetta die äußeren Angelegenheiten Frankreich's leitete, zwischen Petersburg und Paris gesponnen wurden. ttnsereJrrtn.Anstattelr. Das aus den Senatoren Woodin, Fowler undPitts von derLegislatur des Staates New Jork bestehende Spezial Comite, welches den Austrag erhalten hatte, die Jrren-Anstalten dieses Staa tes einer eingehenden Untersuchung zu unterwerfen, hat einen Bericht vorgelegt, welcher sich nicht auf den Staat New Z)ork beschränkt, sondern auch die einjchlagendenVerhältnisse in anderenStaa ten der Union und in Europa bespricht, aus die Berichte auswärtiger Irrenärzte und 'Anstaltsdirektoren basirt ist und die neueste Literatur üver den Gegenstand benutzt. Es ist dies eine werthvolle Arbeit, wie sie von den Comite's der Legislaturen nicht allzu häusig geliefert wird ; sie kommt zu folgenden Sätzen und Gesichtspunkten: " 1. Geisteskrankheiten sind insofern physische, körperliche Krankheiten, als sie aus Erkrankungen des Nervensystems entspringen, in ihrem Beginne und Ver lause denselben Gesetzen solgcn und dieselbe Behandlung erfordern, wie die übrigen Nervenkrankheiten. 2. Zu allen Zeiten hat es Geisteskrankheiten gegeben, aber dieselben wa ren unter den wilden und rohen Natio nen sehr selten, wurden häufiger mit der fortschreitenden Civilisation und haben unter den civilisirtesten Nationen unserer Zeit eine erschreckende Häufigkeit erreicht. 3. Die Zunahme der Geistcskrankhciten ist bei allen hochgebildeten Völkern noch viel größer, als sie im Verhältniß zurZunahme der Bevölkerung sein sollte. Großbritannien verfügt über das beste statistische Material in dieser Beziehung. Dort kam 1850 aus 1000 Personen 1 Geisteskranker, im Jahre 1880 aber be reits ein solcher auf 357 Personen. Wenn in England und Wales die Zunähme der Geisteskranken in derselben Progression fortschreitet, wie in den 40 Jahren vor 1880, wird1920öie Zahl der Geisteskranken 250,000 betragen. Auch die Berichte aus Massachusetts und New Vork zeigen, daß die besprochenen Krankheiten in viel höhuem Grade zunehmen, als sie im Verhältniß zu der wachsenden Bevölkerung zunehmen sollten. 4. Keine LebenS?age schützt gegen den Wahnsinn, aber ans den sogenannten unteren, aus den armen Schichten der Bevölkerung holt er verhältnißmaßig die meisten Opser und aus diesen Schichten stellen die Bevölkerungs-Centren das größte Eontingent. Die Zahl der geisteskrankcn Paupers wächst schneller als der Pauperismus. Von den 75.000 Irren Englands gehören nur zwölsProzent nicht zu den Paupcrs. Zum Theil wird diese Erscheinung dadurch erklärt, daß der Sturz aus Wohlhabenheit und Gesundheit in Armuth und Wahnsinn häufig zusammensaut,zumTheu dadurch, daß manche wohlhabendeJrrcn innerhalb der Familie gehalten und gepflegt wer den, die als Angehörige armer Leute in die Anstalt kommen wurden, aber immerhin muß zugegeben werden, daß eine Verminderung des Pauperismus auch eine.Abnahme der Geisteskrankheiten zur Folge haben wird. 5. Die meisten Geisteskrankheiten sind unheilbar und si. sind dies jetzt in Höhe rem Grade als früher. Daß die Anlaläge, die Disposition zu Geisteslrankhciten sich forterbt, ist ebenso ein durch die Erfahrung bestätigtes Axiom der W:ssenschast, wie die Erblichkeit rein körperlicher .Krankheiten. Was zuerst nur eine schwache Anlage zu nervösen Stirnmungen .war, wird nicht immer, aber häufig in der Entwicklung der Genera tionen zur