Indiana Tribüne, Volume 4, Number 172, Indianapolis, Marion County, 5 March 1882 — Page 7
Allerlei IMang.
Von Ils tindt. Wer lehrte den Menschen das Netz knoten und den Angelhaken fertigen, um v. s,naeminnen ? - 11. ZM&n faSto. i7n : im Be . Nej und Anl"ie die Rothhaut Nordamerika. d PsaUbun Äle W, wie 8. künde darthun, dieser Geräthe bereit lange Zeit toi dem heutigen Kult. alamS &tSBm kann. im Dkincip aber beim Alten verharrte. Die Ä hnlichkeit der genannte beiden arate an den verschiedensten Orten und u den ve?schiedensten Zeiten löbt erkenne,, daß es überall ein und dersel..!n der ibre Ankerliauna
lehrte. Wir finden ihn auch ohne grobe berücken denselben Fisch - dort TinMühe in der Natur und zwar in dem ln genannt - mit ae.ßen Huhner.
' i-T7. V e . ...f:n r. üM oorgeyi, vas uhw" Eigenthumllqke: en einer Beute nchtet und nicht umgekehrt. Namentl ch sind es die n Küsten, Flüssen und uf I. sein wohnenden Naturvolk die der Dom Erwerb der l1' zeitrennllchen Noth gehorchend so intim mit dem Charakter ihrer Beute wurden dß stedre leweillge Art d es mt einer Sicherheit zu lernten,, welche entschieden etwas Insimktartiges an sich hat. Auf der internationalen Fischerei aus. pellung zu Berlin war es möglich, sich Lber den Fischfang bei den verschieden. sten Völkern zu unterichten ; der Besuch mancher ethnographischen Sammlungen diente zur Vervollständigung des Mate, rials, ebenso wie die einjchläglge Liter. rur ergänzend nachhalf, um zu erkennen, -wie der Fisch seinen eigenen Fang lehrte, In der prähistorischen. Zett bediente man sich theilweise der Spchangel, du ?us einem, nach beiden Seiten zugesvitz. tn Stückchen Feuersteinbesteht das der Pfahlbauer m der UJime rnti i einer Schnur versah.' Mit Köder umhüllt, nurde dieselbe vom tf,ö ganz ver Muckt. IN oem iwizir er (inu solche Spitzangeln aus noazen uno Blonze gesunden worden. Der Fang m5 KZ? Wnnefn mnktP f tn IttlTlIld) unzcherer.sem, da der ilcy ven iem unkr ihm günstigen Umstanden wieder ii a' w. u . . 7 I zhren lajien rann, wogegen vie mu nemaken versebene Anael die Beute seft hält. Den Vortheil des Hakens ha. Umm X; sCstirntsR itnVi S? Indianer 00 11 I v viv - " - j---- f Alaska ebensowohl eingesehen, wie m späterer Zeit auch die Pfahlbauern, an öeren früberen Wohnstatten Angelhaken
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1. Vm ic v v et-cf .a xw stlgen. Obgleich von anderer Gattung, D:e Methoden des Jlschfanges ändern i st nnht.Z insofern eine Cbarak-
e naQ der Mtur oes zu langenoen . t:ä ?4 y ' ' . aT ' A,,c
ms Feuerstein gefunden wurden. Steinten Geruch anlocken mag. Daß der
Knochen uno neuzeiliill) lien, ttvrtt Züs Material, das den genannten Bol kern zur Auferlegung der Angeln und v i ert je V V - AM Harpunen oieni. 'jidtgucni vu" Widerbaken sich als zweckmäßig erwiesen Haien, ist die Angel im Princip nicht we. stntlich verändert worden, Ne oanm cuervings in oer vsroL? unv rMt, llein man darf sie mit Recht als statio. mr emorden betrackten. Als Kurio slm sei bier angeiührt, daß sür den Mng-po-distrikt in China, der, wie einst Sizilien als Kornkammer Roms, als Sttfrfrtfifl bina's bezeichnet werden kann, sämmtliche Angeln m einer emziU'T I ' ' , y 1 . , gen uemen omizoz angqciuai den, die in einer Vorstadt Nmg.po s gelegen, an er,onai nur oen eiuer unv W,p viiit fttsfrrn niiTi nVnPJ 1 n nsli. I drei bis vicr Gesellen auszuweisen hat. Da aber der Fi,ch nicht zurAnget lomml, muß der Fischer dle AMplatze ausju. chen, um da; beschuppte Wild der Wassergründe zu berücken. Eme der Primi. uujuii auiauüu vn.tt hAn ) tisl tumnnn inn ner i sie von den Zurückbleibenden in Äee gestoßen" werden. Wie Angelschnur nurde frei mit den Händen gehalten, und da d't: Ausdeute eme reiche war, konnten Eingeborenen beeinträchtigen. ur Anael aebort der ooer. AUS) " r t o C ' Ti hier war die Erfahrung Lehrmeisterm, da sich nach und-nach herausstellen mußte, ' '. . v rvr j. welche Lochpkije dieser oder zener lsch t 9 1 1 f 1. , aUI CT A Mi iUOie, iSfiav h rnyic. u u-
las ro in Peru. Die Eingeborenen stel- amerikas, den Brasilianern und einzel- und dadurch das Netz wie einen Sack zu- Bambusstäbe nach, der eine
e,enuc Kuiiu uu wn. v V.- mD. ffltn .nrmi. nfti rtnDwntrnörD MfMit hrt ti etteiven anelnanoerieaen ,n, WH nrhr mit
aus oer ' " & t" v ( t Inen licgcrüöiicrn viTiici3 berannt. In sammenziehen, der die Beute sicher um Melodie pfeift, so lange die Vögel
senJaravaeinerlvonve bedient man sich hierzu der chließt. Wasser sind. Aufweinen eigenen C V 3 vittlinnS Sh r trinrniir m rt . i - . ' ' m. ' t . . r. i I ll ' 1 . "
ui vu ic jiu """k oaeisiorner. m Vra illen oer Vlengei Was AM cueucven uno euen oer m ruft er sie ans Land : solaen sie ni
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Tveotz oas imiz uuiiüuu, u alvergla entstammt, iic Wurzel wird der Chinese fchlägt das Wasser mit hol- Anle, und schwankende Sik aus dem improvl- z.rmnlmt in hnZ Messer ewnvsen Tli i.rrton iCItrtf it nn Ynsti fysnntirn aCaI
n v & . m-m n ri n w d t v f. 1 im a. . j t . aa m m
I ' - , EtJ V ()" 1 1 j.vw.v... aviv ivmiui wuvvm, Mi ivttuf"1 "Mff v' I UUÜUl UIIUViVUtU sirten ttloB die Fröhlichkeit der fischenden betäubten Mische kommen an die Ober. anedrackt sind und in ?kavan dessen die nUnb,Ur
gel an Köder zwang häusig den Fischer ten der Flüsse, wo das Wasser stagniert wildem Geräusch und Lärm bekannt, hinab. Sobald sie einen Fisch gefaßt hazum Aussuchen von .Surrogaten, so daß und greifen die Fische entweder mit der Alfred Marahc sah an der Mündung ben, bringen sie ihn an das Boot,und ist ein längliches Stuckchen emes cuschet end ader erleaen sie mit Nkeiien. die dp kleinen lnsie (fhnna. den er bei ik s. k fr,.
