Indiana Tribüne, Volume 3, Number 48, Indianapolis, Marion County, 9 July 1881 — Page 2
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Henerak-Dampf-Schissfayrts-Agentur. Sämmtliche deutsche, engliscke und arnerifa nische Linien fi-b durch mich vertreten, Pas Im L"trireB!Urfl0,ll"Xiietl T , . . . m Noch immer ist Gelcgenyett, ourü) miq sage für Einwanderer zu redu;irten Preisen auf den regulären deutschen Dampser.Mlen zu kau sen. Zugleich habe ich die Agentur für die Oestlichcn Eiscnbabucn und biete meinen Kunden alle mit einem reellen Geschäfte verbundenen Vortheile. EuropaAeisende sollten nicht berfeh. len, ehe sie ihre Vorbereitungen für die Reise treffen, bei mir vorzusprechen. Reise-Passe werden prompt besorgt. Zweites Stockwerk, Qdd Fellows Halle, I. H. Bates, 41 Park Row (Sinus" Building). Nero ZZork. AnzeiflenAgcntur. G1LT,:EDGE ist ein wirksames Mittel gegen Malaria clever, rae glrvkr un oneuiecnui Vagen, Leberkrankheiten. Unverdaulichkeit und Sinken t rkste. ES bat nicht seines Gleichen und kann legen Malaria Fieber, kaltes Fieber und verdorbenen ' Ä - - w . . r; .f. a . :x . v r?2u f .u durch Nichts ersetzt werden. Es sollte nicht mit billi atn MUckunaen von Svirituosen. ätherischen Oelen u. s. ., welche oft unter dem Namen Bitterö verkauft erden, verwechselt werden. Zu berkaufen bei allen Apothekern, Grocern und Weinhändlern. y Kendall 'qß rci. rv . . "aYNWWAJVA. Kendall's Spath - Cure. Daö erfolgreichste Mittel, das je ent. deckt wurde. Es ist sicher in seiner Wirkung und erzeugt keine Kruste. Lies folgende Beweise : Von Col. L. T. Foster. YoungStomm, Ohio, 10. Mai 1880. Dr. B. I. endall & Co. Meine Herren: Ich batte in sehr fähige hambletonischeS Füllen, welche ich sehr hoch schätzte, e hatte einen großen Spath an i? ' li nr:.v. ..Mk rtr ftn Yem anhtm. welch e sehr lahm machte, ich hatt eS unter der re. " ff ff . C 1 - - . & W k A W M 1 . I SM' taiini.lM.4 rbhitaUSIK fSftS'tfffitänÄ hl, Acmi,r mir daffiid, jjff1-.fj ' -.v 9 rniAii im tiAnttl ftf Alls tinn flf kachle Z gründlich zu versuchen, ich gebrauchte eZ der ,nft6 S am l.Taat btxtt tai Nullen 7. ,u i.in und die lumven waren gän.lich ver. M.und. wie die irgend eine Pferde im gewöhnlichen Zu. n v. nS in ftirnäwhirt akbeilt. Die Feiluna war so merkwürdig, daß ich zweien meiner Nachbarn die L . A. nt..f!.e mmm. .f A A 24.t A A A üvttgen i ijlstfqiN UOCIilCB, ic Hochachtungsvoll L. X. Foster. Kendall's Spath - Cure für menschliche Gebrechen. PSttens , . m mh v m fm . fr f ffV on cn B.J. endall. 51. v.-Geehrter Herr! Ich litt sebr M. m LAJ&ui&& M U Jm n einer überaus ichttmmen errenrung am u?. knäel. und marsch sechzehn Monate, ai to; rn & warn im a W im FZ fi ffiZfiwi&l öath.ure brachte mich zuerst wieder aus die Beine und meinen verrenkten nöchel zum ersten sai sen meiner Verlegung wieder in d,e rechte age. Ärln Lausmittel übertrifft eS an Werth alle Bisherige. Iyr.rgeenflersr.uno, Slev. a. '45. xj c 1 1. Prediger der Ful on Str. Kirche. Kendall's Spath-Cure. an send Adresse für in lllustirte Cirkular, mel . . t - c . f . im . a c. i. k (fiel nach unserer Meinung rnen aen? uou aue Zweifel darstellt, ein ittel,für Thier sowohl als lck. bar na uniere wmni ic ioiqc cniicoico nen Erfolgt erfreut. Preis N per Flasche. 6 Flaschen 5. LSe Sxotheker .1 Vr Tffn c flrlt ä rAmmn. Tii stiofti. Ihümer fchicken e, bei Emsendung de Preise an lede drefse. Dr. B. I. endall So., SnviburghFall, Vermont. Zu verkaufen in allen Apotheken.
