Indiana Tribüne, Volume 3, Number 46, Indianapolis, Marion County, 25 June 1881 — Page 4

Kndiana Hribüne. (Wochenblatt.)

Lfflce: Scke Circle u. Meridianftr, , Im dritten Stock.JEntered as second-class matter at the Postostice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. In der Stadt durch die Post ins HauS geliefert Per Jahr im Voraus 52.00 Per Nummer 5 Keutö. ßito Tchissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 25. Juni 1881. Wie wird eS kommen?, In Deutschland steht man amVorabend eines großenEreignisses. . Wirmeinen da mit die bevorstehenden Reichstagswahlen, für die von den gegenwartig herrschenden -Parteien laut und zuversichtlich, von der mündtod gemachten sozialistischen Partei hingegen geheim und energisch agitirt wird. So wie die Dinge gegenwärtig in Deutschland liegen, ist es wohl schwer zu sagen, welche Seite stegreich aus dem Kampfe hervorgeben wird. Hätte man es mit einer andern Nation als der deutschen zu thun, so könnte man vielleicht mit weit größerer Zuversicht der Partei den Sieg prophezeien, die gewillt ist, die gegenwär tige entsetzliche Lage des Volkes m's Auge zu fassen und eine Besserung derselben an zustreben. Man könnte bei jeder andern Nation vielleicht behaupten, daß sie den Zeitpunkt, wahrnehmen und benutzen würbe, um sich der Fesseln zu entledigen, unter denen sie schon so lange schmachtet, und die, wenn sich keine krästige Opposi tion dagegen bäumt, wohl immer fester angezogen werden. So aber haben wir es mit einem Volke zu thun, dessen Geduld und Langmuth keine Grenzen, hat. Wir wollen es dahin gestellt lassen, ob diese fürchterliche Ergebenheit zu den guten Ei genschasten gehört die einVolk haben sollte. Das ist gewiß, daß sie die Wohlfahrt des selben eher untergräbt, als befördert Unser altes Vaterland mag uns dafür als Beweis dienen, denn obwohl eS erst vor einem Jahrzent einen so glänzenden Sieg erfochten hat und sich feitdem noch sonstigerErfolge rühmt, und trotzdem auch die wirthschaftlichen Verhältnisse feit Iah. ren solche waren, daß sie dem Volke zum Segen hätten gereichen können, war doch die soziale Lage des deutschen Volkes noch niemals eine erbärmlichere als gerade jetzt. Grauenerregend sind die Bilder, die uns über das Leben der arbeitenden Klasie jenseits des Oceans zukommen, und um diesen allerdings furchtbaren Schilderungen vollständig Glauben zu schenken, bedarf es nur eines Blickes aus die Massen.Auö. Wanderung, die gegenwärtig im besten Gonge ist. Daß für diese Zustände, der Druck von oben" herab, vor Allem verantwort' M gemacht werden muß, wird sich wohl Jeder selbst sagen können,, und wir glau ben einen frommen" Wunsch zu hegen, wenn wir dem deutschen Volke etwas mehr revolutionären Geist wünschen. Wenn wir wünschen, daß der Ausfall der Reichs tagswahlen gleichbedeutend mit einer Verurtheilung der gegenwärtigenZustände Deutschlands sein möge, wenn wir wün schen. daß sich daö Volk solche Vertreter .in den Reichstag wählt, die die Freiheit eines Volkes hoch halten, und schändliche Aus nahmegesetze verdammen. Wir sollten meinen, daß gerade durch die ächt russischen Maßregeln, welche man während der letzten Jahre in Deutschland getroffen hat, daS freiheitliche Streben des Volkes erst recht hätte angefeuert werden sollen und daß die Deutschen nur auf den Augenblick warten, wo sie ihrer Entrüstung mit Erfolg Ausdruck geben können. Freilich wird auch die Zeit von Seiten der Regierung noch 'gut benützt, den Leuten Honig um den Mund zu schmieren, wofür das neueste Manifest, das Bismarck erlas sen hat, deutlich spricht. Er sagt darin, sein national ökonomisches Programm hällge hauptsächlich vom Willen der arbeitenoen Klassen ab, und diese bildeten die Majorität im Lande. Ob man an diesen neuen Bismarck'schen Köder anbeißen wird ? Ob die Deutschen die BezeichnungSchlafmützen wirklich ver dienen wollen?' Wenn so, dann veroie nen sie auch das Mitleid nicht, das ihnen jetzt von so vielen Seiten entgegengebracht wird.

