Indiana Tribüne, Volume 3, Number 12, Indianapolis, Marion County, 30 October 1880 — Page 5

Jndiana Tribüne.

L o k a S e s.

Nnsere auswärtigen Abonnenten ersuchen wir hiermit, unZ die noch rückständigen Abonnementsgelder zuzuschiZen. .Entlarvt ist der Name einer spannenden Criminal Novelle von Wilhelm Mundt, mit deren Veröffentlichung wir heute beginnen. Wir sind im Voraus davon überzeugt, daß die selb; unsere Leser und Leserinnen zu fesseln vermag und halten es deshalb sür genü gend, wenn wir einfach auf diese interssante Lektüre hinweisen. DaS Gerücht wurde dieser o?,t in unserer Stadt verbreitet, da& Fred. W. Jaut, ein bekannter Deutscher, Wechselsälschungen beging, welche einen ziemlich bedeutenden Betrag ausmachen. Er soll dabei die Namen hiesiger Bürger und die seinerVerwandten gebraucht haben. Seit etwa acht Tagen ist Jaut verschwunden, und man konnte bis jetzt noch keine Spur von ihm entdecken. Er soll in großer Geldverlegenheit gewesen sein, die Haupt sachlich durch große Wetten, welche er aus den Sieg der Demokraten in Jndiana einging, verursacht wurde. Jß& Diese? Tage wurde einmal das Gerücht hier verbreitet, daß Frau Brown im Countygefängniß gestorben sei. Das selbe erwies sich jedoch sehr bald als un wahr, und Frau Brown hat noch immer Aussicht demnächst baumeln zu müssen. Frau Mary Brown und Joseph Wade werden jegt noch von den Pfaffen tüchtig bearbeitet, auf daß sie in das Him melreich kommen. LS- W. Middletou wurde am Montag wegen Langsingerei hinter Schloß und Riegel gebracht. Nach einem Verhör im Polizeigericht wurde er den Großgeschworenen überwiesen. Mary E. Backer klagte auf Schei dung von Frank B. Backer. Sie hat dasür viele Gründe von denen wir nur erwähnen, daß ihr zärtlicher Gatte ihr schon mehrmals das Lebenslicht ausblasen wollte und niemals Lust gezeigt hat, für den Un terhalt seiner Familie zu sorgen. Folgende Herren sind Geschworene für den Dezembertermin des Bezirksgerichts : Axom Stewart, Oliver Jasper, David H. Darnell, H. N. Rupe, Daniel W. Heaton, James Wilson, W. E. Jestcr, Wm. Harrison. James Green, C. A. Baumann, Saml. McLaughlin, Patrick Bynes. Die Großgeschmorene.i für das Bundes oericht, welche sich am 23. November versammeln, sind: Val. B. Montkomery. Montgomery Eo.; Joseph Laughmiller. New Albany ; John Marks, Albany : John C. Fouts, New Washington; Jam:s Van Uxen, Richmond; William H. Huddleson, Paolit; Duncan Williams, Muncie ; Jsseph H. Lockard, Canaan ; John F. Swopo. Vienna; Samuel Firston, Princeton; Alden S. Cook, Caß Co. ; Virgil Moon, Orange C?. ; Zimri Gartin, dlaxH Prairie; John W. Lanham, Brook-5 . burgh; Jesse D. Vnl, Elklzardt Co.; I. M. Studebaker, South Vend: ' George Dorsey, New Roß; Samson McDole. Teppec.moe Co ; Austin Spiegel, JnoiV napolis; Eli. Way, NewCarlisle; Josevh . Defords, Elkhart; James Jone, Orange Co. 5 Robert Bruce, New Roß; John B. Dickerson, Vigo Countu. jBF Unser Gouverneur sch-.int wieder bei sehr guter Laune zu sein. Er begnadigte dieser Tage einen wegen Todtschlags zu zwanzigjähriger Zuchthausstrafe verur theilten Mann Namens Andrew Miller, der erst sieben Jahre seiner Strafzeit ver büßte. Am kommenden Montag findet zum Benesiz des Herrn Theodor Marggras ein Ball in der Mozart Halle statt. Wir hoffen, daß in Anbetracht des guten Zweckes der Ticketverkauf ein recht großer sein wird. Die Gesammtschuld der Waffer' werk- Compagnie beträgt einemjüngst aus gearbeiteten Berichte zufolge 51,069,074 47. Ein recht nettes Sümmchen! Am Mittwoch Nachmittag wurde in der Wohnung von Joseph O. Swider! No. 454 Nord West Straße eingebrochen. Das Verbrechen wurde verübt während die Familie nicht zu Hause war und die Bur schen besanden sich noch in einem Schrank.' als die Bewohner des Hauses heimkamen. Trotzdem gelang es den Burschen zu entschlüpfen. SSr Im Countygefängniß befinden sich gegenwärtig 09 unfreiwillige Gäste.

