Indiana Tribüne, Volume 3, Number 36, Indianapolis, Marion County, 16 April 1881 — Page 4
-- ,, Indiana Tribüne.
Mana Hriöüne.
(Wochenblatt.) Cfficc: Ecke Circle u. Meridianstr. , Im dritten Stock. JEntered as second-class matter at the rostornce at Indianapolis, Indiana. AbonnementsPreise. Inder Stadt durch die Post ins Hak geliefert Pn Jahr im Voraus.. '.. ... $2.00 Ver Nummer ß KentS. Otto Schissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 16. April 1631. Temperenzlerei und Frauen stimmrecht. Unsere Legislatur hat beschlossen dem Volke zwei Verfassungsamendements zur Abstimmung zu unterbreiten. Das Eine würde den Frauen das Stimmrecht geben, das Andere würde die Anfertigung und den Verkauf berauschender Getränke verhindern. Da Eine giebt Rechte, das Andere nimmt Rechte ; das Eine dehnt die Freiheit aus, das Andere beschränkt sie. Es wäre daher immerhin merkwürdig, daß ein und dieselbe Körperschaft beide Vorlagen angenommen hat, wenn man nicht wüßte, daß es aus einer bei Gesetzgebern gar nicht zu entschuldigenden, erbärmlichen Feigheit geschehen ist. Wie vorhergegangene Abstimmungen zeigten, ist die Mehrheit der gegenwärtigen Gesetzgebung weder zu Gunsten von Prohibitivgesetzen noch zu Gunsten des Frauenstimmrechts. Die Herren waren aber viel zu feige, dagegen zu stimmen und entschuldigten sich dann mit dem Vorwande, daß sie dem Volke Gelegenheit geben wollen darüber abzustimmen. Was nun die Prohibitivmassregel betrifft, so zweifeln wir keinen Augenblick, dab es eine tüchtige Organisation bei richtiger Handhabung der Sache dahin bringen wird, daß sie niemals zur allgemeinen Abstimmung gelangt, mit dem Frauenstimmrecht mag es wohl anders gehen. Wir sind jedoch der festen Ueberzeugung, daß es bei allgemeiner Abstimmung zu Boden fallen wird. Es ist nämlich die allgemeine Ansicht, daß dieselbe Partei welcher es gelang, das Prohibitiv-Amendement durch die Legislatur zubringen, auch das Frauenstimmrechts Amendement durchsetzte. In gewissem Sinne ist das wahr, in anderem aber wieder nicht. Es sind nicht alle Frauenrechtlerinnen Temperenzlerinnen und auch nicht alle Temperenzlerinnen Frauenrechtlerinnen. Beide aber machen gemeinschaftliche Sache, in dem Glauben, daß jede der beiden Richtungen ihre Sache mit Hilfe der anderen leichter durchzusetzen vermag. Das ist nun ein bedauerliche Irrthum, und die nachtheiligen Folgen für die Vertreter des Frauenstimmrechts werden nicht ausbleiben. Es läßt sich nicht leugnen, daß unter den Amerikanern Viele nur deshalb für das Frauenstimmrecht sind, weil sie hoffen mit Hilfe der Frauen ihre Temperenzideen leichter und sicherer verwirklichen zu können. So sehr wir dies vom Standpunkte der Freiheit aus bedauern, so können wir doch zur Zeit uns nicht dafür erklären, den Frauen im Staate Indiana das Stimmrecht zu verleihen, weil wir vor der damit verbundenen Gefahr die Augen nicht verschließen können. Für den radikalen Freisinnigen ist dieser Conflikt zwischen Theorie und Praxis gewiß sehr unangenehm. Wir können uns aber nicht entschließen, das Frauenstimmrecht in der Praxis zu empfehlen, solange dadurch dem Tempe-renz-Fanatismus in die Hände gespielt wird. Das kann uns freilich nicht hindern im Prinzip die Gleichberechtigung aller Menschen anzuerkennen, aber eben weil wir sie anerkennen, müssen wir einstweilen die praktische Verwirklichung des Prinzipes in der Richtung des Frauenstimmrechts bei uns wenigstens verschieben, bis die amerikanischen Frauen lernen, daß es sich nicht mit Grundsätzen von Freiheit verträgt, nach einer Richtung hin, Rechte zu verleihen, und nach der anderen sie mit Füßen zu treten. Die irische Landbill. WaS der indolente amerikanische Ar beiter nicht sertig bringt, das hat der deutfche Industriearbeiter und der irischeLand arbeite? fertig gebracht. Beide haben ihre Regierungen gezwungen ihre Forderungen
mindestens nicht unbeachtet zu lassen, und theilweise Zugeständnisse zu machen. DaS
