Indiana Tribüne, Volume 3, Number 51, Indianapolis, Marion County, 30 July 1881 — Page 3

- V

i

I

ftritlTiltfm1: IWrhptt u ;; JCni(Uem S uarryett.

)!ach dem Ainerikanischen tcn Helcn W. Vicrson. Warum die Siedlung Jerusalem" genannt wurde, war ein Geheimniß, h:er und da angebrachten Brettern, die den Fußgänger vor dem gänzlichen Ver- ' sinken retteten. So viel stand jedoch fest: Entweder war der ,.Piorncr" ds rtes . V . .. i em oerver, raur, aus,eyenoer mann mu levrasten viauen tilgen, ei,engrauem Haar und einem höchst schweigsamen Wcsen, nach der Niederlassung getauft worden. oder diese nach ihm. Irr besaß die

Jedenfalls nit wegen irgeno weicher iner Hütte sap. vernahm er einen dum- vfirn denn, ich yave dieselbe frrau . Ähnlichkeit zwischen jener herrlichen Stadt schweren, schleppenden Sckritt, wie ' geliebt Deine Nellie." - . des Alterthums und den zerstreuten Hüt- von Jemand, der gänzlick entkräftet und j Den Henker auch!" rief Jerusalem l tcn und. schlammigen Straßen mit den aebrocben ist. Er trat aus Fenster I mit ;ornsprübenden Auaen aufsprinqend.

. Gewohnheit, in der Ausregung deshalb. cr besorgt. Weiter mochte er beim Anunterdrückten Ausruf: Jerusalem! hö- rtief dieses Gesiebtes nichts fragen; er ren zu lauen, und bald 'wurde dies die wßte, daß irgendein wilder Sturm die einzige Bezeichnung für ihn. m Hoffnungen dieses Mannes angesichts des Seinen wirklichen Namen hatte er me eUf :?,sc5,?llt batte.

genannt, und Briefe an ihn kamen niec 1 X. 1 3 i r. i . i ; f. aenbeit abgeschlossen : das Heute und sein gutes Glück, das Morgen und seme Hoffnungen sind ihnen genug Klatsch, Argwohn und Verleumdung überlasten sie civilisirteren Gemeinden. .... Selbst Jerusalems Busenfreund und Kamerad, Gentleman" Phil so genannt weil er einmal in einem Hemd von weißem Linnen verkleidet" gesehen worden war wußte nichts mehr über ihn als daß er schnZeizsam, slechig und vom Glück begünstigt sei und stets mehr Gold i 1 auswuia) Qis inccre. r.en, indem er a.?:e : Ich gedenke zu bauen, Phil. Du versiebst was von Häusern ylt i" ' Der junge Mann machte große' Augen. Trotzdem sie über ein Jahr miteman- . der lebten, wr es nie zum Austausch . von Erkläruiizcn zw:,chen ihnen gekomme. t. . 3u bauen ! wiederholte er. Da muß ich doch erst wissen, was für eme Art von Haus es sem soll, ehe ich Dir emen . Rath geben kann." , 'Ein elegantes Haus em reguläres Musterstück," entgegncte Jerusalem ru.big. Ick habe Geld genug, daS Dmg eigene Keckheit verwundert, dann steckt . ein Frauenzimmer dahinter !" i Ein seltsames Lücken gmg i über das sonst ruhige Gestcht semes Gefährten; ber nach augenblicklichem Schweigen sagte er nun: süchtig, mem Junge - es steckt cm Frauenzimmer dahinter," jedoch in eimcm Tone, der alles weiterer Fragen verbot. Nun," meinte Phil, ..ich verstebe .wohl was vom Bauen, doch möchteich mich an nichts Großes wagen. Ich rathe Dir, nach Franzlko zu reisen und emen richtigen Baumeister auszusuchen, der das Ding ordentlich macht. Jerusalem stimmte dein bei und nun rauchten sie stumm weiter. ..ÄÄ Ä Ä ... f T . mw I T AUr.UMr, W i.mnrrr iv hvhh mv vv vv.y vw,ulw'1' vw- wi.v..vjv.v v.. -v..C r w t .fi!.. Oi . . C aues oao ager Mgewattigc u,u. . 5 ,er aile Ziert il verruar geworoen, s lautete der Wahrspruch. Wozu braucht r . nii r r. . n . i j. i. (er Mgensenuer uno eranoa: ui 5 sah man ihn die Arbeit leiten und Mit ! Entzücken den wahrhast. schonen Bau an- ' starren, der wie em herrliches Traumbild , vor ihm aus der Erde wuchs. Seme Züge schienen jetzt intelligenter und leutseliger geworden ja er redete sogar zuweilen die Andern freundlich an. ewetter i etc veichieumgie roeii oiiynu, ww Gardinen ausgeyang . der rauye ooen . . ... . ' IT1 w .geebnet und Ra,en ringsherum gepstanzt aren, oa yoiie erumiem emen reuno liklT Usrti pr irrn rTt C.TiTK slnfcn. i-n Vvw., v. , rr' und sprach : , ..Das sieht alt, aU ob em censch hier recht glücklich sein könnte gelt i . Ei gewlfi," antwortete Ph, .mtt emem Anflug von cld, ich wünschte wohl . auch so em Bauer sür mem ogelchen zu l'aben. ...... . auf einen Alojenstrauch rn voller Vlutye . m. mm backend. Wenn sie s nicht l,t, vnd,ent sie lebenslänglich m emer Adobe-Hutte zu wohnen !" rief Phil auS; doch trotzder betreffs der bepgten rau erwachten Neugier stellte er teme weiteren prägen. Am nächsten Morgen sprach Jerusalem l'.in seiner lakoniscken Weise: Ich gehe ; etwa auf einen '!onat lüfte das Haus gut. Phil." . Sie holen?" fragte Phil. i Und Jerusalem nickte ; doch sein Gesicht zeigte nicht die Hoffnungsfreudigkeit zines Bräutigams. i - j - Große Aufregung herrschte in dem Goldgräberlager. Alle wußten, daß Jerusalem eine Gebieterin sür das neue Haus zu holen gegangen sei. In der ganzen Siedlung betand sich keine einzige Frau und die Vermuthungen über die Erwartete nahmen kein Ende. Die rau'hen Männer pflegten das Haus zu um ' . . ' rn r wandern, das wie ein Stück Poesie in

