Indiana Tribüne, Volume 4, Number 3, Indianapolis, Marion County, 27 August 1881 — Page 7

Ein ??ort von

S ) y ifiXr nuinu HeseKschaft.$ricri?mcn von ?rnst Cckstcin. -lic liinun iae wuuaurn, in ii'Cici;cr "i - - rr üuatioii, in welker sich das deutsche Lustspiel und der deutsche Noman, verglichen Mit den entsprcceneeii juiiujuuiuitjui t ( : r . bestndct, ist ganz zurückzuführen

zweifellos auch daraus diese Gesellscbaft eigentlich ausmacht. , den stunden, da den zahlreichen Maga-

, dan eine Gescllichatt im ; Wäkrend man in den Salons von Va- ;incn ein warrcs Heer von Arbeiterinnen,

prägnanten Sinne des Wortes inDeutsch- ris ohne Unterschied der Beschäftigung j Verkäuferinnen, Lehrmädchen :c. cntland nicht eistirt. alle diejenigen Personen antrifft, die strömt, wäre das höchst plebejisch. Man Unter Gesellschaft le monde be- überhaupt für salonfähig gelten lBan--bemerke hier die unfreiwillige Selbstvcrgreise ich nämlich ein Etwas, das aus der kiers und Kaufleute, Offiziere und Diplo- urt'heilung ! Die elegante Pariserin fürchSumme aller wohlerzogenen, gebildeten maten, Künstler und Gelehrtes zählt man tet nicht, auch wenn sie ein Packet im und salonfähigen Elemente bestehend, sich in den meisten Städten Deutschlands : Packet im Arme trägt mit einer petite in Formen bewegt, die ein für allemal fast eben so viele Gesellschaften als Bc- ' cnimiricre verwechselt zu werden. - Geinnerhalb der gesummten Nation Gültig- rufsklasien. , wisse Damen unserer deutschen Mittelkett haben und demgemäß jedem gibt es Kammannslceise", und Mte müssen jedoch für solche BefürchtunEinzelnen, mag er aus 3!ord, Sud, st enndie Familien einige hunderttausend ; gen ihre Gründe haben. oder West stammen, so vollständig m mnrf ohr ksiken. .sttrinerfreife'' : ! wokin wir auck blicken, überall

.,. . V. V schrieen aus dem wirklichen Zwang empsmdet und den ganzen Apparat genau ebenso handhabt j er surn SKeben bic Zunge und die Kehlkopsmuskeln oenutzt, instinktiv und ohne zede Berechnung, ieer abgechloiMen Festigkett und Bcstimmihett, die sich, wohlgemcrlt, lediglich aus die aupercr l Berkehrssormen, kemeWegs etwa am denGeist derionicrva.ion - r tr -i i f 4"Jf V :c. erstrecken soll, stekt m Deutschland eine merkwürdige Unstcherhelt gegenüber, ein chwanken das diese nebnsachüchen Dmge, gerade weil hier die Form sehlt, zum emem Gegenstande bewuper )!e-. slsrion stempelt und ihnen so cme ichtigkett ankünjtelt, die ihnen anderwart vollständig fremd ist. aus vem nmnanoe, oan m emiwianv nicht wie in Frankreich ein unbestrittenes gesellschaftliches Centrum Paris cries gibt eine Berliner, eine Wiener, eine ViMnr o'ivit tiArr nini ?Tl?itMrfiweit auseinander : ein Fluß, ein Gebirgs- ... 1.1. arv '.l ai...r ... 5113 Tnaa;i jjiviai um rnu ascai zu reden und manches erscheint in Frankfurt vollkommen unverfänglich, was der m m m - m. berliner kritisch beanstanden wurde und . umgekehrt. ten verwickelt, über Fragen, die ein Franse als kindiscb beläcbeln tvürde. Gerade 1 . . . . . . wcil die XJbiette dicicr ,vtaaen so ulicnd- ------- A- - i j u i Vidy öde und irrelevant sind, aerade - desbald t es ein S Salon-Leaislatur fraaen durch die eberne dlzxm ibrer Borschriften aus der Welt .geschafft und so durch scheinbare Knechtung die Freiheit gebracht zu haben, die Freiheit von der Herrscbaft des Kleinlichen, Unwichtigen ,i - ' l ' t O (Erbärmlichen. Ein Beispiel für hundert andere lange Zeit in Paris gelebt, der hör: Deutschland zurückgekehrt, nicht oh terkeit die immer wiederkehrenden Tirnrtrn sif r ht ?rrtrt nF in Vifir jener Abend-Gesellschaft der Frack nöthig sei. In Frankreich weiß der Mensch ein für alle mal : das Eostüm, in welchem ' ' . . J wäbrend als poiut noir im buchstäblichen ' Sinne des Wortes am Horizont aufzu-! mirPn o.rt eutfcMnnh Worrpit ?rs V)" v.v..iv vyyv" ; wägt, prüft und berechnet man mit einem' c.;fi,rslii3nm3. ben ivrarf imcrtrsinl tu I 11 I binden. Ich babe nun -nie begreifen nen, wanim

