Indiana Tribüne, Volume 3, Number 23, Indianapolis, Marion County, 15 January 1881 — Page 2

ReHgs No. 5 Odd Frllcws Hall, e!ne Treppe hoch. Grund - Eigentbums-, Feuer-Verflcbernngs-und Schiff-faZirts-lgeutur, Nota-riats-uud GeldGesckiast. Durch mich dertr.-tene Fkukr-Versicherungö-Eesellschaftkn qrfcoren zu den sichersten deeLandks. Sckiffs.Passaqe, P-.ckcte- und racht.Pe ör . derung nach und ton Zuropa p ompt und billig. Gelder in Vetrag'n con $50 Hi zu $5000 und mehr beschaffe ich egen gute hypothekarische Eicherbit zu gewöhnlichen Raten. Für An- uad Verkauf too;i Grund.(?Zg?nthttm, Csllekti.'ncn bcrn Mlcth;ins halte ich mich bestens empfohlen, soaie für da? Erziehen tun Eeld.rn und Erbschaften in Deutsiand, das Ausfertigen toon Vollmachten und gesetzlichen Dokumenten. I. H. Vatcs, .41 Park Rom (Times" Building). New York. Anzeigen Agentur. CS-GILT.EDGFJIn ist eht wirksames Mittel Jegen Malaria Fiebei-, kaltes F'.eber und verdorbenen liagen, Leberkrankyeiten, Unverdaulichkeit und Sinken lerfli&fte. EZ hat nttx seines Gleichen und kann turch Nichts ersetzt werden. $i sollte nicht n-it billi, gen Mischungen von Srir tuosen, ätherischen Ceien . f. V3., welche oft unter dem ölamen Bitter verkauft erden, verwechselt werden. Zu Verkaufen bei allen Apothekern, Grocern und Weinhändlern. ZX-W .i ;! "-mmm m KENDALß1 ü' CTi N I V V DC ' jrrvx vvv Kendall's Spath-Cme. Das erfolflreichste Mittel, daS jeent. deckt wurde. ES ist sicher in feiner Wirkung und erzeugt keine Kruste. Lie folgende Beweise : fSoxx Col. L. T. Foster. YoungStowm, Obio, 10. Mai 1850. Xx. V. I. Kendall & Co. Meine Herren: IS hatte ein sehr fShigei hambletonischeS Lullen, welches ich sehr hoch schätzte, 8 h .tte einen großen Spath an dem einem Gliede und einen kleineren an de v andern, elch eS sedr lahm machte, ich hatte eS unter ttt tt Handlung von ,mei alten Ehirurgen deren die Hei luna fehlschlug. Eines TageS las ich die Annonce von tfendall's SxathHeilmittel in der Chicago Erpreß; ich iefchloh ti sozleich zu versuchen und veranlaßte die kiesigen Arotbeker mir dasselbe ,u verschaffen. Sie gaben Order ür 3 Flaschen, i nahm sie alle und zt dachte es gründlich ,u versuchen, ich gebrauchte S der nweisuna gen-äß und am 4. T,ge hörte das Füllen auf lahm zu sein und die Klumxen waren gänzlich rer. schmunden. Ich brauchte rux eine Faiche und des Rüllen's Glieder sind frei von li-mpen und so weich ie die irgend eines Pferdes im gewöhnllchen Zu stände. Es ist vollständig geheilt. Tie Heilung war so merkwürdig, daß ich zweien meiner Nachbarn du Üvliaen 2 Flaschen ' betließ, welch sie jetz: gebrauchen. Hschachtunc'svoU L. T. Foster. Kendall's Spaty - Cure für menschliche Gebrechen. PattenS Mill, Wash'hington Co., N. 71.. 21. Februar l8S. B.J. Kendall,Il. v.-Eeehrter Herr: Ich Ntt sehr an einer überaus schlimmen Verrenkung am Fu knöchel, und zwar schon sechzehn Monate, als ich mit & .fm . a k. i. , M T" a t. - &ur:u rem eorauD von enoau' s.aiy'urr unsing. hatte zuvor alles Mögliche versucht, aber umsonst. Ihre Svat.,?ure brachte mich zuerst wieder auf die Beine und meinen verrenkten Knöchel zum ersten Mal seit meiner Verletzuna wieder in dre rechte Lage. Als e:n Hausmittel übertrifft S an Werth alle Bisherige. Ihr ergebenster Freund, Nev. W. P. Bell, Prediger der Ful on Str. irche. Kendall's Spath'Cure. Man ferde Adresse für ein illustirtes Circular, w'l 'Ses nach unserer Meinung dessen Werth über alle meiset darstellt. Sein Mittel, für Thier sowohl al Mensch, bat sich unseres Wissens je solches entschiede nen Srfolzes erfreut. . . I Preis ZI xer Flasche. Flaschen ZS. Alle Apotheker Ihren es oicr lassen eS für Dich kommen. Die Eignen bümer schicken es bet Einsendung des Preise an zebe Sdresse. Dr. B. I. endall Sc Co., EnoSburgh Falls, Lennont. . ' Zu verkaufen in aVeu Apotheke.

