Indiana Tribüne, Volume 3, Number 13, Indianapolis, Marion County, 6 November 1880 — Page 2

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Alex. Meßger No. 5 Ci)t Jrllcws Hall, eine Treppe och. Grund - (Sigtttbttms-, FcnerVerflchcrnttziS'. und Q6)iff-fabrls-lgctttttr, Nota-ritits-uud Geld(ScUbäit. Durch nnck dertr tene cuer Pc,s!chcrunfls. Sesrllschciflcn aflören ;u sei: siclz?rstcttd5eLandks. Scdiffs.Passage, Mete Uno Wrackt."?? Sr. derurg uach und ton Xurepa P onipt und billig. Gelder in Peirag n on $5ü IU ut $50ki nd mehr befchcffe -ch 'en gute bypoth karische Sicbsrbcit zu geiröfcnitf)cn Natcn. Für An ur Vcrk.f Von Grund. EZg-nthum, Collr!ti'n?n Von Micl!z;ins Kalte ich mich bestens empfohlen, soa-ie für das E nziehen tojn Geldern und Erbschaften in Demsbland, das Ausfertigen don Vollmachten und zeftlichen DokuiNentcn. I. K. Bates, 41 Park R?w (Times" Build'mg). New 7)otf. Anzeigen Agentur

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V e r m i s lü i e S. Inland. Washington, den 2. Nov. Der Präsident hat den Nationalen Danktafl auf den 25. November angesetzt. Pittsburg, 30. Okt. Gestern Nachmittag um 5 Uhr 20 Minuten fand auf der Pkttsbnra. Cincinnati und St ouis'Bahn zu Burgelstown ein schreck lichcr Unfall statt, welchen die Bahnbe dienstetcn selbst verschuldet haben. Der ostmälts fahrende Personenzug Nr. 9, der hier um 6 Uhr erwartet wurde, rannte auf den westwärts fahrenden Zug Nr. 32. Der Zusammenstoß erfolgte in 'der Nähe des Bahnhofes. Beide Maschinen, Tenders und sämmtliche Güterwagen wurden zerschmettert. Glücklicherweise blieben die Personenwagen ziemlich unverletzt, wenn auch zwei derselben aus den Schienen ge worfen wurden. Auf der Plattform eines Güterwagen des ostwärts fahrendenZuges standen 3 junge Männ.-r, die bis zur Un kenntlichkeit zermalmt wurden. Der Hei zer dieses Zuges wurde auf der Stelle gelöstet. Der Lokomotivführer ist schwer, aber nicht gefährlich verletzt. Auf dem wcstwärts'fahrenden Zuge wurde nur der Lokomotivführer verwundet. Die Passagiere wurden durch und auf einander geworfen, aber Niemand erlitt ernstliche Ver letzungen.

