Indiana Tribüne, Volume 4, Number 177, Indianapolis, Marion County, 10 March 1882 — Page 2

IMmm Hriln'me. w' tägliche- un) SNnlassansgaöe.

Office: tt2S. DclawarcStr. 1 KierMl as soennil-class matter at the VrwtoU'co at Iinli:inaiHli?, Imiianft.) SftonncmcntS'rcife: Mögliche rn?cabe:. . . . ... 12 tzlS. per Woche. Ccnntüfllottigab . . . R CtS. derNummer. JBtibc juffliiunen. ... . ... . . 1R St. Per Woche. Daß TönMrttt frMtr'utt jeden Nachmit taa'urn lltr. Die EonnagSauZgab' scheint des 'üftercer. m. Tcttubardt ö Co.. Herausgeber. , ; Indianapolis. Ind.. . 10. März 1882. , Spart eure ÄrbeltSkrast ! . Der Pastor Bcvan von der BrlS Church an der 5. Avenue. war in New $ork vor 5 Jahren aus England hierher berufen worden und kehrt jetzt nach Lon ;'öon zurück. Gegen einen ' Reporter Zußerte er, soeid es ihn thue, eine ein . träglichere Stellung gegen eine weniger ' einträgliche vertauschen zu müssen, so fühle er doch die Nothwendigkeit, in das englische Klima zurückzukehren, weil es , 'weis weniger'.Nervenkraft. verzehre als 'das amerikanische. Hier verbrauche der Mensch'' doppelt so viel davon als in Europa, besonders in London, trotz aller seiner Nebel.'und seines Rauches. Dazu bemerkt die N. I. Volksztg." : .Wir erwähnen dies als Bestätigung einer Wahrheit, welche für alle Arbeiter unvergeßlich sein sollte. . Dieser Bevan hat eine prächtige Körper-Eonstitution; aber er merkt den kllmatischenUnterschied zwischen: Europa lind Amerika. Um sich ' nicht za?äusche"n,'nicht einen einmaligen Eindruck für diese Wahrheit maßgebend sein zu lassen,. ist er. vorigen Sommer aus einige ZNonate'nach England zurück--qekehrt, hat dort die alte Erfahrung bestätigt gefunden, daß er weniger Nerven kraft als in Amerika zur selben Arbeit x.t.. v x. r.: ca.u-c - vruuri, unv aiy jiuuicyt yiciyct fint funden, dofc tr deren . wieder

. , t - - - mehr verbraucht. Er ist nicht der' Erste und Einzige, welcher diese Wahrheit verkündet. Uns steht es langst fest, daß der geborene Europaer, wenn er hierher kommt, bei demselben Maß von Anstren . : gung:sich rascher abnutzt, als drüben. sai .(......... os in t.c...

-ÜVlU. t)hUUllMWit itilVtllUitlfc lt, VWVil - .t?erS wenn schon - seine Eltern hier akkli ' mätistrt waren,' die Gefahrzn übcrar beiten, geringer als beim Eingewander ten aber' sie nimmt zu .mit jeder Generation, wenn leiblich gearbeitet und in größerer Eile etwas geleistet werden soll. Und das ist ein Erkiarungsgrund, war um dem Eingeborenen die Muskelarbeit unbeliebt ist, und .warum er Alles lieber '. verrichtet alsHandarbeit. - iSntS. st in tyftrtrmtnn ittt?r tV l VtllV j U t it U i 1 UV tllV4V neuen Einwanderer, sich nicht zu über nehmenmit schwerer ' Arbeit, wenn sie die Akklimatisirung leicht überstehen und ihr Leben 'nickt ' muthwillig verkürzen wollen. Der Rath erscheint allerdings übel angebracht, bei denen, welche auf M:Ve're.Arbeit ,angiwicsen sid. um nur überhaupt leben zu können. Allein so weit man ihn beachten kann, wird er sich wohlthätig erweisen.' Und dies gilt mit besonderem Nachdruck ' für Alle, welche nach den südlichen Staaten gehen und besonders dort farmen wollen, was immer' mehr in 'Ausnahme kommt. Wer wie. in Deutschland 14 16 Stunden täglich des SommcrS auf dem Felde ar ' beiten wollte, würde tald ein "verlorener Mann sein. Der geborne Amerikaner 'arbeitet auf dem Felde selten mehr als - 10 Stunden täglich.' ' " FnrHtbarer Wirhelst::rm. iEine entsetzliche' Katastrophe hat sich am C. Februar aus dem Eise bei Peterö . .bürg, zwischen Kronstadt .und Qranien. . . bäum, zugetragen. Eine Anzahl von 50 bis 00 Schlitten hatte Abends bei furchtbarem Schneesturm die Rückkehr von Oranienbaum nach Kronstadt 'angetreten. Der Sturm jagte orkanartig über die schneefreie, spiegelglatte Eis fläche. So lange die Schlitten unterm Schutz des weit ins Meer Hinausgebau ten Dammes der Dampferanfahrt t?a ren, ging alles ganz gut; kaum wären sie aber ins Freie hinausgekommen, so zersprengte der Sturm mit unwidersteh licher Gewalt die Schlittenkette. Die Spitze des Zuges, etwa 20 