Indiana Tribüne, Volume 4, Number 171, Indianapolis, Marion County, 4 March 1882 — Page 2

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Caglichc- und Hsnnlazsausgadc. Osflcc: S2S. Dc!awl?rc .v. I Jieretl as seonil-clus matter at ihr iogtoffice at IiiduirKipolis in.ii;in:i. " " '"AbonnementS-Preifc : TLgliche Ausgabe TonntagzauZZabe . . . Leide zusammen ...... . 12 iHL ttv 19od)f. . 5 Qt. perKummer. .15 Tt'. per oche. tw Da ?av!7.t: cciffitini ltten l?!en vtacmim taa um 2!2' Uhr. T'.e erscheint des Morgens. ronnfag?cuJijiib' ..Ik.TcnbardtLk Cv., Herausgeber.

,7? Indianapolis, Ind.. 4. März 1882.

Der Consum von Ztytt, Kaffes, Znc?er und Melasse in den . Wer. Staate:: ...! " hat in den letzteren Jahren ganz außerordentliche Proportionen angenommen. Es wurden in dem letzten Jahre 918,:J45 - - Tonnen Zucker, 41,930,077 Gallonen Melasse- 20,000 Tonnen Thee 185,297 --.Tonnen 'Kasfee consumirt. Bei einer ...Einwghnerzahl.von 50.000,000 kommen im Durschnitt auf jede Person 37 Pfund , Zucker, vlersünstel Gallonen Melasse, U ' Pfund Thee und 7 Pfund Kaffee. Es .ist -interessant, diese Zahlen mit denjenigen zu vergleichen, welche sich auf die Zeit vor dem Kriege beziehen. In dem Jahre 1860 wurden nämlich 415, 281 Tonnen Zucker, 47,318,877 Gallo- . nen Melasse, 13,100 Tonnen Thee und 79,000 Tonnen Kaffee verbraucht. Das macht bei einer Einwohnerzahl von 30,000,000 im Durchschnitt auf die Person ; 27j.Pfund Zucker, U Gallone Melasse, & fünfsiebtel Pfund Thee und 5A Pfund Kaffee. Daraus geht hervor, daß im Durchichnittjetzt jeder : Einwohner der Ver. '-Staaten' um 50 Prozent mehr Zucker unb Kaffee consümirt, als vor dem ' -Kriege, und die doppelteQuantitZtThee, während der Verbrauch von Melaffe abgekommen hat. . Wie man aus dem - Seifenverbrauch eines Volkes aus die Culturstufe desselben schließen kann, so läßt sich aus dem Zucker-Eonsum auf die Prosperität eines Volkes schließen. Selbst im Jahre 1878, als die geschäst licht'' Lage des' Lande 's , eine besonders

-..schlechte war, bclicf sich der Zuckerver

brauch auf 68,930 Tonnen oder im " Durchschnitt für jede Person auf 29

.pzuno. n assce wuroen in oem ie$r genannten Jahre 142,372 Tonnen oder : imDürchschnitt von jeder einzelnen ; Person 0 Psund verbraucht.

Der Panama-Kanal. j uLeffeps'sche Unternehmen auf der Panama-Landenge liefert besonders in den letzten Wochen wieder Vielsachen Stoff zu , Besprechungen, in der Presse, und zwar sind die vom Isthmus eintrefsenden Äcachrichtcn ' nicht geeignet, die von jeher ausgesprochenen Besürchtungen zu beschwichtigen. Wenn es nun iüch 'Nicht weggeleugnet werden kann, daß bei Lancirunq von dergleichen Ope .rariön'en auf dem Geldmarkt unter meidliche Ueber-, und Unterschätzungen ttt Kosten und der Rentabilität vor-

kommen muen;. wenn man auch gerne .. . zugesteht, .daß beim besten Willen Irr- ' Mmtx 'in Bezug aus Terrainschwierigv 'keilen und Zeitberechnung unterlaufen, s jo.muk man sich doch 'schließlich vor den ?, -Beweisen beiiaen' und bei der skrupulö-

- festen Unparteilichkeit das Zugeständniß -machen, daß,' gelinde gesagt. Vieles, sehr ;viRi-lV8 fntil nnf hftn 'XstftniiS iff 3Vr

- . tj V fß 1 von Lesskps bestallte und besoldete Vertheidiger, Oberingenieur Dautzatz, führt in dem, von der'Kanalverwaltüng gegründeten'und bcjäItQ Uiilletiii du Üanal Interoceanique" das Wort der Art, daß er den Zweifeln an der z.,.Avssuhrbarkeit des Unternehmens indirekt neuen Halt gibt. Anstatt die ungünstigen Nachrichten zu widerlegen, etwa bestehende Hemmungen im Fortschritte der Arbeiten durch Gründe zu rechtfertigen, ignorirt er dieselben voll

ständig und sucht die Ausmerksamkeit vom Thatbestande abzulenken, indem er sich kopfüber m die Dlskusnon der tech nisch-sinanziellen Seite des Eoncurrenz Projektes stürzt. Es handelt sich augenblicklich nicht da rum, zu wissen, ob das Panama- oder das Nicaragua-Unternehmen als Fi nanz Operation das' beste ist, ob das erstere oder das letztere als internationa leö Werk .den . Vorzug verdient ; die lIVUUb I4.4V IIU4 tlllUUJ. fV4i . WÜIU rr onf k,5, s, . CtnX