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s. Inland. Mordanfall auf den Präsideuten- Garsicld. Wir brinaen biermit die Deveschen. welche sosort nach dem Attentate hierein. 4a(am Washington. 2. Juli. HeuteMorgen 9 Uhr wurde Präsident Garsteld im Bahnhof der BaltimorePotomac-Bohn von einem Meuchelmörder angefallen und schwer verwundet. Der Angreifer ist ver hastet worden. Washington, 2. Juli. Präsi dent Kalfield lieat in einem Vrivatzimmer vPP m,nmin hr Nlt,'ni5r- Ar Rnlnrnnr I V M V V W r M w R. R. Doctor Bliß, Generalarzt Barnes und Dr. Purvoist (farbig) sind um ihn. Die Schüffe wurden von einem hageren Manne abgefeuert, welcher etwa 5 Fuß 7 Zoll ist. Er weigert sich seinen Namen anzugeben ; er wurde sofort verhaftet und zuerst nach demPolizeiHauvtquartier und dann in' Gefängniß gebracht. Das Mord-Attentat fand in dem War tesaal für Frauen im Depot statt, unmit telbar nachdem der Präsident Arm in Arm mit dem Staatssekretär Blaine eingehe ten war, um mit dem Expreßzug nach den Neu'Englandstaaten abzufahren. Als Mr. Blaine die beiden Pistolenschüsse hörte, lief er in der Richtung, von wo der Schall herkam, um den Mörder zu verhaf ten. Ehe er ihn jedack erreichte, kehrte er zum Präsidenten zurück, welcher durch die Schüsse niedergestreckt war. BeideSchüsse hatten getroffen, der eine in die rechte Seite des Leibes, und der zweite oberhalb der rechten Hüste'nahe den Nieren. Die Aerzte haben die Wunden genau untersucht, aber die Kugeln nicht finden können. - Washington, 11 Uhr 5 Minu ten. Der Präsident welcher bei vollem Bewußtsein ist, klagt nicht über große Schmerzen. Er ist unter Bedeckung einer starken Polizeiwache nach dem Weißen Hause geschafft worden. Washington, 4. Juli. Fol i i n - - DeVescke ist QN Mrs Garfield durch Uuu r,u,c ii uii -uu. wuiuiü vuiui A. I. Rockwell nach Long Branch abge gangen : DerPräsideni wünscht, daß ich Ihnen mittheile, daß er durch einen An griff auf seine Person zwei schwere Schuß wunden erhalten hat. Kommen Sie so fort. Washington, 2. Juli. Charles Guitteau heißt Der, welcher die Schüffe auf den Präsidenten abfeuerte. Er sagte bei seiner Verhaftung : . Ich that es und ich will verhaftet werden. Ich bin ein .Stalwart". Jetzt ist Arthur Präsident. Ich habe einen Brief hier der für General Sherman bestimmt ist. Ich werde vollen Aufschluß geben. Schleppt mich nach der Polizeistation. Charles Guitteau, ein Advokat ausChi cago, xt ein geborener Franzose. Er hatte sich seit Langem vergebens um den Consulatsposten in Marseille, Frankreich, beworben. Washington, 2. Juli. Aus dem StaatsDepartement ist folgende Depesche nach London abgegangen I Att James Staffln, Lowell. London : Der Präsident ist heute Morgen n einem Meuchelmörder, Namens Charles I 7 Guitteau, dllkch zweiReVolVttschiksse schwer I . . . verwundet worden. Wer Pra lvent war eben im Begriff