Schlitten, erreichte nach langer Mühe Kronstadt, 20 Schlitten etwa fanden den Weg zum Oranienbaumer User, der Rest trieb aus dem Eise lange umher. Unter den ersten, die Oranienbaum erreichten, war Kapitän F. F. Powamchm : er telegra phirte unverzüglich nach Kronstadt. .Auf diese Depesche rückte die Mannschaft mit den Rettungsschuttenbooten. aus, mußte jedoch unverrichteter Sache zurück, da der Sturm em Vordringen unmöglich mach? te. . Auf dem Eise truaen sich unterdesCr rtrn7tr GZrnn tt Cf STlfrX stürzten;, wurden sie wieder . auf . die litt utuu mk wtvtivtt nu. .u . vituv Beme gebracht, so konnten sie dem .Winde', keinen Widerstand' leisten und wuroen mitza'mmt'den Schlitten und Passagieren widerstandslos in den alles . , vernullenden weinen ffiiinst . mnauSac trieben. Es läßt sich das Schicksal aller dieser Nachzügler noch nicht übersehen ; einzelne erreichten nach schwerem Kampfe Mit halb erstarrten Gliedern das Wach , terhäuschen auf . der Hälfte des Weges A. und. erwarteten dort, am eisernen Oken sich wärmend, den anbrechendenMorgen. .'L?::Jn emem Schlitten oefanden sich Dr. Bogdanow, Lieutenant GlobaMichai lenko und . dessen siebenjähriges Söhn chen. Dieser Schlitten wollte zum .Wojenny ,UaoIV wurde . aber nach Y Kronfchlot", verschlagen ; -dort vassirte. irgend etwas mit einer Deiohselstange ; der!Fuhrmann stiea aus dem Schlitten, um den Schaden, zu verbessern, wurde . aber im selben Augenblick vom Winde erfaßt und fortgewirbelt. Dr. Bogda now der darauf ausstieg und das Pferd

. ... i am Zügel weiterführen wollte, erging es

ebenso ; er wuröe von cem slurm even falls weit weggeschleudert. Am folgenden Morgen fand man den Doktor beim .Wojenny Ugol" auf dem Eise, mit ersrorenen Händen in jenem schlafähnli chen, gefühllosen Zustande, wie er dem Erfrieren vorausgeht, und, auf seineAn gaben hin, auch den Lieutenant Globa Michailenko und dessen Sohn imSchlitten; beide waren erfroren. Der Kutscher wurde gleichfalls halb erstarrt von eine? nach ihm ausgesandten Patrouille auf gesunden. Diesen Leuten gelang es serner, zwei Kleinbürger vom Tode zu retten ; der eine wurde mit abgesrorenen Gliedern auf dem Eise gesunden und in ein Hospital gebracht. Wie hestig der Sturm war, der auch in den Straßen Petersburgs an jenem Abend das Gehen fast unmöglich' machte, erhellt daraus, daß ein Schlitten,' dessen Pserd gestürzt war, mehrmals um daö Thier herumge schleudert und dieses oavel ourq oas Kummet erdrosselt wurde. ' . Vom lierrttSinKrkegöykcre . Auch unter den Herren Ossizieren des berrlicken" deutsckenKrieasdeereS sckcint die Ansicht, daß die deutschen Landessöbne durck aeleaentlicbe Wrüael tu einer begeisterten, mutkigen und kräftigenVer i c i. rv . ' . lyelOlgung oes nalerlanoes yerangeouoet weroe-i mujjen, noch immer nicht ausgerottet zu sein. . Die Geprügelten müssen die körperliche Züchtigung ' als eine esondere Auszeichnung ansehen und iürfensich däd'urck inibrem'militärisckcn Ehrgefühl nicht im Geringsten verletzt fühlen. Heißt es doch : Mit Gott für König und Vaterland r Die Berliner .Volks;eituna". und zwar nur sie allein, berichtet jetzt von ei nem gegen den bayrischen ChpauxlegerRittmeister Herrmann Lehheld wegen fll)iAHV(ll k! 1 . . I5iuuumit npiyuituiuiiy (iuc( uiuci aebenen anaestrenaten'Vrottk.' welche? zu Würzburg verhandelt wurde. Gegen den Angeklagten war wegen emerMenge seit 1873 verübter militärischer Ver brechen und Vergehen, 21 an der Zahl, Untersuchung eingeleitet worden, es hatten jedoch nur. zwei Verbrechen der körperlichen Mißhandlung von Unrergevenen, sowie zwer vergehen der vor schriftswidriaen Behandluna von solcken zur' Aburtheilung verwiesen werden können. Von diesen vier Vergeben bestand das erjte darm, dav derAngeklagte anläßlich einer ffelddienstöbun xroMtn Zweibrücken und Auerbach im Frühjahr i7y oen Sememen , Hörseid,., der . als VerbindunaSmann Ztwiicken SviKe und Vorhut sich befand und als solcher die wpitze verloren hatte, zu sich rief, und ihm mit seinem Reitstocke 78 Sckläae auf den Rücken und 'zugleich .