Indiana Tribüne, Volume 3, Number 45, Indianapolis, Marion County, 18 June 1881 — Page 4

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Jndiana Tribüne. a

Sndiana Hriöüne.

(Wochenblatt.) Office: Ecke Circle u. Meridianstr, , Im dritten Stock - JEntered as second-clas3 raatter at the Postoffice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. Inder Stadt durch die Post inZ Haus geliefert Per Jahr im Voraus $2.00 ver Nummer 5 Keut. Qtto Schissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 18. Juni 1831. Politik. Daß amerikanische Politik zur Zeit an sich höchst uninteressant ist, da& der Journalist eigentlich in fortwährender Verlegenheit ist um einen vernünftigen Stoff zu einem Leitartikel ist unbestreitbare Thatsache. Zwar ereignen sich hie und da Dinge, welche eine Zeitlang die Gemüther aufregen können, wie z. B. der 5?ampf mit Mahone und die Geschäfts sperre im BundeSsenat, der Kamps zwi schen der Administration und dem aufgeblasenen Selbstmörder Conkling und sei nem Leibdiener Platt, die BestechungS versuche in der New Vorker Legislatur zu Gunsten Depew's. Aber alle diese Ereig nisse machen nur einen vorübergebenden Eindruck, denn es handelt sich dabei um kein grokeS Prinziv, keine leitende Idee sür die man sicfr erwärmen, begeistern kann. ES liegt ja viel zu klar am Tage, daß der ganze streitige Punkt bei all diesen Ge schichten lediglich die Beute ist. Nicht drei Tage hätte es gedauert und Conkling und Platt wären wiedergewählt worden, wenn sie und nicht die Administration die Beute zu vergeben bätten. Wir verzichten gerne aus das Jnteres sante einer auswärtigen Politik. Aus värtige Politik bangt so sehr mit Solda ten, Pulver. Blei und diplomatischen Fedeifuchsern zusammen, daß man das Volk glücklich schaden kann, das nicht viel auswärtige Politik hat und das Bischen Gesandtschaftsspielerei können wir uns wobl erlauben, denn wir Haben's ja." Aber wir sind doch wabrhastig nicht auf dem Gipfel menschlichen Glücks angelangt, unsere wirthschaftlichen Verbältnisse sind doch wahrhaftig nicht die denkbar besten. Die jetzt tagtäglich vorkommendenStrikes, das Steigen der Miethe und der Lebensrnittelpreise. während die Löhne nur nach schweren Kämpsen folgen, das Umsichgreifen der Monopolmacht, die Ansammlung von ungeheuren Reichthümern in denhan den Weniger, die ungeheure Einwände rung. und der damit verbundene Zuwachs an Arbeitskraft, die Verschlechterung unseres Klima's durch die Vernichtung der Wälder, die Zerstörueg der Erzeugungs'lrast unseres Grund und Bodens durch den entsetzlichsten Raubbau, alles das sind Dinge, welche, wie man zu denken berechtigt ist. den Bürger dieses Landes, vor Allem aber den Politiker beschäftigen soll ten. Sollten, ja. aber sie beschäftigen ihn eben nicht. Der hat sich viel mehr darum zu kümmern, wie er dieses oder jenes . Aemtchen für sich odereinen seinerFreunde erschnappen kann. Und weil Jeder fürch' let, daß ihm ein solches Aemtchen entgehen könnte, -wenn er sich an diese Dinge wagt, deshalb hält er die Hände davon. Gerade vir, die wir so glücklich situirt sind, daß wir uns weder um türkische noch um griech ische Fragen zu bekümmern haben, gerade wir, die wir keine Grenzen gegen die Eifersucht fremder Nachbarn zu vertheidi gen haben, gerade wir. könnten unsere ganze Aufmerksamkeit den großen schwelenden Fragen widmen, deren Lösung so nöthig zur Hebung der VolkZwohlfahrt sind. Und doch ist geraoe nirgends die Lethargie größer, das Vorurtheil tiefer eingewurzelt. daS Unverständnis mehr verbreitet als gerade hier. In keinem Lande der Welt wird so viel Kirchthurm Politik getrieben als hier, und "rny ccrnstitucnts" oilden die Welt des Volksvertre. ters. Unsere Politik ist verflacht, sie bewegt sich um Dinge, welche von keiner Bedeutng sind, um Fragen, deren Lösung gleichgültig ist,, oder vielmehr um gar keine Frage, sondern um individuelle Jnteresien. Unsere Parteien unterscheiden sich btyfc durch ReminiSzensen und Traditionen, nutz sind sie beide nichts. Wäre dies nicht so, dann könnten die Temperenzler nicht so mit den Parteien Schindluder treiben, dann würde man sie als unnütze Plage

