Indiana Tribüne, Volume 3, Number 44, Indianapolis, Marion County, 11 June 1881 — Page 8

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Lokales.

Indianapolis, Ind., den 11. Juni 1831. Zur Nntiz! Die .Jndiana Tribüne" erscheint Samstags, wird indessen Freitags Abend frübzeit'g genug fertig gestellt,, um noch mit der Poft Versandt werden zu können. Anzeigen, toelHe SonntagS-Vergnügungen, Versammlungen etc. betreffen, muffen ffreitagS bis um? 2 Uhr Mittag auf unserer Office abgegeben werden. Exemplare der .Tribüne" sind in der Buch Handlung von G. Keyler, 17S Ost Washing. tsaftraße, zu haben. Ein guter Rath. Wenn Ihr mit Kopfweh geplagt seid, so nehmt D r. August König 'S Hamburger Tropfen und die Schmerzen werden verschwinden. rr Bis jetzt wurden schon 1250 Hun' delizensen vom Stadtschreiber ausgestellt. ' Die Bürger des 9. SchuldistriktS hielten am Mittwoch Abend eine Ver sammlung in ReichweinS Halle um einen Candidaten für daS Amt eines SchullathS zu nominiren. Herr Clemens Vonnegut sen. der schon seit vielen Jahren dieses Amt inne hatte wurde wieder nominirt und die Deutschen sollten kS sich zur Auf. gäbe machen für seine Wiederwahl kräftig zu wirken. Erlebniß eines "stars." "All the rago." Auf einer Gastipieltour degrif fen, schreibt Herr Wm. Daridge. der Hauptdarsteller in "All the rage", ein Lustspiel der neuen Schule, wurde ich wieder besonders hestig von meinem alten Rheumatismus befallen. Ich ließ mir eine Flasche St. Jakobs Qel dolen, mV ches mir besonders warm' empfohlen war und fand sofort Linderung. Nach 4-tägi-gem Gebrauch verschwanden die Schmer zen und ich habe auch seit dieser ZeitNichts mehr von meinen alten Leiden verspürt. Der Männerchor veranstaltet am Sonntag den 19. Jun eine Excursion nach Madison. DaS Ticket für die Rund fahrt kostet nur $1 50 und es sollte sich Keiner die Gelegenheit, ein billiges und großes Vergnügen mitzumachen, entgehen lassen. T Die Schiller Loge No. 331 wird morgen im Germania Park ein PicNic veranstalten. Es sind alle Vorbereitun gen getroffen um das Fest gemüthlich zu machen, und wir können daher den Besuch desselben bestens empfehlen. Die fortwährende Agitation der iri schen Frage hat die Wirkung das amenkanische Volk über die irische Frage zu be lehren. Bei fortmährenderAgitation wird das Volk auch über die Verdienste von Reed's Gilt Edge Tonic belehrt werden. T Der CentralAusschub der AntiTemperenz Liga hatte am Dienstag Abend wieder eine Sitzung, in welcher eine vom Präsidenten ausgearbeitete Vorlage einer Erwiederung auf die Adresse der Tempe renzler besprochen, angenommen und zur Veröffentlichung beordert würde. Ewurde ferner beschlossen, eine Office für den Sekretär und dessen Assistenten zu miethen und ein Zimmer in dem Gebäude der Deutschen Feuer-Versicherungsgesell-schast alsHauptquartier einzurichten. Das Druckcomite wurde beauftragt, die Ein richtung anzuschaffen. Wenn dir ein Unglück passirt. daß du dir die Knöchel verrenkst oder dich an derweitig verletzest, gehe nicht zum Arzt, sondern gebrauche Kendall's SpavinCure, es wird sofort helfen. Michael W. Doran verklagte die Indianapolis Cabinet Compagnie wegen Contraltbruchs auf $8,C00 Schadenersatz. Die Schlubseierlichkeiten der Jn dianapolis Hochschule werden am nächsten Mittwoch Abends 3 Uhr in English's Opern-HauS stattfinden. Der Eintritt , dazu ist frei, doch follte sich Jeder, der den Feierlichkeiten beiwohnen will, schon vor her ein Ticket sichern, da nur eine begrenzte Zahl derselben ausgegeben wird. Zu haben sind Tickets in der Office der öffentlichen Schulen, in der Leihbibliothek und der Hochschule. Wenn dein Pferd einen Spath hat, gebrauche Kendalls Spavin Cure. Siehe Anzeige. Die Aldermänner passtrten einen Antrag, daß der Stadtanwalt eine Ordi nanz ausarbeite, welche verbietet, daß Pferde, Schweine und Kühe frei in der Stadt umherlaufen. Sehr schwer dürfte es übrigens sein, ein solches Gesetz durch zuführen. Doktor Sam Moore wurde von Charles Bauer auf $10,000 SchmerzenS geld verklagt, weil er dem Kläger einen Beinbruch nicht richtig behandelte. j Die Stadt wurde wieder einmal auf Schadenersatz verklagt. Eine Frau Barbara Jornagin fiel letzten Winter aus einem glatten Seitenwege, wodurch sie sich schlimme Verletzungen zuzog und wo für sie jetzt $5,000 Schmerzensgeld ver langt.