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ermislütes. . Inland. Washington, 11. Jan. Im Hause wurde heute, ohne dak ein Quorum vothandei war, eine Bill passirt. welche einem Bürger von Macon, Ga., $1,100 für Feuerungsmaterial zuspricht, welches er vom 22. April bis zum 27. Juli 1865 Buadestruppen geliefert hat. Es wurde nicht einmal der Beweis vorgebracht, dab jener Bürger damals ein .Unionsniann war. Washington, 11. Jan. Der Census-Superintendent hat dem Sekretär des Innern zur Uebelmittelung an den Congreh ein Schriftstück zugeschickt, worin er um eine nachträgliche Bewilligung von $500,000 zur Vollendung der Ccnsusarbeiten und der Veröffentlichung der Er gebnisse derselben nachsucht. Sollte dieses Gesuch gewährt werden, würden sich die Kosten der Ccnsusaufnahme imGanzen auf $3,500,000 belaufen. Erie, Pa., den 11. Jan. Major Couse, Gerichtsclerk, ist gestern unter der Anklage verhastet worden, Gelder aus der Waisenkasse unterschlagen zu haben. Er hat viele Tausend Dollars aus derselben in Oelspekulationen verloren. Readin g, Pa., 11. Jan. Chas. Lebssler, ein lljahriger Knabe, dessen Eltern No. 27 Süd 11. Str. wohnen, verunglückte heute Morgen um 9 Uhr beim Schlittenfahren. Er gerieth unter die Hufe der Pferde einer Straßeneisenbahn,

und das eine Vorderrad des Wagens zer schmetterte ibm den Schädel. Sein Tod erfolgte augenblicklich. A l l e n t o w n, Pa., 11. Jan. Wie berichtet wird, ist die Leiche des der Volksjustiz als Opfer gefallenenMördersJoskph Snydcr aus dem Grabe gestohlen worden. Die Leichenräuber werden schwerlich ver folgt werden. Allen town, Pa., den 11. Jan. Philip McCafferty, Michael Boyle, Peter Gallagher und I. Harkins, vier weitere Opfer der furchtbaren Kessel. Exvlosion sind in letzter Nacht gestorben. Das sind im Ganzen 13 Todte ! Zwei andere Arbciter liegen im Sterben. M auch Chunk, Pa., 11. Jan. Auf der Leh'gh'Susquehanna Bahn, bei Stony Creek, fand heute Morgen zwischen einer Lokomotive und einem Frachtzuge ein Zusammenstoß statt. Fünf Personen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen tödtlich. Pas s aic, N.J., 11. Jan. Durch einen Dammbruch des Canals der Dun dee Waterpower & Land Co.," ist die Wollweberei der Rittenhause Manuf. Co." und Neid & Barry's Kattundruckerei so schwer beschädigt worden, daß die Ei genthümer einen Schaden von $20,000 erleiden. Hunderte von Arbeitern sind beschäftigungslos geworden. Ein sehr praktisches MaschinenBuggy, d. h. ein Fuhrwerk, welches statt von einem Zugthiere mittelst einer Ma schine fortbewegt wird, hat Herr Warring ton in Westchester, Pa., gebaut. . Da es zu gefährlich ist, Feuer und Dampf als Triebkraft zu benutzen, so hat er es mit einer Gasmaschine, ähnlich 'der Ottoschen versucht. Das Gas wird in einen Blase balg, der sich unter dem Sitz befindet, gefüllt und wird durch den Druck in den Cylinder der Maschine getrieben und diese bewegt die Räder. Es soll dieses die beste und praktischste derartige Erfindung sein. Eine Probefahrt damit bat großes Aufsehen und Bewunderung erregt. Es ist manchen Lesern erinnerlich, daß der Prozeßbold Dr. Harrison Wagner in Woodsborough in Frederick County in Maryland von verschiedenen Friedensrichtern Hunderte von Urtheilen zum Ge sammtbetrage von über $100,000 gegen zahlreiche Personen erzielte, weil sie nicht vor den Friedensrichtern erschienen und ihre Einwendungen gegen seine angebli chen Klagegründe geltend machten. In letzter Woche hat er nun, obschon ihmSei tens des County Gerichtes die Vollstreckung dieser Urtheile verboten war, den Sheriff mit Vollziehung von über 600 derselben im Gesammtbetrage von 60 70,000 Dollars beauftragt. DasCounty Gericht erhielt Kunde davon, ließ ihn ver haften und verurtheilte ihn wegen Gering schätzung richterlicher Autorität zu $20 Geldbuße nebst Kosten. Außerdem wurde er der Obhut des Sheriffs bis zur Auölie