In Leadville ist jetzt gar Einer durch Freude über sein plötzliches Glück mahn sinnig geworden. Er heißt G. Haynes. Dieser Haynes und mit ihm einige Andere erwarben vor nicht langer Zeit um den Preis von $89, den Je er von ihnen zu bezahlen hatte, zwanzig Meilen von Leadville eine Silbermine; der Ertrag der Silbermine war ein ungewöhnlich reicher. Vor wenigen Wochen verkauften Havnes und seine Theilhaber ihre Mine an eine Gesellschaft von Kapitalisten in Boston, und Jeder erhielt aus seinen Antheil 70.000 ausbezahlt. Ueber dies plötzliche, unverhoffte Glück wurde Haynes mahnsinnig, und seine fixe Idee ist jetzt, daß er bald reicher sein werde, als die Bänder bilts, die Rothschilds und die Astors zusammengenommen, daß er alle Eisendah nen Amerika's auskaufen wolle, und dergleichen mehr. Vor seinem plötzlichen Glücke besaß Haynes ein Vermögen von etwa $7000 und war glücklich, jetzt besitzt er das Zehnfache und ist wahnsinnig. Ein Neffe von ihm schafft ihn gegenwärtig nach Boston, wo er in einer Privat-Jrren anstatt untergebracht werden soll. Der neueste unpolitische Boom ist Sarah Bernhardt, die Pariser Schauspierin, Schriftstellerin, Bildhauerin und Malerin, die soeben in New Jork ange kommen ist. Mademoiselle Bernhardt", schreibt die N. Y. V. Z." sieht in Natura weder so mager aus, noch hat ihr Gesicht ein so fleischloses Aussehen, wie ihre Photographien andeuten. Schön ist sie absolut nicht. Auf den ersten Blick ist ihre Erscheinung sogar durchaus nicht anzie hend. Aber ihr längliches, blasies Gesicht mit der breiten Stirn, der langgezogenen Nase und einem ausfallend spieen Kinn, die hellen blaugrauen Augen mit ihren langen Brauen und ein Reichthum von ungebunden, sich kräuselnden gelb blonden Haaren bilden das durch seine Orqinalität bei genauerer Betrachtung großen Reiz ausübende Haupt eines fes selndenWcsens mit sehr schlanker und doch proportionierter Gestalt, dessen Stimme, obwohl alles eher als sanft, musikalisch ans Ohr klingt. Fräulein Bernhardt hat sich im Albcmarle Hotel einlogirt, wohin man ihr ihren Berg von Koffern mit ihren 300 Paar Handschuhen, 75 PaarSchuhen, 40 Theatcrkostümen, diversen Ballkleidern und sonstigem Zubehör nachsandte. Fast die ganze Polizei von Denver, Col., mit dem Chef Hickey an der Spitze, wurde kürzlich wegen Feigheit aus dem Dienste gejagt. Der viehisch betrunkene Wirth James Moon sollte verhaftet werden und der Polizei'Lieutenant Holland und der Polizist Merrill wollten den Auf. trag besorgen. Holland uurde aber von Moon und dessen Freunden zu Boden ge schlagen und Merrill, statt den Revolver zu ziehen, lief davon, um Hülse zu holen. Als nun di: Polizei 6 Mann hoch wieder kam, war Holland halb todt geschlagen und Mood hielt sich mit gespanntem Revolver die Heldenschaar vom Leibe, bis er glücklich in einen Wagen gestiegen war und aus und davon fuhr. Tags darauf

begab sich der PolZzeichef Hickey allein nach Moon'sWohnung und klopfte an. Moon, der von seiner Spazierfahrt zurückgekehrt war, össnete, ersuchte aber mit vorgehal lenem Revolver den Herrn Hickey, er möge sich gefälligst entfernen und Hickey ging. Später ließ sich Moon gutwill g fcstneh' men. Nach diesen Thaten der Polizei trat das Eingang erwähnte Ereigniß ein. Einstweilen führt der Bürgermeister, Herr Sopris, das Commando im Poli ei Departement. Die Rocky Mountain News" zeiht übrigens die ganze Stadtverwaltung der Corruption.

