Indiana Tribüne, Volume 3, Number 38, Indianapolis, Marion County, 30 April 1881 — Page 8

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Jndiana Tribüne.

Lokales.

Indianapolis, Ind., den 30. April 1831. Zur Notiz! Die .Jndiana Tribüne erscheint Samftag?, wird indessen Freitag Abend frübzeitig genug fertig gestellt, um noch mit der Vft versdt weiden zu können. Anzeigen, welche Sonntazk.Pergnügungen, Versammlungen etc. betreffen, muffen Freitag bi um 12 Uhr Mittag auf unserer Office abgegeben werden. Sremplare der .Tribüxe find in der Buch. Handlung von G. Kehler, 17s Ost Wasying. tonftraße, zu haben. Ansichten die in's Gewicht fallen. Heir Herrman Walter. WilkersonS Mills, Md., sandte uns vor Kurzem folgende Mittheilung: Seit 6-7 Jahren hatte ich D r. Au gu st König 's Hamburger Familien Medizinen'in meinem Store und mnfe sagen, daß dieseMedizinen sich des besten Rufes erfreuen. Ich selbst habe dieselbe bei mir und in meiner Familie angewandt ; sie haben mir bessere Dienste gelban als irgend ein Mittel das mir ein Doktor verschrieb. Jt" Der Indianapolis Soc. Turnver ein veranstaltet am 25. Mai ein Pienic, bei welcher Gelegenheit gleichzeitig die Eröffnnng des Germania Parks stattfindet, der schönste Picnicplad in der Umgegend. Reed'S Gilt Edge Tonic heilt Fieber. Zu Mitgliedern der Supreme Court Commission wurden ernannt : Wm. M. Franklin von Omen.County. Geo. A. Bicknell von Floyd County, Horatio L. Newcomb von hier, James L. Best von DeKalb County und John Morris von Allen County. Die Pflichten und Befug nisse der Supreme Court Commission sind dieselben, wie die des Supreme Gerichts. Herr Philip Neichwein ist Candidat für Stadtratb in der 9. Ward. X- Für das Germania Theater sind so weit solgende S.üste gewonnen : Das uns seit Jahren bekannte Künstlerpaar Herr und Frau Baureis, als Soubrette ist Frau Johanna Clausen Koch, als Lieb haber Jenlsch, Beide von Cincinnati. so wie Herren Gotthardt und Stengel enga girt. Ferner steht Herr BZndemann mit Frl. Biebach, Frau Szmirschina und Frl. Braasch in Unterhandlung. Die Saison wird wahrscheinlich am 15. Mai eröffnet werden. Das Germania Theater das jetzt vollständig renovirt und vergröbert wurde, ist seit Langem ein so beliebter Unterhaltungsort geworden, daß kein Wort weiter zu seiner Empfehlung nothwendig ist. Was sie auch sagen mögen, was sie auch darüber schreiben mögen. Tha:sachen lassen sich nicht umstoben. Und That, sache ist es, daß Dr. August König's Ham bürge Tropfen der beste und zuverläfsigste Leber-Regulator ist. Dieses Mittel reizt das Organ zu neuer Thätigkeit, sühri aus dem Blute die angehäufte Galle, und entfernt dadurch Leiden wie Kopfweh. Appe. titlosigkeit, Mattigkeit, Bttterer Geschmack im Munde, Leiden, welche alle einer kranken Leber enljpringen. j Der Liederkranz feierte am Montag in der Mozarthalle sein zehnte Stif tungsfest durch Conzert und-Tanzkränzi chen. Herr Scherer hielt die Festrede. Das Conzert fiel sehr gut, aus und der Besuch war ein recht zahlreicher. Reed'Z Gilt Edge Tonic curirtDyspepsie. E x c u r s i o n nach 5 i n c i n n ati am Samstag, den 2S. Juni, arrangirt vom Schwaben - Verein. 92.30 für die Rundfahrt. tr Wohl selten hat ein Verein bei der ersten Gelegenheit, bei welcher er vor das Publikum trat, einen in jeder Beziehung so durchschlagenden Erfolg erzielt, wie der Zitherverein. DasConzert, welches derselbe am letzten Sonntag gab, war so außerordentlich gut besucht, däk schon geraume Weile vor dem Beginn desselben der Saal bis aus den letzten Platz gefüllt war. Gleichgroß, wie der pekuniäre Erfolg war aber auch der musikalische. Es wurde den für UNS verwendbaren Raum weit überschreiten wollten wir auf, jede einzelne Nummer d:S Programms eingehen, um so mehr, da die Leistungen durchweg Nichts zu wünschen übrig ließen.' DaS Zusam menspiel bei den GesammtvortrSgen verdient ganz besonders hervorgehoben zu werden und gereicht dem Dingenten des Verein Herrn Bopp zur Ehre. Soll wurden vorgetragen von Frl. Santo, Frl. Fertia. Frl. Schnull. Herrn Knodel und Herr Reyer. Jede einzelneNummer wurde mit wohlverdienten Beifall aufgenommen, und wohl selten war ein Publikum mehr befriedigt, als das des Zitherverems am Sonntag Abend. Durck dieses Konzert bat sich der noch junge Verem mit einem Schlage in der Gunst des Publikums fest. ,4 frt hnfc ihm aewik ber fortdauern

