Indiana Tribüne, Volume 3, Number 3, Indianapolis, Marion County, 28 August 1880 — Page 4
4
Indiana r i b n n e." . kf
ndiana Hriöüne
(Wochenblatt.) Osflce: Ecke Circle u. Meridianstr lJm dritten Stock ) Entei-ed as second-class matter at the rostotlice at Indianapolis, Indiana. Abonnements-Preise. In der Stadt durch die Post ins HauS geliefert Pn Jahr im Voraus , er Nummer ..52.00 ö KentS. Otto Schüssel, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 23. Aug. 1830. National:Ticket. Für Präsident : Iameö A. Garfield vonOhio. Für Vice Präsident : Ehester A. Arthur von New York. Staatö-Ticket. Für Gouverneur : Albert G. Porter v?n Marion. Für Lieutenant-Gouverneur: Thomas Hanna don Putnam. Für Richter der Supreme Court : . Distrttt-Byron K. Elliott bon Marion. ö. Distrikt William A. Woods von Elk. hart. FürStaatS.Tekretär: E. R. H a w n von Crawford. Für Staats.Auditor: Ed. H. Wolfe don Rush. Für Staatö-Schahmeister: Roswell S. Hill von Clay. Für General.Anwalt Daniel P. B aldwin von Caß. Für Superintendent deö öffentlichen Unterrichts: John M. Bloß von Vanderburg. Für Clerk der Supreme Court : Daniel M. Rohse von Tippecanoe. Für Reporter der Supreme Court:' Franciö M. Dice von Fountain. Marion Counrh Ticket. Sheriff Henry C. Adams, elerk Moses G. McClain. Schatzmeister I ohn L. Mothershe ad. Recorder -Jacob L. Vieler. Richter der Criminal Court I a m e s E. Heller. StaatZ.Anwalt W m. T. B r o w n. Richter der Superior Court-Byron K. Elli. ott, L. C. Walker. County Commissäre John H. Smith, Geo.F.McGinniS, ÄrchibaldGlenn Staats Senatoren - George H. Chapman. FlaviuS I. Van Vorhis. Legislatoren Thomas Mc Sheehy, I. S. H i n t o n, I o h n W. F u r n a s, Bin so n C a rt er, I. R. Cotton. Der alte Kampf. Senator Wade Hampton, der bedeutendste südliche Demokraten-Führer, ließ sich kürzlich in einer Rede, welche er in Staunton, Virginia, hielt, wie folgt aus : Bedenket, was Lee und Jackson thun würden, wenn sie am Leben wären. Diese Grundsätze sind dieselben wie die, für welche sie vier Jahre lang kämpften. .Gedenkt der Männer die ihr Lebensblut auf Virginien's Boden vergossen haben, und vergesset sie nicht. Bedenkt, daß der Erfolg des demokratischen Tickets, von Euren Stimmen abhängt." Wahrscheinlich ganz unwillkürlich hat da Wade Hampton die Wahrheit gesagt, denn er hat seitdem mehrmals versucht, diese Worte, wiewohl ohne Erfolg, abzuleugnen. Der Süden kämpft heute für dieselben Principien, für welche Lee und Jackson vier Jahre lang kämpften, und er sucht sie durch einen Sieg der demokratischen Partei zu verwerklichen. Die Aeußerung Wade Hampton's zeigt wie verkehrt es ist hinter den Namen Garsield und Hancock die republikanische und die demokratische Partei, und die Vergangenheit dieser Parteien zu vergessen. Die alten Unterscheidungen zwischen den beiden Parteien sind noch immer nicht verschwunden, und von all den Fragen, Welche die beiden Parteien trennen, ist die Sklavensrage die einzige, welche als ge- , löst betrachtet werden kann. In allen übrigen steht die Parteipolitik noch immer auf dem alten Flecke. Der Süden steht heute in Bezug auf Staatenrcchte noch auf demselben Standpunkte, auf dem er zur Zeit Calhouns stand, und wenn es dem
Süden nachginge, würden die Vereinigten