mai an. yiic man vvn wm hesser sein," sagte Jerusalem, und dann . und Niemanden verlangte auch danach, verkroch er sick gleich einem verwundeten Goldgräber haben stets mit der Bergan- Thiere in sein Lager, um seinen Schmelz

Da cmes Ädcnds, a.s lie rauchend vor clt mKl 2u bacMer ;x sollte mir

der gememlchastllll'en nitte a$tn. brach ine Braut dolen?" der Äeltere, Jerusalem, das lam Schwei-. . ' A " rlSf

i gui zu macyen. ogenseuiier unouttvtt Tröpfe! Ich batte leme Abnung, was u. s.w. Es muß auch em Garten dabei hinter dcn sckwarzen Augen und rothen sein, mit Ziosen und wohlriechenden 9cel- Kippen steckte ich sollt' es bald ersahUn'L u - rr-r u xu r "n. Doch ich. liebte Nellie trotz alle- , ..Aha!" rle? Phil, balb über seme

meor veroaiiene unauna ?naie iu; in cv. frt nn , rw svnr ? n? vir

' " seinem Antlitz und Wesen. Und als zu- to0n wachem Traume ; aber ich klammerte , l.tzt die Möbel von San Francisco kamen, md) j0 ran, daß er mir wie Wirklichdie kostbaren Teppiche gelegt, die weißen !cit schien. Nur als ich von hier auf-

'ihre prosa-sche Alltagseristenz hineinragte. Man hatte sogar trotz der früheren Abfftsrt(?,k.! j 1 1 ? - s v ' .? ot vtt f?m -

