Indiana Tribüne, Volume 3, Number 51, Indianapolis, Marion County, 30 July 1881 — Page 6
Johnny, der armcrjungc. Amerikanische Skizze von Friedrich Zimmerman.
Johnnv lernte ich Neu-Voston, einem Ansi-dlerstädtchen in den Urwäldern des nördlichen Tcras, kennen, wo er bei meincm Gastfreund Frceze als Farmbursche im dienst stand. Der gute Junge hat es sich wohl niemals träum: lasten, daß ich seine- Person zum Gegenstand einer Abhandlung machen würde, denn Eitelkeit oder Ehrgeiz tor seine Sache nicht. Trotzdem verdient er die volle Beachtung und Aufmerksamkeit meiner Leser, als reinster Typus emes Hinterwäldlers der Südstatten mit allen guten und schlechten Eharaktereigenthümlichkeiten dieses merkSchon dem Aeußeren nach konnte man ; t leicht ein woblgebildeteres Eremplar :ines iunaen Sauaiters finden. Er war irf f?? er sie lachend zusammenkniff, lauerte die j Verschmiktbeit in beiden Winkeln. Tas ! 14U'4VI Vlk V - i Gesicht war wohlgeoildet, nennen und ein Zug von di'n man bei fast allen finde', prägte sich auf das Unverkennbarste darauf aus 1 Verdrossenheit oder Müdigkeit kannte Johnny Nicht. Im Wald geboren und - - ' ' . . . r -v - .1 erzogen, erschienen ihm die Gefahren und Strapazen des Farmerlebens als Spie!ei, denn ein anderes Tasein balle e?i ai G; r- ir, v,fw 4illVti wv. fc-v unv. v.. v von Jahren seine Eltern gestorben, ol'nc ihm einen Cent zu hinterlassen, stand er! auf M war u)es corgens gmg er mnauo au? s a .ZI W CT1 " . . . . UVU lUli OUM MUV 4MVVMUV VIUUU aebenl der (omanches. das bm ansneli- i mend gefiel. Abends lief er, nach voll-! bracktem Tagewerk. im Wald berum. dem! Wilde nachzuspähen, oder schnitzte HausHaltungsgegenstände aus Holz. Ein genügsameres ü)!enlchenkind ist mir selten vorgekommen. Ein Hemd, eine Hose, ein Paar alte Schuhe, ein gräulich zerknitterter Filzhut und eine Jacke von unbestimmter Farbe machten seine ganze j - i - fiWSor An 9ritErVm er m cm i c rx t rr Art, einen Kamm fast ohne Zahne, eme Zahnbürste, die bereits seit z?hn Jahren wMvvv uvvi vp v vnv am Haarschwund litt, und eine halb verkohlte Holzpfeife. Sein höchster Schatz aber war eine uralte, schwere Hinterwäldlerbüchse, ein Erbstück von seinem Bater. Dieses Gewehr, ein Ungeheuer, welches man bei uns mit dem Kunstausdruck, alte knarre" bezeichnen würde war sein Stolz. Ich habe selten ein so verwittertes, abgebrauchte und unhandliches Schießeisen gesehen, das sämmtliche Untugenden, welche ein solches Möbel möglicherweise haben haben kann, in gleicher Vollständigkeit auf sich vereinigte. Das durfte man natürlich Johnny gegenüber nicht laut werden lassen, wollte man sich nicht mit ihm in einen tödtlichen Konflikt verwickeln, denn so wenig man ihm im Allgemeinen den Vorwurf der Empfindlichkeit machen konnte, in Bezug auf- seine schwärmerisch angebete Viifle" war er äußerst reizbar und vertrug durchaus keinen Spaß. Die Art führte er mit erstaunlicher Gewandtheit und Ausdauer. Er versicherte mir selbst wiederholt, daß er zum Bau eines Blockhauses keines weiteren Werkzeuges bedürfe, , und ich hatte keinen Grund, an dieser Behauptung zu zweiseln. Nach langem Umherstreifen in Teras war ich aus der Rückkehr nach bewohnteren Gegenden. Neu -Boston lag nicht gar zu weit vom Bahnstrang entfernt, es war sozusagen, meine letzte Urwaldsstation, aus der einige Tage zu verweilen, ich mich entschloen hatte, um mich von meinen Strapazen auszuruhen, doch man hatte mich so freundlich aufgenommen, mein liebenswürdiger Wirth drängte mich so aufrichtig zum Bleiben, daß mein Aufenthalt sich von Tag zu Tag verlängerte. Von Johnny nahm - ich anfangs gar keine Notiz, da ich seinen wahren Werth unter der rauhen Schale nicht sofort entdeckte, bis wir eines Morgens ganz zufällig