Staaten niemals eine Nation, sondern immer nur eine Conföderation von souveränen Staaten sein. Zur Durchführung dieses Princips soll ein Sieg der Demokraten führen. .Das hofft der Süden, ohne sich an irgend welche Aeußerunaen, oder Versprechungen Hancock's zu kehren. Wie wenig Werth die individuellen An- und Absichten eines Präsidenten haben, weiß man im Süden gut genug. Hancock würde, sollte er jemals Präsident werden, nicht weniger unter dem Einflüsse seiner Partei stehen, als noch jeder anderer Präsident vor ihm unter diesem Einflüsse stand. Es ist eine eitle Idee von einem Präsidenten, Selbstsiändigkeit zu verlangen. Hancock mag der vortrefflichste aller Menschen stin, aber man vergesse nicht, daß die Parteipeitsche auch in's weiße Haus reicht, ja daß im Grunde genommen, die Abhängigkeit eines Beamten von seiner Partei mit der Höhe seiner Stellung wächst. Es handelt sich nicht darum ob Hancock oder Garsield Präsident sein soll, sondern ob die nationale Idee, oder die conföderative Idee siegen soll, ob die Interessen der Industrie und des Handels, oder -bie Interessen der Baumwollen-Pflanzer in unserer wirthschaftlichen Politik maßgebend sein sollen. Die Personen sind Nebensache, die Parteien, ihre Grundsätze, ihre Vergangenheit, muß man im Auge behalten. Wade Hampton sagte die Wahrheit. Der Kandidat. Die Zeit des politischen Wahlkampses naht jetzt heran und so mancher geachtete Prominente" wird von seinen Freunden und Verehrern aufgefordert, für dieses oder jenes Amt zu laufen". Mancher läßt sich bethören, nimmt die Nomination an und giebt es in den Blättern bekannt. Armer verblendeter Mann ! Kanntest du den Preis nicht, den du für die sehr zweifelhafte Ehre", der Bannerträger dei ner Partei oder Faction zu sein, zahlen mußt? Wie Gretchen in Göthe's, Faust" kannst du sorthinsingen : Meine Ruh' ist hin, mein Herz ist schwer Ich finde sie nimmer und nimmermehr Bisher war dein Ruf als Ehrenmann ein ganz unbefleckter; du hattest dich keiner gemeinen Handlung schuldig gemacht und standest hoch in der Achtung deiner Mit bürger. Am Tage nach der Publicirung seiner Candidatur liest der Bejammernswerthe im Oppositionsblatt Folgendes : Thomas Brown ist von seiner Partei als Candidat für das Amt eines Congreß mannes aufgestellt worden. Warum' die Wahl gerade auf ihn fallen sollte, ist uns gänzlich unverständlich. Man munkelt. daß er in Deutschland seine Großmutter mit einem glühenden Schüreisen umgebracht und ihre Leiche, an eine . Leimfabrik verkaust habe. Ein Mann, der sich einer solchen Atrocität schuldig gemacht, kann unmöglich einen guten Congreßrepräsen tanten abgeben." In einem , andern Oppositionsblatt macht folgender Artikel sein Erscheinen : Wir begreifen nicht, woran diese Leute dachten, alZ sie Tom Brown für Congreß nominirten. EinMann der vor zehnJah en seinen todten Vater in einer Seifeniste begrub, um das Geld für. einen Sarg zu sparen und einem blinden verkrüppelten Bettler einen Cent in seinen Becher warf, dabei aber einen Quarter" herausnahm, wollen wir nicht zum Repräsentanten ehricher Leute machen. Ein drittes Oppositionsblatt druckt folgendes allerliebste Item : Wir behaupten nicht gerade, daß Tom Brown nicht ehrlich sei ; wenn wir jedoch das Unglück hätten, neben ihm zu wohnen. so würden wir nicht versuchen, Hühner zu halten, oder unser Holz im Freien liegen zu lassen. Das ist die dornevolle Laufbahn des Candldaten für ein Amt. Zuweilen wenn's gut geht w':rd er dann im Herbst erwählt aber es hat ihm schweres Geld gekostet, er hat seinen guten Namen in den tfoth treten lassen müssen und sich beinahe die Gelbsucht an den Hals geärgert. Das ist wie Benjamin Franklin sagte: die Pfeife zu theuer bezahlt." Der Kaiser von Rußland begnadigte zwel zum Tooe verurtyeme NlyMtten zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe. Er will's mit diesen Leuten doch nicht ganz verderben.
