Indiana Tribüne, Volume 3, Number 39, Indianapolis, Marion County, 7 May 1881 — Page 4

n Indianer Tribüne.

ndiana Hriöülle.

(Wochenblatt.) Lffice: Ecke Cirrle u. Mcrid'nstr. lJm dritten Stock JEntereel az secoml-clas3 matter at the roätoince at Indianapolis, lnüiana.l . . Abonnements-Preise. 'Inder Stadt durch die.Post inS Haus geliefert Per Jahr im Poraus.... .. . . ....2.00 Ve? Nummer. 5 KentS. Otto Tchissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind.,' den 7. Mai 1831. Die politischen Parteien. Man könnte es für eine' sonderbare Idee halten, über amerikanische Politik schrei berrzu wollcn, denn man. ist vollständig .berechtigt zu fragen, ob .wir überhaupt noch eine Politik haben. Wir befinden uns in der Wirklichkeit in einem Stadium des vollfländ'gen Stillstandes der Politik. ' Wie haben zwar politische Parteien, aber mit Ausnahme von zweien spielen sie keine Rolle, und diese Beiden, nämlich die re publikamscke - und' die 'demokratische sind 'im. Grunde nur. noch alte .Erbstücke, zu 'welchen man theils aus Gewohnheit, theils der Kameraden wegen gehört. Von einem großen unterscheidenden Prinzip ist heut zutage nicht mehr die Rede, keine der Parseien bertritt eine Idee, welche zu begei stern ZmStande wäre. Weder die republi kanische Partei noch die . demokratische hat heutzutage mehr eine Berechtigung, weder die Eine, noch die Andere ist im. Stande, etwas Nützliches zu vollbringen. . Die republikanische Partei hat ihre Ent fterrnna Urlacken ;u verdanken, mzlcke ur , j V - u m t - Zeit nicbt mehr ,?istiren, sie hat ihre Mis--sion ersüllt. Die demokratische Partei. (welche man eigentlich die amerikanische Nihilistenpartei nennen könnte, denn sie $at nie versucht, etwas Positives zu er reichen, sondern immer nur das zu ver hindern, was die gegnerischePartei wollte) hat ihre Mission noch nicht erfüllt, weil ße' eben: keine bestimmte Misston hat, oder mindestens keine, welche einmal zu Ende geführt, werden kann. Sie besteht heute noch aus denselben Elementen, aus wel chen sie immer bestand, nämlich aus den reaktionären, und aus einer Anzahl Zu zügler. aus. der Republikanischen Partei, welche nicht reaktionär, sondern ünzufrie den geworden sind. Der Geist, welcher . in der demokratischen .Partei herrscht, ist ;ter Geist, der stets verneint, und zu ver neinen wird es immer Etwas geben. Mag " nun auch einmal die demokratische Partei aus OpportunitätSrücksichten ibren Namen ändern, ibren Standpunkt wird ste beibe . halten und sie wird nicht untergehen. ' Dagegen sind wir überzeugt, daß die -republikanische Partei 'ihrem' Untergange entgegeneilt. Diese . Partei konnte sich einst mit Recht und Stolz die Partei der großen moralischen Ideen nennen, sie vertrat den FortschrittSgedanken und die Ele mente, aus denen sie zusammengesetzt war und noch ist. sind die fortschrittlichen frei' heitlichen'Elemente. Aber die republika Nische Partei ruht heute auf ihrenorbee,.renau3.. Sie. hatte sich ein großes Ziel gesteckt, sie bat das Ziel erreicht, und sie ' geht still. Stillstand im öffentlichenLeben 'i rst aber Rückschritt. Die republikanische ' Partei muß sich zersetzen, denn die libera. len Elemente, welche in derselben vorHerr schend sind, werden nicht stillstehen wollen. .- Die republikanische Partei .wird heute nur noch durch, das Beutesystem zusammenqe halten. Entweder muß .sie neue Ideen in ; sich aufnehmen, ode? einer Partei, welche ' Mächtiger vorwärts strebt, weichen. Eine solche Partei wird auch aLeDicjenigen gewinnen, welche aus Unzufriedenheit in's demokratische Lager hinübergingen. .Der' '.Prozeß' wird vielleicht langsam vor sich gehen,' aber er wird sich vollziehen. - Zeiteilige demokratische Siege würden nhn beschleunigen, besonders wenn deren Ursachen' in der Weigerung der Republi kaner zil suchen sind, in prinzipiellen Fra gen den'vorgeschrittenstenStändpunkt ein. zunehmen. Läßl sich dadurch die republikanische Partei vorwärts drängen, somag sie. ihre Stellung als herrschende Partei nech lange behalten, andernfalls wird sie sich zersetzen, um einer fortschrittlicheren Partei Platz zu machen. Die dkmokrat,che Partei hat eine andere Zukunft, (oder wenn man will, keine Zukunft.) Sie wird den Fortschritt in der angedeuteten Weise ' ganz unsreiwillig besördern, selbst aber als