deutsche Haftpflichtgesetz und das Unfall versicherungSgesetz sind immerhin Errun genschaften, wie der amerikanische Arbeiter sich deren nicht rühmen kann, und erst vor wenig Tagen hat unsere Legislatur Vor schlüge in dieser Richtung ohne viel Besin nen bei Seite gelegt. Die Landbill, welche das britische Mini sterium jetzt dem Unterhause vorgelegt hat, wird höchst wahrscheinlich die Landliga nicht befriedigen und deshalb der Agita tion wohl schwerlich auch nur für den Au genblick Einhalt thun, aber sie ist auch so wie sie ist, eine Errungenschaft, welche nur der kräftigen Agitation einer festgeglie derten Organisation zu verdanken ist. Allerdings erklärte Gladstone. daß die Bill nicht deshalb eingebracht worden sei, weil die irischen Landlords hart feien, oder weil die Leidenschaften des irischen Volkes er regt worden seien, sondern weil das irische Landgesetz eigenthümliche Bestimmungen enthalte, welche die Wohlfahrt der Pächter unmöglich machen. Aber, wenn daS die einzige Ursache wäre, fo bliebe doch die Frage offen, warum, da man nicht anneh men kann, daß die englische Regierung dies nicht schon früher gewußt hat, nicht längst eine derartige Bill eingebracht wurde. ES wird unsere Leser wohl schwerlich interessiren, die Details der Bill auSführ lich zu vernehmen. ES genüge zu sagen, daß dieselbe den Landlord verhindert den Pacht innerhalb eineS Zeitraumes von 15 Jahren zu erhöhen, daß auch nach Ablauf deS Termins, wenn die Parteien sich in der Festsetzung deS Pachtzinses sich nickt einigen können, der Pächter nicht willenlos dem Landlord preisgegeben ist, sondern daS Gericht anrufen kann, den Pachtzins festzusetzen, und ferner sichert die Bill auch dem Pächter beim Aufhören deS Pachte eine Entschädigung für alle von ihm be werkstelligten Vodenameliorationen (improveraentg.) Außerdem enthält die Bill Bestimmungen, daß und wie der Staat Geldvorschüsse gegen genügende Sicherheit zum Ankauf von Land und zur Unterstützung von Auswanderern ma chen soll. WaS daS Schicksal der Bill lein wird, läßt sich nicht sagen. Vor einen. Jahre hatte sie jedenfalls selbst die Extremsten befriedigt, heute mag das wohl anders sein. ' Parnell ist besonders nicht mit den Theilen einverstanden, welche auf die Ausführung der Bestimmungen sich beziehen. Seine Einwendungen mögen sich jedoch beseitigen lasten. Die Gefahr ist aber vorhanden, daß das Haus der Lords die Bill verwirst. Geschieht dies, so kann dies zu blutigen Ausständen in Irland und zu einer lebhaften Agitation für Abschaffung dieses privilegirten Jnstituts führen. Wir sehen dem weiteren Verlaufe der Sache mit Jntereffe entgegen. Nach den letzten Berichten sollen bei dem Erdbeben in Chio 8000 Menschen ge töntet und 10.000 verwundet worden sein. Nach dem Berichte unseres Finanz sekretärs sind zur Zeit $375,323,881 in Goldmünzen und $152,277,544 in Silber im Umlauf. Ein furchtbarer Tornado riß in dem Städtchen Hernando im Mississippi eine Anzahl Häuser ein, wobei mehrere Men schen ihren Tod sanden. In allen größeren Städte Europa'S sind Subskriptionslisten für die vom Erd beben heimgesuchte Bevölkerung der tür kischen Insel ChioS eröffnet worden. Bradlaugh ist wieder zum Paria mentsmitglied gewählt. Die Conserva tiven opponiren ihm damit, daß sie be Häupten sein Eid hätte keine Geltung, weil er Atheist ist. Die Insel Chio, Mittelmeer, ist aber, mals von einem vier Sekunden dauernden allmälig an Stärke zunehmenden Erdstoß erschüttert worden, dem überall abermals der Einsturz von Häusern folgte. Die Flüffe in Ungarn sind fast alle über ihre Ufer getreten und die Stadt Szegedin, welche vor einem Jahre von einer furchtbaren Überschwemmung heim gesucht wurde, ist wieder von einem glei chen Unglück bedroht. Der Bundessenat ist noch immer um keinen Schritt weiter gekommen. Beide Parteien stehen kampfbereit einander ge genüber, keine will nachgeben und um in der Sprache des Amerikaners zu reden, das "deadlock" ist noch nicht gebrochen.
