Indiana Tribüne, Volume 3, Number 28, Indianapolis, Marion County, 19 February 1881 — Page 4

l

nbiaxxa Tribüne.

nbxaxta Hriöüne.

(Wochenblatt.) Office: Ecke Circle u. Meridianstr. lJm dritten Stocks fEntered as second-class matter at tke Postoffice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. Inder Stadt durch die Post in HauS geliefert Per Jahr im Voraus 52.00 Ver Nummer ö kents. Otto Schissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 19. Febr. 1881. Warum ? Es war eine Zeit, in welcher dieGeräthe, mit welchen der Landmann sein Feld be stellte, der einfachsten Natur waren, in der 3 weder Dampfpflüge noch Dreschmaschinen gab; auch hatte man damals weder Dampsmühlen, noch Dampfbäckereien und doch verhungerten die Menschen nicht und hatten genug zu essen. Damals webte der Weber sein Zeug an demWebstuhl mit der Hand, die Frau spann das Garn am Spinnrad, man hatte wederKleiderfabriken noch Nähmaschinen und doch kleideten sich die Menschen, und wußten sich sowohl vor des Winters Strenge zu schützen, als es sich im Sommer bequem zu machen. Damals wurde jede Nath an Schuhen und Stiefeln mit der Hand gemacht, die Anfertigung eines Paars Stiefel nahm vielleicht zwanzig Mal so viel Zeit in Anspruch, wie beute, aber die Menschen liefen darum doch nicht barfuß, sondern wußten ihre Füße sowohl vor der Kälte, wie vor der Rauheit der Wege zu schützen. Freilich gab es damals auch Arme, welche nicht genügend zu essen hatten, welche gute Kleider undÄchuhe entbehrten, und sich mit schlechten begnügen mußten, wie beute auch. Ja es ist fraglich, ob heute das Elend nicht größer ist, als es damals war. Und doch vermag heute ein Mann Mit Hilfe der landwirthschastlichen e rüthe ein zehnmal größeres Feld in der gleichen Zeit zu bestellen, wie damals, doch vermögen wir mit Hilfe desDampfes heute in der gleichen Zeit mit wenigerMenschen Händen die zwanzig, ja sünszigfache -Quantität Garn, oder Zeug, oder Schuhe herzustellen, so daß man glauben sollte, -dieWaare könne nicht so schnell verbraucht. .als angefertigt werden, und sie müsse nur so auf den Straßen herumliegen. Und 'doch wächst die Zahl Derer, welche an 'Allem Mangel leiden, mit jedem Tage. .'Unsere Maschinen fertigen jeden Tag un geheure Reichthümer an und Armuth und Elend nehmen immer mehr zu, sie halten gleichen Schritt mit dem Fortschritte. Vor Zeiten, als man noch Alles mit der $3nd machte, da half wohl die Frau im Hause wacker mit, aber man schickte noch seine Kinder in die Fabrik, weil keine Fa briken da waren. Und gerade,a!s ob es nicht genügend wäre, dieKräste derNatur in den Dienst des Menschen zu pressen, müsien auch noch die Kinder mithelfen an der Schaffung des ungeheuren Reichthums, und doch leiden so viele Menschen Mangel am Nothwendigsten. Und je größer und reicher die Stadt und je größer und reicher das Land, desto größer und tiefer die Vr Muth. Ueberall wo es Reichthum giebt, da ist dicht daneben das Elend zu Hause. Und je mehr der Mensch arbeitet und je widerwärtiger seie Arbeit ist. dlsta schlechter zu leben ist er gezwungen, desto kleiner ist sein Antheil an dem Reichthum, den die Masie der Menschen täglich erzeugt. Und je größer die Zahl der Fabriken, je rascher der Dampf das Rad treibt, je schneller die Spindel sich dreht, je schneller die Nadel auf und abfährt, je mehr erZeugt wird, desto größer der M 'Ngel. Warum? Wer noch nicht darüber nach -gedacht hat, der versäume keinen Augen blick es zu thun. Verächtliche Kampfesweise. Bei allen Fragen, die in unserer vielbe wegten Zeit auftauchen und Erwägung finden, und deren Lösung das Rad des Fortschritts immer näher rückt, sind wir gewöhnt den hiesigen Telegraph" auf der Seite zu finden, die sich mit aller Macht dagegen ausbäumt, Fortschritt und Auf klärung als alleinige Herrscher der Zukunft gelten zu lassen. Wir haben das jedoch dem "Telegraph" noch niemals übel genommen, weil wir einestheils davon überzeugt sind, daß seine

