Indiana Tribüne, Volume 3, Number 44, Indianapolis, Marion County, 11 June 1881 — Page 4
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(Wochenblatt.) Office: Ecke Circle u. Meridianstr, ,Im dritten Stock JEntered as second-class matter at the Postoffice at Indianapolis, lndiana. Abonnements-Preise. Inder Stadt durch die Post ins Haus geliefert Per Jahr im Voraus 52.00 Vn Nummer 5 6ntS. Ctio Schissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 11. Juni 1831. StrikeS. Daß es gegenwärtig fast unter der gan zen Arbeiterbevölkerung gährt, daß siß dieselbe immer mehr bewußt wird, daß sie nur durch einmüthiges, energisches Han deln ihre Lage verbessern kann, das zeigen die vielenStrikeZ, welche gegenwärtig aller Orten und zum großen Theil mit Ersolg in Szene gesetzt werden. Namentlich haben die jüngstenAusstände der Bäcker und Bierbrauer New Vorlas be wiesen, daß die arbeitende Klasse nur durch gemeinsames Vorgehen etwas zu erreichen vermag, daß nur Einigkeit allein stark macht. Die Ausstände beider Gewerbe hätten geradezu großartige Dimensionen angenommen, wenn die Arbeitgeber nicht endlich den Forderungen der Arbeiter nach gekommen wären. Wir selbst haben uns noch niemals für Arbeiterausstände begeistern können, und zwar aus dem Grunde, weil nur selten ein nennenswerlhes Resultat dadurch erzielt wird. Dasür mag allerdings vor Allem die in der Regel schlechte Organisation verantwortlich gemacht werden, denn bei guten Vorbereitungen müßten die Arbeiter jedesmal siegen. Sind doch die Ursachen der Strikes meistens solche, daß den Ausstandigen fast im mer die Sympathie des Publikums zu Gute kommt. Wer könnte das Verlangen -der Bäcker, die bisber siebzehnstündige Ar beitszeit auf zwölf Stunden zu reduziren, und die Forderung der Bierbrauer, einen zwölfstündigen Arbeitstag und einen Rasttag in jeder Woche, als ungerecht verdam men? Es gibt im Grunde genommen We nige, die einsichtslos genug wären, solche Forderungen als unbescheiden hinzustellen, denn es ist doch eine allbekannte Sache, daß sogar ein zwölfstündige? und nicht sei ten auch ein zehnstündiger Arbeitstag mit der Zeit den kräftigsten Mann angreift und vor der Zeit arbeitsunfähig macht. Es ist also schon höhere Menschenschinderei von einem Menschen zu verlangen, daß er die ganze Woche hindurcy jeden Tag 14 16 Stunden lang arbeitet (wie das bisher .bei den Bäckern und Bierbrauern New ?ork's der Fall war), und das Alles um schlechten Lohn. Wenn solche Zustände Strikes herbei führen, so ist das sehr natürlich. Ebenso natürlich ist es aber auch, daß diese Haupt Ursachen der Arbeiterausstände nicht eher beseitigt werden, als bis der Staat ein entscheidendes Wort spricht, indem Gesetze gemacht werden, welche Arbeitgebern ver oieten, ihre Arbeiter länger zu beschäfti gen, als der gesetzliche Arbeitstag (und wir würden hier einen achtstündigen Arbeits tag befürworten) zuläßt. Die Lage in Irland. Daß sich die Dinge in Irland immer mehr zuspitzen, daß die Lage des Volkes mit jedem Tag eine verzweifeltere, eine un haltbarere wird, daß eine Revolution un ausbleiblich ist, das mußte jedem Beobach ter schon lange klar werden. Dazu kommt noch, daß von gewisser Seite eine 'größere Unterdrückung in Jr land für ein Abhülfemittel angerathen wird, und daß diesem ganz verkehrtenVor gehen jedenfalls Gehör geschenkt werden wird.Was daraus nochAlles entstehen kann u. was noch daraus entstehen wird, ist bis jetzt kaum abzusehen, aber wir sehen keineöfallS zu schwarz, wenn wir nur Unheil volles prophezeien. Denn wenn die neuesten Nachrichten wabr sind, und wir haben nicht den gering sten Grund dies zu bezweifeln, so sind die irischen Zustände schon jetzt einem Bürger krieg ähnlich. In Schull hat die Nachricht, der Pater Murphy sei kraft der Zwangsakte verhaf. tet worden, große Erbitterung hervorgerufen. Das Volk reißt die Steinlage der
Landstraßcn auf, um letztere für Kavalleri? und Wagen unpassirbar zu machen, und hat die Telegraphendrähte zerschnitten.