, , , thieres den Wurm ersetzen mute, em wenig leisch die Schnecken. Jn Iapan IThtnn irtilh mn. dan die Duvven und Ehlna sano man, oaß vle puppen aus den Selvencocons von einigen l 19"" " ?LS7'. ' ' OlTi. oie am.ii.ui i"-- -"."- sischerei bedienen alle Mische so UN n"v "m l? l2 Ä ä: Ueberleaung das ihnen angebotene SurYnnnt ftn stelle der aewodnten. natur VM4 . j ' f t Sorgsalt ersordert leiten, namenlucy deren Beschämung standlich itt. we Fliege- bei dem ihrer VerwandUn bracht wird. D ßerordentlich geschickt künstlicher Fliegen ar lein die Engländer und Amerikaner übertrenen sie darin um ein Bedeuten des. Die Firma Bradsord & Anthonnj in Boston liefert zweihundert Arten von künstlichen Fliegen, die der Natur in wahrhaft photographischer Treue nachoebildet werden, und sowohl in derJorm wie in der Farbe derart täuschen, daß man glaubt, lebende Insekten vor sich zu liaben. Es erisiirt sogar ein aussührliches Wert über künstliche Fliegen und deren Anfertiauna von John. B. Day 9dan. eine Erscheinung,, die nur in einem Lande möglich ist, in welchem der Angelsport die höchste Blüthe erreicht bat. Werden doch sür die Erlaubniß, J . , v e " t in Jlüslen angem zu oursen, ungiauo
I?V1,N nehmen. ie ,vv . , , r . - i - --i , . r'-"'
-iivrs, w in " 1 f,,,i tnit oinpr JUrttin s.v,.N I .rrn.- n-ir ...oaH..,i I .:,e 1.,
tfiuflcn ju vucH, . oote in aroner An.abl die Bai be. h WnfTr in dV ßfl und . . 5.5.." x ' YUÜ i . ciuci yacui,
vemAngier eyrum hnaen sie eine Illumination der. wirs ras und Säub hinein wodurch n$rZZ uhZ et .0Wir lac2l V ay, er oyar
syalv Oie iuniliiiuci a 2n -x in cf x i.u':: 1 cm.rr.- 'c.' stMl " rirIv "7s7sJC mame m ne, oaim er meenl,
r-nnn hr ttureNen und lV"a7" ,MM b"y3" lugiijca xüu ci ciyuucu uuu. oers aciauiajl löllü. wllyreno ver lrniau enz, :, CSrrnntt im nn Tnnnt üslngc oer ooucn uno .. h h tbät nen Mengen niff ht;fa .'. h.. L-. c:r. cro.-rA. ,:J, i.:. lltz iyn reen yerrgoll zwinge ionni.
ie Japanern xno au r.""7.- h'fn -.rlli(T:;; "s r. :Z mr:. 5Do8" toote prnpi n er feaeöe.
liche Summen bezahlt ; die Gerechtsame, im Flusse Dee in Schottland mit e i n 1 1 Rutbe vom Februar bis Mai dem Lachse nachbellen zu dürfen, kostet die Kleinig keit von 180 Pfd. Sterling. .
Nicht minder ausgedudet ist die Her flefluna künstlicher Fisch, aus dem er schi.denar.igsten Ma.mal, Es Srte wt fuhren. d.es.S Gebiet emgehend behandeln, zumal sich Proben der ftp, be. allen Handlern nnden wUst Ulensilien ur den F.schsang se.l nKunstköder seltenerer Ar. ist die Nachbildung des Tintenfisches aus einem Stuck Horn und einigen Lappen von Haistschhaut. denen sich die Japanesen zum Angeln des Katsu.uwo. emeSTHun bedienen Statt de. Hautlapxen kmmen auch Federn zur Anwendung Die F, cher von Amdoma (Molukken) w n - r rw ri i d iih rw n nv itt t i mir i nri w w 1 1 r- v m IWWI, Vlfc ll Ui WM vjv..w. -v,ver zu seinem Verderben nach we ßen Federn chnappt, die den Angel. 'Zld die Fischer einen schwärm Tjankolon wahrnehmen, sah. mil hrem Boote auf denselben pnI(n mge Hände voll kleiner Fische aus, die sie zu diesem Zwecke in A hren. Alle m i f Angeln nb bewegen die weißen Hüh. nersedern langsam inmitten der kleinen n u Der Tjankolon pfi t ici auf seine Beute und verschluckt auch den befiederten Angel acn Zieht ein einzelner Fischer auf den Tjankolonfang aus, so rudert er in einem ncincn Boote von etwa vier MeterLänge unb vierzig Centimeter Breite, das zur Verhütung des Umschlagens mit Aus gern versehen ist, durch den Schwärm dieser Mische. Reüts und links ragen Angeln aus dem Boote hinaus, ren haken unter einer weißen Hühnerjebcr verborgen sind, die bei der schnellen ggh nut das Wasser streifen. Sind ei Fische gefangen, dann lenkt der Fischer zum Strande und trägt seine Beute mitsammt dem leichten Boote auf bct Schulter nach Hau e. Auch in Bra Wen sind Vogelfedern als Köder für den Tumucare in Gebrauch, während der Qa.l(iS . ctltx V...4; u.:. 4.uuiuuui uctiuuiiiK UMy uuiia vcu wci n Kern der Tucumarnuß getäuscht id. Auf Sumatra dient der Kern der Arekanuß zu demselben Zwecke. Wir hht im IRMhiiL dak imn hurrfi bai Meer von einander gettennte Völker c f t: rtay.-- o V . UU Vltlfcii ltUUiltt VW4 UU3 Wttt Pflanzenreich verfielen und zwar auf den rn einer Nuß, der nicht allein durch u h T fönhm .,uck hrA Geruchsinn der Fische und anderer Was. Auklucken Nrnn ne Rolle spielt, wisien nicht nur unsere .... . " - . Fischer, welche sogenannte Flschwitterun atn an& rsckledenen deckenden nn Hienzien bereiten, sondern auch die Völs des Ostens. Der Japanese lockt kleine Fische und- Krebse des Biwasees mit geräuchertem oder gebratenem Fisch m seine seltsamen Reusen und der Chi nese sängt die Schlammkrabbe, indem er emen Grashalm, aus den em Tropfen wohlriechendes Oel gegossen wurde, vor die Münduna des Ganaes brinat. wel ch. die Krabbe, Hrien.yüan, bewohnt, Bon dem Duft angezogen, verläßt die Krabbe den Gang, und so wie sie an der Oberfläche erichemt, wird die Mundung v.rr.iu. ci....t. .r. rrr I desselben mit einer Schausel geschlossen nd dadurch dem Thiere der Rückweg abgeschnitten. Das Betäuben der Fische durch in das Wasser geworfene, narkotisch wirkende