Ein blutiger Kampf zwischen zwei Negern. Am Montag Abend gegen acht Uhr er eignete sich in einem Hause an Columbia Straße eine entsetzliche Sz.'ne. Dort wohnte nämlich die Frau des Negers Al. Stone, der jedoch schon seit langer Zeit nichts mehr von ihr wisscn wollte und des halb getrennt von ihr lebte. Als er aber in Erfahrung brachte, daß feine Frau sich über ihr Loos in den Arnien einesAndern. Namens Frank Dupee tröstet, steigerte sich sein Groll so sehr, daß er sich vornahm dem Liebhaber seiner Frau einen Denkzet tel anzuhängen. Er wählte deshalb den günstigen ZeitPunkt wo das Liebespaar gerade ein Scha ferstündchen zusammen vcrlevie, klopste ge gen die untereThüre desHauses u. begehrte Einlaß, indem er vorgab, sein Töchterchen, das bei seiner Frau lebte, sehen zu wollen. DaS Mädchen setzte seine Mutter davon in Kenntniß, daß Stone bereits drohte die Thüre einzubrechen, wenn man dieselbe nicht gutwillig öffne und diese ging dann mit ihrem Liebhaber die Treppe hinab um zu s:hen, was Stone wolle. Sie öffneten die Thüre und sogleich entstand zwischen den beidenMännern ein Faüstkampf fürch terlichster Art. Unterdeffen benutzte auch Dupee ein Rasirmeffer, und brachte seinem Gegner eine tiefe Wunde am Halse bei. Daraufhin machteStone von seinem RevolverGebrauch und feuerte drei Schüsse auf seinem Nebenbuhler. Eine Kugel brachte Dupee eine so schwere Berwun dung bei, daß er bewußtlos zusammen brach. Dupee wurde in das Hau? seiner Angebeteten gebracht wo er ärztliche Be Handlung erhielt, während Stone nach sei ner Wohnung geschafft wurde. Die Betheiligten stehen ohne Ausnahme in esnem sehr schlechten Rufe, denn wäh rend die beiden Neer schon häufig mit dem Gesetz in Conflikt kamen, soll die Frau Stone schon früher ein Leben der Schande geführt haben. Die Frau ist übrigens viel älter als die beiden Männer und außerdem selbst nach den Begriffen ihrer Stammesgcnossen furchtbar häßlich. Jugendlicher Nebermuth und seine schlimmen Folgen.

Der achtjährige Knabe des Metzgers Friedrich Jakobi wurde am Montag ein Opfer seines jugendlichen Uebcrmuthes und versetzte dadurch seine Eltern in eine recht trostlose Lage. Der Junge bestieg nämlich am Montag Mittag trotz wiederholter Warnungen von Seiten der Angestellten der I. M. & I. Eisenbahn eine Nangirmaschine. Die selbe stand allerdings zur Zeit still aber während der Junge auf dieselbe sprang, setzte sie sich in Bewegung, wodurch der unglückliche Knabe ausglitt und herabfiel und unter die Maschine zu liegen kam. Dieselbe ging über den Knaben hinweg und es läßt sich denken, daß derselbe in einem gräßlich verstümmelten Zustande wieder gesunden wurde. Beide Beine waren ihm abgefahren und er wurde zwar noch lebend in das Haus seiner Unglück lichcn Eltern gebracht, erlag aber schon nach kurzer Zeit seinen schweren Verletzungen. Dieser traurige Vorfall dürfte eine neue Lehre für Eltern sein, daß sie es ihren Km dern nie scharf genug einprägen können, derartige höchst gefährliche Jugendstreiche zu unterlassen. Der Soziale Turnverein ist bereits an der Arbeit, Vorbereitungen sür allerlei Vergnügungen, welche während der bevorstehenden Saison veranstaltet werden, zu treffen Eröffnen wird der Verein die Saison mit einem Schauturnen, das am Sonntag den 21. November in der Männerchor Halle stattfindet. DaS Schauturnen im vorigen Jahre und die große Betheiligung, welche dasselbe erlebte, ist gewiß Jedem, der der Gelegenheit bei wohnte, noch in Erinnerung und wir fön nen das Versprechen geben, daß auch das diesjährige Schauturnen, die höchsten Er wart mgen befriedigen wird. Umfassende Arrangements werden schon jetzt dasür getroffen. Das weitere Programm sür Vergnügungen umfaßt serner noch ein Weihnachtsfest der Turnschule in der Turnhalle, Sonntag den 26. Dezember. Sy'.vester Unterhallung in der Turnhalle F"eitag den 31. Dezember. Maskenball in der Männerchor-Halle, Montag den 24. Janur 1881. LV- Adolph Wall und Paul Colwell erhielten Beschäftigung in der Stoneyard, weil sie des Einbruchs in Frachtwagen schuldig befunden wurden.

