Indiana Tribüne, Volume 3, Number 26, Indianapolis, Marion County, 5 February 1881 — Page 4

ndiana Hriöüne. (Wochenblatt.) Cfflce: Ecke Circle u. Meridianstr, lJm drUten Stock - (Entered as second-class matter at the Fbstoffice at Indianapolis, I ndiana. AbonnementsPreise. Suder Stadt durch die Post in Haus gelufert er Jahr im Vorank.. 52.00 . Vn Nummer Kents. Otto Tchissel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 5. Febr. 1881. Stadt und Land. EineS der wichtigstenErgebniffe des eben stattgefundenen CenfuZ ist die Wahrneh nung, daß ein Viertel der gesummten Be vvhner unseres Landes in Städten wohnen. Wie in anderen Ländern so zeigt stch auch bei unS eine stetige Zunahme der $e dölkerung derStädte bei gleichzeitiger verhältnibmäkiger Abnahme der Lckndbevöl kerung. In 1830 wohnte nur ein Sech zehntel der Bevölkerung in Städten-, in 1850 schon ein Achtel, in 1870 ein Fünstel und nun ein Viertel. (8 wäre thöicht, wollte man dieseThat lache blos dem Vorzug zuschreiben, welchen die Menschen im Allgemeinen dem beque euren und. angenehmeren Leben in den Städten geben. Dieser Umstand ist gerade nicht ohne Einfluß, kann aber un möglich die Ursache einer so. gewaltigen Verschiebung der Bevölkerung sein. Bedenken wir zunächst, daß, trotzdem da Areal des in Angriff und Cultur ge . wmfnm Rnhn8 immer mebr mackst. doch, selbst zur Zeit der Ernte auf dem Lande kein namhafter Mangel an ArbeitS kräften ist. so dürsten wir schwerlich imJrr !hum sein, wenn wir behaupten, daß der landvirthschastliche Kleinbetrieb mehr und mehr dem Großbetrieb Platz macht, daß in Folge besten landwirtschaftliche Geräthe und Maschinen zur Ersetzung menschlicher Arbeitskraft immer mehr in Anwendung kommen, und eine große Zahl landwirth schaftlicher Arbeiter überflüsstg wird. So wird sowohl der kleine Farmer, der seinen kleinen Acker nicht mehr mit Vortheil be bauen kann, sowie der Feldarbeiter in die Stadt getrieben, wo sie sich, den Colonnen der Jndustrie-Arbeiter anschließen. Hier helsen sie zunächst die Reihen der von Carl Marx sogenannten Surpluspopulation vergrößern, jener Armee von Leuten, welche dem Winke des Fabrikherrn gehorsam, heute gezwungener Weise faullenzen, morgen wieder in die Fabrik einrücken, zu jeder Zeit aber bereit sind, um niedrigeren Lohn den beschäftigten Arbeiter auS der Fabrik hinaus und an seiner Statt in die Reihen der Surpluspopulation zu drängen. Man kann mit Bestimmtheit annehmen, daß in demselben Verhältniß, wie Ich die Landbevölkerung nach den Städten ver schiebt, der Comsort, die Lebenshaltung des Arbeiters abwärts geht, der Lohn linkt. ! : ' Das Anwachsen der städtischen Bevöl kerung aus Kosten der Landbevölkerung ist ein ziemlich sicherer Thermometer für die Verschlechterung der Lage des Arbeiters. Die Landarbeiter strömen in die Städte, um besseren Lohn zu finden, ihre Anwesen heit in den Städten aber bewirkt ein Fal len des Lohnest Die gewaltige Verschiebung der Bevölkerung hier zu Lande zeigt deutlich, daß trotz der Maffe ünbesiedelten Landes, weißes wir noch haben, auf sozialem Gebiete dieselben Kräfte wirksam sind und in glei Her Weise wirksam sind, wie in anderen Ländern, denn wir finden dieselbe Erschei uung in allen Culturländern. ES ist die Macht deS Capitals in seinen verschiedenen Formen, welches die besitzlose Bevölkerung mehr und mehr in seine Feffeln zwingt.DerDichter ThomasCarlisle ist schwer erkrankt. In Florida ist die OrangenErnte durch den diesjährigen Winter sehr-ge schmälert worden. r Die Cigarrensabrikanten Weil, Kahn k Co. in Cincinnati haben dieser Tage ihre Zahlungen eingestellt. . - ' An Serbien ist man einem Complott zur Entthronung des Fürsten Milan aus die Spur gekommen. Der frühere Mini sier'Rtsics wird als einer der Verschwörer genannt.

