Indiana Tribüne, Volume 3, Number 15, Indianapolis, Marion County, 20 November 1880 — Page 4
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(Wochenblatt.) Cffke: Ecke Circle u. Meridianstr. Jm dritten Steck lEntered as second-class matter at the ,n i i. 1 , 1! 1 rosiomce at inaianapons, muiana.j Abonnements-Preise. In der Stadt durch die Post inZ HauS geliefert Pn Jahr im PorauS VerNummr $2.00 S KentS. Otto Schiss?l, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den LO.Novbr. 1880. MinoritätS Vertretung. I. Es ist noch immer ein ungelöstes Problem, wie man ohne Einführung einer schwerfälligen Maschinerie eine wahre Volksvertretung schaffen kann. Weder unser Congreß noch unsere Legislaturen sind Volksvertretungen im vollen Sinne des Wortes. Es kann vorkommen, daß die Mehrheit in diesen parlamentarischen Körperschaften nicht der Partei angehört, welche die Mehrheit des ganzen Volkes bildet, so daß also eine Volksminderheit eine Mehrheit in der Legislatur hat, und selbst wenn das nicht möglich wäre, so wäre bei unserem heutigen System eine entsprechende Vertretung der Parteischat tirungen unmöglich. Ja es kann vorkom men, daß in der Legislatur blos eine Partei vertreten ist, obwohl diese Partei nicht die Mehrheit des Volkes für sich hat. So war es möglich, daß die Präsidenten Lincoln und Hayes mit Volksminderheiten gewählt wurden, daß vor einem Jahre der Staat New Dork einen republikanischen Gouverneur wählte, während die Legislatnx demokratisch war. Manche unserer Leser werden diese Vorgänge vielleicht nicht ganz begreisen, weshalb wir dieselben durch einige Beispiele erläutern wollen. Nehmen wir an es bestünden zwei Parteien, Republikaner und Demokraten und eö wären 5 Vertreter in 5 verschiedenen Distrikten zu wählen, und das Resultat j Ware folgendes : Re?. KV 500 600 100 100 Dem. Rep.Maj. Dem.Ma' 40) 100 400 100 400 100 800 700 800 1C0 1. Distrikt.. 2. Distrikt.. 8. Distrikt.. 4. Distrikt. . .5. Distrikt.. 1700 2800 300 1400 Das Resultat einer solchen Wahl wäre also das, daß die Demokraten, trotzdem sie im Ganzen 2800 Stimmen abgaben, also eine Majorität von 1100 Stimmen haben, doch nur zwei Vertreter wählten, während die Republikaner mit 1700 Stimmen drei Vertreter wählten. Nehmen wir nun an, die legislative Körperschaft bestünde aus diesen fünf Vertretern, so hätten die Republikaner trotzdem sie eine Minderheit des Volkes repräsentiren, doch die Mehrheit in der Legislative. Und angenommen, diese fünf Distrikte bildeten den Staat und es lräre ein Gouvernör zu wählen, so würden natürlich die Demokraten den Gouvernor durchsetzen. Setzen wir nun den Fall, cs wären drei 'Parteien im Felde und das Resultat wäre folgendes : Rep. Dem. Nat. 250 Stimmen. 2Sl Stimmen. 2ö0 Stimmen 2S0 Stimmen. 250 Stimmen. 1. Distrikt. 2. Distrikt. 8. Didrikt. 4. Distrikt. 6. Distrikt. 300 250 306 ?50 800 250 800 250 300 250 1500 1250 125V .Hier wäre nun die ganze Legislatur republikanisch, weil die Republikaner in jedem Distrikt mehr Stimmen haben als jede einzelne der anderen Parteien. 1500 Republikaner wählen sünf Vertreter und den Gouvernör, während die Mehrheit deS Volkes aus 2500 Stimmgebern bestehend, die sich in Demokraten und Nationale tbeilen, absolut gar keine Vertretung hat. Hier haben wir ein Beispiel von einer vollständigen Minoritäts Herrschaft. Dies sind Beispiele, wie sie sich, wenn auch mit größeren Zahlen in Wirklichkeit zutragen, oder zutragen können.