reaktionäre Partei immer fortbestehen So wird sie wohl von Zeit zu Zeit Bor theile erlangen, es aber niemals zur Herr schenden Partei bringen.

Wie lange '.die republikanische .Partei ihr Leben noch fristen kann, ohne entschie dene Schritte vorwärts zu machen, oder wie lange es noch dauern wird, bis sie sich zu solchen Schritten entschließen wird, das läßt sich nicht sagen. Obwohl dieUrsachen stetig wirken, so äußert sich doch die Wir kung nur periodenwelse. Unsere Einrichtungen sind so, daß ein deutliches Wahr nehmen .vorgegangener' .Veränderungen nur von vier'zu vier Jahren, möglich ist. Hosfen wir jedoch, daß dieser Zeitpunkt bald eintritt, denn nichts ist gesährsicher für ein Volk als eine politische , Stagna lion, wie sie jetzt bei uns herrscht Für die wichtigsten Dinge hat man kein Auge, die tiefgehenden Interessen , des Volles laßt man unberücksichtigt, und putzt statt dessen Lappalien,' wie Temperenzfragen u. s. w. zu großen politischen Fragen auf, vergeudet damit kostbare Zeit und . rüst damit eine Thätigkeit hervor, welche mit viel größerem Nutzen auf anderen Gebieten des öffentlichen Lebens angewandt werden könnte, oder fördert und' 'stärkt das ClZquenunwesen, wie'eZ"zur Zeit in der feindseligen Stellung der Blainefaktion zu der Conklingfaktion zuTage tritt. Wir brauchen eine Partei, welche ein -großes fortschrittliches Ziel verfolgt. . Die demokratische Partei wird das niemals. Will die republikanische Parteilich ein solches Ziel stecken, dann wird ste bestehen, will sie es nicht, so wird es früher oder später eine andere Partei'thun und. die republi kanische Partei wird dann untergehen. Es wird ihr gehen, wie der einst so großen und mächtigen 'Nationalliberalen Partei in Deutschland.' So wie es ist, kann es' aus die Dauer nicht bleiben. - Die Einwanderung ; aus Europa in unsere Republik nimmt ganz riesige, -ungeahnte Dimensionen an. Die größte Zahl der Einwandere? kommt aus Deutschland und aus Irland, den beiden Ländern, in welchen die Armuth der unteren Klassen'am Drückendsten und zugleich mit politischer. Unfreiheit verbunden ist In hellen Haufen' ziehen die Aus Wanderer nach "den Seestädten. In Bre men und Hamburg sind die Plätze aus den Dampfern schon auf fünf Monate hinaus vergeben, trotzdem sowohl die Hamburger wie die'Bremer Linie ExtraDampfer lau sen lasten. . Die englisch Regierung be ünstigt die Auswanderung aus ; Irland und ist froh, wenn die.Jrländer ihr Land verlassen, denn Engländer und Irland sind Feinde. .Die deutsche Regierung aber sieht mit Mißbehagen auf die große Zahl derer, welche, den Staub Bismarcki ens von den Füßen schütteln. Ein Ein sehen wird sie aber deshalb: doch nicht ha ben, denn wenn hätten despotische Regie. rungen je enr.Einsehen gehabt? Das Traurige an der Sache ist nur das, daß die Leute statt einen Versuch zu Hause zu machen die Sache zu bessern sie .davon laufen. Bei der nächsten Reichstagswahl werden ste ihrer Knechtseligkeitvahrschein lich doch wieder nach dem Wunsche , Bis marks stimmen, l! "Als :Bebel kürzlich den Aüsspruch that, daß die '.leitende Idee. der Deutschen heute darin bestände wie sie die Mittel ausbringen könnten nach Amerika auszuwandern, hatte er leider Recht, da heim fehlt eS den Deutschen an Courage. So sehr es uns freut, das deutscheElement in den Vereinigten. Staaten so mächtig wachsen zu sehen? so .bedauern wir vom freiheitlichen. Standpunkte aus, diese Aus Wanderung doch, denn sie schwächt .die Freiheitsbewegnng-in Deutschland, oder ist vielmehr ein Zeichen der Schwäche der selben.'. 1 -'i 's r II - l , J. , i ) . i ) ,i . Victor.Hugo ist krank. Ueberschwemmungen richten im We sten große Verwüstungen an. 5. In Milwaukee besinden sich . die , An gestellten der Eisenbahnen im Ausstande. . ' i . , . .Der amerikanische Schauspieler Ed win Booth hat als Othello großen Erfolg ov -.::n " ' ltt vlivi! lzitl. . ,. . .... ... ... Der Strike der Angestellten der Straßeneisenbahn ' Compagnien in St. LouiS ist zu Ende. Die meisten Förde rungen der Striker wurden bewilligt, v.Die .internationnole Münzkonferenz in Var' bielt am Donnerstaa ibre Zweite Plenar. ""'g ab. ,.. Bis 'jetzt hat dle rm ' r' ' -i ' s " et ' if . 'II . . Konferenz gar reme iiorliqrme ge macht.

