Indiana Tribüne, Volume 3, Number 18, Indianapolis, Marion County, 11 December 1880 — Page 3
Indianer Tribüne.
in Balken im amerikanischen Auge. Auch in englisch.amerikanischen Zeitun. gen herrscht jetzt eine surchlbareEntrüstung Über die Judenverfolgung" in Deutsch. ,land. Ja das hanze deutsche Volk wird von ihnen wegen der Judenhetze als ein Barbarenvolk hingestellt. Bis jetzt beschränkt sich aber die Verfolgung Haupt' sächlich auf Judenseindliche Petitionen an die preußische Regierung und auf dummes
Gerede m einigen Versammlungen und Vereinen. Und es scheint keinerlei Gefahr zu sein, bafe im Verwaltungswege oder aus dem Wege der Gesetzgebung irgend citq zur Verkürzung der Rechtsgleichheit der Juden in Preußen oder Deutschland geschieht. Die preußische Regierung hat am Ministertische im preußischen Landtage selbst erklärt, daß es ihr nicht einfalle, an dem die Gleichberechtigung der Jsraeliten mit den anderen Staatsbürgern begrün denden Verfassungsgrundsatze zu rütteln; und im preußischen Landtage ist es nur eine ohnmächtige Minderheit, welche gegen die Juden eifert. Während also der politischen Gleichberechtigung der Juden in Deutschland keine ernstlicheGefahr droht, ist auch ihre gesell schaftliche Stellung in keiner Weise gesährbet. DieJudendersolgung"dauert draußen schon mehrere Jahre. Wer aber in den letzten Jahren Nord und Süd-Deutsch-land besucht hat, wird nirgends eine Zu rückietzung der Juden im gebildeteren geselligen Verkehr oder in Gasthöfen, in Bädern ic. bemerkt haben.
Wie steht es dagegen in Amerika? Als vor einigen Jahren Richter" Hilton,
der berüchtigte Verwalter des Stewart'
schen Vermögens, das großcntheils durch
jüdische Kunden der Stewart'schenSchnitt
waaren-Handlung entstanden ist, einen der
gebildetsten und angesehendsten Jsraeliten
des ganzen Landes, den Bankier Seligmann, aus dem Stewart'schen Hotel in Saratoga verbannte, weil er ein Jude sei", erhob sich allerdings auch in der eng
lisch-amerikanischen Presse ein Schrei der
Entrüstung. Aber Hilton erwiderte;
Dieses Geschrei sei die elendeste Heuchelei,
denn eben die starke Abneigung dec christ
lichen Amerikaner geen die Juden zwinge
die Hotels in Ladeplätzen, leine Juden
auszunehmen, da fi 2 durch Aufnahme
von Juden ihre christliche Kur.dschast ver lören."
Man hielt damals diese Behauptung Hiltons vielfach für eine Lüge. Aber seither hat eine sehr gro&e Zahl von Hotels
in den verschiedenstznLandestheilen, haup:
sächlich in Badeplätzen, das Beispiel Hil ton's befolgt. Ja es ist wiederholt vor gekommen, daß sogar nicht-jüdische Gat
tinnen geborener Jsraeliten aus seinen Badehotels 'weggewiesen wurden, weil
Gefahr vorhanden sei, daß die Anwesen
heit eines solchen Badegastes Jsraelitten
herbeilocke. Unter Fällen dieser Art er-
regte während der letzten Badesaison be
sonders der der Gattin des ausgezeichneten
jüdischen Arztes Jacobi in New York
großes Aussehen. Seine Gattin ist eine
christliche Amerikanerin ; als sie aber letz-
ten Sommer mit ihren Kindern ein BadeHotel bei New sJ)ott beziehen wollte, erhielt sie vom Hotelbesitzer, sobald er erfuhr, wer
sie sei, den Bescheid, sie könne nicht aufge nommen werden, denn wenn man sie aus
nähme, müßte man ihrem jüdishen Gatten
wenigstens erlauben, sie von Zeit zu Zeit zu besuchen, und das gehe ein für allemal
nicht. Auch in mehreren der großen Ho
