Indiana Tribüne, Volume 3, Number 1, Indianapolis, Marion County, 14 August 1880 — Page 4

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ndiana Hriöüne. (Wochenblatt.)

ffire: Ecke Circle u. Meridianstr. Jm dritten Stock ) Entered as POsond-clas3 matter at the Postoffice at Indianapolis, 1 ndiana. Abonnements-Preise. 3tt der Stadt durch die Post ins Haus geliefert Per Jahr im Voraus 52.0 Per Nummer ß K,nt. Ctto Schisse, Herausgeber. Indianapolis, Ind., den 14. Aug. 1880. National-Ticket. Für Präsident : IamcS A. Garfield von Qhio. Für Vice.Präsident : Ehester A. Arthur von New Pork. Staats-Ticket. Für Gouverneur: A lbert G. Porter vzn Marion. Für Lieutenant-Gouverneur: Thomas Hanna don Putnam. Für Richter der Supreme Court: 8. Diftri't-Bvron K. El liott von Marion, ö. Distrikt William A. Woods von Elk. hart. Für Staats. Tckrelär: E. R. H a w n von Crawford. Für Staatö.Auditor: Ed. H. Wolke don Rufh. Für Staats-Schameiper: RoSwell S. Hill von Clah. Für Eeneral.Anwalt. Daniel P. B ald'win von Caß. Für Superintendent des öffentlichen Unterrichts : John M. Bloß von Vanderburz. Für Clerk der Supreme Court : Daniel M. R oh se vou Tippuanoe. Für Reporter der Supreme Court: FranciS M. Dice von Fountain. Marion County Ticket. Sheriff Henry C. Adams. Clerk MoseS G. McClaia. Schatzmeister I ohn L. Motheröhead. Kecordcr-Jacob L. Vieler. Richter der Criminal Court I a m e S S. H e ller. Staatö.Auwalt W m. T. Brown. Nichter der Superior Court B h ron K. Elli ott, L. C. Walker. Counth Commissare John H. Smith, G eo. F.McGinniS, Archibald'Elenn StaatS'Senatoren - George H. Chapman. FlaviuS I. Van Vorhiö. Legislatoren Thomas McSheehh, I. S.Hin ton, JohnW. Furnas, Vinson Carter, I. N. Cotton. McDonald's Buch. Unsere Leser werden sich vielleicht noch des Whiskey - Rings erinnern, dessen Hauptleiter McDonald war, der dafür auch vor fünf Jahren des Betruges über führt und in'S Zuchthaus geschickt wurde. Dasselbe Schicksal ereilte mehrere seiner Genossen, wie einen gewissen Joyce und auch McKe, den Herausgeber des St. Louis Globe-Demokrat". Babcock der Busenfreund Grant'S entging damals mit knapper Noth dem gleichen Schicksale. Die Ermittlung de3 Whiskey-Ringes, die Bloßstellung, Verhaftung und Ueberführung seiner Anhänger hatte man dem unermüdlichen Eifer des damaligen Finanzsekretärs Bristow zu verdanken. Aus den verschiedenen Prozessen ging damals klar hervor, daß wohl viele der korrupten Beamten, Grant's Freunde waren, daß Grant selbst aber nicht nur an den Betrügereien nicht detheiligt war, son dern, daß er nicht einmal von den Betrügereien Etwas wußte. Jetzt fünf Jahre nachdem der WhiskeyRing gebrochen und seine Mitglieder als gemeine Verbrecher in's Zuchthaus man dern mußten, veröffentlicht der Ringmeister McDonald ein sechs hundert Seiten flar kes Buch, worin er angeblich die wahrheitsgetreue Geschichte des Whiskey Ringes erzahlt und worin e? behauptet, daß Grant von der Existenz des Ringes gewußt und seinen Antheil am Gewinn gezogen habe. Selbst wenn das Buch auch nicht aus so unlauterer Quelle, wie die, eines überführten Verbrechers und Zuchthäuslers kommen würde, so ist schon der Umstand, daß dieser McDonald sich erst nach Ablauf von fünf Jahren bemüßigt findet, angeblich die Wahrheit zu sagen, daß dies gerade vor einerPräsidentenwahl geschieht,