näher bekannt wurden. Von einer Frühpromenade im Wald kehrte ich bei steigender Hitze nach Haus zurück, als mich Johnny, der beim Durchhäufeln der Baumwollenstauden beschäftigt war, anrief. Eine Mokassinschlange, eines der gefährlichsten Reptilien' Amerika's, hatte sich, von ihm auf dem Felde aufgejagt, in einen abgestorbenen, bohlen Baum geflücbtet, wie deren in Menge auf dem Acker herumstanden, und Johnny, der, wie alle Hinterwäldler, einen grimmigen - - .. , r i . chlangenyap nayrie, soroerie mq aus, ihm bei der Vertilgung des Ungeziefers Beistand zu leisten, wozu ich sofort bereit war, ohne indessen zu wissen, wie wir es wohl anfangen würden, sie aus ihrem Schlupfwinkel zu vertreiben. ' Johnny dagegen hatte schon seinen Plan fertig. Er postirte mich zehn Schritte von der Ocffnung des hohlen Baumes entfernt, bat mich, scharf mit der geladenen Flinte im Anschlag aufzupassen, und brachte dann seine Art an dem Stamme in Schwung. Bald flogen armcsdicke Holzsplitter nach rechts und links. In kurzer Zeit war die Höhlung dergestalt ,
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auch mit Recht bei der Aufzeichnung mei- i lna)l, niemic er, ,.oas einen ner Erlebnisse und Beobacktungen ein'' Büch,cn. und mcnchrotlausvere,mgt. u;,r s; k? Daran scl'lon sich dann die Bitte .irnn
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xnugen ooer Baume sauen, wooei er ine Ziiiir" t e- V- ri-tT Stimme fröhlich erschallen ließ; führte ! x iücl.Öul 06 f" bic Sßaldcr auch zeitweise einen kleinen 9!iggertanz ' $ 3" ftln," meinte Johnny, viel zu um einen Baumstumpf herum a:s oder ' fem, man getraue sich nicht recht, es an-i-,u ftv? ! zufassen. Genua, er sehte mir seme
erweitert, daß sie der Schlange keinen sichern Versteck mehr bot, die sich denn auch zur Flucht anschickte, als Johnny mit Hauen aushörte und sich einige Schritte entfernte. Sowie sie mit dem Kopf zum Vorschein kam, tödtcte ich sie durch einen Schrotschuß. Bei dieser Gelegenheit wurde unsere Bekanntschaft eingeleitet. Johnny, der
nichts von einem schweigenden Philo-j Augen verächtlich an, als wollte er sagen: sop'hen an sich hatte, unterließ nicht, mir Was verstehst Du davon !" Für ihn aus dem Schahc seiner Erfahrungen über j begann der Westen erst bei den 3!ockydie Gefährlichkeit amerikanischer Schlan-1 Mountains.
gen im Allgemeinen, der Mokassinschlange aber im Besonderen eine gründliche Vorlcsung zu balten und dieselbe wie ein guter Professor mit Thatsachen zu belegen. Darauf gestand er mir, daß nieine Suhler Büchsflinte schon lange seine Bewunderung erregt babe. Ein so sonden freien : das Gewehr einmal zu leihen, damit er daoeweyr einmal ZU ietycn, ran "n ijndc jci, selbst cm so feines, IändifcM ffiimj ju vro&ircn. Ich austbat sich des m . IlsMN. Am Abend, als er das Gewehr zurückKl'gen Fehlern litt, überhaupt für einen -nterwäldler gänzlich unbrauchbar war. Ostens war es viel zu leicht, dann hatte Zu kurze Läuse nd n zu grob jefJi.'? Mit tf.? (i4i(MA,t l!i4 l'iiuuv vtu. zcuv juivuv V1! o, erregte Seravezu . ,n i:eften uno ; uchsttmemen ttlchttN M ötternunoeUens uöcrsiu ng, wenn nM'l lnnoerllcy. . A . rt . 1 l. , x md1 Ven tcn Skrupeln zu reden, die ! idm ?in ! " , Bedenken auf das Umständlichste aus einander, wobei er nicht versäumte, zum Zweck des Gegensatzes die Tugenden seines sofort herbeigeschleppten Schießprügels yervorzuhlden, der nach semer Ansicht em Mustergewehr für einen Farmer war. S?iner Büchse, versicherte er, schadete nichts, mit der könne man machen, was man wolle. Darin mußte ich ihm unbedingt zustimmen, denn in der That war I W i Xiim Ai? AtMM CDICa L,-rtV, v: rj,r,xrtr SUU1.. ouvtvH viw uiiivvi u ;iimiiviuiui uuvutunrLn unH '..r , n:j.'4o WÖ, hatte, absalut mchto