Eme Depesche auS Dublin' lagt : Dilltrn, der Chef der Landliga, erklärte
in einer gestrigen Agitationsversammlung Gladstone's Landbill für ein mangelhaftes Machwerk, für das kein irisches Parla mentSmitglied stimmen solltet Eine Depesche von Petersburg meldet. daß eine Schaar Nihilisten dieWachen an gegriffen habe, welche das Gefängniß be schützen, in dem sich die verurtheilten Nihi listen befinden. Bei zwanzig der Verhaf teten fand man Dynamitbomben. (Un wahrscheinlich. D. R.) Von London wird berichtet, daß die LandlordS aller Orten kein Mittel' zur Verwerfung der Landbill unversucht lasten werden. Die Aristokraten. Conservativen und einige Liberale werden die Bill bekäm pfen, sobald daS Parlament am 25. d. M. wieder zusammengetreten sein wird. Die Hinrichtung der verurtheilten Nihilisten, mit Ausnahme von Frau Helf mann, welche -sich im Zustande der Schwangerschaft befindet, war auf gestern anberaumt, und hat auch wahrscheinlich stattgesunden. Die Hinrichtung der Frau Helfmann wird bis nach ihrer Entbindung aufgeschoben. Der sozial demokratische Club von London setzt eine Belohnung von $1600 auS, für die Beibringung des Briefes von BiSmarck an Lord Granville, britischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, in dem die britischeRegierung angewiesen" wird, die .Freibeit" und Johann Most ge richtlich zu verfolgen. - Auf Grund des SozialistengesetzeSist die Abhaltung' einer Versammlung in München, in der ReichStagS-Abgeordneter Bebe! sprechen sollte, von der Polizei ver boten worden. Die große Waffe der deut schen Regierungen ist eben der Maulkorb und das Volk weiß ihn mit Grazie zu tragen. Man erzählt sich in Hofkreifen, daß. auf Drängen der Kronprinzessin, Herzog Wilhelm von Braunschweig am 20. April d. I. abdanken, den Titel eines Großher zogS erhalten und zu Gunsten des Herzogs von Cumberland, deS ältesten Sohnes Georg's V. deS verstorbenen ehemaligen Königs von Hanover niederlegen. In Washington hat sich ein Comite zur Linderung der Noth, welche durch das Erdbeben auf der Insel Chio unter den Bewohnern eingetreten ist, gebildet. An der Spitze desselben . stehen Mrs. Blaine, Mrs. Sh'erman und andere wohlbekannte Frauen, die in einem Rundschreiben zu Beiträgen für den genannten Zweck auf fordern. Es wird gesagt. Grant beabsichtige sich zum Kaiser von Mexiko zu machen. Obwohl dergleichen Versuche in Mexiko schon öfters gemacht wurden, fo wird Grant doch nicht vergessen, daß zum Kai sermachen außer dem Kaiser noch einige Personen gehören. Im Uebrigen ist die Idee zu dumm, um sich mit derselben zu beschäftigen. Die Berichte über den Stand des Winterweizens und die Aussichten auf die Aussaat neuen Weizens im Westen lauten enschieden ungünstig. In Wisconsin, Iowa und Südwest Minnesota wird man erst im Mai säen können. Nur in einzel nen Theilen von Dakota und Minnesota kann die Aussaat schon nächste Woche beginnen. Im Bundessenate zankten sich diese Woche Mahone und Hill wieder in der ge wohnten Weise herum. Letzterer warf Ersterem vor. daß er sich habe kaufen lassen wofür er von dem Andern Lügner und Feigling genannt wurde. Der Senat bietet jetzt eigentlich das Schauspiel einer tumultuösen Kneipszene. ES ist einSkan dal und eine Schande vor der ganzen Welt. Die Angestellten sämmtlicher Stra ßenbahnen in Cincinnati haben eine Lohn erhöhung von 50 Cts. per Tag verlangt. Die Compagnie bat sich Bedenkzeit aus bis Montag. Dies wurde zuerst von den Angestellten bewilligt. Inzwischen aber handelte eine kleine Zahl der Angestellten auf eigene Faust und hielt die Cars in den Ställen fest, die Treiber veranlassend, sie zu verlassen. In Folge dessen liefen eine Zeit lang keine Cars. Wahrscheinlich werden die Leute wieder an die Arbeit gehen um die Entscheidung der Compagnie am Montag abzuwarten.