sowie der Umstand, daß während der Füh' rung derProzcffe nichts Derartiges zu Tage kam, Verdacht erregend. Man wird unter solchen Umständen sich nicht sehr geneigt suhlen, dem Herrn McDonald aus's Wort zu glauben. Um den ehrlichen Namen eines so bedeutenden Mannes wie Grant zu ruiniren, bedarf es schon befferes Zeugnisses, als das Mc Donald's. Da Grant die Ueberführung und Verurteilung McDonald's zuließ, ist es wohl begreiflich, daß damit die Freundschaft desselben für Grant zu Ende ging. Man wird sich vielleicht auch noch erin nern, daß McDonald mit der Veröffent lichung seines Buches für den Fall drohte, daß Grant in Chicago nominirt werden würde. Nun wurde Grant nicht nomirnrt und das Buch erscheint doch. Da wird man wohl nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß es auf demokratische Bestellung hin als Campagnedokument ge schrieben wurde. Einem überführten Verbrecher und Zuchthäusler, der durcd und durch vom Rachegesühl gegen Grant beseelt ist, braucht man das Lügen und Uebertreiben wohl kaum erst anzuem psehlen. Es ist wohl nicht unmöglich, daß bei dem Geschmacke des amerikanischen Publikums für Skandalgeschichten das Buch Käufer undLeser finden wird. Wenn aber die Demokraten glauben, daß es ihnen als Campagnedokument viel nützen wird, dann sind sie sehr imJrrthum. Das Geld dasür ist hinausgeworfen, omn es wird ihnen wohl kaum eine einzigeStimme zuführen.

Der CcnsuS im Süden. Der Census ist von großer politischer Bedeutung. Du die Vertretung im Congresse im Verhältniß zu der Einwohner zahl bestimmt wird, so wird diese Vertre tung um so stärker, je größer die Zahl der Einwohner ist. Ferner hat jeder Staat im Prüsidenten'Wahl.Collegium dieselbe Anzahl Stimmen als er Repräsentanten und Senatoren im Congreß hat. Bei der offenbar starken Zunahme der Bevölke rung im Norden und Westen lag sür den Süden die Gefahr nahe, in Folge der Zählung bedeutend an politischem Einfluß zu verlieren, wenn der Census nicht eine gleiche Zunahme im Süden nachweisen würde. Die Administralion wurde nun beein flußt, sür die Zählung im Süden demokratische Enumeratoren anzustellen, und es gelang ihr dies durchzusetzen. Die Folge davon ist, daß die Zählung im Süden ganz merkwürdige Resultate ergab. Man bedenke, daß der ganze Strom der Einwanderung sich über den Norden, de sonders den Nordwesten ergießt, daß sast gar keine Auswanderer dem Süden zu strömen, daß dagegen in letzter Zeit die Neger in großer Zahl aus dem Süden auswanderten. Dennoch weist die Zu nähme im Süden einen ebenso großen, ja stellenweise einen noch größeren Prozent sztz als im Norden auf. So zeigt z. B. der Census eine Zunahme der Bevölkerung in Texas um 113 Prozent. Virginia, deffen Bevölkerung in den zehn Jahren von 1860-1870 bloß , um 5,533 zunahm, zeigt diesmal eine Zunahme von 374,837, oder fast so viel als in den 70 Jahren vor 1870. Nord Carolina nahm von 1860 bis 1870 um 78,739 zu, dagegen don 1870 bis 1880 um 318,150. Kentucky vermehrte seine Einwohnerzahl von 1860-70 um 186,326, dagegen von 187080 um 413, 320, Louisiana das von 60 aus 70 um blos 18,913 Einwohner zunahm, gewann von 70 auf 80, 198,085 Einwohner. Aehnlich ist das Verhältniß in den anderen Süd staaten. Diese Zahlen können unmöglich ausWahrheit beruhen. Sie find für poli tische Zwecke sabrizirt. ES bleibt abzuwarten, ob fich die Administration dabtt beruhigen, oder eine neue Zählung durch andere Beamte anordnen wird. Irland. Alljährlich strömen um die Erntezeit Tausende von Jrländern nach England um etwaö Baargeld beim Einbringen der dortigen Ernte zu verdienen. - Sie wurden auf der Reise immer in die elendesten Schiffe und in -die Viehkarren der Bahnen eingepfercht. Dieses Jahr aber fällt es allgemein auf, daß sie sich dies nicht mehr gefallen lassen, sondern trotzig und erfolgreich eine menschlichere Behandlung verlangen. Der Knechtsinn ist von ihnen gewichen, sie fühlen ihre Menschenrechte; sie wollen ihre eigenen Herren sein.