Welche Unwissenheit mitunter auch in der britischenPresse über die Ver. Staa ten herrscht, ersieht man aus einem Artikel des London Standard" über die Wahl in Jndiana. Der Standard" eines der bedeutendsten Blätter Londons, theilt seinen Lesern mit, dak die Wahlen in Jndiana vom 12. Oktober bis 2. November dauern. Dazu meint der Herold" in Milwaulee: Man hat zwar hierzulande viele Wahlen, aber so wahlversesien, wie der Standard" glaubt, ist man hier denn doch nicht." Frauenstimmrecht. Oregon'sLegislatur nahm einen Verfasiungszusatz an, der den Frauen das Stimmrecht verleihen soll. ' Es sprachen sich 21 Senatoren und 32 Volksabgeordnete zu Gunsten des Ver sasiungszusatzes und 9 Senatoren und 27 Volksabgeordnete zu Ungunsten dcsielben aus. Es wäre zu wünschen, dak dieser fortschrittliche Akt der Gesetzgebung durch des Volk selbst gutgeheißen würde. Es wurde neuerdings die beklagenswerthe Thatsache ans Licht gezogen, daß in den Fabriken von Cumberland County, N. I., Kinder unter zehn Jahren täglich Stunden arbeiten müssen um einen 51 Wochenlohn zu verdienen. Diese Kinder besuchen natürlich ferne Schule, gehen schon frühzeitig physisch und moralisch zu Grunde und werden in der schändlichsten Weise um ihre Jugend betrogen. Wie viel Unheil muß erst in dieser Richtung noch über uns kommen bis wir einmal ein Gesetz bekommen, das Kinderarbeit verbictet und den Schulzwang cir.sührt. H5crnlischtcs. Ausland. Berlin, 2. Ncv. Das Abgcordnetenhaus hat den Deutsch'Conservalivcn Köllcr zum Präsidenten, den NationalLiberalen Benda und den Frei-Conserva tiven Stenger zu Vice-Präsidentcn ge wählt. Der Candidal, welchen die Ultramontanen sür dieVice-Präsidcntschaft aufgestellt, fiel, infolge der Spaltung zwi schen den Klerikalen und Eonscrvaliven, durch. L o nd o n, 2. Nov. Eine Berliner Depesche an die , Daily NewS" sagt : Seit drei Tagen treffen dle Sozialistcn Anstalten, Hamburg zu räumen. Ihre Druckereien haben den Betrieb bereits eingestellt." Eine Berliner Depesche an die Times" sagt : Während der letzten Tage hat die Polizei mehrere tausend revolutionäre Flugschriften mit Beschlag belegt, darunter Nummern des Züricher Sozialdcr o krat" und der Londoner Freiheit". L o n d o n, 2. Nov. Laut Depesche aus Paris wurden gestern die Märzdekrete gegen die Kapuziner zu Perpignan und Marseille vollstreckt. Die Polizei war ge nöthigt, die Thüren zu sprengen. Meh rcre Legitimisten, darunter der Marquis von Cairoli und der Redacteur des Eitoien", wurden wegen Aufreizung zum Widerstand verhaftet. Auch die Franciskaner wurden aus ihren Ordenshäusern in Rennes und Avignon ausgewiesen. In letzterer Stadt war die Polizei genöthigt, Thüren zu sprengen und Barrikaden zu entfernen. Die AusWeisung nahm drei Stunden in Anspruch. Der Superior erklärte, er sei der Eigen thümer des Gebäudes, wurde jedoch trotzdem ausgewiesen. Es herrschte beträcht liche Aufregung. Vierzehn Personen, da runter acht Frauen, wurden verhaftet. Der Superior der Kapuziner zu Perpig nan sprach, als die Polizei erschien, die Exkommunikation über dieselbe aus(!!). L o n d o n, den 2. November. Der Pariser Correspondent der Times" be richtet: .Der Marquis von Cariolis, welcher wegen Widerstand gegen die Voll streckung dei Märzdekrete gestern verhaftet wurde, ist in Freiheit gesetzt worden.

Zu Thuir im Departement Pyrenecs Orientale, stieß die Ausweisung der frcm' den Missionäre auf keinen Widerstand. Die Regierung ist entschlesien, den nicht anerkannten Ordens Gesellschaften in Paris auf einmal einEnde zu machen, und die Polizei wuiie instruirt, dieselben heute aufzulösen.

