Indiana Tribüne, Volume 3, Number 32, Indianapolis, Marion County, 19 March 1881 — Page 4

Indianer Tribüne.

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ndiana Tnöune.

lW o ch e n b l a t t.) Office: Ecke Circle u. Meridianstr. (Im dritten Stock JEntered as second-class matter at the rostoince at Indianapolis, Inüiana.J Abonnements-Preise. Inder Stadt durch die Post ins Hau geliefert Per Jahr im Vorau 52.00 Per Nummer 5&eni. Otto Schisscl, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 19. März 1831. Das Attentat auf Kaiser Alexander. Das Attentat auf Kaiser Alexander hat selbst in unserer Republik vielfach Bedau ern hervorgerufen. Unser Staatssekretär hatte nichts Eiligeres zu thun, als eine Beileidsnote abzuschicken und unser Bun dessenat beeilte sich, Beileidsbeschlüsse an zunehmen. Dagegen hielten die sögenannten Sozialrevolutionäre in New Bork eine Versammlung ab, bei der sie ihre Freude über das gelungene Attentat kund gaben. Trotzdem wir wenig Sympathie für die Sozial'Rcvolutionäre haben, so finden wir doch das Verfahren unseres Staatssekretärs und unseres Senats ebenfalls nicht in Ordnung. Gewalt und Mord sind nicht am Platze in einem Lande, in welchem die Presse frei u?d die Freiheit des Wortes unbeschränkt ist. In einem Lande mit allgemeinem Stimmrecht, wo das Glück des Volkes von seinem eigenen Verständniß, von seinem eigenen Willen abhängt, wird das revolu tionäre Streben zumVerbrechen. Es mag wohl wahrscheinlich sein, daß die soziale Frage nicht ohne blutige Revolution gelöst werden wird, aber die Aufgabe des sozialen Reformers besteht nicht in der Herbeiführung einer solchen Revolution, sondern in ihrer Verhinderung, in der Lösung der Frage auf friedlichem Wege. Gelingt dies nickt, und kommt die Revolution und der Weg der Gewalt dennoch, so trägt nicht er die Schuld, sondern Die jenigen, welche nicht auf ihn hören wollen. Anders dagegen liegen die Dinge in Rußland, in einem Lande, wo die Liebe zur Freiheit an sich ein Verbrechen ist, wo der allmächtige Wille des Ezaren Gesetz ist, wo das Recht der freien Rede unterdrückt ist, wo die Presse im Solde der Regierung steht und jede freie MeinungsäußerungTod oder Verbannung nach sich zieht, woRichts herrscht, als Tyrannei und Druck. Was kann der Patriot da Anderes thun, als Den vernichten, in welchem sich die Herr schergewalt des Ezaren personisizirt ? Die Griechen wanden Lorbeeren um das Haupt des Tyrannenmörders. Brutus der Mörder Cäsars wurde in Rom geehrt, ist unser Geschlecht so schwach und weibisch geworden, daß wir in krankhaftes Mitleid verfallen, weil ein Tyrann gemordet worden ist? Hat' er Mitleid gehabt mit den Tausenden, welche in den Kriegen, die er in Asien seit vielen Jahren seinemEhrgeize zu Liebe führte, getödtet oder verstümmelt wurden ? Hat erMitleid gehabt mit Denjenigen, welche er an den Galgen schickte. oder in den Bleibergwerken Sibiriens lebendig begraben ließ, bloß weil sie die Sache derFreiheit zu der Ihrigen gemacht? Verdienen nicht im Gegentheil die Patrio ten,' welche dem Volke und der Freiheit zu Liebe ihr eignes Leben in die Schanze schlagen, volle Bewunderung ? Paßt es sich für den Bürger einer Republik für den Träger einer Krone mehr Sympathie zu , haben, als für den gewöhnlichen Menschen ? Verdient ein Kaiser mehr Mitleid, als ein gewöhnlicher Bürger? Man mag an der Zweckmäßigkeit des Verfahrens der Nihilisten zweifeln, aber man vergesse nicht, daß der Nihilismus eben der Auswuchs russischen Despotis mus ist. Tyrannei kann bloß durch die Macht der Gewalt gestürzt werden. Sklaven vermögen sich nicht selbst zu U freien. Während Nihilismus unmöglich wäre in unserer Republik, ist er eine naturgemäße Folge im despotischen Rußland. Gewalt erzeugt Gewalt. Man ösfne.der Freiheit die Gasse, oder sie bahnt sich ihren Weg über Leichen. Für die Freiheit Deutschlands ! lSxezial Depesche der N. Y. VolkszeitungZ M i l w a u k e e , Wisc., 13 März. 11 Uhr Abends. Soeben hat eine MassenVersammlung in der Turnhalle stattgefun-

