Indiana Tribüne, Volume 3, Number 40, Indianapolis, Marion County, 14 May 1881 — Page 4

Jttdimm Tribüne.

ndiana Hriöütte.

(Wochenblatt.) cffice: Ecke Girrte u. Meridianstr. Jm dritten Stock. - fEntered as secoiicl-clasa matter at the Postoffice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. Inder tadt durch die Post in HauS geliefert Per Jahc im Voraus 52.00 Per Nummer 5 Cent. Otto Schissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind.,' den 14. Mai 1331. Der Beutekrieg. Der Kampf zwischen dem Präsidenten und dem New ZZorker Senator Conkling ist zwar für dS Wohl und Webe des Landes nicht wichtig, dennoch aber sehr interessant vom Parteistandpunkte aus betrachtet, und zeigt wie so manches An dere, daß unsere Parteien sich mit Nebendingen beschäftigen, weil ihnen ein aroßes leitendes Prinzip fehlt. Daö Conkling ein Freund Grant's war, und diesen zehn mal lieber auf dem Präsidentenstuhl ge sehen -hätte, als Garsield, ist bekannt. Dok Conkling im Staate New Pork gro ben Einfluß besitzt, ist wahr, aber ebenso wahr ist es, dasj Grant seh? viele Gegner im Staate New Pork hatte und Galsteld viele Freunde dort bat. Als Garsield Präsident geworden war, handelte es sich darum den beiden Faktiönen der Revublikaner im.Staate New Bork gerecht zu werden, sowohl den Freunden Grant'ö und Conkling'S, als den Gegnern dersel6en. Der Präsident besetzte nun eine große Zahl von Aemtern mit Freunden Conkling. ernannte aber für die wichtige Stelle des Hafencollektors von New York einen ge wisserRobertson, einen Gegner Conkling's. Darüber war nun Conkling wüthend. Nun hat der Präsident zwar das Recht die Beauiten zu ernennen, die Ernenung bedarf aber der Bestätigung des Bundessenatö um in Wirksamkeit zu treten. Nun ist es allerdings fraglich, ob es Conkling gelingen kann, es Im Senate durchzusetzen, daß die Ernennung Robertsons die Bestätigung verweigert wird, aber es ist ihm leicht unter denGeschäftsregeln des Senats eine Ausschiebung durchzusetzen. Um nun zu verhindern, daß die Ernennung Robertsou's allein aufgeschoben werde, zog der Präsident die Ernennungen der Freunde Conkling's zurück, und sollte der Senat Robertson die . Bestätigung versagen, so werden dieselben wohl schwerlich wieder ernannt werden. Man sieht es handelt sich lediglich darum, ob der Herr Senator von New Jork das. Recht hat Beamte zu ernennen und dos Recht der Beamten-Ernennung dem Präsidenten bloß zum Schein verliehen ist, oder ob der Präsident in solchen Sachen wirklich einWort dreinzureden hat. Conkling wendet allen seinen Einfluß auf, den Präsidenten zur Zurücknahme der Ernennung Robertson's zu veranlassen, aber der Präsident weigert sich dessen mit aller Bestimmtheit. Es ist uns ziemlich einerlei, wer von Beiden in diesem Kampfe denSieg davon, tragen wird, aber wir gestehen, unsere Sympathien sind auf Seite des Präst dknten. Senator Conkling ist ein anmögender Mensch, dessen Einfluß weit überschätzt wild. Sein Einfluk wie der der meisten Bundeösenatoren besteht eben darin, daß er eine große Zahl von Aemtern kontrollirt. Besteht der Präsident aus seinem ttops und zeigt er, daß er sich bewußt ist, dak es im Staate Ncw York außer Conkling auch noch andere Leute giebt, so ist sein großer Einfluß gebrochen. Das Argument, daß der Staat New York sür die republikanische Partei unentbehr. lich und nur durch den Einfluß Conklings zu erhalten sei, ist nicht stichhaltig. Verliert er den Einfluß, .so wendet sich derselbe einem Andern zu, und eine Partei, welche von einem einzigen Manne ab hängt, müßte auf viel schwächeren Füßen stehen, als wir gegenwärtig von der republikanischen Partei anzunehmen, Ursache haben. Fällt dieser Kampf zu Gunsten Conkling's aus, so verstärkt da die Macht der Beutepolitiker. Wir hoffen deshalb, daß der Präsident den Sieg davon trägt. Betrügereien im Postdicnst. Der Schwindel im Oberland-Postdienst hat ungeheure Ausdehnung erreicht; es