In Algenan, Westpreußen, sind aber

mals Angriffe auf Juden, erfolgt. Die Ruhe konnt nur durch Gewaltmittel wie der hergestellt werden. - Viele jüdische Familien sind geflüchtet. . In London sind die Blattern epide mlsch.' Ju einem einzigen Hospital liegen tausend Blatternkranke.' - ' Während des letzten Monats mußte 1500 Kranken' die Aufnahme in dkn- Hospitälern wegen Mangel an Raum verweigert werden.' ' . - i '. -. Bismarck ärgert sich so. sehr über- die hohe Mietbsteuer in Berlin, daß er. damit droht, den Sitz der Reichsregierung itach einer andern .Stadt zu - verlegen. , :-U?s scheint, der Mann sängt , an, kindisch zu werden, j . . . . 1-r-i Die Berichte aus dem Westen und Süden Irland's lauten trübe.- Nie zuvor sind' so viele Gewaltakte vorgekommen. als während der letzten Woche.' Bemaff nete Volksbaufen durchziehen'die Cou'ntles und verbreiten Schrecken, wohin sie kom men. " " ' u ",: . In Elisabethgrad (?) (in Rußland) fand eine Judenhetze- statt. 'Es.'.wutden 200 Personen verwundet und über, hundert Wohnhäuser zerstörte Cavallerie und Infanterie Patrouilliren jetzt durch ..die Straß. n., ? Die.bevorstehende MesseDurde auf.Gesuch der Stadtbehörden au.funbe stimmte Zeit verschohen. - h:h Die Nationalschuld' hat im Monat April um $9,090,900 abgenommen. ' Die Abnahme seit Ende'Juni beiräkt N8,'ö99,'601, die Gesämmtschuld beläuft sich. jetzt aus $2,080,(Ü8,M&'" Dagegen befindet sich im Schatzamte'die Summe von 233, 731 195, so daß nach Abzug derselben eine Nettoschuld 'von '$1. 801,072,693 verbleibt. ' Herr Alexander Schlesinger, der bisherige'fähige Redakteur des Philadelphia Tageblatt hat seinen Posten niederge legt und die Agentur einer New Vorker Versicherungsgesellschast übernommen. Herr Schlesinger wird jedoch, fernerhin literarische ' Beiträge für das Tageblattliefern, und so geht wenigstens seine Kraft dem Prinzip, welches das Blatt vertritt, nicht verloren. " ......... r--Eine Pariser Depesche .'meldet, , daß die Bedingungen unter welchen die Nihili sten gesonnen .seien,, Frieden zu schließen, dem Zaren persönlich' von einem