Uls in den Seebädern Manhattan Bcach,
Brighton Beach und Concy Island wird Juden und Anwandten von Juden systematisch die Ausnahme verweigert. Angesehene New tyoxttx Jsraeliten, die sich hierüber beschwerten, erhielten von den
Hotelbesitzern die Antwort: 5o bauet Euch doch ein eigenes Judenhotel, Ihr
habt ja Geld genug dazu; in anderen
Hotels will man Euch nun einmal nicht
haben; nehmen roir Euch aus, so laufen
uns die anderen Kunden davon." Uebereinstimmend geben alle diese Hotel
Inhaber für den Ausschluß der Juden
denselben Grund an, nämlich die unuber
windliche Abneigung ihrer nicht-jüdischen Gäste gegen das Zusammenwohnen und gegen den geselligen Verkehr mit Juden. Nun gehören aber diese christlichen Ame rikaner und Amerikanerinnen, welche ein so heftiges Vorurtheil gegen die Juden haben und den oben geschilderten Ausschluß der Juden erzwingen, meist den so genannten besseren Klassen an, denn nur diese haben die Mittel, einen Theil des Jahres in Badern zu verbringen. Das amerikanische Vorurtheil gegen die Juden äußert sich aber auch noch aus an-
dere, ost sür die Gekränkten noch viel em findlichere Weise. So fehlt es z. B. keineswegs an öffentlichen Schulen, in wel chen jüdische Kinder sich wegen ihrer Ab' stammung rohe Verunglimpfungen von den englisch-amerikanischen Mitschülern gefallen lasien müssen. Auch kommt es bei Errichtung von englischamerikanischen Privatschulen und zwar seinen" Schulen, gar nicht so selten vor, datz die amerikani
schen Eltern die Aufnahme jüdischer Km der für keineswegs wünschenswerth er-
klären.
Statt pharisäisch sich über dieJudenver-
folgung in Deutschland zu entrüsten und
einen Bismarck, weil er einst als' junger Mann junkerliche Vorurtheile gegen die Juden äußerte, als mittelalterlichenJuden-
Verfolger hinzustcllen, sollten dieEingangs
erwähnten Zeitungen doch auch an den
oben geschilderten amerikanischen Bann gegen die Juden denken. Allerdings haben
nicht wenige Zeitungen vor Jahr und Tag gegen diesen Bann geeifert. Aber trotz
des großen Einflusies der amerikanischen
Presie auf die Anschauungen des Volkes hat dieses Eisern gar nichts genäht. (JU. St. Ztg.) Die Armuth ein Verbrechen.
Unsere heut'ge Gesellschaft spricht es zwar nicht offen aus, daß die Armuth ein Verbrechen sei; sie deutet es blos an. Aer sie handelt dafür mehr und mehr in diesem Sinne. Sie spricht vcn den besseren Klasien", von den respiktabeln Leuten", und sie mnnt damit die besitzenden Klassen; folg lich sind es in ihren Augen die schlechteren Klassen, die nicht achtbaren Leute, welche wenig oder nichts haben. Da das Gleich-heit-gcsübl sich bei den meisten Völkern der enterbten Bevölkerung zu bemächtigen angefangen hat, so wagt die Gesellschaft" d.h. die herrschende Klosse ntcht, ihre Geringschätzung der enterbten allzu sehr zur Schau zu tragen; aber sie schließt sich ab vom Umgange mit ihr, so sehr sie nur kann. Sie hat jeden ärmeren Menschen im Verdacht, daß er nach fremdem Eigenthum strebe und sort sür eine starke poli zeiliche Ueberwachung der Enterbten. Sie traut ihnen lein lebhaftes Ehrgefühl zu und bemißtraut ihre Ehrlichkeit. Das ist Zwar noch immer nicht anders gewesen ; aber eö stimmt heute, da die bürgerliche