geister einfach bei Seite schieben. Aber

weil es nichts Großes giebt, das die Köpfe beschäftigt, zankt man sich um Temperenz schrullen. Das sind sehr untröstliche Zu stände und zeigen keinen hohen Grad poli tischen Verständnisses und öffentlicher Moral. Die Einwanderung, welche in den letzten Jahren- großartige Dimensionen angenommen hat, und die uns voraussichtlich in diesem Jahre mehr als eine halbe Million Seelen zuführen wird, kann mit Grund eine Völkerwande rung genannt werden. Hier wird fast von allen Seiten dieser ungeheure Bevölke rungszuwachs freudig begrüßt, während man in Deutschland, von wo aus das weitaus größte Contingent zur MassenEinwanderung gestellt wird, große Beden ken über dieselbe hegt. Und wir glauben, daß für diese Bedenken mehr Grund vorHanden ist als für die Freude die man hierzulande über die riesige Einwanderung empfindet. Deutschland wird durch die Auswande rung wesentlich geschädigt, vor' Allem dadurch, daß dieselbe hauptsächlich junge in der besten Kraft stehende Leute mit fort nimmt, während die armen Leute aus guten Gründen von dem AusuanderungS fieber nicht ergriffen werden,' und vor wie nach fortfahren, sich einen gefährlichen Mitbewerb unter einander zu machen. Somit ist also durch die Auswanderung in Deutschland keineswegs zu erwarten, daß dort die Löhne steigen werden, denn der Maschinenbetrieb nimmt zu, und der Ver lust an Arbeitskrästen wird durch'den oben erwähnten Umstand, daß die armen Arbei ter bleiben müssen, wieder ausgeglichen. Die Auswanderer verursachen ihrem Vaterlande aber auch noch einen namhaf ten Verlust dadurch, daß Jeder von ihnen demselben wenigstens $1000 zu erziehen gekostet hat, daß sie ihre wenn auch manchmal sehr geringe Habe von dort mit fortnehmen und sie es sind, die Anlaß dazu geben, wenn der Bodenwerth dort er staunlich sinkt und mit ihm die Stcuerkrafi des ganzen Volkes. DennViele verkaufen ihr Grundeigenthum um die Mittel zur Auswanderung zu erlangen. Bei uns hat aber die starke Einwanderung zur Folge, daß der Bodenwerth bedeutend steigt, weil durch den Bevölkerungszuwachs auch die Nachfrage nach Land und Wohnungen im Zunehmen ist. Das wäre allerdings nicht zu beklagen, wenn nicht durch den riesigen Zuzug aus andern Ländern der Arbeits markt bei uns übersüllt werden würde und damit die Löhne, (wenn das überhaupt noch möglich ist.) noch mehr herabgedrückt würden. Dies wird aber geschehen, denn der Fabrikant wird das starkeAngebot gehörig auszubeuten verstehen und alle Arbeitgeber werden sich jetzt schon vergnügt die Hände reiben, über die billigen Hände", die ihnen demnächst zur Verfügung stehen. Die weit größere Klasse, die der Lohnarbeiter, wird es aber gar bald empfinden müssen, daß ihr die starke Einwanderung zum Fluche gereicht, während sie doch ohne den privat kapitalistischen Großbetrieb dem Lande ein außerordentlicher Segen sein könnte. Der Sultan ist schwer erkrankt. In Pennsylvania wurde die.Tren nung der Neger und weißen Kinder in den Schulen verboten. Wir werden der pennsylvanischen Legislatur diesen lichten Augenblick nicht so bald vergeffen. In Albany, N. P., wird noch immer bezüglich der neuzuerwählenden Bundessenatoren abgestimmt, ohne daß man bis jetzt zu einem Resultat gekommen wäre. Das nennt man Zeitverschwendung ! In Kroatien werden die Frauen demnächst auch bei Gemeinderathswahlen als Wähler auftreten. Ja, man macht überall raschere Fortschritte als in den Ländern die sich auf ihre Civilisation so viel zu Gute thun. Der katholische Eczbischos von Mil. maukee, Henni, liegt an Gehirnerweichung im Sterben. Wunderbar ! Waren wir doch immer der Ansicht, daß bei Einem der ein derartiges Geschäft betreibt, eine e Hirnkrankheit einfach unmöglich ist. Die pennsylvanische Legislatur hat ein strenges Gesetz gegen alle Arten Wahlbestechung und Wahlbetrug erlasien. Ein solches Gesetz könnte eine Wohlthat sein, wenn es nicht, wie schon vorauszusehen ist, wie alle anderen wohlthätigen Gesetze, umgangen werden würde.