. die von Herrn v.' Leffeps abgegebenen Dten richtig,' ist er im Stande, ein Werk in acht'Jahren zum Kostenpreise

von 168,000,000 iu vollenden, wer den die Arbeiten so betrieben, daß das Resultat des ersten Jahres zur Annahme berechtigt, die gegebenen Versprechungen - werden .richtig eingelöst werden? Aus diese ffragen. kann und muzz entschieden tt'NelN geantwortet werden. Das verflossene Juhr hat an positiven Nesultaten,' insoweit der Fortgang der Arbeiten in Äetracht kommt, nichts weiter auszuweisen, als 'die' Terrainstudien sur den,Chaa.reZDamm, die weit entfernt r?... v. . r ,r r w nno, veenoel zu mu, einzelne unoeocu tende'uud. unvollendete Borsr'ungen aus der'.Strecki, 'den Bau einiaer Arbeiter''ohnüngen m Gattun und Emperador V V oft- "V . fr ? jr . UNS vcn beginn ver rrilNiung eines SpitalS, und bis letzt belaufen sich, zu verlässiäeu.Angaben aemäß, .die, Aüsla gen (bezahlte'ünd Nlchtbezaylte) auf über 45,000,000, mit Inbegriff der Maschi nen und.WerkzeuZeräthe, wohlverflanden. -h . An Ersahrungen ist das erste Baujahr ..SußerK Teichs, die Ingenieure sind, zur r innat aelan, -daß Herr. Lemps nn V seiner technischen Commission" von 1879 ; - v ! m tr . ' ri . ' . . ' v - n. t s tt . :. v " w . I 4 , tTicuaiauji.ii uijü, 2ejuue?unu oem zusolge die. Erdarbeiten unterschätzt hat vaß vie Ausgrabungen 'lyellwelje groe

unvorhergesehene Schwicrigkeltedjten

urd daß die Hauptarbeit, der Chagres Damm, nicht vor dem dritten Arbeits jähre in Angriff genommen werden kann und deffen Bau wenigstens vier Jahre in Anspruch nimmt. Das erste Jahr ist als Arbeitsjahr verloren, und es wäre intereffant zu erfahren, obhr. v. Leffeps, der 1880 in einer Anwallung von Be geisterung vielleicht auch durch Motive von mehr materieller Natur geleitet die Fertigstellung des Werkes in sechs Iah ren in Aussicht stellte, heute noch den Muth hätte, den Thatsachen gegenüber die Aerantwortuug für die achtjährige Dauer der Arbeiten von 1880 ab zu übernehmen. Das ist die, wenn nicht trostlose, doch äußerst kompromittirende Lage des Un ternehmens, und vm den Blicken der As tionäre, die angegangen waren, im