Wenn du aber gar nich:i Haff, Ach, dann lass dich begraben ! Schon seit langer Zeit und sehr häufig wurde davon gemunkelt, dafc das hiesige Armenhaus Alles, nu? keine Wohlthatig' keits.Anstalt ist. Mit anderen Worten, es verlautete schon oft, daß die Jnsaffen des Armenhauses keineswegs die Versor gung haöen, auf die sie von Rechtswegen .Anspruch erheben können. Hat man dem Gerüchte Glauben geschenkt oder nicht, wir wissen eS nicht ; so viel aber misten wir. daß man die Sache auf die leichte Achsel genommen hat, denn sonst hätte schon längst eine genaue Untersuchung der An gelegenheit vorgenommen werden müssen. Man hätte unter keinen Umständen bis jetzt warten dürfen, wo die Lage der Be wohver dieser Anstalt bereits eine entsetz liche geworden ist. Da man ober doch so lange mit einer Untersuchung gewartet hat, kann man wohl auch mit Recht be Häupten, daß diese Verzögerung einer so wichtigen Sache nur hat stattfinden fön nen, weil es sich eben um hilflose Arme handelt. WaS liegt daran, ob eine Armenanstalt ein wenig bester oder schlechter verwaltet wird? Die unglücklichen Bewobner. welche sich in einer solchen befinden, esten ja doch nur dasGnadenbrod dort, und daS schmeckt ohnehin bitter genug. Dabei soll, wie man den Beamten der Anstalt vorwirst, dieses Brod nicht einmal in genügenden- Qnantitäten an die Un glücklichen verabreicht werden, und wenn sich dieselben darüber beschweren, dann werden sie durch eine Züchtigung zur Ruhe verwiesen. Die Behandlung, welche den Armen haus'Bewohnern zu Theil wird, soll über Haupt eine ganz entsetzliche sein. Beson ders wird den Beamten der Vorwurf ge macht, daß sie kranken Jnsaffen nicht nur keine Pflege angedeihen lassen, sondern dafe dieselben sogar häufig mißhandelt werden. Man schließt dieselben häufig in feuchte, ungesunde Räume und bestraft sie außerdem noch in der grausamsten Weise. Das Comite, welches silz die Aufgabe gestellt hat, diese Grausamkeiten an's Licht zu ziehen und eine Untersuchung gegen die Verwaltung der Anstalt einzuleiten, be steht aus den folgenden Herren : E. B. Martindale, Thomas A. Hendricks, Theo philus Parvin, Thomas H. Sharpe, Au stin H. Brown, Revs. Myron W. Reed und O. C. McCulloch. Möge sich die Untersuchung nur nicht zu lange hinschleppen, d.amit den Armen bald Erleichterung ihrer Lage gebracht wird.

Sam. Alexander hat John H. Kerrick auf 3000 Schadenersatz verklagt, weil ihm Kerrick durch Unvorsichtigkeit Verletzungen beibrachte, an welchen er län gere Zeit darniederlag. Kluge Hausfrauen. Ich halte Dr. August König's Hamburger Tropfen seit Jahren in meinem Hause und muß zu deren Lob bekennen, daß derenAnivendung in meiner Familie immer von dem besten Erfolg begleitet war und uns manchen Dollar erspart bat." Mrs. Jerry Kuhlke. Wickes, Mont. Terr. fi Die hiesige Sektion der sozialisti schen Arbeiter-Partei wird am 4. Juli in Knarzer's Grove ein großes PicNic ab halten. $ST Gestern Abend fand im Germania Garten eine Versammlung deutscher Bür ger statt, um gegen das Verbot der Sonn tagsvorstellungen Protest einzulegen. Als wir zur Preffe gingen, war es uns noch nicht möglich, einen Bericht über die Ber sammlung einzuholen. SS" W. Martin wurde zwar des Klein diebstahls übersührt, aber da es sein erstes Vergehen war, ging er straflos aus. - Am Montag wurde die Leiche des K.'laben Namens James Flemming, der im White River ertrunken ist, durch einen gewissen Andrew Fulz entdeckt. Sts Mike Hogarty, ein jugendlicher Taugenichts, machte am Montag einen Fluchtversuch aus der Jail. Er wurde jedoch erwischt und in seine dunkle Zelle zu rückgebracht. Jetzt befindet er sich in der Befferungsanstalt, aber es wurde schon gewettet, daß sich das Bürschchen auch von dort aus einen Weg zur Freiheit machen wird. LS Ben R.Harlan wurde am Montag vom' County Schul Board zum County Schulsuperintendenten wiederer wählt. Er erhielt 5 Stimmen während sein Gegencandidat John R. Owens nur 4 Stimmen erhielt. Der Stadtkasse wurden im Monat Mai Anweisungen im Betrage von $33, 767.54 überwiesen. öS- In der letzten Hälfte des vorigen Monats sind hier im Ganzen 63 Personen , mit Tod abgegangen.

