Indiana Tribüne, Volume 3, Number 24, Indianapolis, Marion County, 22 January 1881 — Page 2

Indianer Tribüne.

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iyup . Ns. 5 Odi FrllrwZ Hall, eine Trepp? hoch. Gxnxtb: Eigenthums-, FeuerJ 1 I - -'ij, r'jf VerflcverttttgS uttd Schiff-fabrlö-AgenturT'Nota-" riatö- mib GcldGeschäft. , Durch miÄ vertr tene Feuer.Versicherunffs. ' CVffHfA.ifrf n rtffcSren IN si(fi,rftn jP.inh, i q - , , , . Sckigö.Passaqe. P -.kete-! und Ata&!-8e ör. mmss nach und von Zuropä P ompt und billig. Ci.TS0f trt "Wtirlnntn hrtn isiti- Hl .sliAA ilVii lll CVIU 'V. 5 .9 L f UV'nt d mehr beschaffe ,ch -legen flute hypoth karische Sichkrbnt zu gkwöhnttbkn Ratcn. Fö? An. üi$ Verka ls bo:i Grund. Eigenthum, Volles! inrn von MiethünS halte ich mich besten pfohlen. sowie für da? Einziehen von Geldern ni Erbschaften in Deutsnland, dai Zlu'öscrtien 9 Vollmachten und gesetzlichen Dokumenten . 8--"8. S.Hatcs, . z.,I,Pakk Rom (.Times'. Bullding). 4 f V . ' , ' - ' NewZZork. . . i.-v. Anzeigen Agntnr CSG1LT EDGEN 1 v t i i-f l Ulü m ein nurrinniett iviiiiiri r .5 k r a e.?Ialaria Wieder, laues Hiever unv vervorvenen Vp n. Ledkrkrankeitek,, Unverdaklichkeit und Sinken Mitkt. CJ hat nit tinti Glichen und sann fcn$ Siicht ersetzt erden. . tf sollte n,ckt mit dilli. gra Mischungen von Sxir tuofen, ätherischen Oelen ..&., welche ost unter dem amen Bitter! erkauft ertzk, verwechselt werden. Zu verkaufen bei allen vpothekern, Grocern nn) Weinha-dlern. KendaW Spath.Cure. Daö erfolflreichste Mittel, daö jeent. deckt würbe. Et ist sicher in seiner Wirkung und erzeugt keine Kruste. Lie folgende Beweise : '-t ; i ' Won Col. L. T. Foster. Zloungstowm, OyiS, 10. iwat 180. D . I. Kendall Co. Meine Herren: Ich y!te ein sehr fähige hambletonisches Füllen, welches ich sehr hoch schätzte, eZ h -tte einen großen Exath an fern einem Gliede und einen kleineren an de andern, elche eS sehr lahm machte, ich hatte eS unter der , &ntwr$ von zwei alten Chirurgen denen die Hei luna fehlschlug. Eine Tages las -et) die lnnoneeon Jeenfcair Exatb-Heilmittel in der Chicago Ciprefe; ich iefchloß eS sozl'ich zu versuchen und veranlagte die hiesigen Arotdeker mir daffette ,u verschaffen. S't gaben Order sür 3 Flaschen, ich nahm sie alle und pe. dachte e gründlich zu versuche, ich gebrauchte eS der Snweisuna gen-Ltz und am 4. Tage hörte daZ Fällen nf lahm zu sein und die Klumxen waren änzlich ver schmunden. Ich brauchte nur eine Flasche und dS Füllen'S Sliede? sind frei von Klumpen und so weich ie-die irgend eine? Pferdes im gewöhnlichen Zu fiante. ES ist vollständig geieilt. Die Heilung war sornelkwürdia. daß ich, zweien meiner Nachbarn d,e Übrigen 2 Flaschen ''beiließ. welche sie jetz: gebrauchen. ' Hochachtun-SvoU . . L.T. Foster. KcndaW Spath -Cure für menschliche Gebrechen. ' - . - - .- Patten ß Mill, Washihington Co., N. F.. - 21. Februar 1873. . I. Kendall, U. V -Seehrter Herr! Ich litt sehr an einer überaus' schlimmen Verrenkung am Fuß knVchel.und zwar schon sechzehn Monate, als ich mit dem Gebraus von Aendall'i Sxath'Cure ansing. Ich hatte zuvor alles Mögliche versucht, aber umsonst. Ihre ExatZ.Cure , brachte mich zuerst wieder auf die Beirit und meinen terrenkten nöchel zu. ersten Mal seit metner Bkrletzung wieder in die rechte Lage. AIS ein Hausmittel übertrifft eS an Werth alles Bisherige. Ihr ergebenster Freund, Rev.W. P. Bell, Prediger der Ful on Str. Kirche. 5Zcnd all's Spath-Cure. Man sende Adresse'sür ein illustirteß Cireular, xo-l ßfti nach unserer Meinung dessen WeNh über alle Sweikei darstellt.' Kein Mittel, für Thier sowohl all Mensch, hat sich unseres Wisse je solche entschiede e Erfolge erfreut. ' ' Preis N xer Flasche, k Flaschen?!, lie Apotheker führen eS aler lassen e für Dich komme. Die Eigen thumer schicken eS bei Einsendung de Preise an jede dreffe. Dr. B. J.Kendall Co., Snobu?g) Fall, Vermont. - . 8n verkaufe in aVen Apotheken.