Der Ausstand der Brauer in New York. In New Pork ist gegenwärtig ein Aus stand der Brauereigehülfen im Gange, welcher bis jetzt schon ganz riesige Dirnen sionen angenommen hat. Merkwürdiger, oder wenn man will, natürlicher Weise verschweigen viele Zeitungen die Sache ganz und gar, obwohl sie im Allgemeinen Raum für die unbedeutendsten Dinge haben, für welche sich kein Mensch interes siren kann. Dieler Ausstand jedoch und sein bisheriger Verlauf ist eine Zeiterschei nung, wie man sie sich interessanter und wichtiger gar nicht denken kann, und welche ahnen läßt, was die Zukunft in sich birgt. Die Brauereigehilfen in New Jork ver langen keinen höheren Lohn, sie verlangen bloß kürzere Arbeitszeit und einenNuhetag in der Woche, das heißt einen freien Sonntag. Sie verlangen, daß ihre Ar beitszeit von 16 Stunden täglich auf 12 reduzirt werden, und wir sollten meinen. zwölsStunden Arbeit täglich sei weit mehr als genug für einen Menschen, und am Sonntag läßt der Barmherzige auch sein Vieh nicht arbeiten. Diese gewiß nicht unbilligen Forderungen wurden jedoch von den Brauern zurückgewiesen. Sie rechneten jedenfalls-darauf, daß sie Leute genug bekommen könnten, dafür die Arbeit der Brauerburschen keine besondere Geschick lichkeit erforderlich ist. Aber sie machten die Rechnung ohne den Wirth und ohne Mr. Boycott. Die Wirthe gründeten einen Verein, der sich weigert Bier von den Brauern zu nehmen, welche die Fordenin gen der Arbeiter nicht bewilligen, und die sem Verein haben sich bereits über 400 Wirthe angeschlossen. Außerdem haben etwa 150 Arbeitervereine, Gewerkschaften, Gesang und Unterstützungsvereine, sowie die Arbeiter vieler großer Fabriken, sowie auch die irische Landliga beschlossen, keine Wirthschaft zu besuchen, welche ihr Bier aus solchen Brauereien bezieht und über Haupt kein Bier zu trinken, welches auö solchen Brauereien kommt. Etwa acht bis zehn Brauereien haben die Forderungen der Brauarbeiter bewilligt und deren Bier wird .Union Bier" genannt, während man dem andern den Namen Scab Bier" bei gelegt hat. Die BrauarbeiterUnion lie sert den Wirthen, welche bloß Union Bier halten, Schilde zum Aushängen, worauf UnionBier" steht. Ferner wurde von der Union ein Bureau eingerichtet, von dem das Union'Bier bezogen wird. Zu erst werden natürlich die Union'Braue reien in New York berücksichtigt, da diese aber nicht genug Bier liefern können, werde riesige Quantitäten von Milwaukee, Rochester und anderen Städten bezogen, und die Agenten auswärtiger Brauereien haben die Hände voll mit Aufträgen. Um gegen die Einsuhr auswärtigen Bims anzukämpfen, haben die ScabBrauereien sogar beschlossen, gewisien UnionWirthen das Bier umsonst zu liefern, sind davon aber wieder abgekommen,. weil sie eingese hen haben, daß es nichts helfen würde, dem Wirthe Bier umsonst zu geben, welches seine Kunden zu trinken verweigern. So steht die Sache. Commentar ist überflüssig. Wer fähig ist zu denken und die Zeichen der Zeit zu verstehen, kann sich seinen Commentar selbst machen. Welche Seite in diesem Kampse siegen möge, hat keinen endlichen Sieg erfochten, und diese Kämpfe werden fortdauern bis aber wir wollen uns ja ds Eommentars enthalten, denn es ist ja im Grunde nur e i n Schluß zulässig. I EM Boycott. Zwischen den BrauerArbeitern und den Arbeitgebern New Yorks ist ein heftiger Kampf entbrannt, und eö scheint, daß fast sämmtliche Arbeiter gesonnen sind, alSSie ger auS diefemKampfe hervorzugehen. Um daS zu erreichen, bedienen sich die Arbeiter des neuen, sehr erfolgreich wirkenden Mit tels. des Boycottens. Die N. Y. V. Ztg." schreibt darüber : Mit der nächsten Woche tritt das neue und umfassende System des Boycotten? in Kraft. Wir werden darüber noch die nö thigen Winke geben.' Zunächst bringen wir behufs Controlle nachstehend ein Ver zeichniß aller Arbeiter und sonstigen Or ganisationen, diebereitsBoycott'Beschlüsse gesaßt haben, und tritt nunmehr an alle diejenigen Vereinigungen, die solches noch nicht gethan, die ernste Mahnung heran, das Versäumte sofort nachzuholen. Die vereinigtenAusbeuter müssen erfahren, daß es ihren Opfern, den ausgebeuteten Ar heitern, furchtbarerErnst mit ihrem Kampfe ist. Fortan gilt eö, die Boycott'Befchlüsie

mit unbarmherziger Strenge durchzufüh ren und alle Pfiffe und Kniffe der Gegner zunichte zu machen. Darauf folgen die Namen von circa 130 Organisationen, welche bereits Boycott Bcfchlüffe" gefaßt haben.

