Indiana Tribüne, Volume 3, Number 50, Indianapolis, Marion County, 23 July 1881 — Page 8

Indianer Tribüne.

B o L l e s.

Indianapolis,. Ind., den 23. Juli 1831. Zur N o tiz! Die .Jndiana Tribüne" erscheint SamftagS, wird indessen Freitags Abend frühzeitig igenug fertig gestellt, um noch mit der Vost versandt werden zu können. Anzeigen, welche SonntagS.Vergnügungea, Versammlungen etc. betreffen, müssen Freitag bis um 12 Uhr Mittag auf unserer Office abgegeben werden. Exemplare der Tribune find in der Buch Handlung don G. Kehl er, 17 Ost Washingtouftraße, zu haben.

Stärket und regulirt euer System durch den Gebrauch von D r. August i?4 n i g ' 8 Hamburger Tropfen. DieseWoche stand eine ganz statt liche Anzahl Haulustiger im Polizeigericht, die jedoch fast Alle mit geringen Strafen davonkamen. ra- John Messersmith, ein Angestellter in A.D. Streight's Stuhlfabrik verlor am Dienstag während der Arbeit drei Finger. Das ist der zweite Unglücksfall, der sich seit circa acht Tagen in jener Fabrik ereignete. Samuel Hensel hing am Dienstag seine Wege in einem Stalle der Straben Cars und als er zurückkam war seine Uhr daraus verschwunden. Großes ftamilitn Picnic im Germania Park am Sonntag. den 2Ä. Juli. Expreß: wagen fahren von Wasbington und Delaware St. stündlich nach dem Park. j Am Dienstag Nachmittag entstand zwischen, einer Straßen Car und einem schwer beladenen Wagen eineCollision wo durch der betr. Wagen beschädigt wurde. ! L. B.Jones wurde von einer ärzt lichenCommission untersucht und in seinem Oberstübchen war nicht Alles oder viel mehr Alles nicht ganz richtig. SSr Ein Negerknabe, der bei dem EisHändler Armstrong beschäftigt ist, schob sich am Montag aus Spielerei mit einer Kinderpistole in den Mund. Der einfältige Junge hat sich damit schwer verwundet. Herr Otto Winter, Nro. 246 Wa bash Avenue, der vier Jahre lang ikassirer des bekannten Grundeigenthumhändlers Jra Brown war, erzählte, daß er vor vierzehnTagen einen heftigen Rheumatismusanfall in den Beinen gehabt der ihn ver hindert habe, seinen Pflichten nachzugehen. Die hinzugezogenenAerztehätten ihm keine Erleichterung verschaffen können. Da ein Freund ihm das St. Jakobs Oel empsoh. len, hätte er dasselbe probirt, und zwar mit absolut sofortiger und dauernder AbHülse, denn keine Spur der Krankheit habe sich mehr gezeigt. Uebrigens meinte er, daß die Heilung von Frl. Mugan, ein bei einer Familie in demselben Hause wohnendes Mädchen, mindestens ebenso merkwürdig sei. Frl. Mugan hatte tnehrere Tage lang an Neuralgia in ihrer schrecklichsten Form gelitten. Alle Mittel gegen den Schmerz, der sie fast von Sinnen gebracht, seien fehlgeschlagen, bis man endlich auf Herrn Winter's Rath die schmerzenden Stellen mit dem Oel eingerieben habe. In fünf Minuten seien die Schmerzen völlig und für immer verschwunden. tT In der ersten Hälfte des Monat Juli sind hier 133 Todesfälle vorgekommen. Das ist eine erschrecklich große Zahl, die wohl hauptsächlich auf Rechnung der kolossalen Hitze gesetzt werden kann. SSs Der notorische Weiberprügler David Stewart wurde am Mittwoch zu $100 Geldstrafe und 30 Tage Steineklo. pfen verurtheilt und seiner' Frau wurde besonders eingeprägt diesmal nicht um Gnade sür ihn zu bitten. Cr Ueber die hohe Bedeutung von Geschästsanzeigen spricht sich ein amerika nisches Blatt in folgenden blumenreichen Worten aus: Wer Geschäfte machen will, ohne es durchAnzeigen bekannt zu machen, verführt wie ein junger Mann, der ein hübsches Mädchen liebt und diesem im Dunkeln Handküsse zuwirst. Er weiß zwar, was er thut, aber sonst Niemand Es ist eine Thatsache, daß Kendall's Spavin Cure das ist, wofür es ausgegeben wird. t Josie Roberson ersuchte das Ge richt sie von ihrem Gatten James Rober son zu befreien. Sie gab dafür gewichtige Gründe an, unter andern auch den. daß ibr Mann wegen eines Vergehens zu Zuchthausstrafe verurtheilt ist. Wir erbitten die Aufmerksamkeit unserer Leser sür die Anzeige von "Simmons Iaver Regulator." Dieses Mustermittel verdient nicht, mit den vielen Patent Zaubermitteln, die so liberal durch das Land angekündigt werden, auf dieselbe Rangstuse gestellt zu werden. Es ist eines der allerbesten Präparate, die im Gebrauch sind und wird von regelmäßigen praktischen Aerzten empfohlen. Sein verständiger Gebrauch beugt mit Sicherheit Gallenleiden vor, wenn man ihn anwen det, sobald sich die ersten Symptome der, selben zeigen.

