Indiana Tribüne, Volume 4, Number 172, Indianapolis, Marion County, 5 March 1882 — Page 5

Berthold Auerbach. t . V.rf-----...-. . -f..

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In dem ercignißreichen Jahre 1848 lernte ich Berthold Auerbach in Breslau kennen, tto er bei demVater seiner ersten nach kurzer Ehe verstorbenen Frau, bei dein Lotterie-KollekteurMoritz Schreiber lebte, mit den ich seit längerer Zeit schon befreundet war. Diesem Umstände und einer Verehrung sür die Todte,. die, eine Äer liebenswürdigsten und anmnthigsten Erscheinungen gewesen, verdankte ich hauptsächlich - den-. herzlichen ' Empfang von Seiten Auerbacds. .. ' ,

Bald gehörte ich zu dem engerenKreise,j . rf- Ol n 4 V m. u .

oer nen. Damals in zrcsiuu uv.i uc feierten Dichte? derDorsgefchicht?n- bildete.. Mit Doktor Henigmann, dem geistvollen Juristen und langiährigem Generalsekretär der Oberschlestjchen Eisenbahn, dem gelehrten Nabiner und Orientalisten Abraham Geiger, dem hochbegabten, unglücklichen Schriftsteller Robert Gifecke und anderen bedeutenden Männer verlebte ich unvergeßliche Stunden in seine? Gesellschaft. , Obgleich noch tief gebeugt von seinem schweren Verlust, war Auerbach der Mittelpunkt und die Seele seines interefsanten Kreise-,, sprudelnd von Geist, hinreißend liebenswürdig und anregend wie wenig Menschen. In seiner lc'bensfrischen und urkrastigen Natur, der auch seine ganze äußere Erscheinung, die breitschuldige Figur, das volle, freundliche Gesicht mit den klugen, funkelnden Augen und dem lächelnden Mund entsprach, lag es nicht, sich einem unfruchtbaren Schmerz ohnmächtig zu überlassen und sein Dasein nutzlos zu vertrauern. ' In seinem Leid fühlte er doppelt das Bedürfniß, sich andern mitzutheilen und niit der Welt ;u verkehren, aus der er

Trost und neues Leben schöpfte. Mit der ihm eigenen, idealen Begeisterung schloß er sich daher auch der groüen Volksbewegung jener Tage . an, welche die Träume seiner Jugend zu verwirklichen sucht?. Das herz des altenBurschenschasters klopfte freudig beim Anblick- der einst verpönten deutschen Farben; er selbst trat in Breslau als Redner in einer öffentlichen Volksversammlung auf und forderte mit glühenden Worten die Freiheit und Einheit des deutschen Vaterlandes, das er bis zu seinem Tode mit unerschütterlicher Treue liebte. Trok des krausen Wirrwarrs unserer Tage," sagte er damals, fühlt sich das Herz doch freudig gehoben, diese Zeit noch mit erlebt zu haben. Die dämrnerndenJugendtraume sind zu sonnigen Tagcsgestalten geworden. Erheben sich auch schon wieder überall die Sonderund Souveränität Gelüste, wir müssen die volle und wahre Einheit, die zugleich auch die Freiheit ist, durchführen. Jetzt oder nie !" Dieser Glaube verließ ihn auch nicht, lls die siegreiche Reaktion ihr blutiges Haupt erhob und zuerst in Oesterreich die kaum erstandene Freiheit mit Hilfe der lZzechen und Kroaten knechtete. Auerbach der zu jener Zeit in Wien verweilte, war selbst Zeuge der furchtbaren Kämpfe und des schrecklichen Looses der Besiegten. Von drei Kugeln getroffen schrieb er, sank Blum nieder. Die eine traf die Stirn, die andere die

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jedem Blutstrovien von mir Xüixo ein

Freiheitsmärtyrer crstchn." Zugleich erklärte Auerbach schon da-

mals mit prophetischem toeijt die Bedeutung jenes traurigen Kampfes für das deutsche Element. So lange DeutschOesterreich mit dem deutsch? Gesammtvaterlande eng verbunden ist, strömt hin und her immer neue Lebens- und BilÄungskraft. daß es den czechisch-slavi-schen Gelüsten unmöglich sein wird, das Deutschlhum niederzuhalten oder gar n.ch i:nd nach ?n zerstören. Wird aber Oesterreich von Deutschland getrennt, so ist die nationale Kraft des Deutschthums niehr 'als in Frage gestellt." Aber nicht blos mit Worten nahm Auerbach an dem Geschick der deutschen Brüder Aheil. Nach Breslau zurückgeZehrt, sorgte er liebevoll sür die zahlreichen Opfer der Reaktion, die ihren öster reichischen Henkern entflohen, hilflos und

rathlos nach Breslau kamen, m Ver

ßen.Ueberraschung mittheilte,.-, mit einer jungen, schönen und geistvollen Dame zu verheirathen, die er in Wien kennen ge lernt hatte. ' Angewidert von den poli-' tischen 'Verhältnissen, unzufrieden und enttäuscht, müde von dem unstaten Herumwandern, suchte er, darin Göthis ähnlich, in einer neueu Ehe und in der Häuslichkeit die Ruhe und das Glück, das der schaffende Dichter am wenigsten entbehren kann und ''zu seinen Arbeiten bedarf. . -y-" -' ' Als ich Auerbach im nächsten Jahre auf einer Reise-! nach, .Marienbad in Dresden besuchte, fand ich ihn heiter und zufrieden, in gehobener, freudiger Stimmutig; mit Plänen zu verschiedenen Arbeiten beschäftigt,' über, die er' mit mir ausführlich sprach.' Er wollte einen größeren Roman schreiben, .dessen Held

gewissermaßen der Apostel der neuen Zeit werden und gegenüber der bloßen Negation und Opposition eine positive Stellung einnehmen sollte; ein Gedanke, den er später in seinem Neuen Leben" auszuführen suchte. Außerdem ging er damit um, seine Dorfgeschichten fortzusetzen und sür das Theater zu bearbeiten Ganz besonders sagte ihm der gesellschastliche Verkehr zu, an dem es ihm in Dresden nicht fehlte; der geistreiche Literaturhistoriker und Aesthetiker Hettner, Karl Gutzkow waren ihm besreundet und wirkten ebenso anregend und fördernd auf ihn, wie sie von ihm vielfache Anregungen empfingen. Vor Allem aber zogen ihn die bedeutenden, Künstler, der ideale Rietschel und der realistische Häh nel an, wie er überhaupt nichts so sehr liebte, als den Umgang mit genial angelegten Künstlern, in deren Atelier .er ein stets gern gesehener Gast war. In. dieser Gesellschaft, die sich damals

