Indiana Tribüne, Volume 4, Number 4, Indianapolis, Marion County, 3 September 1881 — Page 7
Wahnsinn - Sei ZZüynenünstlern.
Tie Künstler aller Art arbeiten mehr aTJJ Sio rnoti'fo' tnSown tfTtstnfrher itrV - V iiVltlü UiIVVtVIl uv Hj V U41V -Das Talent ist ia ein Svorn. der rastlos zur Tbätiakcit treibt. Nocb mebr : trotz ' w - - ' allen Anscheines vom Geqcntbeile kann - - - J ' . . ftititroFtrrM Mrr or vm Cslsthnto VIV MMUMIIVi'lltVIlf IVVitlt V, Vi'VVÄV. ' J ' . der Natur aeborcbend ausruhte, erfuhr
sie sind umso fleimger, te bedeutender sie.mp" )t noch nicht g:jchrieven aver wer es oazu vcryatten ist, stet; jeiojt zum
sind. ia und Arbeitsamkeit link ent-: dereinst ichant, wird em markerscnuttern-! wette nun machen, der mutz.
entscheidende Merkmale nicht nur desTa-' des Stück auf die Bühne bringen ; der nicht ein ethischer Niese ist, eitler S lentes sondern noch viel mebr des ttenies Held' desselben wird jedenfalls ein Schau-1 belächelung und Selbst bewunderuna
man behaupten, kein echter Künstler lst.lunolg:e q cetnane au-naymsios ats jemals müßig gegangen, und nur dann, j Schwächung oder Untreue des Gedachtwenn er zu ermüde war. um" m schaffen nisses an. Das erste Symptom, das die
seine sonst unablässige geistige Betrieb- war, die bezehnenden Jorte zu smden, und Regsamkeit kurze Unterbrechungen. Zu sagen, was. er sagen wollte. Emes Die Wirksamkeit alle? Künstler bestebt Abends erklärte er einem seiner Freunde, eben im BeobachtenVergleichen, Erfin- daß ihm die Soupers w e unangeden und Ausführen. Naiv zu genießen nehm seien, well man dort immer genowie andere Leute ist ilmen nicht gegönnt, thigt sei, süßen Esstg" zu trmken. und sie bringen dies auch nicht über sich ; Der Andere fragte erstaunt : Wieso sie leben immer fort subjektiv und objek- süßen Essig ? ' m tiv zugleich, tbätig und leidend, sich und!, Nun ja," erwiderte der Künstler, Andere in Momenten der böchsten Aufre-- süßen Essig ;" nach emer Welle aber gung, der leidenschaftlichsten Hingebung preßte er beide Hände an die Schlafen überwachend und, indem sie leben, die und meinte, indem eme glühende Rothe Eindrücke, die sie empfangen und aebcn,. über sein Gesicht her, ach, ich wollte
d künftiger, künstlerischer Gestaltung sich VUiViUUCUU. XltlC Vv UlU'viv vv i I lend. Diese besondere Eigenschaft .
der Künstler stöt nawen beuten ganz mit,' Als er an zenem Mengen tetzttn Recht eine gewisse Scheu vor ihrem We-, Abende, da er die Bühne betreten, den sen ein; sie ist aber ebensowohl ihr Se- .Arnold im Tell" sang, da war er weder gen als ihr Dämon; wären sie anders . des Textes noch der Musik'mehr Herr; geartet, sie würden auch beim Schaffen das weiß alle Welt, denn sie hat es schaudie zur Erzeugung von Kunstwerken so dernd erlebt, aber was man nicht weiß, nothige Besonnenheit nicht haben. Goe- ist, daß er wenige Stunden später schon tbe, der ein Muster eines echten Künstlers ' veraessen hatte, daß er überhaupt aufge-
war, hatte auch diese Eigenschaft in ganz eminentem Grade und weil dies so war", ' deßhalb haben ihm jene Leute, welche von dem Gcbeimnisie der künstlerischen Pro- . ' !! ct r w MT?ttn mti-ft tiitt dis Igelte i'lbrtnna be v.v . " - w -. - . - . j - gleichfalls beim Schauspieler und Sänger m ff , der b-ll oder sollte C3 wemgilens iem. Ja derjenige, welchen seine Begabung nicht auf diesen Weg weist, mag recht rrauwbar, cmc Uttite weroen, em aus- . . m (v -i . C . .. P f.r .. . gleichsam von selbst alles errath, und daß es für gar nichts und in keinen: Momente blind is Nur auf der Grundlage dieser Wahr-' t.Atpvt ist der alte und immer wieder in Frage gezogene Streit, darüber zu ent-1 scheiden, ob die ccbten Bühnenkünstler mit Inspiration und Empsindung oder lediglich mit kalter Berechnung schaffen, Tiberot's Meinung in allen Ehren, aber die Bühnenkünstler müsien, wenn sie etwas JZecbtes sein und leisten sollen, so4 ' . . -W- rfwobl mit Empfindung als mit Äerew4 ' . vw m . VlvUviyCil VlilV VlV WtVVV4k vvYlvfc Grade anweisende ist, bedarf wohl keiner . L ' - -ri cmgeyenoen Darlegung, aus it arer i auch die Thatsache zurückzuführen, daß es niemals einen Bühnenkünstler von wahrem Talente aeaebcn bat, der nicht immer wieder, namentlich bei neuen Rollen, von peinigendem Lampensicbcr befallen . r WZ&::u arrivirt, wenn sie die Feder zur Hand