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. U. SOmwö's
m wirb heute an unsere Kunden geliefert werden. Wie langsam man in Deutschland mit der Herstellung öffentlicher Verkehrs Mittel im Vergleiche zu Amerika ist. zeigt folgende . Nachricht : Die Eröffnung deö Telephonbetriebes in Berlin ward vom 21.: März weiter auf den 1. April verschoben, von welchem Tage an etwa 50 Firmen (mehr hatten sich noch nicht abonnirt !) in Verkehr unter einander traten. Der au christlichem Wahnsinn sich aller Speisen enthaltenden H. Deuell ist es endlich gelungen, zur Ruhe zu kommen. Sie starb am Montag Nachmittag um 12 Uhr 45 Minuten. Un 12 Uhr hatte sie angeblich den 47. Tag ihrer Fastenzeit zu rückgelegt, da sie am Mittag von Wash rngton'S Geburtstag zum letzten Mal Nahrung zu sich genommen haben soll. Die Nihilistin Sophie PerowSki. welche obwohl zum Tode verurtheilt, .den noch AnSstcht hat, dem Galgen zu ent gehen, weil sie ein Weib ist. verlangt, daß man sied aSSchicksal ihrerGefährten theilen lasse. Man mag von den Nihilisten den ken, was man will, aber ihre Standhaf tigkeit und ihr Muth, mit dem sie dem Tode entgegensehen und bei ihrer Sache ausharren, verdient auch dieBewunderung ihrer Gegner. O'Brien alias Robert Lindsay, wel cher während der Untersuchung in Bezug auf den angeblich an einem gewissen Morey gerichteten, sogenannten Chinesen brief Garsield's schwor, daß er besagten Morey kenne, bekannte sich des Meineid's schuldig und wurde am Dienstag vonRich ter Cowing zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der Richter bemerkte, daß er eine so schwere Strafe auferlege, damit dieselbe als Warnung für Diejenigen diene, welche bereit stnd durch solche Mani pulationen Wahlen zu beeinflussen. Es giebt in der Stadt New Jork, nach einem Bericht der Gesundheitsbehörde 21,163 Tenementhäuser wirkliche Mieth. kasernen und diese werden von 160,362 Familien bewohnt. Rechnet man auf jede Familie den sehr mäßigen Durchschnitt von 6 Seelen, so wohnen 801,810 Seelen, also genau Zweidrittel der in vorjährigen Cen sus angegebenen Bevölkerung in Miethka fernen. Rechnet man. daß jede Familie die durchschnittliche Monatrente von $10 bezahlt, so kommen aus diesen Pesthöhlen fast zwanzig Millionen Thaler Rente jähr lich. Das ist doch wohl ein viel zu theurer Preis dafür, daß die Lebensdauer in diesen Wohnungen blos halb so lang ist, als in andern Häusern. Derb aber wahr ist eö, was die stockde mokratische New Orleans Deutsche Zei tung über daS Resultat der jüngstenStadt Wahl in Cincinnati sagt : .Nun: der Demokrat MeanS, der MayvrScandidat bet puritanischen Gazette", ist gewählt, und der Republikaner Jacob, der deutsche MayvrScandidat der Freunde der persönlichen Freiheit, ist geschlagen worden. Geschlagen durch die deutschen Demokraten Cincinnati's,die stch mit den Muckern und Temperenzlern aus der republikanischen Partei verbunden haben, um einen Deutschen zu schlagen, lediglich deßhalb, weil ste Demokraten stnd, er aber Republikaner ist. Man spricht viel von südlichen Bour bonen," aber am bornirten Parteifanatis mus kann doch kein südlicher Demokrat ge gen einen deutschen Demokraten in Ohio anstinken! ein deutscher OhioDemokrat würde für den leibhasten Gottseibeiuns stimmen, wenn er nur auf dem .regulären" demokratischen Ticket steht." Trotz alledem werden uns die deutschen