aeschlossenheit Jerusalem's eine Empfangsfeier geplant, doch dieser kam ihnen zuvor. ! Eines Abends, als Phil allein, an seinen alten ZZameiaden und den ag , s.nfrnb. wo er selbst so alücklick sein rde, eine solche Fahrt anzutreten, in aebrocben ist. (?r trat aus Fenster . 1 " 1 - - I" " J - e3 war Jerusalem ! Den Hut tief in Stirn gedrückt, das Gesicht todtenbleich und abgezcbrt, die sonst so lebhaften Augen matt und eingesunken, kam ! er heremgcwanlt und er kam a cin sprang ihm entgegen und ergriff jdne Hnd. (unu m krank ?" fraate a ick bin krank, dock morgen wird's rr vj r j . -riraaen rÖ Öut es eben aina. Ph fe$tc alsbald die Andern davon in Kenntniß, damit sie seinen Freund nickt mit Fragen belästigten. Die Enttäuscbung war allgemein, und die Leute meinten, wenn seine Auserwählte ihm elu)a nen rb gegeben, dann bätte er aU richtiger Kerl sich ein anderes Mädel cben und wenigstens irgend eine Hausrau für seinen Palast mitbringen soljen GnMH cine Abends höb Jerusa- ' ' . ' jcm an: qihil erst.i,i7it. war mckt an dem. Ich bin seit acht Jabren verheirathet. Ich muß mit Jemandem davon reden Jerusalem ! kann's nickt für mich bebalten. Ich bel'lfC wird mich erleichtern. Dir mein auszuschütten ich muß es, sonst werd' ich toll " ckieß los, alter Junge!" rief Phil mit mebr Gefübl in der Betonung, als Wte andeuten mögen. vor etwa acht Jabren heirathete ;ch hübsckeste V!ädcken in unserem n,-men orte b' drüben im Osten. Vbil. was sind wir doch in der Jugend für q,.llie '" fraate Ml überrasckt. Nellie bübscher Name, gelt? t ganz zu ibrem hübschen Gesicht, Sie aber verlangte zu dem Gesichte allzustbare Nabmen, und als sie ausfand, ß id r n'ur ein scklichtes, bescheidenes Auskommen bieten 'konnte, da zankte llnb Lfte sie mich aus dem Hause. Bin aus reiner Verzweiflung hierher gekommen. Pbil." Phil nickte sckweigend. 0er faßte bald einen Plan. Ich wollte reich weiden und sie eines Tages überrascken. AU ibr Jähzorn und ihre Unverträglichkeit batte meine Liebe nicht erschüttert. Ich meinte, sie würde sich aewin bessern, wenn ick alle ibre Wünscke 1 J - ' I ' W " " A i 1 I b'ridig., Ud darnach habe ich getrhr . 'jshii kJMi meinr. m? friLnareia) Jl" Z , 'V Z. rss-V 11 1 Z lj1 n?ar ; uiua oeauninaie tiuu,;, uiiü ' . . die ganze Zeit über dachte lch an siean die seidenen Kleider und die Spitzen - und Federn Und Alles was ihr Freude macken sollte. 0 was war ich für ein x Und natürlich baute ich auch das 5aus für sie und malte mir aus, wie sie xmn würde, wenn ich es ihr zeigte mid wir an die ärmliche Hütte dachten, wo wir angefangen." ltx machte Jerusalem, in Träume versinkend, eine so lange Pause, daß Phil endlich sagte : Nun?' - I "" - " - " " 1 hxad, ba Zwackten Zweifel in mir und ich dachte sie erst zu prüfen - ja, ja, sie . prüfen. So Verkleidete ich mich denn, , . . , . . t ki:a. ucyjl Aju, maa)ie Micy ganz uuieunltlll ' und ging am Abend zu ihr. Ich fürchtete er &umme v.i rrathm. drum sprach ich nicht laut. Und als ich sie sab, als ich Nellie wiedersah, da konnte ick gar nicht einmal anders reden, selbst m m ewollte. Wahrlich, meine Stimme klana verstellt aenua, als ich nach rief Phil be ?l dnn von WWV'V IVHV 1 rvwwvv w z" Ei das war ja meine Nellie, verstehst Du denn nicht? O, Du hast nie meinen xti)Un Namen gehön ? Hab' ich ihn abgelegt, als ich bierber kam. Dacht'st u, ich heiße wirklich Jerusalem? Nein, Name ist James Eorbin Lyon. Nun also, ich erzählte ihr, daß ihr Wann todt sei. Sie nahm es sehr kühl auf fast froh ; fragte, ob er ihr nichts hinterlassen hätte und bekannte mir dann im Vertrauen, daß sie den Mann nie geliebt habe. Das war hart, was, alter Junge ?" Phil murmelte Etwas und Jerusalem fuhr fort : . . S'st hart nach' so vielen Jahren. Nun habe ich keinen Lebenszweck mehr, Phil ; weiß nicht recht, was ich mitmeinem Leben oder dem ganzen Gelde anfangen soll. Ich höre, die Jungen nennen das Haus Jerusalem's Narrheit", und das kommt der Wahrheit sehr nahe." Phil blickte stumm vor sich hin, bis sein .langes Schweigen dem Gefährten