sitzen, Kälte, ja Härte des Gemütbs nach-1 Tücher weg, schleuderte sie auf den Boden ge'sagt; jedes Erlebniß wurde ihm Ge-' und fragte: Was treibt man denn mit dicht, und alle seine Gedichte waren Er-1 mir, was ist denn geschehen ?" lebnisse. In gewissem Sinne' ist das? Was mit Dir geschehen?" war die auch bei Eomponisten, Bildhauer und Antwort. ..aber ick, bitte Dich, Alois,
erwayuer Prlei:er im Glenne oer c?on-, Ja als ihm spater, da er zur ur m beit wird er niemals sein. Denn die Ei- Wartenberg weilte, einige Verehrer ein aenscbast des Genies besteht darin, daß es Ständchen brachten, dessen Nummer ein
gewesen ivare. viß vic vi iiu;uy, ouen aus ruaen, in oenen er yunoerr Änder, Fichtner, Löwe, Dawison, bei Mal gespielt hatte falsch, und man weiß Nestroy und Scholz, bei Frau Siettich, fc0c, wie genau dieser Deutschpole in seiFräulein Gallmeyer,' Adelina Patti und ncn gesunden Tagen lernte. Fichtner Signora 3!istori so ist oder war, kann ich 5atte die Weisheit, als er gewahrte, daß
verbürgen, uch kenne ich Ivcaler, denen er sich gar nicht mehr aus sem Gedächtjedesmal das Herz pocht, wenn sie den niß verlassen konnte, der Bühne den RüVinsel, und Schriftsteller, denen dasselbe cken ;u kebren : ' aber nicht jeder ist so
nehmen, und ihr Ausdrucksmittel ist doch auch zu können. Meist sind die Bühnennich t ihre eigene Person, sie haben doch künstler, wenn die natürliche Spannkrast nicht ihr Ich" zu modeln und zu meta-, ihrer Nerven zu weichen beginnt, darauf morphosiren, wenn sie ihrer Sendung bedacht sind, diese durch künstliche Neidarzustellen, nachkommen sollen. . ! zungen aller Art ausrecht zu halten. Und Nur einem seinemBerufe so blind ergc-' noch Eins, der Mensch will doch nicht nur benem Manne, wie Eduard Devrient es arbeiten, sondern auch leben, und die war, konnte es in den Sinn kommen, zu Bühnenkünstler sehen sich durch die Art behaupten, daß der Schauspieler auf gei-' ihres 'Berufes gezwungen, erst ZU einer ftigem Gebiete diese Bedeutung einnehme, ' Stunde damit anzufangen, da Andere wie dr Dicktcr oder eiaenklick vroduktive bereits .die wohlthuende und erhaltende
Künstler überhaupt ; allein diese Frage Ruhe des Nachtlagers aufgesucht haben. bat mit unserem Thema nichts zu schaf- - Arbeit und Genuß erschöpfen da in gleien, da es sich für uns nur darum han-! cher Weise. Mit alledem hängt auch die delt, nachzuweisen, welche unsagbar ' immerhin trübselige Thatsache zusammen, schwierige Llufgabe es ist, ein vollendeter daß viele Bühnenkünstler es so wenig Bühnenkünstler zu werden und zu bleiben, verstehen, ihre bürgerlichen Angelegenheiund welche Sumzne unablässiger Arbeit, ! ten in Ordnung zu halten ; sie haben eben quälender und die Lebenskrast aufzehren-l keine Zeit, an Sparen zu denken, sie hader Nervenaufrcgungcn und Abspannun- j ben etwas Besseres zu thun, sie erwerben, nungen damit verbunden ist. Denn auch schenken und verbrauchen, ohne sich Gebei Bühnenkünstlern ist die Arbeit, welche j danken darüber zu machen. Es gibt Ausoffen am Tage liegt, das Nollenlernen, j nahmen, und ganz besonders den italienidie Proben, die Abcnddarstellungen, nur. schen Künstlern rühmt man nach, daß sie ein kleiner Ausschnitt ihrer Thätigkeit ; ! ihr sauer erworbenes Geld zusainmenzusie sind dazu getrieben, zu beobachten, ! halten wisicn ; allein auch bei diesen sind fremde Eigenart zu studiren und sich zu '! die Beispiele eines kümmerlichen Alters ... t STmf t . Y t - f . f t ,
prüfen, ov )i oas eeyene irno cnaiintc auch darzustellen befähigt sind; es ist dies eine Thätigkeit, die theilweise unbewußt vor sich geht, aber dennoch ebenso ihre Kräfte in Anspruch nimmt, und aufreibt, wie alle mit klarer Absicht vollzoaene. Künstler und aerade dann ileißiqsten, wenn die Wclt, welche sie gibt, meint, daß sie sich gedankenlosen Müßiggange hingeben. - Abcr'die furchtbarste Gefahr für Künstler dieser Art ist die damit unausweichr . . . ri . C ii ." r c err r r. . na) verinupsle soriwayrenoe lipyanoluna des Gedächtnisses; sie haben cs ohne Ruhepause zu beschweren mit der . Aufnahme der erhabensten Gedanken, der leersten und albernsten Richtigkeiten, der tiefsinnigsten Aussprache 7und der 'Widersinnigsten Phrasen. Dem Gehirne wird ras- Wi? ptnor ?Rstf nfT. titf C ü I C V'V VVV V HM Welche man jeden Tag einen neuen Text ' einprägen würde, ohne vorher das was
schon ehedem darauf stand, zu entfernen. Muß da nicht etwa Alles durcheinanderwirren, so daß das feine Nervengeflecht weder mehr fremde noch eigene Gedanken festzuhalten mag.