I n d i a n a T r i b ü , , , , - In Irland selbst herrscht eine feste Ent schlossenheit, die diesjährige Ernte nicht in die Hände der Landlords sollen zu las sen, sondern sie sür das darbende Volk zurückzuhalten. Die Landlckrds sind ein geschüchtert oder fie werden es mehr und mehr. Es ist nicht abzusehen wie dieser entschloffene Geist des Widerstandes durch die geringen militärischen Mittel, gebro chen werden könne, welche der britischen Regierung zu Gebote stehen.

Die Wahlen in Vermont finden am 6. in Maine am 13. September statt. Mit Garfield zieht der erste Präsident in's Weiße Haus, welcher der deutschen Sprache vollkommen mächtig ist. Die Nihilisten in St. Petersburg machen fich wieder bemerkbar. Neuerdings machen sie hauptsächlich auf Polizeispione Jagd. Während seines Aufenthalts in San Francisco hielt Carl Schurz auch eine deutsche Rede vor einer äußerst zahlreichen Versammlung. Porter hat LadderS zu einem Rede duell herausgefordert, und Landers hat angenommen. Wir wiffen, wer dabei schlecht wegkommt. , Heute werden im Staate Jndiana zwei Hundert demokratische Redner auf ein Mal auf das Volk losgelaffcn. Hu, wird das ein Geheul geben ! Ein Jnsaffe des Gefängniffes von Cunsano bei Neapel ist nach einem Fasten von 30 Tagen. Hungers gestorben. Es gleicht eben nicht jeder Magen dem von Dr. Tanner. Der bewährte Freiheitskämpfer, Herr Eduard Schröter von Sauk City, wird heute als Delegat des Bunde? der Radi kalen zum internationalen Congreß in Brüssel, seine Reise nach Europa an treten. Der New Yorker Herald- erklärt7daß er Hancock unterstützen würde, wenn'nicht im Falle er Präsident würde, und während seiner Amtszeit sterben sollte. Englisch an seine Stelle treten würde. Sehr schmeiß chelhast sür English. Kaiser Wilhelm ist von Gastein wie der nach Jschl gereist. Wenn andere Menschen ihrem Körper so viele Wohlthaten erzeigen könnten würden sie wahr scheinlich ein eben so hohes Alter erreichen als der olle Willem. In Chicago müssen jetzt alle Tele graphendrähte unterirdisch gelegt werden. Das ist sehr vernünftig und sollte auch hier bei den Telephondrähten Nachah mung finden, denn zur Zierde haben die. selben unserer Stadt noch niemals gereicht. Schon wieder ist ein Diener Gottes, Methodistenprediger aus West Troy, Na mens Phil. Krohn, verdustet und hat nichts zurückgclaffen als Schulden. Er hat sich eine Gesellschafterin mitzenom men und wird nun dem frommen Spruch liebe deinen Nächsten" nachleben. Die New Yorker Sun", ein demo kratisches Blatt, sagt über den Annahmebrief Hancocks : Er ist so weit und um fastend wie der Continent, so elastisch wie Gummi und so süß wie Honig Das stlld ja vortreffliche Eigenschaften eines Annahmeschreibens. In Maine haben die Republikaner einen harten Stand. Die Greenbacker sind in diesem Staate sehr stark und zur Erwählung einesBeamten ist eine absolute Mehrheit ersorderlich, d. h. eine Mehrheit über die beiden anderen Parteien zusam men. Freilich sind diese auch nicht bester daran. Dr. Tanners wunderbare Verdau ungskraft erregt jetzt beinahe eben so viel Aussehen als deffen langes Fasten. Der Doktor hat einen koloffalen Appetit und scheint Willens zu sein, alles Versäumte in kurzer Zeit wieder einholen zu wollen. Die Aerzte wollen aus seiner untadelhaften Verdauungskraft schließen, daß der Fastbold seine Hungercur noch hätte aus dehnen können, ohne daß er für seine Ge sundheit hätte sürchten müssen.

