Indiana Tribüne, Volume 4, Number 169, Indianapolis, Marion County, 2 March 1882 — Page 2

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JCfftcc: 3. Dclwrc'Str. I t'Ztttcri rt r.s" f-,oi"'Oj:Tl-r.lst mn.rtor :it lt,, . t :! 1 ti; i.ntri f o'K liiilinnH.! 1 4 . I'i, i,"r (it'lr'' .ii' .tU.'i.'.iin.iii- v'11!1 fitctlie Äii;.- .... . -1:3 (5t. Vcx ochc. 2on?.!?gZu-f.abc ... . . : 5. 613. pcr?:ummc?. Rate jufamiiwa 15 6t. öcr Woche. Eg" Daö Iiifltlr.i: isfiifiat ;efcu Nal,mit. Wz am 2 tthr. Sie LonraMutgab.' : ctföahr' j'Srcrß?: - K. TcnttliardtLc ',. '4 ' ' Herausgebe?. Indianapolis, Ind.. März 1882. I hohen Nordcn. i: .'. . . ... In der letzten Sitzung der amcrikanischen geographischen Gesellschaft hielt der '- bekannte Polar-Neisende, Herr Dr.Kennan, dcr durch seine dreijährigen Reisen in Kamtschatka und dem nördlichen 5i '' biricn, die er in Hunde-Schlitten zurück legte unb durch seine, dieses ungeheure Land, den zehnten Theil dcr bewohn tezzErde betreffenden Schriften be "kannt' ist, einen ' Vortrag. Selbflver ständlich -konnte er dieses. Thema nicht verlassen, ohne dcr Jeanette" und der Schicksale ihrer Mannschaft zu gedenken. 1

Die Hauptzüge dcr interessanten Schil Vierung sind.deu Lesern aus den seither!. gen Berichten bekannt, zum größeren Theile aber neu ist dcr Schluß des gcist vollen Vertrags..' t .. Nur wer selbst in jenen Gegenden ge,,leht hat; tan stch cm Bild der Kampfe, ' Strapazen und Leiden vor die Seele führen,' welche die Bemannung- der Jeanette" zu bestehen hatte, nachdem sie M Schifshatte, ausgeben müssen. Mit den schwer dcladenen Booten im offenen Wasser rudernd oder segelnd, 'dann die Boote auf das. Eis hinaufziehend und -übrcfolches dahin schleppend, und diesen '"--'aufreibenden Wechsel, drei Monate. hindurch erduldend landeten zwei derBoote am User der Lena, auf gleich unwirth lichen Gestlden, als die waren, die sie verlasscn'hatten, für ihre fernere Ernäh- , , .ungMusschlicßlich angewiesen aus die dürftige' Ausbeute' der 'Jagd.' Sicher hatnicht ihr freier Wille die Männer l denWeg nach der 'Lena-Mündung nch mcn lassen z .die'Landung an der Mindung irgend eines anderen dcr Ströme, die.sich in das nördliche Eismeer ergießen,' würde die' Schiffbrüchigen in ein minder rauhes Land, in ergiebigere Jagdbezirke und näher zu den Nieder-' lassüngen : dcr Eingeborenen geführt ha- . .den. .Aber der :dort herrschenden west..f v Wichen' Strömung konnten, die Boote nicht widttstehen, sie mußten noch froh sein, selbst an dieszr Stelle, dcr ünwirth lichsten im ! ganzen nördlichen Sibirien, landen zu 'können. :- Die Vortheile, welche' die MensHheit den . NordpolEzPeditionen verdankt, werden vielfach -unterschätzt, und die 5 Zahlreichen' Mißerfelge, welche bei so ' kühhe' Unternehmungen nicht auöblei den können, haben die Ansicht populär ,gemalht,daß auf derartige Erforfchungs ' reisen viel' mehr Gut 'und Blut verwen

det worden, als die Erfolge derselben rechtfertigten.'. Dies ist wenigstens ' in solcher Allgemeinheit ausgesprochen ;. tr 'unrichtig. . . Die Entdeckungen der Jagd t.' ,gründ'e' für ' n Walstschfang bei Spitz bergen und in der Bassins Ban, der eri - ßiedigsten auf der Erde, verdanken wir ..Äordpöl-Expcditioncn, und dieAnsbeute eines einzigen guten" Jahres hat der .Menschheit mehr Werthe zugeführt, als -sämmtliche Nörd'pol.Expcditionen dieses Jahrhunderts gekostet haben. Und doch

ist dieseVermehrung menschlichen Besitzes v - f JC: v. ,.: m...Af. '

nur vcr uciiuwiuuiu iicincrc Duoeju Der täglich wachsende Schiffsverkehr Ämachi dle möglichst genaue Kenntniß d meteorologischen Verhältnisse, der'Ent- . zzj. stechung imd der Bahnen der Windecr 'Möglichkeit, aus den Centren .der .Orkane-und Cyclone zu. entkommen, täglich wichtiger, und keine' Beobachtungen haben diese Kenntniß o gefördert, als die in den möglichst hohen Breitengradcn. gemachten. Die arktischen Ne , gianen und die Länder .unter dem Ae4 quator sind die wichtigstenBeobachtungs Stationen,, und- unfer. ganzer Signal ' ' dienst ' verdankt 'den Beobachtungen der Norpolsorscher, die Grundlage und die Zuverlässigkeit seinerBeobachtungen und & r der . auf letztere . basirten Voraussagun:st!t ' ':' : ".. j ' '