den, in der mehr als 1500 Personen an

wesend waren. Die Herren Fritzsche Viereck und Boppe (vom Freidenkerbund) hielten Redenwelche allgemeinen Enthn siaömus hervoriefen. Die Sammlung ergab $150. Die Begeisterung unter dem hiesigen Deutschthum für die Sache der Freiheit der alten Welt ist eine allstemeine. In Chicago sprachen Fritzsche und Viereck vor einer Versammlung von 2500 Personen. !3n Casamicciola hat wieder ein starkes Erdbeben stattgefunden und viele Häuser sind eingestürzt. ' Die Verfaffungs-Amendements sind mit großer Mehrheit im ganzen Staate angenommen worden. In Oesterreich ist die Einsuhr von Schweinefleisch, Speck oder Würsten aus den Ver. Staaten verboten. Die Legislatur von Illinois hat den Vorschlag zum Verbote der Fabrikation berauschender Getränke niedergestimmt. Seit dem Attentat bekommen die ruf sischen Zeitungen etwas mehr Courage. Sie verlangen jetzt offen eine Verfaffung. Die Zahl der nach Sibirien Deportir ten betrug von 1867 bis 1877 73,(XD, die Zahl der administrativ Verschickten aber fast 79.000. Der Schreck über die Tödtung des Kaisers Alexander von Rußland wird wohl den europäischen Monarchen arg in die Glieder gefahren sein. Im Hause des Lord Mayors von London wurde ein Kistchen mit Pulver und Zunder gesunden. Es scheint, daß es die Absicht war das Haus in dieLuft zu spren gen. In New Jork erhielten währenddes vergangenen Winters 3),000 Personen öffentliche Unterstützung. Das ist weil sich unser Nationalreichthum immer mehr vergrößert. Marineminister Hunt hat mehrere Jlottenosfiziere zusammenberusen, welche die Ossiziere und Mannschaften für die Nordpolexpedition behufs Aussindens des Dampfers Jeanette" auswählen sollen. Die Sozialisten inChicago baben von allen Parteien in der Stadt zuerst Candidaten für die bevorstehende Lokalwahl ins Feld gestellt. Ihr Candidat für das Mayorsamt ist Georg Schilling, ein Böttcher von Beruf. Graf Herbert Bismarck, der Sohn des deutschen Reichskanzlers ist mit der Frau des Fürsten Carolath durchgebrannt. Der Sohn stiehlt die Frau eines Andern, der Vater diegreiheit desVolkes. Der größere Dieb ist der Vater. Aus der Weltausstellung in New York wird wohl Nichts werden. Vier Millionen Dollars sind nöthig zur Aussührung des Projekts und es ist noch nicht einmal eine beisammen. Wenn das Geld bis zum 15. April nicht beisammen ist, wird das Projekt ausgegeben. 5TT rt n n r rh ? 5 if t rit tt rt Vnnrt VVUUiU)iUfi Kvvyivtuii))wi twinvii keine andere Lösung als Gewalt. Davon macht auch England keine Ausnahme. Bis jetzt sind 300 Mitglieder der Landliga im Kerker zu Kilmainhaim untergebracht worden. Die Frauen-Landliga sorgt für gute Pflege der im Kerker Schmachtenden. In der?Nacht vom 14. auf den 15. sprengten mehrere Knaben ein SchulhauS in der Nähe von Bremen in Fairfield County, Ohio, mit zwei Faß Pulver in die Luft. Es scheint, daß Muthwillen und nicht Bosheit der Beweggrund war. Das Haus wurde in Atome geblasen. Am Montag trat in Petersburg, Va. die Staatskonvention der farbigen Bürger von Virginien zusammen. 100 republikanische Mitglieder der Konvention traten aus, da man eine Vereinigung mit den Readjustern befürwortete. Die größte Aufregung herrschte und die Polizei und der Mayor mußten einschreiten. Dem Repräsentantenhaus unseres Staates liegt ein Vorschlag zur Amendi. rung der Verfaffung vor, wonach die Fabrikation berauschender Getränke im Staate verboten werden soll. Die Ge seichte scheint epidemisch zu werden. Es ist jedoch keine Gefahr vorhanden, daß ein solcher Vorschlag in unserem Staate An klang findet.