ausgebildetenGeisteskrankheii. ! Die Berichte' der Irrenanstalten, welche zahlreiche Kranke als geheilt entladen" aufführen, täuschen in dieser Beziehung, und sowohl Dr. Pliny Carle in Northj hampton, Mass., als Dr. Tuke in Eng- , land, Autoritäten aus dem Gebiete der I Geisteskrankheiten, weisen an zahlreichen j Beispielen nach, daß Personen bis zu .vicrzigmal in Anstalten untergebracht und als .geheilt entlassen wurden.' r 6. Die auffallende Zunahme ist nicht in Betreff der acuten, mit Tobsucht ver bundenen Erkrankungen, sondern fast
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ausschließlich in Ansehung der chroui schen, der sogenannten .milden" Falle wahrzunehmen. Das schon erwähnte Gesetz der Erblichkeit und der allmäligen'. Ausbildung zu schlimmeren Krankheltsformen wird nicht nur die Zunahme, sondern auch den Character der 5cank heitsfälle beeinflussen. Die leichte Ncrvosität wird zur milden Form der Geisteskrankheit, und diese steigert sich zu dem absolut unheilbaren, mit epileptl schen Anfällen verbundenen Blödsinn. , 7. In der Behandlung der Geistes kranken, in der Einrichtung der Irren Häuser sind England und Deutschland den Ver. Staaten weit voraus. Die in Großbritannien seit einigen Jahren eingesührte Centralbehörde hat schon bis jetzt großen Segen gestiftet. .Sie über läßt den einzelnen Corporationen die specielle Einrichtung der betr. Ansialten, aber die ihr angehörenden Fachmänner sorgen dafür, daß die Anstalten mit den Fortschritten der Wissenschaft gleichen Schritt halten, beseitigen das schädliche Festhalten am Alten,dem wir aus keinem Gebiete, auch bei dm tüchtigsten Beamten, so häufig begegnen, als hier, untersuchen alle und jede Beschwerden über irgend welche Anstalten oder Personen, find stets zu Gutachten über Verbefferungen und Reformen bereit, nehmen unerwartete Visitationen in sämmtlichen Anstalten vor und bilden die beste Gärantie dasür, daß nicht Personen aus verbrecherischen Motiven in Privatanstalten gebracht oder darin zurückgehalten werden. Derartige, mit großer Autorität zu bekleidende Staatsbehörden siad allen unsern Einzelstaaten zu empfehlen; in New Jork allein würde eine solche in den letzten 20 Jahren an den Baukosten von Irrenhäusern über zwei Millionen Ersparniß erzielt haben. 8. In allen Jrrenheilansialten in der Union wird der segensreiche Einfluß der Arbeit viel zu wenig gewürdigt. Bei weitem die meisten Irren sind arbeitSsähig, und sie könnten einen Theil ihrer Unterhaltskosten selbst ' erwerben ; so wünschcnswerth dies wäre, so ist doch dieser Vortheil verschwindend gering gegen die therapeutische Bedeutung der Arbeit, die leider in unsern Anstalten die Ausnahme und nicht die Acgel bildet. O. In unsern Anstalten wird eine vernünstige Oekonomie sträflich vernachlässigt. Eine solche muß in Ansehung der Wohnungen der Beamten und der Beschaffenheit der Gebäude eingeführt werden. Die Irrenhäuser sind mehr in der Form ausgedehnter Farmen zu errichten, aus denen gleichzeitig Feldwirthschast betrieben werden kann. Bei den meisten Irren bedars man der Vorsichts maßregeln nicht, die jetzt sür alle ange wendet werden, und wenn man die Gei steskranken in die Gefährlichen und Harmlosen trennt und separat unter bringt, so können unsere meisten Irrenanflalten ebenso der vergitterten Fenster und der v'erschloffenen Thüren entbehren, wie dies in Schottland schon seit