In dem Städtchen Rolla, Mo., starb dieser Tage eine Farbige, Namens Sarah Clark, welche das 126. Lebensjahr erreicht hatte. Die Frau muß ein sehr sansteS Gemüth gehabt haben. Im Jahre 1880 wurden über siebzig Patente an Frauen vergeben, ein be deutender Zuwachs gegen daS vorherge hende Jahr. Also auch ErfindungSgeist kann der Frau nicht mehr abgesprochen werden. Die kleinen Handwerker und Fabri kanten Deutschlands wekden von der Kon kurenz der Gefängnißarbeit schwer betros fea. Man will deshalb eine Eingabe an denReichStag vorbereiten, aber das Reful tat kennt man ja leider schon im Voraus. Grant soll wieder ein Geschenk von $100,000 bekommen, wozu Zay Gould und Vanderbilt je 25,000 und die Philadel, phier Kapitalist zusammen $50,000 beigetragen haben. Diese superklugen. Spe kulanten ! Sie wollen ihr Geld da anle gen, wo es Wucherzinsen trägt.. Die englische Regierung will Nach richt erhalten haben, daß mehlere amen kanische Höllenmaschinen in England ein getroffen sind. Man weiß wo . die Ge schichte hinaus will. Solche Ente.n wer den jetzt nur zu dem Zwecke verbreitet um Gewaltmaßregeln als gerechtfertigt erschei nen zu lasten. Das Ergebniß des eben beendigten Census in der Schweiz ist 2,890.000 See len gegen 2,770,000 im Vorjahre, eine Zunahme von nicht ganz 4 Prozent in 4 Jahren. Dieselbe betrifft fast ausschließ. lich die Fabrikbezirke und ist, zieht man die starke Auswanderung in Erwägung, ziem lich gr)ß. Bei einem Deichbruch in Holland sind Hunderttausende von Aecker unter Waffer gekommen und dadurch wurden wieder etwa 30.000 Menschen in die größte Noth versetzt. Man beschuldigt zwar die Re gierung, daß ihre Vorkehrungen nicht ausreichend waren, aber die ergebenen Unterthanen werden trotzdem für den Schaden auszukommen haben. 7 " In WormS wurde kürzlich ein Mann verhaftet, der falsche Zweimarkstücke derauSgabte. ES stellte stch aber heraus, daß er die Fälschung vermittelst schlechter Werkzeuge nur deshalb beging, weil seine Frau und seine Kinder dem Hungertode nahe waren.' Wurde dieser Mann also nicht thatsächlich durch unsere verkehrten gesellschaftlichen Einrichtungen zum Ver breche? gemacht ?' . . Professor Jsaac Burdick, Direktor der PreScott Grammer-Schule zu Syracuse soll sich in einer unangenehmen Lage be finden. ES wurden von einer Anzahl Knaben Angaben gegen ihn erhoben' die den moralischen Charakter dieses VolkSerzieherS in ein sehr zweiselhasteS Licht siel len. Der ErziehungSrath wird die Sache näher untersuchen. Die Spinner und Webervereinigung in Fall River,.Maff., wird wahrscheinlich schon wieder zu einem großen Ausstand gezwungen werden. Die Arbeiter sind darum eingekommen, die letzten Lohnab. zöge von zehn Prozent zurückverlangen, aber sie wurden abgewiesen. Die Antwort auf diese Weigerung ,' Seitens der Fabrikherrn wird ohne Zweifel ein allge meiner Strike sein. JnSidney, O. kam eS in einer metho distischen Gebetsversammlung, zwischen zwei frommen Betbrüdern zu einemStreit, wobei einer den andern erstach. Wenn das in einem' Theater passtren würde, so würden die frommen Leutchen ihren Fluch aus die ganze .genußsüchtige! und deshalb sündige Welt schleudern, - aber, im Ange sichte deS Herrn läßt sich so etwas viel leichter mit ansehen. ' Der Bericht welchen. De LeffepS der Panama ' Canalbau-Gesellschaft vorlegte, weist nach, daß sich bis jetzt 1,209,606 Actionäre gemeldet, haben, von den in Frankreich allein 994.503 unterzeichnet haben. Es sind bereits 70 Gebilsen de Leffep's. Ingenieure, Superintendenten und Aerzte, nach dem JsthmuS abgegangen' Die nöthigen Dampfmaschinen sind bereits im Werden und nahe 8000 Arbeiter können täglich Verwendung finden. Das Gesammtkapital beläuft sich, auf $600,. 000,000,von denen bis jetzt nur 360,000.000 Frcs. aufgerufen sind wahrend der Ueber schuß durch Ausgabe. von Schuldscheinen .gedeckt werden wird. j.-r :r::