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unö lnoegen C. F. Schmidt. demokratischen. Blätter von Ohio nach wie vor und in allen Tonarten vordeklamiren daß die demokratische Partei der wahre Hort der persönlichen Freiheit sei :c. :c. DaS Comite zur Berufung der Delegatenversammlunz am 27. dS. MtS., welche eine AntiProhibitionOrganisa tion schaffen soll, hat seine Arbeiten vol iendet. ES liegt jetzt an den verschiedenen deutschen Vereinen und Verbindungen dafür zu sorgen, daß ste bei der Versamm lung vertreten sein werden. Diese Ver fammlung wird drei wichtige Punkte zu entscheiden haben. Erstens, mit welchem Programm ste vor daS große Publikum treten will, zweitens, in welcher Weise die Organisation vor sich gehen soll it. drittens ob die Organisation versuchen soll, einen direkten Einfluß auf die FrühjahrSwahlen auszuüben. Ueber die beiden ersten Punkte beab sichtigen wir nicht der Versammlung in irgend welcher Weise vorzugreisen. Wir hoffen, daß sie das Nichtige treffen wird, und selbst ein Fehler darin wäre nicht ge radezu irreparabel. Ueber die Frage jedoch, ob die Organisation direkt in die Frühjahrswahlen eingreisen soll, erlauben wir unS, jetzt schon eine Meinung zu äußern. Wir sind ganz entschieden der Ansicht, daß ein solches Verfahren ein Fehler wäre. Die Frühjahrswahl erfolgt wenige Tage nach der Delegatenversamm lung. Die Organisation wird bis dahin nicht so vervollständigt sein, daß sie mit Erfolg wirken könnte, und ein nur theil weiser Erfolg könnte ihr an ihrem Prestige schaden. Dies darf nicht sein. Zwischen der Delegatenversammlunz und der Früh jahrswahl ist nichtZeit genug, dieAnstchten der einzelnen Kandidaten einzuholen, die selbe zu prüfen und offiziell zu bestimmen, zu wessen Gunsten und zu wessen Ungun sten stch die Organisation erklärt. Es dürfte ferner zu Mägen sein, daß obwohl so wie die Verhältnisse hier liegen, die Deutschen vollständig einig sein wer den in der Bekämpfung der Prohibition versuche und die liberalen Elemente unter den Deutschen bereit sein werden, jedes nothwendige Opfer zur Erringung eines Erfolges zu bringen, es doch immerhin noch fraglich sein dürfte, ob dieselben ge will! sind, mit Sack und Pack und klin gendem Spiel in's demokratische Lager einzuziehen. Es dürste deshalb gerathen sein, einst weilen die Stadtwahl ohne Beeinflussung von Seiten der Organisation vorüber gehen zu lassen, wie es überhaupt noth wendig sein wird, in Detailfragen eine weise Mäßigung zu zeigen und alle Ener gie und Anstrengung auf die Hauvtsache zu konzentriren, nämlich die Niederwerfung des Prohibitionsbeschlusses in der nächsten Legislatur. Wir halten dies für den einzig richtigen zum Erfolge führenden Weg, doch möge Jeder darüber nachdenken und die Sache sorgfältig erwägen, damit Nichts übereilt beschlossen werbe. kS Eh eerlaubnißsch eine er langten : John Pugh und Lillie Sawyerö ; Greensbury E. Milburn und M. SaulS bury ; Robert Whitehaufe und Anna Ryan ; Franz N. Hoppert und MaryVar ney ; John Ferguson und Mary Catson ; Ezra M. Fisher und Rosa C. Clark; Wm. L. Wood und Louisa B. Bigelow; Lee S. Reg und Alice M. Spiegel ; Ed.E. Evanö und Fannie F. Mattbews ; George L. Caylor und Effie Minner; Edwin E. ' Rexford und Carrie A. Godwin ; John C. McBride und Jda M. Gidon; Simon P. Stahl und Ella Distler.