Abge sandten des Revolutions Comites über reicht worden seien. Der' Zar habe ihn ruhig angehört und ihn dann verhaften lassen. Man müßte die Nihilisten für viel dummer halten als. ste sind,' um so Etwas zu glauben.. . ' Das Comite des deutschen Reichsta ges, welchem die Vorlage der Regierung zur Einführung vierjähriger ; Wahlperio den und zweijähriger Budgetperioden zu gewiesen wurde, hat 'gegen die Vorlage berichtet. Darüber ist' Bismark wüthend. Hoffentlich'zeigt das Ergebniß der nächsten Reichstagswahlen, daß'. 'die ' Furcht der Deutschen vort Bismarä'schem Wüthen nicht mehr so groß ist, wie ehedem. ' ' . ' ' ,.. Jn Pittsburg treiben die Temperenz ler undSonntagsmucker.auch ihr Unwesen. Der neue Marmor.,, hat, die Polizei ange wiesen, die Schließung aller Wirthschaf ten und Cigarrenlüden an Sonntagen zu erzwingen. Er will die Gerichte befragen. ob Eisen öder Straßenbahnen an Sonn tag im Betrieb sein sollen. ' Die Wirthe haben eine Versammlung abgehalten, und gegen die neue Accisebill, welche eine Li cenzgebühr von $300 fordert, protestirt. ; '. ii ' 1 ' . - . ' i ' : Die 'Untersuchung über den Tod des Sulians Abdul Aziz ergiebt, daß eine An zahl'einflußreicher Mohammedaner beauf trägt wurde, den' Sultan' zu ermorden, und Fahri Bey, nebst zweier Kämmerer, ausgewählt wurde, dem Sultan den Tod zu geben..! Er führte zwei. Eunuchen und einen Professtonellen Ringkämpfer in die Privatgemächer des Sultans, warf 'diesen auf . einen Divan und ' schnürte ihm die Kehle zu, während die beiden Eunuchen mit Dolchen 'die Pulsadern , des Sultans aufschnitten. Während des Kampfes zwi fchen dem Sultan und Fabri Bey wurden dem Ersteren.mehrere Zähne eingeschlagen. Die beiden Schwäger des jetzigen Sultans Mahmud Pascha undNoury Pascha, welche kürzlich verhastet wurden, sollen die An stifter oeS Komplottes gegen Abdul Aziz gewesen fein. ES läuft daS Gerücht um, daß ein Mordversuch auf ven jetzigen Sul tan geplant war, welcher durch, die Ver Haftung der-oben genannten Paschas ver eittlt wurde. Die Untersuchung wird mit rücksichtsloser Strenge geführt werden.