A I IClUUiUlUJIll iill Wtt IUlUWtW UUI,
mw k.n :n ca.. t v.airy a cnt.i rx. nje t.;,
jpjianjcnigcuc iji oen eivoynern ves ein eiüo dimbo aenannten Vssame.
während die Bewohner der Insel Riouw in der verschiedensten Weise ausgesührt. sie aufs Trockene. Nach vier, fünf Wodie Mische niit der Wurzel Alraf. fnh.i hr stifÄer hnn KtUheZ rüfirt mit einer An ist ß;Ar ffirstrf Wsf
J I I , t . i t ... r . r . . oellluoen, roeiaje roanricgcinua) emer I fläche und werden mit der Hand ergrifMzn reiniat sie sofort, um das I il I - , " Gist zu beseitigen. ' Knensasl werfen die ylntiZ. ein ?kn. I " 1 1 . - , - V'" dianerstamm Peru's, die Wurzel von I T M . . MeniSI)ermum C0CculUS lll DteJÜUÖJ cf i)--- i - - r I ' - - an bcr Spitze einen Dreizack bilden und it Widerhaken versehen sind. Selbst :t . S.:. t .i-: 't.-V. Vm 1 z-ni mxm ihnen die betäubende Wurzel fehlt, v,:??. . Sie VtW&t mit bewunderuna. I I I I V I I ::v!a.- m t jUi: t:i ... i-A.tr. l j v I v y vv v w amdigtt Ee chicklichkeit zu treffen. naquicht ,,ch,ang, de, welchem : js.irjc.. tA v . O'" I vvvuu v.vvtvitv.. vv ng'lcke Fisch wird entweder geangelt, Einen prächtigen Anblick gewährt nach während die andere mit einer Harpune . . .CT i XX bafJ(i. !n Von !iii4i ittit üciüuic wniyc ni wn uivv iwp, In ähnlicher Weise fangen die Fischer an den Ufern der brasilianischen Flüsse Schildkröten und große Fische, welche vom Lichtschein gebannt, ruhig verharren und sich spießen lassen. Nicht viel besser ergeht es den Fischen, welche im Son nenschein Siesta an der Oberfläche des Wassers halt.
cv 1 ?uci. v. jurnooiors e mremuna oer nie v-iaemmait vieler me. oas ru Netrntnn. da
M I tl F - " I I On . . . r. V 1 m m -r I . m . . I
mIiel eines ' Ha " m deweglen rzuz,een, den Eigen cha ten
'cX,, riili 0-.3 Ö" 'N am Border. ird au, Java und Madura m r,g. wendung der von
,? y 1 riSc Äll welcher Rohr und Harze brennen. Da nese brinat viereckige Um;Sununaen aus beraus. dak der mit aerinaem Untersckei- z '
ri.'k. 1 avun. uu inm -ujuii ui,suuiui)i. u ov uiiiäiniiiei
in Anwendung ge- n rin Vn w b? nh 2 V u . "Bti . Den Bau zum zwettemol zu mache :
in der Anfertigung ; """ u, .ttv jUüua juiu:... Un wän's jetz hiwe chdinke dhät, is Voaelfedern, aU B tnM' M Tage bequem mit Haken gefangen. Die anlockende und blendende Wir- Da könnt er nix mache - ihm wär's
sn einigen vcwu cu yiuiiücuciii ytoen eiaenarilaer ae lairer neu oer uno des icvt cdemes findet fast aus- ; t i?d
sängt man auch den Lach- beim Fackel- Fang des Kembang, einer Makrelenart, nahmsweise in allen Ländern mehr oder Die Herre Franzose, die viele Soldate schein. Der Fischer halt m der einen bei Mandura, welcher Fisch mir Salz, minder ausgedehnte Anwendung . zum Vun' Tunis wo in der Höll d'rin brate Hand eine hellbrennende Kiensackel, Kurkuma und Betelvfeffer in irdenen nacktlicken isckfana. den das nickt leicbt SV drit nnst nit um hssrf,f
wenn der,elbe, vom Lichte angezogen, Tausende von Töpsen umgesetzt werden, am Strande lehrte. Die große Scheu Un wenn's uns im Himmel dhät schenke dieses unbeweglich, gewissermaßen wie Die mit fünf Fischern bemannten einzelner Jischgattungen vor Lärm und So solle mir nur die Mauer ussihre ; hypnotisiert, anstarrt. . Boote begeben sich meilenweit auf das beunruhigtem Wasser lehrte sie' in das Im Jwriqe Hot er noch weiter a'saat -m.. w m m m. m V .wi . fr. ,, A, C 1 M . t s -. ' J 1 .1
Auf dem Pei'ho erblickt man unter anderen auch Fischer, welche große Fische mit einem Dreizack, der mit einer starken Schnur an ihrem Handgelenk befestigt ist, harpunieren. Um ihre Beute nicht zu verscheuchen, haben sie sich eine Art von Floß ausgedacht, das aus zwei un ter sich durch Holzstangen verbundenen Balken besteht und ganz genau die Form einer Leiter hat; das Vordertheil ist zu. gespitzt, hinten befindet sich eine Vorrich. iung zum Rudern. Mit wahrhaft wunderbarer Geschicklichkeit halten fie sich im Gleichgewicht, aufrecht stehend, mit einem Fuß aus jedem Balken, den erhobenen Arm mit dem Dreizack bewfnet und den Hals vorgestreckt, um sich den Fisch nicht " . i . fjt.!