Jahren der Fall ist. Vom Inlands. Utica in New York hat. neulich als Stadt seinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Von den 10,000 Einwohnern, welche die Transformirung des ehemaligen Dorses iu die jetzige Stadt Utica miterlebten, sind noch 175 am Leben. Die Stadt zählt gcgenwärtig 34,000 Einwohner. Die historischen Curiositäten in der Jndependence Hall" zu Philadelphia sind kürzlich um ein Sopha vermehrt worden, welches einstmals von Washington benutzt wurde. Dasselbe besand sich bisher im Besitze der Union League" in Philadelphia. In Baltimore ist neulich das Woman's Medical College" incör porirt worden. Dass-lbe ist ausschließ lich sur Damen bestimmt, welche sich dem mcdicinischen Studium widmen wollen. Das Lchrercvllegium besteht aus sieben Proseffoien. Eine an der Kindsmord 3 Manie" leidende Frau in Hancock, N. V-, hat dieser Tage ihren Säugling dadurch getödtet, daß sie ihn in .eine wollene Decke einschnürte, was den Er stickungstod des Kindes zur Folge hatte. Diese Frau, die Gattin ums gewissen Gustavus Nuß, brachte vor sechs Wochen ihr ältestes Kind dadurch um, daß sie ihm die Kehle abschnitt. Ein Bostoner Kritiker. erklärte die Poesie Oscar Wilde's sür höchst unmoralisch. . Das scheint jedoch nicht wahr zu scin denn Wilde's Gedichte finden nur'einen scbr mittelmäßi gen Absatz. . . . " Die. Chicago er in Frl. D.iller sollte bekanntlich mit dem jungen italienischen Fürsten .Nuspoli verlobt sein. Jetzt kommt jedoch die Nachricht, der Fürst werde sich in Bälde mit einer vornehmen Pariserin verheirathen. Stattliche 'Her ren müssen die Mitglieder des Staatsscnats von Iowa sein, dieselben haben im Durchschnitt ein Gewicht von 103 Psund. Der Schwerste von ihnen wiegt 250 Psund. Von der Jeanette". Unbe schreiblich schwierig und gefahrvoll war die Reise, die Lieutenant Danenhauer ud deffen Leute, laut der an den. Vater des ersteren in Washington gelichteten Briefe, in 36 Tagen von Bulou nach Z)akutsk zurückgelegt haben. Kein Theilnehmer an der Expedition, die mittels Schlitten erst mit Hunden, dann mit Nennthieren und schließlich mit Pferden zurückgelegt wurde, würdcBakutsk lebend erreicht haben, wenn ihnen nicht die in langen Zwischenräumen auf dem Wege errichteten Holzhütten trotz aller ihrer Dürftigkeit und Armseligkeit Gelegenheit zu Nast und Erholung geboten hatteu. In der letzten, 17 Meilen von Vakutsk enlsernten Hütte, trafen die Schiffbrüchigen mit 20 zu ihrer Aussindung ausgesandtenEingedorenen zusammcn. In der Mitte brannte ein, Feuer und neben diesem lag der Körper eines Pserdes, das, um zur Nahrung zu die-, nen, getödtet und, um auszuthauen, in
die Hütte gebracht worden war. In der bitterkalten Nacht das Thermometer, zeigte 60 Gr: unter. Null ent sernte sich der in Folge der Strapazen geistig gestörte Hochdootsmann J.:ck Cole aus der Hütte, .um .nach New Vork zu gehen und sein Weib wieder zu sehen." Danenhauer vermißte ihn zu erst, eilte ihm nach und es gelang ihm schwer, den Kranken zur Rückkehr in die Hütte zu bewegen. In Zj rkutsk fanden die Reisenden be: dem Gouverneur die herzlichste Ausnabme, und der Aufenthalt in dem kleinen, nach amerikanischem Muster geführten Gasthause erschien ihnen wie das Paradies. Am 24. Dcc. ließ der Gouverneur durch einen Offizier bei Danenhauer enfragen,zu welcherStunde in den Ver. Staaten die Feier des Christfestes gcwöhlich beginne. Der Antwort entsprechend sandte er am Abend Schlitten, . und- bewirthete die Reisenden in seiner Amtswohnung auf das liebenswürdigste. 