Indiana Tribüne, Volume 4, Number 3, Indianapolis, Marion County, 27 August 1881 — Page 2

Am Rande der. Sagara. - . Von Karl Vogt. A faf, 3 fTivJfissi4f (t

)uy iiv.vit utuuiuiiiiuut) mviiivi schon veröffentlichten Artikel, daß ich von meinen Streifzügen in Algerien selbst am wenigsten gesagt habe. - Sie können viel dazu dienen, manche irrige Anschauungen 'auf (ein richtiges Matz zurückzuführen. Algerien ist gewiß zu wenig bekannt unter r . l. n.-fif-r . . c oen Touristen : uno usicynappern oes Kontinentes ; es verdient größere Berücksichtigung von Seite derjenigen, die eine kurze Seereise von höchstens zwei Tagen in cofntortablen Dampfern nicht scheuen. Die beiden Haupttouren von Marseille rnr5 - it-nifsfum bert Nk?r?n Fitnhiirsfi nrrsf - V Q wmS Vy m. irrn 9 -mr " , V V V mj Algier und nach Böne längs den Küsten von Corstca, wo ein kleiner Aufenthalt in Ajaccio gemacht wird, und denjenigen von Sardinien, die man während des ganzen Tages in unmittelbarer Nähe hat, sind an und für sich äußerst reizvoll. Sie gehören zu den schönsten Seefahrten, die ich gemacht habe, und ganz besonders : lassen die Küsten von Sardinien mit ihren schroffen Voraebiraen und lieblichen Buchten sich oft mit den -schönsten Landschaften der italienischen und damatiniV schen Küsten vergleichen. Wer aber eine Seefahrt von 32 bis 48 Stunden scheut, der kann, wenn er die schmutzigen Hotels, die Zoll- und Paßplackereien Spanien mit in den Kanf nehmen will, in wenigen ! , Stunden von Cartaegeua oder einem ! , r. ' r f t .. m, andern spanischen Küstenplatze nach Oran . übersetzen und o viee weltliche Provinz r..x s:. iju ... o ot n i V is V V VW fr V nicht sehen konnte. Von Oran nach Algier' führt eine . bequeme Eisenfcakrn. i Kiiiintn. inr 1111 iiiivi iiiniinKi nu xpir SDie ganze Küstenstrecke von Oran bis Böne läßt sich mit Neapel und Sicilien vergleichen etwas wämeres Klima im Winter, größere Trockenheit der Luft, weniger Regen, reichere Vegetation, doch wohl nur dem geübteren Auge unterscheidbar, aber erhöhtes Interesse für denjenigen, welcher sich des Vcrgnüger.s oder der Gesundheit wegen dort aufhält, durch die mehr oder .minder reia)e Beimischung des Orientalen Völkerelementes. Selbst in den Küstenstädten, wo die europäische Architektnr und Kultur dieses Element mehr und mehr zurückdrängt, tritt es dennoch auf allen Straßen und Plätzen uns entgegen und bietet dem Europäer stets einen neuen ' manigsaltigen Genuß. Man kann Tage und Wochen, ja Monate in den arabischen Theilen von Algier, Eonstantine und anderen Städten herumstreifen, ohne Langeweile zu empfinden ; man wird sich stets aufs neue angezogen fühlen durch das Treiben einer Vevölkerung, ' deren ganzes Leben dem unseren schroff gegenüber stebt. Wenn der 'onares; manche Vortbeile seii v U r ' I IJit.iTtpSpm Fmf. fn Firrtrfifj r fcrvf i 0ö v v)vwv v v V für die Streifzüge und Ausflüge in dem ! : PitrtVi prtp TJ?rtrt( 1lnISrtinMnTtrf5 leiten durck die Ucberfülluna sämmtlicher -n- vv.... -- ?ranrtniittelnd?!rtkslu5er. Mie ! , Heuschrecken sielen die Eongressisten überall ein, Dampfschiffe und. Dilistencen zum Erdrücken füllend, alle - Vorräthc aufzeh.rcnd, jeden nur irgend disponiblen Raum - in Anspruch nehmend. Diese Unannehm-