Herr Rudolf Lcxow, der Gründer des New Porkr Belletristischen Journals" hat die Leitung deffelbcn niedergelegt, um sich nach langjähriger ersolgreicher journalistischer Thätigkeit in den Ruhestand zurückzuziehen. Das .BelletristischeJour nal" steht von jetzt an unter der alleinigen Lotung des bisherigen Mitredakteurs und Mitcigenthümrs, Herrn Udo Brachragel. Senator Mahone sagt, kein Mensch könne die BourboneN'Partei im Süden sprengen, wenn er in derselben bleibt. Diese Thatsache sei genügend, um seinen Anschluß an die Republikaner zu erklären. Die Letzteren seien jetzt verpflichtet, in Uebereinstimmung mit ihm zu handeln, um die Macht der Bourbon-Demokratie im Süden zunächst in Virginia zu brechen. In Afrika wird der Tanz wahrschein' lich bald wieder losgehen. Aus dem Frieden zwischen den Boers und England wird, wie es scheint, nichts werden. Werden Staatssekretär Blaine und und unser Bundessenat auch Beileidsadreffen für die Familien derer bereit haben, welche in diesem Kriege dem Ehrgeize Englands zum Opfer fallen ? Kaiser Wilhelm weinte bei Empfang der Nachricht vom Tode des Zaren. Er war ganz trostlos und konnte nicht schlafen. Seine Söhne blieben daher bis 2 Uhr Morgens bei ihm. Der Kronprinz oder Prinz Friedrich Karl wird nach St. Petersburg fahren. Alle Berliner Zeitungen brachten in Extrablättern ausführliche Berichte über das Ereigniß in St. Peters bürg. Die Demokraten schlugen imBundes senat einen fürchterlichen Lärm darüber, daß Mahone von Virginien mit den Republikanern ging. Btide Parteien sind jetzt im Senate gleich stark, da aber bei Stimmengleichheit der Vicepräsident den Ausschlag giebt, und dieser ein Republik kaner ist, so haben die Republikaner den Vortheil. Die Republikaner haben jetzt

wieder die Oberhand in allen Zweigen der Regierung. Aus Kaiser Wildem mag die Tödtung des Kailer Alexander einen eigenthümli chen Eindruck gemacht haben. Er forderte, daß man ihm alle Einzelnheiten genau mittheile. Das Militär muß einen Monat lang Trauerzeichen tragen. Als die Vorsitzenden des Bundesrathes und des Reichstages bei ihm vorsprachen, meinte er, ihn, den alten Mann werde man wohl in Ruhe lasten, aber die Gesetzgebung sollte dasür sorgen daß seinem Sohne nicht ein ähnliches Schicksal bereitet werde. Die Nihilisten haben nicht das rechte Mittel sür die Tödtung des Czaren gewählt. Sie hätten, die Thränen der Angehörigen der in seinen KriegenGetödteten, der an seinen Galgen Gehängten, der in seinen Bleibergwerken Begrabenen, der in seinen Kerkern Gepeinigten, der in seinem Sibirien Erfrorenen, sie hätten die Thränen der Eingekerkerten, Verbannten, kben dig Begrabenen, ihres VermögensBeraubten selbst ansammeln und ihn und seine Helfer darin ersäufen sollen. Schade, daß Karl Heinzen nicht mehr lebt. Er wurde sich riesig über das ge lungene Attentat auf den Czaren gefreut haben. In diesem Punkte waren die Ansichten Heinzens gesund. Er war keiner von den verweichlichten Seelen, welche vor einem großen revolutionären Gedanken zurückschrecken. Wie würde er sich ärgern, wenn er noch lebte, über die krankhafte Verirrung unserer republikanischen Bürger, welche in Schrecken auffahren und denen die Haare zu Berge stehen, weil ein gekröntes Haupt gemordet nein, hingerichtet worden ist. Von der Corruption und politischen Verkommenheit, welche bei uns herrscht, von der Trostlosigkeit unserer politischen Zustände legt Nichts ein sprechenderes Zeugniß ab, als die Thatsache, daß bei der Abstimmung über die Versassungs-Amen-dements kaum der dritte Theil der Wähler sich betheiligte. Wenn es sich darum handelt, lukrative Aemter zu besetzen, da lasten sich die Stimmgeber durch alle mögliche Mittel zur Wahlurne treiben, wenn es sich aber um wichtige Prinzipien handelt, da bleiben sie gleichgültig zu Hause. Um Verfaffungs-Amendements kümmert sich das Volk nicht. Wird aber ein Sheriff gewählt, ja dann dann ist eben Held im Spiel. Ist das die politische Reife, welche unsereParteien großgezogen haben ? Und dabei soll man aus eine beffere Zukunst hoffen ? Es ist zum Verzweifeln.