Zeitraume vom 2. bis zum 15. Januar -k, rr rm ..... e v. eme neue inzaylung von izo Franken per Aktie zu machen, dieses et was niederdrückende Tableau, zu ent rücken, versuchte wohl das .Bulletin du Kanal" die Aufmerksamkeit aus ein an deres ähnliches Unternehmen zu lenken. Dos er. ls rnch w:ntger Aussicht da?' lir.b ITir n Oa$ ZDtutv. Der vergangene Monat hat das Ansehen und die Glaubwürdigkeit deS Wetterpropheten De Voe in Hackensack nicht gefördert. Derselbe hatte von diesem Monate vorausgesagt, er werde durch seine eigenthümlichen Wetterver haltmne lange m der Erinnerung der Menschheit fortleben, er werde durch hausige und heftige Schneesturme und durch ganz ungewöhnliche Wechsel der Temperatur sich auszeichnen ; in diesem Monat werde im Osten mehr Schnee fallen, als sonst in zwei Jahren zusammengenommen. )ie VurchschnlttsTemperatur werde niedriger sein, als im Januar, und die Stürme würden eine Heftigkeit erreichen, wie sie nur selten beobachtet worden ist. Die Erfahrung hat uns gezeigt, daß De Voe so ziemlich das genaue Gegentheil von dem angekündigt bat, was eingetreten ist. Herr Äennor, welcher behauptet, oa seine Wetter-Voraussagungen aus durchaus wmenschaftllcher Grundlage basirt eien, ist seit Anfang des laufenden Jahres der Wahrheit bedeutend näher gekommen. Von dem Februar sagte er, das Wetter werde häusigen und plötzich Wechseln zwischen Kälte und ungewöhnlich hoher Temperatur unterworfen. doch werde m Folge deS wiederholten hohen Thermometerstandes die Durchschnltts - Temperatur bedeutend höher sein, als diejenige anderer Jahre. Ungewöhnlich heftige und anhaltende Regengüffe im Westen und Süden von Canada und der Ver. Staaten würden große Überschwemmungen herbeiführen und einzelne Stürme würden sich durch große starke bemerkbar machen ; eme besondere Eigenthümlichkeit des Monats werde sein, daß in vielen Theilen des Landes fast gar kein Schnee fallen werde. In manchen Theilen würden die Seen und Strome völlig elssre: bleiben und eine, thellwene Wleder-Erönnung v- : . rrr i ..n.n er Vry'.sisayri genauen. "AJit uie Woche oes Monats wurde durch unae wohnlich heftige und hausige Sturme vemerlllch sem, und aus die letzten, echt winterlichen .age wurde der ebenso wmterllche Ansang des März folgen. Mit Ausnahme der letzten Woche ist sonach Vennor's Prophezeiung einaetroffen und daffelbe Glück bat derselbe hinsichtlich einiger Details gehabt, die er vrovbezeite. Dies mit von den Schneestürmen im Anfange des Monats, von der Periode müden Wetters, die mit dem 5. Febr. beginnen sollte, wäh rend die sur den 11. und 12. Febr. ver kündigten Kalte undSturme erst.mehrere Tage später eintraten. ' Daß die sür den 21. und 22. vorausgesagten Regen gujje im Svenen uno uoen Niazr aus- ! r? (rn.n v w . geblieben sind, ist uns in nur zu deutlt cher Erinnerung. Das Ende des Mo nats hat sich nicht an Vennors Prophe zeiungen gekehrt, statt Kälte undSchnee stürme zu bringen, war es. durch unge wöhnlich mildes Wetter ausgezeichnet. Was nun den Mär,' anlangt, so hat sich Meteorologist" De Voe durch seine schlimmen Februar-Eifahrunaen nicht abhalten lassen, diesem das Horoscop zu stellen. Er sagt: DaS alte Wort: wenn der März als brüllender Löwe be ginnt, wird er als sanftes Lamm enien. wird sich in diesem Jahre nicht bestätl gen ; der März wird sowohl imAnfange, als am Ende ein brüllender Löwe sein. Dieienlgen, welche aus mudeS Früh lingswetter hoffen, werden sehr enttäuscht werden. Die schlimmsten Regen sind noch nicht vorüber, und. die Leute, die an den Usern der Ströme wohnen, wer den gut thun, alle möglichen Vorsichts maßregeln zu ergreifen, um Leben und Eigenthum gegen die Ueberschwemmun gen , zu schützen. Der Fluß zwischen New Z)ork und Albany wird vor dem ersten April nicht mit Sicherheit befahren werden können. Am 7. März gibt es eme.: gewaltigen Schneeflurm, vom 14 bis 24. März verhältnißmäßig leidliches Wetter und an letzterem Tage, höchstens einen Tag später wird der heftigste Schneesturm dieses Winters losbrechen Aus ihn folgt große Kälte und de? Hud m tt --v Ion wlro im Staate cew viort bis in den April hinein mit Eis bedeckt sein. In den Golf- und südatlantischenStaa--ten treten erst in dem letzten Drittel des Monats Kälte, Nordostwind und hestige Landregen ein. In den östlichen Staaten ist der März der kälteste Monat des gegenwärtigen Winters, am 8. und 25. wird der Schnee die Fenzen völlig be decken und die Kälte wird die Preise deS Wroductenmarktes. namentlich der Butler und Gemüse in die Höhe treiben. ! In Canada wird den ganzen Monat ' hindurch der Schnee so hoch liegen, datz der Elsenbahnverkehr fast gänzlich beym dcxt ist. Die Farmer sollten sich o w , Ä - . yr . schnell als möglich mit Saat-Getreide versehen, um im April ans'S neue säen zu können, denn ein großer Theil der bestellten Felder wird umgepflügt werden tniifin im TOfftpn tnirh nrnf- siiitc "'II"" vj " ! '' nt(i mu cuneciuuen uns ueiiiaen wizazu - f e-j rt v t .ti: m.