Das Drama: Das verlorene Gedächtspieler oder Sänaer sein müssen, denn die Nacht des Wahnsinns, welche den Geist t- . w W Z. .. , f lT . ' I so vieler Künstler dieser Art umpsing, t i , t f G3eiste3Franf bett bei der Ander ankündiate r - i i - 1 ri i'.r. bestand dann, day es lym mcyt mogttcy lagen yampazncr, ic? ocnre, tq weroe noch verruar." treten war. Man hatte ihn, nachdem er nach Hause zurückgekehrt war, zu Bette gebracht und ihm Eisumschläge auf den Kopf gegeben; eine Stunde etwa ertrug l i T ä. sS.1 V ; er das, dann mit Einemmale die erinnere Dich doch, Du hast ja beute ae 4 $ 4 4 S ge.n." Und er erwiderte: Ich gesungen? was fällt euch ein, ich habe nicht gesunqn." ö Chor aus Martha" war, fragte man ihn ob er die Musik kenne, und er, der so unählige Male gefeierte Lyonel antwortete: Nein, das kenne ich nicht, das ist uns neu. Mit Staudigl ging es ebenso. Das Uebel zeigte sich zuerst bei der Probe einer Flotow'schcn Oper. Der Sänger, weleher damals auch das Amt eines Negisseuers an der Hochoper verwaltete, hielt Plötzlich im Gesänge ein, weil ihm weder ein Wort noch eine Note einfiel ; M, P t t t 0" Xer uurzre ia)mcyzens von oer upne ao, . . W L fT f m I ( v """V " ff" ' " ' "I' ' I" mer, ich hatte die Partie doch so sorgfäl i? ITl Mff-a iig iiuom, unu nun i au iuic blasen, wie vertrocknet." . Als Dawison von seiner überhasteten und aufreaendcn ??ahrt nach Amerika ach Teutschland zurückgekehrt war, da citirte er mehr als einmal im Gespräche r c r alücklick. im aeeianeten Momente dici j ncia; glanzenoen erfolgen rna;i leiten ; o endete, um nur ein Beispiel zu erwäh nen, der ernst so hoch berühmte und so 'boch befahlt: Tenor Moriani in einer heimathlichen Stadt vierten Ranges ' im s? t r ' Tl i P ' Cf 1 1 C i C Wie sehr recht hatte doch jener bcrühmte Romanschriftsteller, der zu einem jungen Manne, der ihm erklärte, er, wolle Schauspieler werden, sagte : Sie haben eine zu flache Brust und zu schmale Schultern, mein Freund, um dies Unternehmen zu wagen ; wer sich unterfängt, ein Künstler zu werden, der muß vor Allem ein Herkules sein." Und doch, auch da kann der Schein' trügen; was half es Breiting, daß er an körperlicher f. l ' ri cvr " r ' 0i Kraft die meisten Männer seiner Zeit überragte, der Stimmkoloß, dem cs ge - 'lang, selbst das Organ Staudigls zu
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decken,, beschloß seine Tage gleichfalls im Irrenhause. - Mit dem fortschreitenden Verluste des Gedächtnisses beginnt beiBühnenkünstlcrn meist die Krankheit, aber bald stellen sich Größen- und Verfolgungswahn ein ; wer
Kunstwenn er elbst-ver-fallen ; we fallen; wer so.häusig in seinem GesammtWesen und sogar in seiner physischen QuaW 1 A ' A VI - - lität Andere zur Bewunderung reizt, der muß damit enden, ein Narciß zu werden. Ruhm, Ehren, Krüze Alles ist ihm noch zu Wenig, er will als der Erste unter Seinesgleichen genannt und gepriesen werden. Wenn aber die Kräfte erlahmen, wenn die einst gepriesene Größe auf kalte Hände, auf Gleichgültigkeit, auf Rüge und harte Kritik stößt, dann ist die Meinung da, daß alle Welt ungerecht ist, daß man den, der sich nicht nur gleichgeblieben, sondern besser geworden, in abscheulicher Weise verfolgt. Welch' trauriger Ausgang nach so vielen Txiumphen ! Unwillkürlich kommt mir, während ich diese Zeilen niederschreibe, das jämmerliche Bild der einst als Donna Elvira, Alice u. s. w. so viel bejubelten Stöckel-Heinfetter vor die Augen, Wie sie, dem Greisenalter nahe, halb verrückt alltaglich durch die Straßen einer Wiener Vorstadt tänzelte so lächerlich jugendlich herausgeputzt, daß ihr mit lautem Halloh die Gassenjungen nachliefen. Nicht genug, ebenso wie der Vühnenkünstler berufsgemäß sein Gedächtniß zu mißhandeln lat, ist