im böhmischen Bahnhos an einem besonderen Tisch zu versammeln pflegte, er-

schien Auerbach, gerade wie in Breslau, als das belebende Element. Während

er mit Rietschel oder Hettner eine ästhe-

tische Frage oder em neues Buch ernst besprach, mit dem 'witzigen Hähnel sich

neckte, bald emen tiefen philosophischen

Gedanken oder ein poetisches Bild hin-

warf,, bald eine rührende oder heitere

Geschichte aus jeinera Leben erzählte, saß

Gutzkow mit zusammenaeknlNenen Au

gen und sarkastischem Lächeln still beobachtend da und unterbrach Auerbachs Mittheilungen nur von Zeit zu Zeit

durch eine seiner scharf zugespitzten Be merkungen oder kühnen Paradoxen.

' Unwillkürlich dränate sich mir dabei

der Gegensatz dieser beiden grundverw t j"vw am m

jHleoenen Manner ans, öle naz wie Nord und Süd, wie Geist und Herz, wie

Gemüth und Verstand, wie Opiums mus und Pessimismus gegenüberstan

den. Halb in Scherz, halb in Ernst

sagte Gutzkow in meiner Gegenwart: Auerbach hat sich als armer, unbekannter Bocher (Talmudschüler) einesAbends zu Bett gelegt und ist am andern Morgen al berühmter Dichter erwacht. Jetzt hat er sein sicheres Konto in der Literatur, während ich noch immer Mühe habe, meine Wechsel mit Damno zu diskontiren." Diese Gegensätze, die noch durch Lite-

rarische Klatschschwestern und die lleinli

eine Düte Salz mit dem Wunsche daß es uns nie an Brod fehlen möge. Allen seinen Geschenken,' einem kleinen Feuerzeuge, einem Notizbuches 'das er mir bei einer anderen Gelegenheit aufnöthigte, verlieh er durch ein sinniges Wort einen höheren Werth'und eine -tiefere symbolische Bedeutung. . . . ' " Das Beste und Schönste aber, was er seinen Bekannten gab, war die geistige Bewegung, die sie von ihm empfingen. Wie wenig Menschen besaß Auerbach die Gabe und das Bedürfniß der Mittheilung. Er war ein großartiger ; Verschwender im geistigen Wohlthun, und mit Recht nannte ihn Fanny Lewald in ihrer Lebensgeschichte.den heiligen Nil las ;mit den vollen Taschen", den Weih nachtsmann, der mit weichen Händen den großen Kindern bescheert. Von

dem, was Auerbach in der Unterhaltung fortwirft", sagte ein geistreicher Freund,

kann bequem em Dutzend gewöhnlicher

Schriftsteller leben und viele Bände sul-

len."

In seinem wunderbaren Wesen ver-

einte Auerbach die sonderbarsten Gegen-

sätze, die er harmonuch auszugleichen

wußte; die Weisheit Spinozas mit dichterischer Phantasie und Schöpferkraft, die Gemüthlichkeit des Süddeutschen mit

norddeutscher Klarheit, die große Anschauung des hochgebildeten Weltbürgers mit der Einfachheit und Naivetät des schwäbischen Bauern. Als Jude

kämpfte er für Freiheit und Duldung, als Deutscher für die Macht und Größe des Vaterlandes, als Süddeutscher sür

die Hegemonie Preußens, als Sohn des

Volkes für die Rechte der Unterdrückten, als Philosoph für Wisien undWahrheit,

als Dichter für die höchsten Ideale der

Menschheit.

Das m aber die arone Bedeutung

Auerbach's, daß er bis zu seinem Ende

seme Million mit vollem selbstbewußtsein versolgte, seiner Ueberzeugung treu blieb und als Mensch und Schriftsteller,

als Denker und Dichter Wahrheit. Freiheit, Recht und Duldung vertheidigte, ohne Furcht und Menschenscheu, ein Jude wie Spinoza, ein Deutscher wie Lessing, die seine Vorbilder waren und denen er nachstrebte. 1 . Aus der New Yorker Gesellschaft.

werden 'kann,- die' EinsiedleMuse'm!t sich herum zu tragen. Was will all? das frenetische Jubiliren auf der Riesenmäskerade, .vollführt von .Menschen, die ihn nichts angehen was will schließlichauch die kühle Fröhlichkeit, die glatte Höflich, keit im gewühltesten engen Kreise, ihm entgegengetragen von. Menschen, die an ihm, dem interessanten 'jungen Manne, nur den Formmenschen schätzen, wenn die vier Mauern, , wo er sich formlos geben und seiner wirklichen ' Stimmung freien Lauf lassen darf kalt, leer und öde sind! Wer spendet liebreiche Erwärmung und . Stärkung, wenn den freien, glücklichen' Einzelnen plötzlich die rauhe Hand' des'Mißgcschicks faßt und der Jieberfrost der Verzagtheit ihn schüttelt?! 'mW ' Die Insurrektion in der Herzegowina.

Nein letzter Vesnö, bei Oertyold

. Lluerdaa.

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.Von dols zgalm.

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Die Sclbstentleibung eines .scheinbar Glücklichen wirst wieder ein merkwürdi gcs Streiflicht auf das Gewebe unserer großstädtischen Gesellschaft, schreibt der bekannte New Borker Fcuilletonist Rtt tig : Der Selbstmörder, ein junger Grieche war iedenfalls ein interessanter" Mann, einer derjenigen, die man in Gesellschaft gernsieht, die ob ihrer begehrenswerthen Stellung von Taufenden beneidet werden. Er war im Vollbesitze der Eigenschaften, die den Mann von Welt ausmachen. Schon scin Aeußeres hat' ohne Zweifel für ihn eingcnommen: edel geformter Kopf mit fein geschnittenem Prosil, bronzener Teint, träumerisches Auge, rabenschwarzer IIonri-(iiatro. Griechische Kaufleute haben, so lang sie jung und wohlhabend sind, das mit den italienischen Standesaenossen gemein, daß sie sich so ae-

chen -Verhältnisse in Dresden genährt schmackvoll Neiden wie es der renomnur-

und verschärft wurden, mußten mit d.r teste Pariser Elegant nur vermag.