Lyra-Conzert. Die Lyra, welcher fchon vor einigen Zeit von vielen Seiten alle Lebensfähigkeit abgesprochen wurde, eröffnete am Mitt woch Abend die Conzertsaison und zeigte dabei, daß sie durchaus nicht gesonnen ist, diese Vermuthungen zu erfüllen, vielmehr mit neuem Muthe und froherZuversicht der Zukunft entgegenschauen kann. Das Orchester der Lyra ist bedeutend verstärkt und dadurch im Stande wirklich Gediegenes zu leisten. Wir unsererseits erblicken darin einen vollkommenen Ersatz sür die Chorgesänge, die vorläufig nicht mehr auf dem Programmier Lyra stehen. Es ist unsere Ansicht, daß die Zeit und die Geldopfer, welche die Leitung der Chöre kostet, nur sklten durch die Leistungen derselben wieder ersetzt werden. Das Conzert befriedigte auch allgemein, denn das Programm war gut gewählt und die Durchführung oesselben ließ nichts zu wünschen übrig. Die Orchesterpiecen waren mit Fleiß einstudirt und wurden recht abgerundet zum Vortraq gebracht. Das Baß'Solo des Herrn Uebelmeffer fand vielen Beifall. Der Herr besitzt eine sehr angenehme Stimme, nur schade, daß sie etwas schwach ist. Frau Barmeiers SoloVortrag gefiel so gut, daß sich die Dame zu einemEncore herbeilassen mußte. Frl. Louise Dickson zeigte sich als ge wandte Klavierspielerin und konnte eben falls nicht umhin, den reichen Applaus mit einem zweiten Vortrag zu beantWorten. Die noch sehr jungen Violinisten C. & A. Riegger ernteten ebenfalls verdiente Anerkennung. Nach dem Conzert folgte Tanzvergnügen, dem die junge Welt bis zu einer spaten Stnnde fröhnte. Die Mozart'Halle, in welcher die Un terhaltung stattfand, errang sich am Mittwoch Abend eine große Anzahl neuer Be wunderer.

Wieder ein Eisenbahnunfall. Schon wieder ist es die Vandalia Bahn, aus welcher ein Unglück Passirte. Dasselbe ereignete sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Nähe von Greencastle indem eine Collision zwischen zwei Güterzügen stattfand. EinAngestellter der Bahn und eine Frau wurden da bei schwer verletzt. An dem Aufkommen der Frau wird sogar gezweifelt. Arbciterrisiko. ' Ein Angestellter derGürtelbahn Namens John Polly wurde am Mittwoch Abend bei seiner gefährlichenArbeit schwerverletzt. Er befand sich aus dem Wagen eines Frachtzugeö, rutschte mit dem Fuße auö und fiel aus das Geleise. Der Wagen ging über den Unglücklichen hinweg, wo durch er so schwere Verletzungen erlitt, daß er denselben vorgestern erlegen ist. Man brachte ihndamals sosort nach seinerBehau' sung an Oliver Straße. Eine Galgenfrist von dreißig Tagen bewilligte Gouverneur Williams dem Mörderpaare Mary Brown und Joseph Wade, weil die SupremeCourt bis zum 27. Oktober keine Entscheidung hätte abgeben können. Wenn also die Verurtheilten keinen neuen Prozeß be willigt erhalten und der Gouverneur von seinemBegnadigungsrechtekeinenGebrauch macht, dann wird die Doppel-Hinrichtuug am 27. November stattfinden. Das ist zwei Tage nach dem Danksagungstag und die Verurtheilten haben also noch Gelegenheit sich am Danksagungstag an gutem Turkeybraten zu laben. Der Genuß dürfte jedoch durch den schrecklichen Gedanken an das Bevorstehende bedeutend beeinträchtigt werden. J5 Eh e erlaubn ltzf ch er n e erlangten : . Wm. A. Smock und Sarah Northern ; George Williams und Dclia Lang ; Will. Baine und May Jennings; John C. Gramling und Susie C Lodge ; Charles L. Railsback und Katie E. Minich ; Chas. S.Roberts und Mary E. Randalph; Fred. W. Rösener und Minnie Ellerkamp ; Wm. Fisber und Nettie Kaufmann ; George T. Bund und Florence E. McKinney ; Edgar B. Sprague und Zippo rah Wilson ; James Curtin und Ella Hag garty; Alfred S. Gibson und Maru E. Vickrey ; Samuel Hutto und. Agnes Johnson ; L. M. Henderson und Jda A. Da vidson ; James Jrving und Adelina B. McDonald; Hugh Grisfin und Susie Saunders; Joseph Brinkmann undLouise Asmus; Henry H. Rogan und Ella Lewis; Armstead Mitchell und Sarah Thuston. '