Diese Unsicherheit erklärt sich zunächst us dem Umstände, daß in Deutschland icht wie in Frankreich ein unbestrittenes :sellschaftliches Centrum Paris cri-

sttrt. rie ausgesprochene 'ccentralisa- Fragen der Kunst und der Literatur mit z ' wir plappern nur nach : Mein tion, diz unser gesammtes geistiges Leben auf die Rechnung dieses gesellschaftlichen crr Aber dies Mein Herr!" ist r . -r P . I . ' ' , rm .. t- " .

lennzeichnet, macyr sw) aucy m unsren kßstandes gezeyt werden mup. W-iy-? eine Entlehnung, eine wörtliche Ueber-,

Salons gettcnv. gtw leine vcutcye rend in Frankreich das alongeprach so sung, kein organischesErzeugnch unseres Gesellschaft im Smn der französischen : uemlich den aesammtcn Inhalt des ös- Svrack, Geistes. Der unbefanaene Deut-

'wVlr(5'bv' wv)v, vmv -wüv;- yiviuVi iüJViiv uu vwi miivjjvii vvvp wv ' zuriT )egenlllnv tlllvV ner, eine Frankfurter Gesellschaft : die Justizministers, auf den neuesten Roman imd das ..Mein 5err"

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Gewohnheiten des Verkehrs aber, ja selbst Alphons Daudet's, auf die Vorträge praktischen Nutzens ein i iyr i . i 1 ' ... y. t i I L

oie 'ceinungen uoer oas, was cornme n emes geistreichen astenpredigers uno o:e tirt hat, kommt in solchen i'nut und gesellschaftlich erlaubt sei, gehen ' ..Pfvche" eines viclverheißenden jungen ! Verlcaenbeit. und wenn

Mebr noch: sogar innerhalb unserer Entscheidung des Reichsgerichts; be: Ehre habe denselben zu kennen. Dieser . ' t r w r . - vT 1 i. V Cti t 4 u i4t .f V m r r . rrf rr ri

provinziellen imzet - lejeuicyasten seyn sperrn o. uc .t jiawiuwwvu;ju uuv angci t ix oie sa)wcrsüUige eraldic absolut gültige Forn:, und auch hier die Frage des Doktors in :il'im?. ; i'hmg unserer Geselligkeit charakteristisch. i " t cf r i i . . r .".C. fl t uS, tTS''rt !

iiet'l man ncv aue uacnoilcre in .coar- wim v:. ant o""" 4Ulv wvwv-, m

caen der nan;önscken noch 'Rctsa.'lel'rtcr, wruyteucr, iLrosz- Wache, 'Lartrouille : wie

. alle derart'ae Streit- Händler, Bankier. )cur m Zlunahmc- zusammen'

Ernste, der einer besseren Sache würdig rone und achtunaswü

wäre, und areift ;ulcnt doch sebl. Es re- Krisv cicttntbmvAi&c Run aan; Wunder- ten uno ren H:

sultirt daraus eine deWdte küm'd eineZ fvnr fiHn tf omif :ektiat 9oal- etwa acht -Lagen

I"-"-- - - - - - Y y w - - vvuv v-' vv v i v ) - . rrtrf sf fkM?on s.-i"f Vr lirsv itrfrr rns CU; i'.W S -tVMJrfi iinh ?inrs dllch dlC (VeN

chen der einzige Schooßträger, gesellschaft- nebme, die sich im Lichte einer wirklich , lmg? ersetzt. hr srischer, Mit vollem lich beengt und gedrückt füblt, und aroßstädtisc!cn Betrachtung gar fritn:$ ve eines mebr oder:nindcrgckränktenWirths, ausnebmen Die Leute, die ich bicr! M nich: minder :?ic ihre gejunden, imder hinter den Rockschößen des Emanci- meine,' baben kein. Abnung davon, .daß verletzten Flügel besonders fähig zum pirten die Absicht wittert und sich nicht gewisse Engberzigkeiten so pseudo-arisw- Eintragen des BlutheNitaudeo ; sie gehen nach Gebühr ästunkt" wäbnt. I krätiich sie auftreten mögen, im Grunde auf Sammlung au. Daß sie dem wohlc;; .;irr. rf.w 1' ,ir t?ririt:m Smrt crSücini lUefccs nechendeu Necicir, den ue bei freiem Ge-

u.uiv Mv vmuu tö ü"i"y r: rm pVnKr snmenkkfle IiVur- teutoni che Patbos, mit welchem der zertbums und. im achter Gentleman, l.arn oc.cn rn oiunnnteiic ncDeutsche - namentlich der akademisch ge- der niemals zu fürchten bar, mit cinziii ..jf senden, laß: bildete - gegen die .Zwangs- und Ä. Tölpel verwechselt zu. werden, benimmt Nch bei ihrer Ge'chigkeit gar leicht errenjacke" oder wie er sonst den Frack vor sich sorglos und nonchalant ; er kann uch . "n. , sich und seinem Gewissen zu brandmarken alles erlauben, was seiner vornehm ' Zu .raic sullen sich inzwischen die sucht, Protest einlegt. Es gilt bier nahe-: freien Natur adäquat ist. Nur der Par-. Sveiche? ; es wird nothwendig, für neue zu für ein Zeichen philosophischer Reise, ! venu, dem der sichere Weltblick des wirk-! Vorrathskammern zu sorgen. Die Biene ! ... -i. . .r' n r'r. . ?t f.... 11 -f. Of:r.. Z,(Xt- V.- Fii iSt : jitjf ft:it Trnf h?o ots'.tAo A-.