V 1 - ..IllklllU' i. UU'fc ftU' fc'V v vv

wie ein Mangel an Mitgefühl erschien. Doch seine Züge waren seltsam bewegt

und endlich nahm er sich zusammen und begann : ! Ich habe Dir auch was zu erzäblen, 'Alter, und wennDu's hörst, wirst Du Xiü) woyl von mir lossagen." Das glaub ich nicht," versetzte Jerusalem gutmüthlg. Mit ;ormvrübenden Auaen aufsvrlnaend U II . --LI ' s j Aber er setzte sich gleich wieder binzu : Was kümmert das mich sie geht mich nichts an." Natürlich wußte ich nicht, wer sie l-!war," fuhr Phil fort, oder vielmehr. wer Du warst. Ihr Mann hatte sie vor Jahren verlassen und galt für todt, doch wollten ,wir erst eine Bestätigung der Nachricht abwarten." Ganz recht jetzt seid Ibr so weit, denn er ist todt, verstanden !" Die , Sache ist abgethan," sprach Phil dumpf, reden wir nicht mehr da von." Hör' mich an," erwiderte Jerusalem mit Entschiedenheit. Ich bin für sie gerade so todt, als ob ich in meinem Sarge läge. Du kannst sie mit gutem Gewissen heirathen habe ich sie nicht verlassen? Und doch möchte ich sie glücklich wissen und Du wirst sie sicher nicht unglücklich machen, Phil, mein Jnge. Ich will in die weite Wclt gehen, und Du magst in Jerusalems Narrheit" wobnen." ,i:mals!" entgegnetePhil. Haltst Du mich sür einen Schuft? 3!immermebr !" Dabei blieb er und war durch Nichts davon abzubringen. So lebten die beiden Männer weiter zusammen, jetzt nur durch ein innigeres Band verbunden als zuvor. Und die kosen um die vcarrheit" blühten und welkten, und späte Herbstblumen traten an ihre Stelle. Da erzäblte eines Tages Phil, daß er im Salon" überm Kartenspielen mit einem betrügerischen Mexikaner in Streit g rathen sei und nur das Dazwischentreten der Andern diesen verhindert habe, mit dem blanken Messer auf ihn einzudringen. Dann sieh Dich vor, Phil," warnte Jerusalem. Mer" ist ein boshafter, schleichender Schurke." ' Ein Feigling ist er," versetzte Phil ! sorglos. Desto schlimmer, erwiderte sein Freund, im offenen Kampfe weiß man woran man ist." Jerusalem konnte in der folgenden Nacht nicht einschlafen. Plötzlich um Mitternacht erblickte er dicht am Bette seines Kameraden eine Gestalt. So schlangenartig waren die Bewegungen des Afrikaners gewesen, daß Jerusalem kaum noch Zeit blieb, auf ihn zuzuspringen um ihm sein Messer zu entreißen. Der Mann wendete sich um. Er hatte auf ein wehrloses Opfer gerechnet, jetzt aber packte ihn die Wuth der Verzweiflung, und ein kräftiger Messerstich warf seinen Angreifer zur Erde nieder. Im nächsten Augenblick jedoch war Phils eiserne Hand an der Kehle des Meuchelmörders, er schleppte ihn in ein inneres Zimmer ohne Fenster und kehrte dann eilig zu seinem Freunde zurück, aus dessen Brust das Blut in Strömen hervorquoll. Noch während Phd ihn emporhob. ,en seine Augen schon glästM Und t-eii. cnx ... . iu .mann zu wsuven un, .uic ein Kind. Du hast mir das Leben gerettet, lieber alter Junge !" rief er schluchzend aus : ,.) verlaß mich jetzt nicht ich könnte Dir ja Deine Freundschaft nicht vergeltcn !" Das kannst Du doch," flüsterte Jerusalem mit brechender Stimme. Du kannst Nellie jetzt heirathen ; ich habe Dir Alles vermacht." Phil preßte seine schnell erkaltenden Hände ; er vermochte nicht zu sprechen. Ich möchte gern irgend Jemanden qlücklich wissen durch mich," fuhr Jerusalem fort. Ich selber bin's nie gcworden vielleicht wird mir das nun bald ersetzt. Ich habe in letzter Zeit viel über solche Dinge nachgedacht, und dann Phil wozu sein Herz an das Dieffeitige hängen, da doch Alles vergeht ?" Und indem er so sprach, verschwanden auch ihm die Bilder dieser Welt für immer! Ein Jahr später führte der blind liebende Phil seine Braut in das ihnen binterlassene Heim. Er hatte ihr die Geschichte von Jerusalem's großer Liebe erzählt, die sie zurückgewiesen, und ihr kaltes Hen durch seinen Bericht erwärmt. Auch der Wohlstand wirkte bessernd auf sie ein und machte sie der redlichen Liebe ihres Mannes werth. Besonders aber haben die kleinen, die heute im Garten um Jerusalem's Narrheit" spielen, ihr Mutterherz erhoben und veredelt. Grauenhafte That auf einem Dampfer. Die New Jorker Volkszeitung" berichtet: Kurze Zeit, nachdem der zwischen dem hiesigen Hafen und Havana fahrende Dampfer Knickerbocker", Eigcnthum der New Jork, Havana und Merican Steamsip Company", gestern an seinem Dock in Vrooklhn anaeleqt hatte, erschienen im Stationshause des dortigen' .3. Sub-Bezirks zwei auf dem Schisse angestellte Arbeiter und erhoben Klage gegen den Hülfs-Maschincnmeister Nobert H. Need, den sie beschuldigten, den Tod eines auf dem ,,Knickerbocker" als Kohlenschaufler beschäftigt gewesenen jungen Deutschen, Namens Wilhelm Kranich dadurch herbeigeführt zu haben, daß er