von dem Baltimore Poto mslc SslUNbof nach New Nork ZU fabren. " ..V v 0- ,l. Es war 20 Minuten nach 9 Uhr. Ich I ' "V fuhr mit ihm vom Weißen Hause ab und stand an seiner Seite, als die Schüsse sielen. Der Mordgeselle wurde sofort verhaftet. Den Präsidenten brachten hilfreiche Hände in ein Zimmer des Bahnhofsge bäudkö, wo Aerzte sofort die Wunden un I . . - ter uchten. Gegen 20 Minuten nach 10 Uhr WUkde der Präsident Nach dem ExklU .:.5.... .k, -1. u, . s I m a tt'nenJufland für Suberst gefährlich: doch hoffen sie. seWe starke Konstitution Werde V. " ' i ulc vic t uoeilleyen. Zi Ylll olSlaNg hnSt mut.i- v.. ra.. das Bewußtsein nicht verloren. Benach richtigen Sie unsere Botschafter in den europäischen Staaten. James G. Btaine." Washington, 2. Juli. Guitteaus, des Mörders Schreiben lautet: Des Präsidenten tragisches Ende war eine un bedingte Nothwendigkeit, eö wird die re publikanische Partei vereinigen und die Revublik retten. Das Leben ist NUk ein ""V" 'U8 M l kltler TkÜUM UNd lst NUk WeNlgUttterschied . cm . wenn Emer geht. Eln Menschenleben ist von keinem Werth! Während des Krieges
W ermi flöte
sielen Tausende braver Burschen ohne daß eine Thräne geflossen wäre. Ich nehme an, dafc der Präsident ein Christ war, und daß er im Paradies glücklicher sein wird als auf Erden. Es wird für Mrs. Gar. field, die theure Seele, nicht schlimmer sein, ibren Gatten auf diesem Wege zu verlie ren. als wenn er eines na'.ürlichen Todes gestorben wäre. Ich trug ihm keinen Haß nach; sein Tod war eine politische Noth wendigkeit. Ich bin ein Politiker, ein Advokat, ein Theologe. Ich bin ein Sialwart!- Ich war mit Gen. Grant und den Rest unserer Männer während der Campagne in New Pork. Ich habe einige Papiere für die Presse, welche ich bei Byron Anderson und seinen Misjournalisten hinterlege. Die Berichterstatter können dieselben sehen. Ich gehe in's Gesängnisj. Charles Guitteau." Washington, 2. Juli. Der fol gende Brief wurde kurz nach Guitteau's Verhaftung aus der Straße gefunden : .Bitte, übergeben Sie sofort dem Gen. Sherman diesen Brief, oder seinem ersten Gehilfen im Kriegsdepartement. Ich er schoß soeben den Präsidenten; ich schob mehrere Male auf ihn, da ich wünschte, er möge so schnell wie möglich, gehen. Sein Tod war eine politische Nothwendigkeit. Ich bin Advokat, Theologe und Politiker. Ich bin der Stramme unter den Strammsten. Ich begleitere General Grant und die anderen von unserer Partei nach New Pork während der Campagne. Ich gehe ins Gefängniß. Bitte lasten Sie ihr Militär antreten, um sofort das Gesang niß zu bewachen. Achtungsvoll Charles Guitteau. Als Antwort auf obiges Schreiben ver öffentlicht General Sherman heute Folgendes : Hauptquartier der Armee. Washington, 2. Juli 11 Uhr 35 Minuten. Guitteaus Brief wurde mir soeben von Major William F. Tenning und dem PolizeichefMayor William G.