über den linken Arm versetzte, so daß die geschlagenen Stellen dlau wurden und der Soldat 23 Tage lang Schmerzen zu eror.loen halte. Der Zweite Vorfall lvielte im Winter 187980, wo der Angeklagte dem Gemeinen Schmitt, weil er ein gutes Pferd durch sein schlechtes' Rciten verdorben und auf den ihm! vorn Anaeklaaten ae machten Vorhalt erwidert hatte : .Hcrr " M smm. " Nlllmelller, lcy yave.Mlr alle Muhe gegeben und Alles gethan, was ich' nur thun konnte,- mit den Worten: 'Du Sauhund, willst mrr Widerreden- 78 Hiebe mit der Reitveitfcke über Rücken und Hände gab, daß.der Geschlagene vor vqmerz laut auslqrie und dleserhalb vier Taae Sckonuna von, dem Stabs arzte erhielt. Weiter schlug der Ange 11 1 . ? fT . T . innn V rri . nagle. im Zvczemocr iötj oem Sememen Gerninaer in der verdeckten Reitbann mit dec Reitpeitsche über den Rücken, wobei er bemerkte: Das Pserd habe ich nicht schlagen wollen,' sondern Sie," ohne daß jedoch diese Mißhandlung von anoauernoen qmerzen. oder, sonstigen Zolaen bealeitet aewesen wäre. Das letzte Vergehen bilde.te',die Mißhandlung (Xi . mvl' i. m . vev cuielnen .'ioiy oem oer ngeiiagie im Dezember 1879,ünläßlich einerPferde' Visitation, wobei jener das Pferd an weit vorführte, mit der Reitpeitsche einige' CllCSlt.t.L; .t- i..s'C':r. v! !? . yync vüö yiqc jeüocv irgend welche besondere Schmerlen verursqcht.hätten. In der Garmsonstadt Zweibrücken herrscht gegen den Anaeklaaten. welcker die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen ..ix. i. -r . cm r n iuui uüicugncu, große lißnlmmung, weil derselbe die Ortslieserungen abge schafft hatte. Sein Vertheidiger wies deshalb auch darauf hin, daß man alle Soldaten ausgefragt und einen Akt von über .'300 Seiten zu Stande gebracht habe, aus welchem schließlich bloß noch diese vier Fälle zur Verweisung resultir ten. - Was diese betrifft, so habe sich sein Klient wohl zu .weit hinreißen lassen, verdiene abu mildeste Berücksichtigung, i?n Falle Roth. jedenfalls Freisprechung. Der StaatSanwalt revliurt. an der Min fil'mmung der Bevölkerung trage der Angeklagte selbst tbeilweise Schuld, weil er' stets , auf dem Exerzierplatz und sonst stcy m wcmg slymelchelyasten Ausdrücken uver oie Psulzer erging. Wie Geschwo renen (Obmann Maior v. Wachter) er kannten in, den Fällen Hörseld, Schmitt und Gerninaer auf Schuldig im KaUt Roth auf Nichtschuldig. Bezüglich des wlrasmaes beantragte der ktaatsan walt eine Gelammtstrase von 40 Taaen der Vertheidiger 17 Tage Stubenarrest. Der,Gichtsöos erkannte auf Festung? hast in der Höhe.eines Monats und 10 age uno Tragung oer scoflen des Ver sayrens. ,i r i- V .- Reselung der Einwanderung. . DaS Prinzip der internationalenFrc! zügigkeit ist in den Ver. Staaten stets hoch gehalten worden,und eine theilweise Verletzung desselben kann nur "durch zwingende Gründe, solche, wie sie z. V. für eine Beschränkung der Chinesen Einwanderung sprechen, gerechtfertigt werden. Im Allgemeinen ist die EinWanderung lediglich ein Segen. für das Land, uyd eö können weder wirthschaft liche noch politische Gefahren aus dersel gen abgeleitet . werden. ' ' Dagegen sönnen lokale ' Uebclständk, elne wenn auch

nur vorübergehende lokale Ueüersüllung et ..f. i.o v v;. ti r "

0C5 'acociismaiiie unu cic vcjagiüung i f a! aTM wniwt!.lflM A VA TrTyHA VW vil lutiuicii viiiiiwiuciuiiy sie utiuv tu , : t . : 4 . oi t. ,.. k . , UIT üc jmauiicii iut(u (uujiuntu;iu' tncndcn Einwanderung sein. Diese Er wägung sollte den Eöngrcß veranlassen, nicht blos die jetzV bestehende Ueberwa chung der Einwanderung zu sichern, sondern dieselbe noch auszudehnen und noch wirksamer zu machen. Wenn täg lich Tausende in New Hork landen, um sich plan und systemlos über das Land zu vertheilen, können üble Folgen nicht ausbleiben. Die höchsten Interessen der Der. Staaten fordern nicht allein, daß der Einwanderung von Verbrechern und Paupers, von unter Padrones stehenden Jtalieyern u. s.w. ein Ende gemacht werde, sondern daß hier und in Europa mehr für dle Auswanderer geschehe. Der Auswanderungsagent sollte nicht titiHA Sein hrtn Srn i"r ThrSrnnn V14 