e." d ,L CF.fflfflDH Lag Ki - Brem, (SCHMIDT'S SQUARE,) INDIANAPOLIS, IND. Äie berühmteste und besteingerichtetste Brauerei ;m Staate. Mein Lagerbier W und "Invigorating Malt-Extract Bottle Beer" ist vor allem anderen als vorzüglich anerkannt. Auftrage zum Verschiffen von Lagerbier auf allen Eisenbahn! Linien werden prompt erfüllt. C. F.' Schmidt.

Es sollte uns gar nicht wundern, wenn jetzt, nachdem Tanners wahnsinniges FastExperiment glücklich beendet ist, so und so viele Fastbolde auftauchen werden, welche das Kunststück gegen guteBezahlung nach zuahmen versuchen. Die Narrheit ist ja in keinem Lande so ansteckend, als gerade in Amerika. Das alte, Ehepaar, welches man sür den Mörder Bender und deffen Frau hielt und deshalb gefangen nahm, ist nach den Aussagen Vieler, welche die richtigen Ben ders . kannten mit dem Mörderpaar nicht identisch und wird deshalb wieder in Freiheit gesetzt werden. Das Geschrei von der Entdeckung einer Räuberbande war demnach verfrüht. Es wird gesagt, daß Bill English 10,000 sür Wahlzwecke hergeben mußte. Bei dem allgemein bekannten Geize Eng lish's sollte es uns gar nicht wundern wenn dieses Opfer dem Manne viel Kum mer bereitet. Freilich wird er sich damit trösten, daß er die Summe durch hohe Zinsforderungen und aus seinen zahl reichen Miethern wieder herausschlagen kann. Im abge'ausenen Jahre (1879) wa ren 475,810 Personen in .den Kohlen und Erzwerken Großbrittaniens und Irlands beschäftigt. Von diesen arbeiteten 385, 179 unter der Erde und 91,631 (wovon 4842 weiblichen Geschlechts) überTag. was im Vergleich mit dem Vorjahr eine Zunahme von 1481 ergibt. Was sagen die sogenannten Knochenrechtler zu solcher Verletzung der Frauenwürde? Am Mittwoch ereignete sich bei Atlan tic City, N. I., wieder ein EisenbahnUn glück, bei welchem 7 Personen getödtet und 24 schwer verwundet wurden. Die Brcm sen, welche in Folge des naffen Wetters gelitten hatten, sollen das Unglück herbei geführt haben. Im Grunde genommen war es aber wie gewöhnlich frevelhafter Leichtsinn der Angestellten, denn man hätte die Bremsen erst untersuchen sollen. Der bekannten Frauenrechtlerin und Sozialistin, Frl. Hubertine Auclerc in Paris wurden wegen '.verweigerter Steu ern die Möbel mit Beschlag belegt. Da raushin veröffentlichte jene Dame ein Schriftstück, in welchem sie gegen diese Beraubung" wie sie es nennt Einsprache erhebt. Sie sagt, daß sie nur dann die ihr auferlegten Pflichten erfüllen werde, wenn man ihr auch die Ausübung ihrer Rechte gestattet. Die Angestellten in der Census'Qsfice zu Washington verdienen ob ihrer Vor urtheile beohrseigt zu werden. Sie wei gern sich nämlich mit den jüngst angestell ten beiden Negerinnen in einem Zimmer zu arbeiten. Gegen die Neger, welche in allen Departements arbeiten, haben fie nichts einzuwenden, aber gegen ein Zu sammenarbeiten mit farbigen Frauen sträuben fich diese Einfalspinsel genz ent schieden. ' Vom englischen Parlamentsmitgliede Mortey wurde kürzlich im Parlamente nachgewiesen, daß es in London 40,000 junge Frauen giebt, welche nicht genug verdienen können um sür ihre nöthigsten Bedürsnisse sorgen zu können. Was sagen hiezu Diejenigen, welche bei jeder Gelegen heit das Weib auf die gemüthliche Häus' lichkeit verweisen. Diese Zahlen beweisen, daß Tausende durch die bitterste Noth der Schande in die Arme getrieben werden.