Am Mittwoch trat der Präsident seine
Reise nach Californien an. Mayor Kalloch von San Francisco ist unter die Demokraten gegangen. Keine Partei wird die Demokraten darum benei den. In Amerika wird gegenwärtig gebet telt, um die große Kuppel des St. Peter in Rom mit einem neuen Bleidach beklei den zu können. Der Papst ist leidend und hat zu weilen Anfälle von Schwindel. Der Schwindel soll bei ihm sogar chronisch geworden sein. . Dr. Tanner ist nun wieder ganz satt und will am 1. September mit den Vorle sungen beginnen um endlich auch seine Verehrer zu sättigen. j Bei der jüngst stattgefundenen Wahl im Staate Alabama hat die Greenback Arbeiterpartei 11 Mitglieder in die Legislatur gewählt. Auch in Venedig regt sich'S. Es sänden dort .dieser Tage Massenversammlun gen zu Gunsten der Einführung des all gemeinen Stimmrechts statt. . In New Pork machte dieser Tage die Schauspielerin Eloise Lindau zwei Selbst Mordversuche, sie wird jedoch gerettet wer den. Unglückliche Liebe ist das Motiv der That. ' . .Der spanische Thronfolger ist noch gar nicht erschienen und schon hat der Papst eingewilligt, sein Pathe zu sein. Na die Enttäuschung, wenn es ein Maochenwäre ! In Bolton (England) haben dieser Tage ein und ein halbes Tausend Weber die Arbeit eingestellt, weil man die ohnedies schon geringen Löhne noch weiter herabdrücken wollte. Gladstone ist von seinem Landaufent halte nach London zurückgekehrt. In Anbetracht der kritischen politischen Lage wird er wohl den Rath seiner Aerzte, nach Madeira zu gehen, nicht befolgen. Es heißt, daß Herbert Spencer, viel leicht der größte lebende Philosoph, im nächsten Jahre die Ver. Staaten besuchen wird. In diesem Falle sollten ihm die Freisinnigen des Landes einen würdigen Empfang bereiten. Am Mittwoch landeten in New York vier Dampfer, welche $2,300,000 in Geld mitbrachten. So lange der demokratische 90 Cents werthe Silberdollar in Umlauf ist, wird man von diesem Gelde wenig zu sehen bekommen. In San Francisco erscheinen gegen wärtig Zeitungen in zchn Sprachen. Fol gende Sprachen sind dabei vertreten : die deutsche, englische, französische, italienische, spanische, schwedische, dänische, portugiesi sche, russische und chinesische. Aus London wird berichtet, daß ge genwärtig in Staffordshire undWorcester shire 22.000 Nagelschmiede striken, weil ihnen eine verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligt wurde. Diese Nagelschmiede scheinen von einem revolutionären Geiste beseelt zu sein. Der wiederholt durch das Kabel todtgemeldete General Bazaine ist nicht todt, sondern munter und lebenslustig. Er verzehrt jetzt nur in Saus und Braus die Gelder, welche er sür den Verrath von Metz erhielt. Er ist nur moralisch todt, was ihn nicht zu drücken scheint. In Chicago hat ein Deutscher Na menS Simon Zimmermann erst seine Frau und dann sich erschossen. Unbegründete Eisersucht soll das Motiv zu der schrecklichen That gewesen sein. Die Menschen müssen eben erst von Grund .auf anders erzogen werden um selbst die heftigsten Leidenschajten bekämpsen zu lernen. Die verstorbene Schauspielerin Ade laide Nelson hat den englischen Admiral Carr Gly'n zum Universalerben ihres Vermögens, welches $200.000 beträgt, eingeletzt. Es ist dies derselbe Mann, der ihr früher ein Eheangebot stellte und den sie nur deshalb zurückwies, weil damals der Prinz von Wales den Admiral im Falle einer Heirath mit der Schauspielerin da mit bedrohte, daß er und seine Gattin von den Hoskreisen ausgeschlossen sein würden. Dieses Opfer wollte die Künstlerin damals von Seiten des Admirals durchaus nicht gebracht haben, aber daß der Mann trotz alledem ihrem Herzen nahe stand, daö beweist ihr letzter Wille.