Gleichberechtigung verbrieft ist, am wenigsten zum Geiste der Zeit. Die Gesetzgebung ist das sicherste Kennzeichen dessen, wie die Gesellschaft denkt. Und da haben wir dcnn eine Reihe von Gesetzen, welche die Armuth zum Verbrechen machen. In unserem Staate New Vor! z. B. besteht ein altes Gesetz trotz allen Protesten dagegen ungeschmächt fort, wonach der Zeuge cinesVerbrechens, wenn er keine Bürischcift für sein Erscheinen vor Gericht stellen kann, in Haft gehalten wird, selbst währen) der Verbrecher, welcher Bürgschaft findet, auf freiem Fuße herumgehen und entweichen kann. In zwanzig unserer Staaten bestehen Gesetze gegen die Tramps", welche jüngst erlassen koorden sind und den Betlelvöten das Recht geben, kurzer Hand einen arbeitsuchenden Armen, der irgendwo kein Heimathsrecht hat, in's Arbeitshaus zu bringen, als Verbrecher bei schwerer Arbeit Monate bis Jahre lang festmhalten. In mehreren südlichen Staaten begeht noch die Prügelstrafe sür arme Eigenthumsverbrecher, und sie wird sogar Irauen, welche dabei halb entkleidet werden, höchst nachdrücklich ap plizirt; und auch in mehreren anderen Staaten ist neuerdings die Nede davon gewesen sie gesetzlich einzuführen. Ja, Henry Bergh, der Häuptling der hiesigen Thierschutzgesellschaft, welcher so viel von sich reden macht, hat vor wenigen Tagen im Cooper Institut unter dem Beifalle einer Massenversammlung nicht nur die Prügelstrafe für arme Verbrecher empfoh len, sondern angedeutet, man müsse die einmal bestraften Verbrecher aus der nie deren Klasse deportiren (vermuthlich nach Alaska.) Die Temperen und Prohiitionsgesetz-', welche in mehreren Staaten bestehen, sind reine Klassengesetzgebung, gegen die Armen gerichtet, welche keine Wein und Schnapskcller halten können. Die Art, wie die Bordelle zwar verboten, aber praktisch geduldet und nur von Zeit zu Zeit b.'huss Gelderpresiung aufgehoben werden, bestraft die armen weiblichenPro stituirten ganz wie Verbrecher. Wenn Arbciter-Organisationen bei einem Ausstände Wachen ausstellen, um zu verhüten, daß Pfuscher an ibrerStatt angestellt wer den, stehen sie im Auge des Gesetzes unter Verdacht eines beabsichtigten Verbrechens,
und die Polizei und Gerichte vergreifen sich nur zu oft ohne allen Grund an ihnen.
In einem Staate besteht das Gesetz, und in mehreren hat es eingeführt werden sollen, daß der Besitz eines Sümmchens von
Eigenthum allein zur Ausübung des Ver. Staaten oder L?kal-Bürgerrechts befäh ige. Die Kopssteuer, welche entrichtet sein muß, bevor man stimmen kann, besteht in mehreren Staaten und macht die Armuth gewissermaßen -um Verbrechen, indem sie den Bürger durch Entziehung seines wichtigsten Rechtes bestraft. Und was ist es denn Anderes als Erklärung der Armuth zum Verbrechen, wenn eme Geldstrafe bei dem Wohlkabenden diejenigen Uebertretungen büßen darf, sür welche der Arme in's Gefängniß mub? Und so könnten wir noch andere Beweise liefern, daß die Gesetze die Armuth zum Verbrechen machen. Was aber ist die Folge davon? Der Arme, welcher sich keines Verbrechens bewußt ist, und der sich das Zeugniß geben
kann, daß seine Armuth unverschuldet ist, wird zum Todfeinde des Staates erzogen, weil man ihm die Armuth alZ eine Schuld anrechnet und wohl gar dafür bestraft. Ungerecht will kein Hund sich bestrafen
lassen ; kein Hausthier kann man nennen,
das sich nicht gegen eine unverdienteStrafe
empörte. Und beim Menschen sollte das
anders sein? Nicht einmal beim Kinde
ist das der Fall. Wo sich Menschen sür
ihre Armuth bcstrast sehen, ohne laut da