Die armen Schlesier werden auch in diesem Jahre nicht vor Hunger verschont' bleiben. Die Regengüffe waren nämlich in einigen Theilen Schlesiens so stark, daß vielfach die Ernte dadurch zerstört wurde. Die Regierung wird sich darum leider wie der nur sehr wenig bekümmern, die Pri vatwohlthätigkeit wird auch nur sehr spür lich geübt werden, und so müssen sich vor aussichtlich die armen Leineweber wieder einmal ans Hungern gewöhnen. Das ist i doch eine göttliche Welteinrichtung.

Die Nachricht, daß sich der frühere Sozialist Haffelmann nach Amerika ein geschifft habe, hat stch, wie wir gleich ver mutheten,' als Ente herausgestellt. . Haffelmann war allerdings einige Tage in Deutschland unsichtbar geworden, machte aber plötzlich wieder sein Erschei nen, mit dem Bemerken, daß er sich auf einer Geschäftsreise befand. In Amerika hätte es ihn, Ux aus der sozialistischen Partei ausgestoßen wurde, wahrscheinlich auch nicht behagt. Der'Jndustriczweig der nichtswürdi gen DoktorDiplome in Philadelphia hat nunmehr auch Stoff zu einem internatio nalen Scandal gegeben. Aus Spanien sind im dieffeitigen Staatsdepartement Beschwerden über den abscheulichen Unsug eingegangen, so daß der pennsylvanische Gouverneur von der Bundesregierung er sucht worden ist, den Doktorsabrikanten aus die Finger zu sehen. Die Brandmar kung der Diplome aus Philadelphia in Deutschland ist ziemlich kgeglückt, jetzt sol len sie,auch aus Spanien ausgeräuchert werden. Der republikanische Präsidentschaft candidat Garfield antwortete auf die An frage der Frau Woodbridge, der Präsi dentin der FrauenTemperenzGeseUschast von Ohio, wie er sich zur Temperenzfrage verhalte, daß er den Temperenzzwang nicht besürworte, ja daß er sich selbst den Genuß von geistigen Getränken nicht ver sage. Die Demokraten sind demzufol: mit ihrer neuesten Behauptung, daß Garfield ein Temperenzler sei auf einer r.euen Lüge ertappt. In Philadelphia hat ein Richter ent schieden, daß eine Frau, welche wegen unheilbarer Trunksucht in's Armenhaus gekommen ist, von ihrem Manne darin unterhalten werden muß, weil Trunksucht kein Scheidungsgrund ist, der Ehemann also die Kosten ihres Unterhaltes nicht auf das County werfen darf. Nach den bestehenden Gesetzen konnte vielleicht der Richter nicht anders entscheiden, weil der Staat keine TrunkenboldHeilanstalt be sitzt. Aber die Trunksucht ist heilbar und es ist Pflicht des Gemeinwesens sie zu heilen. Wenn nur die Demokraten einmal einsehen wollten, daß fie keine Ursache ha ben über Betrug gegen Tilden im Jahre 1876 zu sprechen. Wenn wir z. B. die Wahlresultate in Louisiana in Erwägung ziehen und bedenken daß z. B. in Ost Fe liciana County im Jahre 1872 nicht we niger als 1667, dagegen in 1876 nicht eine republikanische Stimme abgegeben wurde, daß in Jackson County die Zahl der repu blikanischen Stimmen in 1872 sich aus 601, dagegen in 1876 aus blos 23 belief, daß in Union County die Zahl der republikani schen Stimmen, anschauend von 483 auf 9'4 sank, so wird man nicht unhim können, den Betrug aus demokratischer Seite zu suchen, denn eine solch: Abnahme ist bei einer überwiegend schwarzen Bevölkerung einsach unmöglich.