.. Was - die Opfer - an Menschenleben anlangt, so wird' die Gefährlichkeit der Nordpol-Expeditionen allgemein über- '' schätzt. ' Die-holländische geographische Gesellschaft hat ein Verzeichnis der Totil' dcssälle .zusammengestellt, .welche wäh rcnd 31 arktischer Expeditionen, die seit . dem Jahre 1841 von England und Ame-rrka-nusgerüftet urden, vorgekommen , sind: - Diese Statistik weist eine jährliche Sterblichkeitsrate von 1.7 Prozent rj nach klfo eiir, Verhältniß, welches gün:stiger ist,als dasjenige der durchschnitt!! " chen JahreS-Sterblichkeit in 'New York vv r ' i v r , ' n

uno Zwauinglon uno mczenlttcy guntttger, als auf unserer Handelsflotte. - Daß trotzdem allgemein geglaubt wird, der Nordpolforscher habe weniger Aussicht, wieder' heimzukehren,' als jeder andere Seemann, 'ist Reicht erklärlich. Wenn die .Mannschaft irgend eines Kauffahr-'f'thet-Schiffcs nach heldenmüthigem Kam- : pse mit Stürmen 'und Wellen, oder mit

i't'T: Kälte-und Entbehrungen unterliegt, so 5 - berichten hiervon- vielleicht zwanzig Zeilen in den Schiffsnachrichten der-Zeitun-gen? großer Städte. Aus eine viffen " schaWche Expedition nach den arktischen .r Regionen'sinv. die Blicke der Welt ge t richtet ; wenn gestrandete'Sccfährer an . Neufundlands Küste die größten Beweise von.Herolvmus und Selbstaufopferung .geben, so sterben sie mit dem Gefühle . der Befriedigung, da? ihnen das eigene "l Bewußtsein verleiht, wenn aber ein Mann von der Jeannettc", Corwin,

der frühere Berichterstatter des N. Y' Herald" allein -bei einem sterbenden Matrosen in der furchtbaren Emöde zu rückbleibt, wiffcnd, daß er den Gefährten nicht retten kann, aber von dem Wun sche beseelt, ihm bis zum letzten Augenblicke jede mögliche Erleichterung zu ver schaffen, so ist diese heroische That in dem Buche der Geschichte verzeichnet. Die Schicksale der Nordpol'Neisendcn vollziehen sich vor den Augen dcr Welt und jcdcs einzelne tragische Ende bleibt mehr in der Erinnerung, als hundert Todesfälle während gewöhnlicher. See reisen." Zum Gcdülhtnib Garsiel'ö. ' " . . . -. .,. Wir lassen hier in wörtlicher Uebersctzung die herrlichen Schlußsätze der Gcdächtnißrcde Blaine's "auf Garsicld folgen: Am Morgen deL 2. Juli .' . ., 1 war Präsident Garsield ein zufriedener und glücklicher Mensch, nicht wie er es gewöhnlich war, er war vielmehr in eine? fröhlichen heiteren Stimmungwie ein Knabe. Auf dem Wege zum Bahnhos, wohin er langsam fuhr, um den schönen Morgen zu genießen, freute er sich auf die ungewohnte Muße, die ihm zu Theil werden sollte und aus die bevorstehenden , Vergnügungen. Aus seinem Ge spräche ; hallte . seine. heitere'? Stimmung wieder. Er empfand eö, daß nach viermonatlicher Prüfung seine. Administration immer stärker wurde und an Popu

larttät gewann, daß du Schwiengketten, welche ihm bei seiner Inauguration cnt . n .::- v ytijujiuuui.ii, yiuunuy uutiujuiiutu ma, daß dieselben hinter ihm und nicht mehr vor. ihm lagen; das er bald sein We7b, das er mmg klebte,, wieder sehen wurde, welches sich gerade von einer Krankheit erholte ; daß er -sich aus -dem -Wege zur 1.., , (aJI ((ahV' . ' 1 '' V! xuma uiitici uuiiu, um uuii Freundschasten semcr Jugcndjahre j K erneuern und Begrüßungen mit.denjeh!ai ks WMsJTA m!1 nyni uusjuwvuiiiu, , ivniy iui mu großem Interesse bei seinem Emporsteigen gefolgt waren, bis er steh zu dem höchstenEhrenamte, das seine Landsleute ihm übertragen konnten,emporgeschwungen hatte., n i i :4 t Sicherlich, wenn das Glück von den äußeren Ehren und Triumphen abhängt, so war James A. Garsield damals ein glücklicher Mensch. Keine schlimme Ah. c fc't. v ... . .r. r .

nun, veunruyigie ryn uno rnne sesayr uoung verfeiven, untreu gcworoen, nacyschien de Himmel seines Glückes zu ver- dem sie dem Grafen de la Panouse ehe dunkeln. Aber, sein schreckliches Ver- licke Treue aelobt batte.- .