Stellung zu einer Frage in der Hauptsache doch keinen Unterschied macht, da ja sein Einfluß überhaupt nicht ins Gewicht fällt, und weil wir anderntheils einsichtsvoll genug sind, um zu wisien, dass nicht alle Menschen auf einmal aufgeklärt werden können, und daß daher auch Diejenigen, die mit dem vorwärtsschreitenden Geiste noch nicht gleichen Schritt zu halten verstehen, ihre Fürsprecher haben müssen. Die Aufgabe, welche einem derartigen Organe obliegt, hat auch der "Telegraph" stets mit eiserner Konsequenz erfüllt. Ganz selbstverständlich ist es deshalb, daß er sich auch der Frauenstimmrechtsbe wegung feindlich gegenüberstellt, trotzdem er bisher noch keine andern Argumente da gegen einzubringen wußte, als daß eben die Frau in die Küche und in die Kinderstube gehört, und daß, weil sie das Stimm recht bisher nicht gehabt hat, es auch in Zukunft nicht haben soll. Damit Basta! --Wer würde auch verlangen, daß der "Telegraph" noch weite oder gar sachliche

Auseinandersetzungen in dieser Frage bei bringen soll. Jeder vernünftige Mensch weiß ja, daß die Frauenstimmrechtsbewegung eine fortschrittliche, dem Geiste unse rer Zeit angemessene Bewegung ist, und das genügt dem "Telegraph" sie zu be kämpfen. Wenn er sich dabei aber einer Kampfesweise bedient, die eben so gemein als boshaft ist und durch welche das weib liche Geschlecht in der gemeinsten Weise beleidigt wird, so ist es an der Zeit, den Verüber dieser Roheit in seine Schranken zu verweisen. So sagte er am Montag : "Der Leichtsinn, mit welchem unsere jetzti gen Hoosier-Legislatoren in das gefähr liche Erperiment des Frauen Stimmrechts hineinstolpern, ist ihr treffendstes Charak terzeichen. Um ein paar Schürzen gegenüber, die aus Mangel an etwas zu thun, sich bei ihren langweiligen Verhandlungen herumtreiben, "galant zu sein" und sich von diesen und sich selbst in den Geruch bringen zu lassen, daß sie Staats und Fortschritts leute seien, scheint eine Mehrheit derselben bereit zu sein, den Frauen bei der nächsten Prasidenten-Wahl das Stimmrecht zuzu diktiren." Man weiß in der That nicht ob man hier mehr die Kühnheit, welche es fertig bringt, sich den Lesern und Leserinnen gegenüber einer solchen Sprache zu bedienen, oder die Geduld dieser Leser und Leserinnen, welcher Derartiges schon öfters zugemuthet wurde, bewundern soll. Der "Telegraph" bezeichnet die Frauen, welche es sich angelegen sein lasten, im In teresse der Frauenrechtsbewegung zu wirken, rundweg mit dem feinen Ausdruck "Schürzen" und beweist damit, daß da wo die Argumente fehlen, von verbissenen Fanatikern mit Rohheit und Gemeinheit reingeschlagen werden muß. Das Gute dabei ist indeß, daß die Ge meinheit immer nur auf den Urheber derselben zurückfällt. . Der 61jährige russische Diplomat Baron Andre Budbery ist gestorben. In Denison, Tex. sind zwanzig Geschäftshäuser abgebrannt. London zählt jetzt 3.707,130 Einwohner. Dagegen ist Indianapolis ein klei nes Dorf. Allen vorhandenen Anzeichen nach, wird der Gouvernör eine ExtraSitzung der Legislatur einberufen müssen. Eine Extrasitzung des Eongreffes ist gewiß und daß Dabei auch nicht viel mehr gethan wird als bisher, ist eben so gewiß. Auch in Buffalo, N.Y., sind öieAerzte der Irrenanstalt angeklagt, die Patienten mißhandelt zu haben' Die Untersuchung ist gegenwärtig im Gange. I" Wien und Pesth sind die Brief, träger mit Revolvern bewaffnet worden, um sich gegen die Zudringlichkeit der Stra ßenräuber sichern zu können. Elne nette Gegend das ! Der Staat Arkanjas hat für die Er richtung einer Lehrerbildungsanstalt für Neger $10.000 bewilligt. Wir erkennen darin dieErsüllung elnerPflicht, die bisher versäumt wurde. Fernando Wood, CongreßiepräskN tant für den 9 New Yorker Dlstrikt ist am Sonntag in Hot Spnngs, Ais.,, ge storben. Er ist bis vor drei Wochen noch im Eongreß thälig gewesen. Die franzönjche Deputirtenkammer wird Louis Btanc's Antrag auf Abschaf fung der Todesstrafe in Erwägung ziehen. Auch für Frankreich wäre es allerdings einmal Zcit in dieser Richtung einen Schritt vorwärts zu thun.