mehr zu verTa ich Johnny für die guten Lehren mich zu revanchiren die Verpflichtung fühlte, so schenkte ich ihm cm altes JagdMesser, ein würdiges Gegenstück zu feiner Büchse, was mir sofort seine Freundschaft gewann. Nachdem er es auf einem großen Wetzstein frisch geschliffen Und sorgfaltig die Parirstangen abgefeilt, die ihm von Uebel schrenn, erklärte er es für das beste Messer, das zwischen dem Mississippi und den Rocky - Mountains auf;utreiben fei. So hatten wir uns also zur gegenseitigen Zufriedenheit aneinander angeschlossen. Abends saßen wir gewöhnlich auf einem großen Klotz am Kaminfeuer, das der Beleuchtung wegen angezündet wurde, und plauderten. Johnny war für eine Handvoll Tabak durchaus nicht unempfindlich und kramte, wenn man ihm damit die Zunge gelöst hatte. Alles aus. war es auf dem Herzen hatte. Er besaß eine frische naturwüchsige und sehr lebende Ort, die einfachen Ereignisse und Erfahrungen seines Lebens zu erzählen. Man intcressirte sich dafür und. hörte ihm gern zu. Nach dem vorher Gesagten sollte man meinen, daß Johnny bei seiner Bedürfnißlosigkeit in seinem engen Kreise vollkommen glücklich war, doch zu meinem Schmerze mußte ich erfahren, das uch an wem Herzen der Wurm eines gebeimen Kummers fraß. Gelegentliche Aeußerungen machten mich darauf aufmerksam. Erst glaubte ich, er sei in irgend eine schöne Nachbarin verliebt oder sehne sich hinweg aus dieser Einsamkeit in das anregendere Leben der Städte, doch von dieser Annahme kam ich bald zurück. Nach Geld und Gut stand sein Sinn auch nicht. Endlich bekam ich es heraus Johnny litt an zurückgehaltenen Freiheitsdrang. Neu-Boston ist nämlich ein Ort von etwa zwanzig Blockhütten, die auf einem kleinen Hügel mitten im Urwald gelegen sind und deren Einwohnerzahl zwischen achtzig bis hundert Köpfen schwankt. Die-" ser Umstand verleitete Johnny zu dem Glauben, daß er sich in. einer großen Stadt befände, worin es für einen Mcnschen, der nur den allergeringsten Freiheitsdrang in sich spürte, ganz unmöglich auf die Dauer auszuhalten wäre. Emes Abends, als wir, wie gewöhn lich. am Kamin bockten und meinen Tabak !
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gemeinschaftlich rauchten, kam er denn ! ich in Fort Eherman für zwanzig Dollars j Nicht doch," sagte ich lächelnd wirk- der Musik wurden schneller, die Tanzenauch damit heraus. Nachdem er eine ! mit Sattel und Zaum gekauft, an Johnny lich erfreut etwas zur Glückseligkeit mei-, den lebhafter, feuriger, wilder. Die Zeitlang nachdenklich in das Feuer gestarrt abzutreten, da ich, einmal an der Bahn, nes jungen Freundes beitragen zu können, ' hüpfenden, zuckenden schwirrenden plätund einige Male hineingcspuckt hatte, um ! gar keine Verwerthung dafür hatte. Bor- ich will ihn Dir schenken, wenn Tu ihn schernden, wirbelnden Rhythmen liehen seine innere Erregung anzudeuten, fing j läufig aber fehlte mir noch jede Gelegen- als Andenken nehmen magst." ' ihnen Flügel, sie tanzten mit wachsender er plötzlich an. I he.it, anders als zu Pferde die Bahn zu' c?r blickte mich st unglaublich an. ' Lust, gönnten sich nicht Ruhe und Rast,
Ich muß fort, Sir !" sagte er ganz : erminirt, im Tone eines Mannes, . . t -- r.. c determinirt. den ein treibt. unabwendbares Verbängniß Warum und wohin ?" fragte ich erstaunt. Nach West, Sir ! Seht, hier ist es nicht mehr auszuhalten, auf meine Seele, es gebt nicht länger west is the star (im Westen leuchtet der Stern)!"
Im Westen ?" konnte ich mich nicht enthalten mit einiger Ueberraschung zu fragen, da ich bisher in der Einbildung befangen gewesen, daß wir uns hier gerade westlich genug befänden, für Leute, denen an ihrem Leben noch eine Kleinigkeit liegt. Ich theilte ihm denn auch meine Meinung mit.