hängniß überraschte ihn in einem Augenblick. Noch stand er aufrecht da, kräftig, 4 Oft Ani.Ai.aM . C St ! u IC. ! . uiu oauuum uu uic vvr iym izxgcn den Jahre blickend, und im nächsten Augenblick lag er am Boden, verwundet, blutend, hülflos, zn wochenlangen Ouas . v..4( !f 1 "uuvini, juiu su;jyi:iijtii uuu juiu Vraoe. Qbne' irgend' welche Ursache, in übermüthigem Wahnsinn ünd scheußlicher t .' . V t.t . . i Zllerruazlyeli, ourq ote orntrotpe Zganv des Meuchelmordes : wurde er aus dem vollen Strome seiner LebensinteresZen,' aus seinen Hoffnungen, seinen Bestrebungen'und Errungenschasten hin'ausgestoken in die Geaenwart des Todeö. und doch klagte und jammnte er nicht. ' Es handelte sich bei ihn nicht um bey' einen kurzen Äugenbllck, in welchem, betäubt und'- obnmäcktia das Leben Kätte btnae-

ben können, 'ohne si) dessen bewußt zu nachdem wenige Tage nach dem Unglück' i ' . " rvilü... tr L:r. v rn.i! i .

roeroen, vtezmey? munre er .age: uno. Wochenon furchtbaren Schmerzen und Todesqual durchmachen; 'mit klaremBlick und stillem Mutbe blickte er m sein Grab. ' : y" i . ' eine hnhnriPrrtn Aim?n san-n 'alle-seine'.Pläne zerstört. Welche Lippen könnten den Gesühlen'' Ausdruck geben,, . . V mit welchen zzonleinen- l)ochgt!)CiDtn TOrfrf.,irtrt hnn STriitthn Mrtw seiner : Familie .sich , langsam trennen mußte. Hinter ihm eine stolze Nation, ' " ' ' eine groke Schaar treuer Freunds eine geliebte MutterZwelche ihrer Mühen Und tt f - . M -.m äm ' ihre Thränen Jahre reichlich ausgewogen sah. hfÄ hl? tinn rprn nnn-rriin genen EHÄn ein liebendes Weib deffen Lebens demVsewwen .lag, die jungen' Söhne, welche die nder chuhc noch nicht ausgezogen hatten, die,liebliche Tochter und die zu Jüngkingzen herangewachsenen Söhne, welche sichTag''sür''Tcjg die Zr.ry ' r"! I" "Ö . i. ' Vhht htP8 5sttprS ai tnwfiw- fnAtn undd.klbwcdsr., ' ' ; 5,to8 J3,Lf5i"Ä?. SSS (Z. n-lr WL.&lt:$h& &uX ; ti fShmh-,;. k..: .,k,n. VUUIVUIUIU. XJUlUi rtUit WUUUUl .-r ; ,X-V,.r: c; Ä ner-Natian und die siiefttt hfi aämeri mnl&uS in llwAen.sem Schmer, zensiager... . ,.,. .' . Muvi wmut n.uutii mi-

Aber alle iese' -Liebe undalle diese Don Juan aufgetreten war, ohne e.luahme kormtenem Leiden nicht doch einen Erfolg zu erringen, wie sie eS

ui,u;ui lyciKii, nwrta ludern. hatte den flflA alkmzu' leeren. . Mu. tt . Ah TILi4.i V 0.V

S''IlVirwÄ.r-Slc natürlichen Begabung, ihren künstlerim's. Angesicht Vüt ruhreyder Zartnch. sch. Ruhm He?rn Slrakosch. Fast noch

mi mw n mw vom -mm. - xtß benl demufkschen Zlsazendn Kugel des Mclm&ö vcrnohm ; stdu Stimme Gottes und ergab sich Mit stilCY 1 VWj V ler MsigrwUon ln besten llen.i t, lXis noe. naye war, erroacyie seine' alte Sehnsocht' nach dem Meere., Die.istattliche Wvhnumg der höchsten Wcutivmacht war sur lyn em yospltal, eine Stätte lcmum Lchdens geworden, under.bat.danrm,.daß marc ihn auö ihrcn GesSwgnißmaucrn, aus ihrer drük kendcnAtmophäieauSnhrcrHoffnungs' losigkeit" sortbringe." " Mit dndächtig'

schwelgender Liebe brachte Shn das Volk I Dann wurde sie von Strakosch in dem nach dem Scrpbatze.' dartlit' er dort lebe.s altcn.Ventadour Tbcatre. dem stänncnK

oder sterbe, w ett Anblick" der wallen den Wogen des McercS, wie Gott es sü gen würde. . - , r, DaS bleibe abgezehrtÄnUih der er srischenden.nd kühlenden Seebrise zu.

gewandt,. Waiite er von sedoem cymer- Nlvani und Strakosch besuchte ste zuzenslager zhmaus aus. die wechselnden nächst Amerikas dann Spanien,Ruß

Wunder' ocS Meeres, auf'Dle ,m Früh lichte erglänzenden Skgel, rnf die ruhtlos rollrmden rauschenden Wogen, welche n x. i v . . c v.

nm sm slranoe. vrayzen, aus ot m

Glänze dcr Abendröthe purpurn erstrah lenden Wollen, welche den Horizont etn schlössen, aus- die still ih?c unendliche Bahnen beschreibenden Stern: des nächtlichcn Himmels. , Dort lasen seine brc chenden Augen in dem Buche der Wun der. nesckirieben in der Geheimschrift dcr