Eine fromme Giftmijcherin. In Steinamanger (Ungarn) wurde am 26. Äiptember ein Giftmord-Prozeß zu Ende geführt, dessen Hauptheldin eine Frau Horoath ist, welche die Vergiftung mittelst Arsenik professionsmäßig betrieb. Eine Unzahl von Vergiftungen, von denen mer als die Hälfte tödtlich verlief, wurde von der Horvath ausgeführt, bis endlich die Sache offenkundig ward und gegen die Giftmörderin und ihre Mitschuldigen der Strafprozeß eingeleitet wurde. ZehnPersonen saßen auf derAnklagebank, darunter mehrere Frauen, die sich an die Horvath wandten, damit sie ihre Männer tödte. Bei der Schlußverhandlung saß das 43 Jahre alte weibliche Scheusal stets mit gefalteten Händen. Sensation erregte ihre Erklärung, daß sie Mitglied der Szent Martoner religiösen Genossenschaft zum Rosenkranz sei. Die fromme Gistmischerin wurde zu lebenslänglichem schweren Kerker verurtheilt. Zum Wunderschwindel. Am 24. September erschien vor dem Zuchtpolizei, gerichte zu D ckrich (Luxemburg) das Wundermädchen von Eschdorsf, ein klei ncs, lahmes schmächtiges Wesen von 25 Jahren, mit angenehmen Gcsichtszügen und versehen mit einem leichten Höcker, den es trotz seiner Kunst nicht los werden kann. Die Beschuldigung lautete auf Prellerei und öffentliche Sittenverletzung. Die 23 Zeugen erzählten der Reihe nach dcn Hocuspucs und die Manipulationen, die es an ihnen vorgenommen habe, um sie von ihren Gebrechen zu befreien. Bei keinem ist Heilung eingetreten, außer zweien, welche erklärten, sich besser zu füh len. Thatsächlich aber ist, daß alle diese Gimpel mit mehr oder weniger erleichter tem Portemonnaie wieder abgezogen sind. Das öffentliche Ministerium beantragte die Verurthcilung des Wunderkindes" zu 1 Monat Gefängniß und 26 Frs. Buße. O, diese Wundermädchen! Sozialistenprozeß. Wie das Lelp zigcr Tageblatt" meldet, werden wir in Leipzig auch einen größeren Sozialisten Prozeß haben. Zu Anfang des vorigen Monats wurde bekanntlich von der Polizcibehörde eine Versammlung, oder, wie eine ander- Version lautet, eine Geburtstagsfeier aufgelöst und die sämmtlichen Theilnehmer, 31 an dcr Zhl, nach dem Pollzeiamte behufs Feststellung ihrer Per sönlichkeitcn sistirt. Dieser Vorfall nrnd nun ein Nachspiel vor dem Gerichte zur Folge haben und die Betheiligten, unter denen sich die Herren Bebcl, Hasenclever, Viereck und Vahlteich befinden, werden sich nun wohl wegen Zuwiderhandlung gegen bestehende gesetzliche Bestimmungen zu verantworten haben. Die bereits gemachte Mittheilung, betreffend den über Hamburg verhängten kleinen Belagerungszustand" findet durch die Cabeldcpcschen ihre Bestätigung und zwar mit dem Zusutz, daß auch in ölltona, Wandsbeck, Pinncbcrg und Lauenburg, also im drei bis sünsmciligen Umkreise Hamburgs alle Peisonen. welche nach Auffaffung des Anti-Socialisten-Gesetzes, im Geruch stehen, wühlerische Ideen zu versechten, überhaupt in dem Verdacht sind, die öffentliche Sicherheit bedrohen zu wollen, sofortige Ausweisung zu gewärti gen haben. Nach dem Beschluß des Bundesrathes steht Hamburg und Umgebung ein volles Jahr lang unter polizeilicher Aufsicht. - Wahrhafte Mönche. Die Franziskaner Mönche in Avignon in Frankreich bereiten sich auf eine Belagerung vor. Sie haben sich reichlich mit Allem versorgt, was zu des Leibes Notbdurst gehört, und dann die Thüren ihres Klosters zugcmau ert, 'so daß die Polizei nicht ,Vs Gebäude hineinkann, außer die Mauern werd-n demolirt. Und da spreche man noch, dcß es gegenwärtig keine Romantik giebt ! Die freiwillig eingemauerten Mönche, .le'. Weinhumpen und den Fleischtöpfen Egyp tens sich stillen Betrachtungen widmend, während draußen das Unwetter in Gestalt gottloser Polizisten tobt.

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