gegen sich auszulebnen. da speichern sie den Haß gegen die Gesellschaft, welche sie so mißhandelt, in ihrem Innern auf, und
er bricht irgendwie in Tbaten der Vergel
tung hervor, wo sich Gelegenheit dazu
bietet. Fast alles wirkliche Verbrechen ist Nackethat wegen ungerechter Bestrafung,
dem unterdrückten Hasse gegen eine Gesell
sckast entsprungen, welche nicht nur die Güter höchst ungerecht austheilt, sondern obendrein die bei der Austheilung Ueber gangenen mit den Füßen der Verachtung tritt und ihre Armuth und Enterbung zum Verbrechen macht. Einerseits vermehrt die wachsende Ausbeutung bei den Armen die Versuchung zum Verbrechen und zur Sit tenlosigkeit; andrerseits empört das An schauen derStraflosigkeit der allerschlimm sten, wohlhabenden Räuber und des Elen des sovielcr unschuldigen Menschen zur allgemeinen Verbitterung, gegen die Ge scllschast. Daß die Zahl der Vergehen ....Si tl)(iv4iirt II,, ß. 1 ( 11 v f n X m
1 UHU -OClUKUJCll lll UUlll OlUtlUl lUMUllll 'überaus schnell wächst, ist es noch einWun
der? Wäre es nicht vielmehr einWunder, wenn es anders wäre? Die Gesellschaft selbst, die Gesetzgebung, welche sie sich zuschulden bringt, ist die Mutter beinahe aller Verbrechen. Sie ist es, weil sie die selbstgeschaffene Armuth als Verbrechen anrechnet und den gesetzlichen Raub hellig spricht. Aber mit der allgemeinen Verarmung aller Kulturvölker, welche so flott betrieben wird, kommt die Zeit, da die stille Empö rung der Millionen laut und in Thaten ausbricht. Nicht wir Sozialisten allein sagen das; viele unserer einsichtigeren Gegner sagen es, fürcbten es, warnen da vor natürlich vergebens. Die grove Abrechnung, bei welcher alle Schuldbücher vernichtet werden, ist nicht mehr fern. Wenn sie aber kommt, wenn dieEmpörung wie ein Lauffeuer über dieWelt loht, dann werden die in Acht und Aberacht erklärten und grausam gemißhandelten Sozialisten, Kommunisten und Nihilisten die einzigen Retter der Humanität und Beschwörer des Aufruhrs der Elemente sein. (N.Y. V.Ztg.)
der Militärchaine befinden sich die wenigen '
zuschauenden OZstziere.
Die Exekutionsvorkehrungen entsprechen
genau den früheren.
Um acht Uhr nahen aus der Bank des
Armesünderkarens, nkbeneinander sttzend,
die Arme festgebunden und auf der Brust
die Tafeln mit der Jnschrst Staatsver
brecher", die Delinquenten. Beide spre-
chen mit einander, sie sind sehr bleich, doch ruhiz und gefaßt.
Losgebunden vom Henker, besteigen
Beide das Schaffst. Die gerichtlichen
Formalitäten sind schnell erfüllt. Beide haben nach dem Priester verlangt, derselbe
tritt nochmals heran. Sie küssen das Kreuz, reichen sich die Hand, umarmen einander, nehmen Abschied und verbeugen sich gegen die Anwesenden. Der Geist liche segnet sie. Der Henker streift beiden ein weißes Hemd mit Kapuze über und führt zuerst Preßnjakow den dreistufigen Tritt zum Galgen hinauf. Im Moment wo er den Strick um den Delinquenten legt, scheint Prtßnjakom zusammenbrechen zu wollen. Eine Sekunde später schaukelte der orkanartige Sturmwindden Körper des Gehängten
hin und her. Wenige Minuten und auch an Kwjatkowsli ist die Exekution vollzo gen. ', Der Sturm erhöht die grausige Scene. Nach 25 Minuten werden die Leichen abgenommen und der Todt wird ärztlich gerichtlich konstatirt. Kwjcltkowski's wachsbleiche Züge sind kaum verändert, selbst die Farbe nicht.