Die Debatte über Forsters Zwangs maßregeln hat im Parlament schon zu stürmischen Scenen Anlaß gegeben. Par nell sagte in seiner Rede die Torieö und Liberalen hätten sich vereinigt um Irland zu narren, zu degradiren und zu erdrücken. Erwerbe jedoch den Liberalen und den TorieS und der ganzen Nation Trotz bie ten. Parnell wurde im Lause seiner Rede mehrmals zur Ordnung gerufen, weshalb er drohte er werde die Sitzung drei Tage lang verschleppen, wenn ihm nicht gestattet werde, seine Ansicht offen auSzuspre'chkN. Die mW. Y. V. Z, daS sozialistische Organ, erhielt direkte . Nachricht, daß sich die deutschen, sozialistischen ReichStagSab geordneten F. W. Fritzsche und LouiS Viereck , nach Amerika eingeschifft haben. Sie werden einer wahrscheinlichen Berech.' nung zufolge heute oder morgen in New Bork eintreffen. Die beiden Herren sind Abgesandte der sozialistischen Partei in Deutschland, welche beauftragt sind, die hiesigen Verhältnisse kennen zu lernen und zugleich die Sozialisten Amerika'S über die gegenwärtigen Zustände inDeutschland aufzuklären. , ' ' j Der Mann, velcher kürzlich in Terre Haute. Ind. in seinem letzten Willen die Erbschaft an die Bedingung knüpfte, daß seine minderjährigen Erben dieselbe nicht erhalten sollen, wenn sie sich vor ihrem 21. Lebensjahre eine? Kirche oder Sonntags schule anschlössen, wird gewiß von den Meisten als ein recht komischer Kauz be trachtet. Und doch beweist diese Bedingung, daß der Mann von der lobenSwer then Ueberzeugung beseelt war, daß es Der werflich ist, einem unmündigen noch un verständigen Menschen eine Religion ein zutrichtern, anstatt daß man eS darauf an kommen ließe, welche Wahl ein an Verstand gereifter Mensch treffen würde. Wenn alle Menschen so erhaben denken würden, wäre eS mit dem glänzenden eschäste der Pfaffen freilich gar bald vor über. Unser Consul Denny in Schanghai gibt die Löhne und Lebensmittelpreise der chinesischen Arbeiter wie folgt an : Die Kulis oder Sklaven auf Zeit arbeiten für 610 Centg den Tag und verbrauchen 4-8 Cents ; die ländlichen Lohnardeiter 1015 Cents den Tag, oder $12 daSJahr, im letzten Falle it Kost und Wohnung; ähnlich die städtischen.' Ohne Kost und Wohnung etwa $65 mehr, während ein Meister oder selbständigerHandwerker etwa $156 daS Jahr verdient und $120 auS giebt. Die Künstler sind nicht bester be zahlt als die Handwerker. Höhere Löhne kommen bei den SeidenhaSplern, welche nur kurze Zeit in Jahre zu $12 den Tag beschäftigt sind, und bei ähnlichen Arbeiten vor, welche großes Geschick und Nacht und Tagarbeit erfordern. Und mit einer solchen Sorte von Men fchen, deren Bedürfnisse nicht einmal denen vom lieben Vieh gleichkommen, soll hier der weiße Arbeiter konkuriren ! ' ... : 7- t ' Beim . Lessepk'schen .Panamakanale sollen ausschließlich italienische Arbeiter verwendet werden. Man gibt vor, daß sie sich sehr gut dasür eignen, was sie auch beim Bohren der Tunnel, durch den Mont CeniS und St. Gotthardt bewiesen haben sollen. Damit ist jedoch noch lange nicht gesagt, daß sich z. B. deutsche oder fran zösische Arbeiter weniger gut dazu verven den ließen, aber mn unterzieht dieseFrage überhaupt nicht - in Erwägung, weil der Hauptgrund, weshalb man italienische Arbeiter anstellen will, doch nur darin be steht, daß diese für einen Hungerlohn die Arbeit thun. Die Italiener sind die Kulis von Europa ; ihreKoncurrenz ist mit Recht ebenso gefürchtet, als die der Chinesen in Amerika. .Die Italiener nehmen nicht nur mit den . allerschlechtesten Speisen , vorlieb, sie murren auch nicht, wenn der Magen ob der jämmerlichen Leere auch zuweilen knurrt. Ist der deutsche Arbeiter wegen seiner für ihn so unheilvollen Bedürfniß losigkeit schon ein bedauernSvertheS Ge. schöpf, lo kann die Lebensweise der italienischen Lohnarbeittr überhaupt nicht mehr menschlich genannt werden. Aber unsere großen Spekulanten fragen darnach nicht.ste ziehen aus diesentraurigen Thatsachen soviel Nutzen als sie nur immer können. . Die Untersuchung im Frauen . gefängniß hat mittlerweile, noch mehr intereffante Dinge zu Tage gefördert. . Am Montag Abend fuhr man mit dem Zeugenverhör fort, und da war es vorerst Frau Charlotte S. Brown, welche ravirende Aus ! i J r, , ', ( .,.. :,'.' ; . I ' ' i ' .