ucyleiien wuroen räum ausgewogen oura) des Landes besucht und mit abweichenden Jntressen beobachtet hatten ; zu den eigenen Eindrücke gesellte sich aus diese Weise ?WisoFnrrrr. trofsf rrrnr rtiir ixr s1?nrt2 igfaltigkeit der Mittheilungen Anderer ; V VVVI' MV l" V V .. - . - ' . um so leichter entnehmen konnte, als sie I meist in liebenswürdigster Weise bei beiterer Unterhaltung gespendet wurw Reisende wie . Negierung empfanden schwer den Unbestand, dak die beiden! Eisenbahnnetze der Eolonie, welche einer-! seits von Alaier, anderseits von Eonstan-1 I .v ' . - - I. 1 vKIdsltfM rfl In otnor (rlrerftiYi.' Kilometern von Algier aus fahrbar ist. j Da Laguat, wohin eine große Karawane j beabsichtigt war, Westen und dem Eongress jenigen Mitgl sehen wollten Eonstantine schlagen mad) v Wege offen Philippeville oder de von wo die Eisenbahn nach Eonstantine ! ;ir "M " " r - ' - ; - - r i fährt. Trotz der Unsicherheit, welche i der Krieastransvorte wegen über den! Fahrten der Dampfschiffe schwebte, hätte . i r . . . '.r.i ico oen eeweg vorgezogen, n?enn maji einiae Gefäbrten der Ercmfion entschie-! den gegen oieielven protenir: yanen. rrt i . i- . r- . , rs.'f V , . .W . . i. . " .. . . Wir belegten also das Coupe der Dili genee, und um Platz zu haben, mußten wir uns acht Tage vor der' Abfahrt einschreiben lassen. Während dieser wurde Einem meiner Gefährten unwohl, was uns Beiden, Professor Kollmann von Basel und mir, nur zum Vortheile gereichte, denn wir hatten nun gerade genügenden Platz für 36 Stunden, die wir in engendenJammeikasten zuzubringen hatten. Kollmann hatte vor dem Kongresse schon Kabylien durchstreift, und als ich später in Biskra audere Gefährten traf, welche auf Maulthieren und zu Fuß bei grimmiger Kälte, durch. Schnee, und Regen die Reife von Fort National über die hohen Alpenpässe nach Bougie gemacht hatten, schätzte ich mich glücklich, nicht der gleichen Versuchung anheimgefallen zu sein Als wir am Morgen des 25. April

vv HHlt) ü Y 1t m f l rrJ den Vortheil, daß man überall Reise- enugen gemeinen, halbverfaulten Seegeführten fand, welche schon andere Theile Aschen, wie Nachen, werden hier feil-

. vnr hpii ithirm im ' ttns sl?niMslt ,vcieöisttcstii. Das ant : Iren laicn. i nd remiiQ)e t iisin jrai e cdn .

' v V" vi I"?" ! " ü""0"V u r "J17: : : . , ' , ' , .,7 .t' ' w- r-.. ri....

den Kbrumkrieg im Osten ! zwei leiten, noch 'ordost und iudost, (Ll Ziantara, as iw anen eiienoen even- tt.' U"vi.liitt. nnx- ' . M im " w . w t" i C t i a. 1 .M 14 u MI 1 ä te

e entging, so mußten sich die- von einer etwa 300 werter tiefen, von o empfeme, wie oas oiei o riem" uu, oiauuivumnui, au-cuu, wyiuu-

ieder, welche die Sabara ' senkrecht abgeschnittenen, wilden Fels- in Cioufiantinc. nc runxe .'.'cenze prange ua; . S . ' '. ' ,i . . r v f , I (v, i Ml.iif,i,m.

. entich enen. den Wea üder wänden ena emae chionenen .uun ve- ow anrara i nur eine imcrnaric, uujuuij .viujvjuuii-

und Batna Biskra emnl- i aremt wird, m deren kaum Mit dem rwge weiche die Ujte im 'ioroen uno in re- pe. - m . r- Y . i O... s f i vlVli t Vs--

i kaum ertennoaren .iefe ern tiemer erg-: 1 onoers geuyrer age aogegeoen rar. . -myu uu uuv umj . . . , m r mm ' nrr ., w' t " L f L - 9 "1t ' T JTa T f u CCY uT JT 1

Konstantine standen uns zwei i ström, der Bummel, fem weniges uaer , uayreno wir ourcy ooes icmgeroue wiwi iw vaumiaugei i'iwiju; m

: der Seeweg von Algier nach ! rollt, wäbrend oben auf dem Nande dieser ! und ftauv'.ze atzuachen uns muyam -varne?, zim, urrn uiio ouniujiuijn,

und dann mittelst Eisenbabn ! Schlucht die ich nur müder Tamame-jm die Nacht hmcmfchlePPen, bleibt die . :ur; m voller vMtcrruMiz. . ' 4 J - J . m m wT -wr . m- . V . U. i T. 1 Tt . 1 1 X-f Ss. -M.ftS v C'V W m

? Landweg über Palestro und den!chlucht bei Pfafers vergießen :ann, j ia)wervepaare liigenee neaen ; iian um! inyiL ,vuai ;um

srrtoa hoSor nnth f hrnisiM m sprb?rci?n nd) anaciicdc t 1 8 llbr. ae anaen wir ern lim 11 Uhr HiUüiiinm : rci ccer sociueauna ra euc