Weitere Einkerkerungen einflußreicher Landligamitglieder werden gemeldet. In Cork sing die Polizei zwei Landligamit glieder unter der Anklage des Einbruchs ein. Beide Arrestanten sind ehrbareMän ner und die Anklage gegen sie gilt, wie die gegen viele andere Landligisten, für aus der Luft gegriffen. In vielen Distrikten leiten die Ribbon-Logen" gewaltthätige Vergeltungsmaßregeln gegen diejenigen Farmer, welche im Verborgenen gegen die Landliga wühlen, Landligisten bei der Po lizei zur Anzeige bringen und Pachtungen vertriebener Pächter ankaufen. Die irischen Behörden fordern in ihrem neuesten Cirku lar die Polizei auf, wenn dieselbe bei Zwangsverkäufen von Pachtungen oder bei Eviktionen aus Widerstand seitens des Volkes zu stoßen erwartet, dies sogleich anzumelden, woraus im betreffenden Land bezirk die Zwangsherrschaft pcoklamirt und Militär aufgestellt werden wird; Volksversammlungen werden in 'solchen Fällen mit Gewalt auseinandergetrieben werden. Daß man unter solchen Umständen auf das Schlimmste gefaßt sein muß, ist selbst' verständlich, und es wird wohl viel Blut fließen müssen, bis den geknechteten Jrlän dern die Freiheit winkt, nach der sie schon so lange vergebens schmachten. Gegen die Soldatenschinderei in Deutschland. Auch für die armen geplagten Soldaten Deutschlands, die für Gott, Kaiser und Vaterland gar viele Qualen zu dulden haben, dasür aber in der Regel das Ver gnügen haben, auf dem Felde der Ehre" zu sterben, werden jetzt Stimmen laut, denn im Herzogthum Meiningen circulirt folgende Petition an den Reichstag : Hoher Reichstag! Immer von Neuem ist in den Zeitungen von empörendenMißHandlungen die Rede, welche sich Borge setzte gegen gemeine Soldaten des deut schen Heeres zu Schulden kommen lassen. Und doch gelangen nach den Zeugnissen aller Derjenigen, die unter der Fahne ge standen, nur die allerwenigsten Fälle solcher Mißhandlungen in die Ocffentlichkeit und zur Bestrafung. Denn der Jnstan zenweg, der dem mißhandelten Soldaten offen steht, verschlingt entweder die erstat tete Anzeige, bevor sie an ihr Ziel gelangt, oder der Soldat wird durch Einschüchte rungen undDrohungen bewogen, seine beabsichtig Denunciation aufzugeben. Letzteres ist gerade in der Zeit am meisten der Fall, in welcher die schlimmsten Aus schreitungen in der Dienstgewalt und Mißhandlungen vorkommen, -nämlich in der sogenannten Rekrutenzeit. Der des Reglements, der nöthigen Dienstvorschrift ten und der ihm zustehenden Rechte voll kommen unkundige junge Soldat ist dann ganz in die Hand seiner (etwaigen) Peini ger gegeben. Wenn nun im Königreich Bayern solche Ausschreitungen, wie man bei derOeffentlichkeit des dortigen Gerichtsverfahrens er fährt, streng geahndet werden, so sindet das Gegentheil in den 'übrigen Staaten des Reiches statt und wird öffentlich dar über, ob und in welcher Weise diese Miß Handlungen zur Bestrafung gezogen wer den, überhaupt nicht bekannt. Wie man aber zuverlässig in Erfahrung gebracht hat, fällt die Strafe, wenn sie wirklich eintritt, so gering aus, daß sie von dem Verletzten kaum alsGenugthuung, von dem Verletzenden kaum als Strafe empfunden wird. Wenn daher irgendwo, so ist es hier ge boten, daß AbHülse geschaffen werde. Wir wenden uns daher an den hohen Reichstag, mit der dringenden Bitte, dahin zu wirken, daß bei der in Aussicht stehenden Abänderung und Revision der Mttitarstrasgerichtsordnung die hervorgehobenen Mißstände einer besonderen Be rückstchtigung unterzogen werden, insbe sondere durch Hereinziehung folgender Punkte: 1) daß dem gemeinen Soldaten die An zeigen von Ausschreitungen in der Amtsgewalt zur Pflicht gemacht werden, 2) demselben der Weg zur Anzeige (Instanzenweg) aus jede Weise erleichtert werde. 3) daß die Mißbräuche der Amtsgewalt schärfer als seither bestraft werden und ferner, 3) daß, wie in Bayern, das Militärge richtsversahren im ganzenReiche ein öffent liches werde."