Natur, welche nur die scheidende Seele zu verstehen vermag. In der Vlogelchtedenheit, bei dem Zurücktreten des Jldi schcn vernahm er, wie die Wogen sich an einem entfernteren Ufer brachen,' und seine bleiche Stirn umfächelte dcr Hauch des ewigen Morgens. ........ Die Vierproduktion Enroa'S. ' Was die Bierproduktion in' quantlta tiver Öinsickt betrifft, steht Großbritannien unter den europäischen Ländern obenan .'Jn vorletzten Jahre gab es. dort.26,114 Brauereien, in Deutschland . 23,940, in Frankreich 3,100, in Belgien ! 2,500, in Ocsterreich-Ungarn 2,297, in ! Holland 560, in Rußland 400, in Ror-1 wegen 400, in der Schweiz 400, a, Dänemark 240 und ebenso 'viele in , Schweden. - (In den Ver. Staaten ! 3,293 Brammen.) Die Quantität des produzirtcn Bieres bclief sich in dem genannten Jahre in Großbritannien auf 49,000,000 Hec toliter (1 Hectolitcr gleich 22 Gallonen) in Deutschland auf 37,000.000, in den Ver. Staaten auf 14,000,000, inOester reich-Ungarn aus 11,000.000, in Bel- , - ft . r . r szien aus ,uuu,uuu, xn ranircicy aus 1 7.000,000, in Rußland auf 3.000.000, in Holland'.aus 2,600,000 u. s. w. . I ? , cv. ' nvii ' yic gropien jcuucicun mozi man IN Rußland, welche in dem genan'ntenJahre im Durchschnitt 6,öö0 heetoliter producirten, während von den Brauereien Dänemark's. im Durchschnitt 6.250 5ectoliter producirt würden, von denjenigen I v n , o- tnmex : . 1 ' ajcu?miajunaarn5 ,u, von oenjenigen der Der. Staaten 4,182, von denjenigen Frankreichs 5,355, von denk m.ü.li.'uuli.a t nnn ..V . u jeillgcn ?roßorzllluniens i,uu unu vim denjenigen Deutschlands 1550. . ' Marie Heilbronn'S Rück lehr zur Bühne. Generale itt aucü eine frübere bcrübmte , UN uzm uiuniniciiuuuaj uec uniuu w.. o . t . . je v.- . Sänaerin fckwer betroffen wovden. Dieselbe, war seit dem Frübiabr 1880 der KunstwenigstenS der öffentlichen AusI 1 . ' 1 : . " - Die Leser werden schon wiffcn, daß hier von der früheren Marie Heilbron w - cy n c v c m . l ot yecoe OIC ja aucy oen ner. laa ten schon einen Besuch abgestattet und die beste Aufnahme gefunden hat. Noch ' vor Knrzem war sie eine reiche sst r '.'...v ' . V . i . . . ? 1 rajin uno oerooynie eine rm oyzanimt scken Stnle anfaewkrte Zracktmonnuna an der Rue de Monceau in Paris. Jetzt aber hat, sie zsowohl, wie ihr Gatte, durch v!. .5ti. p!.. st.i.nl.t. f or crroagnic nnancicue icaiaiiropge -ai leö verloren, was sie besaß. .. Es ist ihr mchts geblieben 'als Ihre Kunst, und wie einst den griechischen Sänger Arion die Kunst,' die. ihm' ein Gott'gegebcn, aus den Meeresfluthen rettete, so wird sich auchMarie Heilbronn mittels ihrer Kunst aus : den Wogen des finanziellen jlln glucks , wieder, emporrmgen ' zu neuem Nähme 'und ' neuem Glänze. , Denn nazen relgnlß oer anner icr! .qre prächtige Wohnung gekauft hatte, that die. 'ehemalige Sängerin öffentlich die Absicht kund, wieder das zu werden, was sie, war, ehe sie Gräfin de . la Panouse wurde die Sängerm Mane Hellbronn. Und kaum war dies 'bekannt geworden,' da trasen . auch -schon bic glänzendstem H.IM A.V. All llMffrt StR M! J r Icl"u "luun . .! " "ua r' I tCtsOUTfl 'UNO ÖÜi lüisttlQnO. '.DZz. ehemalige Künstlerin, welche durch das Unglück von Neuem der Kunst zu- , A.CslVbl k!A , llX.t 9 V. . . 3 W"W aTAü' ""u4 KJ u g? hr zunächst vor Allem darauf an Geld m A M O A ft H 1 M M A N A A . A w A 44 a".""m"" ".rl uiui, ie Sarah Bernhardt, sagte sie. Ich werde mich, wenn es .nothwendig er. " unimur uiuic, wuy in ver neuen Welt-in Kunstlern und Kunstlerm. nen spelul ren. MarleVe vronn b ne sehr laumge Kunstlenn und hnt irnrtn mnnmrn mhrMrmn hthit V' inv" . o'f-n.wV VM"J fta'i f. orü." ,VtVU Utj)' VV MIV -V VtiyWt4UtUil MM Engag.ment ang treten, ach denen Cn,?ak,b.Nimmu!,,n ., si'e das SäftMM und das dritte .?23,cOO erhalten so ,000 llte. lfTa . 0t. i.il : . a warrn m anocuarai lyrer ocrgaii Mmäßig sehr kurzen könMerischen Car f :. . - fi .... NZ ... rnc U ?uiüujiöcn. "v der Kontrakt wurde durch ein Ueiereinkommen aufgelöst nachdem die Künstle- . . . m . " nh ,irn gewöhnt 'war ' ' ' . ' . - , Marie 5eilbronn verdankt, nächst ihrer ' . n . ..... 71 ' .in Kind. hatte sie im Jahre 1868 in der Pariser Opera Comique debütirt. Dorthin kehrte sie auch nach einer Kunstreise h,,rA CSnNnnh erstes i,nVfAnn- im I V MG? W V IHMM W VU V Jahre 1872 strömte ganz Paris ihr zu, um ste m oen i)i-uenriiors' zu oe wundern. . -I ' Als sie eines Abends vom Theater nach ihrer Wohnung zurückgekehrt war, wurde sie daselbst von Strakosck aufaesucht, welcher sie' für die JtalienischeOper engagirte.-- Sie zog sich drei Monate lang auS-dcr Oeffentlichkcit' zurück und bereiiel'e' sich für ihre neue Carriere vor. den Paris vorgeführt, und ihr.Erfolg in .La Traviata-,'.Lucia-, Othello-, ,Jl Travutore" u. s. w: war- ein durchschlasgrnd'er' Darauf' begann eine längere Nciseperiode'fäc die Künstlerin. Mit land und England, fand aber dann und wann'äüch'Eelcgenheit, wieder in Paris ausmtrcten. wo sie immer mit dem