güffen abwechseln. Hier sollten dieFar-

mer den MaiS auf die yöchs! aeleaenen ' Felder, die Kartoffeln auf Abhänge, die dem Waffer Abfluß gestatten und nur Thimoteusgras auf tief gelegenen Ländereien anpflanzen resp. säen. Mit den Frühjahrs-Arbeiten brauchen die Farwer sich nicht zu übereilen, da späte Frö-; sie zu erwarten sind. Eisberge machen in diesem Jahre die Schifffahrt aus dem atlantischen Ocean zu einer ungewöhnlich frühen Zeit unsicher. Es ist das ohne Frage eine der Segnungen" des außerordentlich milden Winters. Zu gleicher Zeitwird von New-Foundland aus berichtet, daß bereits große Eismassen vom Norden aus sich südwärts in Bewegung gesetzt und die Küste NewFoundlands beinahe gänzlich blockirt haben. Ber diesem frühen Aufbrechen des Eles in den arktischen Regionen ist es als gewiß anzunehmen, daß das Eis in viel größeren Maffen südwärts treiben wird. als eö nach dem strengen Wmter von 188081 der Fall war. Dadurch wird aber nicht nur die Gesah? von Cornnonen der Schiffe mit den Eismaffen gesteigert, sondern diese in wärmere Aegio nen hinabtrelbenden Eismajsen haben auch dichten Nebel im Gefolge, der sich gleichfalls schon ost als ein rierderbttcher Feind der Seefahrer erwiesen hat. Die Capitäne der in New Bork eintresfenden Dampfer berichten bereits inn dlm Erscheinen gewaltiger Eisberge. Die Dampser Asiyrlan Monarch", Thmavalla" und The Queen" begeaneten solchen in verhältnißmäßig niedri gen Breiten, der letztgenannte Dampser tn einer Entfernung von 320 Meilen ömlch von Nantuckek, unter emer Breite im 41 Grad und 49 Min. Nach dem !bichfalls sehr milden Winter von 1879 S0,als sich ebenfalls große Eismaffen von den u ten JSlano's uno Gronland's aus in Bewegung setzten, und der nördlichereTheu des AtlantlchenOceans mit schwimmenden Gletschertrümmern angesüllt war, drangen die Eisberge nicht weiter vor, als bis zu einer Breite von 40 Grad und 12 Min., wo der Dampser Nederland" einem solchen begegnete. Was dieses Jahr die Gefahr noch erhöht, ist der Umstand, daß zur Zeit an den Küsten von Newfoundland undNova Scotla heftige Nordoststurme wehen. durch welche die Eismaffen direkt in die Route der atlantischen Dampser getriebcn werden. Barnum und die Londoner. In der englichen Hauptstadt herrscht eine Nicht geringe Auireauna. Wie Themsestadt soll einer ihrer größten lebenden Kuriositäten beraubt werden. und das wollen sich weder die Burger London's, noch die Polizei, noch der Hos ruhig gefallen lassen, sondern sie bieten Alles aus, um den ihnen drohenden Verlust zu hintertreiben. Und an dieser Ausregung ist kein Geringerer schuld, als unser Showman P. T. Barnum, welcher dem Vcrwal tungSrathe des Londoner zoologischen Garten den wohlbekannten riesigen Elephanten Jumbo" abgekaust hat, um denselben seiner Show" einzuverleiben. Er hatte auf diesen riesigen Dickhäuter schon seit längerer Zeit sem Augenmerk gerichtet, zumal da die kleinen Dickhäuter" bereits so zahlreich geworden sind. daß sie kaum noch irgend welche Beachtung linden. Der Verwaltungsrath des zoologischen Gartens hat sich aber durch den Verkauf des populären Pachydermen den Un willen aller Londoner und vieler anderer patriotischer Engländer zugezogen, welche mit außerordentlichem Stolze aus ihren Elephanten blickten, denn einen solchen Elephanten, wie es Jumbo" ist, sindet man nicht leicht wieder. Es wurde auf den Verwaltungsrath oer slarrste )rua ausgeuol, um lyn zu veranlaffen, das zwischen ihm und P. T. Barnum abgeschlossenen Geschäft rückgängig zu machen. Die Königin Victoria und der Prinz von Wales leg ten sich in's Mittel, aber vergeblich ; die Burger London's erboten sich, denScha denersatz zu bezahlen, den Barnum sür die Rückgängigmachung des bereits ab geschlossenen Geschäfts fordern könnte. aber vergeblich: unzählige Bittschriften wurden an den Verwaltungsrath gerich tet, aber vergeblich. Die Herzen der Mitglieder des letzteren schienen sich in Steine verwandelt zu haben. Ader noch eine Hoffnung ist dem Lon doner Publikum geblieben ; daffelbe hofft, daß der theure Jumbo" sich seiner Entsuhrung aus dem zoologischen Gar ten durch die Agenten Barnum's wider setzen werde, denn der einzige Mensch, welcher auf Jumbo" irgend welchen Einfluß ausübt, ist sem Wachter Scott uno vieler yal ieierlichtt geschworen, u der Fortschaffung Jumbo's" aus dem zoologischen Garten nicht bchülflich sein zu wollen. Sollte man aber dennoch versuchen, den populären Elephanten fortzubringen, so ist es nicht unwahr scheinlich, daß die Polizei einschreiten und den Transport des lebenden Colosse l w . L rf. ourcy Die Braken onoon's, als ein zi gcfährllchcZUnternehmen, verbieten wlro ?lus dem High Ltfc". Aber, mein schönes Fräulein, wie in aller Welt bringen Sie eö fertig, die furchtbaren Strapazen auszuhalten, die Sie während der letzten 9 Tage durch gemacht haben? Seit Montag vor acht i Tagen hatte ich, mit alleinigerAusnahme 'l. ?.W k. Ti , oes Lonniags, an jeoem iveno iseie genheit, Sie auf einem Balle zu bewundern, mitunter sogar aus zweien ln der selben Nacht, wie z. B. auf dem Balle des englischen Gesandten und dem Wokl-thätigkcitS-Balle. Und Sie haben auf I 7.. . . allen diesen Festlichkeiten auch nicht einen einzigen Tanz ausgesetzt." So fragte der Eorrespondent eines westlichen Blattes in Washington, in . V.;;. Th irt X? aimr.f - , ivutiiuiiui ouv.iai cv:iii3 i '