Aus dem Zuchthause zu Kingston?, Ont. bewerkstelligten dieser Tage vier Sträflinge ihre Flucht, indem sie dieEisen stangen vor der Thüre durchsägten und die Wächter überwältigten. In Wien, wurden dieser Tage 13 Sozialisten prozesstrt. Davon wurde einer des Hochverraths schuldig gesprochen und zu vier Jahren Gefängniß verdonnert. Ein anderer erhielt sechsmonatliche Haft zudiktirt und die übrigen wurden freigesprochen. Im südöstlichen Theile von Lanca shire (England) striken schon jetzt 35.000 Kohlengräber und die Ausstände vermeh ren sich täglich. Wenn nur die Leute den Muth nicht verlieren, dann muß sich auch hier der Satz, Einigkeit macht stark" glänzend bewähren. In New Jork begingen im vorigen Jahre 152 Personen, 121 Männer und 31 Frauen Selbstmord. Bon diesen waren &i Deutsche, 35 Ameriknner, 20 Jrländer, 7 Franzosen, je 3 Polen, Schotten und Italiener und 6 Engländer. Bei den meisten dieser Selbstmorde war das soziale Elend das Motiv zur That. Der Staat Delaware ist einfältig genug, dem giftigen Redner Bob. Jngersoll einen Geschäftspuff zu geben. Sie wollen ihm wegen Gotteslästerung, verübt durch einen Vortrag, den der Unverbesterliche in dem Städtchen Wilmington gehalten hat, einen Prozeß auf den Hals hängen. Bob kann sich darüber nur freuen. In der Missouri Legislatur ist die ?Medereinführung der Prügelstrafe ver

