Indiana Tribüne, Volume 3, Number 16, Indianapolis, Marion County, 27 November 1880 — Page 3
Indianer Tribüne.
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gen Schmerzen mit sich, welche dem geistig Blinden erspart werden, welche aber auf Kören, sobald die größere Zahl der Men
sä en sich einer besseren Bildung erfreut und dem Segen derAusllarung zugänglich
ist.
Je mehr dies nun derFall ist, desto voll-
Die Beziehungen von Religion und Materialismus zu Kunst und Wissenschaft. Von Philipp Rapp apo rt. (Schluk.)
Ein anderer Grund, warum die Religion kommener werden sich auch die gesellschaft
die Wissenschaft befehdet, liegt darin, daß lichen Verhältnisse gestalten, desto glück
Erstere die Menschen auseinanderhält, licher mub auch der Mensch als ein Glied
Letztere sie zusammenführt. Seitdem die der Gesellschaft werden.
Wissenschaft auf dem Gebiete der Astrono- Bon dem Vorwärtsschreiten der Wisien
mie der Physik :c. so ungeheureFortschritte schaft hängt das Wohl und Wehe der
machte, daß Entfernunq fast nur noch ein Menschheit ab. Die Wissenschaft hat die illusorischer Begriff ist, seitdem durch Ei- Ausbreilung un) eine Vermehrung der
senbahnen, Dampfschisse, Telegraphen. Zahl der Menschen zur Folge gehabt, aber
der Verkehr zwsschen allen Theilen derErde auf der andern Seite giebt sie den Men
ein solcher ist, daß die Menschheit fast nur schen auch die Mittel deö Unterhalts und
noch eine einzige Familie bildet, seitdem der allgemeine Wohlstand ist durch sie gc
ist der Einfluß der Religion ein bedeutend hoben worden. Sie vermehrt die Bedürf kleinerer geworden. Geradeso wie ri nisse. aber sie giebt uch zugleich die Mit
Heerführer leichter eine große Armee be tel an die Hand, dieselben zu befriedigen, zwingt, wenn es ihm gelingt, dieselbe in Alle Erfindungen, welche von einer rohen
einzelne Theile zu zersplittern, geradeso ungebildeten Geistlichkeit. als We-ke des
wird die Qerrsckakt der RtHaion eine um Teufels verfcklieen wurden, hab? der
so leichtere, je getrennter die Menschen Menschheit Heil und Segen gebracht. Ab
sind. Die die Menschheit vereinigende gelchen von d:r ungeheuren Summe von Wisienschast ist deshalb sehr gefährlich für Erkenntnissen, zu denen wir gelangt sind.
enseele, ein den höchsten Jnteresien der
Menschheit und ihres Geschlechts mit sel teuer Aufrichtigkeit und Hingabe gewid metes Menschenleben verloren. Sie ge' Körte zu den wenigen und seltenengrauen, die, indem sie aus der ihrem Geschlecht von der Natur angewiesenen ThätigkeitSsphäre beraustret:n, sich doch die reinste und edelste Weiblichkeit zu bewahren verstehen, deren umfasiender, männhcherGeist der weiblichen Milde ihres Herzens, der bezaubernden Liebenswürdigkeit ihres Charakters keinen E'ntrag zu thun ver mag. Der qäkerischenGlaubenssekte angehörend, hat sie allen humanen Bcstre bungen derselben von ihrer frühesten Jugend an bis in ihr hohes A.ter mi äußerster Energie und Ausdauer obgele gen. Wo es menschlicher Freiheit und menschlichen Fortschritten, wo es Ausklä rung. Bildung und Gerechtigkeit galt, da fand man sie stets als eine der eifrigster Vorkämpserinncn, und was aas diesen Gebieten im Lause des letzten halbenJahrHunderts Großes und Dauerhaftes erreich wurde, ihr gebühr! ein entsprechender An theil daran. Mit der Geschichte der Anti'Sklavc'-ei'