den Mann vor ein offenes Kohlenfeuer schleppte und ihn dort so lange liegen lieh, bis sein Tod unvermeidlich war. Die Ecähluna. der beiden Arbeiter, die ihre camen als John Grassen und Fritz Nahmlow angaben, enthalt Einzelnheiten wahrhaft gnnuichafn? Natur. ' William Kranich, das angebliche Opfer eines brutalen Mordes, ließ sich während des vor mehreren Wochen hier stattgcbabtcn Ausstandes der auf Küstcndampfern beschäftigten Kohlenschaufler sür den Dampfer Knickerbocker" als Scab engag'.ren und nahm die Stelle eines der Ausständigen ein. Die deutschen Dampfer, auf denen Kranich früher in derselbcn Eigenschaft gearbeitet hatte, benutzen Weichkohle zur Heizung und die Hitze im Maschinenraum ist deshalb nicht so groß, als dies auf amerikanischen Dampfern, die Hartkohle brennen, der'Fall ist. Die Folge davon war, daß Kranich und seine Mitarbeiter, ebenfalls Deutsche, die als Scabs sich hatten anwerben lassen, unter der außerordentlichen Hitze, an die sie nicht gewöhnt waren, stark zu leiden hatten. Am 17. d. M. erkrankte Kranich, als das Schiff noch etwa 300 Meilen von Havana entfernt war, infolge der Hitze und suchte bei dem Hilfs-Ma-schinenmeister Need um die Erlaubniß nach, auf Z)eck gehen zu dürfen. Need antwortete, er werde das Gesuch nicht bewilligen, die Kohlenschaufler müssen im Maschincnraum verbleiben. Kranich der sich äußerst unwohl zu fühlen schien, stieg, sein Leben hoher schätzend, als den Befehl seiner Vorgesetzten, die auf das Deck führende Leiter hinan. Need sprang nun. hinzu, riß die Leiter dem Manne unter den Füßen weg, so daß derselbe auf den Fußboden stürzte, und besinnungslos liegen blieb. Darauf, so erzählen die Leute weiter, schlug Zleed ihn mit einer Kohlenschaufcl, schleppte den Hilflosen vor das Kesselfeuer und öffnete die Thüre des Heizapparates, so daß Kranich der fürchterlichen Hitze,' die demselben entströmte, ausgesetzt war. Nachdem der Man dort geraume Zeit gelegen hatte, entfernte man ihn von dem glühenden Ofen und rief den Schiffsarzt Dr. John Violet herbei. Dieser lief; Kranich sofort nach dessen Koje bringen, war aber nicht im Stande, den Mann zum Bewußtsein zu bringen und der Patient starb in der-

selben Nacht. Nach Angabe des Arztes nannte Kranich in der Fieberhitze den Need . einen Mörder, der ihn . umgebracht babe. Eine Untersuchung, die der Doktor an der Leiche vornahm, babe ergeben, daß . Kranich an den Folgen übermäßiger Hitze gestorben war, außer einer geringfügigen Hautabschüriung seien keine Verletzungen bemerkbar gewesen. Zwei weitere Aerzte, die an Bord des Schiffes sich befanden, die Doctoren Vicente L. Füren und DeHarcourt, besichtigten die Leiche ebenfalls und bestätigten die Ansicht Violets. Der Kapitän des Dampfers, Frank Kemble, sagte gestern, er wisse von der Angelegenheit sehr wenig; er habe auf Grund des vom Arzt ausgestellten Todtenscheines den Befehl gegeben, Kranich's Leiche ins Meer zu versenken. Ehe die Leicke über Bord geworfen wurde, rief man Need herbei, damit er dieselbe noch einmal sehen könne. Als er auf Deck erschien, stürzte sich die mit Beilen, Messern, Eiscnbolzen und anderen Gegenständen bewaffnete Mannschast aus ihn und er fand es für gerathen, sich wieder in den Schiffsraum zurückzuziehen. Polizei-Kapitän Kellett ließ Need verhaften und sperrte ihn sowohl als die beiden Ankläger im Stationshause an Butler Str. ein. Europaische Postnachrichten. -05E i n pfychologisch-merk-würdiger Fall beschäftigte am 30. Juni das Sckwurgericht zu Ellwangen (Württ.). Im Februar d. I. hatte ein bis dahin ganz unbescholtenes Dienstmädchen, Christine Feil, von Hinterstriebach ihrem 14 Tage alten unehelichen Kinde am hellen Tage in ihrem elterlichen Hause mit einem Vrodmesser den Kopf abgeschnitten und den Leichnam zum Jenster hinausgeworfen. Die Angeklagte ist eine 20 Jahre alte Blondine mit angenehmem Gesichtsausdruck. Nachdem die Angeklagte am 3. Februar im elterlichen Hause, wo man sie aufs Beste behandelte, niedergekommen war, hatte sie am Nachmittag des Februar ein Gespräch mit ihrer Mutter über den Vater ihres Kindes. Sie hatte mit 2 Männern Umgang gehabt, ihrer Mutter aber nur von einem derselben erzählt. Auf die Frage der Mutter, ob sie darauf schwören könne, daß sie es nur mit Einem zu thun gehabt habe, saß sie eine Stunde lang, ohne zu reden, auf der Ofenbank, folgte dann ihrer Mutter, welche in der Küche sich beschäftigte, und frug: Was soll ich thun ?" und kehrte auf deren Antwort : Nichts sollst Du thun," in die Stube zurück, um sofort ihr Kind in die nebenliegende Kammer zu'tragen, ihm dort den Hals abzuschneiden und es zum Fenster hinauszuwerfen. Unmittelbar daiauf wurde sie von der Mutter angetroffen, wie sie versuchte, sich selbst den Hals abzuschneiden und verfiel, nachdem ihr das Messer entrissen worden, in einen Zustand der heftigsten Aufregung, in welchem sie sich wie unsinnig geberdcte, in der Stube herumsprang und mit Gewalt zur Thüre und den Fenstern hinauswollte, so daß sie nur mit Mühe gebälckigt werden konnte. Sie tobte eine Stunde lang fort, dann sah sie wie verstockt hin und redete nicht mehr. Sie wurde zu Bett gebracht, wo sie anscheinend bewußtlos liegen blieb. Weil man fürchtete, sie werde sterben, wurde ihr am andern Morgen vom Geistlechen die letzte Oelung gegeben. Als sie an diesem Tage von den Gerichtsärzten, I Medizinalrath Dr.. Groß und Oberamts-