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.P e,r m'i slötes.. ' ' ' v - V Inland. Washington, den 13. Jan. Die Abschrift der Acten in-Sachen deS -farbigen Cadetten Whittacker ist ietzt fertig ge. stellt, und weitereAbschriften derselben sind dem JudgeAdoocatedeS.ruL0d. .M. in New Pork zusammentretenden ttriegS gerichts sowie an Whittacker's Freunds den ProfssorGreener und an seinen RechtSbei' stand abgeschickt. worden. . Ephrata,'Pa.18.-Jan.' Vonruch, loser Hand wurde gestern Abend aus der Farm deS Mr. Colemann eine große Scheune in Brand gesetzt und vollständig zerstört. Verlust 515,000; keine .Versich. erung. - '

Baltimore. Md.. den 18. Jan. Heute Morgen wnrde die American Ma nufacturing Co. in South Baltimore glöktentheils durch Feuer verheert. Der Verlust der Eigenthümer beläuft'sich, auf 55.000 bis 53,000, ist durch Versicherung gedeckt. . .' , . , - f ' ; :" - Für Arbeitsuchende ist folgendes der ,11. StaatZzeitung" entnommene Jnfe rat zur Beachtung zu empfehlen: Gesucht: Alleinstehender Musikers um zwei JungenS in Geige u. Klavier zu unterricht tcn, mui flub milchen können und sich fönst im Hause behülflich machen, für einen rechtlichen ältern Mann' sichere Zukunft. Meldungen mit Zeugnißen No.42 Sprüce Str.2. Flur. ' . . ; :r;r Wer hat Last? ' . ' .. , ' ' ' !' Eine Monster Petition. Eine große Anzahl' von pbilanthropischen' Damen Phlladephias' haben sich nach Washington begeben, üm die Eröffnung' eines Theiles des JndianerterritöriumS für die Ansiedlung zu bekämpfen. Sie haben eine mit über 100.000 Namen unterzeichnete ' Petition, welche sie dem Congresse vorzulegen beabsichtigen. Die Delegation wird den Präsidenten aussuchen und. wenn nöthig vst? Comites oeS Congresies" erscheinen. Es ' wird in der Petition auss Neue betont, daß daS Jndianerterritorium von der Nation den Indianern zur Benutzung überlasten sei, und dasselbe deshalb diesem Volke bewahrt werden müsse. Sie sind der sestenUeberzeugung, dafe während der jetzigen Session kein Gesetz durchgebracht werden wird, daS damit nicht in Einklang steht. Und wenn dies doch gesche hen sollte, so rechnen sie darauf, daß der Präsident sein Veto einlegen wird. ; G. Der ewig geschäftige amerikanische Reporter ist jetzt auch darauf bedacht, den gegenwärtig alS Gast und Vorleser in den Ver. Staaten weilenden berühmten norwegischen Schriftsteller Björnson zu- ver heirathen. Björnson's Künstige soll die junge und reizende .Witwe deS großen norwegischen Geigers Ole Bull sein. Frau Bull ist eine Amerikanerin von Madison in Wisconsin und wurde nach dem Tode ihreS Gatten von. dessen . Freund Björnson nach Amerika begleitet. . Die Hochzeit soll so will eS der Reporter stattfinden, sobald das-Trauerjahr der Wmweum ist. : : Jay GouldsEisendahnen würden, in einer sortlaufenden Linie gedacht, die halbe Erdkugel umspannen. Sie würden sich von New'Vork über Amerika und übe? den Stillen, Ocean nach Shänghei in China erstrecken u. von da bis nachAfghanistan in daß Herz Asien eindringen. ! Nimmt man jedes Seiten. und doppelte Geleise mit in Anschlag, so würde eine Linie herauSkom men-die fast bis andaS Mittelländische Meer reichen würde. In die Gould'sche Consolidation sind folgende Bahnen ein geschloffen : . ' Da Wabash Ehsteru östlich nd vestlich ' deö Mississippi, mit seinen Zweigbahnen 2187 Missouri Pacific nebst Zweigbahnen .... . 712 Central Zweigbahn der Uion Pacific. . . . m Missouri, Kansak une TeraS Zweigbahnen 825 Kaxsai Pacisic und Zweigbahnen .'. . . . . 1011 Union Pacific uud Zweigbahnen ... . .... 2115 Sender und South Park ... . '. . 201 Irin Mountain und Zweigbahnen . . ' 6S5 International und Oxeat Northern.. .. .'. . e64 Tezas und Pacific, soweit gebaut , . . 887 . Vesammt-Meilenzahl . ........ 9249 Dazu kommen . noch 335' Meilen der Bahnen,' die in Jndiana,..JllinoiS und Iowa im Bau. begriffen, sind und -sich, wenn vollendet, mit dem, WabashSystem vereinigen werden, sowie beinahe 2000 Meilen, die in TexaS und Mexiko projek tirt und unter Kontrakt sind. Und überdies hegt Gould noch den Plan, den Mif