nach bitter kalter Nachtfahrt erwachten, i

schleppten wir uns mühsam auf holprigem, durch den Negen grundlos gewordenem Wege über eine öde Hochebene hin, auf welcher neben dem stachlichen Halfa-Grafe ' ' nm r r . ry - . . -, nur einige vaa)yoioer uno ameiisien ein kümmerliches Dasein fristeten. Tief eingerissene Rinnsale von Bächen werden durch blühende Oleander bezeichnet ; die Hügel waren von tiefen Schluchten durchfurcht ; in welchen Felsentauben ihr Wesen trieben, belauert von einem Schakal, der sich durch die herannahende Diligence kaum stören ließ; zu unserer Linken stieg der gewaltige Gebirgsstock der Dschurdschura empor, bis zur Tiefe hinabreichenden Schneerunsen und meist steilen, felsigen Abstürzen. Hie und da noch wenige Wälder; darüber Alpenweiden, aus denen das Hernrohr zerfallene Steinhütten des Hirten erkennen ließ; die Gipfel schneebedeckt eine lebendige Erinnerung an das Hochgebirge in Wallis. So gelangten wir durch einige Fiebernester, wo magere Olivenbüume gepflegt werden, wie 151 Adjiba, zu dem Engpae des Portes de Fer, einem weiten Durchrisse durch ein schauderhaftes zerklüftetes Kalkgebirge, an dessen Eingang reges Leben herrschte, denn italienische -w . c p r sr . . or..r. v r . rz.i. r.. ! loeuer uiiw ttigtiju;e iiuv,üuif'uyuitii j waren hier mit dem Bau oer Ijenvayn i r r. ri rr nt -t'. t.ri.ti s I

beschäftigt. Das Gebuge besteht aus einer von salzigen Efslorescenzen glitzern-! gen bis Tuggurt und Wargla in einisteil aufgerichteten, wild zerrissenen Kalt- j den Niederung, in deren Nitte zivei Salz- i gen Jahren werden dorthin die Diligentafeln mit Zwischenlagern von thonigen l fecn, Schot; aenannt. setzt noch iiien i;en aeben, wie. sie heute täalich nach

Kalkschiefern, die bis in die Tiefe ausge-! waschen sind, so das die zackigen (iah Im . itiAA C t. i V (iiU vAAiin i pen wie riesige Kämme in die Lust ragen. Seltsam aber sur den, der die (schluchten von Gondo am Simplon 'oder die Via Mala in Graubündten gesehen hat, nicht so großartig, wie die Reisehandbücher uns diesen Paß malen. Schmutzige Karawanserais, in denen man aber, wie überall, ganz erträgliche Frühstücke und Akittagessen sindet um deren BroZken Hunde, Katzen, Schafe und Hi'hner betteln. Dann wieder eine kalte Nacht, durch welche man iveiter humpelt, um am Morgen auf einer baumlosen, spärlich mit Getreide bepflanzten, tausend Meter über dem Meeresniveau gelegenen Hochebene zu erwachen, als deren Mittelpunkt Setif erscheint, ein durchaus modernes Dorf, dessen Umgebung durch eine hauptsächlich von Genfern gebildete Gesellschaft colonisirt werden sollte. Die Colonisten sind meist zu Grunde gegangen ; die Weitläusigen Güter sind jetzt an Araber oder i r, i . ... r.i.i " rnr? er. Kabylen verpachtet. Wir müssen in die sen Neste bis zum -)!achmittage warten, denn wir haben am Morgen den Anschluß an die Eisenbahn verfehlt. Das entsetzlich schmutzige Wirthshaus tröstet uns weniger, als ein wirklich reinliches und comfortabel eingerichtetes warmes Bad imS n tost tcrrt amt nr einem vor den , " T ' O iJ U " ' ,.. -if. r p r.fs...c. ' "egen oiar izn Äugen unoveumoe Hunde zwischen Haufen von Mist und Unrath das Geleite bis zu dem in der Stadt gelegenen ivcartte geben, der den ge bündel, don Kartoffeln, Schuhe und Pantoffeln nebst . . " .'V. ' geooien. Die Eisenbahn rettet uns aus diesem ungemütblichen Aufenthalte, und nach r .. 1 rf. -'r ; v . r ..L lecysnunolgcr, zuni toeu reizenoer yan i I i . , . , it. r. i . T. i ! f. : . ..V v U . : Ji. u . i. T eum) prayiige, irno ti uuw vww oete evlrgzgegenoer tircr cn oxr cn1c9c.iT oumemver 'Aacyr m onilanline ein, wo wir im oUl dTnent reinliches imer, Mlenuno Avlrine (eine Zellen yeit in Algerien!) treffen aiur wird das Hotel auch von Schweizern aus Martigv im Uallis verwaltet ! Aus nieinen vielen Wanderungen habe ! X . ! r - f. ! . u . ..3 stantine. Gegensätze in jeder Beziehung. : Man denke 'sich ein fast viereckiges, j baben, die in der scheinen und von deren reiche Aasgeier nähr. gelblich-weißcn, an der Spitze i Crs.". 1 i t. - ranoerien lugcm uvti j sckweben, wäbrend Thurm f C N , V - t. ' IA JC j oen uno ooien oaoin umoeriagen. cacy i r- t . r, r . . r i . i T? f. w . e X 1 t i Nordwesten hin verbreitet sich dieSchlucht, aber die Felswand ist dort nicht minder steil und senkrecht, und nur nach ,SüdWesten hin wird die Tiefe geringer, so daß man jetzt an der Stelle wo die stürmenden Franzosen im Jahre 1837 unter dem Marsch! Vallee eingedrungen, die Schlucht ausgefüllt und einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Umgegend vermittelt hat. An der östlichen Ecke der Schlucht führte früher schon eine römische Brücke über die Schlucht, die jeht durch eine prachtvolle Eisenbrücke ersetzt ist.' Von dieser, Kantara genannten Brücke aus, die zu dem gezenüberliegenden Bahnhofe führt, hat die europäische . Civilisation die maurische Stadt in schiefer Richtung bis zur Porte Valee hin durchbrochen, um sich dann an der nordwestlichen Kante der Plateaus auszudehnen. So bestehen denn zwei durch

Uh.a4 UmSI4iim JlllAii Virtv N i f." .! X L. Vl . . 1 1 . I mtrt mAtt iHiJ .1t tftlt.ltt -rt1it MAm-

invuwi ovuMöv vvu uu' I uimrnev wkv&k umuu raumutngn, uu vuu.u wumw9 jiuu-

rn, wo unvcrschleicrte Weiber mit gro-, sind ein craiebiges Jagdgebiet für Eidech- i mittag durch die bekannte Vorstadt vit.