itcicm i' vu " . , . i d,rn fleißigen Streben eme bedeutende, Zukunst bevorsteht.

I. N. Pattison, der republikani sche Kandidat für das Amt des städtischen Schatzmeisters ist ein alter Bürger unserer Stadt und erfreut sich der höchstenAchtung seiner Mitbürger. Als de: Krieg aus brach, verlieb er daö Schulzimmer und lieb sich um die R'bellen zu bekämpsen, in die Unionsarmce einreihen. Nachdem er drei Jahre gedient, ging er in das Droguen geschäft und fein Erfolg als Geschäfts mann legt Zeugnib von seiner Integrität und seinen geschäftlichen Fähigkeiten ab. ES ist immerhin anzunehmen, dab Je mand, der seine Privatangelegenheiten gut verwaltet, auch der Mann ist, dem man öffentliche Angelegenheiten anvertrauen kann. Herr Pattison ist seit Jahren Mit. glied des Männerchor und diese Thalsache beweist, dab er in gesellschaftlicher Bezie hung ein Mann von liberaler Anschauung ist, was unter den gegenwärtigen Verhältnissen ein Umsland ist. der bei der kom menden Wahl schwer in die Wagschaale fallen sollte. Wir zweifeln nicht, dab wenn Herr Pattison gewählt wird, er sein Amt zur Zufriedenheit Aller ausfüllen wird. Den wahren Jakob gefnnden. Einem Wechfelblatt entnehmen wir folgendes Item in Bezug auf den so viel belpro chenen neuen Heiligen, den St. Jakob. Herr Peter Schmeh in Covington. Ind., erzählte unserem Reporter, dab er das St. Jakobs Oel in seiner Familie zu verschie denen Gelegenheiten gebraucht bade und, dab es immer von guter Wirkung gewesen sei. .Dieses ist wirklich der wahre Jakob schlob er seine Lobrede auf dieses allgemein beliebte Heilmittel. Die vielen Klagen über die man gelhaste Fortschaffung deS UnratheS und