die Herrschaft der Religion. Sie sammelt werden wir an der Hand der Wisscnschast Bewegung ist ibtRame unzertrennlich vcr
ihre Anhänger unter einer Fahne, die stets neue Entdeckungen und Elsindungen Religion aber zersplittert nochwendiger machen. Welche neue Wahrheit dut uns Weise die Menschen in viele Sekten und aber die Religion in den letzten 300 I.,hdie geschlossene Macht der Wisscnschafr ren gelehrt? Richteine einzige. Wahrmuß deshalb schließlich über die Religion hcit aber ist cs. was wir brauchen. Richt den Sieg davontragen. die Wahrheit, welche uns als solche be Die Wissenschaft anerkennt keinenUnter- zeichnet wird, sondern die, welche wir als schied zwischen Mensch und Mer.sch und solche erkennen. Die Erforschung dieser respektirt den Geistlichen nicht mehr, als Wahrheit ist die Aufgabe der Wisscnschast. jeden andern Menschen. Was aber soll Deshalb dringt die Wissenschaft in alle die Religion beginnen, wenn der Geistliche Verhältnisse des Leders ein. Ueberall nicht mehr, als ein Anderer gilt, wenn er zieht sie die nacktenThatsachen an'sTagcs nicht länger die Stelle Gottes vertritt und licht, unparteiisch, unempfindlich deckt sie selig sprechen und verdammen kann ? Wie alle Schäden auf, legt den Finger auf die ist die Unterjochung der Menschen möglich, wunden Stellen und giebt Anweisung zu wenn die Menschen anfangen, revolutio 'eren Heilung. Aber wie die Kunst des näre Ideen von Gleichheit zu bekommen ? Arztes von der Natur des Kranken ab
Darum fort mit Dem, was solche Jdcen hängt, so hängen die Hei'.versuche der a rv I ri-v m . j
erzeugen kann, darum Religion und kerne 'UMenlchaft ucy von dem Status gus
Wissenschaft ! der Menschheit ab. Mit jedem Menschen-
Die Verschiedenheit der Art und Weise, alter ändert sie deshalb ihr Verfahren.
wie Beide, Religion und Wissenschaft sich Das Bestehende bleibt nrchj unbeachtet, es
dem Menschen mittheilen, mag wohl eben soll nicht plötzlich verdrängt, sondern gc
falls Veranlasiung bieten, daß sie sich ge ändert, der Zeit angepaßt werden. So genseitig mit scheelen Allgen ansehen. Die vertritt sie den wahren Fortschritt, bleibt Religion legt dem Menschen etwas Fert! aber nicht, wie die Religion Tausende von ges vor. Sie wendet sich an ihn mit ei Jahren ein und dasselbe, nur ihr Kleid
nem Befehl: Das mußt Du als das wechselnd, oder die äußercErscheinung ver
Rechte anerkennen." Die Wissenschaft bessernd. Und Fortschritt allein bedeutet
dagigen wendet sich an die Vernunst, an Leben, Stillstand ist Tod.
den Willen des Menschen und stellt es ihm Daß sür das Erdenglück die Wisienschast
anheim, ihre Resultate für richtig zu er kennen, oder nicht, sich auf ihre eigene
tausendmal nützlicher ist, als die Religion, kann ganz unmöglich bestritten werden.