ßen Ohrgehängen, Arm- und Beinringen, sen, Scklangen Skorpione und Tausend-! auli. ein alter etamitcr, geborener dickbäuckiae Binder mit eiternden, von!füZ-e. dak ick mit 5'llfe Zweier Araber Hamburger, begleitete mich. Als wir

Wohnlichen Anblick bietet ; lleme vteistg- ebenso kalter cackt in noch mebr bepack-! vor einem unamcy:uiwen .aue yu:- und

, mehlige trockene Datteln, Ear- ter Diliaence nach Biskra, durch arökten-1 herschob und drängte.

s, Artischocken, Aubergines, Kohl, tbeils öde Gerölltbälcr, über mehrfache! Was geht dort vor :" fragte ich mci-

f ' . j . i ... . . . i i i ...r-

l",I3" , . 1 "C' i O : ' ' .-i..-. ' r rr .

europäische Häu

er mit geraden Straßen , getrennte mauri das industrielle. che Quartiere ums . ?on Gerbern, Schustern . ,' i und Freudenmädchen bewobntö. rechts das commcrzielle mit seinen Buden, Krämläden und Markthallen. ; Ringsum ist Eonstantine von Höben dominirt ; es war eine feste Stadt vor der Erfindung der Kanonen; beute kann es nur bieten ftenie man muß bis zur Schlucht des - Rummnc

acaen einen Handstreich Sichcrunq : Biskra und lerne Umgedung gcleycn hat,

. Der 'Anblick' der Stadt aus der , der bat die ganze Sahara gesehen ! ch bietet deshalb nichts Besonderes : , babe seit meiner Reise eine Menge von

herankommen, m die Tiefe derselben den und Advnoungen geeyen uno smoe jeyr, Blick senken können, um die wunderbare ! daß dieses ganze an die Dattelpalme geGroßartigkeit der Lage zu ersassen. Wir knüpfte Wüstcnleben stereotypirt ist über

schwelgen zwei Tage lang in diesen An- j den ganzen viaum uno ourcy oie ganze blickcu auf Spaziergängen in und außer ! Zeit der Eroberung durch die Araber, die halb-der Stadt in dem Bollgcnusse des! auch nicht viel 5!eues hineinbrachten; arabischen Lebens bei Tag und bei wer nicht geographische oder andcre'an acht aber die Zeit drängt und wir ! bestimmte Crtc gebannte Zwecke verfolgt, eilen nach dem Süden, um vor derPeriode i der kann sich füglich die Qualen des Durgrößerer Hitze uns dort umzusehen und stes, die Mühen des Kameelrittes und danu auf dem Rückwege noch Eonstantie 1 die Zeit sparen, die er zur Durchmessung einige Tage zu schenken. 'unermeßlicher Wegstrecken vergeuden Bei kaltem Negen verlassen wir die muß; wenn nichts Anderes, so hat die Felsenstadt, in eine enge Diliganz einge-I Eroberung Algeriens durch die Franzosen pfercht, die, hoch mit Fässern, Eonserven- doch, wenigstens das Resultat gehabt, daß listen und Gepäck beladen, mühsam auf : man jetzt mit Fuhrwerken, in einigen uemlich aut erhaltener Strafe einher-' Jahren mittelst der Eisenbahn sich in die

Irr. vr , t ri ! roanii. ivaoreno oer ersten aisie i der Fahrt senkt sich der Weg . ' J , . 1 'r . allmälia ;u ; herrlichen, tiefblauenWasserspicgel zeigen; i.f -i C i C r 1 1 ?! . "

Psen aus, oie mn vicrer aiziruue uver- viel zu sagen, vtoch nrnge Tage rn 0onzogen sind. Schöne Bergketten mit zar-. stantine nach der Jdvlle von Kantara, ten blauen Schatten bilden den Hinter-! dann eine Täuschungsfahrt mitEisenbahn gründ der Landschaft. Die Straße win- nach Pbillippcvillc, einem schrecklichen det sich allmälig zu emer weiten Hoch-' Neste mit entseklichem Gastbofe, wo wir ebene empor, in deren Mitte das durch i notbaedrunacn bei Sturm und Neaen

eine Ringmauer befestigte, fast ganz curo-' päische Batna sich erhebt. cr;wenelter ! Verzweifelter j em Übersüll- , Wettlaus um Quartiere in dem übersüll ten Hotel durch schlecht erleuchtete Straßen; Das Gasthaus selbst ein Modell von Unredlichkeit bei sonst guter Verpflegung. . . Die Walpurgisnacht ivar für Batna eine unglückliche am frühen Morgen waren alle Pfützen mit Eiskrusten bedeckt.