Nationalconvention behufs Vereini gung aller Arbeiter in den Ver. Staaten. T e r r e H a u t e, Ind., 21. Juni. Der hiesige Gewerkschafts'Verband hat folgenden Aufruf erlassen : An alle Freunde der Arbeit ! Da die Nothwendigkeit einer ArbeiterVereinigung, ohne Unterschied des Gewer des oder des Berufs) endlich zur Thatsache geworden ist, hat sich die etwa 2000 Mit glieder zählende Amalgamated Labor Union" von Terre Haute (Indiana) ent schloffen, eine Arbeite rC 0 n v e n t ion einzuberufen, welche hiermit auf den ersten Dienstag im August (2. Augüst)18L1 nach T e r re Ha u te einberufen wird; die Convention soll aus Delegaten aller Arbeiterorganisationen in den Ver. Staa ten bestehen. Zweck der Convention ist die Errichtung eines allgemeinen amerikanischen Arbeiterve r eins (National Amalgamated Labor Union). Es ist dringend zu wünschen und zu hoffen, daß Alle, die schon seit lan ger Zeit und augenscheinlich ganz vergeb lich wirkten, um die Lage der arbeitenden Klassen zu verbessern, regen Antheil an der Angelegenheit nehmen. Möge jeder Agitator und jeder Organisator eS sich zu seiner individuellen Pflicht machen, ohne Aufhör auf den Erfolg unseres giganti schenUnternehmens hinzuarbeiten. Möge jede Arbeiterorganisation in den Ver. Staaten sein fähigstes Mitglied oder deren mehrere auswählen und als Vertreter her senden. Wir können 10,000 Delegaten beherbergen und hoffen so viele zu bewill kommen. E. F. Pagett, Corr. Sekretär. Bei einer Keffelexploston zu Medfort, nahe Boston, wurden drei Arbeiter gefähr lich verletzt. Man nennt das Arbeiter' risiko. Die Londoner Telegraphisten behar ren daraus vom 27. d. Mts. an außerhalb der regulären Arbeitsstunden nicht mehr thätig zu sein. Neueren Nachrichten zufolge werden Parnell und feine Partei keine VolkSver fammlungen mehr abhalten, bis dasSchick sal der Landbill entschieden ist. Die deutschen Erdölquellen werden wahrscheinlich mit der Zeit noch sehr be deutend. Eine englische Gesellschaft hat Bohrversuche in Hanover und inElsaß mit gutem Erfolge angestellt. Die berichtete Verhaftung des Nihilisten Hartmann scheint sich nicht zu bestä tigen. ES wäre aber auch sonderbar, wenn Hartman nicht klüger wäre, als der deut schen Regierung geradezu in die Hände zu laufen. In der Schweiz ist die Zahl der Trau ungen von 24,629 in 1875 auf 19,450 in 1879 zurückgegangen. Dagegen stieg die Zahl derSelbstmorde von 540 in 1876 aus 791 in 1879. Sind das etwa die Folgen der guten Zeiten? Frau Elisabeth Cady Stanton führt Klage darüber, daß das New Porker zahn ärztliche College keine weibliche Studenten zuläßt. Schande genug, daß sogar in einem sogenannten freien Lande solche Rechte erst erkämpft werden muffen, i ' Der reiche Mann geht aus, um Appe tit für sein Frühstück zu bekommen, der Tsamp um ein Frühstück für seinen Appe tit zu erlangen. So geht's in der Welt, was der Eine zu viel hat, das hat der An dsre zu wenig, und umgekehrt. Es unterliegt nun keinem Zweifel nehr, daß die Züricher Lokalbehörden ein verbot gegen den internationalen Sozia listen-Congreß erlaffen haben. Wir sind run gespannt, ob das Bundesgericht die in unrepublikanischen Ukas gutheißen vird. In Rußland hat man den Frauen jetzt auch erlaubt, Apotheker zu werden, nach dem man ihnen schon. lange das Recht er theilt hatte, ihre medizinischen Kenntnisse zu verwerthen. Es ist das ein Fortschritt, wofür wir dem Czarenthum Credit geben, um so mehr, da man in andern Ländern über solch einfältigeVvrurtheile noch lange nicht hinweg ist.