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vorzüglich anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen Eisenbahn

hinten werden prompt ersullt. ' sagen gegen die Verwaltung , erhob. Sie wohnt in der Nähe des GefängniffeS und hatte auch einmal ein Dienstmädchen, wel cheS früher eine Insassin der Anstalt war. AlS dieses Mädchen bei ihr in Dienst trat sah man noch die Spuren von Schlägen, welche eS erhalten haben mußte. Darum befragt, gestand eS, daß dieses Andenken von Schlügen, welche ihm Frau Smith verabfolgt hatte, herrühre. Die nächsteZeugin, FrauCampbell hatte auch ein Dienstmädchen, welches sich früher im Reformatorium befand. 'DaS Betra gen desselben war jedoch musterhast und eS führte auch keine Klage über die ihm in der Anstalt zu Theil gewordene BeHand lung. Das war ohngefährAlleS was am Mon tag Abend in der Angelegenheit gethan wurde, bis die Verhandlungen am Mitt woch fortgesetzt wurden. Amanda Langler, welche sich ein Jahr in dem Gesängnisse befand, bezeugte, daß Jane Williams, eine Geisteskranke, welche sich in der Anstalt befand, einmal auf Be fehl, der Frau Johnson von den andern Gefangenen so sehr geschlagen wurde, daß sie. die Zeugin befürchtete die Geisteskranke würde den Schlägen erliegen. Sie rief deshalb auS : Un Gotteswillen tödtet sie nicht! worauf die Züchtigung eingestellt wurde. Zeugin behauptet, daß sie heute noch der Ansicht sei, daß ohne ihr Dazwi schenkommen, die Unglückliche damals ge tödtet worden wäre. Die Behandlung, welche Frau Smith damals den Gesänge nen zu Theil werden ließ, hält Zeugin sür äußerst grausam. Eine Gefangene, Na menS Susie Reynolds, war zur Zeit in Folge der erhaltenen Schläge lange Zelt leidend. Auch hatZeugin zuweilen ein sehr vertrautes Verhältniß zwischen dem Nachtwächter und einigen Frauenzimmern beob achtet. Worüber sich Zeugin bauptfäch lich beklagte, war der Uebelstand, daß die Aborte. Vzuweilm stundenlang verschloffen waren, und die Gefangenen dänn'äbsolut keinen Zutritterlangen konnten. ' Frl. AnnaBuchanan war die nächste Zeugin. : Sie war eine Zeit lang Lehrerin des ReformatoriumS. Auch sie hatte Ge legenheit zu ' bemerken, daß sehr häusig grausame Strafen über die Gefangenen verhängt wurden. Der berüchtigten Kalt Wasserkur hat sie selbst sechs Mal zugesehen und daß Frau Smith ihren Pantoffel mit den Köpfen. der Gefangenen in Berührung brachte, war etwas Alltägliches. Sie sah daß Frau Smith 12 und 15jährige Mäd chen an den Haaren zog und ihre Köpfe gegen die Wand stieß. Emma Thomas, welche drei Jahre in dem Gefängniß verbrachte, fungirte eben falls a?S .Zeugin. Sie wurde zuweilen geschlagen, mußte jedoch niemals den kal ten Wasterstrahl verkosten. An Andern sah sie zuweilen diese Cur vornehmen. - Lizzie Cash, welche sich seit drei Jahren im Reformatorium aufhält, sagte, daß sie stch in der Anstalt befindet, weil sie . keine Heimath hat. Sie wurde schon öfters ge schlagen, und mit dem Kopf an die Wand gestoßen. Andere sah sie in gleicher Weise bestrafen. Mary EllenMacintyre ist seit zwei Iah. ren eine Gefangene der Anstalt und be zeugte, daß sie mit einemRiemen, der einen Knoten hatte, gepeitscht wurde. Ihre frü here Lebensweise wurde ihr häufig vorge werfen. Einmal wollte sie Frau Gmyn auf den nackten Körper schlagen aber sie ließ es nicht geschehen. Sie sah häufig Gefangene in der rohesten Weise miß bandeln. . Furchtbar grausam fand auch sie die Züchtigung, welche über die wahnfinnige Jane Williams einmal verhängt wurde..