sisippi von St. Louis nach New Orleans aus eine Wasserstraße zum direkten Export deS GeteideS aus dem Westen und Nord. Westen zu gebrauchen. In Folge dieses ZttaneShaben . die .MiI our! l acificdie Wabash undJron Mountain Eisenbah. nen beinahe einen Werth vonineralben Million Dollar? in den Aktien einelBarkeLmstGeIellschast ämoberen -u)ctssislppl

erworben. - ,;UU)iU I , 4 Die Folter in. AmerikaJmStadt. gesängniß zu Richmond ;,zn Virginien herrschten bis jetzt, wie eine amtliche Untersuchung' ergab, gräßliche Zustände, an denen besonders der Gefangnißbeamte N. M. Lee Schuld trug. - Selbst bei . dem furchtbar kalten Wetter in letzterZeit fehlte es an Heizung in dem Gefängniß., und an Decken. Lee ließ dieser Tage einen weißen Gefangenen an den Daumen -aushängen, und beließ ihn in dieser qualvollen Stellung, bis die.'Stricke. sich in .sein. Flelsch eingruben. Sein jämmerliches Geschrei erregte dieHusmerNamkeit . eines sarbigen Gefangenen. Der.Neger konnte die Qua. len des Weißen nicht länger mit ansehen. ging'.deZh'alb zu Lee und. bat jhn, denscl ben . loszulassen. Aber derWütherich.wies diese' Fürbitte mit rauhen Worlen zurück ; der Neger ging .wieder zu demHepeinig. ten und zerschnitt die Stricke. desielben auf feine eigene Verantwort ließ Lee ; dem N e g er H a nd s ch e lle n . anlegen und .ihnbis auf, .die Hüften .entkleidet .in daS dunkle, kalte Loch -werfen, in Welchem er eine ganze Nacht aushalten Mußie...Der Unmensch ist' jetzt seiner Stell 'enthöben. . . , ,', i . " ini . . T l i , . . i Eine beträchtliche ' Anzahl MZdchen und Fraüen'erschien kürzlich als jAägeriN nen in Clvilprözesten' ln ''einem' Niw tyqr ker Civilgerichte, nämlich 26 frühere"Arbel terinen dei'Firma Gillette & Co., welche während der letztenWahlcampagne - die Fabrikation von Campagneartikeln betrieb, aber im letzten Oktober plötzlich zusämen'. brach, als ihr ' Waarenvorrath von" an deren Firmen mit Beschlag belegt wurde. Die Arbeiterinen haben seines Bezahlung erhalten und haben Lohn sür eine bi5-drei Wochen zu fordern. Die einzelnen For derungm sind nur gering, zwischen 57.07 und 514.50, und betragen zusammen 5299 nebst 5195 Gerichtskosten, was den 'von Gillette & Co. schuldigen Betrag aus $494 bringt. WaS bei diesem Prozesie aber von allgemeinem Interesse ist. ist der Umstand, daß die Klagen auf einem ziemlich wenig bekannten, ausschließlich für die Stadt New