Indiana Tribüne, Volume 3, Number 32, Indianapolis, Marion County, 19 March 1881 — Page 2
Jlldiana Tribüne.
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I. H. Batcs, 41 Park Rom (Times" Building). New York. Anzeiften'Agcntnr. GILT:ED6E ist ein wirksames Mittel gen Malaria Fieber, kaltes Fieber und verdorbenen 0sk,v?r?f,,it,n. ITnnr-rhrtiiltrfrMr: ntih ttnfit tiT XTant. 9 s)at Nldl Cinca unciigcn uno iuiiii durch Nichts erseht werden. 6 sollte nicht mit billi gen Mischungen von Spiritussen, ätherischen Oelen u. f. welche oft unter dem Namen BitterS verlaust erden, verwechselt werden. Zu verkaufen bei allen Apothekern, Grocern und Weinhäsdlern. IKUtll 4VVVIMtlVtM V mm vy w-w v , . . ! ... T f I - M Kendall's Späth Cure. Daö erfolgreichste Mittel, das je ent. deckt wurde. ES ist sicher in seiner Wirkung und erzeugt leine Kruste. Sie folgende Beweise : Bon Col. L. T. Foster. FoungStomm, Ohio. :0. Mai 1880. Dr. B. stendall & Co. Meine Herren: Ich dstte ein sehr sähiges hambletonischeS Füllen, welches ich sehr hoch schätzte, eS hatte einen großen Spath an dem einem Gliede und einen kleineren an dem andern, welch eS sehr lahm machte, ich hatte 5 unter der ?e Handlung von zwei alten Chirurgen deren die Hei lnng fehlschlug. EineS Tages las 'ch die Annonce von Kendall'S Spath-Heilmittel in der Chicago Expreß; ich beschloß eS sozleich zu versuchen und veranlaßte die hiesigen Apotheker mir dasselbe ,u verschaffen. Sie gaben Order für 3 Flaschen, ich nahm sie alle und ge dachte es gründlich zu versuchen, ich gebrauchte es der Anweisung gev'iiß und am 4. Tage hörte daS Füllen uf lahm zu sein und die Klumpen waren gänzlich ver schwunden. Ich brauchte nur eine Flasche und des üllen'S Glieder sind frei von Klumpen und so weich wie die irgend eines Pferde im gewöhnlichen Zu stände. ES ist vollständig geheilt. Die Heilung war so merkwürdig, daß ich zweien meiner Nachbarn die übrigen 2 Flaschen berließ. welche sie jetzt gebrauchen. HschachtunffSvoll L.T. Foster. Kendall's Spath-Cure für menschliche Gebrechen. Patten Nill, Washihington Co., N. N.. 21. Februar 187. L. I. ÄnfcaII,M. v. Geehrter Herr! Ich litt sebr an einer überaus schlimmen Verrenkung am Fußknöchel, und zwar schon sechzehn Monate, als ich mit dem Gebrauch von endall'S Srath'Cure anfing. Ich hatte zuvor alles Mögliche versucht, aber umsonst. Ihre Sratd'Ture brachte mich zuerst wieder auf die Beine und meinen verrenkten Knöchel zum ersten Mal seit meiner Verletzung wieder in die rechte Lage. Als in ,uimittel übertrifft eö an Werth alles Bisherige. Ihr ergebenste Freund, Siev.W. P.Btll, Prediger der Ful'on Ctr. irche. Kendall's Spath-Cure. Man sende Adresse für ein illustirte Circular, welche nach unserer Meinung dessen Werth über alle Zweifel darstellt, ein Mittel, für Tbier sowohl als Äensch. hat sich unseres Wissens je solches entschiede, ne Zrs,tgeS rfreut. Preis ZI pr Flasche. 6 Flaschen Z5. All Apotheker führen eS oder lassen e sür Dich kommen. Die Eigen, thömer schicken S bei Einsendung bei Preises an jede Adresse. Dr. . I. ndall 0., SnoSburgh Fall, nnont. 8 rnkanfen lnlallen Apotheken.