I sind Personen in derselben verwickelt.

welche sich bisher hoher Achtung erfreuten ; überall und in jedem Gemeinwesen findet man an dem Schwindel betheiligte Personen. Die Regierung ist um große Summen beschwindelt worden, ' obgleich Thomas L. Brady, der frühere zweite HilfsGeneralpostmeister leugnet, irgend Etwas davon zu wissen. Der Oberland Postdienst (die sogenannten StarRoute") ist diejenige Beförderung der Postsachen, die nicht vermittelst Eisenbahn oder Dampsschiffe, sondern durch Postkutschen, Omnibusse :c. besorgt wird. Der Name Star Route" kommt daher, weil diese Linien in Vn amtlichen Listen mit einem Stern bezeichnet werden. . Nachdem mit der Regierung über' Contrakte verhandelt worden ist, kommen die Bogus-Contrek toren und verlangen die Abänderung derselben mit einer entsprechenden Erhöhung. der Bezahlung für den Dienst. In der Regel erhalten jedoch.die Contraktoren die Contrakte zu Preisen, unter welcher sie den Dienst nicht mehr versehen können. Nun werden die Contrakte gebrochen, und da die Bürgen nichts taugen, so v'ergiedt die Regierung durch den zweiten HilsS-Gene ralpostmeister die Contrakte anderen Personen zu bedeutend erhöhten Raten. In anderen Fällen werden die Contrakte von den Contraktoren wieder an andere Personen vergeben, so daß diese letzteren, wtlche wirklich die Arbeit thaten, wenig mehr als die Hälfte des wirklichen ContraktpreiseS erhielten. Die Besitzer der Postkutschen im fernen Westen sind wahr scheinlich am mindesten mitschuldig an diesen Betrügereien. Die Personen, welche mit Brady unter einer Decke steckten und durch die Beraubung' der Regier ung reich wurden, wohnen in Washington und anderen östlichen Städten in Reichthum und Luxus. Am Freitag Nachmittag stellte BundesCommission -ubrey , H. .Smith 93er Hastsbefehle gegen fünf Männer in Philadelphia aus, welche beschuldigt sind, Mitschuldige bei den obigen Betrügereien zu sein. Es gelang den Bundesmarschäl-, len Reuter und Marple drei derselben zu verbasten, nämlich William R. Cason, in der Office des Charles W. Matthews, Broker von No.. 1619 Arch Str. ; Joseph Funk, Arbeiter in .Martin's Färberei, wohnhaft in No. 1826 Sälmonstr. und Blackman, Stallknecht für- Joseph R. Black und an der Richmond Str. wohnend. Die anderen Heiden waren bis 4 Uhr nicht verhaftet worden, als das Berhör der Verhafteten vor dem BundesCommissioner stattfand. -DerBundes-Distrikts-Anwalt stellte die Thatsachen fest, wie folgt. Funk war der Inhaber eines am 7. Juli 1879 ausgestelltenBond, auf welchem Cason als einer der Bürgen erscheint ; die Bond war werthlos. Die Beiden stehen angeklagt, wohl gewußt zu baben, daß der Bond werthlos war. Cason hatte eidlich angegeben, datz er Grundbesitz in Philadelphia im Werthe von $25,000 habe, außerdem cultivirtes Farmland in Atlantic County, N. I. Da nun dieWerthlosigkeit des Bond nachgewiesen werden könne, so seien die Beiden auch meineidig gewesen. Cason habe sich außerdem bei der Ausstellung eines anderen Bond über $5300 betheiligt, dessen Prinzipal Jos. Blackman ist und auf welchem Cason als Bürge erscheint, abermals unter der Angabe, $25,000 werth zu sein. Dies sei offener Betrug gegen die Ber. Staaten durch Personen, welche werthlose Bonds ausstellten,, um dadurch Contrakte zu erlangen. Der Contrakt Funks lautete vom I. Oktober 1879 bis zum 30. Juni 1832,.um die Post zwischen Port Grisfin und Port Elliott in Texas für $1680 jährlich zu besördern. Funk hat nie Etwas im Dienste gethan. Blackmans Contrakt war für dieselbe Zeit und bestimmte die Beförderung der Post zwischen BrackitiSville und Port Stockton, Texas, sür $850 jährlich. Auch dieser Contrakt wurde nicht ausgeführt. Ein dritter Contrakt wurde ebenfalls nichtauSgeführt.Auchdieser lief vom 1. Oktober 1879 bis zum 30. Juni 1832, und sollte nach demselben die Post zwischen Fort Elliott und Meschita Falls, Texas, für $1690 per Jahr besördert werden. Dieser Bond war von Blackman ausgestellt und von Cason beschworen.. In allen diesen Fällen wurden die Contrakte von anderen Personen aus' gesührt und mußte dasür eine'viel größere Summe bezahlt werden. Nach Darlegung dieser Thatsachen ersuchte der Bun desanwalt, die Angeklagten sür ein weiteres Verhör unter Bürgschaft zu stellen, damit es ihm möglich sei, substantielle Beweise dasür beizubringen, daß die An-