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C.F, ger - mtt (SCHMIDT'S ?ie berühmteste und besteingerichtetste w und "invigoratmg Halt-Extract

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vorzüglich anerkannt. Austräge zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn Linien werden prompt erfüllt. C. F. Schmidt.

Die sozialistischen Abgeordneten, 93e bel und Liebknecht erklären, daß sie, im Falle der kleine Belagerungszustand über Leipzig verhängt wird, ihren Aufenthalt in der Schweiz nehmen werden. Sie wer den ihre Agitation in Deutschland so leicht nicht einstellen. Der Einfluß der deutschen Presse hat sich doch so weit geltend gemacht,' daß aller Wahrscheinlichkeit nach die Ernennung Kahloö zum Generalkonsul in Berlin zu rückgezogen werden wird. Dies würde jedenfalls .em ganzen Deutfchthum Ame rikas Befriedigung gewähren. In Ottawa wurde am Montan ein Erdstoß verspürt. An Dummen scheint in jener Stadt kein Mangel zu sein, denn die Aufregung war hauptsächlich deshalb sehr groß, weil die Leute den Erdstoß mit der Prophezeiung vom Untergange der Welt in Verbindung brachten. In St. Petersburg sind zwei Gummi säcke 150 Pfund Dynamit enthaltend, un ter einer Brücke über den Katharinen'Ca nal aufgefunden worden. Dieselben waren mit Zündschnüren versehen und man hat offenbar an sehr hohe Herrschaften gedacht als man sie dort niederlegte. Der General Registrator vonEngland berichtet für 1879, daß von 364,16 Per. fönen, welche eine Ehe eingingen, 53,641, oder 16.2 Prozent, den Ehcvertrag nicht unterschreiben konnten, wovon 25,037 Männer und 33,604 Frauen waren. Und das nennt sich ein civilisirtesJahrhundert ! Die oberste Kirchenbehörde in Ruß land erfleht in einem langen Gebete vom Hergott Hilfe gegen die Nihilisten. Das wird den Bedauernswerthen auch - nichts helfen, denn wenn der Herrgott überhaupt etwas dreinzureden hätte, dann hätte er ja schon daö erste Unglück (?) abwenden können. Im Staate New Vork ist am Montag ein Gesetz in Kraft getreten, welches da rauf berechnet ist, der KinderschutzGesell schaft bei Ausübung ihrer Thätigkeit größeren Spielraum zu verschaffen. Die hauptsächliche Bestimmung dieses Gesetzes verbietet den Verkauf von Spiritussen an Minderjährige. Die Armenpfleger von SüdDublin meinens recht gut mit uns. Sie haben beschlossen, 37 Ortsarme, die zwischen 3 und 25 Jahren im Armenhause zugebracht haben. nachAmerika zu schicken. So wird für unglückliche Menschen gesorgt, und diese unverantwortliche Handlungsweise nennt man schließlich auch human. In New York werden von Tag zu Tag Kapitäne verhaftet, die ihre Schiffe mit Menschenfracht überladen. Sie Alle werden unter hohe Bürgschaft gestellt, und weiter wird dann in der Sache nichts ge than. Aber ist denn das nicht genug ? Das Volk weiß ja dann, daß es ein sehr, großes Unrecht ist, die geduldigen Men schen weit schlimmer wie das liebe aber et was ungeduldigere Vieh zu transportiren. In London giebt zur Zeit die Thea tergesellschast des Herzogs von Meiningen Vorstellungen. AufdemRepertoire stehen bloß Shakespearlche Stücke. Im Paria ment benutzte ein irisches Mitglied idiesen Umstand um die Regierung wegen der Verurtheilung Most's zu verhöhnen. Es war gerade Julius Cäsar gegeben worden und er stellte die Anfrage, ob die Regie rung nicht beabsichtige, die Schauspieler wegen Aufreizung zum Tyrannenmord zu verfolgen. Es erfolgte keine Antwort. Aber keine Antwort ist auch eine Ant wort.