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Washington, den 11. März. Gen. Charles D. Gilmore, von hier, hat gegen den Ex Sekretär Karl Schurz eine Civilklage anhängig gemacht, weil Letzte rer ihm verboten, sich ihn seiner Eigen schast als Advokat imDepartement desJn nern wieder blicken zu lassen. Mr.Gilmore soll sich Clerks gegenüber Bkstechungsver suche erlaubt haben. Jetzt verlangt der Rechtskundige einen Schadenersatz von tz3.000.000 im Allgemeinen und $200,000 im Besondern. Er führt 4700 Clienten auf und berechnet seine Gebühren aus $2,764,986 ! San Francisco, 10. März. In dem Prozesse von I. M. Kalloch, dem Jüngeren, wegen Ermordung des Charles De Joung, brachten dieVertheidiger heute massenhastes Zeugenmaterial herbei, um zu beweisen, daß sechs Schüsse abgefeuert worden seien und einer davon von De Voung selbst. Darauf begann die Ver nehmung von ärztlichen Sachverständigen und Anderen, um darzuthnn, daß der An geklagte Anfällen von Geistesstörung un terworfen sei. Contre.Admiral Nichols, Inspektor des 3. Leuchthaus-Distrikts macht bekannt, daß südlich des Leuchtschiffes 'bei Sandy Hook eine Boje verankert worden sei, die nebst einem Nebelhorn, ein elektrischesLicht besitzt. Die hierzu nöthige Elektricität wird durch eine im Innern der Boje angebrachte mechanische Vorrichtung erzeugt welche durch die Wellenschläge in Bewegung erhalten werden soll. Es ist dies lediglich ein Experiment; sollte dasselbe günstig aussallen, so dürste diese neue An Wendung der elektischen Beleuchtung für die Küstenschiffahrt von großem Nutzen sein. In der Versammlung, die am Mon tag Abend zu Ehren der ReichstagsAbge ordneten Fritzsche und Viereck in Boston stattfand, war auch der große Wendel Philipps einer der Redner. Er sprach sich in derselben kernigen Weise, welche seine AntiSclavereien Reden charakterisirte, aus, und spendete darin den Deutschen besonderes Lob. Er sagte: Ich bin beute hierher gekommen, um vor Allem den Deutschen Massachusetts meinen Dank abzustatten, den erinnere ich mich als im Jahre 1861 in dieser Stadt das Recht der freien Rede mit Füßen ge treten wurde, als es kaum eine Zeitung gab, welche die Gegner der Sklaverei zu schützen wagte, kaum ein Haus, das ihnen Obdach gewährte damals waren es die deutschen Turner, welche den Beschluß faß ten, freie Rede und freie Redner in Schutz zu nehmen, und Nacht für Nacht in Schaaren ausrückten und Sorge dafür trugen, daß das heilige Recht der freien Rede nicht verletzt und deffen Ausübung nicht verhindert wurde. Der Wachsamkeit der Deutschen haben wir es zu verdanken, daß in jenem schrecklichen Winter die Redefreiheit uns nicht gänzlich geraubt wurde. Im darauffolgendenJahre brachte mich ein Volkshaufe in der Music Hall zu Cincinnati zum Schweigen, indem derselbe mich steinigte und mit Eiern bewarf. Der Mayor sogar ertheilte, seine Pflicht verletzend, der Polizei den Befehl, den Saal zu verlassen. Da waren es wiederum die deutschen Turner, die am darauffolgenden Tage mir sagten: Reden Sie heute Nacht, und wir werden Ihnen 1000 Deut sche zur Verfügung stellen, welche Ord nung und Ruhe in der Versammlung erhalten und Sie vor den Angriffen der Finsterlinge schützen werden Sie sehen, daß es die Deutschen waren, die in jenen Tagen die freie Rede, möglich machten. Als ich da hörte, daß heute Abend ein Deutscher über die Leider, eines Volkes sprechen würde, das des Rechts der freien Rede beraubt ist, da zog es mich auch hin. ... Ich erinnere mich der Zeit, da zwölf Männer vor 20 Jahren in einem Dachzimmer zusammentraten und beschlos sen, die Sklaverei zu stürzen. O'Connell sagte: Wenn morgen neun Männer im oberen Zimmer des Hotels mit mir zusummen kommen wollen, werde ich eine Agitation inö Leben rufen, die demDefpo tiSmusGroß-Britanniens einEnde macht." Wir haben uns jedoch heute nicht zusam mengesunden, um dem Bächlein das zum Mississippi anschwillt unsere Huldigung darzubringen, hier stehen wir bereits vor dem allgewaltigen, reißenden Strome der Freiheitsbewegung des deutschen VolkeZ wir haben uns versammelt, um Männer zu beglückwünschen, die einem Kaiser