der Asche auS der Stadt haben endlich im Stadtrathe ein Echo gefunden. Die Stadt hat mit Aegidius Naltner einen Contrakt abgeschlossen, unter dem Letzterer verpflichtet ist. Asche und Küchenabfälle aus den Häusern zu holen und fortzuschas sen. Bis jetzt ist dieS in sehr nachlässiger Weise geschehen. Am Montag stattete der Gesundheitsrath in derSitzung deSStadt raths Bericht darüber ab, und de? Stadt rath. faßte darauf einen Beschluß, durch welchen die Polizisten verpflichtet und die Bürger ersucht werden, Anzeige von jeder Vernachlässigung zu machen und dab dem Contraktor kein Geld mehr ausbezahlt wird, bis er seinen Verpflichtungen nach kommt. Wir haben in dieser Beziehung bloß zu bemerken, dab Herr Naltner seinen Contrakt bis jetzt in solcher Weise vernach lässit hat, dab ein Einschreiten der Be hörde unumgänglich nothwendig ist. Wir sind allerdings der Ansicht, dab für die Summe welche Herr Naltner bewilligt wurde, (wenn wir nicht irren $6000) es unmöglich ist, das zu leisten, wozu sich Herr Naltner sich verpflichtet hat, und da beiEtwas zu prositiren.aber das hätteHerr Naltner voraussehen und sich nicht ver Kindlich machen sollen. Nun da er den Contrakt abgeschlossen, ist es auch in Ord nung, dab man ihn zur Ausführung. des selben.zwingt. Kendall'S Spath Heilmittel wird von der Küste des atlantischen bis' zu der deö stillen Oceans gebraucht. Man 'lese die Annonce. ' t- Die Sonntagsschule des Freiden kerVerein3 ist bis auf Weiteres für die Sommermonate .geschlossen. Für die Schüler und Schülerinnen derselben wird

der Verein im Laufe einiger Wochen ein PicNic veranstalten, worüber zur Zeit Näheres bekannt gegeben werden wird. . Morgen So n n tag, Abendunterbaltung der Indianapoliö Harmonie in der BereinSballe. Reed's Gilt Sdge Tonic stellt sen Appetit her. t?T Die DStflingerlBook K Publish. ing Co. in Milwaukee hat noch immer eine Anzahl Exemplare des Freidenker-Alma nachS ' und I des Amerikanischen Turner Kalenders' für 1831 vorrathig. Ersterer enthält sehr werthvolle Beiträge von Karl Heinzen, Max Grobmann, C. H. Boppe und Anderen. Letzterer enthält auSge zeichnete Artikel auS der Feder von Fach mänrern, wie H. Medner, C. Wledemann) sowie gediegene Artikel von Pfänder und Boppe, Ausführliches über das-Frankfurter Turnfest nebst einer Illustration, den Festplatz darstellend. Freidenker und Turner, welche sich mit den genannten werthvollen Erscheinungen unsrer perrodi schen Literatur noch nicht versehen haben, sollten dieselben baldigst ihrer Bibllothek einverleibend Am letzten Sonntag kamen Ver treter hiesiger Gewerkschaften zusammen, um das Projekt einer allgemeinen Union zu besprechen. Die Idee hat gute AuS sicht auf Verwirklichung.