morsen worden. So sehr wir auch gegen die Prügelstrafe sind, ja gerade weil wir die Wiederbelebung der Tortur nirgends zum Gesetze erhoben sehen möchten, würden wir doch jedem Gesetzgeber, der sich für ein solches Gesetz begeistern kann, eine tüchtige Tracht Prügel gönnen. Der deutsche Reichstag wurde am der gangenen Dienstag eröffnet. Die Thron rede enthielt wieder viel schöne Dinge, die in Aussicht gestellt sind, aber in der Regel nicht eintreffen. Eine Stempelsteuer, eine Brausteuer sowie noch andere Steuern und Handmerker-Jnnungen, das sind die Segnungen, die das deutsche Volk erwarten darf.. Die Portland lMe.) Preß" sagt, daß nach meh als 20 Jahren, seit der Verkauf geisger Getränke im Staate ganz verboten ?jt, solche Verbrechen, welche gewöhnlich der Trunkenheit zugeschricben werden, eine' beunruhigende Häufigkeit annehmen, und daß in Portland mehr Schnapsbuden sind als je. Wir werden's erleben, daß noch noch die meisten Herren Gesetzgeber zu der Einsicht gelangen, daß verbotene Früchte stets am besten schmecken. Der Pastor K. L. Tupper in Chicago steht im Verdachte, die jüngst abgebrannte Baptistenkirche an Michigan Avenue in Brand gesteckt zu haben, um gewisteDoku mente aus dem Wege zu räumen. Die Kirchengänger sind natürlich darüber sehr aufgeregt und des Pastors College stecken über die Blamage die Köpfe zusammen. Aber wozu das? Selbst wenn der fromm Mann schuldig befunden wird, der Rui der Pastoren kann darunter nicht mehr leiden, er ist ja schon zu begründet. In den Freischulen zu Fort Worth, Texas, wird die Farbenlinie streng gezogen und eö entstand ein Streit über die Fra e, wohin zwei Kinder von Peru, die lnolanischeEltern baden, aber kupferfarbig sind, gehören ? Sie wollen nicht in die schwarze schule fl.-hen, weil sie keine Neger und, und die Kinder der Weißen verließen die Schule als die beiden Kinder dahin kamen. Da gibt es keinen andern Aus oeg. als ein neues Schulhaus für die bei en Rothhäute zu bauen. In einer Volls-Versammlung, welche am Sonntag in )er Jrving Hall in New Pork stattfand, hielten der Reichstagsab geordnete Fritzsche und Viereck sowie Herr Zminton aus Ne:v Z)ork längere Reen. Die geräumige Halle war bis zum letzten Platz gefüllt, ja sogar in den Außenrau men standen die Leute dicht beisammen. Einer oberflächlichen Schätzung zufolge waren mindestens 35 000 Personen anme iend, moru ter sich sehr viele Dmen befanden. Die Reden der vorerwähnten Herren 'vurdcn mit großem Beifall aufgenommen. Als Beweis dafür wie sehr die Herren im Zinne derBersammlung gesprochen hben mag die Thalfache gelten, daß die freiwil ligen Spenden, welche in jener Versamm lung zum Zwecke der sozialistischen Agita tion für die nächste Reichstagsmahl geaebn wurden, die hübsche Summe von $210 ausmacht!!?.

C. F. OTID)

Lag

ier (SCHMIDT'S !a k.tn ,.uV t .n.: :xiin. Vit uciugiuiciic uiiu utuuiijeuiyiuuE U und "Invigorating Malt-Extract

c.

vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen EisenbahnCi L 1 . v . . e ' ,