lröten Enthusiasmu? cir.r.sanrjert wurde.

Schließlich ließ sie sich zu derAnnahme cincö Enaaacments vcweacn, das sie der ftliiSisfiitttrt Sr Oitnvf ntfiiftrfi itSv tiU,UUUi(l .'V lltUilW; lllJliU sie den' Grafen de la Panouse hciraihete. Ihr Glück als Gräsin sollte jedoch, wie schon gesagt, nicht von langer Dauer sein. Sie kehrt jetzt wieder zu ihrer künstlcr.ischen Laufbahn zurück. Sie hat sich ihre frühere Jugendschönhcit noch in vollem Maße bewahrt, uud, wie es heißt, ist ihre Erscheinung eine noch glänzendere geworden, wie sie früher war. Revolution im Schiffsvan. Gelegentlich de? Comite-Verhandlungen über unsere neue Marine" ist mehrfach die Ansicht ausgesprochen worden, daß die Schnelligkeit der Dampfer nahe an der Grenze des Erreichbaren angelangt sci und daß die Geschwindigkeit des Cunard-Dampsers Scrvia" wohl kaum wesentlich übertroffen werden kann. Aber schon beschäftigt ein neues und in der Schweiz bereits paten'.irtcs Versah rcn des Physikers Pierre Pictct in Genf, welches eine , principiell neue Bauart dcr Schiffskörper in Anwendung bringt, die fachmännischen Kreise. Die nach der neuen Methode gebauten Schiffe haben keinen 5?icl, sondern unten, eine breite, nach hinten heruntergcbogene Fläche mit sast senkrechten Seitenwändcn und einen stumpsen Bug. Sobald dieses. Schiff eine gewiffe Gcschwindigkiit in seiner Vorwärtsbewegung erlangt hat, hebt cS sich zum Theil aus dem Waffcr heraus und gleitet mit seiner breiten unteren Fläche aus demselben dahin, wobei es. weit weniger einsinkt, a!S im Zustande der Ruhe. Wenn es sich in Bewegung setzt, so hat dcr Bug einen bedeutenden Widerstand zu üderwinden.derjclbe mindert sich jedoch, je mehr dieGcschwindig seit des Schiffes gesteigert wird, weil die Menge des zu verdrängenden Wassers mit der . Zunahme der. Geschwindij)leit abnimmt. Es wird' quf diese Weise die Forlbewegung im. Wasser hinsichtlich des Vordcrthciles dcS Schiffes gewissermaßen und thcilwcise in ein Vorwärtsgleittn auf 'dem Wasser verwandelt und hierdurch ein großer Gewinn für die in dcr Schnelligkeit dcS Fahrzeuges bcflehende Leistung des letzteren erzielt. Practische Experimente muffen 8ie Nichtiglcit dcr neuen Theorie erst noch bcstätigen, sowie eine bestimmte Antwort auf die Frage geben, ob Schiffe der neuen Coustruction bei. unruhiger See dieselbe Sicherheit gewähren, als die .auf den Kiel gebauten Schiffe. Jedenfalls , erjchcint die neue Theorie geistvoll, und es ist nicht unmöglich, daß dieselbe, eine förmliche Umwälzung im Schiffsbau zur Folge hat,und daß sie es ermöglicht, den Schiffen eine Schnelligkeit zu geben, die wir jetzt noch nicht ahnen. Daß unsre Eisenbahnzüge mehr als doppelt so schnell sich bewegen, w!e unsre schnellsten Dampfer, hat in der relativ geringen Widerstandsfähigkeit der Luft seinen Grund ; Techniker behaupten, es sei nicht unmöglich, den Widerstand dcö Wassers dadurch geringer zu machen daß man die Menge Waffer, die ein Schiff $ Der dräi'.gcn hat, rcducirt. BÄ0Z.Z Jttlauök. Die Ende voriger Woche nach dreiwöchentlicher Verhandlung erfolgte Freisprechung des Dr. William W. Löwen in Prozidence, N. I., wel chcr der Brandstiftung angeklagt war, hat große ..Aufregung erregt. Das Wohnhaus des Doktors war vor Kur zcm abgebrannt und Zeugen hatten ge sehend daß die ''lammen zuerst im Keller und zwar sofort mit außerordentlicher Heftigkeit ausgebrochen waren. .Als das Feuer so gut wie gelöscht war, schlugen Flammen aus der zu dem Hause gchö' rigen Scheuer;. letztere -wurdcn'von den noch vor dem Hause befindlichen LöschMannschaften sofort gelöscht und ;mah entdeckte eine-Alcohollampe und einen mechanischen Apparat, mittels ocffcn die um die Lampe aufgehäuften brennbaren Gegcliständenach einer bestimmten Zeit in Brand, gesetzt werden mußten, l Das gesammte .bewegliche und unbewegliche Eigenthum war hoch versichert;. derDok tor bcfand'sich zur Zeit, als d'aöjFeuer ausbrach, m Albany, N. I., unir man nahm an, daß die Frau des Doktors,' mit diesem im - Complott, : die m der Scheuer ; und höchstwahrscheinlich auch im Keller des Wohnhauses angebrachten Apparate zu der' im BorauS verabrede ten Zeit in Gang gesetzt habe Der Doktor hatte, kurz vorher mehrere Spi rituosenhZndle.r ' wegen gesetzwidrigen Äeriauss von Schnaps oenuncirt, und dies benutzte der Vertheidiger, den Ge sch'worcnen plausibel zu machen, die letz .tcren hätten, um sich - zu. rächen, die Ap parate in den Keller und in die Scheuer spcdirt. '.. .' '' ',' - 5 - D er e ng l is ch e D a mp s e r Ti tania-, Eigenthum eines Nhederö in Liverpool, welcher unter Führung des Capitäns O'?!eil von New York.Lm24. Januar d. I.' die Reise nach'Rewcastle in England antrat, ist zwanzig Tage überfällig und wird in New Bork,Newcastle und Liverpool ,aIS. verloren be trachtet. Die emzige Möglichkeit, daß die Titonia- doch uoch existire, besteht darinsaß dieselbe durch den Verlust dcr Schraube oder bc3i Steuerruders von Wind, und Wcllen nach Gegenden des Oceanö getrieben worden 'ist, in die,sich selten ein Schiff verirrt Die Titania" wurde erst'im Jahre 1880 als ein stölzes eisernes Schiff mit 1273 Tonpen Gehalt erbaut, führte außer dem Capi tän dreißig Officicre und Matrösen und war mit Schinken, Speck, - Schmalz, Talg, Käse. Mais, Weizen und Provisionen in Blechbüchsen befrachtet, einer Ladung die für nahezu $100,000 in Boston versichert ist. 2 ' Paris er Blätter Wi'b s o naiv in ihren MabilleEpilogen, die Amerikaner für das Eingehen jencö lustigen" Etabliffcments verantwortlich zu machen. Wo der Amerikaner, na mentlick der reisendeAmerikancr hintritt.

