Indiana Tribüne, Volume 3, Number 13, Indianapolis, Marion County, 6 November 1880 — Page 5

Jndiana Tribüne.

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Lokales.

Unsere auswärtigen Abonnenten ersuchen wir hiermit, uns die noch rückstän. digen Abonnementsgelder zuzuschicken. An unsere Leser. Wir ersuchm alle diejenigen unsrer verehrlichen Leser, welche ihre Wohnung wechseln, uns ihre neue Adresse zukommen zu lassen, damit das Blatt zeitlich in ihre Hände gelangt. Die Redaktion. Der Danksagungstag ist auf den 25. d. M. festgesetzt, worauf sich zu freuen die Turkey's keine Ursache haben. cT Am Montag Nachmittag wurde für die neuen Keller der Schmidt'schen Brauerei der Grundstein gelegt, womit zugleich eine sehr hübsche Feier verbunden wurde. Die Freunde und Kunden der Schmidt'schen' Brauerei hatten sich dazu eingefunden und bei den herrlichen Klängen der Musik und dem ausgezeichneten Produkt der Brauerei vortrefflich amüsirt. ZS- Am Montag erlitt der Arbeiter Cassius Austin schwere Verletzungen indem er von einem Gerüst an der an Süd Deleware Straße befindlichen Evans Ochl Mühle fiel. Folgende Wirthe erlangten Lizensen : John Bernhardt, Peter Egan, Ernst Base, P. Monahan. Henry Schmomeyer, Samuel E. Dinnin, Langender & Schlicht, Simon Koch, Charles Wagner, Peter Fritz, M. C. White, AntonSchmidt, Conrad Linden, MichaelFries und Morris Donavon. ! LS" Die schöne Zeit der jungen Liebe wollte bei dem Ehepaar Amalie und John Bollinger nicht ewig grünen. Die Leute sind erst seit letzten Mai verheirathet und dennoch bittet jetzt schon Frau Amalie das Gericht, ihr die Ehesesseln abnehmen zu wollen. Es wird ihr nämlich eine sehr brutale Behandlung von ihrem Gatten zu Theil und darum will sie von demselben befreit werden. Clara D. McClelland klagte auf Scheidung von ihrem Gatten Howard McClelland. Ihre Klage stützt sie darauf, daß ihr Mann nicht Willens ist, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. fi& Fritz Kutzner, ein dreizehnjähriger Knabe, erlitt am Mittwoch sehr schwere Verletzungen, indem er in einem Fracht bahnhofe zwischen einem Frachtwagen und einer Leiter, welche zum Verladen gehört, gerieth. öS" Jesse N. Foat die neulich für irr finnig erklärt wurde, unterzog man einer abermaligen Untersuchung und dieselbe ergab, dafc sie völlig gesund ist. 5 John Oliver, an Madison Ave. wohnhast wurde vorgestern Abend verhaf tet, weil es in seinem Oberstübchen nicht recht richtig ist und man Grund hat, zu befürchten, da& er sein Haus in Brand stecken wird. jß&- Morris Hallen wurde vorgestern verhaftet, weil man vermuthet, daß er zu den Strolchen gehört, welche am Dienstag an der Ecke der Südstraße und Virginia Avenue einen alten Mann mit Steinen warfen. J5ö Josiah Booker der frühere Schatz meiste? der O. P. Morton Loge No. 1987 der Odd Fellows und sein Bürge Thomas Heston wurden am Donnerstag von ge nannte? Loge verklagt well Booker mit einem Betrage von $247 im Rückstände ist und trotz aller Ermahnungen das Geld nicht gutwillig herausgeben will. J53T Eine Schiebaffaire ereignete sich am Mittwoch zwischen 12 und 1 Uhr an Süd Illinois Straße. William Watson, ein Angestellter der Western Union Tele graph Compagnie" feuerte einen Schuk aus I. McHugh, dem Besitzer eines Putz waarengeschästes an SüdJllinois Straße. Der Schutz verfehlte zwar das beabsichtigte Ziel aber durch das Pulver wurde Mo Hugh's rechtes Auge verletzt. Der Ver mundete wurde sofort nach Hause gebracht, während Watson im Stationshause Qua tier nehmen mußte. Watson sagt nun, daß er Tags zuvor als er Garfield hochle. ben ließ, von McH.kgh, der ein eifriger Demokrat ist, bedroht wurde, geschossen zu werden, und daß er dadurch gereizt wurde, während McHugh sagt, daß er am Wahltage dieStimmenabgabe vonWatson beanstandete und daß dieser deshalb Rache an ihm genommen habe. William A. Clover wurde am Montag von seiner Frau Captolia ge-schieden.