ferung der Urtheile übergeben ; er lieferte sie bald darauf aus und wurde freige laffen. Ueber Drahtseilbahnen in San Francisco berichtet der dortige Demo krat" : Die Tage der Pserdebahnen in San Francisco sind gezählt. Das Draht seil durch Dampf bewegt, hat sich als ein so viel btsserer nnd bei unebenem Terrain so viel billigerer Motor bewährt, daß die Pferdebahnen, vielleicht mit Ausnahme weniger Zmeiglinien, bald verschwinden werden. Fünf Drahtseilbahnen sind be reits im Betriebe und noch im Laufe des nächsten Jahres werden denselben mindestens sünf neue Linien hinzugefügt werden. Der Bau von drei derselben : der Market Str., Valencia Str. und Hnght Str. ist bereits in Angriff genommen worden; das Hinderniß in Gestalt eines EinhaltsBe fehles, welches dem Weiterbau der Presi-dio-Drahtseilbahn in der Montgomery Ave. und Union, Str. im- Wege stand, ist vor einigen Tagen zu? großen Freude der Bewohner des nordwestlichen Stadttheileö beseitigt worden und auch diese Bahn wird nun vollendet werden, und den Bewohnern des zwischen der Geary und Market Str. liegenden Stadttheils ist von der Central Eisenbahn Co. eine Umwandlung derTurk Str. Linie in eine Drahtseilbahn binnen 12 Monaten in Aussicht gestellt. Auch die Bahnen südlich von der Market Str. wer den nicht lange auf sich warten lassen, und hoffentlich ergänzen direkte Drabtseilbah nen auch bald die gegenwärtig sehr unvoll kommene Verbindung zwischen den nörd lichen und südlichen Stadttheilen. Dicö letztere wurde von dem mit Freibriefen doch so freigebigen vorigen Stadtratbe mit merkwürdiger Beharrlichkeit durch Verweigerung aller Privilegien für solche Linien verhindert." Zur Bethlehemer Lynchjustiz. Die jenigen, welche sich bei dem Lychchgericht in Ost-Pennsylvanien in salbungsvollen Redensarten der Gesetzlichkeit ergehen, haden die ganze Gräuelhastigkeit der Umstände, die zu dem Lynchgcricht sübrten, kaum gekannt oder recht erwogen. Nicht genug an dem Doppelmord der Gogel' schen Eheleute, der an und für sich schon scheußlich genug war, beging der Mörder Joseph Snyder (oder Schneider)auch noch an dem in Todeszuckungen sich windendem Körper der Frau Gogel ein unnenbares Verbrechen. Uno dlulübcrströmt, wie er war, begab er sich dann zu der Tochter, bei der er über eine Stunde blieb und die er zu vergewaltigen suchte, wenn ihm nicht etwa die Unthat gelungen ist. Dazu