Die -Generalsynode der' lutherischen

Kirche der Ver.Staaten beabsichtigt, jähr lich $25,000 sür Missionszwecke im In lande un.d $15,000 für'kirchliche Zwecke aufzubringen. Wir bezweifeln nicht, daß das Geld binnen Kurzem beisammen sein wird, denn die Dummen sind ja noch lange nicht alle. In Irland kocht' es jetzt gewaltig. Laut amtlichen Ausweis sind bis zum 9. d. M. 110 Mitglieder der Lanoliga aus Grund der Zwangsakte verhaftet worden. In Cork wird der Name der Königin aus den Proklamationen vom Volke ausgekratzt. Und dabei wird's wohl mit dem Auskratzen auch gar nicht stehen bleiben. Im britischen Parlament haben die Temperenzler einen Sieg erfochten. Der Antrag, wonach das Parlament den Spirituosenausschank durch Gesetze reguliren soll, wurde im Unterhause mit 196 gegen 154 Stimmen angenommen. Solche Nachrichten sollten' die Bekämpfer des Temperenz-Unsinn'S zu erneuter Thätig keit anspornen. In politischen Kreisen Deutschlands hält'man die baldigeAuflösung des Reichs tages und eine Neuwahl für wahrscheinlich. Ei, Ei, wenn selbst diese Drathpuppen nicht dem Geschmacke des Reichskanzlers entsprechen, dann sind wir doch begie rig zu erfahren, was er thun wird, wenn die Sozialisten bei der nächsten Wahl bedeutende Siege zu verzeichnen haben wer den. Eine Berliner Depesche sagt, es werde berichtet, dak der bekannte Nihilist Hartmann, der vor etwa einem Jahre in Paris eingefangen, aber später von den sranzösischen Behörden sreigelaffen wurde, in Deutschland eingesangen und nach Ruß land ausgeliefert worden sei. Die Nach richt ist vorläufig unbestätigt, allein man weiß leider, daß in Deutschland kein Din unmöglich ist. Der griechische Premier Commondu ros hat den Minister des ErziehungZwesens und den Justizminister absetzen müs sen, weil herausgekommen ist, daß sie bei großen Diebereien aus den Staatskaffen ein Auge, oder beide, zugedrückt haben. o zimperlich ist man bei unszulande doch nicht, denn was jenenLeuten noch unerhört vorkommt, gehört bei uns zu den täglichen Ereignissen, denen kaum einige Beachtung gefchenkt wird. Die Census'Beamten in Washington sagen, daß etwa 300 Eisenbahn-Compag nien es bisher verweigert, oder unterlassen haben, die vom Census Amt an sie gerich teten Fragen, zu beantworten. Uns kommt das durchaus nicht merkwürdig vor, denn die Leute misten wohl,, warum sie schweigen. Aber warum gebräscht man nicht die ganze Strenge des Gesetzes um die Leute zum Reden zu zwingen? Wa rum ? weil eben solche Menschen ganz besondere Vorrechte genießen. Wir veröffentlichen heute einen Erlaß des Central-Ausschuffes der Anti-Prohi-bitions-Liga, und empfehlen denselben der Aufmerksamkeit unserer Leser: D:rselbe war schon am Montag im Telegraph veröffentlicht, während uns erst am Dienstag Nachmittag ein'Exemplar desselben zukam. Wir möchten den Central-Aus-schuß darauf aufmerksam machen, daß der Preffe in derStadt, sowohl wie im Staate die Rücksicht gezollt werden sollte, daß keinem einzelnen Blatte Gelegenheit gegeben wird, derartige Dokumente zu veröffentlichen, ehe sie zur Vertheilung an die Preffe im Allgemeinen gelangen. In der Legislatur vonMichigan wurde kürzlich der Antrag eingebracht, daß die Veröffentlichung der aussührlichen Beschreibung eines Mordes oder einer Hin richtung mit $1000 bestrast werden soll. Der Antragsteller hat eö offenbar gut ge meint, denn er scheint zu wissen, daß die br'eitgetretenen Schilderungen solcher Ereigniffe schon manchen Menschen zurNach ahmung eines Verbrechens aufgefordert haben; aber eins hat er sicherlich nicht bedacht, das ist die Wollust, mit welcher unsere Zeitungsschreiber pikante Mordgeschichten Wiederkauen, und die Gier, mit welcher das sensationssüchtige Publikum nach einer solchen Lektüre greift. Hieran würde der Vortheil des Gesetzes, (wenn die Bill überhaupt je Gesetz wird) verlo ren gehen, denn ein N. B. herald" und andere Blätter würden lieber zuweilen die Strafe bezahlen, alslsich und ihren Lesern, solch gewürzte Sensationsgeschichten zu versagen.