er auch verhalten, unausgesetzt seinen Empfindungen und Gesühlen mit Gewalt anzuthun ; er darf nur selten der sein, den er zu spielen Hai. Ob ihm noch so weh ist, der Komiker muß lustig sein, so wie derTragiker, und wenn er sich auch vor Lust nicht zu fassen wüßte des Lebens Jammer glaubhaft darzustellen verpflichtet ist. Man hat mit einem gewissen Staunen, als dem armen Ma's ras das Unheil widerfuhr, erzählt, daß der Komiker im Leben so , ernst, so melancholisch gewesen sei ; man übersah bei der Mittheilung dieses Eharaktcrzuges, den man ja auch dem köstlichen Wenzel Scholz nachsagt, daß cs der Natur der Sache nach wohl einen alten Satiriker, aber keinen alten Lustigmacher geben kann, der lustig ist ; Vkatras verstand es seinerzeit, da er als junger Mann im' Vereine mit Fürst in einer Pratherhütte das bekannte Alleweil siedcl" sang, auch im Leben ungeheuer heiter zu sein, aber diese Fähigkeit ist ihm eben mit den Iahren abhanden gekommen. Wie oft, wenn wir einen Bühnenkünstler beklatschten, hat wohl der Man, der uns zu ungemessener Lustigkeit oder thränenvoller Rührung hinriß, eigentlich mit seinem packenden Spiele nur eine schauerliche Probe von jener sein eigenes Sein untergrabenden und aufhebenden Kunst abgelegt, welche wir eigentlich Selbstverleugnung und Selbstentäußerungökunst nennen sollten, da sie in ihrer höchsten Ausbildung die Fähigkeit bedeutet, in jedem Augenblicke etwas anders zu denken und zu fühlen, als man denkt und fühlt, mit Einem Worte ein Anderer zu sein, als man ist. Mehr als e i n Bühnenkünstler ist an diesem Bemühen, aus sich herauszugehen, sich zu vergessen, um ein Anderer zu sein, zu Grunde-gegangen; manchmal ist das Selbst doch stärker als die Kunst; den tragischesten Beleg u diesem Satze bildet das Ende des berühmten englischen Schauspielers Palmer. Der Arme batte wenige Tage nachdem er seinen Lieblingssöhn verloren, eine Rolle darzustellen, in welcher er auf die Frage, wie sich seine Kinder befinden," zu antworten hatte. Palmer fand das Wort nicht, wankte und brach zusammen; ein Herzschlag hatte ihn getödtet ; er konnte es nicht über die Lippen bringen, da er selber seinen Sohn verloren hatte. O beneide ja Keiner die Künstler um ihre Erfolge, und wenn ihnen was Menschliches zustößt, so gedenke man ihrer mit werkthätigem Mitleide. Em. Nanzo ni. AZZer-lci. Die Salz-Produktion der Ver. Staaten hat in den letzten zwanzig Jahren in großem Maße zugenommen. Die Gesammtproduction im Jahre 1860 war 12,717,198 Vushcl ; im Jahre 1870 19,600,105, und 1380 gar 29,800,298 Vusbel. Im Jahre 1860 lieferte der Staat New York 7,521,335 Vushel oder 59 Prozent der Gesammt -Production, während Michigan nur 2 Prozent lieferte. Zwanzig Jahre später hat Ncichigan den Staat New ?)ork überbolt und liefert 12,425,885 Bushel, eine Quantität, welche der Production aller Staaten imI. 1860 gleichkommt, und 41j Prozent beträgt. Die Tiefe der Brunnen ist in Michigan im Durchschnitt 831 Fuß, wäh rend sie in New Jork nur 22 1 Fuß beträgt ; der Gehalt der Sole ist nach dem Salometcr in Michigan 911 und in New Jork nur 69 Grad. Die Brunnen von ! Birainien baben 1 iß eme nocy aennaere Fork und ihre Sole o hat aeqen die Schwierigkeit über 900 Fuß tiefer Arunnen zu kämpfen, deren Sole -nur 36 Grad Stärke besitzt. Kentucky bohrt 500 Fuß tief und erhält eine Sole von 34 Grad ; Pennsylvanien 884 Fuß mit einer Sole von 28 Grad. Die Sole Nevada's hat bei der Tiefe von 150 Fuß 12 Grad. U t a h besitzt in seinen großen Seen, deren Sole an der Oberfläche nur um 8 Grad schwächer ist, als die von Michigan, den Vortheil über alle anderen Salzgegenden. Seme Pw , dukttion belief sich im Jahre 1880 auf ! 483,800 Bushel, im Jahre 1870 auf 1950 Bushel, im Jahre 1860 auf nichts.