die Blätter der wenigen Bäume und der grciflich zu machen, daß sie einen kleinen Gemüse in den Gärten erfroren. Wir ! Eßkrb nicht öffnen sollen, weil ich ihn machen einen 3!uhetag, um das zehn Kilo- i nicht mit Victualien, sondern mit lebenmeter entfernte Lambessa mit seinen rö-! den Eidechsen gefüllt habe, welche cntmischen Numen zu besuchen. j schlüpfen und die gute Stadt Marseille V. rrtfvitS .? 1 t r t

Prätorium steht noch in seinen Mauern 1 ' f-. . i vim vivuiv vvuuvv, vu I alles Andere ist so ziemlich dem Erdboden gleich gemacht, zeugt aber von einer großen 3tömerstadt mit Theater, Bädern, Tempeln u. s. w.; das höchst geräumige Zellengesängniß, in welchem während einiger Jahre die Opfer des Staatsstreiches eingekerkert waren, ist aus römnchen Ouadcrn gebaut. Die aus den bissia Weiter anderen Morgen, nach j niiere .föbennlae. bis man endlich um 3 ' -i"-'--a'-- U i' 1

beute, die eine unsinnige Furcht ior ' in eine ;icinhcf idhrnalc Strafe crnbcGcn,

groben grünen, unschädlichen aber ; yorten wir ü;cn auo oer erne oes lun-

en Eidechsen baben. ' mengewirr einer großen Vienichen-

Uhr Nachmittage bei dem Felsenpassc von ! ,iichts Äeionders; dort liegt em foEl Kantara, dem Munde der Sahara ! genanntes Volkstheatcr, m welchem auch anlangt. Hier, meine Herren," sagte ! 'Nachmittags, jedoch nur anSonn- und der Doktor, der den Aialer Fromentin , Feiertagen gespielt wird, e find jetzt begleitete, hier zieht man den Hut ab !" i fast acht hier ; gewiß waren Sie schon Wie ein reizendes Feenmärchcn tauchten einem dieser zahlreichen Vorstadtthea-

aus der Tiefe der engen, von einem rau- j schenden Bache durchströmten Schlucht die erste Oase mit einem Walde von vierzigtausend Palmbäumen auf, umsäumt Von weiter Ebene, zinnoberrothen Felsen in der Ferne , und eingeschlossen in 'einen engen Nahmen grotesk zerrissener ,und zerklüsteter Kaltselfen. Ah ! ch hatte, nicht genug an dem kurzen Anblicke I . , .. an r ar. . f iivt ii toi rtrt riPT pniPTTiinn znur Schauspiel naufgangcs in der Wüste ledere des Eol de Sfa aus von dem Belveder zu gönnen, und nachtete dann in dem guten gehaltenen Hotel du Sahara, andererseits ein Negerdorf angeklebt hat ; in dessen Nähe ein Herr Landon einen Feengarten unterhält, mit den seltensten Gewächsen bepflanzt, ein Treibhaus unter freiem Himmel, zuvorkommend denFremden geöffnet ; was von den Zeltlagern in der nächsten Umgebung, den Oasen in etwas größerer Entfernung, die sich alle ähnlich sahen, wie ein Ei dem anderen? Was von dem Leben in diesen engen winkeligen Gassen zwischen niedrigen Lehmhäusern, die nur geschloene Thüren aber keine Fenster haben? Von den arabischen Kaffeehäusern, in welchen Abends die 'Uled - Nails ihre Tänze produziren, denn Biölra ist die hohe Schule, die Universität für diese jungen Damen, wie das zwanzig Kilometer entfernte Sidi Okba für die Studirenden des Koran ! Es wären Bände zu füllen mit dem, was im reichen Wechsel während fünf Tagen in

f. ... cn r.r. , . .. ...

Luft zu schweben ' Abends nach Biskra, Hungrig und hir- die yiiistimg ;um ungeheueren Gaudium

Abfällen sich zahl-, stlg, unkenntlich vor 'staub und Schmutz. . oer stratzenjugend von st. auli. en, die mit ihren i 'Was soll ich von dieser in einem Pal- i Immer näber ! ssmmtT näher ! "

schwarz ge-1 menwalde von 100,000 Stämmen der- schrie der Rittersmann laut ü ' , u . I . n-n r. ri e V ? f , .-- ' -v.

ütJii -aviuuiut : ututvu üu wv iwywi, vt v iw; vi- : vv uviuuiu i;iu. i

b MT Um.mXa Ml.MtUAHItnr iT TT r T s lfm 01 7 M nkUfittM L& m T

salken.Schwal-! nerseits ein europäisches Viertel mit dem Heute auneraewöhnlicheErt?