Hinrichtung von Nihilisten. Petersburg, 16. November. Die Hinrichtung der dieser Tage verur theilten Nihilisten Kwiatkowski und Preßnjakow fand unter dem Aus schluß der Oeffentlichkeit heute 8 Uhr Morgens in der Citadelle statt. Eigentlich war als Exekutionsstunde 6 Uhr früh an gesetzt gewesen. Nur Militärs war der Eintritt in dieFestung gestattet, nicht eimal die Arbeiter des innerhalb der Festung liegenden Mänzhofs wurden vorher eingelas fen. Auf dem Ravelin, woselbstDubrowin im Jahre 1879 gehängt wurde, waren Nachts zwei Galgen neben einander erichtet. Im Morgengrauen wurden dieselben umstellt von einem starken Infanterie-Kordon, von Kosaken, Gensdarmen und Polizei. Vor dem Schaffst haben die dienstlich an wesenden Gerichtspersonen und der Arzt Platz genommen. Neben dem Galgen steht der Henker Frolow nebst Gehülfen; hinter
schlechter als Rind- und Schwei efleisch ist, zu begnügen. Uebrigens sind alle Aus
sichten dazu vorhanden, daß in Deutsch
land die Zeit nicht ferne ist. wo die große
Masse ielbst auf Pferdcfleich verzichten muß. Dana aber dürsten die Leutchen vielleicht ein wenig blutdurstiger werden.
Mauriee Albrecht, Doutsclieir 2uliiiarzt Office : Noom 64 Flctcher und Eharpe's 93toi
Auö der Schweiz.
Auf dem Congreß des schweizerischen Arbeiterbundes in Ölten ist die Auflösung des-Arbeiterbundes und die Bildung einer neuen Organisation fast einstimmig be schlössen worden. Auf wirthschaftlich sozi alökonomischem und allgemein sozialpoli' tischem Gebiete stehen, so erklärte der Congrcß, sämmtliche in der Schweiz lebenden sozialistischen Arbeiter wie vorher zusam men und bilden einen allgemeinenGewerkschastsverband. Für die Organisation ist Gens als Vorort gewählt und hat bis zum 15. Dezember d. I. die Statuten eines solchen Verbandes zur Abstimmung aus zuarbeiten. Aus politischem Gebiete trcn' nen sich Nichtschweizer und Schweizer. Letztere bilden eine sozialdcmokratisch: Partei, deren Bildung der Züricher kanto nale Ausschuß übernimmt. Die Fremden, speziell die Deutschen, bilden eine eigene Organisation. Als Organ der schweizerischen sozialdemokratischenPaltei erscheint von Neujahr ab die Arbeiterstimme". Die Tagwacht" geht ein, ihr bisheriger Redakteur, Herr Greulich, tritt seinem längst gehegten Wunsche entsprechend, von dem Sckauplatze seiner bisherigen Thätigkeit zurück und verzichtet aus jede Mitwirkung an der Ardeiterstimm:". Die Bun. desinstitute gehen in den Besitz der sozialdemokratischen Organisation der Schweiz über. Etz sind dies die Bolksbuchhani. lung und die Typographie. Dies ist das Hauptsächliche aus den Verhandlungen des Congresses. Zugleich mit demselben tagte in Ölten eine Delegirtenversama:lung der deutschen Sozialisten derSchweiz. Hier handelte es sich um eine eigene Olganisation und um die Frage des Anschlusses an die deutsche Partei. Einstim. mig bejahte man die Organisationsfrage. Gegen den Anschlug an die deutsche Partei wurden namentlich von Bern und Genf Bedenken erhoben, doch siegie in der Abstimmüng mit übergroßem Mehr der An trag auf Anschluß. Die gefaßten Beschlösse werden in der Schweiz nicht wenig überraschen, da die ganze Reformbewegung fast unbemerkt sich vollzogen hat.