I
ai (SCHMIDT'S berühmteste und besteingerichtetste -w und "invigorating Mait-Extract
Mg
Bier - B
vorzüglich anerkannt. Austrage zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn Linien werden prompt erfüllt. C. F. Schmidt.
Am Dienstag war der 308. Jahrestag der Bartholomäusnacht. Die französische Regierung hatte demzufolge Vorsichtsmaßnahmen getroffen und Die Garnisonen in denjenigen Städten, in denen Jesuiten großen Einfluß besitzen, standen marschbereit in den Kasernen.' Der Frieden wurde indeß nirgends gestört. Die Arbeiter in Patterson haben den Beschluß gefaßt, die Sonntagsarbeit unter allen. Umständen zu verweigern. Das ist sehr vernünftig. Jeder Mensch joll und muß einen Ruhe- und Erholungstag in der Woche haben, und das. Beispiel der Arbeiter von Patterson verdient Nach ahmung. An der Wahrheit der Mittheilung, daß sich Dr. Buchanan, der berüchtigte Fabrikant von Philadelphia Doktordiplo' men ertränkt habe, wird immer noch ge zweifelt. Es glaubt zwar Jeder, daß der Mann seinem Kriminalprozesse auszuweichen suchte, aber ein solcher Schwindler findet auch immer einen angenehmeren Ausweg. Der Cadett Whittaker will sich wegen der ihm angethanen Beschimpfung noch nicht beruhigen und verlangt nochmals vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. Seinem Wunsche dürfte indeß nicht entsprachen werden, denn sonst könnte ja seine Unschuld endlich doch an den Tag körn men und viele prominente Persönlichkeiten wären damit gebrandmarkt. Den umfangreichsten Postverkehr ha den die folgenden zehn Staaten auszuwei sen: New York 500,950,724; Pennsyl vania 207,196,080; Ohio 163.564 500; Illinois 167.914.868; Massachusetts 145, 973.464; Missouri 92,057.680 ; Michigan 64.753,364; Iowa 57,297,656 ; Indiana 51,922.203; Wisconsin 47.643,064 Briefe, Postkarten und sonstige Poststücke. Gegenwärtig werden auf allen Pic nics, bei jedem Sommernachtsfeste u. s. w. Abstimmungen über die Ptäsidentschaftscandidaten vorgenommen. Es ist dies an und für sich eine sehr harmlose Spielerei. Daö Sonderbare dabei ist nur, daß die Berichte darüber in den demokratischen Blättern immer zu Gunsten Hancock's ausfallen, während die republikanischen Zeitungen stets Garsield als Sieger her vorgehen lassen. Das Ende des Frankfurter Turnfestes war, wie wir schon in voriger Nummer berichteten ein sehr trauriges. Gelegentlich des Feuerwerks fand eine Explosion statt. wodurch mehrere Personen getödtet und Viele schwer verwundet wurden. Daß dieses Unglück den ffesttheilnehmern stets als eine trübe Erinnerung im Gedächtniß bleiben wird läßt sich wohl denken, denn dasselbe hatte herzzerreißende Scenen im Gefolge. " Der Papst braucht schon wieder einmal Moneten und da es dem heiligen Vater und seinen Rathgebern an schauen Auskunftsmitteln niemals fehlt, kam man auf die pfiffige Idee die gesammle römisch-christlich-katholische Menschheit mit einer monatlichen, resp, täglichen Steuer zu belegen. Er soll eine Steuer eingetrieben werden, welche täglich von jedem Haushalt ein Exemplar der kleinsten Scheidemünze die in einem Lande existirt, betragen soll. Ueberzahlungen werden natürlich mit dem bekannten Dank" angenommen. Der Plan ist nichts weniger als bescheiden und mit der Ausführung desselben dürste es gewaltig hapern. Es wird sich auch bei den Katholiken zeigen, daß wenn am Geldbeute! gerüttelt wird, die Religion ein großes Loch bekommt.