Johnny sah mich mit seinen scharfen ,eyr, lr iagle er naey einer Pause - " ich habe schon Alles zur 3!eise bereit, nur ein Ponny fehlt mir noch. Das geizige Volk hier will mir so ein Thier nicht unter dreitzig Dollars verkaufen, ich denke aber doch noch eines für fünfundzwanzig zu bekommen meint Ihr nicht? Dann geht's los Hurrah ! Im Westen ist noch ein Leben zu machen hier ? pah ! Alles dicht besetzt für einen jungen, unternehmenden Burschen kein Feld mebr habe ich nicht Stecht V Ich erlaubte mir bescheiden zu bemerken, daß mir als Deutschem diese Gegend westlich genug und wild genug vorkäme, woran ich den Rath schloß, er möchte lieber hier bleiben. Für diese Ansichten hatte Johnny nur ein mitleidiges Lächeln, denn er gestand mir offenbar als Fremdem über dergleichen kein Urtheil zu. Urber Deutschland hatte er überhaupt so seine eigenen Begriffe. Seine Geographie reichte nicht bis dahin, denn in der Urwalcöschule, in der er lesen und schreiben gelernt, ioar ihm nur eine Karte von Nord -Amerika zu Gesicht gekommen, Deutschland also für ibn eine dunkle Gegend, die da anfängt, wo von Rechtswegen die Welt ans hören sollte. Trotzdem besaö er Humattität genug, den Deutschen die Enstenz ZU gönnen, besonders Denen, die klug genug waren, nach den vereinigten Staaten aus: zuwandern. Berechtigung zum Leben hatte natürlich nur die amerikanische Na tion. die erste der Welt. Deutschland stellte sich seiner Phantasie als eine Art winterlicher Einöde dar, in der eine geringe Anzahl von grausamen Tyrannen und eine große Menge weißer Sklaven nothdürstig ihr Leben fristen. Letztere werden auf das schmählichste gemißhandelt, besonders aber durch AnWendung der Peitsche, der Kerker und anderer Zwangsmittel zum Waffenhandwerk gepreßt. Darüber mit ihm zu streiten, wäre total vergebens gewesen, da er jede Aufklärung mit einem ungläubigen Lächeln zurückwies. Gewöhnlich endete er eine Auseinandersetzung über diesen Punkt, indem er mir plötzlich in's Wort fiel : AVell, Sir - Ihr mögt Skecht haben, aber warum gehen denn jährlich so viele tausend Deutsche nach Amerika he V und dann sah er mich verschmitzt von der Seite an, im Bewußtsein, mich gründlich zum Schweigen gebracht zu haben. Auch diesmal vc, schmähte er es, mir seine Gefühle eingehend zu schildern, denn was ein freier Amerikaner sttr Bedürfnisse habe, konnte ja doch ein Deutscher nicht fassen. Ich muß kort" wiederholte er statt dessen mit Nachdruck muß mir eine eigene Farm gründen, mich verheirathen, mein eigener, freier Herr werden. Hört Fremder sechszehn Dollars habe ich mir schon gespart." Dabei blickte er mich triumpbircnd an was meint Ihr wohl, wie lange es noch dauern kann, bis ich im Stande bin, einen Pony zu kaufen ?" Ich erklärte, daß mir hier hierüber jedes Kalkulationsvermögen mangle. Bei Freeze. habe ich free bounl (frei (Station) und fünf Dollars monatlich :ilechne ich nun Zllles ab, was ich im Wmtir brauche, so kann ,ch doch spätestens im Frühjahr aufbrechen meint Ihr nicht V Willst Tu denn ohne baares Geld ,- an f , m s ar.o ymem v fragte ta. Baares Geld ? pah ! was ich brauche, bekomme ich unterwegs von den Farmern. Wozu habe ich außerdem meine Büchse V Und die Indianer V Die feigen Schufte !" lachte er. Un - sinn, Sir, vor Denen fürchtet sich em , . i i i 1 ... i - f. Ibm seine Idee auszureden, war unmöglich. Sclbststandig wollte er . sich machen, auf seinem eigenen Boden Wirthschaften und deshalb mußte er in jene wilde unbewohnten Gegenden, wo das Land noch sür's Nehmen' " zu haben , .. . ... war. Ta halsen leme Munde er. war einmal entschlossen und verfolgte seinen Plan mit aller Zähigkeit seiner . Rasse. Denkt Jbr wohl, daß Euer Pony mehr als sechszehn Dollars werth ist V fragte er mich plötzlich, mich schlau anschielend. Ich weiß nicht," antwortete ich lä- - -t chelnd, denn es war unschwer zu errathen, ' ....... f. ...... n i I wo er ninaus rooure. Hm vielleicht zwanzig wie V Halb und halb war ich schon vorher entschlossen gewesen, meinen Ponny, den . m t erreichen, deshalb ließ ich mix nichts merken, um im Busen meines jungen rk. i -, 1. 1 f. .rt ... .... ?5reunoes Nla)i Hoffnungen zu crweaen, die sich nachher vielleicht als trügerisch erweisen konnten. Daher antwortete ich ablehnend, indem ich Johnny aufmerksam machte, daß ich das Thier selbst brauche, um weiterzukommen. Er nickte betrübt.
