Indiana Tribüne, Volume 3, Number 25, Indianapolis, Marion County, 29 January 1881 — Page 4
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(Wochenblatt.) Osflce: Ecke Circle u. Meridianstr. lJm dritten Stock.pZaixe2 as second-class matter at the Itestoffice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. S der Stadt durch die Post ini $ ausgeliefert ?n Jahr rm Voraus $2.00 V Nummer L Keuts. Otto Schissel, Herausgeber. dmnapotts, Ind., den 29. Jan. 1861. j Die Versorgung der Ex-Prästdenten fo spezieller Anwendung auf Grant macht dem Congreb noch immer zu schaffen, und giebt den Zeitungen Veranlassung zu laneeu Leitartikeln. Wir halten den Gegen llnd nicht für so wichtig. Wir können absolut nickt einsehen, warum ein aus dem Amte tretender Präsident mehr An spruch auf Versorgung bat, als irgend tin anderer Beamter. Der Gehalt des Präsidenten ist hcch genug, daß er sich eine Summe ersparen kann, welche ihm' nach dem Ende seines Termines ein ganz sorg' loses, wenn auch bescheidenes Leben ermöglicht. Genügt ihm das nicht, so kann n ßch. wie andere Menschenkinder auch, irgend einem bürgerlichen Berufe widmen. Hat er durch seine Amtsführung gezeigt, daß er ein tüchtiger fähiger Mann ist. so kann er auch mit Vortheil das Feld der Politik betreten, und das Volk mag Ver vendung für ihn finden, wenn auch nicht eil Präsident. Wir fehen nicht ein, daß das Land, weil es Jemanden das höchste Vmt giebt, das eS zu vergeben hat, und ihm für die Dauer feines Amtes jedes Jahr ein Vermögen als Gehalt giebt, und ihn außerdem mit freier Wohnung und-Bedienung versieht, auch noch die Verpflichtung übernimmt, für die Dauer seines Lebens für ihn zu sorgen. Die Idee ist eine durchaus unrepublikanische. Irland. Die Vorgänge in diesem unglücklichen Lande sind in eine neue Phase getreten. Der große Staatsprozeß, welcher gegen die Führer derLandliga anhängig gemacht Norden war, ist zu Ende. Er ging aus, vle daö Hornberger Schießen. Die Geschworenen konnten sich nicht einigen. Aber der Umstand, daß zehn für Freisprechung waren, läßt erkennen, daß sich in Irland wohl niemals eine Jury finden wird, welche die Führer derLandliga schul big finden wird. In Deutschland hätte sich unter gleichen Umständen eine servile Jury schnell genug zusammengefunden, um ein Schuldig auszusprechen, da fände sich nicht einmal, wie in Rußland, eine Jury zur Freisprechung einer Sassulitsch. Daß eine Verurtheilung nicht erfolgen vürde, war vorauszusehen. Die Frage ist jetzt die, was Regierung und Parlament nach diefrrNiederlage thun vnden. Dem Parlamente liegen wohl Vorlagen zur Aenderung oer agrarischen Verhältnisse in Irland vor, aber sie gehen nicht weit genug. Dann regt sich auch be reits der englische Stolz. Die Regierung Will, daß das Parlament erstZmangsmaßregeln genehmige, ehe die LandReformViUS erledigt werden. Die Regierung stellt sich auf denStand Punkt aller monarchischen Regierungen. Sie will sich nichts abzwingen lasten. Es väre natürlich gegen die Würde einer Re gierung, Reformen einzuführen, wenn die selben aus revolutionäre Weise verlangt verden, selbst wenn daS Verlangen noch so berechtigt wäre. ES ist nicht möglich kommende Ereignisse vorauszusagen, aber ks scheint, daß die britische Regierung Irland in- die Revolution hineintreibt. Nachherhat man gute Ursache dieStränge sester anzuziehen. England wird nicht eher gerecht sein gegen Irland, bis der letzte Jrläader von irischem Grund und Boden verjagt ist. Blanqui'ö Begräbnis. Schon am Tage vor dem Begräbnisse war Blanquis Leiche den ganzenTag über Zn dem Sterbezimmer, Boulevard d'Jtalie 25, im fünften Stock, ausgestellt, wo Tausende und Abertausende sie betrachten kamen. Sie ruhte, in eine rothe Flanelldecke gehüllt, auf einer schlichten eisernen Bettstelle; das kleineZimmer enthielt sonst kein anderes Möbel, als einen Tisch, aus
welchem ein Register für die Eondolenzbe