Pork geltenden Gesetze beruhen, wel' cheS ausdrücklich bestimmt, daß ein Arbeit geber, welcher einem Angestellten veibli' chen Geschlechts den schuldigen Lohn nicht bezahlt, verhaftet werden kann. Die N. P. Court of Common PleaS entschied vor einiger Zeit, dak daS Gesetz sich lediglich auf weibliche Angestellte ' beziehe, welche nur in Geld abgelöhnt werden, auf Dienst. mädchen und . Andere, welche außer dem Lohn noch Kost und Wohnung erhalten, -sei es nicht anwendbar. Das Gesetz setzt die Frist sür die Haft auf15 T"ge fest und erklärt, daß sämmtliche Gerichtskosten von dem Beklagten getragen' werden müssen. Die beklagte Firma war nicht vertreten ünd16dei durch das Vorenthalten ihrer Löhne in mißliche Lage gerathenen Arbei terinnen erwirkten Urtheile sür den vollen Betrag ihrer Forderungen. Bei Abgabe der Urtheile erklärte der Richter, daß in jedem dieser Fälle eine 15tägige Hast zu sammen also von 240 Tagen, über die Mitgliede? der Firma Gillette & Co. verhängt werde. ' . . . ' - Eine wunderbare , Uhr. Herr Felix Meyer aüö Detroit, Mich., hat nach zehn jähriger geduldiger Arbeit eine Uhr her gestellt, die wohl zu den Wundern gezählt werden kann. Sie ist 13 Fuß breit, öguß tief und wiegt 4000 Pfund. Der Schrank besteht aus schwarzem Nußholz und ist elegant geschnitzt. , Washington sitzt unter einem Marmordom und ein farbigerDie ner an jeder Seite bewacht , die-Thüren. An jede der vier Eckm des Zifferblattes ist eine Figur, welche die vier Lebensalter des Menschen emblematisch darstellen : zwei davon sind weibliche, die eine hält einen Säugling, die andere hat ein größeres Kind an der Hand ; die dritte ist ein Mann im mittlerem Alter, die vierte ein Greis mit grauem Haupt und Bart. Diese Fi guren haben Glocken deren Ton das von ihnen dargestellte Alter andeutet'.. Der Säugling kündigt mit seiner sanft klingen den Glocke den Verlauf der ersten Viertel stunde an ; die größereGlocke deSJunglings ertönt nach dem Ablauf der halbem Stunde ihn. folgt der starke, kräftige Ton des Mannes bei Dreiviertel, während der weh

wüthige Klang der Glocke des Greises die Stunde ablchtteßt.' Der Tod, durch ein ausgeschnitztes 'Skelett dargestellt, schlägt die Stunde, wobei gleichzeitig an den vier ,Ecken.ein5lLge1terEngelu!cheint,.alS Symbol der so schnell verfliegenden Zeit. Pann.folgt liedliche Musik,-bei der Was. hington sich vom Sessel erhebt und die