Seit trok aller Intimität einen unbeil- Wohlhabend aber und in den besten Le

baren Bruch herbeiführen. So milde bensjahren war unser Selbstmörder.

und versobnlich auch Auerbach war. be- Man hat sich denselben alo als cm so

wabrte er aeaen GuUow bis Zu seinem genanntes femes Kcrlchcn" mit ausgc

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Ende einen herben Groll, der ihn zuwei- iuü)!cn sanieren zu oenren, cme cqi len unaereckt aeaen den berühmten, großstädtische Figur, die jedem Salon

geistvollen Schriftsteller machte. Als ich zur Zierde gereichte, somit auch 6ci den eines Tages ihm gegenüber mit verdien- Damen der Society" roohl. gelitten ter Anerkennung von Guhkow hohen war. Wer wollte daran zweifeln, daß Verdiensten und großerBegabung sprach, er das Englische vielleicht em wenig

erw derte er mit: ..Guk ow ist fern D ck- raoevremeno cuon. vermöge langer ue-

ter. sondern ein Anatom : er sckaüt nickt buna eiu Meister der Konversation gc-

er zerstört nur und sezirt Leichen; er hat wescn; gehörte er ja zu der in New York

Scrajcroo, den 5. Febr. 1862. Was ich in der Eile nicht vorhergesagt hatte, ist geschehen : In der Herzegowina lodert der Ausstand in Strömen. Der Friede war nur Maske, die Unterthänigkcit Domino, der Eid der Treue Pappnase. Los von Oesterreich ! lautet das Stadt- und Feldgeschrei. Ucberall werden Ketten gesprengt, Joche abgcschüttc!t,Feffeln zerbrochen, alleBande frommer Scheu lösen sich, alle Laster walten frei. Das Letztere ist mir das Unangenehmste, besonders da ich Weider zu Hyänen werden, mit Entsetzen Scherz treiben, und sie, noch zuckend, mit des Panthers Zähnen des Feindes Herz zer-

reen ieye. as nno.ganz unhaltbare

Zustände: Denn so gefährlich (ganz

aogeicyen von -dem Muthwlllen) es im

mcrhin sein mag, den Löwen im Schlaf

zu stören, und so verderblich das Geb

blutgetränkter Tiger - werden kann.

schrecklicher ist doch der Mensch in seinem Wahn. Dies zeigt sich ' wieder einmal

bet den erzeaonesen : -

Hier herrscht Anarchie. An Geschäft

wird nicht gedacht. Dutzendweise wer

den die Hände in den Schooß gelegt.

Lcr Schmied, be: dem ich gestern mer nem Pferde ein paar'neue Hufeisen' an

menen lien, sagte betrübt, es amae so

schlecht, daß nächstens sein Ambos unter

den' Hammer komme, ch tröstete ihn, so gut ich konnte, sagte ihm : Du wirst

nicht untergehen, - Unkraut schwimmt oben !" er war aber nicht xii berubiaen.

Ich oln noch sehr müde von der lan-

gen Fahrt und habe mich noch mit der

Situation so bekannt gemacht, daß ch

Details melden kann Daß aber bic

Insurgenten nicht aus dem Korn ge

schnitzt sind, in das man die Flinte wirst,

steht fest. So sielen mir bei Ranjcu

lula mehrere Insurgenten mit zw Na

scn auf, deren immer eine der Nase eines Feindes wie aus dem. Gesicht geschnitten

ähnlich sah. Auch von den Ohren hört

man, daß sie nicht sicher sind Aus allen j

Gemeinplätzen sammeln sich die Manner

und greisen zum Aeußersten. Ueberall wird der Werbetambour aerührt. Der

Gebildete trägt die Flinte, der Flegel

die Heugabel. Geschrei überall: Zu

den Waffen : Gestern Abend sagte em Aufständischer zu mir : Ein einziger Sieg, und wir marschiren nach Wien ! Ah! Ah! machteich. Hätte ich gezweisclt, so würde der Wüthende mir vielleicht mein letztes Stündlein geschla gen haben. So stehen wir vor großen Schatten, wie werden die künftigen Ereignisse sein? (Wespen.) ,

Es wird mich freuen, wenn Sie -mir heute oder morgen Abend' zwischen 5 und 7' Uhr Ihren .Besuch widmen.' ' ::; ' :J: . ; .: . Berthold Auerbach.' ' Eannstätt, Hotel Hermann,' 28.- No- :;""?!;'' ' vember, 1881."' Man kann sich' denken, daß ich' nach Empfang dieser Zeilen von des Meisters Hand nicht säumte, mich persönlich , zu überzeugen, wie 'es mit dem Reconvalescenten, der soeben eine schwere Lun-

genenizundung durchgemacht hatte, aus-

che. ' ' .. . ' '.:.:.y,;.: Als ich das Hotel in Eannstatt betrat, chwebten,' die Treppe zwei holdselige

Mädchengestalten. .im.Ballstaate, herab.

Es war Hochzeltsseier im Hause '. em

Architekt5eyse führte eine schmucke Cann-

statterm an ienem Tage zum Altare,

und wie der Zufall wunderliche Arabes-

len sticht, war- am Abend zuvor unter

dem nämlichen Dache auch der Dichter Hcnse eingetroffen und hatte seine Woh-

nung im ersten Stock, Wand an Wand

Mit Auerbach, genommen.