C. F,

t -.' ; i j t (SOIISIIÖX'S ';' .,,,, ! f Linien werden prompt erfüllt.- : . iii.'.rM.i iVr: :''D?m Bündessenate lagen Mittwoch der Vertrag mit China dessen Zweck theil' weise darin besteht, die starke Einwände rung vonChinesen zu verhindern, vor. Die Senatoren aus den NeuEnglandStaaten , sind gegen die Bestätigung des Vertrags, wahrscheinlich weil Neu-England die Chi nesen mit Opium versieht Hoar konnte nicht einsehen, daß -man zwischen chinesi schen und anderen Einwanderern einen Unterschied machen sollte. Das ist eben ?gankeeSozialismuS" ' ' ' . , . ' Das ,. Parlamentsmitglied , Dillon wurde -jn. Folge einer ausreizenden Rede, welche 'er lnJrland hiekt,unter derZwangs akte verh'ast.et. Die Verhaftung . hat große .Aufregung t hervorgerufen., ..Es scheint, ..daß. es in .England jetzt mit der Redefreiheit auch aus ist. In den Monar chinen ist eben die' Maulkorb. Politik aU lenthalben sehr beliebt. . Die englische Regierung . wird aber die JrlSnder zur Revolution treiben, um sie dann leichter mastakriren zu können. , .. ' . , Einer ReuterDepesche aus St. Pe tersburg zufolge werden wahrscheinlich folgende Ernennungen vorgenommen werden : General Melikow wird wahrschein lich zum" Premierminister und General Jgnatjew'alS' sein Nachfolger zum Mini ster des Innern ernannt werden und Fürst Lubanow zum Minister des Auswärtigen nach Go'rtschakowS Jubiläum. Herr v. GieS soll zum Gesandten inBerlin ernannt und Herr vV Suburow' von Berlin nach London'versetzt werden.' ; '. .t , . . . Eine Depesche aus Cairo sagt : Ger hard Rolfs, der deutsche Asrikaforscher, ist hier .eingetroffen. Er kommt aus Abus sinien, wohin er vom Deutschen Kaiser als' Gesandter an ,den König geschickt wurde. Das Gerücht .vom Tode ;des Königs war nbegründet. . Rohlfs wurde'aüßerordent lich freundschaftlich aufgenommen und wird als Stellvertreter der 'deutschen Re gierung 'en . Frieden ' zwischen Aegypten und Ibysstmen" vermitteln.' " Er reist nach Deutsazland ab)"wird aber nach kurzem Aufenthalt zurückkehren." Der.Kriwischen der.Administration und der Co'nkling Fraktion ist nun in hel len Flammen ausgebrochen. Der Präst dent hat,' die. Ernennung sämmtlicher Freunde des Senators ConklingZ zurück gezogen.. Da eö sich bei der ganzen Af faire bloß um die Beute handelt, fönnen wir uns für dieselbe nicht interesien. Doch würden wir gerne sehend daß Conkling eine empfindtiche Niederlage erleidet, denn er ist ein aufgeblasener, arroganterMensch,' der sich 'einbildet, d'en.'ganzen Staat New Bork in seiner Tasche.zu. haben. I. Am Montag Morgen um 9 Uhr stell ten sämmtliche Bäckergehülfen in NewYork Brooklyn,' Newark und Jersey' City auf einmal die Arbeit ein ittd zogen 50C0 Mann stark mit klingenden- Spiel durch die StraßenNew Porks. Jhre Forderun gen bestanden erstens in einem freien Sonntag zweitens Reduzirung der bisher üblichen' siebzehnstündigen Arbeit täglich aus zwölfstündige," und drittens totale Aufhebung des Gebrauches, daß die Bä ckergehülfen Kost und Wohnung beim Meister haben. Die Meister versuchten einen Kompromiß herbeizuführen und lehnten sich besonders gegen die dritte Forderung auf. Sie versuchten auch die Gründung, eines BäckermeisterVereinS, derselbe ging aber in die Brüche. Der Ausstand dauerte bloS einen halben Tag, denn schon am Mittag hatten fast sämmt liche Meister die Forderungen der Arbeiter bewilligt.