tEingesandt.) StadtrathS - Candaditur für die 19. Ward. Herr E. P. Thompson tritt bekanntlich als Stadtraths'Candidat für die 19.Ward auf. AuS langjähriger persönlicher Be kanntschast mlt Herrn Thompson können wir denselben den Wählern dieser Ward nur auss Angelegentlichste empfehlen, und dieS zwar sowohl in Bezug auf seinen Character als seine Fähigkeit. Er ist ein Mann von durchweg liberalen Ansichten, ohne alle nativistischen Vorurtheile und von grober GeschSftskenntnib, wie er dies auch als langjähriges SchulrathSMit glied thatsächlich bewiesen hat. Er wird daher auch seine Konstituenten nur auf das Beste und Vortheilhafteste im Stadtrath vertreten, und für alle nöthigen und zweckmäkigen Verbesserungen in dieser Ward mit Eiser und Energie einstehen; so wie für jeder seiner Constituenten, der seinen Rath und Beistand sucht, zugäng lich sein, so daß ir, wenn erwählt, sich in der That und Wahrheit als würdigen Repräsentanten . der Jnteresien derselben erweisen wird. K. R. Christ. C. Hendricks. 10 N. Pennsyl. vania St.. cmpsiehlt dem Publikum seinen ausgezeichneten Candv und alle Arten von fremden nnd einheimischen Früchten. Reed' Gilt Sdge Tonic vkrhindrrt Malaria. JCS Eines unserer beliebtsten Ver gnügungslokale wird am Samstag und Sonntag eröffnet werden, nämlich Herrn .C. Hedderich's Volksgarten an der Ecke von East und Washington Strabe. Samstag Abend giebt es groben Lunch und Sonntag Abend Conzert. Wenn das Wetter schön ist. wird daö Lokal seine alte Anziehungskraft bewähren. IST Herr Engelbert Metzger ist als Spezial-Agent füi Jndiana der .North western Mutual Life Insurance Co." von Milwaukee, Wisc., ernannt. In der Circuit Court sind zur Zeit die Verhandlungen in der Klage von Rebekka Rothschild gegen ThomaS M. Dickson im Gange. Klägerin verlangt 525.000 Schadenersatz wegen Bruch des Eheversprechens. i Die CoronersJury hat ihre Un tersuchung deS Todesfalles von John Kistner beendigt. Sie spricht die Eisenbahnen von jeder Schuld frei, legt aber dem Treiber John Gildcr Nachlässigkeit zur Last. Sie empfiehlt die Anbringung von Karrieren zur Verhütung ähnlicher Unglücksfälle. Todtenttste dom 22. bis 29. Marz. Annie Grim, 6 Jal re. Katr S. Sikel, 22 I. ' ' Henry Walker Neinken, 4 Monate.' Joseph Kruger, 66 I. Joseph PetcrS, 60 I. Frau Fred. Sipp. Elise Dippel, 27 I.

B riesliste.

Jndianap Wm. Barlh. M. I. Christerö. ' Mollie Friiner. Samuel Goldman, tta Herbling. Gertrude T. Hill. Lena

o li, L0. April 1331. Sarah Hansen. Christopher Klenke. Fannie D. Kinder. Jennie Miller. Wm. Miller. Wm. Meyert. Wsrner.

AuSländischeBriefe. J.W. Waltz. Elizabeth Hailman. Henry Zollinger. ' G. Hinschong. W. A. Schwenk. Eharlet Frick. J.M.Metzger. . lbert Deichler. . W R. Hollow ay, Postmeister.

SI ä t b s e l.

' Die Pflanze und da Thier, ' Ei scheidet sie vom Stein ; . . . . - . .'' In ihm beschlossen liegt i " Dei Menschen irdisch Sein. Doch wie's verlausen wird Und auf wie lang noch fort. Das liegt für unser Aug' Im umgekehrten Wort. ' (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösungen müssen zum Zwecke der Berössent lichung bis Freitag Morgens 10 Uhr eingeschickt werde. Auflösung des in voriger Nummer erschienenen Rathselk : ' M a r s ch a l I." eSZu den besten FeuerVersicherunas Gesellschaften des Westens gehört unoe dingt die .Franklin" von Jndianapo liS. . Ihr Vermögen beträgt $320,000. Diese Compagnie reprSsentirt die .North Western National" von Milwaukee, Ver mögen $600,000 ; .Hamburg - Bremen" Capital in Gold $1,500,000 und die .Ger. mania American" von New Pork, deren Vermögen über $2,000,000 beträgt. Herr Fr. Merz, No. 439 Süd Ost-Straße. ist Agent für die hiesige Stadt 'rnd Umgegend.

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t3 DaS Tanzkränzchen der Harmonie am Donnerstag Abend verlies ganz ge müthlich. . EzT Letzte Woche kamen 34 Todesfälle in der Stadt vor. ' ' tT Die Löhne der Zimmerleute sind in Folge Uebereinkommens zwischen den Arbeitern und Arbeitgebern um 25 Cents per Tag erhöht worden.

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