Nehmen wir an, der Staat New Jork
wählte mit einer demokratischen Mehrheit von 20,000 Stimmen seine 35 Präsidentschaftselektoren, und der Staat Iowa mit einer republikanischenMehrheit von 80,000 Stimmen seine 11 Elektoren, dann würden die beiden Staaten zusammengenommen eine republikanische Mehrheit von 60,000 Stimmen abgeben. Durch die Trennung aber ist das Ergebniß eine Mehrheit von 24 Elektoralstimmen zu Gunsten derDemokraten. So kann es kommen, daß der erwählte Präsident eine Volksminderheit vertritt. Es hat sich in Folge dessen eine Praxis eingeschlichen, welche man mit dem Kunst ausdruck "gryniauder" bezeichnet. Das Wort kommt von dem Namen eines Congreßmitgliedes, welches die .Praxis zuerst empfahl. Dieselbe besteht darin durch ge eignete Distriktseintheilung einer Partei die Herrschaft zu sichern. Sie besteht darm, vie Anyausung großer cajomalen mm m m rcv . . der herrschenden Partei zu verhindern und deren Vertheilung über eine großeZahl von Wahldistrikten zu reguliren, gegenüber der Minderheitspartei aber das umgekehrte Resultat zu erzielen. Als Beispiel, wie die Geschichte gemacht wird, wollen wir folgenden Fall annehmen. Zwei Congreßdistrikte liegen nebeneinander; der eine giebt eine demokratische Mehrheit von 800, der andere eine republikanische Mehrheit von 200 ; eines der zu dem demokratischen Distrikte gehörenden Grenzcounties giebt für sich eine demokratische Mehrheit von 400; schneidet man dieses County vondem demokratischen Distrikt ab und fügt es dem republikanischen Distrikte zu, so wird zwar die Mehrheit des ersteren auf 400 reduzirt, während sie vorher 800 war, dagegen verwandelt sich die republikanische Mehrheit von 200 des anderen Distrikts in eine demokratische Mehrheit von 200. Während also vorher der eine Distrikt republikanisch und der andere demokratisch war, sind jetzt beide Distrikte demokratisch, ohne daß sich die politische Ueberzeugung auch nur eines einzigen Stimgebers geändert hat. Oder gesetztenfalls es lägen drei Distrikte nebeneinander, welche wie folgt stimmen : Rev. 1000 1800 1800 4600 Dem. 1800 1007 1000 Maj. Dem. 800 Rep. 8u0 Dem. 80o 1. Distrikt 2. Dirstikt 3. Distrikt 8800 Stimmen. Hier ist also ein Distrikt demokratisch und zwei sind republikanisch, jeder Distrikt giebt 2800 Stimmen ab, also die drei Distrikte zusammen 8400. Die Republikaner haben im Ganzen eine Mehrheit von 800 Stimmen. Wenn jetzt dieDemokraten an'sRuder kommen,und "gymanctein', werden sie eine Eintheilüng treffen, welche die demokratischen Stimmen vertheilt, dagegen die republikanischen konzentrit, etwa wie folgt : Rev. Dem. Maj. 1. Distrikt 2. Distrikt 8. Distrikt 1000 800 Rep. 1200 13"0 1500 Dem. 200 1200 1500 Dem 50? 4600 3800 Stimmen. Während nun vorher die Demokraten einen Distrikt mit 800 Majorität gewannen, haben sie jetzt nirgends eine größere Mehrheit als 200. Die Republikaner aber, deren größte Majorität vorher 800 war, haben jetzt in einem Distrikte eine Mehrheit von 1200. Dagegen sind jetzt zwei Distrikte demokratisch und einer republikanisch, währendes vorher umgekehrt war, trotzdem jeder Distrikt wie vorher seine 2800 Stimmen abgab, und trotzdem die Gesammtstärke der Parteien dieselbe geblieben ist, und nicht e i n Stimmgeber sein Votum geändert hat. Die Aenderung in dem Resultat ist lediglich durch eine geschickte Distriktseintheilung herbeigeführt. Daß dies ein Uebelstand ist, welcher den Volkswillen nicht zur Geltung kommen läßt, ist begreiflich. Was nun die Präsidentenwahl betrifft, so läßt sich durch Einführung einer direkten Wahl leicht abhelfen. Ungleich fchwerer ist dies aber in Bezug auf die VolksVertretung. Da sind schon die verschie densten Probleme aufgestellt worden, aber sie erwiesen sich entweder als ungenügend, oder praktisch schwer durchführbar. In Illinois hat man folgende Einrichtung getroffen: Der Staat ist meine