Wundarzt Dr. Werfur besichtigt wurde, lag sie mit geschlossenen Augen steif und starr ausgestreckt im Bett, schien vollständ!g bewußtlos und gefühllos, ließ obne jedes Zucken heißes Wachs sich auf die Brust tropfen, mit eiskaltem Wasser sich begießen und die Füße kneipen. - Doch fand sich bei den Bewegungen der Glieder und des Numpfes, angestellt um zu sehen, ob die Gliedmaßen schlaff oder steif seien, ein solcher Mangel der Uebereinstimmung, daß der Verdacht der Verstellung dringend wurde. In der folgenden Nacht gab sie zum erstenmal ein Lebenszeichen von sich, indem sie Füße nnb Arme bewegte und etwas flüssige Nahrung schluckte. Am Tage darauf in das Krankenhaus nach Ellwangen verbracht, wobei man sie von ihrer Wohnstube in den Wagen und von dem Wagen in die Krankenzclle tragen mußte, machte sie dort sofort einer barmherzigen Schwester das Geständniß, welches sie auch später wiederholte, es sei Alles dies Verstellung von ihr gewesen und jammerte über ihre Sünde, die nicht verziehen werden könne. Seither ist sie, wie von keiner Seite bezweifelt wird, körperlich und geistig gesund. Darüber aber, ob sie dies auch zur Zeit der That gewesen, waren die Sachverständigen nicht einerlei Meinung. Schon die Gerichtsürzte nahmen an, daß eine leichte Störung des Wochenbettverlaufs vorhanden gewesen sei, konnten aber keine positiven Gründe dafür sinden, daß die freie Willensbestimmung dadurch ausgeschlossen gewesen sei, und hielten nur einen Ausbruch schwerer Gemüthserregung für wahrscheinlich. Auf Grund dieses Gutachtens wurde die Verweisung vor das Schwurgericht, zugleich aber auch die Veranlassung weiterer Beohachtungen der Angeklagten in Winnenthal beschlossen. Dort hat Direktor Dr. Zeller durch seine Diagnose die Ansicht gewonnen, daß die freie Willensbestimmung zurZeit der That ausgeschlossen sej. Diese Ansicht theilte auch das Medizinalkollegium, welches um ein Obergutachten ersucht wurde. In den Zuständen, welche theils von den Aerzten in Ellwangen wahrgenommen, theils von der Angek agten erzählt wurden, fand das Medizinalkollcgium ein bis in's Einzelste so naturwahres Bild körperlich und geistig bedingter, kurz dauernder Melancholie mit raptus und konsekutiver rascher Lösung,