geklagten die Regierung mit Wissen betro

gen hätten. Der Bundes Commissioner stellte darauf jeden der Angeklagten unter $5000 Bürgschaft, welche von Cason ge stellt wurde. Huck und Blackman wurden in Ermangelung der Bürgschaft commit tut. Die anderen Beiden, welche am Freitag nicht verhastet werden konnten, sindJoseph R. Black von No. 1816 Richmond Straße und Henry C. Arbuckle,- wohnhaft an Park Avenue, Clerk für Charles W. Matthews. Joseph R. Black ist ein wohlbekannter Contraktor in Philadelphia und bewohnt ein schönes Haus. Joseph Funk ist Black's Schwager und 21 Jahre alt. Er wohnt gerade hinter Black und arbeitet in der Tiogä Färberei. Blackman ist Blocks Stallknecht und 30 Jahre alt. Cason ist Clerk bei demBroker Charles Matthews. der zugleich ungari scher Consul in Philadelphia ist. Sein Name erscheint als Bürge auf allen oben genannten Contrakten von Funk und Blackman. Henry C. Arbuckle erscheint auf Blackman'ö Contratten . unter dem Namen Harry Arbuckle und ist ebenfalls Clerk in Matthew'S Office. Joseph R. Black stellte sich am Samstag Mittag den Bundesbeamten zur Berfü gung, nachdem er von New Bork zurück gekehrt war. Arbuckle ist noch nicht ver haftet. Der Commiffär stellte jeden der Gefangenen unter $5000 Bürgschaft. Wie sich durch eine in Denver, Colo rado gegen Dorsey. den früheren Bundessenator von Arkansas von einem in Port' land Oregon Wohneyden anhägig gemächte Klage herausstellt, hat dieser Würdige Ex-Senator in Bezug auf die Post rauten in Oregon ganz ähnliche Schwill deleien getrieben. Jedenfalls besteht noch eine ganze Anzahl solcher Star-Route-Rings, welche mit der Zeit hoffentlich entdkckt werden. ' : . Congreg der Freidenker. Der Congreß der Freidenker ist am Sonntag in Frankfurt aM. abgehalten worden. Dje Versammlung zäblte etwa 60 Theilnehmer. Dr. Specht aus Gotha führte aus, er habe den Entschluß gefaßt. die Schritte; zu? Gründung eines deutsehen Freidenkerbundes zu thun. Der Bund wird neben der freireligiösen Gemeinde besteben können, und in seier Weise an dem großen Befreiungwerke des Menschengeistes thätig sein. ' Als theoretische Grundlage, als einigendes' Band müsse dienen das beständige unermüdliche Forschen