tiir ein triicrmm ctö aeieuTcraTiiiü.ien iiu'eu ui Uiiuuu iii u vv.m vm vv vi; vv iuav

n ein Rock ohne Schöße,-denn notorisch, im Gegensatz zu anderen, an-, in der möglichst starken und Widerstands-Frack,-unbequemer 'und lästi- sehnliche Städte in Deutschland, deren, fähigen. Eonstruktion das am meisten , r . I . y cz - ? -ff ? f. T l - r.". u f. i js. Tl .S 1 : Z ZT S V i v vS

das ist der ger sein solle als ein Nock mit Schößen. Es bleibt ja jedem anheimgestellt, sein Maß so komplet nehmen zu lassen, wie irgend möglich. Gleichviel : der Frack steht nun einmal bei vielen sonst sehr scharfsinnig veranlagten Jndividualitäten im 3!uf der Entsetzlichkeit," und keine Logik erhebt uns zu dem Standpunkt, auf dem 'wir erkennen, daß er weder entsetzlich noch reizend, sondern einfach gleichgültig ist. Es scheint als befürchte die deutsche Gemüthlichkeit von der Herrschast des Fracks eine Beein'trächtigung ihrer zwanglosen Formen. fr , i ' . n r' je CH.urtM Vit. ff. 1 La iiepe iu vu, ivvun vtt .uu ui den französischen Salons wirklich geschraubte? und gezwungener wäre, als' in den deutschen. Aber aerade das GeaenftT ti Sor Cvsllss. . . Unsere Betrachtung ist davon ausgegangen, daß,eine- deutsche Gesellschaft im : Sinn der französischen nicht ,, eristirt.

Aber üh6 innerhalb aewiiier. engerer

und engster Umzirkungen erscheint hier der l Bearifs der (Melltöaft keineswegs als ein fester, klarer, unantastbarer. Wer sick über die Gesellschaft einer bestimmI ' . m .1. . , 1 ' ten dcunwen tao: orienliren will, oer . . . . . f jnn rn die aae tommen, ertt recyr m der Traum-Atmosvbäre des Jnconnu hin und ber ;u scbwanken. Kein Weltweiser . .. t . r c . - ".. " . . . ., ' stokratie geneigt ist, dle Schranken dieser seltsamen Klassinzirung ;u sprengen, verdanken wir ab und zu den erfreulichen Anblick eines Vrofesiors in Neichsge - richtskreisen." Auch der deutsche Lieutemntf bcr ii&craU ba Tanzbein singt, wo reiche Töchter in Aussicht ftcn, bringt ein trent3 biüeielung in vA;P mtirrez Mistenslciftc. m " ...... , -, . Uebrigen gebort es keineswegs zu den ! Seltenbeitcn daß neun Zehntel aller : Acruf ihres Gastgebers thciUltm ! zgelch' entwichen Einfluß dies auf! den Gang der Konversation ausübt, wie ! den Zweck aller Geselligkeit die Aussvannuna aus dem Joch der Taaesbe - schäftigung, völlig vereiteln muß : das bedars keiner umitandticycn Erörterung. Soviel ist Zweifellos : dan der bcdaucrliche Mangel an Interesse für die großen fentlichcn Lebens umspannt, und sich in! MX. CsnJ Mit Sjv iiivtAvfv svr sf SoS Bildhauers erstreckt, gebort eine solche ' , .- .... univerM-onversaiion in lluiercn oeul-, schen Salons ;u den Seltenheiten. Hier ! präponderirt jedesmal nur Eine Acateric. ' ' . m . m Be: Herrn A. dcvattirt man vier bis suns hältnissc ' bci Hcrrn D. über Pferde,! Jockey's. Dilbury's und bedeutsame Wct- i L. t f. Tl . IT. ten :c. :c. mu:;, oer entschc ist aud nach des azcc- xrat V'.lt 1Ml IkllV Hitze immer fällen gelingt es ihm, Meni,ch zu sein. , Daher bedarf er, sobald er sich innerhalb seiner geselligen Cirkcl mit Fragen von , allgemeinem ntercne vemnen wiu, eme besonderen Apparates. Er läßt sich an . .- L k . ' j. den höchsten roblcme:r m den meisten Fallen pure Komödie ; aber der Bil-, dungsdrang' dem innerhalb de- Salons , : 1. X . i4.MV ivAUi' 4t VWrtI-- ' rsormen lang: oie Deutschen, zusammen, :s fitnrUc ewiae Änast ocs . , durch iraend eine individuell gefärbte 5ir.ft,n C-sUin ?stiffslf?itrt 11 s -VitiVpVtUl, c.'rtiu v) . ; w. einen Verstoß zu begehen. Es gibt ; ,rdige Städte, Wo ' . gAtitte : ..Das ichickt lich Nicht I" kön-!"mm; anx aliua, aber gibt cö nicht DOirieome I3qeua;ayi jur uici-; när hält, ein ZZcstaurant zu besuchen oder f P Tl " 1 1 ' f. Sl.u ... . . I . '

in oistIultlu' llarr iyn uver oie nrage aus, wer ocmi . eiynacylözeii Qnz, uno ricimenuia; zu

i fünf Stunden lang über crne wichtige :cichnc, kommt Dein Name, sobald ich die

oettimnucn oenoen ren gui rcnotitn oura) einsacye orie marquirr ercyeinr,

MtelMN oorirage uoer cie siraicgi)en so smoe: doch em ausmerljamcs Auge ,m ' , -v, t , .r v. Cl'j ' rrt - i r: . . o

naeft irunosaye .'jioiuc v coer tne evemu roen uno ranzen aus oem dienen0 TTt.l C.ü T1l7l lnK.y i. ..-r. .fi. ' r..v r -