Freidenkerverein Sozialer Turnverein. Die reiden obigen Vereine veranstalten morgen Abend in der Turnhalle eine De batte, in welcher die Stellung der Radika len zu den beiden alten Parteien behandelt werden soll. Das Thema ist gewiß interes sant und jeder Freidenker sollte es sich angelegen sein lasien die Meinung seiner Freunde in dieserFrage zu hören.sowie sei. ne eigene darüber kundzugeben. Wir hoffen und erwarten deshalb, daß morgen Abend die Turnhalle nicht nur von Mitgliedern undFreundcn der Vereine gut besucht wird, sondern daß sich auch recht Viele activ an der Debatte betheiligen. In der Turnschule des Sozialen Turn Vereins herrscht legt zu seder Zeit ein regeS Leben. Die Uebungen für daS am 21. November stattfindende Schauturnen werden mit FWß einstudirt und es scheint beinahe so. alS ob das diesjährige Schau, turnen das im vorigen Jahre cbgehaltene noch übertreffen sollte. Vergiftet. Am Sonntag Nachmittag nahm Frau Birchall eine Portion Opium um ihrem Leben ein Ende zu machen. Sie erreichte ihren Zweck, denn alö man gegen 6 Uhr Abends einen Arzt rufen lies war die Frau bereits eine Leiche. Die Lebensmüde war die Gattin von F. Birchall,' der Besitzer eines Ladens No. 119 Süd JllinoisStraße ist. Die Leute hatten bisher immer ein gutes Auskommen, lebten aber nicht glücklich miteinander und das soll der Fra Veranlaffung zu der verzweifelten That gegeben haben.

3T D i e S o n n t a g s s ch u le, welche vom hiesigen Freidenkervein ins Leben gerufen wurde nimmt einen gerade zu riesigen Aufschwung. Der Besuch ist ein so starker daß zwei Klaffen kaum mehr ausreichen, denn die Zahl der Schüler be laust sich aus 8090. Sämmtliche Schü ler besuchen die Schule mit großer Freude und der Unterricht welcher dort ertheilt wird, bewirkt ohneZweifel sehr viel Gutes. Am letzten Sonntag wurde zum ersten Male mit dem Singunterricht begonnen. Der Freidenkerverein hat schon jetzt alle Ursache mit dem Resultat seinerBemühungen sehr zufrieden zu sein. fi" Am Sonntag Nachmittag gaben die meisten hiesigen Musiker dem Herrn Theodor Marggraf das letzte Geleite. Auf dem Heimwege benützt n dieselben einen großen Wagen, der von vier Pferden ge zogen wurde. Der Kutscher kam jedoch vom rechten Wege ab und einem Abhang zu nahe. Die Pserde wurden widerspenstig und der Wagen sammt Insassen fiel in Folge deffen den Abhang hinunter. Es läßt sich denken, daß dadurch eine große Verwirrung unter den Leuten entstand um so mehr als es sich bald herausstellte, daß die Insassen alle mehr oder weniger bedeu tende Verletzungen erlitten hatten. Die Verunglückten wurden sofort nach 'Hause gebracht, wo ihnen örtliche Hilfe zu Theil wurde. Die Betheiligten dürfen wohl kaum darauf rechnen, Schmerzensgeld zu erhalten, denn der für die Affaire allerdings verantwortliche Kutscher wird wohl nicht im Stande sein, irgend welche For derungen zu besriedigen. jc& Mary O'Connor wurde Montag Abend ins Stationshaus gebracht. Sie ist wahnsinnig, wohnte bisher in Logans Port und war schon früher einmal im Jr renhause. Dem Herrn James Duckmall, Ecke der Illinois und Siebenten Straße wurde am Montag ein Pfaid und Buggy gestohlen. In Cary's Küferwerkstätte verun glückte am Montag ein Arbeiter Namens Simon Paddock, indem er von dem Dache der Werkstatte fiel. SZg An anderer Stelle haben wir be reits mitgetheilt, daß eine Anzahl der Musiker, welche am Sonntag ihrem (Sollegen Thec. Marggraf das letzte Geleite gaben auf dem Heimwege vom Kirchhofe verunglückten. Nun wollen die hiesigen Musiker zum Benefiz der Verunglückten morgen Abend im Park Theater ein Conzert veranstalten. Es unterliegt jedenfalls keinem Zweifel daß das Conzert gut be sucht wird, denn Jeder wird gerne etwas zu dem guten Zwecke beitragen. Auch ein sehr reichhaltiges Programm ist für die Unterhaltung ausgestellt. Catharina Miller klagte auf Scheidung von Friedrich Miller weil die ser dem Trunke ergeben ist, und darüber seine Familie vernachlässigt.