daß das cmsache Bauermadchen em großartiges Schauspieltalent und eine ebenso große Erfahrung in der Psychiatrie haben müßte, um solches vortäuschen zu können. In der Hauptverhandlung wurde denn auch die Angeklagte von den Geschworenen freigesprochen. Düsseldorf, 30. Juni. Vor dem Schwurgerichte wurde heute eine Anklage wegen Mordes verhandelt, die der den Fall begleitenden Nebenumstände wegen die allgemeinste Theilnahme erregte. Der bisher unbescholtene, sich des besten Rufes erfreuende Metzgergeselle Joseph I., 22 Jahre alt, war. angeklagt, am 26. April d. I. seinen leiblichen -Bruder Franz vorsätzlich getödtet zu haben. Der Getödtete erhält das Zeugniß eines rauflustigen, faulen, dem Trunke ergebenen Menschen, der sich nicht scheute, Hand an seine Eltern zu legen.' Am 26. April hatte er wiederum den ganzen Vormittag in den Wirthshäusern zugebracht. Mittags kam er nach Hause und verlangte zu essen. Als ihm seine Mutter Sauerkraut und Fleisch vorsetzte, schimpfte er auf das Futter" und verlangte Schnapsgeld. Da ihm dieses nicht gegeben wurde, verließ er lärmend die Wohnstube. Kurz nach diesem Vorfall kam der Angeklagte nach Hause und wenige Minuten später trat sein Bruder Franz abermals in die Stube. Er wiederholte seine Forderung, und als dieser nicht entsprochen wurde, stieß er seine Mutter mehrere Mal vor die Brust, würgte sie am Halse und drohte, sie zum Fenster hinauszuwerfen. Die Ausführung einer, solchen Drohung war dem Raufbold zuzutrauen, hatte er doch bereits früher seinen Vater mit einer Pistole bedroht und war drei Wochen vor dem 26. April auf seine a'te Mutter mit gezücktem Messer losgegangen. Als der Angeklagte seine Mutter in Gefabr sah, eilte er in die Ncbenstube, ergriff sein dort liegendes Schlachtmesser und versetzte seinem Bruder einen Stich in die Brust. Der Gestochene siel zu Boden und war gleich darauf eine Leiche. Der Stich hatte Herz und Lunge durckbohrt. Der Thäter stellte sich sofort freiwillig der Polizei und legte ein reumüthiges Geständniß ab. Auch in der heutigen Verhandlung hielt er daffelbe aufrecht. Der Einzelheiten des Vorfalles erinnerte er sich nicht mehr genau, da er in größter Erregung gehandelt hatte. Die Geschwörenen verneinten die an sie gestellte Hauptfrage, dagegen bejahten sie die Nebenfrage, welche töotliche Körvei Verletzung betraf, und bewilligten dem Beschuldigten mildernde Umstände. Der Schwurgerichtshof verurtheilte hierauf den Angeklagten zu sechs Monaten Gefängniß unter Anrechnung einer zweimonatlichen Vorhaft. , Ein schreckliche That wird aus Hirschberg i. Schl. gemeldet : Die Frau eines Schirrbauers Weißig in OberBerbisdorf entfernte sich vor einigen Tagen ohne Wissen ihres Mannes, welcher perade in seiner Arbeit in der hiesigen Linkeschen Fabrik war, mit ihren vier Kindern im Alter von 143 Jahren von ibrer Behausung, um unter Mitnahme emes Kinderwagens nach Hirschberg zu gehen. Sie mochte schon längere Zeit in der Stadt umhergeirrt sein, als sie abends gegen 6 Uhr die Häuslcrsche Weinhalle besuchte, wo sie mit den Kindern etwas Apfelwein trank. Sie fiel bier durch ihr wortkarigcs und ruhiges Wesen auf und entfernte sich gegen 7 Uhr, verweilte nun noch einige Zeit in der Stadt und begab sich dann nach H'artau, wo sie nach 10 Uhr an der Boberbrücke anlangte. Hier

machte sie auf der nebenliegendcn Wiese Halt und bereitete aus einem Heuhaufen ein Lager, auf welches sich die Kinder legten. Letztere, von dem langen Umherirrcn ermüdet, schliefen bald ein ; nun nahm die Weißig ihre 3 Jahre alte Techter Vertha und warf sie in den Vober ; demnächst sofort die 6jährige Anna. Bei dem Schrei, welchen dieses Kind aussticß, erwachten die beiden noch übrigen Kinder; schnell begriff der 11jährige Knabe, welch schreckliche That geschehen war und was ihm bevorstehe. Er erfaßte daher den nebenstehenden Kinderwagen und entflob. Nun eilte die Mutter auf die Miährig? Ernestine zu, umscklang sie mit den Armen und sprang mit ihr in die Fluthen. Als beide in das Wasser stürzten, ließ die Weißig ibr Opfer aus den Händen, so daß es dem Mädchen gelang, sich an dem Weidcngebüsch festzuhalten und so ihr Leben zu retten, während ihre Mutter ertrank. Das junge Mädchen eilte nun dem Dorfe zu und bat bei' dem Gärtner Maiwald, in deffen Stube noch Licht brannte, um Einlaß. Befragt, wo sie herkäme, verheimlicht? sie ihr schreckliches Erlebniß und gab vor, sich verirrt zu haben und dabei ins Waffer gefallen zu sein. Maiwald gab nun dem Mädchen trockene Kleider und behielt es über Nacht in seinem Hause. Als der Vater nach beendigter Arbeit nach Hause kam, theilten ihm die Nachbarn mit, daß seine Frau nach Hnschberg gefahren . sei. Als dieselbe nicht zurückkehrte, machte er sich, nichts Gutes ahnend, auf den Weg, um sie zu suchen. Am anderen A!orgen kam der Knabe Heinrich mit dem Kinderwagen nach Berbisdorf und theilte nun das Geschehene dem Vater mit ; unterdcß kam auch der vom Gärtner Maiwald abgeschickte Bote und setzte Weißig von dem Ausenthalte seiner Tochter in Kenntniß. Weißig' ging nun mit nach dem Unglücksplatz. Gegen 9 Uhr gelang es, die Leiche der 'Frau aus dem Wasser zu ziehen. Nachmittags fand man die des älteren Kindes, während die des jüngsten nock fehlt. Die Ermordug eines M ä dck e n s durch ihren Geliebten, welche im Winter v. I. ein nicht geringes Aufseben machte, beschäftigte kürzlich die 1. Strafkammer des Berliner Landgerichts I. Der Müllergcselle Friedrich Hermann Handtrack, ein junger Mann von 24 Jabren, war auf Grund des Paragraph Litt des Strafgesetzbuches angellagt. Dieser Paragraph lautet: Ist Jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getödteten zur Tödtung bestimmt worden, so ist auf Gefängniß nicht unter drei Jahren zu erkennen. Der Thatbestand ist folgender: Der Angeklagte hatte mit einem Mädchen, Namens Auguste Schiefer, ein LiebesVerhältniß, das nicht ohne Folgen . Os c i rv ' rv