IIC Öeis wfiiiia yuuui icu'i u'vuu ivvv yausoaiie cme gewilie Krönung yeraus, i?rürte- Vorbildung zur Erfassung dieser Themate m welcher die )catur den einzelnen-Bienen vv,t, ' . ry-f.'.l c r. , .. . . . - .

nSr Tcnu. luaiuruc? i oie e oeunarme an i inre vlieaennett oen em prewenden

sich sONji an vsscniiicyen ucn zu, giigui, , uuvii ouuuichuuji uuv $u uum j mit AuZnahme des Theaters und ge-! ten gleichbleibender Weise, daß die groß- j wisser Elite - Eoncerte. Selbst das Spa-! ten Mathematiker nach den sorgfältigsten ! zierengehen und Spazierenfähren gilt den j Berechnungen gestehen mußten : eine ! Bürgern dieses Gemeinwesens nicht für zweckentsprechendere und bessere Zelle zu : aam cornrne il saut ; wenigstens findet ! ersinnen, sei ein pures Ding der Unmögman in den herrlichen Park- und Wald-! lichkeit. Aber wie die Arbeit des Wachsanlagen, die den Stolz der Bevölkerung baües vorwärts schreitet, kommt auch die , ausmachen, selten mehr als ein halbes Königen herbei, um ihre Eier in die frisch' Dukend von Eauivaaen. Die eigentliche ' gebauten zu setzen. Solche Liebe zur Er-'

Plutokratie lebt nach außen hin, wie die Saremsdamen des Sultans. Ebenso -w. . - (v .0 gilt es Liesen anaiiiern eiucs npvständiaen Dekorums sür unsem," aus - . . ... ..r -s. ver vl nicht beeinträchtigen, alMann von Di - stinktion habe man Geld genug, um sich auf seine Zeitungen :c. fest zu pränume-

! riren. Anders wemaitcns wume iw die

! räthselhafte Phänomen nicht zu deuten, In Franlrcich, in Italien tritt der Minister ;u:n Kios und läßt sich den Figaro oder Fanfulla" aushändigen, wenn e? 1 . t r, li " ' . F. 1 TT . , geraoe un zur eilure verpurr. jm - nr . r i s . f itemes Paaer uoer vie träne zu nagen. ; erlauben sick die Damen dör hier gcschil- : dcrten Aristokratie höchstens während der . v . ' ' schwanken und Tasten, ein ich--Beschränken bis zur Grenze des künftigen aus Äcangel an festen, t . rv L . . ! Folge dessen auch die Unmöglichkeit für den Dichter, seinen Problemen den Hintergrund einer wirklich realistisch behan- ; delten Gesellschaft zu ' geben. Was sich sick in umeren sogenannten Salon - Lust- . spielen auf der Bühne herumtreibt, das : fino entweder : unfreiwillige Karrikatu- ' ren von lokalem Cbarakter, oder; für .,,? Spnfifft sVrfinrtnnT nristnni mein sluittstcn -jformen uno in Mtt vv wmjvv v. vv. v v.v vj unwabre Kopien der Pariser Gesellschaft noch 'besser gesagt : Kopien derjenigen Kopien, die das französische Lustspiel uns ' lieftrt. Wir dürfen in letzterem Falle noch froh ftin, wenn Gatte und Gattin sich nicht gegenseitig mit Sie" oder gar mit Vocativen wie mein Herr" imV ..Madame" traktiren. Eine Konverw! tionssprachc fehlt uns eben, wie uns ja : auo die Anrede fehlt, für solche Uöerio-' ?nm wir nickt seierlick vorgestellt sind. Der Framose sagt: ..Monsieur! sche, icht den vorhandenen Mangel m Tl V. r.: t).rr-: . J. i. jitHsiiuu ycnuiu;i aus Gründen des für allemal adopFällen stets in er aam naturwücbna ist, so sagt er: ..Sernrr' und ' 1 -'. , 1 1 1 j " ? . . , brummt dann Was Vor sich tun, was, iN : gerecktes Deutsch übertragen,' etwa lauten ' würde, .An die Stelle in meinem Ser-' ' WW mon, die icb ietzt durch Brummen be- - AUS OtM ZZleneNsevett. Amme, Sammler, Architekt, Garde, rennt sich das Das ist einfach : es sind die Pflichten, die unsere Biene während der Dauer ihres Lebens der Reibe nach zu leisten yat. üi5enn auch in irlticylett Nicht so scharf von einander abgegrenzt, als dies . ' r rtr . , r r j Altersstusen gemäß zuertheilt hat. Kaum, ' dan die Biene ihre Zelle verladen, noch bevor'sie stiegen gelernt, hat sie zu Hause .fs "VX V Of .! t".. ..v lein erlangen alle stunde Dag und Nacht bittdurw Nabruna. Als iungfrauliche jungfräuliche 'ilMMC CctPCn US K K imO) eCCiH IN r-i r S CY P . t besserer oder geringer Qualität aus den vorranl.'neii Huuuywii gu,ummell zu im; mgrigen zu relcyen. caa) werden sie allmählig gefütterten Nachkömm44.tf. . Ichictlichteit : :a, sie vaut Mit emer '.vcel-

rm 's. f. i . i. . r n v . im.