VMr,nüliArtAltHtt.sCt1Xti. K.:4 V!. iiuvijuiityityiiti9-t&itiutuillj VUlllliyi UIC ThAr zur rechten'wsrd vom Diener geöff. und alle Ex5PrSttd'enten, jeder im Costüm seiner Zeit, gefolgt von Präsident HayeS, defiliren am Vater'deS Landes" vorüber; jeder einzelne dreht sich ihm züsalütirt mit der Hand und schreitet dann' üh'er die Platform der anderen Thür zu,' die, vom andernDiener geschlostenÄirdV 'Washlng. ton läßt sich' wieder auf' selnen.Sestel nie der ünd'außer dem Ticken der wunderda. ren Uhr, ist Alles still .!,. ' ;t : Vermischtes . 1 i :--;;iiL i .'.i- '') 5'U . Ausland. . -rt ' .;' ' - 2;o;n o!n,''..18.'. Ään?' 'Aus.'. Berlin wjrd 'teiegraphisch. ' gemeld'ei : ' Dje Peli ion'gegen die' Gleichberechtigung der Ju den mit and'ertt Äurgii'n''deS Deutschen Reichs WeumMitteHärz dem'Für. sten Bismarck übcrrVicirit1 toerben wird, hat bereits 40,M .Jl ' ' ' --m " , Ul-r- .2) ob liii;.'18:'3on. Samuel Wal. ker ewer: der.Vertheidiger im Prozeß e gen Pärnell' und Genosien hielt'' heute kine'kräftigei.Rede.'2! .Er: verlas Auszüge aus Meden,' wlche'Gladstone. Law und Bright im .Parlament zu Gunsten derEnt. schädigungsbill gehalten haben, und sagte, die Angeklagten hätten Nichts gesagt, was das gegenwättige.Grundeigenthümssystem mehr schädigen . könnte, als jene Reden. '--7 Manch e st e r, 18. Jan. ' Zu Sal. ford' wurde, wse. man annimmt, von Ge nossen der Fenler..Brüdersch'aft, der Ver such gemacht, den Waffensaal der dortigen Jnfante'riekaserne. in welcher die Gewehre der Freiwilligen untergebracht sind,, in die Lust zu sprengen. .Ein. in der Nähe, be sindlicher Fleischerladen wurde vollständig zertrümmert. Zwei Personen erlitten schwere Verletzungen. Es ist eine Unter suchung eingeleitet worden.' . , Die Explosion wurde, wie man glaubt, vermittelst Dynamits beerkstelligt, wel ches durch Jemnd, der mit dem Regiment geschäftlich, zu thun hatte, in die Kasernen geschmuggelt wurde. London, 13. Jan. In der Nähe von Wigand fand gestern in Folge des Kohlengräber - AusstandeS ein Auflauf statt. ' Die Polizei gnff die Menge an, wurde jedoch zurückgeschlagen. Mehrere Personen erhielten schwere Verletzungen. Aus Hamburg schreibt man : Vor etwa 3 Jahren entfloh die Tochter eines polnischen Grafen mit einem Schauspieler aus ihrer Heimath und begab sich hierher, um mit ihrem Geliebten nach Amerika auszuwandern. Nachdem sich , jedoch daS Pärchen einige Zeit hier aufgehalten hatte. verschwand, der Geliebte unter Mitnahme des ganzen nicht unbedeutenden VermögenS des damals etwa zwanzigjährigen Mädchens, sowie ihrer sämmtlichen Kost, barkeiten, : welche .ebenfalls einen hohen Merth'repräsentirten. .Die Arme versank dadurch in. tiefste Armuth, und da auch ihr Vater sich ganz von ihr abwandte, so stand sie völlig hülfloS da. Mit Hülfe ihres ungewöhnlichen musikalischen Talen. tes gelang, es ihr jeddch, anfangs so viel zu erwerben, daß sie sich zu.ernähren ver. mochte. Der Gram um den noch , immer geliebten, ungetreuen Mann nagte jedoch so sehr an ihrem Herzen, daß sie schwer erkrankte und lange Zeit hier im Krankenhause zubringen mußte. Als sie dasselbe wieder verkästen hatte, berieth sie leider in schlechte Gesellschaft und ergab sich dann dem Trunke. Um ihr Leben zu fristen, spielte das noch immer.hübsch zu nennende Mädchen in dem ehemaligen Elystum Theater auf St. Paul: Piuno, naiürlich ohne Anerkennung für ihr sich selbst auf dem jammervollen Klimperkasten nicht ver leugnendes Talent. ' Immerhin wurde sie respektvoll die Gräfin" genannt. Als sie nun aber eines TägeS betrunken im Straßenschmutz gesunden wurde, da war es auch um den letzten Rest vonReputation geschehen. Die Gräfin von Monficon, wie man .sie im Volksmunde nannte, ver siel hierauf der Prostitution, und als dann die letzten Spuren ihrer, 'ehemaligen Schönheit verschwunden waren, trieb sie sich in den Bettelherbergen umher. Nun ist die .Gräfin" in einer solchen Herberge gestorben, und wurde ihre Leiche im Kur hause untergebracht.