VHIlVJV tttl, WH vt. wiVMir derunaSlui'iiae belebrt wird. Die aus wärtigen Vertreter der Ver. Staaien sollten angewiesen werden, darüber Auskunft u ertbeilen. in welch-n Lan destheilen und bei welchen Beschästigun gen em Einwanderer hier die beste Ausficht auf ein Fortkommen hat, und auch hie: könnte mehr für die richtige Vertheilung des .Stromes geschehen. Die Vertreter und Freunde dts emgewanderten Elementes im Eongresie sollten mit aller Eneraie auf die Lösung dieser Aufgabe dringen und damit nicht allein die Einwanderer vor Gefahren schützen. sondern auch den Beweis tiefern, dadie Adoptivbürger am ersten die. mit der Einwanderung verknüpften Gefahren erkennen, und bereit sind, it zu beseitigen. Die Erov.rnng von Tover.' Die ösfenttiöie Meinung in England spricht sich zurZeit wieder dahin aus, daß es des stolzen England unwürdig sei. aus Furcht vor einer etwaigen kriegenschen Invasion Frankreichs der AuLiührung des Tunnels zwischen England und Frankreich zu oppornren. Die Times" bezeichnet die Bedenken, welche nament. " ' sr ' i m ,r . V lily öir Varner voijeiey gegen oa Projeet geltend macht,als mod wonianund das Publikum laßt sich in der selben Anschauung nicht einmal durch ein kleines Büchlein beirren, - das kürzlich veröffentlicht und ansänglich sogar unentgeltlich in den Straßen' von London vertheilt würde. ' Die elegant . eingebundene und die Farben der französischen Trikolore tragende Schrift führt den Titel: .Wie Jobn Bull London verlor. oder : die Einnahme des Kanal Tun nels", ist nicht ungeschickt verabfaßt und daher wohl im Stande, einen ähnlichen Eindruck in England zu machen, wie seiner Zeit die Schlacht bei Dorking." -Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen und zahlreich? französische Freimaurer hattendas Fest für einen Aus flug nach Dover und Umgebung bestimmt.' Lange vorher waren die Z)otels in der Stadt für die französischen Gaste bestellt, und da diese für die Menge der WrsiirtT oi.'rtln (nnrftl flsl?rt? 4UCjlUlvt. illUyl UUSIViUUII IVUl.ll senquartiere hergerichtet worden. Drei colossale Eztrazüge brachten am heiligen Abend die friedlichen Gäste durch den Tunnel tiach der englischen Küste. Tags vorher waren die Manoeuvres zweier Armeekorps in der Umgebung von Ami ens beendigt worden, und so hatten sich auch einige beurlaubte Soldaten den Freimaurern angeschlossen. Der Abend war schön, die llcbenGäste ergingen' sich am Strande und in den Straßen der Stadt, und am späteren Abend' verschönerten noch zwei sranzösi sche Kriegsschiffe, die am Strande vor Anker gingen ,und, das Fort gebührend salutirten, das belebte Bild. Einheit mische und Gäste gingen frühzeitig zur Ruhe,: denn die, bevorstehenden Feiertage bedingtek'zeitiges Ausstehen und Stärkung für die.mancherlei Festlichkeiten und Freuden. Die Glocken der Thürme hatten kaum Mitternacht, verkündet, da huschten die Fremden trnrch das Dunkel der Gaffen, versahen sich mit den Waffen, welche von -den' Kriegsschiffen hcrbeigebracht waren, ' 'drangen geräuschlos in den Tunnel ein, überwältigten die schwache Besatzung in den Besestizungswerkcn vor solchem und zerstörten die Drähte, welche die Minen im Tunnel entzünden und hierdurch, 5 die Uebersluthung des letzteren herbeiführen sollten. , Schüsse hallten durch' die Nacht und gaben von der Tapferkeit der englischen Besatzung Kunde, welche im Kampse gegen die Uebermacht den Tod der Ergebung vorzog. Der Tunnel befand sich in den Händen der Franzosen, undZug auf Zug brachte neue Soldaten Die schwache Besatzung des Forts' rückte aus, derFeind hatte sich aber in den jBefestigungcn vor dem Tunnel verschanzt und seine wohlgezielte Schüsse' decimir ten die an sich jchwachenzRe.ihcn.der Engländer. :- Zwei Stunden nach Mitternacht standen zwei französische Armeecorps vor der StadDoves,.und der Zuzug durch den Tunnel dauerte ununterbrochen fort. D et "Telegraph' hatte sofort die Schreckenskunde nach London berichtet ; der -Premier und der Kriegsminister waren thatkräftige Manner und thaten alles, was nur im Augenblicke geschch n konnte, . aber