Auerbach hatte zwei Zimmer an der

Ecke, mit den Fenstern gegen die Haupt-

straße gelegen, inne. Der Kellner

brachte mcme Karte hmem, und ich ver

nahm durch die Thüre' des Dichters

stimme, noem xo eintrat, kam er

keinen Blick sür das gesunde Leöen, son

dcrn nur für pathologische Zustände." Diese Zerwürfnisse und. noch andere daraus - entspringende Unannehmlichkeiten verleideten ihm seinen Aufenthalt in

Dresden und veranlaßten Auerbach nach

nicht mehr so seltenen Gattung gebildc

ter Männer, welche, Jahr aus Jahr ein.

den lieben langen , Abend nichts anders

zu thun haben, als holden Frauen zu

Gehör und zum Genun ihren Borrath

von eLanlcn m aesaulge em cvmei

zin mit seinem vermögenden Schwiegervattz und einigen glcichgcsinnten Freundn schützte und verbarg er die Unglücklichcn vor den Verfolgungen der Polizei .:nd rettete manchen bedeutenden Mann, wie die Reichstagsabgcordncten Psister und Goldmark, indem er ihnen die nöthigen Mittel verschaffte, naZ)' England oder Amerika zu entkommen, ohne Furcht vor den ihm selbst drohenden Unannehmlichkeiten im Falle einer Entdeckung. Dabei war Auerbach keeneswegs ein fanatischer Demokrat oder blind sür die Fehler und . Schwächen der liberalen Partei. Die Verwirrung und momentane Niederlage in den edelsten vaterländischcn und Frciheitsbestrebungen," sagte er, kommt wesentlich davon her, daß die unmittelbare Belehrung und ;trtn d?5 NolkeZ so diclfack unreifen

und unreinen Charakteren überlassen ?ar-" Aus dieser Gesinnung machte er 'ein Hehl und sprach offen seinen. Widerwillen gegen das Treiben gewisser Parteiführer aus, die ihm mit ihrer Rache drohten. So sagte ihm eines Tages der zu jener Zeit in Breslau verweilende B'akunm in meiner Gegenwart mit cynischer Gemüthlichkeit : Wenn wir siegen, hängen wir Sie, lieber Auerbach, zuerst auf." Kurze Zeit daraus kam es in Breslau selbst im Zusammenhang mit dem von Bakunin geleiteten Dresdener MaiAusstand zu einem blutigen Straßenkämpf, der, wie vorauszusehen war, von der Militärmacht unterdrückt wurde und mit dem über die Stadt verhängten Belaaerungszustand endete. Niemand be-

dauerte mehr das unnütz vergossene Blut

und beklagte schmerzlicher die verführten

Opfer als Auerbach. Thränen füllten

seme Auaen, als bei emem gememschaft

lichen Gange durch die Straßen der Stadt die blutige Leiche eines gefallenen

Arbeiters an uns vorübergetragen wurde

: und er erging sich in leidenschaftlichen

Ausbruchen gegen die Urheber des Put sches, die er verantwortlich sür das ver gossene Blut machte. Bald darauf verließ Auerbach Bres lau, um sich, wie er mir zu meiner gro

Berlin überzusiedeln. Schneller und chelnde Redeblumen zu winden; und je

? V i.t. ir r . a I IsfttM a4av Y rt!? VAT4rt iitTi s(

iciaiier ai iaj crruarieie ooer oeiurancic, oüuum juuiu;u

füblte er sich keimisch. Sein aroner werden cteic Geroinoe.

' I ' ' ' c " i .... . , . ,

uno zu oiezem verauiazenoen pleie

der Llppeu, dem gelegentlich noch em he

raulchenoeres lotaen, tonnte, öurne.er

feine ganze freie Zeit verwenden; denn

er stand ja allein im Leben, hatte wohl

Brüder, aber Nicht, Wem . und Kmd

Die ganze herrliche'Freiheit, die .sich in einer Weltstadt , wie New .Nork so über-

auS dankbar verwerthen läßt, konnte er

in vollen Zügen genießen. . DerGluck

Rus und seine persönliche Liebenswür-

digkeit erwarben ihm zahlreiche Freunde und Bewunderer, die seiner Eitelkeit

schmeichelten und ihn gerade niazt zu seinem Glück in das gesellschaftliche Trci

ben der o.roßen Stadt hineinzoaen. Er

stand im Zenith seines. Ruhmes und erfreute sich mit wahrer kindlicher Naivetät an den ihm dargebrachten Huldigun-

acn uno an oer '.inerieniluna, oie.iym

? ?!F-a5, ; -r M.- ijl .jj

mir entgegen, und ich , empsand es wie

emen schmerzlichen Ruck durch mem In

neres, welche Veränderung mit Auerbach genöthigt einzuschalten. tan AAAMnn . Hm . I ' ' " O J I

f-- ?TJ?vr!I. J.?T5r:

kann mir wohl denken, daß Sie ihre Stadtgartenconzerte nicht' so leicht auf gegeben haben ! Die modernen Menschen sind zumal so. merken Sie auf, unsere Generation hat etwas -Veranüaunaö

passiveS.5 Früher, wenn man sich un-

terhalten wollte, setzte, man sich m etnen Garten und sang oder man machte zu Fuß weite Ausflüge. Wie selten geschieht dies heute. Warum! Wir arbeiten.Alle zu viel, zu intensiv, und zwar im Berufe, religiös politisch und social. That man früher sein Tagewerk in einer bequemen Gemüthsrnbe, so heute mit

siebernden. Pulsen, mit erregten Nerven

....unter dem Hochdruck des Dampfes! Davon wird man am Abend abgespannt und die Leute sitzen dann hier, lassen . sich was vortuten . und geigen,

amusiren nch dabei, denn ste ruhen sich aus. l Wie wäre .es sonst möglich, daß sogenannte. Gebildete an den albernsten Clownspässen in unsern Theatern Vergnügen sinken könnten? Wie befände sonst unser Geschlecht sich so wohl in de: Atmosphäre eines Moser und L'Arronge V Es ist. mit dem Lesepublikum daselbe! Auch ihm fehlt die Continuaionsfähigkeit; Niemand hat Sammlung und Ruhe mehr, dem Dichter durch eine langsame, stufenweise Entwickelung in Charakteren und Begebenheiten zu folgen. Alles jagt' und drängt nach Sensation. Die Zeitungen, illustrirte und nichtillustrirte, haben da den meisten Verderb angerichtet!"