suche auflag. Das Fenster war und blieb den aamen Taa geöffnet: in Folge der niedrigen Temveratur war noch keine Verwesung eingetreten, und das Anilin des Volksmannes, von dem eine YPS maSke abgenommen worden war. hatte durchaus seinen natürlichen Ausdruck be wahrt. Dem Verstorbenen zu Häupten war ein Kranz von Eichenlaub und ein breites rothes Band mit Inschriften, zu Füßen waren zwei goldene Palmenzweige niedergelegt. Schon früh Vormittags hatten sich am Begräbnißtage ungefähr fünf bis sechs tausend Menschen vor dem Trauerhause versammelt, dessenHausthor mit schwarzem Tuch dekorirt war, während oberhalb deS HauSthoreS ein weißes B angebracht war. Nach und nach kamen Deputationen mit den verschiedensten Kränzen, Emblemen und Fahnen herbei, alle Fahnen mit Auf schriften revolutionärer Sozialisten der verschiedensten Gesellschaften. Vereine und Städte. Den schönsten Kranz (Rosen und Immortellen) schickte daö "Comite central revolutioniere d'aide aux amnisties," Auch Arbeiterfrauen brachten Kränze dar. Ein kleines Mädchen deponirte einenKranz ir Namen der sozialistischen Jugend. Der einfache Holz-Sarg wurde auf den Trauerwagen gehoben und mit den Krän zen überdeckt. Dann entblößte Alles daö Haupt. AuS dem langen Zuge ragten die blutrotben ffahnen der revolutionären Korporationen, die florumhüllten rothen Kranze und revolutionären Embleme hervor. Selbstverständlich sah man keinen Priester und kein Kreuz und hörte keine Musik, keine Glockengeläute und keinerlei Gebete. In raschen Schristen marschirte der Zug durch das Spalier der von allen Seiten herbeigestürzten Menge an der Julisäule vorbei und über den Bastilleplatz dem Pere Lachaise zu. Den ganzen Weg entlang kam keine Störung vor; es wurde nur "Vive la Republipue !" und stellenweise "Vive Rochefort I" gerufen. Die Rue La Roquette vor dem Friedhofe wimmelte von Leuten, und ehe der Leichen zug am Thore des Friedhofs eintraf,, war der Pere Lachaise, der sich in Absäßen er hebt, dicht besetzt. Die Polizei hielt aber den Weg osfen. Nachdem der lange Zug das Thor des Fliedhofes passirt hatte, dürften hunderttausend Personen daselbst versammelt gewesen sein. Die Grabstätte Blanqui's liegt dem Kolossalbilde Easimir Perier's gegenüber, welches sich inmitten einer kreisrunden Einsenkun'g erhebt; quer gegenüber der Grabstätte Blanqui's ist jene Raspail's. Diesen Kreis wollte die, übrigens wohl an 1200 Köpfe starke Polj. zei für die Zeremonie frei halten. Es ge lang auch anfangs, kaum war aber der Sarg in's Grab gesenkt. worden, so erhob sich ringsum der mächtige Ruf: "Vivo BlanquilM und Hoch die Republik!" und die Menge drängte vorwärts; auf die schrillen Signalpsiffe der anwesendenPo'izisten stürzten von allen Seiten Abtheilun gen von Polizisten herbei, stemmten sich gegen die Menge, aber vergeblich. Sie durchbrach den Cordon, defilirt: an dem Grabe Blanqus vorbei, und umgab es dann in dichten Massen. Rochefort, mit Hochrufen begrüßt, weinte am Grabe, sprach aber nicht und entfernte sich bald aus dem Gedränge. Alsdann sprach Blanqus's Verwandter, Martinet. Es wurden dann noch weitere revolutionäre Reden gehalten und Blanqui als Opfer oer Bourgeoisie, als bestverleumdeter Mensch gefeiert. Martinet forderte zum Schwüre auf, Llanqui'sVermächtniß fort zusetzen; die Umstehenden riefen: Wir schwören ! Auch Louise Michel, mehrmals stürmisch verlangt, sprach: Je tiefer der Mensch eingescharrt ist, desto höher waltet die Idee; aus dem Grunde dieses Grabes flackert sie empor und wird an dem Ge burtstage der allgemeinen Revolution die Welt in Brand stecken .... Schwören wir hier auf dem Pere Lachaise, wo so viele Opfer für die Kommune gefallen sind, schwören wir bei den Schatten Raoul Ri gaultS und Jerres, Frankreich aus den Banden des Opportunismus zu befreien !" Nachdem an hundert Kränze und ein rothes Tuch auf die Gruft niedergelegt worden waren, war die Leichenfeier zu Ende. Sehr bemerkenswerth ist eS, daß, wie der diensthabende Kommissär versich erte, keine einzige Verhaftung vorgekom men ist, so viel Ordnung unter Revo lutionären. Rochefort und Louise Michel wurden am Friedhofe beim AuSgange er neute Ovationen gebracht. Am folgenden Tage sagte mit Bezug auf den würdevollen Verlaus des BegrabnisseS der radikale .Rappel": .Gestern