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Ulmen werden prompt erfüllt. n Bei einer jüngst in Chicago abgehal tenen Convention der Bauholzhändler wurde berichtet, daß bei der bisherigenAn dauer des Bauholzverbrauchs Amerika binnen 20 Jahren keine Fichtenwälder mehr baben werde. Im Jahre 1880 wurden allein in Chicago 1,564 MillionenFuß Bauholz verkauft, und der Verbrauch nimmt jährlich um etwa 9 Prozent zu. Aber auch der Verbrauch von Laubholz ist ungeheuer im Wachsen. Es ist dem Volke nur noch wenig Zeit gelaffen, um einer Holztheuerung vorzubeugen. Wird sie benutzt werden ? Schwerlich unter dem kapitaliscen Großbetriebe. Die ReiseRoute der Herren Fritzsche und Viereck ist nunmehr positiv festgestellt und uns wie folgt zur Veröffentlichung übermittelt. Die Herren treffen ein : Am 24. März in Indianapolis ;

m 27. St. Louis ; , 30. Evansville, Jnd; 1. April Louisville, Ky. ; 3. Cincinnati ; 5. Detroit ; 7. Cleveland ; 9. Pittsburg ; 12. . Buffalo; 14. Syracuse ; 15. n Utica; 16. New York.

Der Zopf, der hängt ihm hinten. Man erinnert sich, welchen Kampf der englische Freidenker Bradlaugh imUnterhause des englischen Parlaments durchzumachen hatte, als er sich weigerte, den üblichen Eid abzulegen, bis es ihm schließlich gelang, seinen Willen durchzusetzen und aus bloße Affirmation an Eides Statt als Mitglied zugelaffen zu werden. Unterdeß ober reichte Jemand eine Klage wegen unbefugten Stimmens gegen ihn ein, das Gericht fand ihn schuldig und verurtheilte ihn zu einer bedeutenden Geldstrafe. Herr Bradlaugh wird appeliren, hat aber vorläufig sein Mandat niedergelegt. Wir würden uns nicht wundern, wenn seine Wähler ihn wiederwählen würden. In Peru herrscht seit der Eroberung durch die Chilenen vollständige Anarchie. Es will sich keine neue Regierung bilden, um mit den Siegern wegen des FriedensVertrages zu unterhandeln. Somit würden am Ende die Letzteren sich in der Lage finden, den eroberten Landestheilzu behalten und anzuschließen, worauf ihr Vor rücken auch in die noch unbesetzten nördlichen Provinzen hindeutet. Dann würde von Peru Bolivien nichts weiter übrig bleiben, als was davon jenseits der Hauptkette der Andes liegt. WaS die europäischen Großmächte da noch vermitteln wol' len, ist nicht einzusehen. Von Chili allein können sie erwarten, daß es Ordnung in den eroberten Gebieten schaffen und Entschädigung für die. Verluste der europäischenGläubiger undKaufleute sichern werde. Die Großsprecherei der Weißen unter den PeruBolivianern wird also schwer be strast, und es sollte uns nicht wundern, wenn diese Niederlage zu einer Revolution der arbeitenden Klaffe in den jenseitigen Provinzen führte, welche alsdann jederVer iindung mit der pacifischen Küpe beraubt sein würde. Der Evansville Courier, ein englisches Blatt, schreibt : Blaine's erste offizielle Handlung zeigt, daß er nicht zu der Stelle taugt, welche er einnimmt. Er ist ein eitler Schwätzer, der von demTode des Clären als ein Verbrechen gegen die Civi lisation spricht, weil derselbe eine Krone trägt, obwohl er selbst seine Stellung der Stimme des Volkes verdankt, waches weder Krone noch Szepter kennt. Wa-