"Ich also auch," fühlte ich Mich mora

1 1 1

vor sich gegangen war, seit ich ihn in

gefunden Tagen zuletzt gesehen. ,

Das war in Trybera gewesen, unter

dem herrlichen Wasscrsall, für den er

eine so mmac Vorliebe heate und be-

wahrte. "Als wir dastanden, von dem

Gischt der über die Felsterassen herab

stürzenden Wasscrmassen umsprüht,wur- acBcn .uw 9era nu de er nicht müde, au alle die verschiede- dete mtt sanster eintöniger Stimme, nen Schönheiten ' des Naturschauspieles die Zeit zum Nachtesien. ; v

Je nun," .... er zog ' die Achseln in

die Höhe, ein Redakteur ist wie ein

Gastwirth. Er muß Jedem die Kost bringen, die er. verlangt, braucht sie aber

darum nicht selbst zu lieben.

- Schwester Brigittä trat jetzt wie auf

cm gegebenes .stlchwort heran und mel

es

nrn-mJ ,n w.n Jf T mit M so ! Rufen Sie Fritz, ein Recon

i . , , w mfm V V w A , v wi 1 n . - V b I UATA9AMt VNMA HAliA Vtrt'Ä

Moos überwitterten und von den sein- 4"4lW"i A CT sten sülankeiten 5?arrenkräutern aeu rten ?ch nur dem Arzt zuliebe." Und ehe

cpm ' c vT f$jthu oer ellner kam und seme zrore cm-

1TLl31JilJLlC. Illll WIE lirilllllllliril l'lt'.llillCll I ...

der Wcißtannen, die gigantisch .in der (nlll s,, nitriorttt " ' Asts Vrt2 In

fir?Ahr9it nh s.in inrKnta liol in Eannstatt zu. seiner Behandlung bei

V V VW W . m m ms V --mmW mjr 9 m, W

Maurerlied.

Stunde messen tvir " Stunde essen wir, Stunde lauern tnr. ' -

. 1 1 Stunde mauern wir, ? 1 Stunde ferern wir, " 1 Stunde leiern wir, . -. -1 Stunde schwatzen wir, 1 stunde kratzen wir, " .7 ; 1 Stunde priesen wir ' ' "' , . '1 Stunde niesen wir ; 1 Stunde wird geraucht ' ' ' Und so ist der Tag verbraucht. Generalpostmeister Howe hat eine erwahnenswerthe Reform angeordnet. Briefe und Drucksachen, welche postfrel von den Congrcßmitqliedern ver-

enoer weroen Zollen, müssen mit dereu wirklicher Namensunterschrist. nicht wie V V V A t A mX O

uy um ueuitfacumiie(5tcmva -5 Namens) lt sein. Bisher wurden besonders Wahlfeldzugsreden tonnen-

wci,e. von ongrcniemen zur Post gege ben, mdcm eine ganze Rotte Sekretäre ne mit Stempeln bedruckten, um das Porto zu ersparen. .

Lebe

n

s-

Perlen.

Bon einem Schaukelpferde wir! man

am leichtesten abgeworfen.

Sich ganz ? großen Kunst weihen und doch nicht verhungern, das ist eine große Kunst. - Wer keincnScherz versteht, dem möchte 7 ich mich auch im Ernste nicht anver trauen. Ihr wollt die ganze Menschheit be glücken? Wenn Jeder nur Euun" glücklich, macht, dann sind sie Alle" glücklich. . Das Gute, das Andern du gegeben, Wirst du selber mitgenießen; Die Thränen, die du gestillt im Leben, Werden bei deinem Tode fließen. A. Roderich. Man muß sich zu helfen'wis sen. Schwiegermutter: Aber, liebe Tochter, was sehe ich, Du speisest heute am Sterbetage Deines Mannes. Hast Du . vergessen, daß.Du gelobtest, stets andiV sem Tage zu fasten ?" '

chwieaertochter : u nem, nebe-

I . . v . r r.r rrk i

i nsinnan iiiTttnsn 10t smcf .

aus den schwebenden Wasserperlen war Z. . i' 1 .V K o Mama, ich habe nicht darauf ergchen; er ja doch ganz,, vas Fr. -Bischer vom betreffende Obmed,cmlrth Dr. Lan- $ b heute solchen Appetit Dichter erlangt: ein Augenmensch'', denberger,ch Vorstand des Kathannen. hbe, so lasse ich statt meiner die Die-

r t. : i r o :u rr-i..n i

w "5? . -x? B 5 . ncrschast fasten." '.,Em prachtiger Mann eme prächtige lJ 1 1 1 Hand ! Und das thut beim Arzte so viel W a s i st e i n

. . . .Doch da

schwer-krank

Kuß? Diese rage.

der in Schauen und Betrachten sich völ-

lig verlor ,'und,V wo die gewöhnlichen Sterblichen blind , sind und nichts währnehmen, '.im, Reize . der" Erscheinungen f 'fiwiaf so ' '. ; " ' , .

,u.;vi.üv. ' X.:nz. S? Sstfch&rtYA;

Roch so sung empsing er mich, ich der Hand, kam aus Lavater zusprechen, niß, bei welchem der Nachdruck gestattet hatte Sle anders von Tryberg her m r Sonntags in der Kirche sich mit dem ist." Ein Richter erklärte den Kuß sür

oer Erinnerung . - Klinaelbeutel ausstellte, um an denän- emen Preßprocn, bei welchem die Mund'

haben das alZomcht vergeben A: Ken bcr gnsersvendenden Bauern seine lichkeit des Versahrens von iehcr gebot

1 I II X mV 4 L MM m I I m c tm. mw . w

Studien zu machen, und empfahl mir itt. Die ijcncnmajicu aver melenlveus

dann aus seinen Volksaesckickten den ausge chloren wird." Ter. vtechtsan-

Wettvflüaer". welches ick noch nicht walt meinte: Der Kuß ist em Genun.

kannte und worin aerade ienes Thema Mittel, wegen dessen Fälschung keine An-

von der Hand erörtert sei. klage erhoben werden kann' Beller ii tcfy f.-nito ifim riniooa N-vKZnklick? dock nock die Kölniicke Definition: Küs-

m - m m, . ... . , . . I a 1 Vf Vvv U4 VKVV '"X- j I " I M I 1

Gesell cha t ist emZialeldo-kop, wo mcyts r.: Rri;tta" imd sen ist das Auseinandediüssen Zweier

, ?, , .t. I . C . .rl-I"v ! .V' w , f'-'r)'"' I . . i

yaslei uno siano yaii man yai nicniv überzeugte mich, daß er selbst es sehr glelchge,mnter Schnussen."