ZUMMer . r: ; ' jt !' . . i. ''" . '

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WM

:.L SQUABE,) ' ' ' . . . , INDIANAPOLIS, IND. - C. F. Schmidt. Das Unterstützungscomite für .die aus Deutschland Ausgewiesenen und de ren Familien, das seinen Sitz in NewPork hat, hat einen Bericht erlasien, ! dem wir Folgendes entnehmen : Die Art und Weise der Unterstützung ist folgende : Die Ausgewiesenen wenden von einem .Comite im Castle : Garden empfan gen,, und wenn ohne Mittel, was bei den weitaus Meisten der Fall war,, auf Kosten des Comites verpflegt, bis dieselben mit Arbeit versorgt waren ; diejenigen,- welche ins Land ziehen wollten, wurden mit Ei senbahn Tickets versehen. Die Zahl der bis jetzt Angekommenen beträgt 68. . Das Comite . übernahm ferner die Uebecsied lung von sämmtlichen in Deutschland be sindlichen Familien .der Ausgewiesenen (31 Frauen und 80 Kindern). Wir hat ten zu diesem Zweck Vereinbarung mit der Hamburger Schiffsgesellschaft getroffen, welche es uns ermöglichte,. die Fahrkarten für eine erwachsene Person zu dem Preise vod zu kaufen,, gegen den regulä ren Preis von $28, ferner wurde bei Eisen bahn Tickets eine Ermäßigung von 10 15 per Cent erwirkte. Genosten die mit Familien ankamen, wurden die nöthigsten Möbel verschafft. - : Einnahmen : Gesammelt auf Listen ausgegeben von. - der Sektion New Aork ..... . .$620.89 j; 7 Beiträge von Sektionen .76L.S3, - -. Eewerlsch. Vereine ....... 586.96 ' ' In Versamml. collektet ...... 293.52 ,rfDirekt v. Privatpersonen. .... 227.35 - '7 Zurückgezahlte Vorschüsse 21.25 ., ? . ' ' ' $2513.95. , " ' Ausgaben: Sch'isssscheine :.. $1,391.50 Eisenbahn Tickets ......... 267.25 Unterstützungen "baar. ...... 498.05- ' Kost und LogiS '.. i. . . . .... 220.5 Diverses 60.87 : Postage uvd.Depeschen . . : 16.7l'Schreibmaterialien ........ . 6.35 ; : : : i . ':i z - . r - ;:c $2,404.38 Cassabestand 114.57 Die Beiträge dersozialistischen Sektio nen vertheilen sich folgendermaßen:Sekt. New Fsrk $50. .. Lawrence io " Milwaukee . . . . . . . . : :l . . . . . .': ?. . . 60. Detroit.'. : ; . . ........ ... . 25. Meghay Cith o 12. : " Baltimore... 13. . . " varSville . 8 60 New Haben 41.50 aunevme.. 1. " Shracuse . .... 1 14. Philadelphia .......... .... 0. PittSburgh , . . 10. Patterfon 28.70 " Chicago (officiell) 25. " Chicago (nicht officiell) ;50. Utica 13. Indianapolis : 25. "Trotz...... 3.40 . ".Meridan.... 11.50 Boston 62.25 ? New Fort, Brauch 2 2.50 " Cleveland..:. 15.25 New Vork Branch 9 . . . : . . . . ; " 19.25 , " 14 10. " Brooklyn 141.66 Union Hill.... ...... .. .1 ; 'i . . 5.25 Newark.... .... ' ; 22.42 " Neckrille .. 8.70 : ' .i . . . . $768.98 Am Schluffe des Berichtes heißt es : Wie Sie aus dem Bericht ersehen sind unsere Mittel nahezu erschöpft, wir bitten Sie also inständig, Ihre, wie wir mit A erkennung saa.en muffen, diesem hohen' Zweck bis jetzt vollständig entsprechende Thätigkeit nicht erlahmen zu lassen, son dern fortzufahren, so viel als möglich Geld zu sammeln, da wir, wenn nicht bald wei tere Zuschüsse eintreffen, in die trostlose Lage versetzt wären, unsere Thätigkeit ein stellen zu muffen, trotzdem binnen Kurzem noch mehr Ausgewiesene ankommen, wer den. . .v

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