Von dem .in der .Salzproduktion angelegten Capital von $8,225,740- haben New York 82,286,081, Michigan 52,147,200 oder die beiden Staaten zusammen 54 Prozent des Ge-sammt-Capitals. Zur Gewinnung des Salzes werden zweierlei Prozesse angewendet. Erstens, Verdampfung in der Sonne; derselbe liefert aus See- oder Bay-Waffer 888,968 ; von Wasser und Binnenseen oder natürlichen Lagern, 994,158, von aus der Tiefe gewonnenen Solen 2,908,000, zusammen 4,831,126 Bushel. Zweitens, künstliche Hitze, durch welche aus der letzteren Sorte in Kesseln oder Pfannen 8,853,821 und durch Ver-
dünstung mittelst Dampf 16,115,351 Bu-! shel erzeugt werden. Wirkung de s Me l one n sa ftes. Eine neue, für die Hauswirthschaft sehr nützliche Eigenschaft des Meloncnsaftes theilt der Scientisic Alnerican" mit. Da dies Blatt nach streng wissenschaftlichen Principien redigirt wird von allem Humbug frei ist, so hat man keinen Grund, dje Sache von vornherein zu verurtheilen, fondern sollte sich veranlaßt fühlen, dieselbe einer gründlichen Prüfung zu unterwerfen. Die Sache ist ist nämlich die : Nach Angabe der genannten technischen Zeitschrift besitzt der Mclonensaft in bemerkenswerthc? Weise die Eigenschaft, hartes Fleisch zu erweichen; in gleichem Maße bewirken dies auch die Melonenlätter, wenn man Fleisch in dieselben einhüllt. Von dieser Eigenschaft pflegen die brasilianischen Schlächter Gebrauch zu machen, um Fleisch von geschlachtetem, altem Vieh zu erweichen.- Läßt man Fleisch etwa zehn Minuten lang in mit Melonensast versetzten: Wasser liegen, so fällt cs bei'm Einführen in das Feuer vom Bratspieß und zertheilt sich bei'm Kochen gleichmäßig in kleine Stücke. Dampft man den Ätelonensaft zur Trockne ein und löst den Rückstand in wenig Wasser, so wirkt diese Lösung energisch verdauend auf alle eiweißartigen Substanzen, sie läßt .Stärkemehl dagegen unverändert. Der Ehe f des Statistischen Bureau berichtet, daß während des Monats Juli 1881 in den .Zollbezirken Baltimore, Boston, Detroit, Huron, Minnesota, New Pork, Passamaquoddy, Philadelphia und San Francisco 62,589 Passagiere landeten. Davon waren 56,607 Einwanderer, 3859 zurückkehrende Bürger der Ver. Staaten und 2123 Durchreisende. Von den Einwanderern waren aus England 6693, Irland 5307, Schottland 1320, Oesterreich 1941, Belgien 120, Dänemark 744, Frankreich 382, Deutschland 20,374, Ungarn 225, Italien 675, den Niederlanden 839, Norwegen 2905, Nußland 1043, Schweden 6067, der Schweiz 558, Canada 4890, China 2046 und allen andern Ländern 398. Die Zahl der EinWanderer im Juli 1880 betrug 49,855. Eine lange und stürmische Fahrt hatte, wie der Baltimore Deutsche Correspondent" berichtet, die vor einigen Tagen im dortigen Hafen von Bilbao eingetroffene brit. Brigg Iris". Der Befehlshaber des Schiffes, Eaptain Dugdale, berichtet, daß er am 1. A!ai von Bilbao abfuhr und kaum zehn Tage während der ganzen Zeit schönes Wetter hatte. Nebel und heftige Gegenwinde, die sich oft zu Stürmen steigerten, hinderten das ohnehin langsame Fahrzeug am Vorwärtskommen und hatten zur Folge, daß die Lebensmittel knapp wurden und, obwohl die Bark Ameer" die Brigg am 5. Juli mit Provisionen versorgte, bei der Ankunft am Kap Henry kaum für zwei Tage Mundvorräthe am Bord waren. Außer der Mannschaft befanden sich zwei panier. Namens Joshua Acana und. Philandra Maria, am Bord, die sich in Bilbao auf's Schiff schlichen und nach der Entdeckung zum Arbeiten angehalten wurden. Ersterer befand sich am 3. Aug. mit drei Matrosen auf den Naaen, als das Schiff eine plötzliche Bewegung machte, die Großbramstange brach und be: m Herabfallen mehrere liaaen mvtnß und das Hauptsegel zerriß ; Joshua siel dabei in's Wasser und ertrank, da man ihm keine. Hülfe leisten konnte, indem die Boote kurz nach der Abfahrt durch eine Sturzwelle zertrümmert wurden. Zwei der Matrosen wurden ebenfalls herabgeschleudert, singen sich aber in der Takelage und den Segeln. Nahe Kap Henry mußte, da Windstille herrschte, die Brigg vor Anker gehen ; später bugsirte sie das Dampflootsenöoot nach der Hamptoner Nhede und versorgte sie