Brook übergeben. Ich kenne den Schreiber nicht, habe nie von ihm gehört, habe ihn nie gesehen und übergebe das Schrift stück hiermit den Behörden. W. F. S h e r m a n. Die Aerzte in Nashville haben an den dortigen Stadtrath ein Gesuch gerichtet, in welchem sie um Erlaß einer Ordinanz bitten, nach welcher das Glockenläuten beiBegräbnisien untersagt werden soll. weil durch dasielbe, wie sie sagen, der Tod solcher Personen, die in den letzten Zügen, beschleunigt wird. Die JüngerAesculaps wollen sich wahrscheinlich von den Bim bins nicht in's Handwerk pfuschen lassen.' Die Advance Association" der Brooklyner Maschinisten hat beschlossen, eine Agitation zur Gründung einer Coo perativ-Genossenschaft von Hemden-Näh-terinnen in's Leben zu rufen. Den Näh terinnen, welche augenblicklich wahre Hun gerlöhne beziehen, soll von den Mitgliedern der verschiedenen Gewerkschaften eine Werkstatt eingerichtet und Material für die Produktion beschafft werden, wogegen die Hemdefabrikanten, welche zu niedrige Löhne bezahlen, zu Boycotten" wären. Der Richmonder Anzeiger" schreibt: Birginien erhält jetzt ohne Zuthun unse res Einwanderungs'Commissärs tausend deutsche Einwanderer und hat das. der Chesapeake OhioBahn" zu verdanken. Dieselbe muß nämlich den Bau ihrer Ber bindungsbahn von Richmond nach New port-News sehr beschleunigen wenn sie die selbe zur Porktowner Centennial.Feier vollenden will. ,D aber unsere Neger zu faul und unsere armen Weißen zumArbei ten zu stolz sino, ist die Compagnie auf den Ausweg verfallen, von den Castle-Garden"-Commissären m New Zjork sich tausend beschäftigungslose deutsche EinWanderer für ihren Eisenbahnbau senden zu lassen." Die Wohnung der chinesischen Gesandtschast in Washington ist gegenwärtig in Weiß, dem chinesischen Emblem der Trauer, gehüllt, während die aus demsel ben wehende Flagge zu Ehren der verstor benenKaiserinMutter vonChina während der nächsten vier Wochen auf Halbmast aufgezogen sein wird. Die auswärtigen Gesandten, sowie derStaatssekretär, haben dem chinesischen Gesandten Beileidö'Be suche abgestattet. Sämmtliche Attache's der Legation haben weiße baumwollene Trauergewänder angelegt und sind durch die Gebräuche ihres Landes verpflichtet, sich von allen öffentlichen Bergnügun
gen und gesellschaftlichen Besuchen fern zu halten. Zwischen den Ber. Staaten und Europa sind 4655 Segel und 555Dampf schiffe inFahrt. DieseSegelschiffe verthei len sich in folgende Nationalitäten : 1276 britische, 1025 norwegische und schwedische, SU amerikanische. 593 italienische, 395 deutsche, 165 österreichische, 85 spanische, 64 russische. 57 französische. 49 holländische 29 dänische, 27 portugiesische und 2 belgi sche. Bon den Dampfern sind : 447 bri tische, 35 deutsche, 21 spanische, 14 ame rikanische, 13 belgische, 9 französische, 6 holländische, 5 italienische und 3 dänische. Richmond, Ind., hat neulich den kleinsten und jugendlichsten Durchbrenner geliefert. Ein dreijährigerDrei-Käsehoch, Sohn des Stadtanwalts von Richmond, brannte nämlich nach Cincinnati durch. Er war auf den Zug geklettert, vom Kondukteur für einen Sprößling eines der Passagiere gehalten und nicht weiter in kommodirt und so bis nach Cincinnati ge langt. Hier marschirte er im Depot herum und wurde dann endlich identificirt und zurückgeschickt. Seine Eltern wurden durch eineDepesche in Kenntniß gesetzt und beruhigt. Gegen das Schnarchen hat man ein vortreffliches Instrument erfunden. Es ist nach Art der Sprachröhre oder der Schnecke im menschlichen Ohre eingerichtet, so daß es den Schall verstärkt. Der Schnarchsüchtige heftet es beim Schlafengehen vor den Mund, das Endstück des Instruments aber mündet dicht am Ohre. Sowie nun das Schnarch-Solo beginnt, dringt es zehnfach verstärkt als ganzes Schnarchorchester ans Trommelfell des Schläfers, dermaßen, daß dieser erschreckt aufwacht und natürlich sosort die Musik einstellt. Ueber Launen des Blitzes wird der Jll. Staatsztg." aus Kickapoo, Jll., be richtet : Während des Gewitters in der