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Biskra selbst und auf den Ereursionen in

der umgegenv an unseren Äugen voruocr zog Es ist eine neue Welt in jeder Be- , i ,. f ... 1 c ' ;iebuna. Erst Her, mit der Sahara fängt das eigentliche Afrika an: was nördlich liegt, ist in der jüngsten Zcrt an den schwarzen Contment enzeschweißtcr Küstengürtel des Mittelmecre. Ich wage noch mehr, zu sagen: Wer Büchern gelesen, eine Menge von Bildern cvr ri v r. . r.i ... r neue Jüieu oer waima vtritiu mim. D!an fährt beute schon mit leichten WaBiskra vordringen. vs0n fccr Rückreise brauche ich nicht ' J J 4 übernachten mußten, weil die Regierung uns dns schiff, d im nch Marillp uns das Schiff, das uns nach Marseille kmi?,, insstc. ncf.iviprt btiite. und endlick Erlösung durch ein Schys der Compagnie Transatlantique," das uns zuerst nach dem herrlich gelegenen und zu einem Handelsplatze ersten Ranges sich aufschwingenden Bone und am anderen Tage weiter nach Ajaccio und Marseille führt, wo ich arokc Mübe babe. den Douaniers betn Zwcaio e iu reauna vrmqen. Aus zwei Theatern. 'N Richard Wagner. Als ich vor etwa sechs ersten Male in Hamburg Jahren zum war, führte menge sich am crepe nen Cicerone. , ter. ..7ch, nein. Aber " Was sie haben noch kein Hamburger Sonntags-)!achmittags-Vorftelluug gesehen ? Allons, vorwärts ! Das müssen Sie sehen. Nur schade, daß Sie einen so schönen Hut aufgesetzt haben, Sie werden ihn abnehmen müssen." Weshalb ? Hie? behält man doch in den feinsten Restaurants den Hut auf dem Kopfe ; andcrfalls läuft man ja in Hambürg Gefabr, für einen gebildeten Men schen gehalten zu wcrdcn." Sehr wahr," verfemte mein Freund. ,cun, Sie werden gleich selbst , lehen. rsrnwiichcn wvivcnwa der.: Theater ber die Köpfe nmer nayer : aVorstellung. Der erste Platz drei, der zweite twee Schilling, de dridde des Künsters Stolz bäumt sich, es auszusprechen nur einen Schilling. Immer rann, meine Kinners. Wir konnten nicht widerstehen. Ein Billet für drei Schillinge verschaffte uns einen erträglichenVlatz in einer der vorderstcn Reihen des sogenannten, erste ' Ranges, d. h. auf einer langen Holzbank des Saales. Denn mehr als ein Saal war es eigentlich nicht. Freilich befand sich in halber Höhe des Raumes eine Art Galerie der dritte Platz aber das ganze Ding sah einem Theater wenig ähnlich. Daß eine sehr zweifelhafte Luft in dem von Eigarrendampf erfülltem Raume herrschte, brauche ich. wohl nicht erst zu sagen. ' Die Vorstellung hatte noch nicht begönnen und ich fand also Zeit, das Publikum zu mustern, das mit sichtlichem

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. welche 11er am ende der

Interesse den Beginn der Dinge, die da kommen sollten, erwartet. Um Gotteswillen, nehmen Sie den Hut ab," raunte mir mein Begleiter zu. In demselben Augenblicke hörte ich auch schon einen dumpsen Krach auf der Oberfläche meiner' Kopfbedeckung. Schnell zog ich den Hut ab. Nun, ich war gut davongekommen ; nur eine halbe Apfelsine lag darauf. Glücklicherweise war der flüssige Inhalt schon vorher herausgesogen ; die Spur des kräftigen Gebisses war noch deutlich zu erkennen. Schnell säuberte ich den armen Hut und brachte ihn in Sicherheit. Ich war nun der einzige Mensch, der barhaupt dasaß. Achten Sie auf ihre Stiefel," flüsterte mein Freund wieder. Ich batte die Beine !überqeschlaaen und