entgehen zu .an.cn, oer im sonneniein an der Oberflache des Wassers Es ist ein aufregendes Schauspiel, fünf oder sechs dieser Fischer aus ihren zer. brechlichen Nachen den Fluß herabkomm m tf i men zu seyen, oenopf veoeal Mil einem großen Strohhut, die nackten nervigen Arme und Beine von der Farbe der Bronze, das Gesicht energisch und mit dem ruhigen Ausdruck, der das Vertrautsein mit der Gesahr anzeigt. Denn obgleich es häufig vorkommt, datz die harpunierte Beute stärker als der Har punier ist, ihn aus dem Gleichgewicht bringt und ins Waffer zieht, wo ihm . , , . . u!Xi V ! . NlazlS vorig oicioi, roenn er moj in uic Tiese gezogen sein will, als die Schnur am Handgelenk zu zerschneiden, so hört man doch selten von Unsällen, denn alle sind ausgezeichnete Schwimmer. Die sonderbarste Art von Nachtflschei i mm rf k xti wird leoocy in iyina ausgeiuyrr. Das Boot ist acht Meter lang und und vierzig Centimeter breit. Auf der einen Seit ist ein weiß bemaltes Sprungbrett angebracht, das mit der Oberfläche des Wassers einen stumpfen Winkel bildet und einige Cenumeter ms eintaucht. An der anderen Seite des Bootes ist ein Netz senkrecht so ausgespannt, daß es eme Art von Wand bildet. Wahrend heller Mondscheinnächte gehen die Fischer mit diesen Booten auf die See hinaus. Das vom Lichte des Mondes beschienene weiße Brett wird von den Fischen als ein natürliches Hinderniß betrachtet, das sie vermeinen, bewältigen zu müffen. Sie springen deshalb über das Brett entwe der direkt in das Boot hinein oder gegen das ausgespannte Netz, welches verhindert, daß sie über das Boot hinweg stürzen. Im Königreich Anam und aus Ost. Java sind ähnlich konstruirte Boote im Gebrauch, die jedoch nicht während der Nacht, sondern bei Tage benutzt werden. Das weiße Sprungbrett scheucht die Fische auf und um sie noch mehr zu er schrecken, schlägt der Fischer das Wasser mit Bambusstäben. Hat der Javane CM?, frt ffinnt er ni,s diese Meise nn Vy I 1 1 O l ""I " l einem Tage bis gegen dreißig große Fische. Der anamitische Fischer gibt sich nicht einmal die Mühe, das Wasser zu f m . . . m m schlagen, sondern beunruhigt die Fische durch einen großen Palmenzweig, der s,ZiwvtS hnn dm Nttnte nn8 in hn8 v W "W V V I Wasser taucht. Da er die Erfahrung machte, daß kräftige Flsche von dem Wrtnf rt2 tTi?her iitritrffhrinnett. fiefent w v tr v w v gnnfiiin vvj er den Boden desselben mit grünenZwei. gen von Laubholz, die das Thier ver. hindern, sich emporzuschnellen. Es ist diese Art des Fischsanges eme seltsame und zugleich bequeme, aber nur da anzu wenden, wo von emem wirklichen Reichtbum an Mischen 1)ie Rede sein kann. Sie wird hauptsächlich in flachem Wasser zur Anwendung gebracht. An seichten Stellen des kaspischen Meeres bedienen sich die Tataren und cr.r. a r v .n: ern c i. . Perser aus Seide gestrickter Wurfnetze zum Fange kleiner Fische, welche durch glänzende Steine und mit Würmern vermengte Lehmkügelchen angelockt werden. Am Rande des Netzes befinden M VkNler uus iei, umtue vcim sckie. umne in das NeK zu iaaen. wird I - U I 7 ' " -" - , - ..... - m -i vr rr gronen Bamousstange im aner umyer, . A a A A, a uw am . -at Frauen und Kinder schreien, um die ,",,e de jerinrt in die I " O j 7 " " o Netze zu treiben, welche sich bisweilen Ibtrnrl fsiTT-n hnr? Tu hfnf.en ivv. v.jj1.t.v.y... Auch den Bewohnern des aquatoria. I . . . -m. . . . A. . A... m n S r U Ö t ffurdi it sllAf? Hör ......... u -" 1 1 - -'-' O " -" seiner Durchforschung desGabungebietes besuchte, Bambuszäuae im Wasser er. 'Vl7l . fi. v:. 1 cn.ii- v ' , cri..t richtet, welche die ganze Breite des Flus. s,S nsnerrten. iedock reusenartiae ÄuSI "T ' """i? ' ' I . tifV.i v v:. cv:r je. buchlungen bildeten, in denen die Fische aufgehallen werden. Sobald die Zäune i . jt. i . v nv n ot 2 U UI VUU WUWVI WUV VUlUljllt i Stäben den Fisch scheu zu machen und inwÄs w Wände sein Entweichen verhindern Töpsen eingemacht, einen bedeutenden I (nVAf 3.t.tAf t!lk.l . . V. 1 '2t.1 1 J. i ouiiuciauimci uuuci, üon ueiu xuijiiiuf Meer zu den Sammelvläken der Kem bangs. Um die Fische zu fangen, wenden die Fischer einen Kunstariff an. Sie bringen nämlich große Mengen von Ko kosblättern auf die Fischplätze, verknus sen dieselben mit einander und konstrui l ren aus denselben künstliche grüne I Bäume, welche Ondjem genannt werden,
Mittels langer Taue, die ost gegen hun I