Gouvernenr Porter befahl den im nördlichen Gefängnisse weilenden JameS Corrigan dem Jrrenasyl zu übermitteln, da der Gefangene ohne Frage wahnsinnig ist. Er wurde vor etwa 16 Monaten ver urtheilt, weil er Mitglied einer Räuber bände war. Seine Geistesstörung ist also leicht erklärlich. kS-Eine Anzahl Cigarren Macher, welche bei Andrew Steffin angestellt wa ren, sind seit vorgestern am Strike, weil sich Arbeiter und Arbeitgeber bezüglich der Löhne nicht einigen konnten. Doch sollen diese Differenzen jetzt schon nahezu ausge glichen sein. Ich war seit 15 Jahren mit Unver daulichkeit und dadurch hervorgerufenem Kopfweh, geplagt. Zuletzt gebrauchte ich Dr. August König's Hamburger Tro pfen, und kann Ihnen nun mit Freuden berichten, daß ich von beiden Uebeln voll ständig befreit bin. Ich empfehle nun je dem Kranken die Hamburger Tropfen. C. Wintheiser, St. Peter, Minn. öS- Charles Fred und JameS Leddy wurden am Mittwoch in die BesserungS anstatt gebracht. Louis Greiner, ISO W. Washington Strotze, empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Uhren, Juwelen u. s. w. t& Der Liederkranz veranstaltet mor gen ein Familien Picnic in flnarzers Grove. Die natürliche Folge des Mucker-

thums, das Denunziantenwesen- macht

sich hier schon bemerkbar. Die Denunzi anten, diese elenden Jammerseelen, haben bereits mehrere Wirthe denunzirt, am Sonntag Getränke verkauft zu haben. Unter den'Verklagten undBestrasten befin den sich Charles 'Ziegler und Peter Jäger. Den anderen Wirthen steht ein ähnliches Schicksal bevor.

öS- Die vielen Freunde von Frl. Jda Keller dürfte es interefsiren, zu erfahren. daß sich die junge Dame morgen mit Herrn Ward Gale aus Volo Lake bei Chicago in Hqmnens Fesseln schmieden den läßt. Die Hochzeit sindet im Hause der Braut statt und morgen Abend wird das junge Paar eine Hochzeitsreise antre ten. Der größte Stallbesitzer in Maine gebraucht Kendall's Spavin Cure mit be stem Erfolg. Er sagte einmal : Kendalls Spavin Cure ist das beste Heilmittel, wel ches ich je gebrauchte und Tausende be Häupten dasselbe. Die Vaterschaftsklage welche von Ella Reed gegen Charles Rice anhängig gemacht war wurde wieder fallen gelassen, da zwischen den beiden Parteien ein Com promik zu Stande kam. Emeline E. West will von George W. West geschieden werden. In ihrer Klageschrist sagt sie, daß sie von ihrem Gatten häufig mißhandelt wird. Im Germania Park sindet morgen ein Picnic statt. Mahone scheint jetzt'die größte Erscheinung zu sein und alle Augen schauen auf ihn, aber sein öffentliches Ansehen ist daö Resultat eines Unfalles und ist also nicht mit dem Ansehen von Reed'S Gilt Edge Tonic zu vergleichen. Ein naiver Bursche scheint George Wilson zu sein, den man am Dienstag Morgen in einem sehr eigenthümlichen Zustande an West Washingtonstraße, nahe dem Parktheoter fand. Er erzählte den Polizisten welche neugierig genug waren, sich nach seinen Angelegenheiten zu erkun digen, daß er am Abend vorher auS Knightstown gekommen und ins Capitol Theater gegangen sei. Dort traf er mit zwei Fremden zusammen, die ein tiefeS Jntereffe für ihn an den Tag zu legen schienen, die ferner um seine Wohlfahrt sehr besorgt waren, und die sich schließlich erboten ihm die Stadt und ihre Sehenö Würdigkeiten zeigen zu wollen. Nur knüpsten die beiden Schäcker daran die sonderbare? Bedingung, daß Wilson vor her eine gehörige Portion Whisky zu sich nehmen müffe. Der gutmüthige Wilson ging auch auf all diese Vorschläge ein, jedensans sich mehr zu trauend, uls er ver tragen kann, denn schon nach etwa einer halben Stunde begann der Schnaps in seinem Oberstübchen zu rumoren. Er

ließ sich ein altes verrumpeltes Gebäude als daö Staatshaus vorstellen, und daS Courthaus betrachtete er sür einen Musen tempel. Die beiden Kameraden, die es mit seiner Wohlfahrt so gut meinten,' riethen ihm dann ein gesundes Schläfchen unter freiem Himmel an und entfernten sich, eine kleine Ueberraschung für Wilson zurücklassend. , Sie hatten denselben Nämlich trotz der kurzen Zeit so lieb gewommen, daß sie nicht ohne Andenken von ihm gehen konn ten, und machten ihn deshalb um eine goldene Uhr und $12 Baargeld leichter.