Alvin Leonhardi, ein junger Zim

mermann, welcher No. 300 GeorgiaStraße wohnt, verunglückte am Dienstag Vormittag indem er in Jndianola von einem Dache fiel, daS er decken sollte. Er fiel von einer Höhe von etwa zwanzig Fuß und seine Verletzungen find so schlimm, daß er wohl mehrere Monate arbeitsunfähig sein wird. SS Rosina Plum und A. Plum find zwar erst seit einem Jahre in Hymnens Feffeln geschmiedet, aber trotzdem wurden dieselben der Frau Plum schon sehr drü ckend und sie ersuchte deshalb das Gericht um ein Scheidungsdekret. Sie wird näm lich von ihrem Manne sehr schlecht behan delt. M i m Der Bericht deö Generalpostmeisters für das am 30. Juni beendete Fiscal.Jahr 1879-80 ist wie folgt: Sinnahmen. Für Marken ,e $31,494,120 15 Postanweisungen ö69,?0S 25 Diverse 1,552,153 94 tzhS,315,479 34 Ausgaben. Für diese Jahr $36,101,820 33 Für Nachträge vom Vorjahre. . 440,983 30 $36,642,803 68 Die Einnahmen find um 4,037,962.39 größer als im Vorjahre, die Ausgaben um 3,028,382.85 größer. Der Gencralpost meist schätzt die Ausgaben für 1881-82 auf etwa 40,000,000. Am Samstag Abend fand in Denver, Col. eine Anti-Chinesen Demonstration statt, welche einen blutigenAusgang nahm. Die Chinesen wurden nämlich durch dieselbe so erbittert, daß die ganze schlitzäugige Horde ausrückte.und ihre Gegner mit Pistolenschüsse traktirte. Das erneuerte wieder dieWuth der chinesenfeindlichen Menge so sehr, daß bald eine allgemeine Schlagerei an welcher sich 3.000 Menschen betheiligten, entstand. Natürlich zogen dabei die Bezopsten den Kürzeren. Die Wohnstätten derselben wurden zerstört. Vielen wurden sogar die Zöpfe abgeschnit ten und ein Chinese wurde erhän t vor der Thüre seines Wohnhauses gesunden. Es wäre recht schlimm, ja schmachvoll, wenn es so weit käme, dass die Chinesenfrage auf solche Weise gelöst werden müßte. Aus Paris schreibt man : Äie Existenz der Postmarken, die den Verkehr so sehr erleichtert haben, scheint bedroht, falls man nicht für ihre Entwerthung ein beste res Mittel ausfindig macht als die jetzige Schwärze. Ein Correspondent des Figaro" hat dem französischen Ministerium unlängst 60 Postmarken eingesendet, welche er von dem Stempel so gereinigt hatte, daß keine Spur davon zu entdecken war. Das Ministerium hat darauf nicht erwi dert. Nun hat Herr Cree, so heißt der Einsender, dem Pariser Boalevardblatte 20 andere Postzeichen eingesendet, welche ebenfalls so gereinigt sind, dab sie keine Spur des Betruges aufweisen. Wenn alle Inhaber abgestempelter Marken von dem Cree'schen Geheimnisse wüßten, so wäre es mit den Postzeichen vorbei, meint der Figaro." Fraglich bleibt dabei aber doch noch, ob nicht das Reinigen mehr kostet, als der Preis der Postmarken deträgt. Das Unheil, welches die Einführung der Getreidezölle in Deutschland zu: Folge haben mußte, gibt jetzt in allen Gegenden Deutschlands Veranlassung zu den ernste sten Besorgnissen. Die Steigerung der Roggenpreise hatte selbstverständlich die Vertheuerung des Brodes zur Folge, und dieselbe macht sich bereits in solch fürchter licher Weise sühlbar, daß dadurch jetzt im Nordwesten Deutschlands die erste öffent liche Kundgebung für Aufhebung der Getreidezölle veranlaßt wurde. Dies geschah vom Bürgervorsteher-. Collegium von Leer. Wir sind allerdings derUeberzeugung, daß sich der Staatsmann Bismarck um das Verlangen einer einzelnen kleinen Gemeinde nicht einmal kümmern wird. Das ganze deutsche Volk muß sich gegen di: verruchte Politik Bismarcks erheben und zwar mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln. Aber wir fürchten sehr, daßBismarck dem deutschen Volke den Brodkorb noch viel höher hängen muß, bis der deut-' sche Michel aus dem Schlafe gerüttelt wird.