Linien weroen prompi ersuur. Auch die Frauen Irlands wollen An gesichts der gegenwärtigen Zustände nicht länger unthätig bleiben und daö ist lobens werth. Die erste Versammlung der Frauenlandliga wurde dieser Tage in Cläremorris abgehalten. AlsProtest gegen die Verhastung Davitt'S wurde von Fräulein Parnell eine Resolution vorgeschlagen, welche bestimmt, daß eine Frauen-Zweig-liga in jedem ttirchspiele gebildet' werde. Die Resolution wurde einstimmig ange nommen und man verspricht sich von dem Eingreifen der Frauen viel Ersprießliches. Eine eigenthümliche Todesart wählte dieser Tage ein deutscher Tagelöhner Na mens Georg Roßler in Brooklyn. Der Mann verschluckte eine Quantität Glas, das er sehr fein zerstoßen hatte. Er erlitt natürlich furchtbare Schmerzen ehe der erwünschte 'Tod eintrat. Ursache des Selbstmordes war seine schon seit längerer Zeit andauernde Arbeitslostgkeit und die damit verbundenen Nahrungssorgen. Er konnte es nicht langer mit ansehen, daß seine beiden Kinder am Nothwendigsten Mangel litten. O du herrliche Gesellschaftsordnung, die du einem Vater selbst die Mittel nimmst, seinen Kindern Brod zu geben! In Elberseld-Barmen sind gegenwärtig 10,000 Menschen außer Arbeit. Trotz, dem es dort so viele Unglückliche giebt, die in die Klaffe der überflüssigen Menschen eingereiht werden müssen, hat man aber noch nichts gehört, daß dort schon einmal eine Agitation für eine Verkürzung der Arbeitszeit im Gange gewesen wäre. Und doch ist ei"e Verkürzung des Arbeitstages der einzige Ausweg um die Leute, welche arbeiten wollen, aber jetzt keine Arbeit sin den können, vor dem Untergange zu schützen, und gleichzeitig Denen, welche in Anbetracht der vielen Hände, die täglich den Arbeitgebern zur Versügung stehen, fortwährend bedroht sind eine gesicherte Existenz zu verschaffen. Das plötzliche Verschwinden einer achtzehnjährigen Schönen, Namens Mary Montague, deren Eltern an Lockerbie Str. wohnen, erregte dieser Tage viel Aufsehen. Das Mädchen hatte sich am Dienstag Abend von dem Hause ihrer Eltern 'entsernt, angeblich um eine nahewohnende Freundin und eine Apotheke zu besuchen, und in kurzer Zeit wieder zurück sein zu wollen. Aber es vergingen mehrere Tage, oas Mädchen kam nicht, und die Eltern und Geschwister desselben, hatten schon die traurigsten Vorstellungen aus sich einstürmen lasten, und das arme Kind, dem gewi ein Unglück zugestoßen sein mußte, tief beklagt. Da alleErkundigungen keine Auskunft über den Verbleib des Mädchens ergaben, wurde auch schließlich die Polizei von dem sznderbaren Vorfall in Kenntniß gesetzt. Ihr gelang es gar bald, die verlorene Schöne aufzufinden und die näheren Umständen des Vorfalles zu erMitteln. Das Mädchen hatte lm Farmer Hotel an Nord-Alabama Straße, einen Dienst angenommen, um wie es sagt, aus eigenen Füßen stehen zu lernen. Doch sollen noch andere Umstände, die auf Rechnung eines LiebeLverhältniffes kom men, das Mädchen vera ilaßt haben, das elterliche Haus so plötzlich zu verlassen. SS?- Wm. Conway ist gegenwärtig im Ztationshause unter der Anklage der Frau Middau, bei de er in die Kost ging Geld und Schmucksochen gestohlen zu haben. Am Dienstag Nachmittaa brach in einem Doppelhause an der California Straße Feuer aus wobei ein Schaden von etwa $500 verursacht wurde der jedoch ''urch Versicherung gedeckt ist. Eigenthümer des Hauses ist G. C Woods.