da wachst Un, sonst nch so wild rou ! chcrnUc Humor, seine Schlingpflanze ' lcichtsertiger Grazie mehr.". Also wic dcr eine ankcc-Mijsion ! Dcr Bankee drängt sich in großer, Zahl an die sünd haften Stätten des Kontinents, benimmt ! denselben durch seine Gegenwart den gefälligen, versührcrischcn Ehuraltcr, vernichtet sie durch Langweil und ver richtet aus diese Weise ein moralisches Werk. Der Prozeß des bedau erns werthen Sergeanten Mason contrastirt unangenehm mit der Behandlung, welche Guiteau während , der Untersuchung zu Theil wurde. Mason, wurde vom ersten Tage seiner Verhaftung an in strenger Abgeschloffcnheit , gehalten. Während dcr letzten. Verhandlung voriger Woche machte der Ankläger die Bemerkung: Mason habe sich, ehe er den Schuß ab feuerte, über die Gewohnheiten Guiteau's instruirt; der Mann des Gesetzes wollte augenscheinlich hierdurch andeuten, daß die Handlung Mäon's eine vorbedachte und borbereitete gewesen sei. Dcr bis zu seiner voreiligen That aus's beste beleumundete Soldat erhob sich und sagte bescheiden: Bei Gott, Richter, das that