Sonntag'Nacht hat es bei Adam Becker in Kickapoo eingeschlagen : merkwürdig ist die Thatsache, daß da? Haus durch den Blitz beinahe ganz zerstört, aber von den sünsPersonen,-welche darin schliefen, keine einzige verletzt wurde. Der Blitz fuhr durch den Schornstein in's Haus; dann in die Wirthsstube und in den Eisschrank, und aus dem letzteren durch die Mauer in's Nebenhaus. Der Schornstein ist zertrümmert, die Steine sielen neben dasBett des Herrn Becker, und im ganzen Hause herrschte eine babylonische Verwirrung. Die im zweiten Stock Schlafenden,' konnten nicht herunter kommen, denn das eingestürzte Dach, die Steine und der Mörtel des eingeschlagenen Kamins hatten den Ausweg zur Treppe versperrt. Die im ersten Stock Schlafenden waren besorgt um das Schicksal der Uebrigen. Den Schrecken der Familie kann sichJedermann selbst vorstellen, aber auch die Freude da rüber, daß Keiner verletzt worden war. Das Haus ist in der DeutschenGesellschast von Peoria versichert." Vermischtes . Ausland. Berli n, 1. Juli. Ueber den Termin, an welchem dieWahlen für den neuen Reichstag stattfinden sollten, ist amtlich noch nichts Bestimmtes festgestellt. Doch deuten alle Zeichen darauf hin, daß die Wähler schon im Juli oder August zur Wahlurne berufen werden sollen. Sämmt liche Parteien sind bereits eifrig am Werke der Vorbereitung. Während man natur gemäß über die Vorarbeiten der Soziali sten wenig hört, da dieselben geheim be trieben werden müssen, entwickeln die Fort schrittler und Nationallideralen, wie über all ersichtlich, eine rege Thätigkeit. Die ersteren sind durch verschiedene Erfolge, welche sie bei Gelegenheit von Neu- und Nachwahlen errungen, bedeutend ermu thigt worden und hoffen, einen Theil ihrer früheren Stärke wieder zu gewinnen. Die Nationalliberalen, welche sich durch ihre speichelleckerische Politik beim Volke tief verhaßt gemacht und fast allen Boden verloren haben, wollen jetzt versuchen, durch Ausstellung der sehr populären Forderung der zweijährigen Dienstzeit ihre Reputation wieder herzustellen. Von den Conservativen und Centrums-Leuten hört man wenig. D r e ö d e n, 1. Juli. In Folge der letzten Sächsischen Minigerialvsrordnung, wonach allen Denjenigen, welche verdächtig" sind, den öffentlichen Frieden zu
gefährden," der Aufenthalt in Leipzig und
Umgegend verboten werden kann, sind gestern über 50 Ausweisungen erfolgt. Unt:r den Ausgewiesenen befinden sich folgende Sozialisten: Wilh. Liebknecht, Schriftsteller und Reichstagöabgeordnete? ; A. Bebel, DrechSlermeister und Reichstagsabgeordneter; W. Hasenclever, Schriftsetzer und Reichstagsabgeordneter; Freytag, Advokat und sächsischer Landtagsabgeordneter ; Puttrick, Advokat und sächsischer Landtagsabgeordneter; Bruno Geiser, Redakteur der Nuen Welt" (SchwiegersohnLiebknecht's); Finck, BuchHändler; Goldhausen, Buchhändler; Peukert, Schriftsetzer; Wissinger, Schriftsetzer; Burckhardt, Xylograph; Heinrich, Schmied; Kluttig, Schriftsetzer. Ein Theil der Ausgewiesenen, insbesondere die Redakteure und Setzer der Neuen Welt" werden sich wahrscheinlich nach Altenburg begeben, Andere hierher nach Dresden. Zehn Banden Kuzo-Walachen, meh rere tausend Mann stark, haben sich unter selbstgewählten Führern im Olymp-Ge-birge gesammelt. Der Agitator-Apostel Margarit fordert die Bevölkerung . auf, sich den Vaterlands-Vertheidioern anzuschlieben, um den Feind (Griechenland) '.zu bekämpfen, welcher der Nation die besten Viehweiden wegnehmen und sie dadurch der gänzlichen Verarmung überantworten wolle. Die Griechen werden also zwar keinen ossiziellen Krieg mit den Türken, aber einen Okkupationskrieg zu bestehen haben, bevor sie Herren des ihnen abgetretenen Landes sein werden. Man weiß aber auf der Balkanhalbinsel, wenn einmal der erste Schuß gefallen ist, niemals, wann und wo der letzte verhallen wird. Die Gffizin d er Indiaiiii ?? 1 11 c empfikHtt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen Eintrittskarten, Mitgliederkarten, Broschüren, Confiitutionen, Mreßkarten, und allen einschläglichen Ar tlkeln unter Zuflcherung ele qanter AuSfübrung bei billi-
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