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Lager (SCHMIDT'S 5ie berühmteste und besteingerichtetste und "Invigorating Malt-Extract . . - ! jt cw . r a . " . . cri .

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oorzuglill) anerianni. AUsirage zum verminen von Lageroter aus auen Mienvayn Lutten werden prompt erfüllt.

u i Die Nihilisten in St. Petersburg haben eine neue Proklamation, Untersuchung und Folter" betitelt, erlassen, in der gemeldet wird, Riffaköff habe aus dem Weg zum Richtplatz selbst erklärt, daß er und die übrigen Freiheitskämpfer, die mit ihm erwürgt wurden, im Gesängniß gefoltert worden sind. Der neue russische Justizminister 'Pobedonostzeff hat ein Schreiben der Nihilisten empfangen. Er wird davor gewarnt, dem Zaren weitere jesuitische und reaktionäre Rathschläge zu geben, und benachrichtigt, daß er, wenn er die Knute in Nukland wieder einführen sollte, ins Hauptquartier derNihilisten gebracht werden und hier die Todesstrafe erleiden würde. Mit dem Manne seiner Ruhe wird es nun auch aus sein, denn die Nihilisten sprechen meistens fürchterliche Wahrheiten. ' Wenn man Nachstehende?, das wir einer Bresl. Ztg. entnehmen, liest, so sindet man das Gerücht, das kürzlich über die Tortur der Jeffe Helfmann verbreitet wurde, sehr begreiflich. t5s heißt da über die Tortur in Rußland : Als die Leiche Goldenberg's (bekannt aus dem Prozeffe der Hunderteinundnenzig) auf die Bemühungen seiner Familie der jüdischen Ge meinde zur Bestattung überliefert wurde,. nahm die Begräbniß'Bruderschaft, dem jüdischen Ritus entsprechend, dieWaschung der Leiche vor, wobei es sich zeigte, daß der Körper durch Tortur in schrecklicher Weise verletzt war, Jleischthetle waren zerhackt, Knochen gebrochen und Glieder verrenkt. Es ist kein Zweifel, daß der Unglückliche in Folge dieser Torturen seinen Tod fand und nicht dadurch, daß er sich selbst erhängt hätte, wie die amtliche Angäbe lautete. Aus diesem Vorgang schließend, hegt man im Publikum dieMeinung, daß die Schwangerschaft der Jesse Helfmann, derentwegen angeblich ihrel Hinrichtung verschoben wurde, nur ein Vorwand sei; daß die Aufschiebung vielmehr bezwecke, die Helfmann, die unter allen Angeklagten am wenigsten Festigkeit bekündete, durch Tortur zu Geständniffen zu bewegen." Soziales Elend. Hier hat es sich vor einigen Tagen ereignet, daß ein Mann, der aus ganz guter Familie und aus Cincinnati gebürtig war. wegen Arbeitslosigkeit Selbstmord beging. Es ist dies derselbe-, besten Leiche man am Dienstag Abend aus einem Bahngeleise fand und den man mehrere Tage nicht zu indentifiziren vermochte. Jetzt hat es stch herausgestellt, daß der Unglückliche Neß hieß, und ein paar Tage bevor er die schreckliche That beging, wegen Vagabundirens verhastet worden war. Ein Vagabund wurde er, weil er lange vergebens nach Arbeit suchte und als er aus der Hast entlaffen wurde, reinigte er sich von dem Vorwurf, einLandstreicher zu sein, dadurch, daß er seinem Leben ein Ende machte. O du beste der Welten! Es scheint beinahe, dab sich wieder einmal eine klei-e Räuberbande in unserer Stadt befindet. Die Wohnung von Max Henry an College Avenue wurde am Mittwach von Dieben erbrochen. DieBurschen sicherten sich eine QuantiiätSchmucksachen. In einer Wohnung am Broadway ver suchten sie ein Gleiches, aber dort hatten sie weniger Glück, denn sie wurden gesehen und verscheucht. : Der AnstreicherSimon Cummings fiel am Mittwoch durch das Dach der Maschinenwerke von Sinker ö?Davis und erlitt dabei so schlimme Verlegungen daß er sür einige Wochen arbeitsunfähig sein wird.