ich nichts i Der Vorsitzende verwies ihm mit scharfen Worten jedes derartigeEin mischen in den Gang der Verhandlun gen. Der Präsident des Gerichts hat jedenfalls corrcct gehandelt, aber der Eontrast ist es, dcr unangenehm bcrührt. Auch der letzte, die Monate Oktober, November und Dezember um fastende Bericht der New Yorker Polizei weist eine Abnahme der Gesetzes-Ueber-tretungcn gegen das Vorjahr nach. Verhastet wurden 17,311 Personen gegen 18.136, mithin 795. weniger als ;i derselben Periode 1880. Wir glauben, daß diese erfreuliche Erscheinung lediglich I dem Umstände zuzuschreiben ist, daß es im vorigen Jahre leichter war, Arbeit zu erhalten, als im vorvorigen, nicht aber einer Zunahme von Gesittung und Bildung. Unter den Verhafteten konnte nur je einer aus dreißig nicht lesen und schreiben. Unsre Landsleute haben sich unter allen Bcvölkerungs, Elementen am besten gehalten, 8,515 in den Ver.Staaten und 5,490 in Irland Geborenen stechen nur 1,073 aus. Deutschland Eingewanderte gegenüber und das ist in Be rückstchtigung der hohen Bcvölkerungsziffer der Deutschen in New Yokk ein außerordentlich günstiges Verhältniß. Dasselbe gilt von den Böhmen, während die Italiener 283 zu dem Contin gente dcr Verhasteten stellten, eine zu ihrer Anzahl bedenklich hohe Nummer. Bei ihnen bilden Gewaltthätigkeiten und der Mißbrauch von Stilet und anderen Stichwaffen die Mehrzahl der Vergehen und Verbrechen, während im Allgemeinen Unmäßigkeit die gröle Hälfte aller Gesetzesübertretungen veranlaßte. Den Berufen nach gehören die meisten Ver hafteten dem .Stande der eigentlichen Handarbeiter an 3,112-riind nach ihnen siguriren Wirthe. Schenkwärter und Kellner am zahlreichsten. 22 Redakteure und Reporter, zwei Richter und ein Geistlicher sind ebenfalls unter den Ver hasteten.. Schlägt man die Bevölkerung New V orls auf anderthalb Million an, so muß der Bericht als ersreulich für die Zustände in Gotham". gerühmt werden. I n Newar k ha t e i n zwölf jähriger Junge in einer Nadclfabrik ei nen schrecklichen Tod gesunden. Er hatte Draht durch Walzen zu führen; der Draht riß) umschlang den Knaben und schnitt ihn buchstäblich in zwei Stücke. Eine vernünftige Fabrikordnung, wie sie in den meisten europäischen Staaten 'cxistirt, aber hier von dem souveränen Volke noch nicht eingeführt ist, würde diesen . Unfall unmöglich gemacht haben. Ist eS statthast zwölfjährige Kinder mit derartigen Arbeiten zu betrauen und ge nügtcn nicht .die ' einfachsten technischen Vorsichtsmaßregeln, um ein derartiges Unglück zu , verhüten? Wann werden die Arbeitcr'einsehcn, daß es ihre Sache ist, eine Fabrikordnung zu erzwingen ? ' Tom Rast, de r Caricclturist in Harper's Weeklcy, beabsichtigt seine b isberiae Thätigkeit auszugeben, .da er. wie es heißt, sich durch dieselbe schon ein bedeutendes Vermögen erworben, hat. '.- Neunzehn. Mitglieder der . r . r ri v Nero v oncr misiaiur qqocn jeu oem Eisenbahnunglück bei Spuyten Duyvil ihre Freibillets an Ba nderbttt zuruage schickt. ; ; Zu Boston sind in den letz ten zwei Monaten 20,000 Personen aus Anordnung der Sanilatsveyorve rollen frei geimpft worden. . . vom ttusianvr. - Allerdin as ist . S k o d e !leff für. feine Brandreden gerüffelt wor 'den und hat den Beseht erhalten, sofort laus. seme' Güter zurückzukehren, levoch .die 'russischen . Regierungsblätter- haben l . . t. T M - X !At1 vor drei Wochen einen ' ganz ähnlichen Ton, wie Skobeleff angeschlagen, le Köln. .ta." vom 11. Vittx. läßt sich I von Petersburg schreiben : Es geschehen 'Wunder in Nußland; die Steine fan'gen an zu reden, die amtlichen Blätter j beschäftigen, sich seit einiger Zeit mit 'auswärtiger.Politik! Erst übersiel das 'amtliche, Marineblatt, der .Kronstadt i Boje",- daö ahnungslose Deutschland 'mit einem mit Festungen und Panzer schiffen drohendvi, Zwietracht säenden ' II7 . Ä t (..i.u. (y..iM .-( K An atze, uno m oen ujicn ' v sogar der ehrwürdige russische -Reichs anzeiger, '. der '.Regierungsbote". seine Stimme zu leidigen politischen- Liedern. G)r .Neaierunasbote". - der vom Mi nitterium des Jnvcrn aus redigirt wird. - hat früher nie daran gedacht, sich politl sche Berichterstatter zu halten, denn seine -ganze gedankenlose Thätigkeit, bestand I lediglich darin' als Regierungssprachrohr, j für "innere Angelegenheiten.-zu dienen. . Nun erwacht zu unser . aller-Schrecken dieses Scheingeschöps plötzlich politi z schcm.Leben und die erste That, wodurch eS dieses neueDasein bekundet, ist,' daß es sich mit rückhaltloser Offenheit, mit den .unterdrückten Slaven"' aus derBal j - . '

kanhalbinscl Har.d in ' fpcnb gehend,, drohend si.cc.cn Ocstcricii) reenbet. Der Berichterstatter des Regierungsboten in Eettinje, irgend cine geheimnißvollc Persönlichkeit, erklärt sogar, MonZcnc gro könne es sich nicht gefallen lassen, daß Oesterreich es rings mit Truppen umringe. Es ist recht auffällig, daß die offiziellste Zeitung der Welt eine solche Sprache führt, nachdem Skobclcw und Aksakom schon gesprochen und man den Eindruck erwogen hatte, den solche Auslassungen in Europa hervorgebracht. Im allerunschuldigsten Falle macht sich hierdurch das Regierungsblatt doch wenig stens einer moralischen Unterstützung des gegenwärtigen Ausstandcs schuldig und der Artikel wird, nicht wenig dazu beitragen, den Haß der Slaven gegen Oesterreich zu schüren. Graf Jgnaticw erklärt jedem, der es hören will, cr bc kümmere sich durchaus nur um die innere Politik, die. äußere gehe ihn durchaus nichts an. Wie reimt sich das zusam' men? Und gleichzeitig wurde dem ,.Golos", dcr gegen die Panslawistcn zu Felde zog und sie beschwor nicht mit dem Feuer zu spielen, mit der Entziehung des Straßenverkaufs gedroht, falls er nicht sofort über folcheSachen unverbrüchliches Schweigen bewahren werde. Ein ind i scher A b l aßMonat. Die indischen Blätter enthalten eine Ankündigung des BrahminenEol lcgiums in der heiligen Stadt Allhabad am Ganges, in der die Gläubigen dar auf aufmerksam gemacht werden, daß im lausenden indischen Monat (Januar und