Die Republik Frankreich oder viel mehr das französische Ministerium setzt den Kampf gegen die Jesuiten unerschrocken fort. Ob es lange dauern wird?Z Aller dings hat das Ministerium die moralische Unterstützung der civilisirten Welt und einer Mehrheit des französischen Volkes. Aber die Clerikalen haben schon einmal solche Hindernisse überwunden.

Die Untersuchung in der gegen den Mitarbeiter der Truth". Kenvard Philip, erhobenen Anklage bezüglich des Chine senbriefes dauert fort, doch erregt dieselbe nicht mehr soviel Interesse als die im Anfange der Fall war. Das ist auch sehr begreiflich, denn nachdem die Schlacht ent schieden ist kommt eS nicht mehr so genau darauf an, ob hier eine erbärmliche Fäl schung oder eine niederträchtige Wahrheit vorliegt. Mit derEntscheidung desWahl kampfeö ist bei beiden Parteien das an gebliche Jntresse, welches sie an der Chine senfrage genommen haben, wieder ver schwunden. Indeß unterliegt eS jedoch keinem Zweifel,daß die Untersuchung die Anklage gegen Philip bestätigen wird. Es ist bereits constatirt. daß der Angeklagte eine außergewöhnliche. Fertigkeit im Nachahmen von Handschriften besitzt, und er stellt es auch nicht in Abrede, daß er von dieser Fertigkeit schon häufig Gebrauch gemacht hat, obwohl er behauptet, daß dies immer nur auf Scherz beruht habe. Nun vielleicht gelingt es ihm auch noch, die ganze Geschichte als einen Campagne scherz hinzustellen. Die neue Aktiengesellschaft derOneidaGemeinde. Das bereits mitgetheilte Ge röcht, daß in der Organisation der Onei daer Apostel der freien Liebe eine große Veränderung bevorstehe, hal sich bestätigt. Albert Kinsley, Henry W. Burnham und sieben Andere von Lenox, Madison Co., N. Y., haben dieser Tage in Albany AssociationsArtikel einer Gesellschaft einge reicht, die als die Oneida Community Limited" bekannt sein soll. Sie will fabri nren und verkaufen : Fallen zum Fangen von Wildthieren, Maschinerien, Maschi nisten-Werkzeuge, GrauEisen, gehämmerte und Messingguß'Artikel, Ketten verschiedener Größe und allgemeine Eisen Waaren Artikel; sie will Faden, Battiste und andere Artikel aus Seide und sonsti gen Materialien fabriziren, färben und verkaufen. Syrup und Zucker von Mais, Runkelrüben und andere Substanzen bereiten, sich mit derFabrikation von Tischen, Korbwaaren und Zierrathen befasien, Landwirthschaft mit Einschluß der Vieh zucht betreiben, sich mit dem Buchdrucke rei, Verlags und Buchbinderei-Geschäft befasien. Speisehäuser, Leihställe, Kauf lüden halten; Lieferantendienste fürExkuc sionisten besorgen, Schuhe, Stiefel, Klei der, Blechwaaren fabriziren und verkau fen, das Zahnarzt. Hufschmied und Holzdrechsler Geschäft betreiben. Die Hauptlokalitäten sollen in dir Nähe der Commune in den Gemeinden Lenox und Vernon in den Counties Wallison und Oneida und zu Niagara Falls und Wallingford County im Staat Connecticut sein. Das Kapital besteht in $600,000, in 24,000 Aktien zu je $25 getheilt. Es kann unsern Herren Aerzten, welche die größten Menschenfreunde und Wohl thäter sein sollten, aber es in der Regel nicht sind, nichts schaden, wenn sie Nach stehendes lesen : .Das Berl. Tagb'." schreibt : Auch in Berlin giebt es jetzt weibliche Aerzte, an deutsche Universitäten promövirte Doktorinnen" der Medizin. Eine dieserDamen, welche im Norddistrikt der Residenz domi zilirt, hat sich dort eines besonders guten Renomees zu erfreuen ; man rühmt an ihr hauptsächlich ein außergewöhnlich men schensreundliches Benehmen gegen jeden ihrer Patienten und namentlich auch ein sehr vertrauenerweckendes und liebensmür diges Ween, den Damen gegenüber. Schon aus diesem Grunde ist das Warte zimmer des Fräulein Doktor" in den Sprechstunden stets überfüllt von Patien ten, die ihre Hülfe in Anspruch nehmen wollen. Unter diesen befinden sich schon Manche, die einen glücklichen Erfolg der unternommenen Kur zu verzeichnen hab '. Das Fräulein von der Medizin verfolgt zudem noch besonders lobenswerthe, humane Zwecke; an zwei bestimmtenTagen in der Woche hält sie in einem Saale der Schönhäuserstraße Sprechstunden ab, für unbemittelte Patienten, in welcher Zeit sie unentgeltlich Jeden ärztlich behandelt, der ihre Hülfe sucht.