700 Meilen hat ten die Schiffbrüchigen von dem Wrack der Jeanette" -bis zur Mündung der Lena über, das Eis zurückzulegen; sie landeten in seichtem Wasser und mußten solches bis zum Lande, aufeiner Strecke von zwei Meilen durchwaten. Der letzte Brief schließt mit einem-nachträglichen Mcny Cliristma.3" an alle Lieben in der Helmath. Zu Mariette in Wisconsin wollten verschiedene Schulknaben eine Tragödie aufführen, welche die, Ermordung Garfield's zum Inhalt hatte, und hielten Probe. Ein Knabe, welcher die Nolle Guitcau's spielte, siel, nachdem er den Schuß abgeseuert, durch eine Luke und ist inzwischen an den - dabei erlittenen Verletzungen gestorben. - Eiu Unfall, der dem Nev. Henry Ward Beccher dieser Tage in der Eentral-Musikhalle in' Chicago zustieß, hat bei dem außerordentlich zahlreichen und die Elite, der Gesellschaft der Gar tenstadt umfassenden Auditorium großes und peinliches Aussehen erregt. Der Redner war in seiner Besprechung des Thema : .Die sittliche Berechtigung, des Lu,;us und des Schönen bis zudem Worte der Schrift : Eher geht' ein Kameel durch ein Nadelöhr, denn ein Rei cher in daöHimmelreich-, gekommen, als plötzlich Todesblässe sein erregtes Antlitz überzog,, die ausgestreckten Arme , n beweglich in die Lust starrten und nach langer, wortloser Pause der umsinkende Körper nur durch die Zuspringenden vor schwerem Falle bewahrt wurde. ' Eine Ohnmacht kein Schlaganfall, wie befürchtet wurde hatte den Redner überkommen und behinderte ihn an Vollen dung seines Vortrages. Man hofft, daß der Anfall keine bleibend nachtheiligen Folgen haben werde.. Ueber den Besuch der fran! zösischen Delegation anläßlich der Bork towN'Feier wird derPseudo - Marquis von Rochambeau, der sich bekanntlich als Schnorrer sehr unliebsam machte, ein illustriltes Werk veröffentlichen. ' " Das Grab des F reih ei ts Helden Israel Putnam aus dem Revo lutionskriege, zu Brooklyn in Connecticut belegen, befindet sich in einem höchst vernachlässigsten Zustande. Selbst der eine Inschrift 'tragende Grabstein ist schon nahezu zerbröckelt und von Unkraut überwuchert. Graut ist nicht nur im N t Ij itcn groß, sondern auch im Geben. Er hat kürzlich seiner Gemahlin ein Geschenk im Werthe von $40,000 gemacht. Dies Geschenk besteht in seinem Grundeigenthum zu Lang Branch, welches er an seine Frau hat übertragen lassen. Grant' scheint daraus bedacht zusein, daß ferne Geschenke in der Familie bleibcn. " ' D i e S ch uld e n d e r S t a d t New Park sind wirklich sehr groß- oder weltstadtisch. Sie belaufen sich aus die Kleinigkeit von 93,000,000. ' Die W ohnung des Geigerkönigs Qle Bull zu Madison in Wis consin ist der dortigen Staatslegislatur zum Verkauf angeboten worden, um als Amtswohnung des Staatsgouverneurs zu dienen. Sie soll $15,000 kosten. Man k an n j e tz t d i e F ah r t von San Francisco nach New. Orleans in direkter Richtung ununterbrööen per Eisenbahn machen. Thatsächlich ist durch die Verbindung des texanischenjEisen bahnnetzes mit Süd-Calisornien eine KLue Pacifibahn geschaffen worden. ?om Auslande. A m 2 2. d ieses Monats wird in Weimar der fünfzigste Todestag Goethe'S feierlich begangen werden. Diz Fürstengruft. in welcher der Dichterfürst beigesetzt ist, wird geöffnet und Kränze werben aus den Sarg niedergelegt werdeN. : ' ' Die Paläste zu Versail les sollen sich in einem sehr vernachläs sigten Zustande befinden und viele der dort zu findenden ' Kunstwerke dem Versall entgegen gehen. Sie transit glo ria rnundi ! ' ' " ,- Prof. Leone L e v i, der bekannte englische Statister und Natio nalökonom hat einen Vortrug übe: Jt lien gehalten, worin die jchize Äevölkerung des Königreichs auf 23,400,000 , ,i - r v . . - V . . 1 (