und einem Bismarck muthig die Stirne
bieten. Sie haben ihre Sache aus jenen gesunden Menschenverstand begründet, der allein zum Siege fuhrt und wenn sie uns heute um Beistand ersuchen, so haben sie genügend Gründe, um ein solches Verlan gen zu rechtfertigen. Es hat mich gefreut von dem geehrten Vorredner Hrn. Swinton die Einzelheiten jener Bewegung ge hört zu haben, für mich bedarf es aber keiner weitern Details, mir genügt es, zu wissen, daß eine Regierung mit demBayo net die freie Rede zum Schweigen bringt weiß ich dann, daß jene Regierung nicht das Recht der Existenz besitzt, denn nur eine Regierung, die ihr Volk glücklich und zufrieden macht, ist zu bestehen berechtigt. AuS dem preußischen Staat hat sich das mächtige deutsche Reich, die gewaltige Militärmacht entwickelt: in der einen Hand halt Bismarck Frankreich, in der anderen Rußland, als wären es Wickelkinder, gleichzeitig England durch einen Wink zum Schweigen bringend. Bismarck ist ein starker Mann, aber der Freiheitsliebe des deutschen Volkes gegenüber wird er sich als zu schwach erweisen. Auf den Besuch v)n Fritzsche undViereck hinweisend, sagt er dann : Die zehn Millionen irischer Männer, welche die britische Peitsche hierher vertrie ben, haben Irland nicht vergessen. Und Ihr Deutschen, die Euch das Elend aus Eurem alten Vaterlande vertrieben, wollt Ihr jetzt stumm und unthätig bleiben, da Euer Volk Euch zuruft: Erhebt Euch für die Freiheit ! Vergeßt nicht, daß Ihr unsere Brüder seid !" Parnell kam hier her und ging nach Chicago und das Resultat war eine halbe Million Dollars. Run wo sind die Deutschen? In Ohio allein zählt man sechszig Tausend deutsche Wahlstimmen. Wo sind sie jetzt? In unserem Kampfe gegen die schwarze Sklaverei waren dieDeutschen in der vordersten Reihe. Wollt Ihr in dem Kampfe Eurer Brüder sür die nahre Freiheit stumm und träge bleiben? Gewiß nicht! ReichtEure Hände diesen edlen Vertretern Eures Volkes und helft ihnen, die wahre Freiheit zu erringen!" Ueber eine seltene, wohlgelungene Operation berichtet die Brooklyner Freie Presse": Vor etwa vier Monaten stieß einem jungen Mädchen Namens Ellen Welcher, welche in einer Hutfabrik an der Flushing Ave. beschäftigt war, das Un glück zu, daß ihr Haar von der Maschine ne ergriffen und ihr buchstäblich die ganze Kopshaut vom Kopse gerissen wurde. Bis eine Ambulanz herbeikam, um die Unglückliche in's Hospital zu bringen, wurde ihr die Haut wieder auf den Kopf gelegt und ein nöthdürftiger Verband gemacht. Im St. CatharincN'Hospital wurde dann die Haut nieder entfernt, der Kopf der Pati entin sorgfältig gewaschen, die Kopshaut wieder in ihre Lage gebracht und mit einigen Stichen festgenäht. Am nächsten Morgen lag die Patientin mit dem Gesicht auf dem Kissen, da sie in anderer Lage keine Ruhe finden konnte, und Dr. Brady, welcher es für unmöglich hielt, daß die ab gerissene Kopihaut wieder anwachsen könne, entschied sich daher, dieselbe ganz zu entsernen. Die Kranke widersetzte sich Anfangs der beabsichtigten Operation, da ihr aber Dr. Brady sagte, daß sie nur genescn könne, wenn sie sich derselben unterwerfe, gab sie nach. So wurde denn die alte Kopfhaut entfernt und daraufBedacht genommen, der Armen eine neue zu schaffen, welche ihr buchstablich aufgepfropft wurde., . Der dabei befolgte Prozeß ist folgender : , ' Von dem Arm einer oder mehrerer gesunder Personen wird mit einer Pincette die Haut in die Höhe gehoben und kleine Stücke derselben mit einer gebogenen Scheere abgeschnitten. Diese