Beweiskraft vcrlasiend. Die Religion Von jeher war das Glück mehr oder weni-
tritt despotisch auf, die Wissenschaft demo- gcr von dem materiellen Wohlstand ab
kratisch. Diese Anerkennung des freien Menschenwillens kann der Religion natürlich nicht passen, und eine Freundschaft mit der Wissenschaft ist daher nicht möglich. Aber gerade dieseAnerkennung des freien Menschenwillrns, die Selbständigkeit, welche die Wisienschast dem Menschen gewährt, gerade diese ist es, welche dasWohl der Menschheit im Einzelnen, wie in der Gesammtheit bedingt. Der Einfluß der Demagogen und Pfaffen wird gebrochen denn der aus sich selbst angewiesene Mensch lernt auch selbststandig denken und urlhei len. Die Selbstständigkcit imDenkcn und Urtheilen ist das Mittel zur sittlichen Frei, heil. Bildung macht frei. Je weiter Kenntnisse um sich greifen, einen je größeren Boden die Bildung verlangt, desto besier gestalten sich auch die gesellschaftlichen Verhältniße. Bildung ist einMittel gegen alle gesellschaftlichen Uebel. Keine der sozialenFragen wird durch dirReligion befriedigend gelöst, noch hängt die Lösung von der Frömmigkeit der Menschen ab. Aber die Wissenschaft versucht sie zu lösen und ihr Erfolg ist nur eine Frage derZeit. Schließlich aber losen sich alle diese Fragen von selbst, wenn die Mehrzahl der Menschen einen Grad der Bildung besitzt, der es ihr möglich macht, Freiheit zu .begrei sen, Leidenschaften zu unterdrücken und Vorurthei'e abzustreifen. Und nur durch die Wisienschast kann die Bildung Ver breltung gewinnen, nicht aber durch die Religion. Unsere gesellschastlichenVerhältniffe sind in einem Zustande der größten Unvollkommenheit, aber sie sind bedeutend besser als sie waren. Das kommt daher, weil die Bildung mehr unter den Masien eine Heimath gefunden, als früher, obwohl die weitaus größte Menge sich noch in dem Zustande roher Unwisienheit und Dummheit k)efindet. Und dieser Umstand ist Schuld daran, daß der Mistende selten glücklich ist, denn das Verkanntwerden, die häufige Vergeblichkeit des Kampfes brin-
hängig und zu allen Zcitrn haben die Äkcnschcn nach Wohlstand und Reichthum
gestrebt. DemMcnschen fliegen aber die
Tauben nicht gebraten in'sMaul. Wohl stand undVermögen wollen erworben wer
den. Eine Erwerbsquelle bietet aber die
Religion dem Menschen nicht. Die Pfaf
fen müssen wir davon zwar ausnehmen, aber wir können doch nun einmal nicht
alle Pfaffen sein. Die Wisienschast dage
gen hilft dem Menschen fortwährend in
der Entdeckung neuerErwerbszweige. Mi
der leichteren und billigeren Herstellung
durch Maschinen wächst auch der allgc meineBedarf, da die Erwerbung von Com
moditäten auch dem minder Bemittelten
möglich wird, ganz abgesehen davon, daß
die Herstellung der Maschinen selbst Tau senden zum Berufe wird und sie nährt. Der Materialist der sich auf die Wisien
schaft stützt, wird sttts mit Hilfe derselben seinen Unterhalt finden, während blindes
Gottvertrauen schließlich in dem Menschen eine Indolenz erzeugen kann, die ihn
untauglich macht, sich selbst zu erhalten,
und noch viel mehr, der Welt nützlich zu werden. Er wird sich im Unglück auf ein
Etwas verlassen, das in Wirklichkeit nich
existirt.. Anstatt sich selbst zu helfen, er
wartet er 'Hilfe von Oben, was thatsächlich aus den Zufall warten heißt, und so
fällt er schließlich sich und seinen Reben menschen vor lauter Religion und Fröm
migkeit zur Last und wird von Anderen
abhängig. Darum bedingt die Religion
die Sklaverei, während die Wissenschaf den Menschen frei macht.