sterfchaft aus dem winzigsten Materialc

juhciuc unv um vvuvu uivuuiuiivt Behältniß, die Zelle, in so sicherer, unter .. fT.. lmmm 2 ttml . VV ... sfivv. O.I - ; Haltung des Geschlechtes bleibt natürlich - nicht ohne Einfluß auf unsere Arbeiterin. : ,4.:.... w: t?.;:: v: x?.u .uu iwmyui, vu vivvWj ! nur selten gesehen und nn Arvettsdrange : . : t. r:r. t,..:tu r? ! als bisher in sich erwachen. Balddäucht ihr Alles dem heimathlichen Herdesemv : eifersüchtig beginnt sie für dessen Sichert

heit zu sorgen. Um nichts Feindseliges in den Stock gelangen zu lassen, begiebsie sich an das Flugloch und hält dort strenge Wacht-über Alles, was ein- und ausgeht. Ein neues Stadium ihres Lcbens hat begonnen, das übrigens nur von wenigen erreicht wird, da die große Mehrzahl bei den Trachtausflügen ihr Ende findet. Merkt die am Fluglochs

oder in dessen Nähe Wache haltende Biene . eine Gefahr, so läuft sie schleunigst zu der nächst befindlichen Schwester und' kreuzt mit dieser die Fühler ; es ist au-' genscheinlich : sie erstattet Bericht. Die ' auf diese Art Avisirte gibt das Zeichen ' ebenso rasch weiter und in wenigen Au-1 genblicken erscheint eine ganze Eompagnie ' Bienen brausend im Flugloche, um, so-, wje es irgend Noth thut, den Kampf auf-' zunehmen. Mit zunehmendem Alter je-' doch wird die Biene stets hadersüchtiger . und unverträglicher : sie begnügt sich jetzt nichtRnehr mit der einfachen Thorwache ; sie möchte auch sehen, ob sich in der Nähe, in der Umgebung des Stockes nichts Berdächtiges zeigt ; sie geht auf Patrouille! j Das mag run manchen der freundlichen Leser denn doch ein Bischen aufgeschnitten" erscheinen und daher halte ich es für nothwendig, dieser letzten Thätigkeit der Biene einige erläuternde und beweisende. Worte hinzuzufügen. Bekanntlich sticht eine auf Arbeit ausgezogene Biene niemals, es sei denn, daß sie hierzu etwa durch Drücken, Quetschen oder dergleichen veranlaßt würde. Die sammelnde Biene ist vielmehr höchst gutmüthig und derart scheu, daß sie sogar vor dem weidenden Rinde zurückweicht : letzteres bringt z. B. niemals durch ein geschwollenes Maul Zeugniß von einem erhaltenen Bienenstiche heim. Selbst wenn man sich vor das Flugloch des Stockes stellt, wird man nie von einer aus-oder heimziehenden Sammlerin gestochen werden ; erstere läßt uns unbeachtet und zieht seitwärts ab ; letztere aber kreist lieber mühsam in der Luft herum und svartet, bis die Bahn wieder frei wird. Dennoch geschieht es bei solchen Erperimenten zuweilen, daß inan durch eine plötzlich herbei schießende Biene oder aber durch eine jäh aus dem Flugloch hervorstürzende gestochen voird. Zerdrückt man dann die Stecherin, so wird man keinen Honig in der Blase finden : es war in ersterein Falle eine patrouillirende, in letzterem eine wachthabende Biene, welche stach. ' Ich schrieb meine Feuilletons einst in Entfernung von nur wenigen Metern vor unserem Bienenstände in einer des Frühjahrs halber noch spärlich verdunkelten Laube. Das heißt, ich wollte dort schreiben ; denn kaum hatte ich mich an die Arbeit gemacht, als'sich die Wa-, chen an etwa einem Dutzend Stöcken ver-. zehnfachten, die Anflugbrettchcn allmälig ' voll wurden nnd von dort hersauscnde' Bienen mich stels eindringlich zum Abzuge mahnten. Ruhig packte ich meine Siebensachen zusammen und begab mich ' an einen im Rücken des Bienenhauses ' stehenden Tisch. Tort war ich allerdings der Wache entrückt, nicht aber der Pa-' trouille ; etwa drei Stöcke mochten eine solche kreisen lassen, denn es schienen nach Farbe und Stimmen drei verschie-, dene Arten von Bienen, die mich von Zeit zu Zeit aufsuchteu, heftig zischend ' y . rw . . - ! umchwirr:en, vor z:mgen uno zi)ren herumgaukelten, und da ich mich bei meiner Schriftstellern absolut nicht heftig zn rühren brauchte, wieder abzogen, um binnen 5 10 Minuten wieder zurückzukomM C W ä . i men. liegen suns tunoen lang trotzte ich so ihren ungestümen Bertreibungsmit ßrfnla. indem ich ibn?n v " y.' w w w -w T . ...JUiP aT.? 44 r VY7t' AMAAAM4Ali.i ! mui ui it.Uv -jiui't viuyvyc(,iicut Als aber die Sonne sich allmälig dem Zcnith näherte, da brachten sie Hilfstruppen in so großer Menge herbei, daß ich gewahr wurde, es seien die Völker selbst gegen mich alamirt worden, und doch scheunigst vorzog,die Gescheidtern" zu! spielen, zumal die Ziet des Äilttagsmahles herannahte. Ich will dem eben Gesagten noch eins hinzufügen : Die patrouillirende Biene will bloß vertreiben ; sie sticht deshalb auch nicht, so lange man sich ruhig 've hält. In dem Augenblicke aber, wo wir nach ihr schlagen oder eine andere bastige Bewegung machen, die von ihr als Ge-! genwehr aufgefaßt werden kann, sitzt! auch schon der Stich in unserem Fleische, j Die Thorwache bewacht nur den Ravon. ! der sich vom Flugloche aus übersehen läßt; die Partrouille aber kann, besonders wenn man die Bienen vorher öfter gereizt hat, ganze Gärten und Plätze bis auf MO Schritt und darüber unsicher gemacht. Frau Dr. Anna Dill, Alt-Ruppin. Der gute Ion. . O Unsere Gesellschaft steht auf demokratischer Grundlage. Man sagt es wenigstens. Das Jndividium verschwindet in der Allgemeinheit, die eigenartige Physiognomie in der Uniform. Die heutige Männertracht schafft sozusagen eine Normalgestalt, in welcher das Eharakteristische, sei es schön oder häßlich, zum großen Theile verschwindet. Der gleiche Zug der Nüchternheit, welcher unsere Tracht auszeichnet, drückt auch unseren Lebensformen seinen Stempel auf. Aus der Berührung und Vermischung der Stände hat sich in den besseren Kreisen eine durchschnittliche Feinheit des Benehmens entwickelt, die man gewöhnlich mit dem Worte der gute Ton" zu bezeichnen pflegt. Er besteht zumeist aus einer Reihe von gewandten Verbeugungen, von verbind!!chen Armbewegungen und aus einem sterectvpen Lachein, daneben aus emer An