mit Provisionen. Das Fahrzeug ist ganz mit Muscheln bedeckt, in Folge dessen der Rcmorqueur Virginia Ehrmann" zwei Tage zum Herausbugsiren brauchte, und die Neparatur der Brigg wird etwa 92500 kosten. Ein neuer Geschäftszweig hat sich kürzlich entwickelt, nämlich das Verkaufen und Verschicken von Bienen nach dem Pfunde. . Sie werden durch Expreßbefördcrung in Schachteln oder Kästchen versendet, deren Boden nebst drei' Seiten aus Drahtgeflecht besteht, während das Ucbrige leichtes Holz ist. Kleine FutterNäpfchen, in welche Candy im flüssigen Zustand gegossen wird, sind in jeder Ecke des Käfigs befestigt. In solchen Käsigen löm'.en Bienen sicher und billig auf weite Entfernungen versendet werden. Bienen werden jetzt in dieser Weise von Teras, Alabama und anderen Städten nach dem Norden geschickt, welcher durch die Kälte viele Bienen verloren hat. Aus Syracuse im Staate New Dork wird von einer Erbschaft, die den Erben sucht, berichtet : Vor zwanzig Jahren verließ ein junger Mann, Namens Frank Pearl, der von feiner Familie als Wildfang betrachtet wurde, seine in der Nähe von Syracuse belegene Heimath, um im Westen sein Glück zu versuchen. Als erregen Ende des Krieges seine Hei-
math wieder besuchte, fand er nur noch einen seiner Brüder, Namens Silas Pearl, am Leben, dessen Familie aus einer Frau und einer Tochter bestand. Frank erzählte seinem Bruder, daß er derzeit in Louisville Eonduktor einer Eisenbabn und
noch unverheiratet fei. Nach einigen Tagen kehrte Frank nach Louis-! vme .zurück und .er vuev dann mit seinem Bruder im Briefwechsel bis vor etwa sieben Jahren. In einem Brief theilte Frank mit, daß er sich mit einer kleinen, aber hübschen, schwarzäugigen Kentuckyerin verheirathct . habe Vom Jahre 1874 an gelangte kein Brief mehr von Frank an seinen Bruder, der Letztere schrieb nochmals nach Louisville und nach Frankfort an seine Adresse, erhielt aber keine Antwort. Vier Jahre zuvor war die Tochter von Silas Pearl gestorben und hatte der Letztere dann in einem Testamcnte seine Frau sowie seinen Bruder Frank zu Erben zu gleichen Theilen eingesetzt. Im, verflossenen Januar ward Silas von einer tödtlichen Krankheit befallen, und da er, weil er seit 1874 auf alle seine Briefe an Frank keine Antwort erhalten hatte und jene Briefe als unbestellbar an ihn zurückgelangt waren, die feste Ueberzeugung hegte, Frank sei gestorben, so machte er Vorbereitungen, um sein Testament abzuändern und seine Frau zur alleinigen Erbin zu machen. Ehe er jedoch die aufgesetzte neue testamentarische Bestimmung unterschrieb, ereilte ihn der Tod. Somit blieb das Testament in Kraft, welches seine Frau und seinen Bruder Frank zu Erben eines auf 9160 000 geschätzten, hauptsächlich in Regie-rungs-Bonds bestehenden Vermögens machte. Es wurden nun Nachforschungen nach dem verschollenen Frank Pearl angestellt, dieselben blieben jedoch fruchtlos, fo daß sich die Wittwe von Silas Pearl als alleinige Erbin zu betrachten anfing. Da wollte cs das Verhängniß, daß sie von einer schweren Krankheit befallen wurde und vor sechs Wochen starb. Und nun ist der verschollene Frank der einzige Erbe von 9100,000. Das Nachlaßvermogcn befindet sich clnstwellcn un Besitz des Hinterlasscnschafts-Gerichts in Syracuse. Bei M e m p h i s ist dieser Tage ein Oheim sammt dem Neffen, den er retten wollte, im Mississippi ertrunken. Herr Moritz Freiberg, ein geachteter israelitischer Kaufmann, fuhr mit einigen Jungen, worunter sein Neffe Joseph Kahn, nach j der anderen Seite des Flusses, um dort zu baden. Es schein, daß Joseph Kahn ! sich zu weit in die Srömung wagte ; er i ward plötzlich fortgerissen. Ohne sich, einen Augenblick zu besinnen, warf sich i Freiberg in den Strom, um seinen Neffen Hülfe zu leisten. Er erreichte den Kna- j ben, aber dieser klammerte sich in seiner' Todesangst so krampfhaft an den Onkel, daß letzterer keine Bewegung mehr machen ; konnte, nnd Beide fanden ihren Tod in den Wellen. Die Leichen wurden am andern Morgen gefunden. Aepfel als Nahrungsmitt e l. Es kann mit Zuversicht ausgesprochen werden, daß mit Ausnahme der