nach der Wahrheit auf Grund der als richtig erkannten Naturgesetze. Das Loosungswort müsie sein:. Einheit im sicher erkannten und mit der Natur- u. Vernunftgesetzen in Einklang stehenden Wissen, Freiheit aber aus dem Geblet der Hypothesen, des unsicheren Wissens, des aemüthlichen Glaubens. Dr. Büchner fügte hinzu, eine Reihe von Anmeldungen sei bereits eingegangen. Bei ihm 35,beim Bureau 30 und 13 in Aussicht, bei Dr. Specht 650, bei Dr. Dulk 8, bei .MüllerCochem 5, Husemann-Detmold 9, UllrichUlm3. Eingegangen an B.aar seien bereits über 600 M. wovon 473 M. in Kassa blieben. 1 der Statuten , des neuen Bundes lautet : Der am -10. April . in Frankfurt aM. begründete Deutsche Freidenkerbund bat den Zweck, die zerstreuten und darum ohnmächtigen Kräfte des deutschen Freidenkerthums in Deutschland nnd Oestereich zu sammeln, zu organisiren und durchVereinigung, sowie durch gegenseitige Verständigung aller Derer welche sich selbst und die Menschheit von religiösen und wissenschaftlichen Irrthümern und Vorurtheilen zu befreien und die volle Freiheit der Gewissen herzustellen wünschen, stark zu machen. Auch soll eine solidarische Verbindung und Freundschaft der deutschen Freidenker in der Art hergestellt werden, daß jeder Einzelne auf. die Hilfe und Unterstützung aller Andern, und umgekehrt, rechnen kann, nnd daß namentlich solche Freidenker, welche durch ihr öffentliches oder privates Wirken im Interesse des Freidenkerthums in Noth und Verfolgung gerathen sind, durch die Mittel des Bundes soweit wie möglich aufrecht erhalten werden 2. AIS Mittel zur Erreichung dieses Zieles sollen dienen : 1) Möglichste Verbreitung freidenkerischer Grundsätze durch Schrift und Wort und Unterstützung aller bieraus gerichteten Bestrebungen. 2) Alljährlich wiederkehrende Versammlungen der Bundesmitglieder, in denen a. die Hauptgrundzüge der Thätigkeit des Bundes sür das kommende Jahr festzustellen.

C.F,

Lager

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t?ie berühmteste und besteingerichtetste W und "Invigorating Malt-Extract

vorzüglich anerkannt. Austrüge zum Verschlffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn Linien werden prompt erfüllt.