Auch den Präsidentschastscandidaten der Greenbäcker verläumden die Demokra ten wie sie nur immer können. Sie mach ten auch hier den schändlichen Versuch ihm einen Brief unterzuschieben, worin Wea ver dem Greenbäckler Gllette von Boston aus geschrieben haben soll,, daß er den Republikanern zn helfen beabsichtige. Weaver erklärte die ganze Geschichte als eine infame Lüge und Verläumdung. Auch hierbei haben sich die Demokraten gewaltig in den Hals geschnitten, denn auch diese Gemeinheit wird ihnen viele Stimmen kosten. Gladstone hat sich selbst in eine unangenehme Lage gebracht. Nachdem ver schiedene Redner der irischen Landliga ver hastet sind, kann er nicht einig mit sich werden, ob er den Prozeß in England oder in Irland zur Verhandlung kommen lassen soll. In beiden Fällen ist er übel daran, denn eine Freisprechung, ob in England oder Irland, wäre eine gehörige Ohrfeige für die Regierung. Wir möchten nicht darauf wetten, daß englische Geschworene sie schuldig finden würden, da sie dieSache als eine politische Verfolgung betrachten dürften. Die Leipziger Turnzeitung" hat sich gehörig blamirt und sollte von der deut schen Presse in der verdienten Weise abge fertigt werden. Sie verlangt nämlich in vollem Ernste, Christian Möller sollte den Lorbeerkranz, den er auf dem Frankfurter Turnfeste als der beste Turner der Welt erhalten hat, wieder herausgeben. Und warum? Weiler, der deutschamerikani sche Bürger, als ihm von den preußischen Behörden die Wahl gelassen wurde, ent weder preußischer Unterthan zu werden oder nachAmerika zurückzukehren, dieRückkehr nach Amerika und sein Deutsch'Ame rikanerthum dem preußischen Unterthanen thum vorzog. Was dem Bischose des neuen hoch kirchlichen Sprengels von Manchester, England, Angst und Schrecken einjagt, gereicht uns zur großen Genugthuung. Er hat nämlich in einem Kirchspiele 1,232 Häuser gefunden, worin 906 Familien Häupter wohnen, welche mit der Kirche nichts zu schaffen haben wollen und sich auch nicht scheuten, dies zu erklären. Wir glaubcns gerne, daß es den Bischyfen nicht einerlei ist, zu bemerken, daß das Rad des Fortschritts nicht stille steht. Müssen sie damit doch zugleich die begründete Be sürchtung haben, daß die Zeit nicht ferne

f ist, wo sie selbst von diesem mächtigen Rade zermalmt werden. Die berühmte Schriftstellerin und unermüdliche Frauenrechtlerin Frau Lydia Child starb dieser Tage inWayland,Mass., im 78. Lebensjahre. Sie hat viel für die Hebung der Jugenderziehung gethan und hat durch Wort und Schrift für dicGleich berechtigung der Frauen gekämvst. Im Jahre 1833 war sie die Erste, welche öss?nt. sich gegen das schändliche Institut der Negersklaven! aufzutreten wagte in der Flugschrifft : "Appeal for that Class of Arnericans called Africans". Außerdem schrieb sie noch eine Anzahl packender Flugschristen gegen die Sklaverei und ge hörte überhaupt zu den entschiedensten Vorkämpfern für Abschaffung derselben. Trotz ihrer schriftstellerischen Thätigkeit hat sie doch nie ihre Pflichten als Gattin versäumt. Frau Lydia Child ist werth allen Frauen als Vorbild zu dienen. Ehre ihrem Andenken! Dr. S. Gibbon, Gesundheits.Jnspek tor für den Holborn-District in London, sagt in seinem letzljährigen Berichte, es sei unzweifelhaft das Leben eines Juden in London durchschnittlich doppelt so lang als das eines Christen. Die Hebräer seien merkwürdig verschont von Tuburkulose und Skropheln; Auszehrung komme äußerst selten unter ihnen vor. Ein' ärzt' licher Beamter an einer ihrer größtenSchu len bemerke, daß unter jüdischen Kindern eine geringere Sterblichkeit herrsche, als unter allen anderen. Im Distrikte von Whitechapel habe der Gcsundheitsbeamte berichtet, daß nördlich von Hgh Straße, wo die Juden wohnen, die durchschnittliche Sterblichkeit 20 vom Tausend betrage, während sie auf der Südseite, welche von Englischen und Irischen bewohnt ist, auf 43 vom Tausend ansteige. Dr. Gibbon weiß keinen Erklärungsgrund dasür anzueben, oder will keinen angeben. Wir erblicken den Grund dafür in der durch schnittlich größeren Wohlhabenheit der Juden. Die größere Innigkeit des Fami lienlebens unter ihnen, dürfte auch als Schutzmittel für das zarte Kindesalter gehalten werden.