8

Brauerei 5 SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. m....: ! crii cm n oiuutici 'ui üiuuic. jjiziti ageroiei Bottle Beer ist vor allem anderen als C. F. Schmidt. LS Die Vaterschastsklage der heiß blütigen Italienerin Rosina Arata gegen ihren Stammesgenoffen Giacomi Robon: wurde zu Gunsten des Verklagten entschieden. Der Prozeß nahm einige Tage in Anspruch uud da bei den Verhandlungen sehr pikante Geschichten zu Tage gefördert wurden, war das Gerichtszimmer stet? mit Hörern angefüllt. T In dem Scheidungsprozesse von Catherina Stern gegen Friedrich Stein, stnd beide Partkien in Bezug auf das ein zutragende Urtheil übereineekommen, daß dasselbe dahin lauten solle, daß die Schei )t fcAw(tY 4 fXA. a m 4 Ti MA vung uciuigi, uu? vy luiivuuimyuui uti . Frau Stein zufällt und die minderjähri gen Kinder unter ihre Obhut gestellt wer den. Dagegen hat Frau Stein an Herrn K bietn außer den bereits bezahlten 5400 noch weitere $600 zu bezahlen. Das Ur- ' theil erfolgte dem Uebereinkommen ge mäß. E Herr Michael Steinhauer ist ein Candidat für das Schatzmeistersamt. Herr Steinhauer, ein hier wohl bekannter Deutscher, war zwei Jahre lang ein Mit glied des Stadtraths und hat sich stets durch liberale Gestnnung ausgezeichnet. Auch als Clerk des Polizeiraths war er v mehrere Jahre thätig und da er allgemein als ein rechtlicher, gcwistenhafter Mann bpkiinnt ist fn niftrd tr fih (fir nnf fit v 1 1 v 44 14 das Amt eignen. ß John Matten hat sich im Crimi nalgericht der Langfingerei schuldig bekannt, da dieö aber der erste Fehltritt des Burschen war und er versprach, stch bessern zu wollen, so ließ ihn der Richter frei aus gehen. ßT Herr Robert S. Smith bewirbt stch um die republikanische Nomination t.". sn.i v.9 cm o rr . rr v . . im UU9 uuii uc jjiuyuia. juki !Zanoloar tz ist ein langjähriger Advokat und Bürger ' unserer Stadt und hak sich als solcher hier sehr viele Freunde erworben, die seine Nomination und die darauf folgende Erwählung mit Freuden begrüßen wür den. Herr Richard S. Colter, unser , gegenwärtige City Marshall ist abermals ein Candidat für dieses Amt. Da Herr Colter, das ihm anvertraute Amt mit der größten Gewissenhaftigkeit verwalte ?, so würde seine Nomination gewiß gerne gesehen werden. LS Das Testament von John Love wurde dieser Tage imWaisengencht regist..' tirt. DicHinlerlassenschaft beträgt $2(ß, 000. ZLS Dem Wunsche des Verdorbenen gemäß wird Dr. Homburg's Leiche in Washington, Pa., verbrannt werden. ' Ein altes baufälliges Gebäude am Canal, das früher den Herren Van Camp & Sohn als Geschäftshaus diente, ist dieser Tage vollständig niedergebrannt Morns Welsh ist beschuldigt kürzlich in einem Frachtwagen der I. M. & I. Eisenbahn einen Einbruch verübr 'zu haben, und er bat jetzt Gelegenheil von einei dunklen Zelle aus, Zukunftspläne zu schmieden. ß3r Eheerlaubnißscheineer langten : Richard Bannann und Margeret Mo Cave ; James Williamson und Annie Johnson ; Wm. F. Hlllmann nnd Kate Soldner ; James B. Julien und SaradC. Fortune ; Georgt B. Elstun und NancyO. Ballenger ; Georo' W. Parker und Alice A.Gudgel ; Dnel F. Fleener und LulieC. Selman . Wm. Johnson und Lottie Wilkins ; John Lyons und Lawina Maiden ; Garrett W. Johnson und L. Sck'ägel; Lerry Crampton und Anna M. Smith; Charles W Wilson und Alice Couiker ; John Anton Zolle'r und Maly I Hamon; James Hugds und Sarah Taylor ; Ben. Smith und Jane Litle ; Wm. Franklin u. Abigail Barlom ; George R. Hutton und Jnora Van Camp . EversonW.Eatonund Millie H. Hughes ; John L. Dade und Sarah Riley ; Josegh M. Arvin und Matildu S. Russe; Charles Franklin Wilson und Lillie Foster; George E. Wilson und Clarr Florcnce Schilling.

t

i