blickte schnell auf meine glänzend gewichste Fußbekleidung. Was soll die Warnung ?" wollte ich fragen, als ich be merkte, wie ein dicker Matrose, offenbar ein Engländer, der einige Plätze von mir entfernt saß oder richtiger halb lag, mit anerkennungswerthem Eifer sich bemühte, mir die braune Sauce seiner Priemchens mit tödtlicher Sicherheit auf. meinen Stiefel zu spritzen. Schnell zog ich den Fuß weg; der Dicke grinste diabolisch. Ich aber war schon gar nicht mehr so sehr davon durchdrungen, daß ich eine ErtraVorstellung in einem Volkstheater sehen müsse. Doch nur bald sollte ich anderer Ansicht werden. Es klingelt. Vor dem Vorhang der kleinen Bühne trat jener baumlange Ritter und brüllte mit einer wahren Löwenstimme in den Saal hinein : Verehrtes Publikum, wat fall wi fpeelcn. ? Nun ging es los, ein wahrer Herensabbath. Lustspel, Schauerspel,'Travcrspel, de heil'ge Genoveva, de Maschinenduer" so schrie man von allen Seiten wild durcheinander, dazwischen wurde gepfiffen, gesungen, geschimpft und getrampelt. Endlich legte sich der Sturm. Der Ritter, der sich inzwischen resignirt auf sein Schwert gestützt hatte, konnte wieder zum Worte kommen. Alo kein Lustspcl ?" brüllte er wieder. Ja, nein, ne, schrie das Publikum. Na, dann die heilige Genoveva oder Bosheit, List und Tugend." Ja, ja," rief die Majorität. Gut, gleich geht . es los. Ich bitte den Herrn Orchester zu beginnen." Der Herr Orchester, ein schmächtiger blondgelockter Jüngling, schüttelte seine 'Mähne, setzte sich an ein altes Piano und unter den in dem Lärm verhallenden Tönen der Ouvertüre zur Weißen Dame" hob sich endlich der Vorhang. Eine Weile ging alles gut und friedlich ab, bis der böse Golo so heißt er ja wohl' gegen die sanfte Genoveva sehr grob zu werden begann. Wat, de Slingel!" De unverschämte Merl!" riefen die entrüsteten Zuschauer und 'Priemchcn, Apfelsinenschalen, Nüsse, Aepfcl, Zwctschenterne und ühnliche Prozektilc flogen von allen Seiten auf die Bühne. Der Vorhang senlteuch langsam und mit Gefühl. Ich hatte an einem Akt genug. Ich bin oft wieder in Hamburg gewesen, ein Volkstheatcr in St. Pauli habe ich nie wieder besucht. Und doch habe ich einmal wieder Aehnliches erlebt doch ich will nicht vorgreifen, wie Paula Erbswurst Wir befinden uns in der russischen Universitätsstadt Kiew. Es ist heute Sonntag und der russische Spießbürger geht mit Kind und Kegel spazieren. Die Studenten aber ziehen in hellen Schaaren die Straße hinab zu Schlemmrokoff, dem Besitzer eines großen Eonzertsaales. Dort ist jeden Sonntag Nachmittag großes Eonzert ; das Hauptpublikum bilden die Studiosen, welche an zahlreichen kleinen Tischen schwatzend und rauchend sitzen und eine besondere Ehre darin such'en, möglichst viele leergetrunkene Flaschen in langer Reihe vor sich auszupslanzen. Gegen sieben Uhr Abends ist man mehr oder weniger berauscht. Das Eonzert ist zu Ende, und nun begieb sich der Studio in das Stadttheater. Gehen

wir mit. Publikum besieht aus russischen Bürgern die so selten ins Theater gehen, daß sie oanacy lyre Zeitrechnung halten, aus Soldaten, Vcahmädchen und Arbeitern. Ehe die Borstellung beginnt, mustert man die Studenten, von denen man die durch stattliche Haltung, durch viele Schulden oder durch ..Schmisse" besonders hcrvor - - . c i t.i. ragend bei Rainen kennt. Mausik," brüllt ein Student von der Loge herab. Schlemmrokoff, Maul halten," antwortct eine Stimme von Olymp herab. Allgemeine Heiterkeit. Drei Polizisten erscheinen im Parterre und blicken mit Häschcrmienen um sich. Die Musik spielt eine Ouvertüre. Ein junger Student postirt sich an der Ecke der L)genbrüstung, gerade über dem Paukenschläger. Es wird soeben eine besonders zarte Stelle pianissimo gespielt, nun zwei Takte Pause doch, nein bum! Die Pauke ertönt. Der Paukenschläger greift auf das Kalbfell, nimmt eine KoVeke davon herunter und grinst vergnügt nach oben, das Publikum lacht, der Stu - dent an der Brüstung macht ein sehr gleichgiltiges Gestcht, die Polizisten blickcn mit Häschermienen um sich. Der Vorhang hebt sich. Ein einfaches Zimmer, in welchem sich noch Niemand befindet erscheint. : Ah famos ; - kann so bleiben," ruft ein Student.. ., - ' 3 V ist f AMA AVtr tender Beifall gegrüßte sie. Nun nimmt das Stück seinen Verlaus. Die Mutter . rt ff...f..i'.. : . ii IV WVUVIVUV VifUyVUU, UUl) UllUi ver. itemen onfeciivneuie untere

iVll mu. l'r . . . ' Bald füllen sich Parquet und Logcn!er dlescr Demonstration bald das Hand mit den Muscnsöl'nen. Das ühriae ! gelegt werden.