trug man mitten durch PanS rotheKränze, rothe Fahnen und rothe Banner. Die
Stadtsereganten rührten sich nicht und man hatte nicht den geringsten Tumult zu beklagen. Alles ging vielmehr In der größten Ruhe vorüber. ES beweist dies auf'S Neue, daß, wenn nur die Polizei mit verschränkten Armen zusteht, die Ord nung niemals gestört wird. Noch nie sind so viele angeblich ausrührerische Embleme öffentlich ausgestellt worden; noch nie ist die Bevölkerung ruhiger gewesen. Die UnthStigkeit der Pilizei hat alle Ejctsse verhindert." Selbstverständlich ist die opportunistische Presse über die Stärke dieses revolutionä ren Aufgebots nicht wenig erschreckt; man liest die bleiche Furcht auS ihren Zeilen heraus. Möge diese Furcht immer be gründeter werden! DaS schwedische Marine-Arsenal Stockholm ist dieser Tage äbgebrannt. in Die Nadel der Kleopatra ist endlich an ihrem Platze und die New Porker haben damit eine große Aufregung hinter sich. Eugene Joseph Verboekhoven.der als Thiermaler einen großen Ruf erlangt hat, ist dieser Tage in Brüffel im 82. LebenS jähre gestorben. In Agram hat man dieser Tage aber mals ein Erdbeben verspürt, und zwar soll dabei mehr Schaden angerichtet worden sein, als beim ersten Erdbeben. Das Kabel meldete dieser Tage den Tod der Gräfin von Hatzfeld, welche be kenntlich in der berühmten Lassalle'schen Affaire eine wichtige Rolle spielte. Die Weber in Newport haben auch von den angekommenen guten Zeiten noch nichts erfahren. JhreNeujahrsbescheerung war eine Reduktion der Löhne. Der Winter scheint in diesem Jahre allenthalben ein sirenges Regiment zu führen. Auch New Orleans hatte fett 1852 keine so starkeSchneedecke mehr als gegen wärtig. W In Paris erfährt die Leichenverbren nungSfrage jetzt eine regere Besprechung denn je, weil sich dort eine solche Versü gung über dieLeichen nachgerade als noth' wendig erweist. Der Prinz von Wales soll bis über die Ohren in Schulden stecken und das Parlament soll dieselben bezahlen. Es dürfte sich jedoch für diese große Ehre schönstens bedanken. Exkaiserin Eugenie schreibt gegen wärtig eine Biographie ihres Gatten uud ihres Sohnes. Wenn man hier aus Wahrheitsliebe rechnen dürfte, könnte man wohl mit Recht erstaunliche Enthüllungen erwarten. Die Berliner Universität zählt in diesem Jahre 4000 Studirende. Von diesen haben 1200 die bekannte Anti-Semiten Petition unterzeichnet, man kann also daraus ersehen, von welchem Geiste die Blüthe der deutschen Nation" beseelt ist. In Paris hat man angefangen, die Schulknaben, welche daö 11. Lebensjahr zurückgelegt haben, militärisch einzuexer clren. man verwenoet oazu m .leoer Woche einen Nachmittag. DielJdee der allgemeinen Volksbewaffnung wird da durch theilweise ausgedrückt. Eine Bill, welche in der Legislatur von Missouri eingebracht wurde, verlangt daS Auspeitschen für alle nicht zu schweren Verbrechen. O daß man jede Legislatur, die eine solche Roheit 'zum Gesetz macht, gehörig auspeitschte ! Mit der Einfuhr vo? Kanarienvögeln auS dem Harzgebirge wird ein ganz bedeu tendeö Geschäft gemacht. ES konmmen von Port nach den Ver. Staaten 80.000 Stück jährlich. f Sie werden im Durch schnitt für 60 Cts. per Stück gekauft und hier kosten sie im Kleinhandel 2-3 Dol lars. Ganz wie bei uns. Auch in Albany ist die Legislatur schon drei Wochen lang in Sitzung und hat noch kein einziges Ge setz gemacht. Sie hat aber triftige Ent schuldigungsgründe, denn die erste Woche ging darauf einen Sprecher der Affembly zu wählen, in der zweiten Woche wurde mit vieler Mühe ein Congreßsenator er wählt und die dritte Woche wurde mit dem Empfang von General Grant verbummelt. Das ist wahrhaftig theureMusik wozu das tyi , e. ' von lanzen muß.