zahl von höflichen Phrasen. Diese alltägliche Liebenswürdigkeit drückt jedem mit derselben Herzlichkeit" die. Hand, sie ist stets vollkommen überzeugt von der Meinung desjenigen, mit welchem sie eben spricht und versteht es sehr geschickt rr '. r, , l .- 5 .

im aue zwe: streuen, jeccin stecht zu ge ben und mit kemem übereinzustimmen: sie ist wie ein Chamäleon, denn sie nimmt die arve der Umgebung an, spricht mit einem trauernden, mit wehmüthig hinabgezogenen Mundwinkeln, zwingt sich zu lebhaftem Zorne mit den Zornigen und wünscht eine Minüte später, dem Freudigen Gluck mit strahlendem Antlitz. Diese Liebenswürdigkeit kennt nur einen Herrn, die Gesellschaft;" was diese als Gesetz aufstellt, gilt ihr als unantastbar, wenn diese lobt oder tadelt, lobt oder tadelt auch sie. Aber in all' ihrem Thun und Lassen ist keine Ueberzeugung, keine Folgerichtigkeit. Die Menschen dieser Gattung werden allmälig glatt wie eine Kugel, darum rollen sie leicht und. mühelos auf dem Parkett und auf der Straße dahin. Der größte Theil unserer gebildeten Menschen" gehört leider in die Klasse, welche alle energischen Ecken abschleift, um nirgendwo anzustoßen, um ja den guten Ton nicht zu verletzen. Und was fordert der nicht Alles ! Was gestattet der ! Ueber einen Abwesenden mit halbem Witz und ganzer Bosheit zu schwätzen ; die Ehre einer Frau durch ein vielseitiges Achselzucken zu beschimpfen das erlaubt der gute Ton ; die beleidigten mit scharfem Wort zu vertheidigen und höflich, aber energisch die Beleidiger zum Schweigen zu bringen das verbietet er. ' Er befiehlt dieselben, über welche man eben Gericht gehalten hat, mit der größten Freundlichkeit zu empfangen, ihnen herzlich die Hände zu schütteln, und untersagt ihnen, die Mißachtung offen zu zeigen. Er duldet nicht, daß man auf der Straße laut spricht und stark gestikulirt, aber er schreibt vor, mitten im ersten Akt in das Schauspiel zu kommen, die erste Pieee eines Conzertes zu stören, damit man nicht zu jenem Pöbel gerechnet werde, welcher das Eintrittsgeld bis zum letzten Seufzer der Heroine und zum Geigenstrich herausschinden" will. Am Noulettetische Tausende zu verlieren, Wechselschulden zu machen, um standesgemäß austreten zu können, einer berüchtigten BallerinaBlumensträuße für schweres Geld zu werfen das ist die Blüthe des feinen Tons. Einem alten ArbeitsWeibe beispringen, welches auf der Straße unter seiner schweren Last zusammcnzubrechen droht, ist höchst unschicklich ; den Schooßhund über die kothige Straße zu tragen ist nichts als begreifliche Fürsorge. Ueber eine ernste Frage in der Gesellschaft ernst und gründlich zu sprechen, ist ein Beweis von mangelhafter Bildung, den jungen Damen platte Schmeicheleien zu sagen, ist nicht gegen den guten Ton. Für die größere Zahl ist die gesellschaftliche Form ebenso wie der Frack und der weibliche Salonanzug ; man zieht sie an und aus. Eine Dame, welche in ihrem Heim nicht die geringste Seldstbcherrschung übt und mit Mann, Kindern und Dienstboten in der kräftigsten Weise zankt, mancher Warm, der zu Hause alle Gesetze des feinen Anstandes vernachlässigt, sind ganz umgeändert, wenn sie in die Gesellschaft eintreten. Für sie ist der gute Ton nur etwas ganz Aeußerliches, das mit dem Inneren des Menschen gar nichts zu thun hat, ein Kleidungsstück, wie die Handschuhe, ein Schmuckgegenstand, wie etwa die Blumen im Haar beide werden zu ' Hause in den Schrank gelegt. Halbe und ganze Lügen bilden gewöhnlich das, was man guten Ton nennt ; die gesellschaftlichen Formen sind so äußerlich geworden, daß jede stolzere Natur sich gegen dieselben förmlich aufbäumt, daß es ihr oft einen schweren Kampf kostet, um nicht mit derben Worten in diese Komödie hineinzufahren, die Vorstellung zu stören und die Schauspieler aus dem mühsam einstudirten Tcrt zu bringen. Wie viele aber besitzen den Muth, so gegen den guten Ton zu sündigen ! Wie theuer muß nicht die Energie die Formen der guten Gesellschaft bezahlen ! Mit dem Vertrauen zuin Menschen,' mit der eigenen Wärme, mit der heiligen Wahrheit, bis er endlich eine Marionette geworden ist, wie die andern. Es ist nun wirklich eine eiserne Nothwendigkeit, so zu werdend Zwingt uns denn ein unverbrüchliches "Naturgesetz,. jede freie viegung unserer Seele, jedes Aufwallen stolzen Unwillens über die lächelnde 'Niedertracht niederzudrücken, jedes Wort derEmpörung zwischen den Zähnen zu zermalmen Stets nur heucheln, bis wir uns selbst nicht mehr glauben könnend Nein, man kann fein und vornehm und dennoch wahr sem. Der gute Ton muß eben ein Ausguß unseres Inneren sein, sein Grund der Takt des Henens, ivelcher unsere Worte und Thaten beherrscht. Er allem ist der berechtigte Gesetzgeber der Lebensformen, wie sie einer wirklich gebildeten und nicht nur guten Gesellschaft entsprechen. Wie der ächte Mann den rohen Eingriff in seine Gefühlswelt abwehrt, so vertheidigt er auch die Fremde : weil er bewußt ist, semer eigenen Schwa-! chen und Fehler, so urtheilt er mild über die der andern, aber ein Schwert wird sein Wort, wenn er die innere Gemeinheit bekämpft, welche kein anderes Ziel kennt, als sich, welche hämisch über das Glück Anderer urtheilt und jede ihr unverständliche Regung edler Art in Andern als eine Komödie beurtheilt. Die Aristokraten des Herzens hassen das Spiel mit erlogenen Gefühlen, und geben nur denjenigen Ausdruck, welche sie in sich selbst wirklich empfinden ; sie lassen sich deshalb auch nicht zur Lüge zwingen; wenn sie durch . Verhältnisse gezwungen sind, .im Getriebe der Gesellschaft zu leben. , Sie verhandeln auf dem Markte des Parketts,