UVU tiliuuusi. Ihtsfh oi f c?s MUirlTiShrtitfi in 5,?-

V44VV. VU WIUHM4 WIW

Mein Gedächtniß ftt sehr treu sür

Personen und Orte." Aber wir sahen uns zuerst im Bcrgwerk" zu Stuttgart, als Sie mit Hackländer zu einer Weihnachtsseier kamen." Das will nichts heißen, solch größere

.v. Q-;f vu. vu3 u. . iv- s e t r i a m c e a r ukunqs MfSÄ ser Erzählung ist ganz nach der Natur weisen sind unter den Wilden a Mace. Ä l fSn zeichnet. Wenn Sie wieder nach goI 0uf Neuguinea üblich. Begeg. K li r Schulmann inBade7 i t erg gehen,, machen Sie Hatt in et dor! einHöheZer einem NiedliUkyemailger qmmann m aoen, ieZl Gutach wm Wirth Aberle ; Lokal und ficnvcn sg süläat er diesem mit derliand fast erblindet, m der kurzen stammigen wwL-, var Allem der Mirtb ? ?c A' ? K-t iaiir dem Dicktcr äbnlick ein besckeide- eulcyen, vor Allem oer lrty krastlg ms Gericht. Der al,o Begrüßte igur ocm lcylcr aynllcy, em vee sinb naturgetreu koplrt. Erlebt aber ttnim nn rilÄShnrhm

ner, iicoensweriyer cann, uno Auer-

' m 9 , I m, W mw w m, j w W 9 W V m9W hnhstrt nioU niitpn S?cntf rnrnt2 mn nr r.-t m ... ... .?

w-a iAtr hi insirt nu,rnKnY r " VV: . 7" oycren. eaeaneu oieZiioen emem

im U SS . IaiV i nä: mUp" ihrer g.sürchte.sten Krieger, so ers.n sie

z: . v; 'cv . L Z oenn ruu Dunla ne uusuci en. A 4 httMAAWll A VLMAI V M N Ai4 I '

UUU, UUt UUlUtitlUlt ITlUll tJUUJ Ul utu

tf . W AI sich vor ihm zu Boden und bitten ihn.

selbst von den höchsten Personen, gezollt liche mögen tausend und aber tausend wurde. Er wurde an den ho anoatn Familienväter mit einem unbcschreibli-

und. battc die Ebre. seine neuesten chen Seufzer vor. sich hinmürm'cln', die

Schopsungen in . königlicher Gesellschaft weder so jung, noch so interessant, weder

vorzulezen, o dan man damals allae-o rncu, noa.) 10 singie" imo, irnc er es

mein glaubte,, daß er zum Vorleser der

Königin ernannt werden .wurde. Auch an anderen Auszeichnungen sehlte es ihm

nicht s am meisten aber sreute ihn der

Gruß, den ihm derKönig von Württem

gewesen. Solch ein Leben, ließ ich

mir gefallen !" rust nicht nur der müde Mann, der beim kargen Vesperbrod, aus die Nimmersatten Würmer" und die

bleiche Frau blickt, derentwegen er mor

berg, Auerbach's eigentlicher Landesherr, gen ja keine Minute Arbeitszeit versäu ... - . . ' . ' ' I . . r fi r n v . . . f . .

sür seine Mutter in Nordstetten auftrug ; was er mir mit Thränen in den

Augen erzählte.

Trotzdem yatte Auerbach's vielfach

belächelte Eitelkeit nichts Verletzende

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men darf, rust selbst der behaglich in der

Wolle sitzende Geschäftsmann, dem das ewige Einerlei seiner Familienabende und die eigene Unbeholsenheit im Umaang dickes Blut macht. Aber er, den

sie entsprang bei ihm aus dem Bedürf- sie beneiden, ließ sich ein solches Leben" niß, zu gefallen und mit allen Menschen nicht gefallen", denn er liegt heute auf einem freundlichen ftufce u sieben, mausetodt da, aus freier Wahl. Sie

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Er selbst war ebenso geneigt, die Ver- muen oocy rncul 0 unauZjprecylicy iiin

dienste Anderer anzuerkennen und selbst lem diese Freiheit und dieses Gluck,

zu überschätzen. Neidlos bewunderte er ais ungevunoener mnzemer im vunlen jede bedeutende Erscheinung, suchte er Garten städtischen Wohllebens von Beet iedes auftauchende Talent mit Rath und zu Beet, von Blume zu Blume zu flat-

, ' 1 rrvi 1 nri ' I I i.- ZIX TI -t ! 1 V..

vat zu loroern. vjlii Veaemeruna iciti uuu uuu; -ücucucu mu ucui

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snrack er mit mir von den Arbei cn yonig zu oeiauoen.

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Gottsried Keller's und mteresstrte sich e miereanlen vlallen estcyler

für den damals noch unbekannten muen. vocy aucy ihre kummervollen . . . . . I i v . . c v r .

Sckr fttteller Ne ae . denen Trauer viel lunoen uaoen, wayreno weimer ne

..Marfa" seinen Beifall fand und dem nicht die angenehm erregte Stimmung

Nerfaiier Auerback's fast väterliche emes ge chwakigen Eirkel's wlderstrah

Freundschaft erwarb. len, sondern unter dem bleiernen Druck Kür seine freunde war AuerbaÄ ,u freudloser Einsamkeit erstarren. Das

jedem Opfer bereit; er kannte keine grö- pikante Plaudern, das Sich-Versenken . . I ti f. 1 . . CYf . srt i

kere Freude, a s Anderen eme Freude w in tymaajienoe uaen, ver ganze motzen-

macken. Kr war eine mabre Kebernatur dienst am Schemel der Parlorgöttinnen

und schenkte gern. Bald einen neuen muß doch auch seine Eintönigkeit haben,

lüiedanken. den Stoss m einer Arbeit mutz o t ermüden, häufig kalt bis an's

oder den Titel zu einem Buche, woraus Herz hinan" lassen und die Sehnsuch er eine besondereWicktiakeit leate. Seine nach Abwechslung wecken. Der Himme

ker,ensnüte bekundete sick ast in kleinen weiß, wie außerordentlich leicht eS dem