JnBerlin wurden diesesJahr monatlich 450 Pferde geschlachtet, gegen 350 im Vorjahre. Das geschieht in einem CentralSchlachthause, nachdem ein Thierarzt die zu schlachtenden Thiere untersucht hat. Der Fleischer zahlt sür ein, Stück von 250 30 Pfund Gewicht $10.50 und verkauft das Pfund für 40 Pfennige die besten Theile, sür 25 die geringeren, und sür 20 Pfennige die blos zum Wurstmachen tauglichen, welchen, weil das Pferdefleisch sehr trocken ist, ziemlich viel Fett zugesetzt werden muß. In anderen Städten Deutschlands soll der Genuß von Pferdefleisch noch mehr üblich sein als in Berlin, und wenn Jemand wissen will woher das kommt, so wollen wir es ihm sagen. Es ist die immer mehr um sich greisende Armuth, welche die Leutc zwingt, sich mit diesem Fleisch, welches bekanntlich viel
Benj. F. Grafton. Story B afci. Halbe. t E. Payne. Patent. Commissäre. Patente, Pbynr. Grcfton & Ladd. AttorneyS und Colicitor ameiikarischer unk ausländischer Pattntc. 412 Fünfte Str. Washington, D. S. Ausübung des latent Gesktze in n jeinenZwei' e in d.r Pütent Office und i.t ter Surre rt vm tttrcult Court der 5' er. S.aaten. Vamphl te meiden geae insenduttg der Postma:ken fiei v, schickt.
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Ciscttdalitt-Zcit-Tttbclle.
Ankunft und Abgang der Eiscnbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonntag, den 10. Oktober 1880.
Cledeland. Columbus, Cincinnati und Jndianapohi Eisenbahn. (Lee i'inc) Abgang: Ankunft: N V 5 B Er.5 s.. 4.t! S3nt I 2 t 8 Grf ... 6.55 V
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Pittöbura, Cincinnati und St. Louis Eifcnbah.
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Terre Haute, Vandalia und (5t.Lovis Eisenbahn.
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Jcsscrsonville, Mad son und Indianapolis Eisenbahn. Southern Gr,t 3 4.10 93rn Jnd Mad Vkaü'O w V
L & 3.t 2tcc,t 7.10 i m Jnd-Mtd Äail 3.3) Äbend Gi,v 6.) Sirn
JndlZbic Er ..Il.w Vm
V & 91 V? G t- Nm et Ü Chi F 10.50 Nm
Indianapolis, Peru und Chicago Eisenbahn. Fr 23 & Laplx 7.3 ) Sn Chi 5 03r7taj Er 4.00 Vm i't CGManll.20 SJit X, 33 LarErll.s Am Gi&i'J 5E;ccS .10 i:m i Chi Ä- C Mail.' 50 S'm D. T & i Sit 3 11.19 Nm Det. T 5 Ht WSx 9.?5 Nm Jndiana, Bloomington und Western Eisenbahn. PzeTrH-NaixS 7.1.', Im Atlitic ErZ.'Maik Bur!,,'JLri-ccl.u'Nm tägl. erc Sonnt ?.0Nm CharrvÄc ercS ?."( Nm Eastekn 6 C f 4.10 ? AzTö-as-r ecs 1.2b Nm Erne Syce-j- ez-c Sl2 35 Na Indianapolis und St. Louiö Eisenbahn. Tg Exrreß. r c.. 7.45 93 jN?) Gt 4.10 Nn 3ocal cjuefe.... 3.'i5 91 -n I lndianapoliSAcclI.00 Pm M Z) Cif s 11.1 J Nm l Tag E! 5.f 5 N Cincinnati, Hamilton u.JndianapoliöEisevbahn Mlil CincinSx 4.1 Vm I Mzil 12.15 Nm Lccsminsdalion . 5.53 Nrn Westliche Elpreß.l0.2S N Indianapolis und Vinccnneö Eisenbahn. Mail & laixo 7.31) A n VincenneS Acc ..l'U5 Bm LmcenneS Acc .. 4.1 Nm I Mail Cairo Ex 5.35 N
Jsdianapolis, Dccatur u.Spriagfielö Eisenbahn.
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