In Bulgarien ist der Kriegszustand proklamirt worden.
Präsident Garfield hat sein Leben zu Gunsten seiner Frau für $25,000 ver sichert. Die Stadt Siniama, Galizien, ist abgebrannt wodurch 3000 Menschen obdach los wurden. Die Judenverfolgungen in Rußland dauern fort. AuZz die Czarenversolgung hat sich nicht abgeschwächt. Die Berlin Lerchenfelder elektrische Eisenbahn leistet so außerordentlich gute Dienste, daß man sie zu verlängern ge denkt. Mayor Means in Cincinnati hat nun dort auch das Abhalten von Picnics an Sonntagen verboten. Da sind wir hier doch noch etwas besser dran. Bismarck ist nicht nur müde, todtmü de, er ist auch krank, sehr krank. Die Aerzte rathen dem Fürsten einen mehrmo natlichen Aufenthalt in Kissingen an. Der deutsche Reichstag hat auch ein mal einen lichten Augenblick gehabt, indem er eine bestimmte Klaffe von Gerichtskosten über deren Höhe vielfachKlage geführt wurde, gesetzlich redu'zirte. Auch die Elemente scheinen sich gegen den russischen Czaren verschworen zu ha den. Der Sturm am 4. d. richtete in sei ner Residenz Gatschina bei St. Petersburg großen Schaden an. Die Damen von Ottawa, Jll., wollen jetzt auch der Frau Hayes ein werthvolles Prefent machen. Diese Frau hat sich bei den Temperezlern unsterblich gemacht und das gereicht ihr keineswegs zur Ehre. Die Turngemeinde von Cincinnati beabsichtigt dahin zu wirken, daß auch ein Turnschwestern Verein dort geglündet wird, damit die Turnerei auch dort von den Frauen mehr und mehr unterstützt wird. Samuel S. Randall, als Superin tendent der Volksschulen New Borks schon seit Jahren bekannt, ist im72. Lebensjahre gestorben. Er war ein gewissenhafter, ehrenhafter Beamter und hat sich als sol cher viele Freunde erworben. Die Zeitungen - berichten, daß ein Richter in Ottawa einen Zeugen, der sich weigerte auf die Bibel zu schwören, er laubte, bei einem neuen verbefferten ? Testament den Schwur abzulegen. Welch rührende Großmuth ! Blattern und Typhusfälle mehren sich in New Z),rk von Woche zu Woche. Wer den Schniutz, der m den Straßen New Porks schon seit Monaten aufgespei chert ist, je gesehen ha, wird sich darüber keineswegs wundern. m t In Albanu N. I. wird immer 'noch mit bewundernswerther Ausdauer daraus losgestimmt, und voraussichtlich wird der Kamps um die Senatorenämter noch nicht allzubald entschieden sein. Wie man hört soll Conkling keineswegs gut dabei fühlen, und das ist eine wohlverdiente Strafe.. Die Weltausstellungsmanie hat nun auch Boston ergriffen. Die Mitglieder der dortigen Produktenbörse haben die Abhaltung emer Weltausstellung im Jahre 1885 beschaffen und wenn sie es vernünf tiger anpacken, wie die New Porker, dann mag vielleicht aus der Geschichte etwas werden. z Die republikanische StaatsConven tion von Ohio war am Mittwoch inCleve land versammelt, um Candidaten für die Herbstwahlen aufzustellen. Herr Forster, der jetzige Gouverneur wurde per Akkla mation wieder nominirt. Herr R. j. Richards wurde für das Amt de3 Lieutenant-Gouverneurs nominirt. Schon wieder war das Leben des Czaren in Gefahr und zwar durch eine Dynamitmine, welche neben feiner Residenz. der russischen Eisenbahnstation Gat schina gelegt war und mit einer Batterie im Telegraphenbureau in Verbindung stand, aber noch vorzeitig entdeckt wurde. O welche Lust, Monarch zu sein ! In New Pork befinden sich einer neu ern Berechnung nach 75,000 Frauen, die sich selbst ernähren. Wenn wie dle Gigner der Frauenrechtler behaupten, die Frau durch das Ausscheiden aus dem häuslichen Kreise das ewig Weibliche einbüßt, dann müßte es Angesichts solcher Zahlen um die holde Weiblichkeit schon jetzt recht arg bestellt sein.