dert Meter raeffen, verankern die. Fischer diese Ondjems auf dem Grunde des Meeres und varten dann emge Tage hindurch, bis die Gelegenheit zumFange günstig ist. Die KembangS sammeln sich Mittler weile unter dem Schatten der Palmblättern an und lagen es sich dort wohl sein. Vorsichtig umzingeln die Fischer den trügerischen Schattenspender mit ei nem Netze und ziehen alsdann das Ond jem hoch. Die Fische, welche micht vissen, was ihnen geschieht, flüchten erschreckt in da Nkk und werden fitfanntn. f)hnt diese Lift fängt man keine Kembanas.Von allen Arten des Fischfanges darf jedoch der Fang der fliegenden Fische und des Sarni auf den Molukken der oriaineWe aenannt wrd,n. d WfosfiM seinesgleichen nicht'bat. . ' 3 Blatte we kleinen wracken, etwa nun der sitrftfcH der bekannten Palmblattsächer- Das Blatt der Riopflanze ist ungemein zäh und starr und dabei sehr - leicht so daß wohl kaum ein geeigneteres natürliches Material zur Herstellung eines Drachen gefunden wird. Die Leine, an der man den Drachen steigen läßt und der sehr lange Schwanz, welcher den Köder trägt. des eben aus Talllalar lwört eaen. schnür), dünnen Lianen, ' die nach An gäbe der Eingebornen nur aus den In seln GroßBanda, Rhun und Ceram vorkommen und van den Resten alter Bäume herabhängen, aus denen sie r jt i Ms v? i c . .. I icomaroxen. is ooer vlenr weoer em Wurm, noch sonst ein Gethier, sondern das Gewebe der Lawa-Sakara. anav!nne. einer ysraikike knR durch Feinheit ebensowohl auszeichnet. als durch Zähigkeit.
unächst fertigt der Fischer aus dem lg' eicy, ves ganze mmelreily
einer Rio genannten Scitaminee. rnr gewaaett uns geziddert,
lcke auk der 5lnlel w .Zn.n So war's vun dem sorchtdare Schlag er.
Zwei Fischer rudern in einem, mit nascht gar so arg, wie m der you : Auslegern versehenen Kahn gegen den Was macht dann der Petrus, mem HimWind, lassen den Drachen steigen und ... , melsprofoS? suchen ihn, fern von ihrem Fahrzeuge, Is dann heuMer obe der Deiwel los?" in solcher Höhe schwebend zu erhalten, ii' ' . t daß die am Schwanzende befestigten Kaum hotjder lieb' Gott vor sich hm des Spinnengewebe, eben nur das Wasser , - T 'acht, berührend, aus den Wellen tanzen. Der Do Hot schun der Petrus die Dhur ufan der Oberfläche des Wassers schwim. . ' gemacht.
mende Fisch (Sarui) schnappt nach dem Spinnengewebe, in das er sich mit sei nen Zähnen verwickelt und wird so ge. fangen. Bei stürmischem Wetter'scheint der Fang am besten zu glücken .und es gehen die Kähnchen dann wohl zwei bis drei englische Meilen weit in See. Der Hauptvorzug des ganzen Fangapparates beruht iu seiner großen Leichtigkeit, da er, im Gegensatz zu gesponnenen Leinen, kein Wasser einsaugt. Einzig in seiner Art steht auch der Kn de? Mskfe mit rtfirtiftftn uw,,ö j I VJIVHVl wvv- I raben, der Kormorane, da, wie er in China ausgesührt wird. Einige De tails über diesen Fang dürften-besonde ' . res Interesse baben, wenn der Gegen. stand als solcher als Spezialität Chinas f .fnnt fin fnTsto - VMV4 VVMit VM.V - I Als die besten Kormorane gelten die in dem Städtchen J'anghstchen ausge - innnn r nnTfanTnnf fffrifif hti gvjjviitiit w w.w).Mvv ittii vfci Bewohnern dieser Stadt den Besitz eines Geheimnisses zu, das ihnen ermöglicht, die Vögel besonders geschickt zu dressiren. Da die Weibchen der Kormorane schlechte Mütter sind, läßt man die Eier von Hühnern ausbrüten. Die junge Nrt ist sekr emksindttck enen und wird, in Wolle gehüllt, mit einem Brei aus Bohnenhülsen und Aalfleisch ausgesüttert. Nach zwei Monaten er. halten die erstarkten Kormorane kleine Irvrv . t rr . ffische und die Dressur beainnt. Eine an das Bein gebundene Schnur hindert das Entkommen der Vögel, die schmal in Kost gehalten, sich aus die ffische stütten. welche ins Wasser aewort :. ...." v. en f. ?en weroen. iLeyr ocr Ävgel Nlkyl gUlKfrtnfc.r ' :m Mkitt I II x.4 ' willi. sn drinat Herren an 'der Schnur I WVII I VIV , V I V VlltVVUttlUJt tttlll I'. ' . . ' . aut abgerichtete Böael erleichtern das I ' ' men der Jungen, von denen d e ... ..,.:. r..:. ssUT m Voael einen Rina von Hanfaarn um den sz. n,,r (nSrTiA t , ,, iv iiuv ivuvtiui uiiv givut mit ihnen zum Fang aus. Zehn bis ,n,RTf Xrfff, sifco rtf S.m WaVä wvvvt inu uu , v.w uvuiivv des Bootes und, aelehriq wie Hunde, I ' J IT '1 hitAcn He e nen Wfitf inrÄ ft.rrn Vltt (j ' I vmv. vvijvt gt vj vp v ivur men ihrer zwei oder drei zur Hilfe und schleppen den Fang vereint herbei. Ist 7 r " ? r rv- c . l ein'Kormoran ungehorsam, so bindet man . GZmU W5 , I WM -mf VV VV AMI