Na, nichts für ungut !" fagte er nach mcn könne, weil er nicbt im Stande sei, einer Weile, im nächsten Frühjahr geht's mir ein Gegengeschenk zu machen. Alles ganz gewiß los. Wenn Ihr dann hier Zureden war fruchtlos. Er bestand daseid, könnt Ihr mitgehen feine Jagd, rauf, ich müsse mir jetzt auch etwas von sage ich Euch." i seinen Sachen als Andenken aussuchen. Indem ich thm für fem freundliches sonst könne aus der Geschichte nichts werAnerbieten dankte, schlössen wir für dies-' den. mal die Unterhaltung. j Da mit dem Starrkopf nichts anzuDer Bursche hatte, offen gestanden, - fangen war, so bequemte ick mick dazu, meine volle Sympathie. Es steckte so seine Habseligkeiten zu besichtigen, um viel frischer Muth, Selbstständigkcitsge-' mir etwas davon auszuwäblen. Dabe fühl und Sterben in dem jungen A!en- fand ich einige vortrefflich erbaltcne schen, daß man für ihn eingenommen indianische Pfeilspitzen aus ' Feuerstein, sein mußte. Im Alter von kaum sieben- ( die er einmal beim Umpflügen des Erdzehn Jahren war er entschlossen, sich rcichs gefunden batte. Diese nabm ich selbst an der äußersten Grenze der Eivil- als Gegengeschenk an. wodurch das Ehrsation einen Herd, eine Familie zu grün- gefübl meines Freundes befriedigt wurde, den und das ohne jegliches Anlagekapital, Er siel sofort wieder in seine altgewobnte, als seine Geschicklichkcit und seine That-! freie Art, sich zu benennen, da er jetzt kraft. Was würde man in Deutschland überzeugt war, daß ein' Tausckbandel in zu solchem Beginnen eines Menschen! aller Form stattgefunden und' er mir J W s v - Ztiiwt 9 TrtJsi V a!. ! . 'sin rr r
uitiutii iuu i vu; vic umtu p r , . ..., i. ... e r ri kanischen Hinterwäldler werden früher reif und Johnny war zeder Zoll em Squatter. . rm wl. r Nur fort hinaus in die Wildniß, keine Gefahren und Entbehrungen gescheut! niers. . yöii vvyuu vvt vivi viuuivu, die Jankees, hegte Johnny eine nicht gerinc.ere Verachtung als gegen Ausländer. Nach seiner Vkeinung waren sie absolut zu nichts gut auf der Welt, als Zwiebeln zu essen und Wanduhren zu verfertigen, Er hatte aus seinen Kinderjahren noch alle Schrecken des Secessionskrieges im Gedächtniß und wünschte daher nichts sebnlicher. als den Süden noch einmal mit dem Norden anbinden zu sehen, damit er seine ..Rifle" auf . einen ?)ankec abzu - drücken m die !age käme. Wollte ich uxid) an feinem natürlicn SRcbnertalent S; Vv TOrtvVttV aa i)vtrMtAn in HvAtimt.t m V.. u..v, viivuui, u uuuiu;ic iu; iiui ctu vivu-t und die Sklavenemanzipation zu verfech ten. Dann mußte man Johnny sehen. Er sprang auf, schob den alten Filzdeckel, den er nie absetzte, ich vermuthe sogar des Nachts nicht in den Nacken und fing an zu reden wie ein Volksapostel Ließ man ihn dann gewähren, so donnerte er eine Viertelstunde lang ununterbrochen gegen den Norden los, unter freigebiger Benutzung aller selbsterfundenen und aus demokratischen Zeitungen aufgegabelten Jnvektiven, für die er ein merkwürdiges Gedächtnin besak. Ich babe manchmal schmerzlich bedauert, ihn in solchen Mo-! menten der Erregung nicht porträtiren zu tonnen. Für mich besaß er übrigens wahre Anhänglichkeit. Er versicherte mir oft mit Gönnermiene, daß ich der einzige i vrauchvare öremoe 1, oen er ze rennen gelernt und der würdig wäre, ein Amerikaner zu heißen. Da er meines Eracktens nach außer mir überhaupt noch seinen Fremden gesehen batte, so gab ich mich der tröstlichen Hoffnung hin, daß er mit'der Zeit noch mehrere solcher brauchbaren Subjekte treffen werde. Von großen Städten, überhaupt von Städten und civilisirten Zuständen hatte er nicht die leiseste Ahnung. Hier komrnen wir auf die merkwürdige Wahniebmung, die glaube ich, von allen Reisenden gemacht ist, daß nämlich der erste Plon - nier im amerikanischen Westen ebenso be -