rührenden Aufmerksamkeiten. Als ich begehrtesten Zungen Manne, der nich eine neue Wohnung bezog, kam Auer- ganz zum schleppentragenden Lassen ge, back nock in sväter Nackt tu mir und worden, selbst im gesellschaftlichen Ge

brachte mir und meiner Frau Brod und wühle 'einer Luxus treibenden Stadt

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Elektrische Funke n. Ohne Lust kann der Mensch doch wenigstens sterben, ohne Geld aber kann er nichts, nicht einmal sterben. Daraus geht hervor, daß das Geld unentbehrlicher ist, als die Lust. Vorzügliche Geistes- und CharakterEigenschaften sind Goldstücke, mit denen man sich sehen lassen kann. Im Handel und Wandel gebraucht der Mensch alle Minuten kleine Münze. Selten , wird man auf. dem Lande einen Maler sinden.' Das. kommt daher, weil auf dem Lande und unter den Landbewohnern noch am meisten. cTreue und Wahrheit, wohnt und . man, keine Copien von Landschaften braucht. .In den Städten aber wird Alles .gemalt.

Landschaften aus Leinwand, Gesundheit

aus die . Wangen und Liebe auf den

Bühnen. . .. ' ' . . : ' ,

Das Gehen ist die' beste und sicherste

Grundlage zum. Vorwärtskommen in der

Welt. Wer gut gehen kann,- erreicht

ein Ziel eher als der hinkende.-. Man-

cher Geck hat in der Welt sein Glück gcmacht, weil. er ein guter Tänzer war.

Sprechen junge Mädchen acht Tage ang von. einem Balle, ' weil- dieser ihr

höchstes Vergnügen ist, oderist ein Ball darum' das höchste Vergnügen 'junger

Mädchen,' weil sie acht Tage lang davon

prechen können. Schönheit ist gerade so viel werth.

wie eine Leibrente. Mit einer Leibrente

kann man die Schönheit erkaufen und mit Schönheit eine Leibrente.

Die Liebe und der Tod haben mehr

mit einander gemein,' als man auf den

ersten Augenblick de.nken mag. Kein

Sterblicher vermag ihrer Gewalt zu tro

tzen,-beide überraschen wie ein Dieb in

der Nacht, beide versetzen uns in's EIy-

sium beider Losungswort ist Freiheit

und Gleichheit.

Echte Freundschaft gleicht dem edlen

Rheinwein : beide führen oft Säuren

bei sich, und diese ist nicht Jedermanns

Geschmackssache.

Die Menschen sind alle Egoisten, nur

in verschiedenen Grade, der eine mehr.

der andere weniger. Der Eine trägt

auch gar kem Bedenken, icmen Eqols-

mus nackt laufen zu lassen, der Andere

aber hält für gerathen, ihm em Heiligen Mäntelchen umzuhängen.

vorgestellt I der F,ae ZZ 'X, " '"JJt

iifiM"nintp 5A rnisfi mt ttIrfi' n'ifirimhpr V 7 . 7"" 1 " ' ' 00llNN geuiICN iyN 01C iüllOCH ICONOU frf8" 1 ; vl 'r r? ? f abgelegt." Es folgte noch Kapaun aus aestikulirend eine Strecke weit Vor Verehrung und Anhänglichkeit, die es fioAmtSfAfifoln und Kornvot Der Sniuiireno cme ircae rocu. jor ei infame Liebere Mensckenvaar an dem ? cyzeuscyuttem uno ompor. )er ntm Häuptling laen sich die Wilden emlaqe leoere cenjcyenpaar an cem gute Appetit, mit dem der Rcconvales auf die Kniee nieder und drecken in ein berühmten Manne hing. ,. - ttnt znariff. das Kracken der tteslüael- ??!7..

Au .dem Ti che lagen Spielkarten i n er se nen d rven äbn ""uiuus. aciu. sliiSslriiwitet W 7 Mit itn narrnlnien lnoß F"r j e,l2!!l ütP S begruN ttch, indem sie sich gegenseitig augevrelltt M) yane im yarmiozen gaben Mir die tröstliche Hoffnung, daß leickt am reckten Qr.rlävvcken sieben sa SechsundsechziZ" unterbrochen - und au? dem Weae der vallständiaen Ge- VW

, ----- , UUP Ult yiiiiiyv iu lüiiiijuuijcii urt ncsnng sich befinde.. rt werden, was der eiaentlicke Gruk.

Schwester' Brigitta brachte aus dem ist.

Schlafzimmer eine Flasche Bordeaux, m ... , den sie demDichter schweigend kredenzte. m, 5flÄ"8W h lc Er that einen tüchtigen Zug. . . ' Sabeltroddcl George Washington's und Nlsns.qi?il nnniVr kannte hat dieselbe, derenAcchthett nicht bezwer

-.. . - - - , v . t r-i I t1t Vnprnn frtnn ',,noS,''is

icy Mlaz Nicht enlyanen, Mil emem vtua i" """" v i..

ovuuc unycuuica. jiz .iüuüci

ein Teller mit Cigarren stand da, die als

eme Qualltat,, von emem Stuttgarter

Freunde gestiftet, buntbedruckte Leibbinden trugen. Auerbach selbst rauchte und wollte mich .durchaus nöthigen, dies auch zu thun. ' Ich lehnte bestimmt ab, schien . r V r . r . r. - r ' r r '

mir voll), nom w iqwacn, 10 taio-

nungsbedurstlg.

Widerlegt. Professor (dem Studenten die Irequenz bestätigend) : Sie haben sehr of

im Colleqium gefehlt; da werden Sie

wenig gelernt haben !"