gehören, ein Fräulein Mille? am Fast

nachts - Tlenjuige auf dem Balle des 'Senator Sawyer, eine ebenso reizende, als distinguirte und liebenswürdige junge Dame. , Mr. Reporter, das ist gar nichts, und es ist schade, daß die schöne Zeit durch die Fasten einige Einschränkung erleidet. Man muß nur seinen aesell schafllichen Verpflichtungen gemäß leben, ich thue dies, und ich tanzte gern noch weitere vier Wochen fort, immer fort, ich bin nie so gesund und glücklich, als wenn die Ball - Saison in ihrer Blüthe steht." Ich bewundere Ihre vortreffliche Natur." O, bewahre, ich habe gar keine be anders starke Natur, aber ich lebe vernünftig, das ist alles." Wäre es indlscrer, Sie um einige Andeutungen zu bitten? . Meine Schwe ter, die teie mitunter durch Ihre hebenswürdige Freundlichkeit beglückten. soll nächstes Jahr m die Gesellschaft eingeführt werden und da " Von erzen gern, ich bm durchaus nicht prüde. Sehen Sie, wenn ich vom Balle heim komme, so wartet Mama immer auf mich, und wenn es früh sechs Uhr ist. Ich erzähle ihr, daß ich die Schönste gewesen sei, und das macht Mama so glücklich, daß sie noch vie! länger warten würde, um sich dieses Glückes freuen zu können. Dann bringt mir Mama eine Taffe Beef-Thee, aber recht starken,. und den trinke ich langsam aus. Dann entkleiden mich Mama und mein Kammermädchen, das letztere badet mir die Füe in warmem Weine und knetet doch zu ties darf ich Sie nicht in meine Geheimnitte blicken lanen, schicken Sie Ihr herziges Schwesterchen zu mir, die soll alles erfahren !" Sie sind außerordentlich gutia, wie wird sich Daisy srcuen, wenn ich ihr dies sage !" Thun oie dies und bringen Sie ihr meinen schönsten Gruß. Sie soll bald kommen, ich werde ihr viel von den Bällen erzählen, ach wenn die Bälle vor über pnd, ist es noch das einzige Glück, von ihnen sprechen zu können. Voch, wo waren wir stehen geblieben ?" Bei den Geheimnissen." Ja, ganz recht ; nun sehen Sie, dann trinke ich noch eine Taffe Beef-Thee, dann ein kleines Glas Mandelmilch und dann schlafe ich, ach Gott, so gut, daß es mich immer ärgert." Unmöglich Sie ärgern sich doch nicht darüber, daß Sie gut schlafen V Ganz gewiß, denn, wenn ich wema f Mi. ger lies lchilele, wuroe ich noch von dem Balle träumen." a Sie haben recht, Sie haben immer recht." So schlafe ich. nun bis Nachmittags 4 oder 5 Uhr, dln trinke ich wieder eine Taffe Beef-Thee und effe etwas altbackeaeS Weißbrod rnd dann ist es die höchste daß wir, MLs. mein Mädchen urll ich, mit meiner Toilette für den Abend beginnen. Aber Sie machen sich ja gar keine Notizen ! Wie fallen Jh nen meine neuen Spitzen-Volanls ? sie sind erst vorgestern dmct von PanS gekommen." Wunderbar, nicht fürstlich, nein göttttch. Wieviel kosten ?" yD, wie abscheulich ! Die Beschreibung rn Damentolletten ist zwar das emzigl ?nünstige, was man in den Zeitungen ?ezen kann, aser, was duselven gexo stet haben, das ist nicht zart, nicht fein." Sie haben auch hierin wieder recht. aber es wird doch mitunter gewünscht. Nicht von mir, Mama wörde nichts dagegen haben, aber ich will es nicht. Doch da kommt der Attache? der enali schen Gesandtschaft, mich zu dem nächsten Tanze zu führen. Er tanzt schlecht, aber ist ein Attache? und Lord. Also ver gessen Sie die Beschreibung meiner Vo lants nicht !" Wie könnte ich ! Vom Julande. . Sechs Häuptlinge eines Stammes der Pueblo Indianer oder Zuni's in New Merico sind zur Zeit aus einer Reise nach dem Osten begriffen. Sie tragen Costüme, die zum Theil genau so sein sollen, wie sie von ihren Vorvätern, den Azteken, getragen wurden. Der Zweck ihrer Reise ist, gewiffe religiöse Ceremonien vorzunehmen, die nur an der Küste des Ocean refp. auf letzterem selbst ausgesührt werden können. Auch diese Ceremonien sollen auf aztekische Traditionen zurückzuführen sein; man erwartet von der Kenntniß derselben eine werthvolle Bereicherung der Ethnologie. Aus A l b a n Y, N. Y-, wird berichtet, daß innerhalb der lctz.en zchn Tage Ansprüche auf nicht weniger als 43 Goldminen im Staate New tyoit angemeldet worden sind. Die Berichte über Entdeckungen reicher Golderze im Osten, namenllich auch in Maryland und Connecticut sind nichts neues, seither hat aber die Ausbeutung aller solcher Minen mehr Geld gekostet als eingetragen. Die englischen Z e i t u n grn Ntw Vorl's werden zur Zeit mit Zi:schriZlc,l überspültet, die sich theils slir, theils gegen H?ndrix. den Zerstörer des Andre-Denkmals aussprechen. In e?ner Rüge der Polizei stimmen alle überein, daß die Verhaftung des Hendrix von einem Beamten vorgenommen worden ist, der nicht im Besitze ein'Z Hastbesehlcs war. ' Die Legislatur des S t a a tcS Wiirrnlnni fr.it sin- Nill sinncnnnt V W T "W " men, nach welcher 8 verboten ist, an MinderjährigeTabak zu verlausen, wenn dieselben nicht eine Bescheinigung ihrer Eltern oder Vormünder vorzeigen kön nen.' Das warme Florida scheint aus die Dänen und Schweden eine große Anziehungskraft auszuüben. In dem dortigen Orange County haben sich bereits 900 Skandinavier angesiedelt, die sich hauptsächlich mit der Orangenzucht beschäftigen. Bob" Jngersoll, welcher kürzlich eines Plagiats beschuldigtwurde, erbietet sich, demjeniaen. welcher ihm die