wunden Hautläppchen, welche oft nicht größer sind, als der Kopf einer Stecknadel, werden wie Jnselchen auf der Fläche angebracht, auf welcher eine neue Haut entstehen soll. Nach wenigen Tagen bilden sich an dem äußeren Rand dieser kleinen Lappen Arme, welche sich im Lause der Zeit mit den von anderen Hautlappen ausgehenden vereint gen, bis endlich die ganze, srüher hautlose Fläche mit einer neuen, dünnen Hautfläche bedeckt ist. ' In dem vorliegenden Fall hat die Patientin selbst, da sie sonst vollständig gesund ist, das Material zu der neuen Kopshäut geliefert und die Öperation ist von so günstigem Erfolg begleitet gewesen, daß sich an dem äußeren Rande der fürchterlichen Wunde schon ein Streifen neuer Haut, etwa IM Zoll breit, gebildet hat, während ein anderer neuer Streifen von ungefähr derselben Breite quer über den
Schädel läuft. Ob sich Ellen je wieder im Schmuck ihres schönen blonden Haares zeigen wird, ist allerdings sehr zweifelhaft; sie wird wahrscheinlich dem Perrücken macher in die Hände fallen. So groß auch das Ungemach, welches der lange Winter mit seiner Kälte und seinen Schneemassen den großen Städten bringt, sein mag im Vergleich mit den Winterleiden der Bewohner der nordwest lichen Prairien ist es nichts. Eine Correspondenz von dort sagt : Nirgends sind die Menschen dem Winter so erbarmungslos preisgegeben, wie auf den baumlosen Ebenen, die 160 Meilen westlich vom nörd lichen Misissippi beginnen. Es war letz tes Jahr etwa in der Mitte des Oktobers, als der erste Schneesturm diese Gegenden heimsuchte. Ein so frühes Erscheinen des Winters hatte Niemand gedacht, da die vier vorhergehenden Jahre mit ihrem milden Wetter bei Allen den Glauben, erweckt hatten, eö werde immer so bleiben, anhaltende Schneestürme seien nicht mehr möglich. Jedoch schrecklich getäuscht sollte dieser Glauben werden; ein Sturm nach dem andern stellte sich ein, gewaltige Schneemassen sielen, dieEisenbahnen wurden viele Wochen durch Schneewehen be graben, keine Hülfe konnte den Prairiebe wohnern gebracht werden. Ohne Feuerung und Viele ohne Nahrung, saßen sie da in ihren elenden Hütten, und immer
höher und höher thürmten sich dieSchneeMassen um sie her. Von den Erhöhungen der Prairie wehte der Sturm den losen Schnee hinab in die Senkungen; jeder Gegenstand der ihm ein Hinderniß bot, wurde mit immer höhern Schneemauern umgeben : trotz aller Anstrengungen gelang es den Bahnen nicht, ihr Geleise bloszulegen, denn der Sturm vernichtete stets die tagelange Arbeit vieler Menschen in wenigen Stunden, er führte seine alte schreckliche Herrschaft zum Grauen der ihm preisgegebenen armen Menschen mit eiser ner Strenge. Natürlich sind in Folge der Unterbrechung deö Verkehrs nähere Nach richten von den im Schnee Begrabenen nicht zu erlangen gewesen. Mit Bestimmtheit kann Niemand sagen, wie es draußen in den einzelnen Hütten aussieht, ob noch Leben in denselben herrscht, oder ob die Menschen den Elementen erlegen sind) Bestimmtes wird man erst im' Frühling wenn der Schnee schmilzt, erfahren. So viel jedoch steht schon fest, ,daß viele Familien mit der bittersten Noth zu kämp fen haben, daß schon Vielen alles Brenn bare schon vor Wochen verbrannt, alles Eßbare schon vor Wochen gegeffen ist. Möbel, Wagen, Pflüge usw. sind zur Feuerung benutzt worden. Nachbarn haben sich vereinigt, sind in ein Haus gezogen und haben die andern Häuser verbrannt, und das geschah schon vor Wochen. Seit jener Zeit hat sich das Wetter noch immer nicht geändert, jede Woche brachte neue Stürme. Bei der Abfahrt des Jnman-Dam psers Citv of Montreal" nach Liverpool kam es am Donnerstag Nachmittag zu ei ner aufgeregten Scene. Zwei zur Mann schast Dampfers gehörige Heizer hatten sich verspätet und langten eben ausdem Pier an.als derDampser davonfuhr. Diebeiden Männer sprangen