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mmre SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei ;m Staate. Mein Lagerbier Bottle Leer" ist vor allem anderen alsl! r w ' rt t t n ip t ZA C. F. Schmidt. rum sollte der Staatssekretär mehr thun, als bloß stin Bedauern der Familie deö getödteten Mannes ausdrücken? Was war der Czar anders als ein Mensch ? Man werfe all seine Handlungen in die Waagschale und die humanen Lehren Derjcuigen, welche ihn getödtet, werden weit schwerer wiegen. Warum mit dem Unterdrücket sympathisiren, wenn die Unterdrückten sreudig sür die Zerstörung seiner Macht in den Tod gehen ? Das Volk hat Anspruch auf Sympathie. Heutzutage sitzen die Bettler zu Pferdes Das sind kräftige Worte, welche Einem wohlthun, wenn man daS einfältige Gewimmer der englischen Zeitungen liest. Viele werden nicht wiffen, daß eS eine gewiffe politische Sekte giebt, welche sich Sozialrevolutionäre nennen. Dieselben haben sich von der sozialistischen Partei losgesagt, weil ihnen de.' friedliche Weg der Sozialisten ein zu langsamer ist, und bekämpfen nun dieselben mit den unlauter sten Mitteln. , So haben sie sich auch namentlich bemüht, den Erfolg der Herren Fritzsche und Viereck zu verkümmern. Nach dem gelungenen Attentate auf den Zaren hielten diese Sozialrevolutio näre eine Versammlung ab, um ihrer Freude Ausdruck zu geben. Der Führer derselben, ein wahnsinniger Häring, Namenö Julius Schwab erklärte einem Re Porter der Times, es werde hier bald ahnlich losgehen und Gould und Vanderbilt würden daran glauben muffen. Diese Aeußerung ging in die englische Preffe über und diese fällt nun, wie wüthend über die Sozialisten her und wirft sie mit Anarchisten und Nihilisten in einen Sack. DaS Exccutiv-Comite der sozialen Arbeiterpartei sah sich in Folge besten veranlaßt, eine Erklärung zu veröffentlichen, dahin lautend, daß die Sozialisten Nichts., mit den wahnsinnigen Häringen von So-zial-Revolutionären zu thun habe. (Eingesandt.) Ausruf an die Deutschen von India napoliS. Der Reichstagabgeordnete F. W. Fritzsche und der Kammergerichtsreferendar a. D. L. Viereck bereisen gegenwärtig die Ver. Staaten um die Unterstützung ihrer Landsleute für die einzige Partei in Deutschland nachzusuchen, welche die Freiheit des Volkes, des Recht der arbeitenden ' Klaffen vertritt. Es ist ein Schritt, der mehr ein erzwungener, als ein freiwilliger ist, denn Xtx Partei ist durch das Ausnahmegesetz es ganz unmöglich gemacht, in Deutschland für ihre Zwecke Gelder zu sammeln und zu agitiren. Man verfolgt sie mit Ausweisung und Verbannung, ihre Anhänger stnd rechtlos gemacht. Ihre Sache ist deshalb die Sache der Freiheit, denn wo das Recht der freien Rede nicht mehr gewährt wird, herrscht Unterdrückung und Despotismus. Jeder freiheitliebende Republikaner sollte sie daher bereitwilllg unterstützen. Soweit war die Reise der beiden Herren, welche ausgezeichnete Red-f ner stnd, em wahrer Trmmphzug. re haben in New Pork vor Versammlungen Von 35c), in Chicago vor Versammlungen von 2500, in Milwaukee vor einem Publikum von 2000 Personen gesprochen. Wir appelliren an die Deutschen von Jndianapolis, nicht zurückzustehen, und zu zeigen, daß sie nicht nur noch Jntereffe für das' Land ihrerGeburt haben, sondern sich auch für die Sache der Freiheit begeistern kön nen. Die Herren Fritzsche und Vierecks werden am nächsten Donnerstag, den 24j März Abends 8 Uhr in der MännerchorHalle sprechen. Der Eintritt beträgt 25 Centö. Damen sind frei. Das Comüc.U l' : i

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