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rere SQTJ-AJRE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei im Staate. Mein Lagerbiers Bottle Beer" ist vor allem anderen als ..r x. ! rr . o t.r ..... r ryr i C. F. Schmidt. Scheidungsklagen. Magie Knipe klagte auf Scheidung von threm Gatten Eli, weil sie von demselben treulos verlosten wurde. Marie McKenzie will ebenfalls von ihrem Manne geschieden, werden, weil sie ihren Angaben zufolge von demselben schlecht behandelt wird. Auch Anna McCowen verlangt ein Scheidungsdekret, weil sie von ihrem Manne im Stiche gelassen wurde. Mary A. Bright klagte aus Scheidung von ihrem Gatten. Die Leute sind seit 1875 verheirathet, aber schon zwei Jahre später hat sich der Mann aus französische Weise von seiner befferen Hülste em pfohlen. Nancy I. Stuart hat ebenfalls Ursache das Gericht um Lösung der Feffeln zu vttlen, ote tyr nacygeraoe unertragllcy ge, worden sind. Sie ist zwar erst seit zwei ayren rnn tyrem scanne veryetralyel, derselbe hat sie aber von jeher schlecht be handelt und nie sür ihren Unterhalt ge rxi rw rf- . m

sorgt. Auch George Rice's Gemahlin will während ihrer 19jährigen Ehe schon sehr bittere Ersahrungen gemacht haben und will endlich von ihrem Hauskreuz befreit werden. Ihre Gründe sind sehr stichhaltig, denn hiernach wäre Rice desEhebruchs überführt. Er wird ferner beschuldigt, nicht für den Unterhalt seiner Familie gesorgt zu haben. Amanda G. Laden ersucht ebensalls das Gericht ihre Ehe zu losen, weil ihr Mann August, sie verlassen hat, und schon lange nicht Willens war sür ihren Unterhalt zu sorgen. Bei der Arbeit getödtet. Der Arbeiter John Moriarty. der an Englischs Neubau neben dem Opernhause beschäftigt war, wurde am Montag Vormittag von "einer einfallenden Backsteinmauer verschüttet und getödtet. Der Unglückliche arbeitete an einer alten Cisterne neben der Plymouth Kirche als dte Mauer umfiel. Ein Nebenarbeiter der das Wanken der Mauer noch rechtzei tig gewahrte, gab zwar durch einen Ruf ein Zeichen, daß die Mauer einstürje, aber der unglückliche Moriarty war in dem Augenblicke so bestürzt, daß er anstatt der Gefahr zu entgehen, geradezu in dieselbe hineinlief. Man räumte zwar die Trümmer unter denen er begraben lag, sofort hinweg, aber an Rettung war nicht meht zu denken. Der Verunglückte war ein Bruder des Contraktors MichaelMoriarty und erst kürzlich aus Irland eingewandert. Er war 45 Jahre alt und hinterläßt eine Frau und sechs Kinder. Möge jeder Leser durch dieses traurige Ereigniß veranlaßt werden, sich zu fragen, ob denn der Arbeiter gar kein Risiko hat. Wm. Ayers, ein Angestellter der Bolt Works, verlor am Dienstag während der Arbeit einen Finger der linken Hand dadurch, daß er die Hand einer Maschine zu nahe brachte. Der Gesangverein Männerchor erwählte für die nächsten sechs Monate die folgenden Beamten : Präsident C. E. Emmerich. Vice. Präsident-Gottfried Recker.. Cor. Sekretär Conrad Müller. Finanz-Sekretär Adolph Wriedt. Schatzmeister Albert F. Kopp. Archivar Chas. Adams. Trustees AlbrechtKipp, H. C. G. BalS und John P. Frenzel. Vergnügungs- und HallenComite Leon Haller, Wm. Kiemeyer und ChaS. Sckwartze. Musik - Comite August Bennerfcheidt und A. Heckler.