geotleoen war. Äm anuar o. . stellte er sich auf der Polizeiwache mit der Angabe ein, daß er im hiesigen Hotel zur Stadt Cottbus seine Braut in der Nacht zuvor um's Leben gebracht. Diese Angäbe fand man auch bald auf's SchreckAXk& X&Xtritn nv fnV Vi? Oöt4 VVVV. vtvw jvttiv vv wvv v der Schiefer mit durchschnittenem Halse ; die Obduktion ergab, daß ein Vcrgiftung?versuch vorhergegangen war. Wie der Angeklagte angab, hätte er, da er zu jener Zeit stellenlos war, den Entschluß gefaßt, sich das Leben zu nehmen und seine Braut din Wunsch ausgesprochen, mit ihm zu sterben. Am II. Januar kaufte er Kleesalz und begab sich mit seiner Braut nach dem Gasthaus zur Stadt Cottr. - rv c ... er r. i r . r !? r t w tyj 99 m w,W9 -j w r w wv v 4T Glas, in welches das Kleesalz geworfen worden, ausgetrunken. Als das Gift zu wirken begann und die Schmerzen sehr heftig wurden, bat mich so erzählt der Angeklagte meine Beaut inständig, sie von ihren Ovalen zu erlösen. Anfangs zögerte ich, doch angesichts ihrer gräßlichen Schmerzen und auf ihre dringenden Bittcn schritt ich endlich zur That. Ich holte eilt Dolchmeffer, das' ich iu meinem Kasten bewahrte, hervor und durchschnitt meiner Braut, die sich mit einem Tuche die Augen verbunden hatte, den Hals. Sie verhielt sich babei ganz ruhig. Als ich ihr den ersten Schnitt beigebracht, fragte ich sie, ob ich ihr, da sie so laut röchelte, nochmals in den Hals schneiden solle. Sie winkte darauf leise n it dem Kopfe. In Folge dessen schnitt ich ihr noch ein oder zwei Mal in den Hals." Das Urtheil des Gerichts lautete auf 4 Jahre Gefängniß. Bonn, 1. Juli. Am schwarzen Brett der Universität ist folgende Bekannt machung angeschlagen : Ich halte mich für verpflichtet, zur Kenntniß der Herren Studirenden .zu bringen, daß durck eine Entscheidung des Reichsgerichts jede Mensur mit scharfen Waffen, mag sie infolge einer sogenannten Conlrahage oder auf Bestimmung (ohne eigentliche Forderung) geschehen, als Zweikampf im Sinne des lAesees xu eracbten lind iu bestrasen ist. nn rtn MTvmnn nnnp nie imtfTr nnv I 0 0" I 1 I wobei ich zugleich bemerke, daß die hiesige Polizei durch den Ersten Herrn Staatsanwalt Anweisung erhalten hat, alle Mensuren zwischen Studirenden, mögen sie einen Erfolg haben oder nicht, dem Ersten Herrn Staatsanwalt anzuzeigen. Bonn, 124. Juni 1181. Der z. Rccto'. der Universität : (gez.) Nühle." Frank f u r t, '1 . Juli. Ein israee litischer Bettler, welcher in der SynagogM W W mm W aw(a W sylLm, W j s V 4 ( uiv uu vti i;ui vvitiviu vic ;imuu u tigkeit seiner Glaubenegencssln in Anfpruch genommen hatte, 'wurde wegen Bettelei imd Landstreichcns zu drei Wochen Haft verurtheilt. Als man den Mann .durchsuchte, fand man 10,600 Mark bei ihm. Er behauptete, er habe an seinem Leibe abgespart dieses Geld". Bei ihm fand sich auch eine Liste von sämmtlicken wohlhabenden Jsraeliten. Frankfurts.