UUIUVVM I I c c r p .. Am Abend dürfen die Bög.l für sich selbst silchen oder erhalten zur Belobnuna ' ei 1 - .m , usBohnenhüIsen. EinKorhält tun, Jabre aus. dann er. HCll (V Ullv HvUUU UlkU UlUt. So wundersam manche der bier mit. ÄS 55 eine Federn und stirbt. , . , ., erscheinen, so ergibt sich doch bei näherer sie sich naturgemäß ans der Fische und der An der Natur gebotenen entwickelten. Es stellt sich übersehende Verhalten der Fische zum I . A r t r l . nit . r firniß oer aaei ooer oem !llZaa)iseucr - Netz ?iu treiben, während anderseits ihre Vorliebe, für stille Winkel und ruhiges Wasser Veranlassung' zu dem' künstlichen - Fange .mit den -Ondjems ?gab. D'er - Fang des fliegenden Fisches mit dem - Drachen und der Spinnenwebe kann als Beispiel für die scharsinnige Ausnutzung des von der Natur gebotenen Materials
gelten, welche eine merkwürdige Combi
nation von Blatt, Liane und Spinnenwebe zuwege brachte, die ihrerseits für die seinen Zähne des betreffenden Fisches berechnet ist und zwecklos in ihrer An Wendung aus Fische von größerer Zahn. bildung sem wurde. Und so zeigt sich, daß es der Fisch war, der dem Menschen seinen Fang sel ber lehrte. 1 Die trofte 5!oty. Ein Cchk e H a n S Sch dem Jüngeren. Himmel war emol groß! Noth, Dann am e Sunndagnachmittag Grad um die Zeit, wo der lttwe Gott Sem Schlafche macht, do , dhut'S en schlag. fischt 1 bansend onone zugleich. schiddert; Un Alles, die Sel'ge un Heil'ge sogar, Mi sammt die ganzi Engelschaar Hot tf fön un is dorchenannergerennt, Dann Alles meent, daß der Himmel .... . tL onni, Weil's halt nach dem arge Krach m z Schlag Ganz forchtbar necht nach Bech un UN Vun dem Lärme is unser Herrgott er wacht, Hot die liewe Aage ufgemacht. "3a," sächt er zu sich, ni .was war dann des? Mar meent, das dhät Eim Wer expreß, Um Eim zu schdeere ! Was necht dann cso ? Man kann so fascht nimmer schnauft do! Fuz. fm, do riecht's jo, be: meiner Seel, ia9 un,er yerrgon m , . . 00 an - Was Hot dann nor.vorhm den Kracher , gedhanZ Was sin m'r dann des for faule Sache, so en arge Lärme zu mache, Grad wo ich fchlof? Un sag nor, was . . ' CX 3 - .... Uns m den schlechte Geruch versetzt? m kann dann un Himmelreich so was - ;, f . Xbst'?r1!r.lX. c-, . Du dhuscht m'r e scheem UfM führe Mem! sächt do der Petrus du - . Ilewe? Gott, A . . . yann ich was d ksor, wann's en Krach ' ., eoyan yoi Bm ich d'ra schuld verleicht, daß die alt IlM A I A VU M AM X A AM 3 ( A M A A 11 & i!, Wo der Belzebub Hot baue misse Zwilchen WilM UN fklM TeNidoriUM ? f ZX.HO ' t 1 'ZI 3? mN, S)u öertschi je mwcr wisse, 44,141 "44 imi V44U4ia I IkUMM. Y l r Z 'L CV L f X, L f" Z?, ' lei 3ah schon unverdroffe Ausbess re, verbutze un Mlbbern losse,tzt Hot se d'r doch die Grenk halt m. ... . . -x tt4, f ,f on iuy k2 uiui juyuiu, luuuii je j uuiuic bricht V Soo sooo !" sächt d'r do der liewe Gott, Die Mauer is eing'schderzt ? des also Hot Den Kracher qedyan Ja, dann ist es wohr, Un ich sag' selwer : Du kannscht nix der for! Hm, hm, 's is e recht verdrießliche G'schicht, Daß halt die Mauer do z'sammebricht. Grad ietz, wo der König-Ehremann I ' J ß) A a( AI A. Alls A UA A i jcuii uij uu ui UCBI"Ci uuiuuiuic . I OTTi p f ff Sam X (a a m IvIaXia i wus uu vuiit wi uv AViuuity iiu(. I sN, wfi Ki finmi nnnrtf& ff STiitf Zun uns do Home, wanns so dhut I m , - . , r ' A s f l Cfi Mttitfi f rttit ftrf htnlim .nhc Ti: .1 j v " ,WT,; ,1". i is's 's is wohr! V v M MM, n m f tw 9W tm S V )) MM woh Was mache mir dann ? des Beschde Ä . ' Lerb Knf Ä)U Nimm l emo: en Aage azem M f. . 1 v ii nn rt r n OÜ und ötett Was? ich . do naus ? nv - rtvic.c n rv. , Was sellt d'r dann em ? Keen Fuß vor's C P v Setz ich, so lang's eso ferchderlich riecht, Wo mar hier schun fascht Kopfweh kriecht. Ja sächt do der PetruS dann weeßlchd'rewe annre und bessre Rath mehr zu HUll ... mgewe, ii "" u uiuuiuuii HSÄx ' !' 1 iiin n'icuininli Dtn maoe 111 rrnnri . ' ' '''. '7" !Kl L r" 'ö . f x. lo CV V Bul'chke"s.Jnvendr,um i iCUUl -JUUlUy itH3OuwtuwwluUk Gezählt ich loß nit so viel mäche, ''" Des sin em Deiwol seine Sache !" ,Ja, liewer Herr," sächt der Petrus jetz .Hernoochend, glaaw' ich, is's letz: Grad rieche: die dbäte die Luft ve? I ' . I vesckde Un Hot sich verschmitzt in's Fäuschdchc gelacht . : s 5 : Des könnte mir )aii nach Gutdinke : Ihm dhät die G'schichte noch lang gu ' ; ' . N 'schdinke.'" So Hot er des g'sagt ? do soll er er sich erre !
ir jr. r , . t t. v. - r.: t t x.