i - . . j wo man um Seelen und Ueberzcugungeni

schachert, ihre Manneswürd.) mcht um ein Lächeln oder um einen zotnigen Blick, aber sie zwingen ihre Anschauungen Nie-. Mnde?7 rtllf. lirfpir ft( tpVsnrfi rrtt -ro. ' " "vv v jvvvvy 1 1 1 u ' t 4 V" den, dann verstehen sie die Kunst jenes Schweigens, welches nichts vcrbirat. Die ftfirmmv! f-mssfrn ifrrm k- v.k VV",V,V 0,vw 4'vvn jiiiiiMt uiiu , 9spiirpn Atfcf ifrom sYUw, r..r. K" Ö Yv.t v il VilIV IV4V Sicherheiz und Nuhe, die selbst bci einem Menschen von niedriger Herkunft und beschränkten: Wissen die feinere Ausbildung der Formen zu erfassen vennag. Weil diese Vornehmheit vom Stande -nicht abhängt, so kann sie jeder erringen, der Bauer, der Arbeiter, der citifarf,? Bürger, so kann sie auch dem Geburtsarr'-, stokraten gänzlich mangeln. Gerade in den Kreisen desLetzteren werden, die äußeren Formen halb vererbt, halb verzogen ; die feil:cn Beweaunaen. die rcibeit und daö Ungezwungene des Auftretens geht aus dem Gefühl der gesellschaftlich bevor-' zugten Stellung hervor; die zurückhaltende Nuhe und das gleichmäßig verbind-' , nrn - - . . " - na;c vejen aus oer von Kindheit an geübten Selbstbeherrschung. 'Aber d'asÄlles ist doch wertblos. wenn es nur als Deckmantel für innere Hohlheit und Nohbeit dient. Nur dann ist es bereck'tiat wenn der innere Adel hinzutritt. Dieser jedoch kann schon von ctmdheit an gepflegt werden und die Mütter sind es, die ' auch hier eine große Macht in Händen haben. Sie können das gute Benehmen, den feinen Ton von frühester Mt im richtigen Sinne regeln, nicht indem sie ..: V i t Ofrr... c ... r.s - ' aus ven nelnen wissen oen fronen macyen, sie Komplimente und aesellscbaftlicbc Phrasen lehren, sondern alles fern halten, was zur Lüge und Heuchelei führen muß. Wir können uns den Einflüssen der Kinderzeit niemals, oder doch sehr selten ganz entziehen, deMlv muen dieselben so vorbereitet werden, daß sie günstig ' wirken sönnen. Dazu ist kein 3!cichthum, . nicht einmal der Wohlstand nöthig ich ' habe arme Wittwen gekannt,- welche mit Mühe das zusammenbringen mußten, ... f C ? . Tl... . c . - L . f ' sur vie rzieyung oer inoer noiyig. war an äußeren Mitteln, welche aber reich waren an innerem 3!eichthum : an einem wahren Herzen, an Ehrfurcht vor der Wahrheit, und diese Schätze ' ihren Kindern hinterließen ein kleines, ein unendlich großes Erbe. . Otto v. Le ix ner . - w Ein bedauernswert her U n g l ü ck s f a l l ereignete sic kürzlich auf der Farm des Herrn Heinrich St.inmcyer bei Edwardsville in Illinois, Madison EountY. Der 1!jährige jüngste Sohn Steinmeyer's, ein braver Junge, war auf einem Maulesel reitend vom Felde auf dem Heimwege begriffen und wollte, als der Vaulesel durch Insekten-' stiche unruhig wurde, absteigen ; ?r ver-' wickelte sich dabei aber mit dem Fuße, im Steigbügel, mittlerweile wurde das Thier vollends ganz scheu, rannte davon und. schleppte den Unglücklichen eine große Strecke über Stock und Stein hinter sich nach, bis es es endlich am Wohnhause angehalten ivurdc. Dem Aermsten war, als man ihn aufhob, das Leben bereits ent-" flohen ; er hatte das Genick gebrochen und viele andere Berletnnrgen erlitten. ' jS.