gewiffe Anzahl Distrikte getheilt, von denen
jeder drei Legislaturmitglieder wählt. Nun braucht der Stimmgeber aber nicht drei verschiedene Namen auf seinen Zettel zu schreiben, sondern er kann einen und denselben Namen drei Mal, oder auch einen Namen zwei Mal und einen ein Mal, oder zwei Namen je ein und ein halb Mal schreiben. Auf diese Weise kann die kleinere Partei, indem sie ihre Stimmen auf einen Namen konzentrirt, dieselben gleichsam verdreifachen und so einen Vertreter durchsetzen. Dies bilft dem Uebel aber nur theilweise ab, denn erstens ist das Verhältniß der Stimmen nicht immer 2 zu 1, auch muß, wenn mehr als zwei Parteien bestehen, die schwächste immer leer ausgehen, und dann sind der relativ stärksten Partei, selbst wenn sie nicht die absolute Mehrheit hat, immer zwei Vertreter sicher. Auch ist die Vertretung keine gleichmäßige im ganzen Staate, weil die Majoritätsverhältnisse in den verschiedenen Distrikten niemals die gleichen sind, auch verhindert das System das "gerrymandem" nicht. Es läßt sich denken, daß das Problem der richtigen Volksvertretung schon viele Köpfe beschäftigt und verschiedene Pläne zu Tage gefördert hat. Der Besprechung dieser Pläne werden wir einen Artikel in unserer nächsten Nummer widmen. m i Große Überschwemmungen in Italien haben neuerdings viel Schaden angericht?t. Die belgischen Kohlenarbeiter wollen einen europäischen Kongreß, der im nach Nen Jahre stattfinden soll, einberufen. Als erste Pflichtjedes Jrländers wird es jetzt gehalten sich ein Gewehr anzuschaffen, als zweite es zu brauchen. Die Stadt Agram (Kroatien) wurde abermals durch heftige Erdstöße erschüttert. Fast sämmtliche Einwohner ergriffen die Flucht. Die Ernte von Peanuts" (Erbsnüs. sen) in den Ver. Staaten beträgt in die sem Jahre 52,150.000 für eben so viele Bushel. In Madrid verhaftete man dieser Tage mehrere Frauen unter der Anklage, den König Alfonso und die Königin be leidigt zu haben. Aus Genf in der Schweiz wird ein Sieg der Radikalen gemeldet, welchen dieselben bei den Wahlen für den National rath errungen haben. In Harrisburg, Pa., wurde am Dienstag ein 70jähr!ger Farmer von zwei Einbrechern ermordet. Der Mann hin terläßt eine Wittwe mit 14 Kindern. Einer statistischen Berechnung zufolge nimmt Jndiana unter den Weizenstaaten, d. h. unter den Staaten, die den meisten Weizen liefern, den zweiten Rang ein. Parnell wird in England im Bilde verbrannt und der gute Mann macht sich daraus gar nichts. Er sagt sogar daß sie ihn prügeln bürstn wenn er nicht dabei ist. Der Communard Blanqui hat in Parts ein neues Tageblatt gegründet. welches den eigenthümlichen Titel führt: Ni Dieu, ni Maitre" (Weder Gott noch Herr.") In Chicago nimmt die Mordmanie furchtbare Dimensionen an. Ueberall dieselbe Klage. Und doch leben wir imJahr hundert des Fortschritts und der Jnlelli' genz. Zwei der zum Strang verurtheilten Nihilisten wurden am Dienstau Morgens 8 Uhr vor der Festung zu St. Petersburg erhängt. Kein Zweifel, daß aus ihren Gebeinen Rächer erstehen werden. Parnell'S Gesundheit ist durch die übermäßigen Anstrengung., welche ihm durch die Agitation in Irland auferlegt wurden, so geschwächt, daß er sich wahrscheinlich nach dem Süden Frankreichs be geben muß. In Philadelphia ist in ihrem 88. Lebensjahre Lucretia Mott gestorben. Sie war eine wackere und muthige Kämpserin für Frauenrechte und ihr Name ist auch mit allen Anisklaverei-Bestrebungen eng verknüpft. Wenn nur die Hälfte der amerikanischen Frauen von ähnlichen Gesinnungen beseelt wäre, wie Lucretia Mott es war, so müßte es in diesem Lande ganz anders und zwar viel besser aussehen.