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- mmttt SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei ?m Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer ist vor allem anderen als Der Chinesen'Jmport steht in höch' ster Blüthe. Es sollen in diesem Jahre 6000 Kulis für die Canada.Pacisic, 1500 . für die' Mexico'Central'Eisenbahn und ' mehrere 1000 sür die Nord.Pacific-Bahn eingeführt werden. . Nachdem die neuen Verträge mit China es den Ver. Staaten.' gestatten, die ChinesenEinanderung fast gänzlich zu unterdrücken, fällt alle Verant wortlichkeit sür die Maffenimportation auf den Congreß und die Administration. Ein Mann, welcher revolutionäre Flugschriften in seinem Besitze hatte, ist dieser Tage in St. Petersburg verhaftet worden. Er weigerte sich, seinen Namen zu nennen, und wurde deshalb in bx SW rtlf 1 tattti stf ai'mam cZ.i,fX wftni "V. um dem Volke, welches zum Eintritt ein. ' geladen wurde, Gelegenheit zu geben, iht ; zu erkennen. Bis spät am Donnerstag , Abend hatte ihn nnrfi 5s?imnd ,?knnnt "m M -MMI UM & u u M L III. w mwmr Ms dvw V Ms Und das hat wohl seinen Grund darin! -.:r ro.: . o . & v o ... " chen, denn man fürchtet die Rache de! ' nr i -? iurii .nri.irr rs iniiin iipii virrnrnpr ii rnni - 'iclymilen. ; ftTir 9rsfcr N.,l hr Iurii',, '4 j vövt g t A i C V A CT . J6fc M MM 0 . fctt A 1 viui i&ipiciiuiiysuciiuuj ycutii uui 0UWC i lier Straßburger in New Bork eine so U deutende Rolle snieZie. wurde in New Nnrk verhandelt und im Ganzen zu 7jähriger Zuchthausstrafe verurtheilt. Vogel de kannte sich schuldig den Versuch gemacht zu haben, von Straßburger Gelder unter , . Drohungen zu erpressen, aber sein Anwalt machte geltend, daß ja eigentlich der ge? tödtete Säger: dte Seele derVerschwöruni gewesen sei. Vogel wurde aber au gleichzeitig des beabsichtigten Kindesraub des überfuhrt, daher die hohe Strafe. Dle Affaire, deren sich unsere Leser noch erin nern werden, wirbelte seiner Zeit vielij . Bekanntlich findet demnächst in Chi cago das 22. Nordamerikanische Sanger fest statt. Dasselbe beginnt am 29. Jun! und dauert bis zum 3. Juli. Einem Circulal, daß uns vom Preß Comite zugestellt wurde, entnehmen wir Folgendes : Es dürfte schwer sein, irgend eine große oder kleine musikalische Gelegenheit zü nennen, bei welcher ein Sextett von glei cher Größe und Bedeutung mitgewirkt Hai, wie Frau Dr. Peschka-Leutner, Emma Donaldi, Anna Louise Cary, Wilhelm Candidus, Franz Remmertz und Myro , T. Whitney, Der Chor wird für de? MännergesarÄ aus 1000 1200, für den gemischten Gisang auS 700-800 Stimmen bestehen. Der Fest-Dirigent, Herr Balatka, und seine Assistenten, die Herren Rosenbecker und Ehrhorn, haben bereits ihre Rundrei sen angetreten, um mit den auswärtigen Vereinen Proben abzuhalten und ihre Be richte über den Eiser und die Tüchtigkeit der theilnehmenden GesangVereine, find in hohem Grade zufriedenstellend. Der Chicago gemischte Festchor, der etwa 400 Stimmen stark ist, und die vereinigten Männerchöre Chicago's haben gleichfalls einen höchst erfreulichen Grad der Tuch tigkeit genommen, und liegen noch immer eifrig den Proben ob. Das Orchester wird voll 150Jnstru mente stark werden, und aus den tüchtig. sten Musikern des Landes bestehen. Die mit dem Chicagoer Theil desselben abge haltenen Proben sind in hohem Grade er muthigend ausgefallen und lassen eine würdige Aufführung der in.' Programm aufgenommenen grrßen Tonschöpfungen außer Zweifel erscheinen. Die Jesthalle ist soweit es die im Aus stellungsgebäude, dessen größere Hälfte da zu verwendet worden, nöthigen Verände rungen betrifft, jetzt vollendet worden, und hat sich trotz ihrer Größe sie enthält außer der großen terraffenartig nach oben strebenden Sängerbühne mit 15000Sitzen, und der Tridünc für das Orchester, 8160 Sitze im Fond der Halle und auf der Gal lerie als vorzüglich geeignet und von vortrefflicher Akustik erwiesen, so daß man von jedem Punkte und jeder Entfernung von der Bühne aus auch das leisestePiano hören kann. Für angemesseneDekoration der Halle sind bedeutende Mittel zur Ver fügung gestellt worden. Es sind somit alle Grundlagen für einen großartigen musikalischen Erfolg gegeben.

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