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(SOIIXIDT'S berühmteste und besteingkrichtetste und "Invioratin M<-Extract
vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn'
tnlen weroen prompt erfüllt. In Berlin hat eine Amerikanerin die Erlaubniß erbalten die Vorlesungen des Profefförs Virchow besuchen zu dürfen. Dies ist das erste Mal, daß eine Dame in die UnWersitätslisten eingeschrieben worden , ist und man macht darüber furchtbar viel Spektakel. Ein Beweis, daß es sich noch lange nicht von selbst versteht, daß auch eine Dame auf ihr Recht Anspruch erhe ben kann, Das ist starker Tabak. Bischof Elder von Cincinnati fordert die Katholiken sei ner Diöcese auf, für den kranken Erzbi schof I. B. Purcell zu beten, da sich der selbe seit der Nachricht vom Hinscheiden seines Bruders dem Tode nahe befinde. Die meisten der Aufgeforderten sind aber Gläubiger desErzbilchofs, und es ist frag lich ob sie. sich auch im Unglück so viel christliche Liebe bewahrt haben. Zwischen den Bäckermeistern und den Bäckergesellen New Porks ist immer noch keine Eintracht hergestellt. Die Letzteren haben Grund mit den gegenwärtigen Ar beitsverhältniffen, noch immer sehr unzu frieden zu sein, und die Arbeitgeber wollen um keinen,Preis nachgeben. Es haben deshalb eben 000 Gesellen beschaffen, Cooperativ-Bäckereien zu gründen und wenn sie damit Erfolg haben werden, dann dürfte es den Herren Meistern gar bald ziemlich heiß werden. Zäg I. H. Rhodi?, ein Reisender der Firma Browning 6z Sloan wurde am Samstag in Veedersburg durch eine Un Vorsichtigkeit seinerseits ziemlich schwer verletzt. Er wollte auf einen Eisenbahn zug, der schon im Fahren war, springen, kam dabei unter die Räder eines Wagens und wurde eine ziemlich weite Strecke mit fortgeschleudert. John B. Miller und Wm. Morrison, zwei Confidenzler wurden Anfangs dieser Woche durch das Criminalgericht zu zweijähriger Zuchthausstrafe verur theilt. John Greathouse, ein nicht we niger berüchtigter -Bursche wurde zu einjähriger Hast in Michi.an City verdon nert. Die County'Commissäre ertheilten den folgenden Wirthen Lizensen : . Patrick Walsh, Wm. Bührig, John C. Vetter, John Rupp, Wm. B. Morgan, D. Monninger, John Frick, F. X. Roschs, Rohr & Seitz, Frank Hyer, F. I. Vogt, George Knarzer, Alexander Rice, Wm. Mohs, James Mitchell, Fred. Kiffel, I. W. Kolyer, James White, Patrick Cole man, John Hügele, Patrick Manley, Wm. Hild, Mauriee Walsh, Wm. Richter. John Matz, Charles H. Schrader, C. Schetter, Thomas Burns, Peter Zimmer, Wm. T. White, John King, Henry Sponsel, Her mann Grünert, Francis Bach, Zottque Pariseau, D. Mußmann, Michael Ginz, Sam E. Woran, John Graham, F. R. Welz, Fred. Ruskaup, G. A. Smith, Henry tolle; John Weilacher, John Geis, Jakob WachsteUer, WilliamZumpfe, Louis Peehl, Charles V. Dantzer,.CHarles E. Verton, Fred. Klare, Herman Altman, Edward Santo, Christopher Kreuger, I R. Ebaugh, Gottlieb Wachstetter, George Bergerdoffer, William Wachs, Philipp. Reichwein, Charles Harth, Peter C. Hill, Fred. Polster, Albert Hitzelberger, H. V. Shephard und George Kolascheck. 5 Der Young Mens Republican Club" erwählte am Montag die folgenden Bean.ten für das laufende Jahr : Präsident, C. A. Dryer, Vicepräsident, W. I. Freeney, Secretär. D. K. Partlow, Assistentsecretär W. T. Brown, Sergeant Harry Craft, Executive Comite Peter Klingenhoffer,- Wm. Hinley, C. W. Tute wiler und Robert E. Smith.