vseaCN, ilb au OK unuruiiacuc uu gegeben wird. Obwohl der Credit die ses StL'aics ziemlich gut ist, und obwohl der Vortragende von Italien wohlwol lend spricht, kann er doch nicht leugnen, daß das Finanzwesen und die nationa!en Hü!f5qucllen traurig bestellt sind. Die Staatslottkrie,' welche einen Theil des Staatsbudgets decken muß, bringt nur $1.500.000, während sie im ärmsten ' Theile des Volkes die Spielwuth nährt ! :..' &in r.nsi su)s nfin?fIf tnnttnn 14t 11 L' lUi I(!1I,0U',UVW UVllH'V tvvww . die Vcrwallungskostcn zwei Drittel ver I - i - , fr. iY" V iit V.a'... IHtlNgen. ji;ci ooenireriy urs ganzen Landes beträgt hauptsachlich deswegen die fast unglaublich geringe Summe von 480 Mill. Dollars, weil eS zu 35 Prozent feines Ertrags besteuert und obendrein bis zu einem Sechstel mit hochverzinslichen Hypotheken belastet ist. Der Vorleser vergißt zu sagen, daß
Heer, Flotte und eine überaus zah
reiche Beamtcnschaar das Volk fast cü? treten. Wenn im letzten Jahre im deutschen Heere die Zahl der Selbstmorde 273 betragen hat, fr crgiedt dies bei 400.000 Soldl-.lcn jährlich einen Selbstmörder aus 1407) Mann. Und da jdcr Soldat (die e'tt.jahrigFreiwilligen ausgenommen, welche wohl' kaum Selbstmord begehen) drei Jahre dient, so wird unter je 488 deutschen Soldaten einer zum Selbstmörder. Das ist das furchtbarste Verdammungsunhei!, welches der deutsche Militärdienst u selbst ausstellt.zumal wenn man bedenkt, daß' das Lebensalter zwischen dem 2t. und 24. Jahre unter allen das hoffnungsvollstc und der Selbstzerstörung abgeneigteste ist, wie unö Marselll nach weist, und außerhalb des Soldatenstaudes einen äußerst geringen Prozentsatz von Selbstmördern zeigt. In Deutsch, land kommen durchschnittlich nur etwa 100 auf je 100,000 Seelen, also einer auf 1000 Seelen. Die Selbstmörder im Soldatcnstar.de wären also das M?nschen!ebcn nur auf 33 Jahre angetL .men, zehnmal häusiger als alle an deren Selbstmörder. Wir entnehmen diese Schilderung der N. 9). Volksztg. Die Ziffer von 273 Selbstmörder ist allerdings leider richtig, die weiteren Aussührungen sind jedoch etwas übertrieben. Eine dreijährige Dienstzeit gibt es eigentlich nur auf dem Papiere, die meisten Soldaten dienen nicht viel über zwei Jahre bei der Fahne. Aber schlimm genug ist jeneSelbstmordstatistik immer noch. DerVries eines eifrigen und opferwilligen Propagandisten, der ein Leben voll der glänzendsten Aussich ten für feine Ueberzeugung in dicSchanze schlug, schildert das Leben dcr zu den Bergwerken Sibirien's Begnadigten. Die politischen Gefangenen dürsen nicht, wie die gemeinen Verbrecher, nach Ablauf einer bestimmten Prüfungsfrist ins Freie" zehen, zu keiner Zeit ihre Ketten ablegen, dürfen nicht ihren Eltern, Frauen und Kindern auch nur die mindeste Nachricht über sich geben. Aller- Rechte sür verlustig erklärt, hängt ihr Leben und ihre Ehre lediglich von der La:ne und Willkür dcr Beamten ab7 Sie erblicken nie das