Februar) in qcnannter Stadt eine Meile Cliuinbur" (Sündcntilgungs Messe) in Verbindung mit einer großen Wallfahrt, stattfinden werde. - Eine solche Messe wird immer nur nach Ab laus von zwölf Jahren abgehalten und müßten daher alle Jene, welche Heuer nicht ihre Sünden los werden, dieselben noch volle zwölf Jahre mi't sich herum tragen. Man erwartet nun inAllhabad, daß sich zu dieser Mesic gegen drei Mil honen Pilger cinstnden werden, und Ha ben die englischen Behörden auch schon die nöthigen sanitären Vorsichtsmaßre geln ergriffen. Da jeder Pilger sur die Gewinnung des Ablasses den Priestern mindestens eine Vierlel-Rupie (23 kr.) spenden muß, so dürsten die Priester Allhabads Heuer kein schlechtes Jahr haben. Künstliches Perlmut. ter. Nach einer Mittheilung des Ber ner Bund" ist es. einem Herrn Karl Gehmia in Bern nach mehrjährigem Ervcrimcntircn aelunacn. - künstliches Perlmutter zu erzeugen, das von dem natürlichen absolut mchtjzu unterscycioen r rr . i.v. o - . c j.l lunn in jeue ü011 flcurucyi, in leder ffarbe - erzeugt - erden, wtder steht ebenso gut dcr Sommerhitze, wie der Winterkälte und was die Haupt sache ist die Herstellungskosten sind sehr Niedrig. Ein historischer Schmuck. Unter den sranösischen Kronjuwelcn besindct sich auch das famose Halsband der Königin Marie Antoinette, dessen Anschaffung so viel zu ihrem und ihres Gemahls schauerlichem Ende beigetragen bat. In einem französischen Blatte sinken wir nun frlgcnde Schilderung dieses Schmuckes : vrtne Aeihe großer Mamantc schließt sich enge an den Hals ; daraus folgen zwei leihen mmoer großer Steine, die in' prächtigen Diamanttrovfen endiacn. welche auf die Brust hinabfallen. Das Collier ist auf einem blatzrosa Bande ausgcyeslet. Wie zarte ftarbe soll den Glanz der Steine bedeu tend erhöhen. Die unglückliche Königin hat das Halsband nicrnals getragen. Die Napoleoniden haben den französi fchcn Kronschah in fürchterlicher Weise geplündert, capoleon i,st)en? seiner Stieftochter, dcr Zconlgtn yorlcnse, ein Diadem von unschätzbarem Werthe; letztere verlauste den Schmuck später an die Herzogin von Orleans, und jetzt be sinket er sich im Besitze dcr Gräsin von OD Z D (TläA riri ßitAnnt .! Varlv. njiz iuijiiiu viuyi.. vnvjn. sich förmlich in Diamanten zu tlcidcn. Vci Hosbällcn erschien sie in weisen Mousselin-Kleidern, die völlig mit Diamantcn benäht waren und gleich Alpen schnce im Scheine dcr Mittagssonne glitzerten." ' Die Municipalb ehörde dcr Stadt Paris ist bei der Regierung um die Erlaubniß eingekommen, diejcni gen Leichen, welche als Objecte in den Änatomiecn gedient haben.rerbrcnncn zu dü fcu. In den beiden größten Hospi tälcrn betrug dic'Anzahl solcher Lcichcn im vorigen Jahre 3500. Die Verlustliste der P ariser Börse" in dcr Liquidation ist folgende: 4 ossiciclle Wcchselagenkcn ha-, ben ihr Amt aufgeben müssen; 2 Ncntcnagenten und 1-1 andere gingen zu Grunde. Von den CO Agenten mußten 27 zur Syndicatslasse ihre Zuflucht nehmen, am die fälligen Zahlungen leisten zu können. Der höchste Betrag, den ein Agent de Change verlor, war 19 Mill. Francs, ein anderer, dcsienKunden sast sämmtlich aus Geistlichen bcstandcn, büßte 10 Mill. Frcs. em. Baumwollene Schinken. Zufolge einer Entscheidung des Haupt-Zollamts-in Bremen werden Schinken,, die, mit einem baumwollenen Gewebe umzogen, von dort ins Zollgebiet ver sandt werden sollten, nach der Tarifposition als Baumwollenwaaren mit 80 M. pro 100 Kilogramm zur Verzollung aezoaen werden. ' B a r t h (Pommern), 12. Febr. Bcj dcr Ziehung der 4.Klasie dcr preußischen" Lotterie ist hierher ein Gewinn kon 300,000 M. gefallen. Ein Viertel cr halt der' Gutspächtcr Koch-Dabitz. ein zweitcs.Viertel vertheilt sich auf den Postmeister a. D. Kayscr, Postamtsasiistenten Kaukelsitz und Postdirektor Gallert. An einem dritten Viertel nehmen' Theil, dcr .hiesige Schuhmacher Bcustcr und der Marineur Alperö (je ein Sech-' zehntel) und vier Arbeiter -(je ein Zwei unddreißistel). Die Theilnehmer des vierten Viertels, Dachdecker Jhrcke und 'Genossen, wohnen in Hcrmannöhagcn.