Begehung ein?s 55000 zu zahlen.

Plagiats nachw-ist. Eine Frau zu N e w p o r t. R. I., warf im Zorne eine Gabel nach ihrem kleinen isohne und tras ihn am Hacken. Obgleich nur eine leichte Ver wundung herbeigeführt worden war, trat Gangräne ein, an welcher der Knabe unter großen Schmerzen starb. Eine Chicagoer Firma, welche kürzlich durch einen ihrer vom Spielteufel beseffenen Clerks 53000 verlor, hat die Eigenthümer der Spielhölle, in welcher der Clerk das Geld verlor, aus Schadenersatz verklagt. Chicago verlangt, daß alle Immigranten, welche von 9!ew Jort nach dem Westen Weiterreisen, sich zuvor impsen lassen, es sei denn, daß sie erst ganz kürzlich diese Procedur an sich haden vollziehen lassen, und dasü? Beweise beibringen können. Die Visitenkarten des englischen Gesandten in Washington, Hrn. Sackville West's sind in französischer Sprache gedruckt, worüber die Washmgtoner sich den Kops zerbrechen. Nachdem die biederen New Orleanfer das diesjährige Mardi Gras ebenso vergnügt gefeiert, wie in früheren Jahren, und das Geld mit vollen Händen weggeworfen haben, wenden sie jetzt den unglücklichen Bewohnern ihresStaates ihre Aufmerksamkeit zu, welche Alles, was sie besaßen, durch die U'berschwemmungen verloren haben. In ihrer Großmuth beabsichtigen die edlen New Orleans sogar, die Hülse der Nation! für ihre unglücklich; Mitbürger anzurufen. Einbändiger" Sprengstoff. Wir haben schon öfters über Sumpfgas klagen hören, und Aerzte und Chemiker uns nicht allein gelehrt, daß das Waffer der alten Pumpen dadurch vergiftet wurde, sondern auch, daß das heimtückische Gas aus schlecht verschloffenen Sewers und Abortgruben in die Wohnungen dringt und dort mancherlei Unheil anrichtet. Daß es unter gewissen Umständen explodiren kann, haben wir auch gewußt, doch machte es sich erst am Montag zu Williamsburg, N. in seiner ganzen Wirksamkeit als explosiver Stoff bekannt, als es einen Sewer sprengte, die Straße auswählte, und die Fenster der benachbarten Häuser zertrümmerte. Die Kanäle mancher Städte sollen, wie der N, Herald" scherzt, genug explosives Material enthalten, um alle lebenden Creaturen zu tödten und nebenbei noch die Erde selbst in Asteroiden und Sterncnstaub zu zerschmettcrn. Zu Chicago verlangte neulich eine Frau Reinhardt von der Polizeibehörde, daß diese ihr bescheinige, daß sie nichl gehängt worden sei. Zur Erklärung dieses sonderbaren Ansuchens theilt sie mit, daß böse Menschen ihren Verwandten in Europa geschrieben, sie, Frau Reinhardt, habe ein schweres Verbrechen begangen und sei hingerichtet worden. I n Californien macht sich großer Unwillen darüber kund, daß der Congreß in der Erledigung der ChinesenFrage nicht energischer zu Werke geht. Verschiedene calisornische Zeitungen verlangen, daß sofort eine Beschran kung der Chinesen-Einwanderung verfügt weide, da ohne eine solche in den nächsten sechs Monaten sicherlich 40.000 Mongolen in San Francisco landen würden. EinNewNorkerCorrefpon dent macht auf eine Unsitte in den New Borker Theatern aufmerksam, welche darin besteht, daß Manner und Knaben auf den Gallerien ganz gemüthlich rauchen. Es ist in der That auffallend, daß an diesem Unwesen noch nicht energisch steuert hat, da dan lbe doch eme grone euersgesahr m sich schließt. e m neuiicyenoipi o m allschen Diner im Weißen Hause wohnte der neue chinesische Gesandte als stummer Gast bei. Es ist ihi noch nicht gelungen, die englische Sprache so zu be meistern, daß er sich in derselben unter halten könnte, und die Etiquette erlaubte es ihm nicht, sich von einem Dollmetscher begleiten zu lasten. Die Wittwe Daniel Webster's ist dieser Tage zu Rochelle, N. ?)-, gestorben. Sie roat die zweite Gattin des großenStaatsmannes und heirathete denselben im December 1829. Sie er reichte ein Alter von 85 Jahren. Die erste Gattin Websicr's wr eine geborene Fletscher aus Hopkmson m New Hamp shire. JnVirginicn kocht man di Wurzln der blauen Distel und erklärt sie sür ein sehr schmackhaftes und nahr hqstes Gericht. Um die Bildung derPo-aen-Narben zu verHuten, wird eine Lö sung von elastischem Kautschuk m (s.hlo roform empfohlen, welche drei- bis sünsmal taglich rnifc jede hervorbreckendc Ailstkl aufgepinselt wird. Jn-eme Vier unzenflasche, welche halb mit Chloroform l gefüllt lst, wlrd fern z:rschmttener ganz reiner Gummi geworfen, bis das Glas dreiviertel voll ist und das Glas bis zur völligen Auflösung des Gummi ost im geschüttelt. vom ?rnsians.e. Der B u i l d e r", ein in London erscheinendes Fachblatt für Architektur empsiehlt den Baumeistern, sich etwaige Mißerfolge bei Ausführung großer Bauten nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen und erinnert an das Beispiel des großen Ingenieurs Brunel. Als diesem in der Großartigkeit seiner Entwürfe unübertroffenen Erbauer der Great Western Eisenbahn eine der größten Brücken zusammengestürzt war, erklärte er vor den Direktoren der Compagnie : Meine Herren, eö konnte mir nichts besseres passiren; ich hatte noch viele Brücken nach demselben Plan gebaut, jetzt aber mache ich es bester." Derselbe Mann sagte, nachdem er $5,000,000 erfolglos auf den Themse-Tunncl verwandt hatte:

'Nachgegeben wird doch nicht." Brunel vollendete bekanntlich den Themse-Tun-

nelim ahre 1842 nach demselbenPlane, den er schon seit 1819 fertig hatte. Bei der Concurrenz der Entwürfe sür das in Rom projektirte Victor Emanucl-Denkmal hat unter den gegen 300 Mitbewerbern aus allen Ländern ein Deutscher und zwar der gegenwärtig in Rom lebende Karl Otto auS Berlin den ersten, 60,000 Lire betragenden Preis errungen. DieNachricht vom Tode Berthold Auerbach's hat überall die größte Theilnahme hervorgerufen. Seine perfönlichi.i Beziehungen verknüpften ihn mit den verschiedensten Lebenskreisen. Auerbach war zweimal verheirathet, da erstemal mit Fräulein Schreiber, das zweitemal mit Fräulein LandeLmann, einer Schwester des bekannten Schriftsteller HieronymuS Lorm. Der Dich ter hinterläßt eine Wittwe und zwei Söhne, wovon der eine Buchhändler in Stuttgart und der andere Rechtsanwalt in Berlin ist; ferner eine Tochter. Diese und der lgenannte Sohn weilten am Sterbebette des Vaters. Bis an'S Le. benscnde war er fortwährend mit neuen literarifchen Entwürfen beschäftigt und soll besonder? eifrig an seinen Memoiren gearbeitet haben, von denen er sich einen großen Erfolg verlprach, oa sie eme Menge von literarifchen Porträts aus der nachklassischen Periode Deutschlands enthalten sollten. Zu Auerbach's ietzten Publikationen gehörte em miereffantes, seinerzeit auch hier in Amerika vielfach publizirtes Schreiben an Döllinger, in welchem er sich über deffen freisinnige Kritik der in Deutschland damals an der Tagesordnung gestandenen antisemitischen Bewegung in höchst anirkennenden Worten aüssprach. Am '23. Februar wollten die Freunde Auerbach's in Ber!m eine glänzende Feie? zu seinem 70. Geburtstage abhalten ; Spielhagen sollte die Festrede sprechen. Nun muß die Rede, die ihn feiern soll, an seinem Grabe gehalten werden. In der alten Hansastadt Bremen, wo der Kirchenbesuch besser ist, als in irgend einer anderen Stadt Norddeutschlands, haben einige Pastoren damit begonnen, in den Sälen größerer Wirthschastslokale Vortrage zu halten, und Zwar wurden darin folgende Themata behandelt: Das Gebet" und Laffet Euch versöhnen mit Goti" etc. Wie wahrheitsgetreu die haarsträubenden Schilderungen der Time von den Gräuelsccnen in Warschau sind, welche die russische Preffe ohnmächtig abzuleugnen versucht, möge folgender einzelne von vielen hundert traurigen Fällen, der nach authentischer Quelle erzählt ist, illustriren: Eine junge Frau (Deutsch-Böhmin und Christin) wohnte seit mehreren Jahren in Warschau im Hause eines Juden. Am ersten Gräueltage nun drangen, während ihr Mann krank im Bette lag, vierzehn entartete Menschen in ihre Wohnung und riefen in polnischer Sprache : Erst machen wir Euch zu Bettlern, dann kommt Ihr als Personen daran!" Zugleich begannen sie