Rolle sviclt natürlich die Soubrc::c tritt auf und sagt : Aber Kind, so ereifere Dich noch nicht so. Du bist ja unschuldig." Oho, hört, hört! Sie haben ja so recht," rufen einige Stimmen von dcnogen. Ein Polizist geht nach oben, um diejenigen zu ergreifen, die das Wort gesproch.cn. In der nächsten Scene erscheint, der Bräutigam der Eonfcktioneuse. Ein vertrockneter Lorbeerkranz fliegt ihm von einer Loge entgegen. Er speit ' darauf und stbßt ihn mit einem Fuße in die Ecke. Tie Studenten zischen und pfeifen. Zwei Hauptunruhestister werden von den Polizistcn erkannt und abgeführt. Endlich geb: die Vorstellung weiter. Du weinst, Elotilde," haucht der Bräutigam. 3," schluchzt eine tiefe Baßstimme aus dem Publikum. Allgemeine Heiterkeit; selbst die Polizisten werden davon angesteckt. Elotilde versöhnt sich mit ihrem Geliebten und singt mit ihm einen gefüblvollen Kouplet, welches von zwei Eri-(5ris taktmäßig begleitet wird. Der oben stationirte Polizist wendet sich an Schlemmrokoff. Von der Gallerie schreit man Studenten Maul halten! Schlemmrokoff f mi'rt e ' t,M 4 " ruhig, still sem !" Der Polizist fragt : Herr Schlemmrokoff, sind Sie es Nicht, der den Lärm macht V Auf der Bühne wird das Spiel studirt. Alles blickt nach dem Orte der Interpellation. Mit Seelenruhe dreht sich Schlemmrokoff um : Wie können Sie mich fragen, Herr Sergeant. Ich frage Sie ja auch Nicht." Stürmische Heiterkeit, die selbst die Schauspieler ergreift. Das Sichcrbcitsorgan zieht roiy vor Zorn unter allgemeinem Zischen ab. ,Bei uns kann es weiter geben," ruft ein Student den Schauspielern zu. Bei uns auch," antwortet der schlagfertige Liebhaber. Eine Zeit lang herrscht wieder Ruhe, nur dann und wann von dein Fall eines Kopekenstücks auf die Paukc der betreffende Musikus hat die beste Einnahme und wird deßhalb von seinen Kollegen sehr beneidet und den harmonischen Tönen des Eri-Eri unterbrochen. Auch wird ein Ladendiencr hinaus transportirt, der sich in Folge besonders starken Viergenusses zu geräuschvoll auf den Fußboden des J)!usentcmpcls niedergelassen hat doch dergleichen Kleinigkeiten stören Sonntags nicht. Der Komiker tritt auf und bat sofort zu singen. . Guten Abend, Schnabclewitsch," brüllen hundert Kehlen. Der Schauspieler kann vor lauter ärm nicht zum Singen kommen und ruft schließlich nach den Hauptschreiern in den Logen binauf: Meine Herren, wollen Sie singen, oder soll ich singen N" Nein Sie," lautet die ölntwort und endlich kann jener beginnen.

Er ist der Liebling des Publikums, donnernder Beifall lohnt ibm nach ieder Pointe. ' j Doch genug. Und nun noch eine Bemcrkung, verehrter Leser. Wir baben nicht im Geringsten übertrieben. 'Szenen, wie die eben geschilderten, kann man in der Winterzcit an jedem Sonntag in dem Theater zu Kiew erleben. Rauderath, 2. Aug. Heute Morgen wurde bier ein Bruder von seiner Schwester erstochen. Letztere, eine zeitweise schwachsinnige Wittwe, welche dem Bruder die Haushaltung fübrte, bohrte sr.rt ... e t z. ' 4 ' iMioen infolge emes geringfügigen Wortwechsels unversehens ein Messe er m s erz. Wie aus Agram mitgetheilt wird, beginnen einige Schwärmer für das dreieinige croatische Königreich das von den Ezechen gegebene Beispiel nachzuabmcn. und es cursiren neue Zehnguldcn-Bank-noten mit der croatischen Aufschrift: To plati deset forinti." Durch den Erlaß des Grafen S;uvarv, der so vcrunstaltete Noten für ungültig erklärt, dürfte Bei der ersten Einrichtung von Telephonlcitungen in der Schweiz wurde die Frage aufgeworfen, ob durch dieselben nicht die Gefahr des Einschlagcns des Blitzes vermehrt werde und 'ob namentlich die Telcpbonirendcn selbst wäbrend eines Gewitters in Gefahr seien; ob desbalb nicht ein besonderes Sichcrbcitögcsen I fr.- v:.r. er-- ' r . ' . für diese neue Einrichtung nothwendig r c -', . fei. n Folge ceien wurde Prrfefor Kleiner zu einem Gutachten aufgefordert, dessen Schlußfolgerung er in folgende Sätze zusammenfaßte : 1. Die Blitzgefährlichkeit für Häuser, über welche Telephondrahte gezogen sind, ist nicht vermehrt, sondem ' vermindert, wenn dieGesammt-Leitungsfäbigkeit eines Stranges annäbrend diejenige eines Blitzableiters ist. Diese Bedingung ist bei der jetzigen Einrichtung nicht überall erfüllt; es kann ihr aber durch einfache Einrichtungen, wie z. B. die Einführung eines speciell blitzführenden Drahtes, sobald die Zabl in gleicher Richtung verlaufenden 2-Millimeter-Drähte kleiner ist . al 60, entsprochen werden, und es ist : dies in jedem Falle zu controlircn. Einzelleitungen längs der Häuser sollen stärker sein, als wie sie gegenwärtig bestehen, ' . Pi r ri . . wenigstens fo starl wie eiegrapyendrähte. 2. Da die blitzanziehenden und eines Telephonnetzes sich über viel größere Gebiete erstreckenals die Blitzableiter, so ist eine Verordnung über Eöntrole der Leitungen, Zustand der Vlitzplatten v ,r. . &. -i mindestens ebenso nothwendig, wie. das eingebende Negelement über' Eonrole l u '. r crtfi. . r r i ... cer gewoonttcoen Mtzavieuer.

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