u d. theoretische Fragen deSFreidenkerthumS zu erörtern sind. 3) Bildung von Zweigvereinen an allen hierfür geeigneterOrten. 4) Veranlassung eineS möglichst lebbasten persönlichen Verkehrs der Bundes- und Gesinnungsgenossen mit einander. 5) Gründung einer BundeSkasse." 3 AIS Organ deS Bundes der Oeffentlichkeit gegenüber soll vorläufig das in Gotha unter Redaktion von Dr. A. Specht erscheinende Sonntagsblatt Menschenthum" dienen. Die Bestimmungen über die Mitgliedschast, die durch Anmeldung beim Vor stand und Zahlung von mindestens 1 M pränumerando erworben wird, fanden Annahme, nachdem ein Antrag Dr. Spechts im Namen SchollS Der Aus tritt auS der Tonfesstons- oder Glaubenskirche ist, wenn nicht Bedingung der Aufnähme, doch wenigstens eine für den wahren Freidenker selbstverständliche Consequenj" u. A. abgelehnt worden. . Bei Abtheilung IV, welche von der Kasse h an delt, würde ein PasiuS, welcher von Ver kauf, Vertrieb oder Verlag freidenkerischer Schriften, Ueberschüß von Beiträgen und dergleichen spricht, gestrichen. Nach Ab theilung V findet alljährlich eine Huupt Versammlung statt, deren Ort, Zeit und Tagesordnung Ausschuß und Vorstand bestimmt. Die Leitung liegt nach VI in den Händen eines' Ausschusses von 12 Mitgliedern mit dem Recht der Koopta tion. Derselbe wählt den Vorstand von sünf Mitgliedern," die nahe zusammen wohnen sollen. 7 Beide Körperschaften erhalten Reisekosten, aber keine Versäumniß kosten. VII. ( 14) lautet: Der deutsche Freidenkerbund! bildet einen Bestandtheil des am 29. August 1880 in Brüssel begründeten internationalen Freidenkerbundes .und erwählt auf seiner Hauptversammlung zwei Abgeordnete, welche ihn innerhalb deö internationalen Generalrcthes zu vertreten haben. Auf Antrag Dr.., Spechts wurde zugefügt: So lange der internationale Freldenkerbund als solcher nicht Zwecke verfolgt, die mit den in Deutschland bestehenden gesetzliehen Bestimmungen inWiderspruch sind." VIII. ( 15) . .Im Falle der Auflösung des Bundes bleibt das Vereinsvermögen zu Verfügung des letztgewahlten BundesVorstandes resp, dessen Vorsitzenden im Interesse freidenkerischer Zwecke". Sodann wurde folgende tResolution Dr. Spechts anaenommen : Der deutsche Freidenkerbund erklärt seine Sympathie für du sreirellglösen Gemeinden und hont auf ein segensreiches Zusammenwirken der beiden Institutionen". Dr. Loewenthal beantragte eine Resolution des Inhalts, daß der Freidenkerbund jede Intoleranz gegen trgend ern geistiges Streben als un vereinbar mtt seinen Grundsätzen erachte. Der Antragsteller befürwortete die Resolution aufs Wärmste. Andere Redner erklärten sie nicht für opportun, andere. wie Bosch.Köln und Voigt-Offenbach, für überflüssig und selbstverständlich. Die Mehrheit der Versammlung entschied sich dagegen. Sodann begründete Herr Ullrich eine Resolution folgenden Jnbalts: Hat der Congreß der deutschen Freidenker anch im Interesse der weitgehendsten ToleFl . ranz es nicht als uatutenmakige er pflichtung von seinen Mitaliedern gefordert, daß dieselben vor Aufnahme in den ffreidenkerverein aus . ihrer bisherigen Kirchengemeinschast austreten, so erwartet es der Congreß doch von jedem Freunde. daß er auch vraktisch die Conscquenzen seiner Ueberzeugung ziehe, und wenn es die thatsächlichen Verhältnisse gestatten, sich konfessionslos erkläre und sich bet Volksiiäblunaen und allen öffentlichen Akten. bei welchen dieConfession in Frage kommt, als Freidenker bekenne. Wr. Buchner. Dr. Löwenthal und Dr. Schläger erklärten sich aeaen die Resolution,' Voigt und Andere dafür. Mit einer kleinenMehrheit erfolgte die Annahme. Aus aueoem geht zur wenuge hervor. daß die Freidenker in Deutschland recht vi m w & tmr . zahme iicenichcn imo, oeren 'jycuq oer frommen Denkungsart durchaus nicht in gährendes Drachengist verwandelt ist.