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- MMM 8QUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei 'm Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer ist vor allem anderen als C. F. Schmidt. DaS Comite vertagte sich nach Entge gennahme obige? 'Aussagen . bis gestern Nachmittag um 2 Uhr. Sin unheimlicher Fund. ; Als sich am Montag Nachmittag meh rere Knaben auf dem Poque'S Run in der Nähe der Brookside Ave. mit Schlitschuh laufen amüsirten machten sie eine sehr un heimlicheEntdeckung indem sie auf dieLeiche eines Mannes, welche im Eise lag, stießen. Die Knaben waren davon so betroffen, daß sie anstatt sofort Leute herbeizurufen, heimwärt? eilten und ihren Eltern von dem Vorfalle Mittheilung machten. Unter den kleinen Schlittschuhläufern befand sich auch der Sohn des Polizisten TraviS. Als die ser seinem Vater die Mittheilung gemacht hatte, begab stch TraviS natürlich sofort an di: von den Kindern bezeichnete Stelle, aber da es mittlerweile sehr stark geregnet hatte, war das Eis bereits mit Waffer überdeckt und die Leiche konnte nirgends . gesunden werden. . XSy Eine gewisse Minnie von Speklen wurde dieser Tage verhastet, weil sie deS Diebstahls beschuldigt ist. Sie war vor längerer Zeit bei Herrn Hedderich im Dienste und damals kam aus bis jetzt noch unerklärte Weise Frau Hedderich ein . gol dener Schuck und mehrere andere Werth suchen abhanden. Denselben Schmuck fand man aber kürzlich im Besitze besagter Speklen, welche ihren Wohnsitz in Bright wood aufgeschlagen hatte. Sie erklärte zwar, daß sie denSchmuck von einem unbe kannten Curmacher erhalten hübe, -aber sie wird doch nicht so leichten Kaufes da von kommen. ' rS" Frau I. H. LazaruS und Tochter wurden vorgestern durch daS Scheuwerden ihreöPferdeS aus dem Schlitten geworfeu, glücklicherweise jedoch nur leicht verlest. Als am Montag Abend Hcrr und Frau McKee in ihrem Wohnhause an der Pennsylvania und Vermont Straße beim Abendessen saßen wussten stch Diebe in den andern Theil des Hauses Eingang zu ver schaffen. Die Burschen entwendeten einen goldenen Schmuck, ' einen Diamantring, einen Ueberzieher und verschiedene andere WerthgegenstSnde. Sie wurden ertappt während sie noch an der Arbeit naren, aber sie bewerkstelligten dennoch ihreFlucht. rT Ein Reisender Nam?nS Wm. Turner wurde am Montag das Opfer zweier Schwindler. Er ließ stch von denselben zum Kartenspiel verleiten, 'und der Spaß kostete ihm etwa $30. Nachdem ihm, aber wahrscheinlich zu spät die Augen aufge gangen waren verklagte er die beiden Bur fchen, welche Martin und Morgan heißen, beim Friedensrichter. ' Dem Senator Redpath kam der Ausflug nach Lafa'yette den die Herren LegiSlatoren dieser Tage unternahmen, sehr theuer zu stehn. ES wurde ihm dort sein Taschenbuch, daS $70 enthielt, gestoh len'. ' ; ' ' Mary A. Perdue wurde an Mon tag von Alfred Perdue geschieden. Mary und ThomaS Nillard haben gegen die' Straßeneisenbahn.'Compagnie eine Schadenersatzklage anhängig gemacht, weil als die Klägerin kürzlich eine Car benützte, der Fuhrmann mit der Car vom Geleise abkam, wobei die Frau von ihrem Sitz'fiel und erhebliche Verletzungen erlitt. Die Leute verlangen $10,500 SchmerzenS geld. . Die Untersuchung der. Vermal tung des Taubstummeninstituts wird wahrscheinlich nächste Woche beginnen. Hoffentlich kommen dabei keine so haar sträubende Geschichten zu.Tage,. alS bei der ,de3 Frauenreformatoriums.