beherzt in das Wasser und versuchten dem Dampfer nachzu schwimmen, woraus letzterer anhielt und von demselbenTaue hinabgelassen wurden. Einer der Schwimmer wurde auch mit Leichtigkeit hinaufgezogen, der Andere da gegen schien durch das kalte Wasser erstarrt und in Gefahr zu ertrinken zu sein. Michael Foley, der Nachtwächter des Inman Docks, ruderte in einem kleinenKahne nach, vermochte indessen des hestigenStro mes wegen nicht an den Dampfer heranzukommen und mußte sich, nachdem er selbst in ernster Gefahr geschwebt, da der Kahn jeden Augenblick umzuschlagen drohte, zurückziehen. Nun ließ sich ein Matrose des Dampfers an einem Tau hin ab, sprang inö Wasser und versuchte, einen Strick um seinen erschöpften Schiffsgenoffen zu schlingen. Dies war indessen nicht leicht und die heroische Theerjacke wurde bald erschöpft.- Schon schien eö, als müßten beide Männer ertrinken, als ein zweiter und bald darauf ein dritter Matrose vom Deck des DampserS hinab sprangen. Schwimmgürtel wurden nach geworfen; es dauerte indessen eine gute halbe Stunde, bis der bewußtlose Heizer an einen derselben gebunden und an Deck gezogen war. Auch der erste nachgesprun gene Matrose war stark mitgenommen und konnte nur mit großer Mühe an Bord gebracht werden. Die beiden andern folgten bald und daS Schiff setzte seinen Weg fort.
Der Prozeß gegen Regina Janson alias Johnston, von No. 22 und 24 Blee kerStr. New York, die angeklagt wurde, Mädchen zu unmoralischen Zwecken auS Schweden importirt zu haben, fand gestern vor Richter Benedict in der Cnminalab theilung des Bundeskreisgerichts statt. Das Verdict der Jury lautete auf Schulbig". Der Richter verschob die Urtheilsfällung und sandte die Frau ins Gesängniß zurück.
In einem der Säle deöPalais-Bour-bon wurde am 18. Febr. in Gegenwart der Herren Gambetta, Brissou, Floquet,Margaine und Madierde Montjau. sowie aller Mitglieder des Kammerbureaus, der von dem Italiener Michella erfundene Steno' graphir.Apparat probirt. Derselbe ist ähnlich dem Piano, mit Tasten versehen, auf welchem die geübte Hand gleichsam spielt, während der Redner spricht. Im Innern des Apparates dreht sich einCylinder, von welchem sich ein Streifen Papier abrollt, der dann lesbare Zeichen aufweist. Herr Gambetta verlas einige parlamentarische Berichte des Amtsblattes mit allen verzeichneten Unterbrechungen ; obgleich er sehr rasch vorlas, notirte der Apparat dennoch jedes Wort mit der größtenGenauigkeit, so daß alle Anwesenden sich sür vollkommen befriedigt erklärten und den Wunsch äußerten, die Ersindnng in den Kammersitzungen praktisch verwerthet zu sehen. r i. Verlag von Franz Goldhansen in Leipzig. I meinem Verlage ist soben erschienen und durch alle Buchhandlungen, sowie gegen Einsendung deSBe träges direkt zu beziehen: Stcfan vom Grillcnhos. Roman in zwei Theilen von M. Kautöky. Preis brach, b Mk.. eleg. geb. Mk. 6.50. LV" Mit diesem vortrefflichen Roman, der bei seinem ersten Erscheinen geradezu Sensation erregte, wird ein neueSUnternehmen: .Neue Welt.LkoveNen begonnen, das sicherlich in den weitesten Kreisen mit Beifall aufgenommen werden wird. Die vorzüglichsten Romane und Novellen, welche in dem beliebten, nun mehr im 6. Jahrgang erscheinenden Familienblatt.Dte Neue Welt zum Abdruck gekomme, wetten in Hand lichem Format und geschmackvoller Ausstattung dem Publikum geboten und sind so als ein bei jeder Gele ßenheit passendes Geschenk auss Beste zu empfehlen. Die Wffizin der Iiidiana sie" empfiehlt sich zur Altfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen Eintrittskarten, Mitgliederkartcn, Broschüren, i ; ' Constitutionen. 1 . i . ; mv a slh nvrrsMrieu, i und allen einschläglichen Artikeln unter Auftcvernns ele qanter AüSfübrung bei billi i' . qem Preise.
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