Eheleid.

Die Zahl der Ehestandsmüden in unse rer guten Stadt Indianapolis ist zu jeder Zeit eine recht ansehnliche gewesen und auch gegenwärtig ist die DivorceMühle in fortwährender Thätigkeit, um die Ehen zu lösen, die wahrscheinlich nicht im Himmel geschloffen wurden. So klagte Martha B. Baker auf Schei dung von ihrem Gatten, mit dem sie zwar erst seit zwei Jahren verhenathet ist, der aber andern Frauen mehr huldigt, alS seiner befferen Hälfte. Martha De Mob ist nicht viel bester daran, denn ihr Gatte ist ihren Angaben zufolge ein roher Geselle, der sie nicht er nährt, obwohl er ihr zuweilen eine sehr gesalzene Prügelsuppe vorsetzt. Auch sie bittet deshalb daö Gericht um ein Schei dunc-sdekret. Martha Crouch ist schon seit 1856 ver heirathet, will aber die Eheseffeln endlich gelöst haben, weil ihr Mann noch niemals Willens war, für ihren Unterhalt zu sorgen. Anna E. Swann. ist seit zwanzig Iah ren mit MorriS Swann verhenathet will aber jetzt von demselben geschieden sein, weil er sie schon vor längerer Zeit treulos verlosten hat. Auf die Scheidungsklage der Sarah E. Meisick hat Samuel W. Messick eine Gegenklage eingebracht. Sie verlangt ein Scheidungsdekret, weil er nicht für ihren Lebensunterhalt sorgt und er verklagt sie, weil sie ihn treulos vnlaffen hat. Beiden sollte geholfen werden. Auch Luise Bradncy will der Feffeln enthoben sein, die sie seit vier Jahren an George Bradney binden. Sie sagt in ihrer Klageschrift, daß sie von ihrem Manne von jeher schlecht behandelt wurde, und dafe er sie in der letzten Zeit ganz im Stiche ließ, indem er sich aus französische Weise von ihr empfahl. Gestern Vormittag belustigten sich mehrere kleine Knaben indem sie auf dem Canal eine Bootsahrt veranstalteten. Ein Negerknabe siel dabei in den Canal und wurde erst als Leiche wieder herausge zogen. Briefliste. Indianapolis, 11. Juni 1331. Liza Deck. Wm. Dietrich. Frank Pohl. Peter Stark. A. M. Schaler. Paul Warring. AuslandischeBriefe. M. Streichenburg. Louis Becker. John Brehmann. Kate Brandenburg. H. Lowenstein. Frank Sternberger. G. F. W. Meier. I. A. Wild man, Postmeister. Todtenliste dom 3. Juni biö 8. Juni. Julia Wolf, 21 Jahre. Marh Helmann, 59 I. Frank. . Charade. Kaum hat begrüßt dein Blick da nackte Leben, Nimmt schon das erste Silbenpaar Dich auf, Und, einen frommen Namen Dir zu geben, Naht es Dir schon nach kurzer Tage Lauf. 0 DaS Reich der Pflanzen eS kann nicht gedeihen, Die Thierwelt stirbt, wenn seiner fit entbehrt. Dem Steine kann es hohen Werth verleihen. Jedoch der Dichtung nimmt es ihren Werth. Ungleich vertheilt ist freilich meist hienieden Die D r i t t e, doch, wo sie dem Arme fehlt, . Entsprießen oft die segensreichsten Blüthen, , Wenn sie den Geist des tiefen Denkers stählt. Sonst war daö Ganze eine mächt'ge Dritte, Sein Konkurrent war früher nur der Wid, Da ward eS beides Zeitgeist'S raschem Schritte, Weit überflügelt von der Ersten Kind. (Auflösung in nächster Nummer.) VuflSsungen müssen zum Zwecke der Veröffent lichung bis Freitag Morgens 10 Uhr eingeschickt werden. Auflösung deS in boriger Nummer erschienenen Räthsels : .SchSferstunde j&3n den besten FeuerVerstcherungs Gesellschaften des Westens gehört unbe dingt die .F r a n k l i n" von Jndianapo lis. Ihr Vermögen beträgt $320,000. Diese Compagnie repräsentirt die North Western National" von Milwaukee, Ver mögen, $600.000; Hamburg BremenCapital in Gold $1,500,000 und die Ger mania American" von New Pork, deren Vermögen über $2,000,000 beträgt. Herr Fr. M e r z No. 439 Süd OstStrabe ist Agent für die hiesige Stadt und Umgegend.

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