verschiedenen Getreidearten kein Erzeugniß der Erde eine so gute Nahrung liefert als der Apfel. Diese edle Frucht ist kein bloßer Gaumenkitzel, denn sie ist sehr nahrhaft. Sie gewährt ganz ebensoviel Nahrungsstoff als die Kartoffel, welche doch als ein Hauptnahrungsmittel gilt. Welch ein Wehruf geht durch das Land, wenn die Kartoffelernte zumißrathen droht, und Nne wenig spricht man darüber, wenn die Zlepfel keine gute Ernte in Aussicht stellen, was beweist, wie wenig man diese Frucht zu schätzen weiß. Sie ist nicht nur nahrhafter als die Kartoffel, sondern enthälr auch milde Säuren, welche auf den ganzen Körper wohlthätig wirken. Ein Aepfelesser wird sehr selten an Verdauungsbeschwerden oder Halskrankheiten leiden. Der Apfel besitzt aber auch tonische Eigenschaften und enthält mehr Phosphor als iraend eine andere Vegetabine. Deshalb ist er für Leute, welche immer in geistig aufgeregtem Zustande leben und zu leiblicher Anstrengung indisponirt sind, ein sehr geeigneter und Wünschenswerther Dmtsartlkel. vr nährt das Gehirn und regt die Leber an, was solche Personen gerade bedürfen. Der Apfel ernährt und erfrischt sowohl Geist wie Korper. Us ist eme echte Haus frucht, heimelt uns mit seinen rothen Wangen an, wie keine andere Frucht. Mit Ausnahme der Erdbeeren in ihrer Zeit könnten wir eher alle anderen Früchte entbehren. Und doch ist die Erdbeere nur vorübergehend, während der Apfel bei richtcr Behandlung das ganze Jahr ausdauert, um uns durch seine eigenthümlichen, Säfte verbessernden, anregenden Eigenschaften zu erfreuen. Die Stelle, die der Apfel ausfüllt, kann durch keine andere Frucht eingenommen werden. Erkrankung derTomatoes. Das ist die neueje Heimsuchung unserer Farmer. Aus New Jersey und Delaware laufen Berichte über eine allgemeine Erkrankung der Tomatoes ein. Auch .in Pennsylvanien und Maryland ist die Krankheit bemerkt worden, jedoch nicht in so ausgedehntem Maße. In den beiden erstgenannten Staaten verlieren manche Farmer die Hälfte bis zu zwei Drittheilen ihrer Tomatoes-Ernte. Es wird behauptet, daß die Tomatoes an einer climatischen Krankheit leiden. Die Tomatoen sind von zarter Beschaffenheit und verlangen zur rechten Zeit eine Abwechslung von Wärme und Feuchtigkeit. Eine solche haben sie diesen Sommer nicht gehabt, namentlich war es ihnen lange Zeit hindurch zu trocken. Ueber das edle Garsield'sche Familienleben sagt, ein hervorragendes demokratisches Blatt, der Philadelphia Demokrat:" Das Familienleben des Präsidenten ist durch dessen langwieriges
Leiden dem ganzen Lande viel bekannter geworden, "als frnsfhmüT K-r Srr
U --r . v j. v v v (J V gewesen sein würde. D? Alles, was die' Person des verwundeten ersten 'Beamten der Nation betrifft, während seiner Krankheit auf das Genaueste von einer ganzen Anzahl Berichterstatter in allen Zeitungen des Landes verbreitet wird, so bar - man o viele lmelnbelten - über die NerHältnisse desselben als Sohn, Gatte und Bater erfahren, daß man ein vollständiges Bild dieser Beziehungen erbielt. Und ' dleses Bild .ist ein wirklich schönes und erbebendes. SDafolfo mitffmom m?f - "(f VJVV wahrer Achtung vor diesem Familienkreis erfüllen, welcher trotz der hohen Stellung:, femes Oberhauptes m jeder Weise seineralten Einfachheit im Leben und Zusammensein und der herzlichen Zuneigung unter seinen einzelnen Mitgliedern' getreu KTtpTv svs tft ,V,vKk4 ..v. . . tvM;u;M tjtUUliUtilU, daß die erste Familie des Landes Allen als edles Beispiel der Moral, der Verivandtenlicbe und der schüfen An- ' spruchslosigkeit vorgefübrt werden kann. Die Liebe des Präsidenten zu sei-' ner alten Mutter ist wahrbaft rührend und ebenso rührend ist die Sorge dieser Mutter um ihren Sohn, ihr Baby, dessen Verwundung durch einen Schurken ihr ganz unbegreiflich , erscheint, da. doch ihr Shn, welcher ihr als Muster der Tugend und Vollkommenheit gilt, gar kei-, nen so erbitterten Feind I'aben könne. 