Arbeiter-Verhältniste in Deutschland. Die' folgende Notiz geht durch die norddeutscheZeitungen : Hagen. "30 November. Die Fabrik Herren Gebrüder. ElerS .Ueßen.imLahre 1864 als großer Arbeitermangel war, eine Izahl' Arbeiter' fliir Schlesien kommen, unter denen sich die Familie Kr'.sch be fand. ES ging den armen Leuten bis da hin nicht gut, das sah man auf den ersten Blick.. Sie.waren abgehärmt . und armse listin Kleidung und standen mitten im Winter barfuß an der Aolme und wuschen. Allmählig erholten" sie sich, verdienten selbst' einen guten Tagelohn und schickten auch all' ihre Kinder in die Fabrik, waS wohl nicht viel, aber doch etwas einbrachte. Nach und nach stimmte ihre Lebensweise aber nicht mehr mit dem Verdienste,, sie kleidete sich über -ihren Stand und legten sich auch eine Wohnung von-, 150 Mark (das ist 537.50 jährlich oder 53.10 monat' lich) zu, fürwahr ein LuxüS,' den sich doch ein Arbeiter nicht erlauben darf. (icU) Man schöpfte Verdacht, ob daS Alles mit rechten Dingen zugehe, imd siehe öa, man überzeugte . sich, daß, der' alte Mann daS Waarenlager, auf .welchem .er als Packer das 'Gnadenbrod (! !) ', genoß, Gestohlen hatte. Eine vom Polizei-Jnspektor an gestellte Haussuchung förderte sowohl ge stohlene Sachen als auch Briese zU'Tage. welche über den ' Verbleib früher 'entwen deter Gegenstände, Tücher. ' Nestel, Kat tune u. s. w Aufschtüß' gewährten.' Sie waren alle Nach 'Schlesien, dem früheren Wirkungsorle der Familie, gewandttt und hatten in einem Arbeiter und Händler da selbst einen Abnehmer gesunden.": ' : 7.

Verlag von Franz Goldhausen in Leipzig. I einem v.rlage'ift foben erschienen und durch alle Buchhandlungen, sowie gegen Einsendung deöBe, trage direkt zu beziehen: - Siefan bom Grillenhos. Roman in zwei Theilen V0N ' M. Kautöky. Prel broch. 5 Mk.. eleg. geb. 5k L.50. ' : tZ Mit ' diesem vortreffliche Rman,der bei seinem ersten Erscheinen geradezu Sensation errezte, wird in neveSUnternehmen: vkeue Welt.Noveven' begonnen,' daS sicherlich, in den roeiteften Sreisen mit Beifall aufgenommen erden wird. Die vorzüglichsten Romane und Novellen, welche in dem beliebten, nun, nehr im . Jahrgang erscheinenden FamilienZlatt.Die Neue Welt um Asdruck gekommen, werten in Hand lichem Format und geschmackvoller Ausstattung dem Publikum gebzten und sind so ak ein bei jeder Seleßenheit palende Geschenk aus Beste zu empfehlen. Wie Dfsizin der Indiana t vT - 11 NVUU t empfieytt sich zur ' Anfertigung von . . . : , , ' ! '. 1 l ' - : i ' . i -j Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, : ! .. Eintrittskarten. Mitgliederkarten, Broschüren, - Constituttonen, ? Mreßkarten, uud allen einschläglichen ArtlLeln unter Zusicherüng ele- ... . ;..: . ., . i qanter QASfübrung bei billigem Brei sei

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