kommt, daß es in den letzten Jahren durch Advokatenkniffe gelungen war, einigeMör der aus derselben .Gegend .vom Galgen loszubringen. Die Schaale d:s Volks zorns war bereits gefüllt und die über alle Begriffe scheußliche That des Snyder brachte das Gefäß zum Ueberlaufen. So allesGesühl empörend waren die Umstände der grauenhaflen T'at, daß. der Staatsanwalt Anstett, als er auf ,den Schauplatz kam, in der ersten Aufwallung sagte : Ihr habt den Thäter noch viel zu gut behandelt.Jhr hättet ihn bei lebendigemLeibe verbrennen sollen!" Nachher erinnerte er sich freilich daßjeinAmt ihm eigentlich nicht gestattete, ein Lynchgericht gutzuheißen. Wenn cr nun als StaatZanwalt gegen die am Lynchgericht Betyeiligten einschreitet, so muß er vielleicht den eigenen Vater verhaften und vor Gericht bringen laffen. Es wird sich aber keine Jury finden, welche über die Vollstrecker des Volksgerichts den Stab bräche. Gelegentlich könnte es nicht schaden, wenn man v'on jenen Advokaten welche die Aufgabe ihres Berufes darin suchen, durch Ränke, Schliche und Kniffe das Recht zu betrügen und Schwarz in Weiß zu verwandeln, zum warnenden Exempel einige Exemplare ebenso behandelte, wie seiner Zeit die römischen Advokaten von den alten Germanen behandelt wurden. Das Nähere, kann man in der Geschichte nachlesen. v Wb. Bob Jngersoll als Pädagoge. In einem in Milwaukee gehaltenen Vortrage äußerte sich Philosoph 33ob Jngersoll über die Erziehung seiner eigenen Kinder folgendermaßen: Ich habe stets ein gutgespicktesTaschenbuch in einer offenen Schublade und meine Kinder können sich Daraus ftlbst mit Geld versehen, wenn sis wollen. Sie es sen, wann sie wollen; U können den ganzen Tag schlafen oder die ganzeNacht aufsitzen wenn sie wollen, ich zwinge sie nicht, bestrase und schelte sie nie ; sie kaufen ihre eigene Kleidung und sind durchaus ihre eigenen Herrn. - t

Dazu sagt unser College vom Wächter am Eric". Wer nur auch so. einen verständigen und was die Hauptsache stets mit wohlgespicktem Taschenbuch versehenen Vater hätte! Wenn Herr Jngersoll vielleicht geneigt sein sollte, Jemand an Kindes statt zu adoptiren wir wüßten Rath da gür.

vermischte s . Ausland. London, 11. Jan. Die gestrige Abendsitzung des Parlamentes war eine sehr stürmische. Mr. Förster, der General - Sekretär sür Irland, vertheidigte das Verbot mehrerer Land - Versamm lungen. D u b l i n, 11. Jan. AusTralee wird gemeldet : Die Untersuchung gegen die verhafteten Beamten des hiesigen ZweigVereins der Landliga wird im Gefängniß geführt werden, da Unruhen zu befürchten wären, wenn die Gefangenen nach dem Gerichtsgebäude gebracht würden. Der Staatsanwalt und mehrere Zeugen haben sich geweigert, bei der herrschenden außerordentlichen Aufregung einerUntersuchung in der Stadt beizuwohnen. D u b l i n, 11. Jan. Elf hervorra gende Mitglieder des Zweigvereins der Landliga zu Annaghdawn sind verhastet worden. Cape Town, Süd - Afrika, 7. Jan. Laut Depesche aus Durban haben sich die britischen Truppen zu Potschefstroom den Boers ergeben. L o n d o n, 11. Jan. An derStockbörse wurde heute Morgen die Nachricht veründigt, daß die Chilenen Lima erobert haben. Stuttgart. Wir haben bereits er wähnt, daß auch hier die Bricfjperre beHufs Fahndung nach verbotenen Schriften ihren Einzug gehalten. WelcheUnzuträglichkeiten sie sür die Betroffenen mit sich bringt, mag Jeder aus dem Nachfolgenden ersehen: Das untersuchungssührende Karlsruher Gericht hat auf die Denunziation eines Angeklagten auch mehrere in Würtemderg Domizilirte in die Anklage eingezogen und Briefsperre angeordnet. Um keine zwecklosen Verzögerungen rn der Zustellung von Geschäftsbriefen eintreten zu laffen der Betroffene ist Kaufmann hat die Karlsruher Behörde das Amtsgericht Stuttgart Stadt mit der Durchsicht der einlaufenden Postsachen beauftragt. Es liegt nun ein Brief vor, der laut Poststcmpel am 9. Dezember von Leipzig in Stuttgart eintraf, aber erst am. 15. Dez., also sechs Tage später, in die Hände des Adressaten gelangte. Der Inhalt war so harmlos wie möglich : Rechnungen eines weltbekannten Leipziger Hauses über gelieferte Waare. Brauchte man wirklich sechs volle Tage, um herausfinden, daß hier nichts Verbotenes vorlag? Das Postamt selbst muß wohl die lange Verzögerung auffällig gefunden haben, denn auf dem Couvert findet sich folgender Vermerk'i Vom Kgl. Amtsgericht Stadt geöffnet und erst heute zurückerhalten. Stuttgart, den 15. Dez.1880. K. Postamt I." Die CivilMusiker Deutschlands bc reiten, wie das B. Fr.-Bl." vernimmt, eine Monstre-Petition an den Reichstag vor, deren Zweck sein soll, dem gewerbli chen Musiziren der Königlichen, sowie der kommunalen BeamtenSchranken zu setzen. Selb st ausBaltimore sind222Unterschnften deutscher Civilmusiker in Berlin angemeldet, desgleichen aus Rußland, Schweden, Norwegen und England. Uebeberallhin mußten die deutschen Musiker, von der vorerwähnten Konkurrenz getrieben, auswandern, um ihr Brod zu verdienen. Der Haken bei der Sache ist nur der, daß jene Beamten besser gestellt werden müßten" wenn sie auf diesen Nebenerwerb sollten verzichten können. Solche Gehaltserhöhungen bei Civilbeamten liegen nun bekanntlich nicht im Sinne der deutschen ReiAsregierung. Barmen. Die gesürchtete amenka. nische Concurrenz wird in Deutschland immer größer. So schreibt ein Corres pondent der Barmer Ztg." von der Sauer : Während die benachbarten inund ausländischenGrenzstädte bisher ihren Bedarf an Salmen (Lachsen) aus hiesiger Gegend bezogen, h:t jetzt Amerika angefangen, dem Fischfang in der Sauer scharfe Conkurrenz zu machen. Die fisch