0s. 1 n 0s.. ...st. t!.i C!.OYi. ii . tr -am x. iujjui rryieii vie luiier, iveicye durch Kränklichkeit zu Hiram in Ohio, abgehalten ist, an das Krankenbett ihres Sohnes zu eilen, einen Brief von demsel-', ben, i,war kurz, aber in deutlichen Schriftzügen. Der kranke Mann hatte so viel ...r f. nrasl zummmengerassr, um an leme Mutter schreiben zu können. Damals. War er jedenfalls tvobler und kräftiger, als einige Tage später. (Der Philad. Demkr." theilt nun den unseren Lesern bereits bekannten Brief Garsield's an seine Mutter mit und'sagt dann weiter :) 9rm trmtftfm" 9vrR'4Tfr!?iid rtfrkot ' - - - - '- iiv f"'! T v t r . ' 1 1 ' dem Präsidenten und seiner Gattm, von der liebenden Fürsorge der - letzteren und ihrer Ausdauer am Krankenbett, ebenso wie von der zarten Rücksicht des Kranken der Gattin, aeaenüber,'. so wenia Schmerzen wie möglick zu zeigen, und - endlich von der tiefen Trauer der Kinder um den theuren Vater, ist während der letzten Wochen vielfach die Rede gewesen.'' - Von der teuflischen Thai eines angeblich Verrückten, durch die der Tod .eines jungen Knaben, Sohn des Vahnarbeiters Michael Eantrell bei Pekin, veranlaßt wurde, berichtet der Peona Demokrat" : Eantrell hatte seinen Sohn aus em Feld nahe der I. V. fc. W. Emnbahn östlich von Pekin geschickt, um einen ffimcr frtrtss f?"vf rtffoTr 9it srtfo ht r A rrr VW V W WW V"T j fj ' w . , V W II Morgen desselben Tage ausgegraben hatte. Als der Knabe dem Ce'leis entimiy ijuiij, iuu un jj.m.H tau tiutiii i . . - - . r . . vii . i zuu blauen Hemd aus ihn zu, und ohne em Wort zu sagen, band er den Knaben fest ans Gelels. Das arme Kind schrie um Hülfe, aber Niemand war in der Nähe, 1 um feine Hülferufe zu hören. Mit aller Mühe und Anstrengung gelang cs ihm, den strick etwas u lockern als eben ein Zug herangebraust kam. Er hielt seinen ' Körper soweit von den Schienen, als er konnte, aber der Strick war zu fest gebunden und zu stark, um ihn zu , zerreißen. Der Lokomotivführer bemerkte den Gegenstand auf der Bahn, jedoch zu spät, um. den Zug zeitig genug anzuhalten, denn es war an einer Krümmung, 'wo er nicht weit sehen konnte. Als er den Zug zum Stillstehen gebracht hatte, fuhr er zurück, um zu sehen, was auf der Bahn gelegen hatte. Mirweile, als der Zug rückwärts fuhr, sprang das Scheusal aus dem Busch und schnitt den Strick durch und verschwand dann wieder im Gebüsch. Man ' hob den Knaben auf und. brachte ihn nach . Pekin. Der Kuhfänger hatte ihm mehrere Nippen eingedrückt, aber er hatte auch noch andere Verletzungen erhalten, welche seinen baldigen Tod um halb 12 Uhr in derselben Nacht herbeiführte. .Der Thater, der seinen Namen als Henry Johnson anaibt. ist in Bloominaton verhaftet und gestern Morgen nach Pekin gesandt wo?den. Er ist'etwa 50 Jahre alt und soll' früher in der Zuckerfabrik in Pcoria gearbeitet" baben. l?r ist von franiönswer Wj T w i W " " " ' (j 7 Abkunft und spricht gebrochen deutsch und' ' L . . f ' rr englisch, ssx betheuert, er un)moig, jedoch sprechen alle Umstände für seine Schuld. - ' DerFarmcr Drew im Coünty Washington in Süd - Illinois ist nicht, wie es ursprünglich hieß, von einem Landstreicher, sondern vom einigcnen Sohne erword'ct worden, und zwar grüßlich ! mit Zustimmung der Familie. Die Wittwe des Ermordeten, der Sobn. die sechszehnjährige Tochter und d Schwieger-' söhn James Williams sind unter der An-, that verhaftet worden, de greulichen Mord begangen oder veranstaltet zu haben. Die Theorie ist, das der Sohn aus dem Gewehre seines Schwagers den tödtlichen Schüfe auf den. Vater abfeuerte und daß Mutter und Schwester bei Begehen de5 unmenschlichen Verbrechens behülflich geWesen sind. Das gefangene Mädchen soll bereits ein Geständnis abglegt haben, welches die Nichtigkeit der obigen Auffassung vollständig beweist.' Auf dem Platze der P a t c'n t- und M u st er s ch utz - Ausstellung in Frankfurt verzapfte seit dem Tage der Eröffnung (10. Mai) bis 30. Juli : die Bierbrauerei Binding 10,764 Gallonen Bier, Henninger 8,320, Heinrich 8,190, Groß und Oberländer 7,358, F. Neutlinger 4,134, Jung 2,835, zusammen 41,-. 600 Gallonen, gleich 480,000 Gläschen Bier. Nach dieser Rechnunq wurden, also aus der Gallone nur 11 Glas Bier , o s v r..'i vvrr inuii öull3 uuv vcili ;uuu gemacht. '-