C.F.
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(SCHMIDT'S rtic berühmteste und besteingerichtetste
und "Invifforatinsf Malt-Extract
vorzüglich anerkannt. Austrage zum Verschiffen von Lagerbler auf allen Eisenbahn Lmien werden prompt erfüllt.
L Diejenigen Hamburger Bürger welche mit Ausweisung b?ehrt werden, müsien wenn unoerheirathet binnen 24 Stunden, wenn verheirathet binnen drei Tagen ihr Bündel geschnürt haben. O du einziges, , deutsches Sklaven Reich ! Vom Frauenrechts-Territorium Wy oming wird berichtet, daß derRepublikaner Swan lerne Erwählung zum Congreßmit glied hauptsächlich den dort stimmberech tigten Frauen verdankt, die sich sehr eifrig an der Wahl betheiligten. Innerhalb fünf Minuten nach ihrer Scheidung von dem Gatten ihrer einstigen Wahl ließ sich Frau Sarah E. Lee in Charleston, JllS. mit einem neuen Lebens geführten trauen. Wir leben eben in dem Jahrhundert des Dampfes, wo AlleS mit besonderer Geschwindigkeit geht. Die demokratische Preffe ist auf ein mal in Bezug auf die Chinesenfrage mäuschenstill geworden. Sie will den Betrug mit dem Cbinesenbrief, der von prominen ten Demokraten ausging jetzt todtschwei gen. Der heiklen Chinesenfrage selbst sind die Demokraten ja von jeher aus dem Wege gegangen. Der Geschäftsführer der Zeitung .Triboulet" zu Toulouse ist dazu verurtheilt worden, dem Minister des Innern 12,000 und dem Präfekten von Toulouse 6000 Frcs. wegen Beleidigung zu zahlen. Nicht allen Geschäftsführern von Zeitun gen wäre eö möglich solche Strasen zu entrichten. In Frankreich war der Genuß von 'Pferdefleisch noch niemals so allgemein als im Augenblicke. In Paris allein werden jetzt jährlich .zwei Millionen Pfund davon verkauft. Wir haben Ursache anzuneh men, daß der Absatz dieses Fleisches nicht der Delikatesse wegen, wohl aber der Billigkeit halber so groß ist. Des Clären Zustand ist noch immer sehr bedenklich und seine neue Frau läßt es deshalb nicht anAnstrengungen fehlen, um eine öffentliche Trauung mit dem Czaren zu beschleunigen. Denn wenn sie nur ein mal die hohe Ehre erreicht hat und wenn ihre Kinder in den großfürstlichen Rang eingesetzt sind, dann mag der alte Mann nur abkratzen. Aber Unkraut verdirbt scywer. Bei dem neuesten Minenunglück, der Explosion in der Food'schen Kohlengrube zuStellarten (Neuschottland), büßten wie der einmal sechzig Bergleute ihr Leben ein. Die Untersuchung wird zwar wie bis jetzt ersichtlich, feststellen, daßNachlässigkeit und niedere Habsucht der Eigenthümer dasUn glück herbeiführten, aber den unglücklichen .Wittwen und Waisen dürfte damit nichts gedient sein. Verunglücku'ngen in den preußischen Bergwerken. Nach einer Nachweisung, welche die preußische Bergverwaltung über Verunglückungen mit tödtlichem Au?gange beim Bergwerkbetrieb im Jahre 1879 an gestellt hat, wurden in demselben 233.617 Arbeiter beschäftigt, von diesen verunglück ten tödtlich 575. d. i. je einer von 410 Mann, im Jahre 1878 je einer von 428 Mann. Der Steinkohlenbergbau weist die höchste Ziffer derVerunglückungen auf. indem sich dieselbe acht Stufen höher cls im Jahre 1878 stellt. Nach einer weiteren Nachweisung haben sich die Verunglückun gen mit Arbeitsunfähigkeit beim Berg, werksbetriebe im Jahre 1879 derart berech nen laffen. daß 2282 Personen vorübergehend arbeitsunfähig und 143 dauernd arbeits und erwerbsunfähig wurden. Daraus Ist abermals ersichtlich, daß die Behauptung vom Arbeitcrrisiko keine leere Phrase ist.