auch in London stand nur eine schwache Armee ; der größere Theil des Heeres war. in Irland und Afrika.Sprachen Sie gestern den sranzösi schen Gesandten V fragte derPremier den Minister des Auswärtigen. Gewiß, wir waren noch gestern Abend .bei dem Lord-Mayor zusammen, und der Gesandte äußerte scherzend zu mir, inParts sei man gar nicht sehr erfreut darüber, daß wir unsern lieben Freunden, den Franzose,, in Äcgyp!enund in Tripolis nichts mehr freie iHand ließen.". Der Minister des Auswältigen fuhr nach der französischen Gesandtschaft, aber das Hotel war' hermelisch verschlossen und wie sich am Morgen herausstellte unbewohnt. ' " '' Ein Kricgsrath wurde gehalten, die Depeschen meldeten das stete Anwachsen der französischen Kriegsmacht, später kamen keine Depeschen aus Dover' mehr

an. man müßte sich entschlZecn, so ' viele englische Truppe:: als möglich im Lücken 0.1 London zu cor.cnNriren, und, die Weltstadt sieht dem Einzüge der'

Franzosen entgegen. ZinX in die ?lugcn." Es ist, im Grunde genommen, nichts Anderes, als Sand in die Augen streuen," wenn man das Gewicht der aus unseren Südstaatcn nach England crportirten Baumwolle dadurch vergrößert. daß man ln die BallenSand streut, ode: denselben andereSachen von bedeutendem Gewicht, beimischt, die aber von Rechtswegen mit der Baumwolle nichts ,;u thun haben. Man darf sich daher nicht wundern, oaü die englischen Baumwoll-Fa-brikanten sich endlich entschlossen baben. diesem Unwesen, das ihnen sehr theuer zu stehen kommt, ein Ende zu machen. r - rL icc zerren yavcn neulicn zu viescm t AJItAl4lAM X A t MM M A M X: OWiui in uuui uuu uuuiu .nuicii uirechtigter Entrüstung 11 Oldham eine Versammlung adgehalten. Es ergiebt sich nun aus dem Berichte des amerikanischen Eonsuls Shaw in Manchester Zikolaendes: Die Untersuchungen des Baumwollenspinner - Vereins in Manchester ergaben in einem tfaüc bei 1) Ballen Baumwolle 162 Pfund Sand, in einem anderen 'auf 50 Pfund Baumwolle 314 Pfund Sand, in anderen fallen eraäb sich ein Verlust von 3 bis 5 Procent durch solche VerunreiniguiDg. Ter Sand war cnt weder gleichmäßig vertheilt, als ob er künstlich hineingedlasen wäre, oder er fand sich in solchen. Masten vor, daß man ihn augenscheinlich .schaufelweise hineingeschüttet hatte. Bei anderen Untcisuchungcn ergaben 'sich durch Austrocknen Verluste bis ;u 15 Procent, abaescben von dem Schaden, den dieKaufcr durch cak111g", dausammenbacken der genäßten Baumwolle, erlitten. Auch .fand, m.n Bausteine, Eisen :c. in Ballen vor,.während andere sii r d w i c li e (1 waren, d.h. an der Außenseite bessere Waare als irrt Innern zeigten. Der nächsteErfolg dieser Betrügerei ist natürlich, daß amerikanische Baumwolle im Preise sink:. Die Engländer haben sich über solche Verunreinigung bei egyptischer, brasilianischer und indischer Baumwolle nicht zu beklagen, und diese Sorten erzielen dahi:r einen höheren' Preis. Diejenigen, welche hier ans betrügerisch?? Weise einen Extraverdier.st sichern, schädigen daher sämmtliche Produccnlen., ; Vo Ittlnde. Anden Redakteur der ,N. I. Sun" stellte letzterer Tage Jemand, ter sich ein eingeborener Amerikaner" unterzeichnete, die Frage, ob in diesem Lande jetzt die Jrländer oder Amerikaner herrschen. . Die Sun" antwortete hieraus, soweit sie's beurtheilen, könne, regieren die gesetzlichen Bürger, im Landc ; aber es scheine, als ob der Frogesteller wünsche, die Regierung unter die ausschließliche Eontrole von Narren zu bringen. Die Fischer in der Green Bay und Sturgcon Bay in Wisconsin haben eine goldene Zeit. Wie von dort geschrieben wird, ist es nichts Seltenes, daß aus einen Zug für Weißsische aus den Fluthcn geholt 'werden.' Bei Little Sturgeon werden täglich sür etwa $700 Fische gefangen, und der Reinverdienst eines Fischers soll in der Woche durchschnittlich $7 betragen. Die Stadt und da s E 0 u n t y von Boston braucht diescs Jahr tcuen im Betrage von N0 !)M-mehr als cin Drittel von der urnmc, welche Stadt und Eounty New Z)ork brauchen, welche fünfmal sovielBevölkcrnng haben. Und dies ist iim so mehr außer