Eine wunderbare Frau. Ueber die jüngst verstorbene Frauen
rechNerin Luretia Mott schreibt das .Phil
Tgbl." :
.In der in Philadelphia in ihrem 83
Lebensjahre. Heimgegangenen Lucretia Mott hat nicht nur Amerika, sondern die
Welt eine wahrhaft große und edle Frau
eines der tüchtigsten Institute seiner Art, sirenge und dennoch liebreiche Väter und für welches sie bis an ihr Lebensende die Mütter nur erfreulich zu hören sein, daß reiste Theilnahme bethätigte. in Rew Vork ein Mann verhastet worden
Es war ein zarter Körper, in welchem ist, der mit einer unglaublichen Brutalität
der starke Geist dieser wunderbaren Frau seinen kaum dreijährigen Knaben unter
lebte, aber Züge und Teint zeigten eine dem Vorwande, er verdiene Korperstrafe, sellene Feinheit, ja Schönheit, die sich so- gewohnheitsmäßig so geprügelt und ge
gar bis in's hohe Alter bewahrten. Das stoßen hatte, daß oerK crnc valdtoOt liegen
Andenken Lucretia Mott's wird kein ver- geblieben ist. Die Klndrichutzgesellschaft
gängliches fein, sie hat in der kulturge- mußte, auf Ersuchen barmherziger 'ach schichtlichen Entwicklung ihres Landes, ja barn des brutalen Wüterichs, sich in'3 ihrer Zeit, eine Rolle gespielt, und was sie Mittel legen und dem entmenschten Eltern-
schaffen hals, hält sicherlich noch die späte paar den unglücklichen Kleinen meaneh.
Nachwelt in hohen Ehren.
A'S dem St. Petersburger GoloS.
men, um lyn vor den darrarrten Qua len der eigenen Eltern zu schützen.
Benj. F. Eraston. Story D. Ladd,
Ha'.bect ff. PQync. Patent öo:nm:ssäre. P a t e u t c Pü!M, Grastou & Ladd.
Attornchs und Solicitorö an,e,ikanischer ur.b
ausicnciicur vutcnir.
knüpst. Menschliche Sklaverei galt ihr
als der größte der Gräuel, das abschreck
e?rdste und unnatürlichste der Verbrechen.
Zu ihrer Bekämpfung und Ausrottung
beitragen zu können, war schon der Lieblingsgedanke des kaum lünfzehnjährigen
Mädchens. Sie war die eigentliche An
stistecin und die Seele jener im J.ihre 1833
zu Philadelphia abgehaltenen ersten Antl
SklavereiConvention, die den Anstoß gab
r rtrf a
zur Vlioung oer amerllanltcuen vinn
Sklaverei-Gesellschaft. Sie war es, die
den Ball ir's Rollen bringen half, indem
sie den Norden, ja selbst einige der Siidstaaten durchzog und mit ihrer unwider stehlichen Beredsamkeit das damals sür
unverletzlich geltende, selbst in der dieMenschenrechte anerkennenden Constitution scheu umgangene, fluchwürdige Institut
angriff. Nachdem dasselbe zur Ursache eines der blutigsten Bürgerlriege gcwor
den, die je im Schooße eines Volkes nt brannt, kann man sich wohl vorstellen, welcher Muth dazu gehörte, es in jenen
Zeiten aus seinem eigenenBoden anzugrei sen und daß eine schwache Frau diesen Muth besaß, verdient die höchste Bewun
derung. Mehr als ein Mal sahen sich Lucretia Mott und ihre Gesinnungsgenossen da mals von wüthenden Volksmassen um drängt, die sie mit Verwünschungen überhäuften und ihr Leben bedrohten. Und nicht nur Muth, sondern auch seltene Gei stcsgegenwart legte sie bei solchen Gelegenheiten an den Tag. Beim Verlassen einer jener abolitionistischen Vecsammlungen sah sich ihre Gesellschaft plötzlich von einem aufgeregten Mob umringt. Mrs. Mott drang in ihren Begleiter, dieDamen seiner eigenen Familie rasch nach einer be nachbarten Kutsche zu bringen. Aber wer wird Sie beschützen?" fragte dieser zögernd. Ick begebe mich in den Schutz dieses Herrn", antwortete sie und erfaßte kühn den Arm des Führers der sie bedro henden Bande, der einen Augenblick höch lich verblüfft stand, dann aber seine Kämeradin abwehrte und die resolute Dann wirklich in Sicherheit brachte. Im Jahre 1810 sandte Pennsylvania Delegaten zu einer in London tagender. AntiSklaverei'Convention, unter ihner Lucretia Mott. Auch Massachusetts hatte mehrere weibliche Delegaten geschickt. In England war man engherzig genug, dieselben als Mitglieder der Convention nicht anzuerkennen. Diese Zurückweisung gab sowohl in England wie in den Ver. Staa ten den ersten Anstoß zur FrauenrechtsBewegung, welche ibre erste Versammlung 1813 zu Seneca Falls, N. Y., unter Vorsitz von Lucretia und James Mott ihres gleichzesinnten Gatten, hielt. Mit dieser Bewegung war ihr Name während der letzten drei Jahrzehnte vorzugsweise verknüpft. Aber es war weniger die politische Seite derselben, die Jagd nachdem Frauenstimmrecht, die sie beschäftigte, sondern die ungleich wichtigere soziale: die Erweiterung der Thätigkertssphare und die Verbesserung des Looses der Frau in der Gesellschaft. Nach dieser Richtung entfaltete sie die rastloseste Thätigkeit und mitJug und Recht darf man sie eineWohlthäten ihres Geschlechtes nennen. Sie war es, die zuerst für die Fähigkeit der Frau zur Ausübung des ärztlichen Berufes in die Schranken trat, und in Bethä tigung dieser Ueberzeugung betheiligte sie sich an der Gründung des "Womens Medical College" von Pennsylvania,
Vom 4. bis 11. Oktober war das Ehar.