OTin
tmttti 8QUAIIE,) INDIANAPOLIS, IND. Brauerei rn Staate. Mein Lagerbier Bottle Beer ist vor allem anderen als Schon wieder dringen die Jammerrufe aus bemalten Vaterlande zu uns herüber. Durch die furchtbaren Ueberschwemmungen in Schlesien, Posen, Ostund West Preußen haben die dortigen Bewohner schwer gelitten und undenklich viele Familie in das traurigste Elend versetzt. Das ist sehr bettagenswerth und verdient ausrichtigen Beistand. Bis jetzt haben wir aber noch nicht gehört,, daß sich die deutsche Regierung um ihre unglückli chen Unterthanen bekümmert. Im russischen Reiche stehen gegenwärtig 1696 Personen, die für Nihilisten gelten, unter Polizeiaufsicht, nachdem 115 in den letzten Tagen entweder ganz von der ' Polizeiaufsicht befreit, oder ermächtigt wurden, von Mai bis August aus der Verbannung heimzukehren. ' Von diesen erhielten 30 die Erlaubniß, ihre Studien -an den Universitäten und anderen Lehr- ( anstalten wieder aufzunehmen. Wenn die ZahlDerjenigen,welche man mitBestimmtheit für Feinde der dortigen Regierung hält schon so groß ist, wie groß muß erst die Zahl Derjenigen sein, welche im Ge- , Heimen gegen die Regierung arbeiten und sich dabei nicht erwischen lassen. Die Norddeutsche Allg. Zeitung" schreibt, daß, mit Rücksicht auf die Wirkungslosigkeit früherer gesetzlicher Erlasse gegen das Duellunwesen, die städtischen Behörden von Berlin und Leipzig beschlössen haben, die Studenten den polizeilichen Behörden zu unterstellen und die Strafen auf Uebertretung der Duellgesetze zu verschärfen. Man erwartet, daß , die übrigen Universitätsstädte sich den beiden vorgenannten anschließen und somit dem Duellunfug endlich einmal ein Ende bereiten werden. Zeit wäre das freilich einmal, aber leider sind auch verschärfte Gesetze sehr häufig nur dazu da um übertreten zu werden. Und dabei suchen ja v die deutschen Herren Studenten im Duelliren eine außerordentliche Größe. Der deutsche Reichskanzler reiste dieser Tage von Kissingen nach Gastein um möglicherweise mit dem Cardinal Howard zusammenzutreffen, welcher dem Vernehmen nach der Nachfolger Jakobinis als päpstlicher Nuntius zu Wien wird. Der Zweck einer solchen Zusmmcnkunft wäre, das neue kirchenpolitische Gesetz zu besprechen, das weder die preußische Regierung noch die Katholiken befriedigt, die Zurückberufung der ausgewiesenenBiichöfe herbeizuführen, und die erledigten Pfarstellen zu besetzen. Bismarck hat den Wunsch dem Culturkamvfe ein Ende zu machen und es ist kaum zweifelhast, daß er in eine abermalige Besprechung kirchlicher Angelegenheiten mit einem Agenten des Papstes einwilligen würde. Wieder zwei Eiscnbahnunfälle binnen ' 24 Stunden, nur allein im Staate New Jersey, von denen der eine bei Long Branch drei starke Verletzungen im Gefolge hatte, der andere auf der Centralbahn bei Elisabethport nahe daran kam, daß der ganze Eilzug in die Nevarlbay , stürzte, was noch glücklich abgewendet wurde. In beiden Fällen ist Nachlässigkeit der Bahnverwaltung angezeigt. DaS ist nun im hohenSommer was soll daraus erst werden, wenn der Winter die Schienen brüchig macht, die Bahnbetten verschneit,' die Geleise mit Eis bedeckt werden? Das Urtheil der Todtenschau.Geschworenen in dem Falle bei May's Landing hat die offenbar allein schuldige Bahnverwal tung, nicht nur freigesprochen, sondern sogar gelobt! Da werden sich die Direk , tionen nicht sehr anzustrengen brauchen, um größere Sicherheit des Dienstes her-zustellen.
w
V. i nt 0 i K i i