Verhältniß, als Boston nicht $80 Schulden aus die Seele hat, sondern weit weniger. Die ganze Summe, welche der Schatzmeister der irischen Landliga, Egan in Paris, als-empsangen quittirt, beträgt seit 1880 über eine halbe Million Dollais, allein aus Amerika..' Dabei ist nicht gerechnet, was zur Unterstützung der infolge der Hungcrsnoth' von 1S7Ü Notleidenden in Irland durch die Lands liga vertheilt worden ist. ; . E i n interessanter B ri c,f lief am 7. ds. Mts. in Eastle Garden ein; derselbe war von dem Apotheker F. v. Nordcck in Austin, Ncvada, an die Einwauderungs ? Eommission gerichtet und ersucht dieselbe, wenn es ihr möglich sei. einen. Arzt.. der.scine Profession ver stchtnach Justin j-'i .sacken, einerlei, ob cr'Judc ocr Ehrip' sei. 'Einer der russi schcn Flüchtlinge' würde 'vorgezogen, heißt es in dem Brieseln. welchem unlcr anderen folgender bezeichnende Satz sich findet:- Wir .haben hier drei Aerzte, von. denen keiner ".eiuen Schuß Pulver werth ist. Der Einzige, dem die Leute Vertrauen schenken wenn er nüchtern, ist die meiste Zeit betrunken."'- Der Briefschreibe? garantirt einem tüchtigen Arzte eine Durchschnitts Einnahme per Monat von $'.i0, üo Aus nach Austin !" Die Reisekosten werden, wenn nöthig, dem Unternehmungslustigen vorgrflrcät. ' .Im fernen Weste n, w e ! ch e r der ' Natur der Sache nach mit Bewilligungcn sür Flucorrectioncn und Ha fenbautcn nur spärlich bedacht ist.' .wird beabsichtigt, eine Petition um Vciyilligung einiger Millionen für. duS Bohren artesischer Brunnen an den Eongitß ge langen zu lassen. . D i e S ch u lj un g e n in H a.mbürg, Ja., habm sich kürzlich sehr tapfer benommen. Währcnd'd:e Kinder in der Freistunde aus dem Schnlplatze spielten, schlichen sich nenn Tramps in da? Schulgebäude und Vnllecrtcn die Dinner Pails" der Speisen, die süc das Mittag effen der Kinder bestimmt waren. -Die Knaben bewaffneten sich. mit Stöcken und Steinen, prügelten die Kerle tüchtig durch, und hielten Mi derj lben, fest, während die übrigen entkamen. . Der Secretür der brit : schen Gesandtschaft in Buenos Ayres berichtet von seiner Reise in das Innere der Re-

publik, äöe lanowirthschastlichen Maschi neu, die er gefunden habe, seien Erzeug

nisse der Industrie der Bcr. Stzaten, j nur eine einzige DreschmaschlNk sei englischcs Fabrikat. Von den Enkeln Daniel Wcbstcrs, deffen zweite 'Gattin vor einigen Wochen starb, sind noch zwei am Leben, nämlich Samuel Appleton und' Frau Jerome Bonaparte. Es sind dicö Kinder derTochter WebsterS, der verehe lichten Julia Appleton. Unter den fafhionablen Damen New Vorl's ist jetzt eine neue Unsitte zum Ausbruch gelangt. Dit Schönen" lasten sich professionelle Bil lardspicler kommen und sich von duiselben in die Gehcimniffe des Billardspieles einführen. - - - - Au g e n b l i ck l i ch l a s s e n d i e a'nglo-amerikanischen Zeitungen spaltenlange Artikel gegen die Dauerläuferei los. So lange aber die letzte sechstägige Menschenschinderei in New Jork im Gange war, überboten sie sich in der Veröffentlichung deraillirter Berichte. Hierdurch haben sie die ganze ordinäre ,und häusig unehrliche Geldm.acherci mehr gefördert, als alle jetzigen. Philippiken ihr Abbruch thun können. " Was d e m N e g e r d a s R asirmeffer, das ist dem Viehtreiber aus den Prairien des Westens der Revolver." Aber diese Waffe, mit der die Letzteren, meistens sehr wilde Gesellen, schon so viel Unheil angerichtet, soll ihnen nun abgenommen werden. So lange die Schießaffairen u. Mordthaten derEow boys" keine schlimmeren Folgen nach sich zogen, als daß etwa .einige Desperados sich gegenseitig abthaten", hatten die Besitze: der Viehheerden nichts dagegen, aber , in . letzterer Zeit ist es verfchiedcne Male vorgekommen, daß dies kleinen Spielereien" der Cowboys den Heerdenbesitzern größere Gcldsummen kosteten (da sie ihre Treiber nicht im Stich lasten dursten)...