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SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei im Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer" ist vor allem anderen als C. F. Schmidt. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß Herr Körner, der Direk tor des "Business College" eine Sommerschule errichtet hat, um den Eltern welche ihre Kinder während der langen Ferienzeit nützlich beschäftigt sehen wollen, entgegenzukommen. Wir verweisen aus die Anzeige an anderer Stelle. j&ST Das waren kurze Jlitterwochen ! Das Ehepaar John C. McBride und Jda McBride ließ sich erst vor einigen Wochen in Hymnens Feffeln schmieden, aber der Gatte behauptet,' daß ihm seine bessere Hälfte untreu geworden ist. und hat des halb eine Scheidungsklage eingereicht. fiS Die Ordnungsmänner unserer Stadt haben vom Polizeirath .Befebl er halten, sich nach einer bestimmten Vor schrist zu kleiden. Die Uniform, welche die Polizisten von nun an tragen müffen, besteht aus einem gelben Strohhut, blauer Blouse' Weste und Hosen. Im Winter haben sie an Stelle der Blouse einen lan gen Rock zu tragen.. Hu, wie eine solche Uniform Respekt einflößen wird. JS- Edward Kelly, ein Angestellter der Be!t Road.verletzte sich am Dienstag beim Zusammenhängen von zwei Wagen an der rechten Hand.. Daume und Zeigefinger mußten sofort amvutirt werden. Einem Angestellten der I. & St. L. Eisenbahn Namens James Terrell passirte ein ähnli ches Unglück. Er verletzte sich bei einer gleichen Beschäftigung den rechten Arm. Der farbige George Taylor, der im vorigen Jahre wegen Groödlebstahls ! V Ü im nördlichen Gefängniß Ausenthalt neh men mußte, ist dieser Tage aus der Haft entsprungen und die Polizei fahndet auf ihn.
3? CXTY hrtn st? Ans iitisl n nrn öS" Henry Jones mußte am Mittwoch Abend im Stationshause Quartier neh men, weil er eine Frau Donahue insultirt hatte. a- Clark Gibbs muß die nächsten vier Wochen in der Steinyard verbringen, weil er seine Frau geprügelt hat. DasPic-Nic der deutsch-englischen Schule, welches am Pfingstmontag hätte stattfinden sollen, mußte des ungünstigen Wetters wegen auf nächsten Montag ver schoben werden. Hoffentlich macht der Wettermacher den Kindern und den Erwachsenen, die fich schon so lange auf diese Gelegenheit freu en, nicht wieder einen Strich durch die Rechnung. Es wäre an der Zeit, die Klagen über die schlechte Versorgung der Insassen des Armenhauses genau zu untersuchen An der Regel wird aber leider den Armen Häusern, nicht das ganze Jntereffe, das fie verdienen, zugewendet, und so dauert es gewöhnlich sehr lange bis Abhilfe gebracht wird. Am Dienstag und Mittwoch .urde in der Superior Court No. 3 der Prozeß von Joseph Patastnsky gegen die orthodoxe jüdische Gemeinde dahier verhandelt. Der Kläger war durch den Anwalt Phil. Rappaport vertreten. Die Gemeinde hatte vor etwa zwei Monaten den Kläger als Vorbeter engagirt, ihn aber nach einer Woche wieder entlasten, in Folge deffen
UUUl UUII VltlUIIIUMVil UUI Scharlachfieber gehören jetzt leider nicht 1 zu den Seltenkeiten in unserer Stadt. '
Klage wegen Kontraktbruch. Trotzdem JJ etwa zwanzig Mitglieder der Gemeinde , , kamen und beschworen, daß der Klägernicht die Fähigkeit habe, die Stelle zu ver sehen, der Kläger aber bloß einen einzigen
Zeugen für sich hatte, gewann er doch den Prozeß. Dieser eine Zeuge war Herr Messing, Rabbiner der jüdischen Reform gemeinde, und die Jury schenkte ihm mehr Glauben, als der ganzen orthodoxen Ge meinde. Sie sprach dem Kläger $125 zu. jßST Die Continental FeuerVersiche rungs'Gesellschaft wurde von einem ge wiffen Jacob Ulrich aus' Cambridge, Wayne County. im hiesigen Bundesgericht verklagt, weil sie die Auszahlung einer Versicherung, die $3800 beträgt, verweigert. Dem Kläger brannten im Jahre 1876 zwei Scheunen nieder und die Com zagnie verweigert die Entschädigung, weil t ie behauptet, daß das Feuer von dem Be reffenden angelegt worden war. Sie
wird zu beweisen suchen, daß Ulrich das r Vieh und die Maschinerie aus den Scheu, i nen entfernt hatte, ehe das Feuer sichtbar ' war.
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