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MW L ? mmu A 5 SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei ?m Staate. Mein Laaerbier Bottle Leer" ist vor allem anderen ol C. F. Schmidt. Und so geben sie Eins nach demAndern hin. Das neugebackene französischeMini stenum Ferry. welches den Kampf gegen die katholischen Orden so kräftig durch führt, mußte seine Entlaffung nehmen, ' weil die Mehrheit der Deputirtenkammer seinen Plänen zur Reform der Schulge setze entgegen war. Man erkennt Gam betta's Hand, welcher mit Leon Say sofort zum Präsidenten Grevy gerufen wurde. ' j Bismarck Andraffy. Pariser Blätter j setzen eine interessante Verlobungsnachricht in die Welt, welche wir natürlich nur mit . gebührender Reserve wiedergeben. Der Sohn des deutschen Kanzlers, Graf Wil Helm Bismarck, soll nämlich während sei nes jüngsten Aufenthaltes in Ungarn, zu welcher Zeit er auch in Terebus weilte, um die Hand der Comteffe Irma An draffy, der Tochter des Grafen Andraffy, angehalten haben. Im Zuchthause zu Trenton, N. I., hat sich dieser Tage ein Sträfling Namens Haines ermordet, weil er die grausamen Strafen des Direktors G. Mott, die ihn dieser wegen eines mißglückten Flurs -:r suches auferlegte, nicht mehr au' ; ;n konnte. Es ist eben nicht das kleinste , Uebel unserer Zeit, daß Aemter, wie z. B. die der GefängnißDirekloren nur an Günstlinge vertheilt werden worunter sich sonderbarerweise selten ein Mensch, der. das Herz auf dem rechten Flecke hat, be findet. , - Die Neueintheilung der Congreßdi strikte, wie sie durch den neuen CensuS nothwendig geworden ist, dürfte, wenn die Zahl der jetzigen Abgeordneten beibehal ten wird, derart sein, daß auf je 170,000 Einwohner ein Congreßmann kommt. In '' diesem Falle werden die Neu-England Staaten 4 und die Mittel-Staaten 6 Sitz verlieren, dagegen aber der Westen 7 und der Süden 3 gewinnen. Die Verände rungen in der Congreßverlretung der ein zelnen Landestheile würde im Vergleich zu der in 1873 vorgenommenen Eintheilüng. in 1883 wie folgt sein r 1873. 1883. , Neu England-Staaten ... 28 24 Mittel-Staaten 68 62 West-Staaten 92 9ö Süd-Staaten 105 108 Zusammen 293 293 Gewiffe Zeitungen stellen sich jetzt die hohe (?) Aufgabe die Leute vor dem Lum pengesindel (?) das jetzt nach Ankunft des harten Winters, bettelnd von Haus zu Haus zieht, zu warnen. Jene Zeitungen' erzählen ganz gruselige Geschichten von den Missethaten und Verbrechen dieser Tramps und versichern, daß diesen Bur , schen nichts heilig ist, und daß sie AlleS , mitnehmen, was ihnen zufällig in die Fin ! ger kommt. Nun wir gestehen ja gerne, daß es nur Bettler, niemals die zur .des fern Klafft gehörenden sind, welche sich j mit solchen Kleinigkeiten abgeben und e mit dem Mein und Dein nicht immer ganz genau nehmen. Aber wäre es nicht auch ) hier am Platze Ausnahmen zu machen, und nicht die ganze Gesellschaft über einen Kamm zu schweren? Außerdem mögen jene Zeitungen unsere herrliche Gesell schaftsordnung allein für die vielen brod losen Existenzen verantwortlich machen. Wenn eö dem Menschen ganz und gar un möglich gemacht wird, sich durch Arbeit f Brod für den hungrigen Magen und Klei dung für den frierenden Körper zu erweri den, so sollte man nicht z'i strenge mit ihm ! ins Gericht gehen, wenn er sich von dort her mit dem Nöthigen versieht, wo er es im Uederfluß findet.
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