- Bei der Konvention der Viehzüchter, die diesen Monat in Caldwcll, Kansas, stattfindet, wird ein Dclegat beantragen, daß den Cow boys"das Tragen von Revolvern ver boten wird. .Nach siebenjährigem Suchen.' Ein in England geborener Zigeuner Namens Powell Smith,' der vor 7 Jahren einer umherziehenden Bande an gehörte, verließ damals seine Frau, mit der er in Streit gerathen war und reiste von Rochefler, wo seine Familie sich zur Zeit befand, fort. Nach mehreren Wochen kehrte er jedoch. wieder zurück, fand aber, daß seine Schwägerin mit feinen zwei Kindern, einem Knabin und einem Mädchen, nach dem Westen auf und davon; gegangen war Seither hat der Vater ohneUnterlaß nach seinen Kindern gesucht. Vor einem Jahre, erfuhr, er, daß dieselben einem gewissen Thomas Stanley, ebenfalls einem Zigeuner in Philadelphia, übergeben worden waren. Als Smith dort eintrc f, waren die Kinder bereits wieder weggeschafft worden. Vor einer Woche ermittelte er, daß sie sich in Camden befinden. Vergangenen Mittwoch reiste, er in Begleitung eines Detectives dorthin, Stanley weigerte sich aber, die Kinder auszuliefern und er wurde verhaftet. Der Vice Kanzler des Staates, Van Fleet, übergab die Kinder dem Vater, der sie nach East Neark brachte, wo er G nrndeigenthum besitzt. George A. Garsi eld, ein .Vetter des verstorbenen Präsidenten, wohnhaft in Cleveland, bewirbt sich in Washington um eine Anstellung im Eifenbahnpostdicnste. ' ' . Blaine's Gedächtnißrede auf Garfield ist bereits in Buchform erschienen. Präs ident Arthur arbeitet, wie eö bei .den Journalisten Sitte ist, bis 2 , oder 3 Uyr Morgens, aber er pflegt länger zu diniren, als die meisten Journalisten, nämlich von 7 bis 10 UH? Abends. . . " ' . .;. Dom Auslande. Das. Bei spiel der ZollErhöhungen wirkt noch immer auf allen Seiten ansteckend ' nach. Während in Oesterreich ein entsprechender Gesetzentwurf dem Reichsrath soeben vorgelegt worden, berichtet die .Petersb.Ztg." aus Rußland : Behuss Hebung der ReichsEinnahmen geht man, wie wir erfahren, mit der Absicht um,, demnächst die Einfuhrzölle auf einige ausländische Waa ren zu erhöhen. .In. erster Stelle ge denkt 'man die .Zölle auf. Metalle und Meiallsabrikate in der Weise zu erhöhen, daß dieselben jährlich einen Mehrbetrag von etwa vier Millionen Rubel ergeben." Für die deutsche Industrie würde diese Maßrege! eine erhebliche Schädigung bedeuten. Die Rüsten sollten bei ihren bereits bestehenden Zöllen lieber weniger stehlen,. dann würde-es mit den Einnahwen ihrer Regierung wesentlich bester stehen. ' ; . S ch 0 n s c it e i n i g e n' I a h-' r e n ist 'ein zunehmendes Scichtcrwerden de'S' Asowschcn Meeres bemerkt worden Die Nachtheile, welche dem russtschen Handel im Süden dadurch erwachsen, liegen auf der. Hand. Ueber die Ursachen dieser Erscheinung hat man sich lange .vergebens den Kopf, zerbrochen und hat hieselb endlich den Anfchwem mungcn aus den Flnsten zugeschrieben. Die Jlüffc haben jedoch hiermit wenig zu schaffen ; Vi Hauptsache ist vielmehr in der Gepflogenheit : der Schiffer zu suchen, welche strotz aller .Vorschriften hier allgemein gang und. gebe geworden ist, da die Verordnungen dagegen wie acwöhnlich .nllr auf dem Papier stehen. Dieser Mißbrauch besteht .einfach darin, daß die Schiffer 'ihren- Ballast, anstatt denselben ! ant User auszuladen, in's Meer werfen; ' :. .' : : D i e d e u t s h e K r 0 n p r i nzessin als Schriststcllcrin.- Aus . Berlin wird geschrieben : 'Zwei Aussehen erre . gendezArykes . der? Nationalzeitung" : '..Die -Krankenpflege-em .Beruf, für ' gebildete Frauen," sollen die deutscheKron Prinzessin zur Verfafferin haben.

Ein Thüringer Kind läßt sich gegenwärtig in Berlin als Riesin anstaunen. Dasselbe heißt Marie Wed de, ist aus Bcnkendors am Fuß dcs Tbüringer Waldes gebürtig, ist am 1.' Fcb ruar 10 Jahr ait geworden, wiegt, wcnigstens nach den Versicherungen der Berliner Blätter, 28 Psund und mißt m Zoll (?). Das niedliche Kind ist dieTochtec normal Iebauter Leute; ihr Vater ist Brennmeistcr in einer Epiri tusbrennerci. Im Königreich Preußen leben gegenwärtig :5 271 emeritirteVolksschullebrer. Von dieser beziehen 183 eine jährliche Pension unter 3 M., 7U beziehen eine solche Zwischen 7.00 und 45 M., 810 beziehen 45 bis 0 M..