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(SCHMIDT'S SQTJ-ctLXtE,) INDIANAPOLIS, IND. eJX berühmteste und besteingerichtetste Brauerei im Staate. Mein Lagerbier W und "InYigorating Malt-Extract Bottle Leer" ist vor allem anderen aU
siorzugllch anerkannt. Aufträge zum Verschiffen von Lagerbier aus allen Eisenbahn.
kirnen weroen prompt ersuui. Gouverneur Lang von Massachusetts hegt äußerst humane Ansichten in seinem Busen. Weil er nicht glaubt,daß dieTodeS strafe sobald abgeschafft werden wird, will er wenigstens an Stelle deS Hängens Ver giftung durch Opium gesetzt wissen. Der Mann läßt mit sich handeln, hat aber da mit unsern Beifall verscherzt. Die holländischen Sozialisten haben zu dem diesjährigen Weltkongreß noch folgenden Punkt zur Traktandenliste ange meldet: .Welche Gesetze wären zu schaffen und welche sofort zu beseitigen, aus politischem und ökonomischen Gebiet, um dem Sozialismus zumSiege zu verhelfen. wenn die Sozialisten auf irgend einem Wege zur Macht gelangten?" Die in Baltimore erscheinende Zei tung American wurde von den Eigenthü merinnen eines Hauses auf $10,000 Scha denersatz verklagt, weil sie behauptete, Gei ster gingen in dem Hause um. Vielleicht versucht es dieses geistreiche Paper, den Beweis seiner Behauptung anzutreten, wodurch die Verhandlung sehr interessant werden dürfte. Die Anzahl der Personen, welche in oder außerhalb Armenhäusern Staatsunterstützung genießen, betrug voriges Jahr im Staate New Bork 133,649. Das ist im Verhältniß zur Bevölkerung ziemlich viel, mehr als in der Stadt London, wo es deren bloß 97,000 gab. Aber dessen unge achtet behauptet man doch mit unerschüt terlicher Kühnheit, daß von Armuth in unserm Lande keine Rede sein hnn. Der SuezCanal hat im vergangenen Jahre 42,601,000 Francs eingetragen und blos 4,615,000 Jrancs(sage 10 Prozent der Roheinnahme) zu unterhalten .'gekostet. Bei vernünftigen Einrichtungen müßten demzufolge die Passagpreise und Kanalfrachten bedeutend herabgesetzt werden, aber dann könnten freilich die klugenSpeculanten keine so großen Profite ein stecken. Auch aus den Bankrottberichten der DunschenHandelsagentur ergibt sich, daß weder in diePacificstaaten, noch in dieDominion von Canada der .Boom" vorge drungen ist. In NeuEngland kommt je ein Bankrott auf 118 Handelsfirmen, in denMittelstaaten auf 191, in denSüdstaa ten auf 131, in den westlichen auf 235, in d n Pasisicstaaten aber je einer aus 72 und in Canada auf 63. Das 23. BundeSturnsest des Nord amerikanischem Turnerbundes findet be kanntlich in diesem Jahre vom 4. bis 7. Juni ln St. Louiö statt und die Comites, welche mit den Vorbereitungen zu dem Feste betraut wurden, haben bereits eine rege Thätigkeit entwickelt. Auch an die Turnerschaft in Deutschland ist die Ein ladung ergangen dem Feste beizuwohnen; doch wird davon in Anbetracht der großen Entfernung wohl kein sehr ausgiebiger Gebrauch gemacht werden. AuS einem englischen Baubuche geht hervor, daß zwischen 1873 und Mai 1880 mehr alS 2.000 britische Handelsschiffe iintergingen oder vermißt sind. Das soll ein Beweis sein, daß trotz aller menschli cher Naturbeherrschung die See noch im mer ihre Gefahren hat. Wir wissen aber aus den Parlamentsreden Plimsoll's, daß wohl eine Hälfte davon Sargschiffe, hochversichert und absichtlich oder fahrläs sig versenkt, oder aber englische Küsten sahrer meist Kohlenschooaer gewesen sein müssen, deren Bedienung einer ganz un genügenden Manschast zugemuthet wird. Wann wird aus den Gebeinen dieser Ge mordeten ein Racher entstehen ?