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i SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. V, Brauerei rn Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer ist vor allem anderen als C. F. Schmidt. Der deutsche General-Consul in New Pork scheint ein Fürstenknecht cornrnc il saut zu sein. Es ist bekannt, wie er kürzlich die Vorstellung zum Besten der deut ' schen Sozialdemokraten in der New Z)or ker Academy of Music zu hintertreiben und unmöglich zu machen suchte. Es ge lang ihm nicht. Jetzt sucht er durch düster gefärbte Berichte über die geschäftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Amerika die deutschen Auswanderer zurückzuhalten. Da wird ihm natürlich ebensowenig gelingen.' Ein Mensch, nh der deutsche General-Consul aber paßt unbedingt nicht in die Gesellschaft anständiger republikanisch gesinnter Menschen. Außeramtlich sollte kein Bürger der Republik mit ihm verkehren. In Deutschland gehtö allerwegen doch immer recht gemüthlich zu und Regierung. und Beamte, wetteifern mit einander, ihre Furcht vor Allem, was sozialistisch ist, zu zeigen. So wurde in Dresden dieser Tage Herr Alexander Jonas, der in Deutschland reisende Redakteur der .New Yorker Volkszeitung", . als sozialistischer Umtriebe verdächtig verhaftet. , Die Po lizei durchsuchte seine Papiere und forderte ihn dann auf, binnen 9 Tagen Dresden zu verkästen. Herr. Jonas ließ sich dies nicht zweimal sagen und ist nach London abgereist, von wo aus er schriftlich bei dem amerikanischen Gesandten in Berlin gegen seine Verhaftung protestirte und vollständibe Satisfaktion verlangte.' Der Gesandte erwiderte, die .deutsche Regierung sei bereits mit der,Untersuchung der Angelegenheit beschäftigt. Am .Samstag Abend kam ein Mann zu dem Pelzhändler Joseph Lewark und theilte ihm mit, daß ein gewisser Morrison einen Goldbarren zu verkaufen hätte, in dessen Besitz er draußen im fernen Westen'auf nicht ganz rechtmäßige Weise, gekommen sei. Er wolle denselben daher billig verkaufen, auch wage er sich nicht in die Stadt und halte sich in der Nähe derselben auf.. Lewark sagte ihm, er solle am nächsten Tage wieder kommen er werde dann weiter mit ihm verhandeln. Am Vormittag kam nun der Mann zurück und Lewarck, der unterdesten den Geheimpolizisten McKinney, sowie. Polizeichcf Williamson von dem Äneibieten desselben in Kenntniß gesetzt hatte, erklärte sich be reit, mit Morrison zusammenzutreffen wo Letzterer das' Geld versteckt hatte. McKinney hatte sich, als ein Arbeiter Lewart's verkleidet, indessen Geschästölokal eingefunden, um zu hören, was der Fremde zu sagen hatte. Er . und Williamson, sowie Cüptain Splann und einige Polizisten folgten nun den Beiden bis zum Ende der Michigan Straße, wo Morrison hinzukam und sie zu der Stelle am White River führte, wo der Goldbarren im Sande vergraben war. Morrison grub denselben aus und nach längerem Unterhandeln erklärte sich Lewark bereit, , den Klümpen für $2500 zu nehmen. 1 Morrison hatte $3000 dafür verlang ) Polizisten, welche Civilkleidcr trugen t:.. Flinten bei sich hatten damit man sie f. ? Jäger halten sollte, traten nun hinzu uno ' verhafteten Morrison und seinen Genossen. Eine Untersuchung des Goldbarrens ergab, daß derselbe ein gutvergoldetcr Messingklumpen ist und 31 Pfund wiegt. Eh eerlaubnißsch eine erlangten : John Logan und Bridget Doud; William B. Simpson undRene Keller; Jacob Van Soce und Allice Bradley ; William Sheehy und Catherine Sears; Frank Nulk und Anna Kosbera: Kenrae M. Cline und Sarah E. Smith ; William H. Gardner und Sarah R. Cloud; John Bloomer und Caroline Schweitzer; William H. Beam und Annie Vorgus; Dee Wallace und Anna Hout, John R. Miller und Emma Bach. LS- Gestern ' Morgen brannte Hill'5 Planina Mill an der Ecke von East und Georgia Str. nieder.

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