kower Militärgericht damit beschäftigt, 11 Personen zu prozessiren, angeklagt, einer
geheimen Gesellschaft zum Umsturz derbe Zt.henden Regierung und des sozialen Sy stems inRnßland angehört zu haben. Da-
bei zeigte sich: daß A. Sytzianko undLegly
üliiajcqnfren theil hatten, welche zum 412 Fünfte Lrr. Wa,hington, D. S. Ausstände rissen; daß Pbilippoff Pässe . L'.usübu,.g des Patent Gesetzes -i ou :irejei e ,!'.,., . .... , . l-, dcrPctci.t Oist e und l.: le7Srle,c n. liniuit
;iciaiuüi liave ; oat; antloif L'.e Veamien. welche ihn verhaften wollten, beleidig! habe; daß Prof. Sytziatiko die Verbrechen
nicht angezeigt habe, die fein Sohn Alx ander, 19 Jahre alt. begangen. Die Xu
ickuldraunaer. aeacn Die anderen waren
noch viel unbedeutender. Tie Verlbcidi gung wurde armselig gesüh:t, da der Gc richtshos sie unter seinen eigenen Advoka
ren bestellt hatte. Das Veri ör des jungen Svtzianko erregte die.ticsste Bewegung im
Gerichte. Dr. Sytzianko besaß allgemeine
Sympathi" in Publikum, da er als Pro
scjsar an der dortigen Universität und als
Arzt verehrt wird. Acht Monate im Ge
sängnisse hatten ihn fast unkenntlich ge
macht; seinGesicht war todtenbleich. Sein
Sohn A!excinder,Gymnasiast, war unuvei selhast der merkwürdigste aller Angeklag
tcn. Sein schönes Gesicht, seine klare und hinreißende Stimme und seine Beredtsam-
seit machten den günstigsten Eindruck aus die Hörer. Der Staatsaiwalt frug ihn.
warum er bei der Voruntersuchung andere Aussagen gemacht habe als jetzt. Der Jüngling erklärte dies damit, daß er höchst beredsam alle die Graucl schilderte, die man im Gesängnisie an ihm begangen.
Die leiblichen Qualen, die man ihm zuge
fügt, sowie die moralischen, hätten ihn in
einen Zustand verletzt, worin Niemand sür
Courr der i'er. c ajun. Pompl ie wenden ceaen
ilnsenduttg der stiil. kv'N f:ei uufiut.
Die beste Zcitsckrin-haltc sie.
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Scientiiic American.
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die iKiufteu ifi:iM;r.t,en ud üttr bis Fortschritte n Küiist und W is.tt'cha t i ro. ilrna 5 p.r:ofr, fl.ü fr 6 Monat., eittslleblzch ' v!t? Radotl für ge ten. El"z.,.e S.umirem 1 (S s. NlMilali paortanra v,nu cn IKuun Co., fcetauetifcer, i7 U$att ütoro, Jinu Z)o :k.