Wo dre, Bwcryutten, uen, ljl ver ! laschen mit Proviant und Schießbedarf Mensch schon Nicht mehr frei !" Das gefüllt, die Wolldecke aufgeschnallt und sind die Ansichten eines echten Pio- sechÄebn Dollar in einem um den Hals
runnlmos uno cen msiunen oer haft. Tausende von Wachskerzen verCivilisation mit gleicher Hartnäckigkeit . breiteten im Palais Tageshelle und vor widerstrebt, als sein indianischer Todfeind. dem Portale lohten mächtige Pechpfanncn. Jobnny empfand auch Nicht die Spur Das Treppenhaus und alle Säle, Galeeines Wunsches, den Osten nur einmal rien und Gemächer prangten im üpvigzu sehen, der ihm als etwas Hasiens-' sten Blüthenschmuck. Seme Durchlaucht werthes, das man gar nicht genug fliehen ' machte mit seiner Gcmablin die Honneurs könne, erschien. .Diese Scheu vor dem und empfing seine Gäste am Eingange geselligen Leben ist es gerade, die den des ersten Saales. Für Jeden hatte er Squatter zum civilisatorischen Werkzeug .m freundliches Neigen des Hauptes, ein Macht, denn indem er beständig vor der verbindliches Lächeln, ein scherzhaftes
nachrückenden wNlatton pteyr, y tsl er sie am schnellsten in jene fernen Wildnisse tragen. Mehrere Tage waren seit unserer letzte :n Unterredung Versionen. Da Johnny mich einmal zum Vertrauen gemacht, so ermangelte er auch fortan mcht, m meiner Geaenwart stets auf sem Lieblingsthema ! zurückzukommen, bis er Mir schließlich! , die.Sache so plausibel gemacht hatte, daß ich wirklich zu der Ueberzeugung kam, . sein Plan sei der vernünftigste und beste für emen Burschen wie er. I rr ii . i - nv w. . i "u ' mir, Farmer aus der Umgegend geben Mit Häuten nach der Bahn. Wollt Ihr auf ihrem Wagen Platz nehmen, so könnt Jhr mit und habt Gesellschaft." Ich stimmte freudig zu, froh, nun mei- , nen Ponny, der mich nachher nur aufge - - f.fi.. r ii . c r ' . t . f. . t ... .Ti . r... - . t m , t i .VN halten hatte, da ich lyn doch an der Bayn aus irgend eine Weise hätte losschlagen muffen, an Johnny geben zu können. Daher schloß ich mit meinen neuen Begleitern Bekanntschaft und rüstete mich für den folgenden Tag zur Abreise. Ain Llbend, als ick mit Johnny, der mein Scheiden aufrichtig bedauerte, zusammentraf, kamen wir wieder auf den. Ponny zu sprechen. ' ' r. it r i t . fi ns. t i Johnny," sagte ich, willst Tu das Thier haben ?" Natürlich." schrie er begeistert, für m w w V . v . w r, mm lecyszeyn Dollar., gevl i)cr, ir '. als ich ihn aber meiner Aufrichtigkeit versilberte kannte seine Freude keine I i ' . U . .- Grenzen. Zehnmal drückte er mir die 5-and und schwur, wer mir jemals etwas Leide tbate, den würde er nieverschie-. ßen wie einen schuftigen Indianer. Dann schien ihm etwas Unangenehmes einzufallen. Er wurde still und nachdenklich und überraschte mich plötzlich mit der Er-i klärung, daß er den Ponny nicht anneh-
nia?i& meyr annvia iet. : 1 ' u 1
Am andern Morgen fubr ich aus einem mit hellen bcladencn Ochsenkarren aus : Neu Boston hinaus. 5obnnv. ;ii Werbe. die Büchse vor sich-auf dem Sattel, die I VUltVIVIIVl II 1'C.UllllClt. I1UU l f-h'A v Atftl Vto. nij.tf-ATrT ftrtTrt. w t ri ' . cm , . . ...,. - ' einige Mtütti. wett, irr süblte Uolzer und glücklicher, als Ware er über Nacht ! Präsident geworden. Jetzt war er frei. felbstständig, war nach seiner Meinung ein Mann'und ich gab ibm Recht, j Als wir an eine Stelle kamen, wo der Weg sich theilte, reichte er mir die Hand. j Lebt wohl ! reuider und vieDank für Eure Freundlichkeit. Klommt Jbr einmal nach Westen . nd sprecht inJobnnv s . Farm vor, sollt Jbr empfangn werden 'wie ein Bruder. Glückliche 'Nise nach eUKm fltcrlanb. gebt !vobl !" Er wendete sein Pferd. Viel Geld im fernen Westen!" rief ich ihm noch nach, denn schon gallopirte er davon. Hurrah zum Wcsten hin !" schrie er, sich noch einmal zurückwendend und jauchzend die Büchse um den Kopf schwenkend. Hurrah, west U the star " Dann verschwand er hinter der Biegung des WaldWeges. Nach zwei Tagen