Doppelt verloren,

.Am Donnerstag Nachmittag kam eine alte arme Frau zu Gouverneur Porter und bat ihn flehentlich ihren Sohn Perry Bürge, der im Gefängniffe tödtlich erkrankt war, zu begnadigen. In Folge der Verurtheilung meinte sie, habe sie ja ihr Kind schon halb verloren, nun wollte sie aber in einem solchen Mo mente wenigstens ihm nahe sein können. Die Depesche die ihr diejschmerzliche Nach richt gebracht hatte, in der Hand haltend, erwartete sie die Antwort des Gouver neurS. Dieser meinte jedoch, daß eine Begnadigung in diesem Falle nicht viel nützen würde, da der Kranke doch nicht kommen könne, und gab deshalb der alten schwergebeugten Mutter die Erlaubniß, nach Michigan City zu reisen um dort am Krankenbette ihres Sohnes weilen zu dürfen. Und als sie erwiederte, daß das nicht möglich sei, weil es ihre Armuth nicht gestatte, daß sie die Reisekosten bestreite wurde eine Summe Geldes sür die bedau ernswerthe Frau aufgebracht. Aber das Unglück schreitet schnell. Noch' ehe ein Zug nach Michigan City abging, erhielt die alte Mutter telegraphische Nachricht, daß ihr Sohn gestorben sei. An dem Schmerze der Mutter sah man, daß ein Mutterherz sich selbst von einem ungera thenen Kinde nicht ganz abwenden kann.

SZg- Die Coronersuntersuchung bezüglich des Todessalles von Ch. Schwartz ist jetzt beendigt und in dem Verdikte heißt es, daß der Verstorbene zwar durch seine ei gene Unvorsichtigkeit ums Leben gekommen'sei, daß aber auch die Eisenbahnge sellschaft zu tadeln ist. Die Pan Handle Bahn sollte nämlich ihren Leuten Anweisungen geben, wie sie zu arbeiten haben, um sich vorUnglücksfällen zu schützen, denn bis jetzt arbeiten die Angestellten ohne be sondere Vorsichtsmaßregeln zu gebrauchen. Da ist e3 kein Wunder, daß so viele Menschenleben dabei zu Grunde gehen. Henry Marsch, ein aus dem Arbeitshause in Cincinnati Entflohener wurde am Montag hier verhastet, und nach Cincinnati zurückgebracht. tST Wm. Mason, M. Schosield und Jerry Craven veranstaltete am Montag eine öffentlicheKeilerei und wurden deshalb verhaftet.

Todtenliste vom 13. bis 21. Juli. Carl Kahle, 1 Jahr. Albert Marggraff, 3 I. Louiö Rtisining, 16 I. Jettie Sonnenberger, 8 Monate. Fred. Büddenbaum, 10 M. John L. Kißler, 30 I. John Smitha, 85 I. Frederick Meher, 67 I.

Brief liste.

Indianapolis, 23. Juli 1881. AndvBurlhardt. Lige S. Miller. G. F. Beneger. Jacob D. Myerö. Frank Helm. I. H. Miller. Christ. A. Fredke. I. H. Mayer. G. Schauer. J.A.Wild man, Postmeister.

Dreisilbige Cbarade. Die erste hat in Feindeö Land Im heißen Kampfe mitgerungen. Als Feldherr einst mit starker Hand Den stolzen Gegner mitbezwungen. Und als nach blut'gem Streit sie dann Zurückgekehrt in Deutschlands Gauen, An allen Orten konnte man -Im schönsten Schmuck die Letzten schaue. Im Musentempel, hoch und schön, Kannst Du im hellen Lichterglanze Dort zu der Göttin Füßen sehn, Durch Liebesrausch gebannt, das Ganze. (Auflosung in nächster Nummer.) Auflösungen müssen zum Zwecke der Veröffent lichung bis Freitag Morgens 10 Uhr eingeschickt werden. Auflösung

deS.in voriger Nummer erschienenen Räthsels :

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SS Oliver Marshal, ein Arbeiter an English's Neubau wurde am Donnerstag vom Sonnenstich getroffen und befindet sich seitdem in einem seyr kritischen Zu stand. Dies ist der zweite Anfall dem er während der letzten . zehn Tage ausgesetzt war. T Am Montag zu einer frühen Stunde drang ein Dieb in Georg Hoffman's Wohnhaus an Ost Market Strabe und erbeutete eine goldene Uhr und'Kette, zwei silberne Uhren nebst Kette, sowie 530 Baargeld. ' ,

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