Alles, was ihnen unter die Hände kam, zu zerstören, die Federbetten aufzuschneiden und die Federn auf die Gaffe zu streuen. Da kam athemloS der Hausmeister die Stiege heraufgerannt und und schrie gleichfalls aus Polnisch: Nichts thun, nichts anrühren das sind Christen!" Die Unholde hielten ein, entfernten !ch jedoch erst, nachdem die arme Frau zur Probe iyres Christenthums vor einem Heiligenbild niedergekniet war und sich bekreuzigt hatte. Wenige Stunden nach dieser Schreckcnsscene war ihr Mann in Folge der erlittenen Aufregung eine Leiche, und sie verließ Warschau als Wittwe, der Hälfte ihrer Habe beraubt, mit der Erinnerung, welche Handlungen der polnische Pöbel in Rußland im letzten Viertel des neun zehnten Jahrhunderts unter den Augen der Behörden zu verüben vermöge. Berliner Blätter s p r echen sich übereinstimmend dahin aus, daß die Kirchenvorlage in der vo der preußischen Regierung vorgelegten Form, nachdem die Commission dieselbe verwor sen, nunmehr keine Aussicht auf Annähme hat.. Die Germania" schreibt, es sei jctzt die Annahme des Gesetzes durch die liberal conservative Majorität des Jahres l880 ausgeschlossen. Wenn das Centrum zum Nein- gezwungen würde, falle das ganze Gesetz. Die Regierung allein habe die 5crstcllung des kirchlichen Fuedens in der Hand. Jtzt oder nie sei der Zeitpunkt der Jaangrisznahmen einer erl'stlicheu Revision. Anläßlich der Aus schrei tungen des Militärs in Preußen ist es intereffant, zu erfahren, wie das Militär der Polizei g-genüber in Schutz genom ' . r-v . . j. men w'.ro. wixc) lontaiicq preuniiaze Kabineisoldre wird bestimmt, daß nur, wenn ein Ossizier ein Verbrechen begeht, und zur Aufrechter, ltnng der össentli chen Ordnung unl Sicherheit der Personen Gefabr im Verzüge ist, der Polizei euch direlle? Emschreittn gestaltet sei. Selbst für r iesen Fall schreibt die Kabinetsordre j?zoch vor : Die Verantwortlichkeit, welche die Polizeibeamten bei ei nem solchen Einschreiten gegen einerOf fizier auf sich nehmen, ist aber um so großer, da sich in vielen Fällen dieJdentität der Person ohne weiteres Ausseher, wird feststellen lasten und dem Gesetze hinterher vollständig Genüge ge schehen kann. Die Polizeibeamten haben genau zu erwägen, daß es sich beider Arretirung eines Ossiziers nicht umPersonen allein, sondern auch um die Compromittirung- der Ossizieruniform der Armee Sr. Majestät des Königs handelt, und daß nur ganz außergewöhnliche Umstände eine solche Arretirung rechtsertigen und sie der Verantwortung sür ihr Verfahren entheben können." Dazu bemerkt ein Berliner Blatt: Man sieht also, wie schonend die im StaatePreußen sonst so mächtige Polizei der Ofsiziersuniform gegenüber aufzutreten verpflichtet ist, weit schonender, als gegen sonstige Bürger, mit denen weniaer Umstände gemacht werden, Das Le-