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Cisclldahll-Zcit-Tabcl!c.
seine Worte und Thaten verantwortlich kunst und Abgang der Eisenbahnzüge
sein kann. Er schilderte seine Gesühle, als
er im Winter in ein schmales, dunkles, feuchtes unterirdisches Verlies gesteckt
wurde und eine Zeit lang, 24 Stunden, nichts als ein Glas Wasser bcküm. Der Vater des Angeklagten konnte die
schreckliche Erzählung nicht ausstehn ; e
siel in Ohnmacht und bewirkte dadurch eine Unterbrechung des Verhörs. Es er
folgte eine böchst aufgeregte Szene. Alle
anwesenden Frauen schrien und schluchz tkN, und die starlstenMänner hättcnThrä
nen in den Augen. Der Hof vertagte sich.
Beim Wiederbeginn verlangte derStaats
anmalt Vorsührung der Gesängnibbeam
tcn. Man brachte Sie Tags darauf
Alcx. Sptzianko wurde gebeten, seine Er
zählung zu wiederholen, und er that es.
mdem er noch weitere empörende E'nzel
tzertcn hinzufügte. Sern Vater wurde
wieder krank, und man mutzte ihm erlau
cn, den Gerichtshof zu verlassen.
Die Gesängnikbeamten konnten die em
pöcenden Enthüllungen des jugendlichen Gefangenen nicht in Abrede stellen. Am 14. Oktober wurde da Urtheil verkündet.
Alex. Sytzianko und Leaky wurden aller
Rechte beraubt und zu 2 Jahren 8 Mona
ten harter Arbeit in Sibirien verurtheilt. Philippoff nach Verlust einiger Rechte zu
2jähriger Verbannung ;i Sibirien, Bli-
nost undKusnotzoff zu 4 MonatenFestung. ebenso Daniloff, Goluboff zu 2 Monaten.
Die anderen Angeklagten, worunter Prof.
Ztzranko, wurden freigesprochen. Am 25. Oktober wird dasselbe Gericht einen
Bürger Julisosf, eine Bürgersfrau Juli
soff, den Sohn eines Priesters Kojin, den Sohn des Staatsraths Balabuch, Dr.
Rudakosf und die Tochter des Sergeanten
Gangaz?sf wegen politischer Verbrechen in
Untersuchung ziehen.
in Indianapolis, an und nach Sonntag,
den 10. Oktober 1880.
Clebeland, Columbus, Cincinnati und Jndiana-
pol ö Eisenbahn, (tu Linc.) Abgang: Ankunft:
NABör-j- S.. 4.1s 33rn 2 St 2 ßjf ... 6.55 3? Union Acrom 6.4H m ' 6 i3 5LU & - tfr ..V2.?a) y.m
Ind'rl ZiKEx p M.UÄ in I Un cn tom ?.bb Nm Dayton & ti .lA)h Vm vost & it 2 5r ti.vb 9lm
Jl y & Cj 3 c c 7.1.0 iKrn ' Si Y et 2 fet .10 55 Na
Brighlwood Tiv sion, C. C. C. und I.
4.15 m 7.15 3Iin 6.4, m ihn ll.u5 Bm 11.15 Uttn
12 5v m
4.U5 Nm
3.10 Z m 6.05 Hot 6.11 S?m 5.ä5 1".3" im lü.Sb J.nt
7.20 j 12.J0 3.55 Nm
Pittsburg, Gincinnati und St. Louis EiscnbaH. (Pa.i Handle )
N I & 93 Grr 9 . 4.20 ftrn . R chm Äce e c. S 95 L
D t5 Er xc. Sri km 33m Ä 6 D Äcc cj. ö 3 15 Nm )l Z) & B Sif S h 5.4.i Jlm Danton vrj exe. S 4.20 4!m
N & Er-i- ...17.10 Nr
& Cr cic. S 5.41 Nm 3i t) o (S. .10.45 Nm TaytonExe,cSj?2j0N
Terre Haute, Vandalia und Lt.Loiö Eisenbahn.