Sonnenlicht, und der Gedanke an den Tod ist ihr einziger Freund. Sie müssen von frühe bis Abends 8 Uhr in den Gruben arbeiten, in eiskaltem Wasser stehend, das ihnen ost bis an die Kniee reicht. Das regelmäßige Arbeitspensum besteht in der Förderung von 2 Eubiksaschcn gleich 31 Eubikmetcrn Erz, aber, um sich dann und wann ein Gericht Grütze und Pfund schlechtes Fleisch zu ver schaffen, arbeiten die Gefangenen mehr, ost bis zur äußerstenErschöpfung. Selbst mord, Wahnsinn und vorzeitiger Tod verkürzen die unsäglichen Leiden. Ein einziges Stündchen im Freien wäre Scligkeit für die Aermstcn, und haß ist die einzige Empfindung, die noch in 5er zen wohnt, die früher in Liebe für die ganze Menschheit schlugen. DerSignal-Apparat der Nihilisten. Unter'm 18. Febr. schreibt man aus Petersburg : Hier ist jetzt die große elektrisch! Ausstellung eröffnet; aber aus derselben wird der SignalAp' parat nicht zu jin'oen sein, deffen sich die Nihilisten bedieuen, um ihre Jnformationen in den Kasematten der Pctcr Paulsfestung auszutauschen. Die Eine der vier Angeklagten im Prozeffe d 23" figurirenden Damen, das Edelfräu lein Ölowjenikowna, ist sehr krank und wird demnach von der Verhandlung aus- -geschloffen. Es hatte die Prokuratur kaum noch diesen Beschluß gefaßt und dem Festungs Kommandanlrn mitgetheilt, als ein diesen Umstand nicht kennenden Wärter, welcher während des Dienstes selbst in dem Koriidor der Kosematten mit den Gefangenen eingeschloffen ist und von diesen sich nur dadurch unterscheidet, daß er im Dienste außer dcn Zellen auch noch den finstcren feuchien Gesängnißgang, voi; einem Wache Gendarmen eöcortirt, betreten dars. an die Oesf.mnz der Thüre an bet Zelle des Gesangencn M:rluloff. herantrat, um demselben einen Brodlaib zu übe: geben. Er sand Mcrkuli?sf sehr ausgeregt unö fragte ihn nach dcr Ursache. Dieser schimpfte aus die Wcibcr, welche immer Ausnahmen für . sich beanspruchten. Endlich playte er mit dcr Nachricht von er soeben verfügten Dispcr.sirung der Ölowjenikowna heraus. .Der Ausseher, zuerst vcik'!s,ff, meldet dies dem Kerkermeister, liiscr d:e Stufenleiter weiter hinaus und da Erstau nen des Fcstungskommand.'.kitc, dcr cö als letzter erfuhr, kannte keine Grenzen. Bei der Mittheilung dieses Falles an ren General-Proknrator Murawjcss erzähle derselbe, daß es ihm schon oft ausfiel, daß die Gesungenen, obwohl räumlich ost durch viele, mitunter lccre Zllcen und Gefängnibgänge von einander getrennt, dennoch oft wörtlich gleichlautende Ant Worten geben. - St a l lu p ö n e n, (Ostpreußen) 2i. Febr. In hiesiger Gegend sind die schwarzen Pocken ansgebrochcn und gewinncn immer mehr an Terrain. In Degesen und Sommerkrug sind schon Viele dieser Krankheit erlegen, ebenso in Juknischen. Letztgenannter Ort ist polizeilich gesperrt worden. In Ortclsbürg sind wegen der daselbst herrschenden Mascrn-Epidemie die Schulen geschlosien worden. S a l z w c d e l (Sachsen), 21. Fcür. Der Raubmörder, der im vorigen Monat hier den Schuhmachergesellen Dränlow erstochen, ist vor Kurzem in Leipzig ergriffen und dieser Tage lzierh:r rransportirt worden. Es ist dies der 2säh. rige Glasergeselle Schäfer uns Schwe rin. Er hat seine That schoin Leipzig eingestanden. ;THI8'PctPEREi Newspsper Adrcrtlsin,? Bureau 10 Spruoo Btroet ), r liere adver. r I t tfACSR iMs'srriX UEU Vu!w.
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