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tmtu C. F. Schmidt. EL heißt, dab der jüdische Bankier Bleichröder nach Rom gereist sei um sich dort taufen zu lassen. Zweifellos eineFolge der Antifemitendewegung und ein klarer Beweis wie erfolgreich die VolkSverdum mung betrieben wud. Natürlich wird sich der neugeborene Herr Bleichröder jetzt der AntiSemitenBewegung anschließen um eifrig gegen seine früheren Glaubensge nossen Front zu machen. Der Retailer- Organ der Bier, braver, meldet, daß 1880 die Summe von 13.374.000 Barrels Bier versteuert worden ist. Dafür erhielten die Brauer in :an der Summe $100,000,000, die Bierwirthe aber $375,000,000, oder etwa $7.50 aus jede Seele ein Viertel mehr als daö Ver. Staaten Government einnimmt. ES aibt das 600 Gläser im Jahre auf jede Mannsperson über 21 ahre, und wenn wir rechnen, daß eine Hälfte davon gar kein Bier trinken, sogar 1200 Gläser. Man kann aber annehmen, daß ein großer Theil davon von sogenannten Temperenz lern consumirt wird. Im Gefängniß zu Bristol, Tenn., wurde ein des Mordes Angeklagter, der sich weigerte ein Geständniß abzulegen, thatsächlich gefoltert. Die wunden Füße sind ein Zeichen der Folterqualen, denen er unterworfen wurde : Er wurde im Ge sängniß z. B. an einem dünnen Stricke aufgehängt. Der Strick riß und man ließ den Gefolterten zu Boden fallen. Nachdem er sein Bewußtsein wieder erlangt hatte, erklärte er ein Geständniß seiner Schuld ablegen zu wollen. Das klingt ja ganz mittelalterlich aber es ist doch wahr, und wir schreiben Eintausend acht hundert und ein und achzig. t& Eheerlaubnißschei n c erlangten: Aquilla Q. Jones und Anna Lornsa Raschig ; FranciS F. Carvin und Fannie B. Cornelius; Wm. A. Murphy und Eli sabeth E. Mery; Jchn Wimmer und Julia A. Hughes ; John Bayliß Pflum und Mary Anna Sauter; ElbridgeGerry und Jessie Sharpe; Colier Harrison und Esfie Anna Caston ; John S. Jjams und Adelina Sloniger; John H. Hopping und Ella C. Duvall; Wm. G. Young und Bertha Cooper; E'i H. Bowers und Rola Bella Baker ; John L.Lee undSue Foley ; Samuel T. Johnson undMattieJ.Joneö; Wm. S. Duval und Mathilda Holler; John Ford und Mary Tracey. Niedrist, der angeklagt ist, in der Schweiz verschiedene Mordthaten began gen zu haben, befindet sich zwar noch im li'stgen Countyzefängniß, wird aber ohr.e Zweifel gar bald dazu verurtheilt sein, seine schöne Heimath wieder begrüßen zu müssen. Das Beweismaterial, welches gegen ihn vorliegt, ist so schwerwiegend, daß seineAusliefernng nur noch eine Frage der Zeit sein wird. Seine Frau, die mit ihren Kindern in Crown Point lebt befin det sich indeß einem viel beklagenSmerthen Zustand, denn sie lebt in den dürftigsten Berbältuissen und bat keine ÄuSNckt in nächster Zeit eine Befreiung aus ihre schlimmen Lage erwarten zu dürfen. J- Robert Mosley wurde am Dienstag im (Kriminalgericht von der Anklage deS . GroßdiebstahlS freigesprochen. j lEtngestndt.; I n d i a n a p o l i S, 23. Jan. 1881. An die Redaktion der Indiana Tribüne." Die .Tribüne" vom 22. Jan. enthält ein Eingesandt, unterzeichnet von S. in welchem gewisse Angaben gemacht werden, die nicht allein an und für sich falsch, fon dern auch dazu angethan sind, Herrn Brown in ein falsches Licht zu stellen, als Hütte er ohne Berechtigung und Auftrag seitens derSektion, gehandelt. Wir erach ten eS deßhalb für unsere Pflicht zu erklär ren, daß in zwei Versammlungen, respek tive am 2. und 16. Jan. beschlossen wurde, die betreffende Vorlage zu veröffentliche und daß Genosse Biown damit beauftragt wurde. Wir erfuchen Sie dieser Erklär rung im Interesse der Wahrheit und Ge rechtigkeit in den Spalten der .Tribüne" einen Platz gefälligst einzuräumen. Für die Indianapolis Sektion S. A. P. Conrad Bender, Vorsitzender. Gerhard Lizius, Sec.