MZtl Tram 7.0 B! i Tchl'elltua 4.' N
Tag Qtf v, h... 12.25 9t Terre Hiute .icc. 4 10 !im
Paclste ct:f S ...ir.o scm
Mail und cc.... K'.oo Vm Tag L?preß 5.3) Nm IKailunb üicc... 6 40 Nm
Cincirmatr, Indianapolis, St. LcmZ u. Chicago E'.sendahn. Uincinnati Division.
Cck Si L F Lj- s 4.15 Vm
l5li-ctr.natt Äc.. b.m
Chicago Ma'.l v e ?.10 Nm
St. Lou:S '2 all.. ti.Oa Nm
E'nc. Schnellzug 7.25 S? L hi. Sc et 2 Mattl?.' 0 Wt Westliche E:rreß. .Z5m CStL,Z2-t-..10.ödNm
Lafahctte Tibision.
Peo St Burl Ex. . 7.50 Vm
2d!M2!l5't2 per .vo Nrn
Westliche E.xreg. 6.4 J'm
6&iö ji'tsr cli.vO Nm
Ehic Schnergugf 3.k0 ?m 2:fatjttc2l.c ...ll.co S?ra Ehicago Mail .. ?..' Nm 4ieo & t)utl Ex 5.40 Sin
Jcffttsonville, Mad.scn und Indianapolis Eisenbahn. Scuthern Gr, t 3 4. 0 S5.n Jnd & Mad 3JIa.U0 00 Tm
2& Acc.t s.. 7.10 4 m
Jnd Sc Mad jfia.l 3.30 S!m
Ävenv x, V o.j
ttnb & atic Cr . .11.1X1 ZZm
N V N ff E.s.. .55 Nm L:2CH:FfIV.50Z.a
Indianapolis, Peru und Chicago Eiscnbahn.
T, Fr W- 2ap?x 7.3 Bn , Chi- Gr Rap Er l.W 83nt
Selbst sür das Gesetz ist es meisten theils ein mißliches Ding, sich in die Dis
ciplin und Zucht zu mischen, wie sie inner
halb der Familie gebt wird, aber kein Zweifel besteht wohl darüber, daß csEltern genug giebt, welche sich außerhalb des Haufes den Schein höchster Achtbarkeit zu geben wissen, im Kreise ihrer Familie aber von einer geradezu verbrecherischen Rohheit sich zeigen. Es kann daher für sittlich
C. vl G&ÜJttl'iaulUO Srn T. t W & 2arCjll.( 0 Vm Göi&li vS vSi c c Mü i.nt , Chi & nJi C Mail. 0 S.nt 25, Z & IS tlt S U.io Not . Te:. T & Zl LLLx 9.c5 Nm Jndiana, Bloomwgion und W:stcrn Eisenbahn. Pakör'ÄailexS 7.1ö Bm Allar.tic EzÄoil BurN JSx-j-ccll.Oi Nm tögi. erc Eonnt 5.Z0Nm ChavÄc-j- excS 7.'0 ,n Eaftein Sr Q ifjf 4.10 Zm sta&Terafcf ecS 1.55 Nm Ginc pti ez.c 12 35 Nm Indianapolis und St. Lcuiö Eisenbahn. Tag Exrieß. r c.. 7.45 Bm N ?) Gtf 4.10 Vm 2scal xrrß.... 5 !)!nt ndia. axoikAccll.t Lm t Ä it s ll-lo Nm i Tag Ex 5.! 5 Nm Eincinnati, Hamilton u.ZndianapclitEiserbahn. ma:l & GincinGj 4.15 Tm I Mail 12.15 Nm Äccsmmodatton . 5.S0 Nm itZestliche E;peß. 0.25 N Indianapolis und Vincenncs Eiscnbahn. Mail & (Tairo j 7.30 23: , L incennesAcc ..1.5 Am Lincennes Acc .. 4.10 Nm I Mail & Gairo Cj s.35 Nm Jridianapolis, Drcatur u.Spriugsicld Eisenbahn .
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