Ich mach'm fein Standpunkt kloor, dem herre ! Dem werr ich emol e Lichtl anzinne : Wir werre vor Gericht uns sinne, Ich häng'm en Brozeß an Hals ! Was eenmol recht wor meen ich als Des bleibt hat recht sor all! Zeit Vun Ewigkeit zu Ewigkeit : Hol mir en Advogat us der Stell !" Ja sächt do der Petruö, .deö is jo der Jddem : 'S is nit gut brozessire mit'm : Die Advogate sin all in der Höll ! Im Himmel hawe mir nit Een' Un kriche aach vor der Hand noch keen!" Er sächts. Do bin ich d'r usgevacht, Un hab' d'r iwer den Traam gelacht Ich hoff', daß Jhr'S jetz grad so macht ! M. B a r a S. Die Betrogenen.
Pastor B. war Prediger an der St. Peterskirche zu Petersburg. Er besaß ein ziemlich großes Vermögen, und war wegen seiner Güte bei seiner Gemeinde sehr geachtet und geliebt. Kein Tag verging, der ihm nicht Bittsteller der ver . .n... Ort .Jtl.lX V. b.l icyieoennen Arr georaqr yaile, unv w ner verließ sein Haus, ohne einWori des Trostes oder eine milde Gabe empfangen zu haben. Als ein leichtes Unwohlsein ihn eines TageS an das Zimmer fesselte, kam eine Frau zu ihm und bat um. seine Hilfe. Sie sei erst seit Kurzem mit ihrem Man ne nach Petersburg gezogen, und dieser, ein Silberschmied, verdiene so viel, daß er sich und seine Frau sehr gut ernähren könne; doch behandle er sie ohne leiseste Veranlassung ihrerseits so abscheulich, daß sie es länger geduldig zu ertragen vermöge. Der Pastor druckte ihr sem Bedauern aus, daß er das Haus nicht verlassen önne, und sugte hinzu : Bringen b;c Ihren Mann zu mir." ; Das ist leichter gesagt als getyan, entaeanete die rau : ..denn sobald er arawohnt, daß ein Tadel seiner harrt, wird er nicht kommen. Nein, er werde w rw . Air n - f JC lym sagen, uer yrwuroen rounen etwas von ihm zu lausen, das wird ihn herlocken." Vortrefflich ! stimmte der geistliche Herr bei, bin ich doch gerade im Begriff, . . . a. r . . . em compietes Albernes z.yeeervice zu kaufen Und er bat eben ein wundervolles fertig," rief die Frau ; .es trifft sich alles ganz herzlich " Am folgenden Tage erschien der fcu berschmied in Begleitung seiner Frau mit der gewünschten Waare. Der Pastor wunderte sich innerlich. daß jene ihren Mann begleitet hatte, äußerte sich indeffen darüber nicht und sagte nur : Ah, da sind Sie a ! Uno das Service?" Hier, Ehrwürden," antwortete der Mann, ich habe es mitgebracht, wie Sie wünschten." Recht so," meinte der Pastor. .Ha. ben Sie die Güte, mir in mein Studir nmmer au folo.cn." Sobald sich die Beiden allein befanden. fing der geistliche Herr an, eingehend Über die Pflichten des Ehemanns zu re den, und verwies mit überzeugender Beredsamkeit auf die Heiligkeit des Gelöbniffes, welches Eheleute vor dem Al tar sich gegenseitig ablegen. Sein Zuhörer schien darüber höchst er staunt zu sein und machte mehrmal den Versuch, des Predigers Rede zu unter brechen, dieser aber bat, ihn bis zu Ende u hören. Welche . Entschuldigung haben Sie nun sür Ihr Betragen ?" fragte er am Schluffe. Was giebt Ihnen Veranlassung dazu? Sie sehen so sanft und gutmüthig aus, mein Freund. Wie kommt es, daß Sie ein so schlechter Ehe mann sind?" Aber gestatten mir Ehrwürden doch nur ein einziges Wort. Ich bin " Ich weiß, was Sie sagen wollen. Sie sind gewöhnlich sanft wie ein Lamm, und nur zu gewiffer Zeit ausbrausend ; r v i . . fT C . t - aver nca fo weil zu vergeben, oap Wie Ihre Frau schlagen, das Sie irren sich in der Person, ehrwür diger Herr; ich habe meine Frau niemals geschlagen, denn Wie?" rief der Pastor verächtlich. Sie leugnen das auch noch 7 Scha men Sie sich !" Denn ich bin überhauvt nicht ver heicathet," vollendete der Mann den be gonnenen Satz. . Wie? Ihre Frau wartet ja im Ne bennmmer." Wie? Meine Frau? Ehrwürden sind im Irrthum. Ich habe keine Frau. Jene Person ist ja Ihre Haushälterin, die mit dem Austrag zu mir kam, uer Ehrwürden ern silbernes Theeservice zur Ansicht herzubringen." Dem geistlichen Herrn wurde es etwas unbehaglich zu Muthe. Meine Haushälterin ist sie Nicht, sie muß eine Verrückte sein," sagte er. Oder eme ganz durchtriebene )lev , A . C n, ergänzte oer Siivercymieo. Hastig traten sie in das Nebenzimmer doch es war leer! Die Frau und das silberne Theeservice waren verschwunden, und die eifrigsten Nachforschungen der Polizei blieben erfolglos. Der Vorfall gab Anlaß zu manch ernsten Betrachtungen. Der Streich war so sein berechnet und geplant, oatz sich wohl der Klügste und Umsichtigste in der Schlmge gesungen' hatte. DerSilberschmied überließ das silber ne Theeservice der Obhut der vermeintlichen Haushälterin auf den ausdrucklichen Wunsch des Pastors, während dieser naturlich kem Bedenken trug, die Waare des Silberschmieds den Händen von dessen Frau anzuvertrauen. - Wäre Die Laaze zum Prozeß gekommen, wer hatte wohl denBerlust zu tragen gehabt? Glücklicherweise dachte der gute Pastor nicht an eine solche Alternative. Er hatte aufrichtiges Mitleid mit dem armen Manne, der sich nur kläglich durch seiner Hände Arbeit ernährte ; nnd da er im Gegentheil reich genug war, denVer lust aushalten zu können, so trug er ihn allein. . . . Da d a l k e te B ua. 5ans 'Du Lien. was muß i' denn thun, um von Dir a' Busserl z'krieg'n? ' Liest.: Net so dumm srag'u !"