070 erhalten 6'0 bls 7ö0 M., bei iuj beträgt die Pension 7Ö0 bis 1000 M. und 079 erfreuen sich eines Bezugs von über 1000 M. DieNachricht, derRcichskanzler beabsichtige sein Palais mit den Sitzungssälen des Reichstages und Abgeordnetenhauses telephonisch verbinden zu lasten, veranlaßt sein Leiborgan, die N'jidd. Allg. Ztg." au folgender gereizten Erklärung : Wir sind in der Lage zu versichern, daß dies keineswegs in der Absicht des Fürsten Bismarck liegt, dem es einerseits sicherlich an Muße fehlt, dem Parlamentarismus noch mehr Zeit zu widmen, als er es thut.und dernußerdem den berechtigten Wunsch hegen dürste, in seinem Hause vor stundenlangen unnützen Redeergüssen geschützt zu sein." Außerordentlich schmuchelhast sür die Herren Parlamentarier. Nicht bloßDeutjchameri. kaner, sondern auch die stammverwandten Holländer scheinen in den Augen dc? preußischen Verwaltungsbehörden dem Bestand' des deutschen Reichs gefährliche Persönlichkeiten zu sein, wenn sie lan gere Zeit auf preußischem Gebiet verweilen wollen, ohne preußische Untcrthanen zu, werden. So wurden aus Kirchhellen, in Westfalen mehrere dort domicilirte holländische Arbeiterfamilien ausgewiesen, weil sie ihre holländische Nationalität nicht aufgeben wollten. KaiferAlexander III. von Rußland hat nach langer Abgeschlossenheit vor Kurzem wieder eine Jagd mitgemacht. Damals wurde dle fernere öftere Theilnahme des Kaisers an den Hofjagden. in .Aussichi gestellt. Daß der Ezar indeß trotzdem wieder so zurückgezogen lebt als früher, hat folgenden Fall'zur Ursache : Während der erwähn ten Jagd verbreitete sich im Schlöffe zu Gatschina die Nachricht, der Ezar wäre von Jemandem aus dem Gefolge meuch lings erschossen worden. D. s Gerücht drang bis zu der im Schlosse zurückgebliebenen Kaiserin, welche darauf in eine Ohnmacht fiel. Als sich nachher die Hiobsbotschaft als erfunden herausstellte, wurde nach den Verbreitern der falschen m w . r p 1 ctr ir c namricht geiorsazl uno oiezer aua) in oer Person eines kaiserlichen Hausosfiziers ermittelt und verhaftet.- Bei der hier auf vorgenommenen Haussuchung sollen zahlreiche den Offizier kompromittirende Schriftstücke bei ihm vorgefunden worden sein." Neue jüdischeSecte in Rußland. Aus Odessa wird geschrieben, daß sich eine neue jüdische Sccte gebildet habe, welche bereits eine bedeutende Anzahl von Anhängern auszuweisen hat und deren Zweck sein soll, die Verschwelzung der Juden mit den Rüsten anzubahnen, die Secte Neu-Jsrael" von der orthodoxen Judenschast gänzlich abzusondern und den ersten in Anbetracht ihrer Sonderstellung die Glcichbercchtigung mit den andern Nationalitäten zu erwirken. Der neue Reformator des Judenthums proponirt, sowohl den Ruhetag auf den Sonntag zu verlegen, als auch die Beschneidung zu unterlassen. Ein jüdischer EriminalGcnchtshof. Ein solcher, einzig in seiner Art.bksindet sich in Sana.dcröauptstadt der arabischen Provinz )cmcn. Die Juden dieser Provinz (mcyr als 5Ö0.Q) stehen nämlich nicht unter türlischcr, sondern, gemäß ihren alten Pri vile,gien. unter eigener Gerichtsbarkeit, sie ; vom Mari (Groß Rabbiner) von Sana, zur Zeit Rabdi Zaduk, im Ver eine mit vier Beisitzern ausgeübt wird. Dieser Mari dars, natürlich nur bei Streitigkeiten unter den Juden selbst, tlle' Strafen, mit Ausnabme der !dc?stofe, verbängc. Bei vcrkommcndeu Streitigkeiten zwischcnJudcn und Arabern entscheidet wieder der Kadi. Dem Mari steüt auch ein großes Gefäng'iik zur Verfügung, in de:n sich die Verhafteten aus cigencn Mitteln ver'?-' stigen mvsscn. Die Aimcn erhalten die Kost von der Gemeinde. Jeden Montag und Tonneistag tagt der Gerichtshof und ist der Gang d5 Prozesses ein recht schneller. Z'.oci Diener std damit betraut, cen Schuldigen die nöthige Tracht Prügel zu verabfolgen. ?n den hohen Feiertagen dürfen die kleiner Verbrechen Beschuldigten ihre Familie besuchen; wer dann nicht freiwillig in seine Zelle zurückkehrt, verfällt in den grosze:: Bann. In dem erwähnten Gesängnik ist auch eine'FrauenAdthei!ung. Für Eibruch gibt es keine Strafe, sondern nur eine strenge Buße, die in Fasten und Kastei ungen besteht. Verhängt der Radbi den großen Bann, so wird dies im Ghetto öffentlich ausgerufen. : TtutsSe Local-Narilktt. Buxt e h ude, 20. Feb.' Die Vor bereitungen zu dem im Juli d. I. hier abzuhaltenden Kriegerfcste sangen bereits an, die betreffenden Kreise zu bcschästi'gen. ' Ein Ausschuß ist gebildet, um zeli.i ir m ... 4.,??, rtprt Ilg uue iüuiicyiuuyiu ju u 1 zu einem schönen, unserer Stadt zur Ehre gereichenden zu gestalten. . . Dudergadt, 21. Feb.' Demnächst finden bei uns zwei Jubelfeste statt, indem die Rentier Friedrich Vockc'schen Eheleute ihre goldene. Hochzeit und der . Kaufmann Ernst Kaufholz sein '';ahri'geg GefchäftZjubiläum fe.ern werden. -ES wird ernstlich beabsichtigt, den Magistrat zu veranlagen, wieder einen fach-