Student: Im Gegentheil, Herr

Professor! :e haben ia selbst emma

gesagt : Durch Fehlen lernt man I"

' " 1 klii S Iviih Qitn nt , nrin. I All lil

3' ... r. r. ' n iii..:a a.. ui u uu iui tu .tLiiLii uuiuii xii niu- i

' w in nage ;rn .iquit et ein 'Untetffiieb srnififien st us Seide und Silberdraht angcser. Lampen rm Lehn esse etwas zurück. m-lMVa StSt tigt und ist noch gut erhalten. General &"ÖÄ ' I?iÄ?n fflffi-' ausbrach ' und ' Sie omBa Washington sührte während des ganz -L" Ausdrua de Mialen ejichle- . .i , ,, bic : ,2nbtnbe NevalutisnSkriegeZ e n und denselde arn,sch.eden,sch,'n. der Lebens, W. die SänÄr Säbel, welcher in der Bibliothek deZ kreud? dez Genesenden beseelt, das L.ch, M l. R?m ..,?'-Smad.d' Staatsdepartements ausbewahrt wird, der Auaen unaetrubt. ilrablend der. "'L".""'. "'.'t ,c,"l"""c u?c tmi.i,.n (..s.h.t n s.s

Blick.Äber wie schmal war dieses Antlik nemardkn wie- 'nmu fast eis' beule, wenn wir nach Berlin roovk uno auq e,erumnan pr,qr m geworoen, wie grau, ia,i , weib, .... ... . v g(i sur die Echtheit derienigen. welche nch p?V;PDd Vllbatt! D.e emst so Besitze des erwähnten Baltimorcr Bür. raststrotzende Gestalt erschien m sich zu. SMrt tf'iafeiiiM gers befindet und n diesem der Ban. dsrgirunZ sür N500 zu Kauf an-

Brust und die Schultern .eingesunken;

aber, fast noch deutlicher las ich, was er gelitten, aus den pergamentenen fahlen

Händen. ' ' ' : '

Und nun. theilte er mir die große

Neuigkeit mit, daß Heyse angekommen

und sem Zimmernachbar sei, bis er rn's Etablissement von Dr. Fischer übersiedle, welch' junger tüchtiger Arzt' eine ganz treffliche Chance dadurch habe, daß eine Berühmtheit wie Hevse der erste

Kurgast sei, der in seine neu übernom-

mcne Naturheilanstalt komme.

Wir kamen zuletzt aus Bischer zu svre-

chen, der am Vormittag bei Auerbach, seinem Altersgenossen und langzährigen

Freunde, Besuch gemacht hatte. Ich erzählte, welcher Aerger dem Meister, der Aesthetik wieder bereitet worden' sei durch die gerade um die damalige

Jett durchgeführte Vergrößerung des

Stadtgartens, welch' letzterer mit sei-

nen lärmenden Militarkonerten lvm

(Bischer) ein Gräuel sei, da er in tom nahegelegenen Polytechnikum just zu

der Zeit seme Vorlesungen zu halten pflege, wenn die Fanfaren des militärischen Blechs recht lustig herübcrschallen, während Bischer von der durchaus berechtigten Ansicht ausgehe, derlei Vergnügungsanstalten gehören nicht neben die Statten der Wissenschaft, die wichtigsten Bildungsinstitute des Staate, eine Ansicht, mit der er aber leider, so tapfer und geistvoll er sie auch verfocht, bei den Behörden nicht durchgegangen sei. Auerbach lächelte über das, was ich ihm da sagte, und antwortete : .Ich

kerüber wie ein Blindes Mißtrauens, coolen wlro.

Er schien die Sonde des Interviewers zu ' Ueber emen Neger - oman

sühlen, zu fürchten, und bat mich gera- wird aus Council Blusss, Ja., berichtet.

dezu, von dem, was wir gesprochen und Daselbst lebt eme vierzlgiahrlge legerm noch sprechen würden, nichts' zu veröf- Namens Eliza Jane Brerser. Dieselbe fentlichen .... wenigstens vorläufig wurde als zweijähriges Kind zu Rüssel nicht," sekte er ahnungsvoll, sein Verbot ville, Ky., ihrer Mutter, der jetzt acht einschränkend, hinzu. .So lange man Zigjährigen Clara Brown, weil dieselbe, lebt, ist man ja der geschäftigen Spott- sich an einem Sohne ihres Herrn ver hifa nf fömtf nnh Jriit Manioks oriffcn battc. entrmen. und an emen

J HH U VWVJ V Vl. I II II . m )inter Allem sucht man eine Absicht, und James Covmgton aus Marjhall . ,

Ö

schrieben Sie auch noch so unbefangen,

man witterte doch wohl hinter Allem nur meine eigene Eingebung. Es war mir schon arg, daß Bulletins über mein Besinden ausgegeben wurden, ich verweigerte durchaus meine Einwilligung dazu, bis sie mir von den Aerzten förmlich entrissen wurde. Es wird wohl nicht so arg gewesen sein," höre ich die Leute sagen, er hat nur wieder von sich reden machen wollen." Und doch kann ich Sie versichern : es stand bei mir dreiviertel aus Mordio, gut schwäbisch ge-

sprachen !" Nicht ohne tiesste Wehmuth wird man heute diese Worte des Meisters der deutschen Dorfgeschichten vernehmen, heute, wo der une bittliche Tod nach wenigen

Monaten das Siegel gelöst hat, das Auerbach dem Theilnehmer jener Unterredung. auferlegte. Seinen letzten Willen hat Auerbach schon in Eannstatt den ihn liebevoll pflegenden Verwandten in die Feder dik tirt. So ist denn die brave alte Schwester von den 11 Geschwistern, derenWiege zu Nordstetten im Schwarzwald stand, allein übrig geblieben.

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Teras verkauft. Mutter und Tochter

hörten nie wieder etwas von einander, bis jetzt endlich die Tochter erfuhr, da ihre Mutter zu Denver in Colorado lebe. Der Präsident von SanDomingo Merino, hat am 30. Januar die revi dirte Constitution der Neger-Republik publizirt. Die Hauptprinzipien dersel ben sind : Crwahlunq eines Vice-Vüsi-

denten, während seither nur ein Prasi dent gewählt wurde; Unthcilbarkeit der Republik; Unverletzlichkeit des'Briesgeheimnisses; jeder Sclave wird in.demAugenblicke srei, da er den Boden der Republik betritt; alle männlichen Ein

wohner werden ' mtt dem zurückgelegten 18. Lebensjahre activ und passiv wähl berechtigt; absolute Religionsfreiheit; der Congreß hat in jedem Jahre am 27. Februar zusammenzutreten; der Präsident ist unmittelbar nach Ablauf feint Amtstermins nicht wieder wählbar, zwischen wiederholten Amtsterminen muh mindestens die gesetzliche Regierungszeit je eines anderen Präsidenten liegen ; die. Amtsdauer des Präsidenten ist zweijäh rig, seine Besoldung $12,X)0.