erreichte ich die Bahn und später wohlbehalten die Heimath. Bon Johnny habe ich nichts wieder gebölt. Hoffentlich gebt es ihm gut und er hat erreicht, wonach er gestrebt ein I . c rrrt i eigenes Heim im wilden Wald. Mir wird er stets unvergeßlich bleiben als würdiger Abkömmling jenes kübnen, wetterharten Menschenschlages, welcher , der Civilisation vom Osten Afrika's den 1 ' ' Weg zum andern Ocean bahnte. m musikalischer Wettkampf. Aon Julius Reinho'.d. vürst Mettcrnich gab einen großen Ball, zu welchem die Elite des Adels, das diplomatische Korps, die höchsten Würdenträger der Krone, die Generalität und die Blüthe der schon, ten Damen der ! herrlichen Kaiserstadt Wien geladen waren, ! Das Fest war glänzend, imposant, feenWort oder emen vertraulichen Händen druck. Das Licht des LüstrVs und Girandolen siegelte sich lN unzähligen Dia manten von unermeßlichem Wertnc, welche umhals, am Irm ,in'Rs-n ; prangten ; doch beider Schimmer ward von dem Feuersprühen schöner Frauenuaen verdunkelt. Zci Orchester spielten abwechselnd m Tanzen. An ihrer Spitze standen die Walzcrkönige Wien's die beiden Freunde und Rivalen, Jobann Strauß und Johann Lanner. Sonst ließen sie V - r i tut iv vi vv4 viivv uuivivi viii Beide füblten, daß es einen Wettkampf galt, beide strengten alle Kräfte an, um den andern in diesem Wettkampfe m besieaen. Entzückend waren ibre Melodien. ein Tan; war immer schmeichelnder, locken- ' der, verführerischer, als der andere. Die ! ! ' . . . .. 1 I' Gäste, die Schiedsrichter in diesem Duell der Geigen, wurden nicht müd zu ranzen, Jch war der Sieg unentschieden. In den Tanzpausen konversirte man über die entzückenden Leistungen der Meister und kam überein, daß beide gleich genial, gleich melodienreich,' gleich unübertrefflich wären. Da beaann Lanner mit einer neuen Komposition, den Amelien-Tänzen, welche . - . v er der Kön.iain von Frankreich aewidmet hatte. Elektlisirt erhoben stch.die Tämcr und eilten zu ibren Damen. Bald war - man nur noch Ohr und ftufc, die Temvi bis Banner zu geigen aufhorte, lauter, einstimmiger Beifall lohnte dem siegesi.r. r L n ?I gcwin tamemoen kleiner. Die Anstrengung war zu stark gewesen, Damen sanken erschöpft auf die Sessel und setzten ihre Fächer in Bewegung, wahrend die Herren mit den Tüchern sichKühlung zuwehten und zumVüffet eilten Strauß hatte Lanner's Erfolg , ohne Neid betrachtet. Freundlich trat - er zu
ihm heran und hielt ihm zur Stärkung nach der Anstrengung seine goldene Dose hin, welche er vom Kaiser zum Präsent erhalten hatte. Lanner nahm dankend eine Prise und sog sie mit Vebagen ein. Nach längerer Pzufe fängt Straus; zu spielen an. Er bat dcn Alrandra 2l-
! zer gewäblt. Man ist noch ;u ermüdet j und Hort dcn ersten Takten fast gleichj gültig zu. Doch nach wenigen Augen- ! blicken springt Alles 'auf und eilt, wie ! von geheimnißvollen tächtc-n getrieben, !zum Tanz. Bald fehlt es an Herren 'und nun tanzen Damen mit Damen. ! Keine will ode? kann bei dieser feurigen Musik sivcn bleiben. Bald gibt es ke:nen Zuschauer im Ballsaale mehr. Alles ! tanzt Alles selbst alte Frauen werden von dem Zauber hingerissen. Sie müssen tanzen, wenn sie auch nicht wollen, . sie müssen und Strauß geigt weiter. Der j Tanz wird rasender. Jetzt fangen auch ! die Diener in den Vorsälen an. Sie können nicht anders, die Beine werden ! rebellisch, die Musik steckt sie an. Strauß geigt immer cnlzliZender und hinreisender. Zuletzt wird auch Lanner von der allgemeinen Tanzmanier angesteckt. Unwillkürlich bcbt er erst den linken, dann den rechten Fuß und beginnt zu hüpfen er tanzt und sein ganzes Orchester folgt seinem Beispiele. Eo tanzen sie und tanzen obne Aufhören, bis Strauß ermattet den ogen sinken länt und seine ! Kapelle schw v.t. Slürmise! r Jubel durckdröbnt den Saal und L V avplaudiren dem mächtigen Walzer!. a. Lanner aber sällt ihn t st ihn und