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133 Ost Maryland Str. Indianapolis, Ind. Der Wydener Congretzder Sozialdemokratie hat die deutsche Regie rung zu erneuter Thätigkeit bezüglich der Ausrottung der Sozialisten angespornt. Unsere Leser wissen bereits, daß der klnne Belagerungszustand über Hamburg und Umgegend verhängt worden ist, und nicht gar zu lange wird es dauern, bis man von anderen sündhaften Städten erfährt, für welche ähnliche Maßregeln getroffen wn den sollen. Was das kemiethliche" Leip. zig betrifft, so wird dort, obwohl die dor tigen städtischen Behörden entschieden ge gen eine Verlängerung des Velagerungs zustandes Protestiren, die Regierung dem nächst noch schärfer wie bisher vorgehen, um dort die bösen Soziallsten womöglich mit Stumpf und Stiel auszurotten. Daß diese Absicht jedoch nicht annähernd er reicht wird, ist Jedem klar, der die Errun genschaften, welche die Sozialisten in Deutschland während der letzten Jahre, trotz Ausnahmegesetz und aller Willkür lichen Maßregeln zu verzeichnen haben, verfolgte. Es hat sich hauptsächlich gele gentlich des Congresses gezeigt, daß die so zialistische Partei durch das Vorgehen der Regierung keineswegs erschüttert wurde, vielmehr gleich einer mächtigen Eiche je dem Sturme Trotz bieten kann. Es soll uns gar nicht wundern, wenn die nächsten Reichstagswahlen ein Resultat zu Tage fördern, das Bismarck und die ganze übri ge reaktionäre Sippschaft bis ins innerste Mark erschüttern dürste. Seit wir Obiges geschrieben, meldet der Kabeljunge daß aus Hamburg achtzig Sozialisten und aus Altona zwanzig Familien ausgewiesen wurden. DicLeute werden aus ihrer Heimatb getrieben, weil sie sich erkühnen sozialistische Ideen zu hegen, weil sie es nicht vermögen, sich mit der heutigen Gewaltherrschast in'Äeutsch land einverstanden zu erklären. O du fortgeschrittenes Jahrhundert mit deinen mittelalterlichen Zwangsmaßre gcln! . In der Schweiz bat die Volksabstim mung über die verlangte Revision der Bundesversaffung gegen die Revision ent schieden.