ü dost Missouri hat, wie der Anz. d. W." meldet, in den letzten 12 Monaten eine stärkere Einwanderung erhalten, als in den vorhergegangenen 5 , Jahren. Es siedelten sich viele Deutsche in verschiedenen dortigen Counties an, tmh erst fonr pinirtm frtmttrtHk -W j W W " 9 Perry Eounty eine Eolonie aus Sachsen, welche einen großen Landstrich gekauft hat. Die Gesellschaft besteht aus 17 Männern mit ihren Familien. Sie -brachten eine Dampfmühle mit und werden sich mit Ackerbau, Viehzucht und der Zurichtung von Bauholz beschäftigen. Dieser Eolonie wird aus ihrer Hcimath bald eine zweite nachfolgen. In K a n s as hat der Temperenzzwang schon wieder ein Opfer gefor-' dert und drei Kinder ihrer Mutter beraubt. Ein Ansiedler von 5lansas kam . dieser Tage mit seinen drei kleinen Kindern nach St. Joseph und erzählte Folgen--des : Seine Frau wurde von einer KlapPerschlange gebissen. (5r rief den Arzt zu Hülfe, welcher Whiskv, das einzige wirksame Gegenmittel, verordnete ; da aber die Gegend von Wassersimpeln' bewohnt ist, welche die strenge Vollstreckung des Temperen:gesetzes bewirken, so war der Whisky nicht zu bekommen, und die Frau mußte an den Folgen des Bisses sterben. Es kommt jetzt nicht selten vor, daß Kinder aus der alten Welt ganz allein herüberreisen, oder herüberspedirt werden, zu Verwandten in Amerika. Eine besonders weite 3!eise muß das dänische Bübchen mächen, von dem die Fr. Pr." in Vusfalo berichtet: Polizei-Eapitän Schmidt brachte einen fe Js 4 f C ) T A 4 JTl Ss M A uu;i vui'i( uuuiovauucu uuu cuiiiimui des Armenvaters; der Kleine ist ein Däne und machte die Ueberfabrt von seinem Vaterlande nach Amerika und bis Buffalo allein. Da Niemand in dem Bureau des Armenaufsehers dänisch versteht, so brachte man' den Knaben nach dem Hause des Schweden Andreas Emanuel, welcher dänisch spricht. Diesem erzahlte der Knabe, daß er auf der Fahrt zu seinen in Dansville, Tonner Eounty, Takota, wohnenden Eltern sei. Er hatte 1 einen Reisekoffer bei sich, in welchem sich ein Paar Holzschuhe, eine Bibel in därnscher Sprache, eine' Wurst und' ein Laib Brod befanden ; in seinen Taschen battc . er 85.50 m Geld, und ein Turch-Ticket bis Dansville. Herr Emanuel nahm sich des Kleinen an und brachte ihn nach dem Depot, damit er auf den richtigen Zug steige; außerdem gab er ihm ein, Schreiben an denCondukteur, damit auch dieser für ihn sorge. Der Kleine heißt Ehristian Andreas Janson und kommt von der , Ortschaft Jaring in Dänemark.