Indianapolis Geschnfts - Anzeiger. Kleiderliaeii dler. I. A. McKcuzic, Wholesale und Retail One-Pricc Clotbicr L5 GentS Fnrnishing Goods. No. 38 West Washington Str. Indianapolis. Ind. Ellenwaaren. Davis & Cole, Dry Hoods. Zlotions, Missiner? und IurnisHing Hoods. )Üd Fcllows Hall. 56k58OstWasbington.9N.Pennsylvania. Indianapolis, Ind. Zwei deutsche Verkäufer angestellt. ilutgcschasft. H. Bamöcrgcr, Hüte, Kappen, Strob-Hüte. 16 Ost Washington Str. Indianapolis, Ind. J uwcliere. Bingham,WalkkMayhcw Juweliere. 12 Ost Washington Str. Indianapolis, Ind. Landwirtschaftliche Geraethschaften. Tyucr & Hadlcy, Landwirthschafts-Maschinen. 75 &77 West Washington Str. Indianapolis, Ind. Teppiche und Tapeten-Geschaeste. Mcrt Gall, ßarpets, Wass 'Maper, Hil ßloty, AraperieS) Lace Kurtins, Maltingc und lltgS. 19 West Wasnington Str. Indianapolis, Ind. Lumter-G eschajste. E. H. Eldridgc & Co., Fabrikanten von Doors, Sasb. Bliuds, Frames und Verkäufer von Lumber, Lath und Shingles. 138 Ost Maryland Str. Indianapolis, Ind. Einen größeren Dienst als die Ver breitung der Lüge über den Garsteld'schen Chinesenbrief hätte die demokratische Par tei den Republikanern gar nicht leisten können. Er trägt noch in der letzten Stunde dazu bei die ganze Gestnnungslo stgkeit und Niederträchtigkeit der demokra tischen Partei zu kennzeichnen. Demokratische Zeitungen, worunter auch der hie stge Sentinel" und Telegraph", welche nachdem das Schriftstück als Fälschung erkannt, und der Fälscher sogar gefunden wurde, immer noch fortfahren, die nieder trächtige Lüge als Propagandamittel zu gebrauchen, sollten von der republikani schen Partei besonders bezahlt werden, denn gerade nur für diese, machen sie durch solches Verfahren Propaganda. Jn dem Vere!nBcrlinerPresZe"inBerlin mußte dieser Tage ein Antrag erötert wer den, der den Freund deutschen literarischen Lebens mit Bedauern erfüllen muß. Es handelte sich um die Beantragung ei ner Pension bei der Schillerst'ftung für den bekannten Schriftsteller I. D. v.

Temme, dessen Criminal-Romane und Novellen Jahrzehnte lang von Hundert taufenden verschlungen worden sind und der als Märtyrer seiner Gesinnungen Jahrzehnte lang nachdem er zuvor preußischer Richter und Abgeordneter ge wefen. war verbannt in der Schweiz lebte. Jetzt wohnt Temme, inzwischen- ein GreiS geworden, in seiner ostpreukischen Heimath, in Jnsterburg, uud seine schrift stellerische Wirksamkeit hat ihn nicht ein mal vor Sorge und Noth im Alter be wahrt. Aus Brüssel kommt die Nachricht, daß in allen Theilen Belgiens die Bergleute die Arbeit einstellten. Was soll man da von denken? Werden doch überall über die Ankunft der guten Ze'.ten Loblieder angestimmt, und trotzdem werden die Arbeiter so schlecht bezahlt, daß sie striken müssen. Ja, ja, das Lied von den guten Zeiten wird eben überall hergeleiert. Einer plauderts demAndern nach und im Grunde genommen haben noch sehr Wenige die Ankunft derselben verspürt.