mrf HVVtUll WV V WV0 flecken. In der Zeitschrift Kosmos" veröffcnt- . licht Herr v. LüdinghausenWo!ff eine Anschauung über die Ursache der Son nenflecken, die zum Mindesten dieGrund lagen bisheriger Erklärungsversuche sehr erschüttert, wenn sie dieselben nicht ver nichtet. Ob man nämlich die Sonnen flecken für Dämpfe mit Secchi oder für Wolken mit Weber und Kirchhof oder für Schlackenmassen mit Zöllner, Gautier u. A. hielt, immer lag diesen Erklär rungen die Vorstellung zu Grunde, daß , Gluth von unserem Auge stets als Leuchten empfunden werde oder deutlicher, daß nicht leuchtende, dunkle Körper verhältnißmäßig kalt und starr sein müssen. Unsere Erfahrungen auf Erden berechtigen auch zu diesem Schlüsse, aber physiologische und optische Thatsa-. chen zeigen, daß er gleichwohl nicht er- . wiesen ist. . Das Sounenspektrum bietet uns be- -kanntlich drei Theile, die wir als Wär- . rnespektrum, leuchtendes und. chemisch .c;james Spektrum unterscheiden und deren Verschiedenheiten wir aus der' un- . gillqen Geschwindigkeit der Aetherschwingungen erklären. Schwingungen des Aethers bis achtzehn Millionen in der Sekunde empfinden wir als Wärme, ' von da bis gegen acht Billionen Schwingungru in oer selunde empfinden mr . Licht in den Farben deö Spektrums, von Roth beginnend, mit Violett endend, und wird die Zahl der Aetherschwingungen in der Zeiteinheit' noch gesteigert, o empfinden wir nichts mehr, wir erchließen nur die schwingenden Aethertrahlen aus ihrer Wirkung auf die pho--tographische Platte. Bis zu welcher unö unfaßbaren Geschwindigkeit die Aetherschwiugungen anwachsen können, ist nicht bekannt, da über die chemisch wirkendel! Strahlen hinaus auch ein indirekte? Nachweis unmöglich ist. Das chemische Speltrum empfindet unser Auge wie daS Wärmespektrum als vollständige Dun kelheit und nut der für uns mittlere Theil des Spektrums erscheint als Licht. 3ei eine? Alles überbietenden und so exorbitanten Gluth, wie das Innere der Sonne sie. unbestritten aufweisen muß, ist es wohl mehr als wahrscheinlich, daß die von dort ausgesendeten Strahlen außerhalb der Grenzen des für uns ficht baren Lichtes stehen. Erst die abgekühlte) Oberfläche des Sonnenkörpers, die Photosphäre vermag unö solche Strahlen zuzusenden, sur welche das Auge die Lichtempsänglichkeit besitzt. Daher die' leuchtende Photosphäre bei dunkel er scheinendem Sonnemnnern, daher die dunklen Sonnenflecken, wo die Photosphäre durch aussteigende Gase des Innern durchbrochen wird." Nothwendige Voraussetzung dieser Hypothese ist, daß alle Schwingungen des Aethers der Qualität nach aleiÄ und nur in der Raschheit der Auseinanderfoige der Schwingungen verschieden seien. Dann kann man sich die originelle und vielleicht aus diesem Grunde bestechende.Vorstellung machen, daß wir den Sonnenkern nicht (das heißt dunkel) sehen, weil er am kräftigsten glüht. Der leuchtende Sonnenmantel stellt den bereits stark abgekühlten, nur mit der irdi schen Gluthhitze begabten Theil derSonnenatmosphäre dar, und wo die Photosphäre aushört, da haben die AetherSchwingungen sich so verlangsamt, dafr wir sie nur noch als Wärme empfinden. Die Musik kommt. Klingling, bumbun'. und tschingdada. Zieht im Triumph der Perser-Schah? Und um die Ecke brausend bricht's Wie Tuba-Ton des Weltgerichts, Voran der Schellenträger. Vrummbrumm, das große Bombardon. Der Beckenschlag, das Helikon, Die Piccolo, der Zinkenist, Die Türkentrommel, der Flötist, Und dann der Herr Hauptmann. Der Hauptmann naht mit stolzem Sinn Die Schuppenketten unter'm Kinn, Die Schärpe schnürt den schlanken Leiö. Beim Zeus ! Das ist kein Zeitvertreib Und dann die Herren Lieutenant?. Zwei Lieutenants, rosenroih und braun. Die Fahne schützen sie als. Zaun, - s Die Fahne kommt ! Den Hut nimm ab. Der sind wir treu bis in das Grab, Und dann die Grenadiere. Der Grenadier im schweren Tritt, In Schritt und Tritt und Tritt . und Scbr tt. Das stampft und dröhnt und klappt und flirrt. Laternenglas und Fenster klirrt, Und dann die kleinen Mädchen. ; Die Mädchen alle Kopf an Kopf. Das Auge blau und blond der Zopf, Aus Tbur und Tkor und fco? und Hau? Schaut Mine, Trine, Stine aus, Borbei ist die Musike. Klingling, tschingtsching und Paukenkrach. Noch aus der Ferne.tönt es schwach. Ganz lei e dumbumbumbum. tscbma: Zog da ein bunter Schmetterlina Ct-rjL' M'r' . Mnglsching, vum, um Die isaef D. v. Liliencron. D er H and karren. Ein Knabe sitzt bei einem mit eine Plantuche bedccktenHandkarren am Fuße emer Anhohe. Em Spaziergänger kommt daher, bei dessen Annäherung der Knabe zu weinen anfängt. Herr: Junge was heulst Du denn?" Knabe : 3ch kann mit dem Karren nicht den Berg hinaufkommen." Herr (in gutmüthiger Lune): Jifl, dann zeig' mal her." (Schiebt den Karren bis zur Höhe hinauf.) .So Da! (Sich den Schweiß abtrocknend) Sag' mal, was hast Du denn eigentlich aus Deinem Karren ?"' Knabe: .Mein aroker Bruder scblätt daraus. "
ist AltA.4ft. C ) !a VMN.Na