reichen Gebirgsflüffe in Nordamerika lie fern Salme in 1o .großen Maffen, daß zahlreiche Sendungen zu einem äußerst billigen Preise einlaufen, welche die Nach frage ausEchternach, Dickirch, Straßburg, Metz, Brüffel und anderen bedeutenden Städten fast aus Null reduzirt haben. ES ist dieses sür die hiesigen Fischer um so fataler, da gerade in diesem Jahre die Salme in der Sauer und ihren Nebenflüssen eine bedeutende Zunahme aufzuweisen haben, was den Brutstationen an der oberen Sauer zugeschrieben wird, von denen aus jährlich eine enorme Anzahl junger Fische dieser Gattung in den Fluß gebracht wird, welche stromabwärts ziehen und in erwachsenemZustande wiederkehren. Durch die amerikanische Conkurrenz sind die Preise so gedrückt, daß das Kilo von 80 Pf. bereits' auf 40-50 Pf. (?) gekom. men, wodurch der ärmeren Klaffe wenig stens der Vortheil erwächst, daß man sich für einen so geringen Preis Sauersalme kaufen und eine schmackhafte Mahlzeit be reiten kann.

Eine Pfeudo Geliebte Laffalle's. Ein recht intereffanter Prcßprozeß dürste sich demnächst in Sachsen vor dem Chemi tzer Gericht abspielen. Vor mehreren Monaten gab Redakteur Kutschbach selbst eine kritische Studie über die vor zweiJah ren bei Brockhaus in Leipzeig erschienenen Memoiren einer ruffischenDame: EineLie bes-Episode Ferdinand Loffalle's" heraus, in welcher er nachwies, daß die in jenen Memoiren mitgetheilten angebliche Briefe Lassalles gefälscht seien, und überhaupt ein sonderbares Licht über die Verfafferin FrauDr. Arendt, geb. Solutzeff verbreiten. Zetzere hat nunmehr Klage gegen Herrn Kutschbach erhoben und dieser sich vor Ge richt bereit erklärt, den ferneren thatsächli chen Beweis zu führen, daß die Briefe ge fälscht sind und seine Mittheilungen über die Verfafferin aus Wahrheit beruhen. Als Zeugen werden von ihm aufgefordert werden : Hans von Bülow, der Dichter Scherenberg, der dänische Reichstagsabge ordnete Brandes, die Grasin Hatzfeld, Liebknecht, Tölke sowie eine Anzahl russi sche Publizisten nnd Privatpersonen. Der mehrjähige Zeitungskrich überdie Echtheit der LassalleschenBriefe wird damit vorGe richt definitiv entschieden werden. Die Bsfizin d er Indiana af ff n nne empfiehlt sich zur Anfertigung von Rechnungen, Cirkularen, Briefköpfen, Preislisten, Quittungen Eintrittskarten, Mitgliedskarten, Broschüren, Konstitutionen, Adrcßkartcn, und allen einscblägllchen Artikeln unter Zusicherung ele qanter Ausfübrnng bei billiqem Preise.

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