ruft : !'t der Lanner wär, bei r Strauß sein'' horte ich im vorigen S um den Ha!" ! Wenn i. Golt ick' metf ' A n ; Stile ! Winter im er Concerthause aus alten Wiener Herrn, sitzend der Bilsescl'en ! dem Munde welcher neben ' Kapelle lausck'. "lche einen Walzer von Johann Sittiu, ( 'm ältern) vortrua. Der Meiste. ilse ist ein ausaczcichneter Künstler," meinte er nach Acendigung der Piece. .eine Leute leisten Vorzügliches, aber "auß'schc Musik kann nur ein Straus'. t .litia. spielen und dirigiren. Johann :auß war ein Zauberer, ein ipb?n ; seine Geige ein Talismann, sein Bog.,' ein Zaubcrstand, womir er die Ohren entzückte, die Herzen beherte und die Fun bczauberte." Zur Bekräftig'. 'g seiner Worte erzählte er mir die oben itgetheilte Anekdote, deren Einzelbeiten bei ihm als historisch beglaubigte Thatjachen festzustehen schienen, und fügte hinzu : Würde so Etwas wobl Bilse oder ein ! anderer neuerer Meister fertia bringcn V Auch ein Nrian. Einem Auswanderer nach Amerika, Welcher sich wäbrend der Iletzen Tage auf der Durchreise in Berlin aufgebalten bat, Passirtc bier für ihn ein traaischcs Abend- . tbeuer dessen Verlauf jedrch sehr humori- ! stisch ist. Der Arbeiter S. in Bron,tcrg ! erbielt von seinem Bruder, der in Amerika ! si befindet und es dort zu einer rträqllche . Eri'stenz gebracht bat, im Mär; d. I. die i Äfforderung, gleichfalls nach 5!mer,la zu ! kommen nnd duser Aufforderung lag eine ; Ueberfabitskartc von Bremen nach hy i ?)ork bei, welche dem S. freie Uebel fabrt in emem tm April abgebenden Schiffe sicherte. Da aber S. nicht die Mittel besaß, um die 3!eise bis nach Bremen zu machen, so ließ er den Fahrschein verfallen und thnte dies seinen: Bruder mit. Dieser schickte hierauf einen zweiten Fabrj schein für ein am 20. Juni von Bremen nach New Vjoxt abgehendes Schiff und wies zugleich einen Äuswandcrungsagciiten in Berlin an, dem S., sobald derselbe sich IN Berlin melde, sieben Mark einzuhändigen. S., der sich inzwischen etwas Geld erspart batte, kam Ende voriger Woche in Berlin mit einer Vaarschast von'27 Mark an und er crbob bei dem Agenten die 7 Wlaxt, worauf er in Berlin mehrere Stunden berumflankirte und sodann nach dem Lcbrter Bahnhof ging, um ein Billet nach Bremen zn nehmen. Erst am Bahnhof machte er die unangenehme Entdeckung, dast ihm seine ganze Baarschaft fehlte die er entweder verloren hatte oder di? ihm von einem Taschendiebe gestoblen worden. Bon ! Mitteln entblößt, beschloß S. zu Fuß nach Bromberg zurückzukehren und von da aus über sein Unglück seinen Bruder zu benachrichtigen. Diesen Entschluß führte S. sofort aus und maschirte etwa drei Meilen in der Richtung nach Frankfurt an der Oder. Auf dem Wege begegncte ihm ein Unbekannter, seinem Acußern nach ein Strolch, welchem er offenherzig sein Unglück mittheilte. Auf die verwunderte Frage des Strolchs, warum er nichtstatt nach Bromberg, zu Fuß nach Bremen ginge, von wo er frei nach Amerika befördert würde, wußte der einfältige Auswanderer allerdings nichts zu crwidern, und er nahm den Vorschlag des unbekannten Menschen, mit ihm gemeinschaftlich zu Fuß nach Bremen zu gehen, sofort an. Bei eintretender Dunkelheit schlugen beide ihr Nachtquartier in einem Gebüsch auf, woselbst S. bald einschlief. Als er am anderen Morgen erwachte, befand er sich ganz allein, beraubt seiner neuen Stiefel, seines Hutes, sowie der Ucberfahrtskarte nach Amerika und seiner sämmtlichen Legitimationspapicre, Barfuß und ohne Kopfbedeckung kam nunmehr der gänzlich rathlos gewordene S. nach Berlin und begab sich nach dem Kriminalkommissariat, woselbst er seine traungen Erlebnisse erzählte. Es wurde sofort nach Bremen telegraphirt, um eine mißbräuchliche Benutzung des Fahrscheins Seitens des Strolches zn verhindern, während der gänzlich mittelose S. nach Bromberg .auf öffentliche Kosten wird zurükbe fördert werden müssen.
